Wasserdost

Wasserdost ist auch als Wasserhanf bekannt

Der Wasserdost (Eupatorium, Syn.: Eupatoriadelphus R.M.King & H.Rob.), auch als Wasserhanf bekannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Weltweit gibt es etwa 40 Arten. In Mitteleuropa ist nur eine Art heimisch, der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum). Die anderen Arten kommen zumeist in Amerika vor, einige wenige auch im östlichen Asien. Sie bevorzugen feuchte Böden oder halbschattige Plätze. Nur wenige Arten werden als Zierpflanzen genutzt.

Wasserdost-Arten sind mehrjährige krautige Pflanzen oder Halbsträucher, die Wuchshöhen von 30 bis 200 cm erreichen. Die üblicherweise gegenständigen, meist ungestielten Laubblätter haben glatte oder gezähnte Blattränder. In großen endständigen rispigen Blütenständen stehen oft viele körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die Einzelblüten sind weiß bis dunkel-violett gefärbt. Es werden fünfrippige Achänen gebildet.

Das pflanzliche Anti-Infektivum

Die meisten pflanzlichen Arzneimittel der modernen Zeit haben ihren Ursprung in der Vergangenheit. So nutzten die Indianer Nordamerikas schon vor Jahrhunderten Blätter und blühende Zweigspitzen von Eupatorium perfoliatum – auch bekannt als indianischer Wasserdost – als schweißtreibendes Mittel bei wiederkehrenden Fieberschüben. Die berühmte Heilforscherin Dr. Hulda Clark epmfiehlt Wasserdost als Bestandteil eines Tees zusammen mit Hortensienwurzeln und Eibischwurzeln.

Bedeutung in der Naturmedizin

In der Naturmedizin hat der Wasserdost den Ruf eines „pflanzlichen Anti-Infektivums“, weil er die Fähigkeit besitzt, eine massenhafte Virenvermehrung nach einer bereits erfolgten Infektion zu unterdrücken. Das Immunsystem wird durch den Wasserdost dazu angeregt, die Produktion der körpereigenen Abwehrzellen anzuregen. Hierdurch verkürzt sich der Heilungsverlauf eines Infektes.

Anwendung

Bei allen Erkältungen und Infektionen kann der Wasserdost zur Steigerung des Immunsystems eingesetzt werden. Zu diesem Zweck nimmt man ihn entweder als Tee, der als Kaltauszug bereitet werden sollte oder als Tinktur. Die beste Wirkung wird entfaltet, wenn man gleich zu Beginn der Erkältung mit der Wasserdostbehandlung anfängt.

Da er auch die Leber reinigt und Milz und Galle anregt, wird er auch zur Blutreinigung eingesetzt. Dadurch wirkt er auch innerlich und äußerlich hilfreich bei Hautausschlägen.

Bei Ödemen kann er helfen, weil er Niere und Blase anregt, das überflüssige Wasser auszuscheiden.

In seiner Hauptwirkung (Stärkung des Immunsystems) erinnert er stark an den Sonnenhut (Echinacea) mit dem Vorteil, dass er auch wild wächst und das ganze üppige Kraut verwendet werden kann.