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Haldol - ein Neuroleptikum


Chemische Gewalt gegen Senioren

Fast eine Viertelmillion Demenzkranke bekommen Psychopharmaka, um sie ruhig zu stellen – das spart Geld und Personal. Wir alle werden älter. Das ist letztlich unumkehrbar. Und wenn wir (noch) nicht selbst davon betroffen sind, so werden wir alle über kurz oder lang über unsere Eltern mit dem Thema des Älterwerdens konfrontiert. Auf unserem Schreibtisch liegen Berichte, die einen erschreckenden Missbrauch von Medikamenten in Altersheimen aufzeigen. In lockerer Folge möchten wir einige ausgewählte Beispiele veröffentlichen. Einen wesentlichen Anteil an chemischer Gewalt gegen Senioren haben unterschiedliche Psychopharmaka, die wir Ihnen - mit der gebotenen Sachlichkeit - so detailliert wie möglich beschreiben wollen.

Die Liste der Mittel, die auf deutschen Demenzstationen tagtäglich in die Pillenboxen kommen, ist lang: Melperon, Pipamperon und Diazepam gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Zwei Produktnamen fallen jedoch besonders häufig im Gespräch mit Pflegeexperten: Haldol und Risperidon.

Da ein Demenzkranker im fortgeschrittenen Stadium nur noch gefühlsmäßig reagiert, in dem er sich z.B. mit Händen und Füßen wehrt, wenn man ihm etwa Augentropfen einträufeln will oder die Pflegerin anspuckt, um ihr zu sagen, dass er von ihr nicht angefasst werden will, spielen sich hier nicht selten auch Machtkämpfe ab, aus denen der Kranke regelmäßig als Unterlegener hervorgeht. Pflegekräfte und Ärzte wissen sich oft keinen anderen Rat, als diese Kranken mit Hilfe bestimmter Medikamente lenkbar und für die Einrichtung tragbar zu machen. Doch da diese Medikamente schwerwiegende Nebenwirkungen haben, entwickeln sich nicht selten auf diesem Hintergrund Zustandsbilder, die man weder aus menschlich-ethischer und schon gar nicht aus christlicher Sicht hinnehmen dürfte.

Lesen Sie auch den Beitrag: Wenn Medizin und Pflege den Kranken kränker macht!


Der Wirkstoff Haloperidol

Psychische Erkrankungen kann man nicht von heute auf morgen erkennen, viele Psychosen entwickeln sich schleichend. Menschen, die unter dieser seelischen Erkrankung leiden haben oftmals das Gefühl von innerer Unruhe, sie plagen sich mit akuten Angstzuständen herum, welche ein enormes Ausmaß annehmen können, bis hin zum Suizidversuch führen. Andere Erkrankte glauben plötzlich Stimmen zu hören, manche fühlen sich verfolgt und reden sich Dinge ein, die nicht der Realität entsprechen.

Psychosen können sich in unterschiedlichen Formen äußern, der Krankheitsverlauf ist von Patient zu Patient verschieden. Während bei einigen Menschen die Psychose nur vorübergehend anhält, ein bzw. mehrmals im Leben auftreten, können für andere Personen die Psychosen der Ausläufer einer längerfristigen und eventuell lebenslang andauernden schweren Erkrankungen der Psyche werden. Auch die Schizophrenie ist ein Teil der Psychose.


Solch seelische Erkrankungen bedürfen im Allgemeinen immer einer beständigen ärztlichen Behandlung, in Form psychologischer Betreuung und einer Langzeittherapie mit zusätzlicher Medikamenten Verabreichung. In diesem Fall wird oft ein Antipsychotikum bzw. Neuroleptikum verschrieben. Diese Nervendämpfungsmittel entfalten eine sedierende, psychomotorische Wirkung. Doch nicht in jedem Fall ist es möglich eine akute Psychose mit einem Neuroleptika / Antidepressiva zu behandeln. Der behandelnde Neurologe bzw. Psychologe oder Psychiater wird durch intensive Gespräche und längerfristige Sitzungen den Schwergrad der Psychose des jeweiligen Patienten ermitteln und in jedem Fall ganz individuell entscheiden, welches Neuroleptika zu verabreichen ist und in welcher Dosierung.

Haldol mit dem Wirkstoff bzw. der Wirkstoffgruppe Haloperidol wird oftmals in diesen Zusammenhang verordnet.


Wann wird Haldol angewendet?

Das Neuroleptikum wird unter anderen auch bei nachfolgenden seelischen, psychischen, oder vegetativen Erkrankungen verabreicht:

  • schizoaffektive Störungen
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Halluzinationen
  • bipolaren Störungen
  • psychischer Labilität
  • Depressionen
  • Aggressivität
  • Schlafstörungen
  • Hormonschwankungen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Wesensveränderungen

Haldol ist verschreibungspflichtig

In jedem Fall ist das Arzneimittel Haldol verschreibungspflichtig, auch ist während der Einnahme des Neuroleptikums eine intensive ärztliche Beobachtung unablässig. Da dieses Medikament, wie alle anderen Arzneimittel auch, verschiedene Nebenwirkungen / Folgeerscheinungen aufweisen kann, ist die ärztliche Kontrolle unablässig. Auch sollte der behandelnde Mediziner immer die ganze Krankenvorgeschichte und deren medizinischen Verlauf kennen, um ganz gezielt medikamentös behandeln zu können. So ist es unausweichlich dem Arzt auch über jegliche Art anderer Erkrankungen, einer möglichen Schwangerschaft und Suchkrankheiten zu informieren, ebenso ist es unablässig über alle einzunehmenden weiteren Medikamente Auskunft zu geben, da es sonst zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schädigungen kommen kann. Ob während der Behandlungszeit mit Haldol das Führen von Kraftfahrzeugen oder Maschinen möglich ist entscheidet ebenso der behandelnde Mediziner.


Nebenwirkungen von Haldol

Folgende Nebenwirkungen können wären der Behandlungszeit auftreten:

  • Schlafstörungen
  • Blickkrämpfe
  • Aggressivität
  • Hormonschwankungen
  • Mundtrockenheit
  • Muskelkrämpfe
  • Müdigkeit / Schlappheit
  • Blutdruckschwankungen
  • Schwindelgefühl
  • Wesensveränderungen
  • Gewichtsstörungen
  • Gefühlslosigkeit
  • Atemstörungen sehr selten
  • Glaukom (Erhöhung des Augeninnendruckes)
  • Hepatitis (Gelbsucht)

Vorsicht bei der Anwendung von Haldol

Die unerwünschten Nebenwirkungen können auftreten, müssen jedoch nicht. Bei einigen Patienten reagiert der Körper am Anfang nur auf den Wirkstoff im Haldol, nach einer gewissen Einnahmezeit des Medikamentes geben sich viele der unangenehmen Folgeerscheinungen wieder. Andere jedoch bleiben bestehen. In diesem Fall ist es ratsam dem behandelnden Mediziner davon in Kenntnis zu setzten. Dieser entscheidet dann, ob das Mittel trotz alledem noch einzunehmen ist, die Dosis eventuell verringert werden muss oder das Haldol vollständig ausschleichend abgesetzt werden muss. In keinem Fall ist es jedoch ratsam, die medikamentöse Behandlung eigenmächtig zu unterbrechen, die Dosis zu verringern oder zu erhöhen, da dies ebenso zu schwerwiegenden Problemen führen kann.


Fazit

Es kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall und auf den Schwergrad der seelischen Erkrankung an, ob das Haldol hilfreich ist oder auf ein anderes Neuroleptikum zurück gegriffen werden muss. Nicht jeder Mensch verträgt die jeweiligen Wirkstoffe.

Kein Medikament ist frei von unangenehmen Nebenwirkungen, doch sollten diese so extrem sein dass sie mehr schaden als helfen, dann ist es dringend erforderlich nach einer besseren Alternative zu suchen.