Erhöhte Homocysteinwerte und Herzinfarkt

Zunächst noch einmal die Beschreibung „Was ist Homocystein“?

Homocystein ist bei jedem Mensch im Blut zu finden und in einem gewissen Rahmen völlig normal. Es handelt sich um ein körpereigenes Stoffwechselprodukt, das bei der Verwertung des Eiweißbausteins Methionin entsteht. Seit einigen Jahren weiß man, dass der Homocysteinspiegel im Blut eine Bedeutung für die Gesundheit hat: Homocystein ist eine giftige schwefelhaltige Aminosäure, die nicht in den Baustoffwechsel des Körpers einbezogen wird, sondern nur als kurzlebiges Zwischenprodukt im komplexen Methionin-Stoffwechsel entsteht. Homocystein wird normalerweise im Körper umgewandelt und ausgeschieden. Damit dieser Stoffwechsel optimal ablaufen kann, muss das Zwischenprodukt Homocystein zu Cystein abgebaut oder aber zu Methionin remethyliert werden. Beide Reaktionen sind direkt an die Vitamine des B-Komplexes (B6, B12 und B9) gebunden, welche als Coenzyme fungieren.

Bei einem Mangel an diesen Vitaminen ist die Umwandlung gestört und der Homocysteinspiegel steigt an. Ein zu hoher Spiegel wird in der Wissenschaft als Ursache für viele Krankheiten angesehen. Der Homocysteinspiegel ist nicht durch eine Diät oder Abnehmen zu beeinflussen, sondern nur durch die Qualität der Ernährung und damit der Zufuhr der richtigen Vitamine. Grundsätzlich ist der Homocysteinspiegel altersabhängig und steigt mit dem Alter an.

Was ist ein Herzinfarkt?

Der Herzinfarkt, der medizinische Ausdruck lautet Myokardinfarkt, ist ein lebensbedrohliches Ereignis. Aufgrund einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels kommt es zu einem Absterben einzelner Teile des Muskels. Die Durchblutungsstörung wird entweder durch arteriosklerotische Veränderungen in einem Herzkranzgefäß oder durch ein Blutgerinnsel hervorgerufen. Die Herzattacke ist ein äußerst schmerzhaftes Geschehen, das mit einer Vielzahl weiterer Symptome einhergeht. Der Anfall kann mehr als 20 Minuten dauern.

Trotz sinkender Sterbefälle – Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und Herzinfarkt sind Todesursache Nr. 1 in den westlichen Industrieländern.

Wie entsteht ein Herzinfarkt?

In den meisten Fällen liegt bereits eine koronare Herzkrankheit vor, die quasi „mithilfe“ des Herzinfarkts aufgedeckt wird. Die koronare Herzkrankheit bezeichnet eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Sie entsteht durch Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, also durch Arteriosklerose. Die Durchblutung wird beeinträchtigt, was zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur führt. Das Krankheitsbild des Herzinfarkts und letztendlich auch die Sterberate hängen von der Schwere, der Dauer und der Lokalisation der Durchblutungsstörung ab. In den meisten Fällen gab es im akuten Stadium ein Blutgerinnsel, das ein Herzkranzgefäß verstopft, in anderen Fällen waren Einrisse der Gefäßwände durch Arteriosklerose die Ursache. Ein Gefäß verstopft umso eher, je stärker die Ablagerungen an den Gefäßwänden sind. In der Regel ereignen sich Infarkte in der Hinterwand oder der Hinterseitenwand des Herzens. Darüber hinaus gibt es Seitenwand- und Kanteninfarkte. Statistisch gesehen ist überwiegend die linke Koronararterie vom Herzinfarkt betroffen.

Wer ist vom Herzinfarkt betroffen?

In Deutschland erleiden jährlich rund 280 000 Menschen einen Herzinfarkt, 52 000 Betroffene sterben daran. Allerdings sind die Zahlen seit Jahren rückläufig. Während im Jahr 2000 noch 36 500 Männer und 30 100 Frauen am Herzinfarkt starben, so waren es 2011 nur noch 28 600 bei den männlichen und 23 500 bei den weiblichen Patienten. Hervorzuheben ist, dass die Häufigkeit bei sozial benachteiligten Menschen höher ist, als in den privilegierten Gesellschaftsschichten. Was die Altersstruktur betrifft, so erleiden ein Drittel der Betroffenen einen Infarkt im Alter über 74 Jahren. Der Prozentsatz wird sich, laut wissenschaftlichen Prognosen, bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Ältere Frauen, die im Alter einen Herzinfarkt bekommen, haben nach dem Infarkt häufig kognitive Probleme, also zum Beispiel Orientierungs- und Wortfindungsstörungen.

Wie wird ein Herzinfarkt identifiziert?

Da ein Herzinfarkt tödlich enden kann, kann man nicht viel Zeit für aufwändige Diagnoseverfahren verschwenden. Um eine umfassende Soforthilfe zu gewährleisten, konzentrieren sich die verschiedenen Fachleute auf die Maßnahmen, die ihnen in der Reihenfolge als sinnvoll erscheinen. Der Rettungsdienst beispielsweise definiert den Infarkt zunächst anhand der Symptome und macht ein EKG, letzteres meist auf dem Weg ins Krankenhaus. Dort machen Intensivmediziner Laboruntersuchungen, während bereits erste Maßnahmen für die Lebensrettung beziehungsweise Lebenserhaltung getroffen werden. Die Pathologen definieren den Infarkt ausschließlich aufgrund von makroskopischen Gewebeveränderungen. Das schnelle EKG gibt Aufschluss über die sogenannte Hebung der ST-Strecke. Liegt diese Hebung nicht vor, muss eine Laboruntersuchung zeigen, ob es sich um einen Nicht-Hebungsinfarkt oder einer instabilen Angina pectoris handelt. Eine Angina pectoris ist dem Herzinfarkt sehr ähnlich, die Schmerzdauer und Schmerzintensität sind jedoch geringer.

Wie kann man einen Herzinfarkt behandeln?

Die Behandlung muss möglichst innerhalb der ersten Stunde erfolgen. In dieser als „Golden Hour“ bezeichneten Zeitspanne besteht eine gute Aussicht den Gefäßverschluss, zum Beispiel durch eine Herzkatheterbehandlung, rückgängig zu machen. Zunächst steht jedoch die medizinische Erstversorgung auf dem Plan, um den Tod des Patienten zu verhindern. Dazu zählt die medikamentöse Therapie mit der Verabreichung von Nitroglycerin-Spray, Acetylsalicylsäure, Morphin und Clopidogrel. Ängstliche Patienten werden zusätzlich mit Benzodiazepinen sediert. Danach muss eine möglichst schnelle Eröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes erfolgen. Meist wird auch die Lysetherapie eingesetzt, bei der intravenös ein Gerinnsel auflösendes Medikament verabreicht wird. Operativ kann die mechanische Öffnung des Herzkranzgefäßes durch eine Ballondilatation oder eine Stentimplantation erfolgen.

Trotz guter Prognose können sich vor, während oder nach der Operation Komplikationen unterschiedlichster Art ergeben, zum Beispiel ein Herzwandaneurysma, ein kardiogener Schock, Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern, eine Nekrose oder ein Herzklappenfehler. Betroffen ist hier in der Regel die Mitralklappe. Nach dem Infarkt ist meist eine lebenslange, medikamentöse Therapie erforderlich, um Herzkrankheiten und einen neuerlichen Infarkt zu verhindern. In vielen Fällen ist eine Lebensstilveränderung des Patienten angebracht.

Ursachen von Herzinfarkt

Hinsichtlich der Ursachen für den Herzinfarkt kann man zwischen unbeeinflussbaren und beeinflussbaren Faktoren unterscheiden. Unterschiede gibt es auch zwischen den Geschlechtern. Weiterhin muss beim Herzinfarkt zwischen Auslöser und Ursache unterschieden werden.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren von Herzinfarkt

Das Alter:

Das Lebensalter spielt insofern eine Rolle, als mit zunehmendem Alter das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich ansteigt. Das gilt für Männer und für Frauen, wobei Frauen „ihren“ Herzinfarkt im Durchschnitt etwa zehn Jahre später bekommen. Das gilt allerdings nur bis zu dem 65. Lebensjahr. Fakt ist, dass bereits nach dem dritten Lebensjahrzehnt der langsame Prozess der Gefäßverkalkung beginnt, selbst wenn keine Risikofaktoren vorliegen. Im höheren Lebensalter ist die Arteriosklerose bei jedem mehr oder weniger ausgeprägt vorhanden, sodass es auch ohne zusätzliche Risikofaktoren zu einem Herzinfarkt kommen kann. Das Risiko ist umso höher, je mehr Faktoren hinzukommen.

Das Geschlecht:

Das männliche Geschlecht kann man bereits als Risikofaktor für einen Herzinfarkt bezeichnen, da ab dem mittleren Alter ein höheres Risiko vorliegt als bei gleichaltrigen Frauen. Der Hauptgrund liegt hier vor allem in dem weiblichen Sexualhormon Östrogen, das eine günstige Wirkung auf Fettstoffwechsel und Blutdruck hat. Allerdings ist bei jüngeren Frauen ein ebenfalls hohes Risiko vorhanden, wenn sie rauchen und die Pille nehmen. Mit Beginn der Wechseljahre kommt es zu einer drastischen Abnahme der Östrogenproduktion, der Herzinfarktrisiko steigt an, und ab dem 65. Lebensjahr ist das Risiko bei Männern und Frauen gleich groß.

Vererbung:

Man hat festgestellt, dass sich in bestimmten Familien die Infarkte häufen, also öfter vorkommen als in anderen Familien. Derzeit wird mit modernen analytischen Methoden intensiv nach sogenannten Herzinfarktgenen gesucht. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es ein Herzinfarktgen gibt. Dagegen wissen wir heute bereits, dass es eine Anlage für verschiedene Herzinfarktrisikofaktoren gibt, wie hoher Blutdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Ein hohes Alter der Eltern verheißt auch eine hohe Lebenserwartung bei den Kindern. Eine „schlechte“ Erbanlage muss jedoch kein Schicksal sein, sondern kann durch einen entsprechenden Lebensstil positiv beeinflusst werden.

Beeinflussbare Ursachen

Rauchen:

Rauchen ist eine der wichtigsten Ursachen für einen Herzinfarkt. Ein 45-jähriger Raucher hat ein dreifach höheres Herzinfarktrisiko als ein gleichaltriger Nichtraucher. Der Grund liegt vor allem darin, dass mit dem Rauch sogenannte freie Radikale aufgenommen werden, die die Gefäßinnenhaut angreifen. Freie Radikale fördern auch die Verklebung von Blutplättchen, was die Blutgerinnselbildung fördert.

Bestimmte Getränke:

Alkohol schützt in kleineren Dosen sogar vor Herzinfarkt. Medizinisch vertretbar sind 20 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag für Frauen und 30 bis 40 Gramm Alkohol pro Tag für Männer. Ein höherer Alkoholkonsum dagegen kann hohen Blutdruck begünstigen und wird damit zum Risiko. Kaffee gilt nicht als Risikofaktor, wenn er in Maßen konsumiert ist, Schwarztee enthält sogar Antioxidanzien, also Radikalfänger.

Hoher Blutdruck:

Bluthochdruck gilt als wesentliche Ursache für Herzerkrankungen, insbesondere für Herzkranzgefäßerkrankungen und Herzleistungsminderungen. Neben Alkohol gelten Übergewicht, Bewegungsmangel, Folsäuremangel, ungesunde Ernährung und die Einnahme von Entzündungshemmern (Analgetika) als Ursachen für Bluthochdruck.

Diabetes und Übergewicht:

Die Zuckerkrankheit ist ein wahres Volksleiden. Auslöser ist entweder eine Insulinresistenz der Zellen, ein absoluter Insulinmangel oder beides zusammen. Als beeinflussbare Ursache für den Herzinfarkt gilt hier der Diabetes Typ 2, der vor allem durch Übergewicht entsteht. Diabetes schädigt die kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen, aber auch zu Ablagerungen und Verkalkungen, die insbesondere die großen Blutgefäße schädigen.

Die Erhöhung bestimmter Stoffe im Blut:

Als Ursache für Herzinfarkt gilt eine Erhöhung des Fibrinogenwertes im Blut. Dies begünstigt die Entstehung von Blutgerinnseln, weil der eigentlich für Wunden wichtige „Klebstoff“ Fibrinogen die Blutplättchen verklebt, wenn er im Übermaß vorhanden ist. Weiterhin ist ein erhöhter Homocysteinwert im Blut, verursacht durch Mangel an Vitamin B, ein Risikofaktor für Herzinfarkt, da er die Arteriosklerose fördert. Lang galten erhöhte Harnsäurewerte im Blut als Mitursache für Herzinfarkt. Heute weiß man, dass ein erhöhter Harnsäurewert ein Risikoindikator ist, denn Personen mit erhöhten Harnsäurewerten leiden gleichzeitig unter Übergewicht, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen.

Eine oder mehrere dieser Ursachen können schließlich zu Durchblutungsstörungen, Herzerkrankungen und Blutgerinnseln führen, die wiederrum Auslöser des Herzinfarktes sein können.

Symptome von Herzinfarkt

Der Herzinfarkt ist ein akutes lebensbedrohliches Geschehen und, wie oben beschrieben, in den meisten Fällen die Folge einer Herz- und Kreislauferkrankung.

Die akute Durchblutungsstörung des Herzmuskels, hervorgerufen durch einen Thrombus oder einem Gefäßverschluss durch Arteriosklerose, ist so schmerzhaft und vernichtend, dass der Betroffene Todesangst bekommt. Dennoch gibt es Herzinfarkte, die nicht so dramatisch und charakteristisch verlaufen – hier ist Aufmerksamkeit gegenüber den kleinen Warnsignalen gefragt. Einige Herzinfarkte verlaufen sogar “stumm”, ohne Symptome, besonders bei Diabetikern, die nur sehr geringe oder keine Beschwerden haben.

Vorboten des Herzinfarkts: Angina pectoris

Rund 30 bis 40 Prozent der Herzinfarktpatienten haben über einen längeren Zeitraum vor dem Herzinfarkt bereits Beschwerden im Sinne einer Angina pectoris (Brustenge). Die Angina pectoris ist das klassische Symptom der Herzkranzgefäßerkrankung und tritt typischerweise unter körperlicher Belastung, in Kälte, bei emotionalem Stress, aber gelegentlich auch in Ruhe auf. Für Patienten mit bereits bekannter und behandelter Angina pectoris gilt die Regel, dass bei Zunahme der Beschwerden, bei unzureichendem Ansprechen auf Nitrokapseln die Gefahr eines Herzinfarktes besteht und dringend das Krankenhaus aufgesucht werden muss.

Angina pectoris-Beschwerden können nur kurz dauern und sogar wieder verschwinden. Sie können über mehrere Tage immer wieder auftreten, zum Beispiel bei starker Belastung. Die Beschwerden verschwinden wieder, wenn die Anstrengung vorüber ist. Manchmal treten sie nachts auf, der Patient wird dabei wach und findet gelegentlich Erleichterung, wenn er aufsteht und zum Fenster geht. Allgemein können über mehrere Tage oder Wochen hinweg Schmerzen hinter dem Brustbein, vor allem bei Anstrengung, Schmerzen im linken oder rechten Arm, im Nacken, Hals oder in der Magengegend auftreten.

Der akute Herzinfarkt

Der eigentliche akute Herzinfarkt macht sich durch ein starkes Druckgefühl hinter dem Brustbein bemerkbar. Die Schmerzen sind stechend, reißend, sie werden häufig als Vernichtungsschmerz beschrieben. Die Schmerzen strahlen in vielen Fällen in den linken Arm, in den Rücken, in den Oberbauch, in den Hals, sogar in den Unterkiefer aus. Der Patient hat eine blasse, fahle Gesichtsfarbe und ein verfallenes Aussehen. Kalter Schweiß bildet sich auf der Stirn und der Oberlippe. Dazu kommen Atemnot, Unruhe, Übelkeit, Schwindel, Todesangst und eine Schwäche, die in Bewusstlosigkeit münden kann.

Unterschiede des Herzinfarkts zwischen Männern und Frauen

Die oben genannten Symptome treten überwiegend bei Männern auf. Bei Frauen kann sich der Herzinfarkt viel diffuser ankündigen. Bereits bis zu einem Monat vor dem eigentlichen Herzinfarkt treten körperliche Erschöpfung, Magenverstimmungen, Übelkeit, Schlafstörungen und gelegentliche Atemnot auf. Schmerzen in der Brust haben bei Frauen unter Umständen eine geringere Aussagekraft als bei Männern. Magenverstimmungen, Übelkeit oder Schweißausbrüche bringen die meisten Frauen nicht mit einem Herzinfarkt in Verbindung und ruhen sich erst mal aus.

Frauen kommen auch bei einem Herzinfarkt durchschnittlich 73 Minuten später als Männer ins Krankenhaus. Bei vielen kann es lange dauern, bis überhaupt die richtige Diagnose gestellt wird. Außerdem ist der Anteil stummer Infarkte bei Frauen größer als bei Männern.

Das sind einige der Gründe, warum Frauen von einem Infarkt meist schwerwiegender betroffen sind als Männer und warum viele von ihnen den ersten Infarkt nicht überleben. Daher sollten Frauen alle gravierenden Beschwerden zwischen Nabel und Nase ernst nehmen und lieber einmal mehr den Notarzt rufen als einmal zu wenig.

Herzinfarkt und Homocystein

Die mangelnde Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff sowie die Entsorgung von Giftstoffen durch unser Gefäßsystem zählen zu den am meisten vernachlässigten Faktoren in der Medizin.

Heutzutage treten Arteriosklerose und Herzerkrankungen immer früher auf. Offensichtlich hat sich unsere Lebensweise in den letzten 70 Jahren dermaßen verändert, dass die
Herz-Kreislauf-Erkrankungen von «ferner liefen» auf den ersten Platz hochgeschnellt sind. Im Durchschnitt kostet uns diese Erkrankung 20 Jahre Lebenszeit.

Hyperhomocysteinämie – ein erhöhter Homocysteinwert im Blut – wurde bisher teils aus Unkenntnis der Sachlage, teils aus politischen Gründen oder aus Einflussnahme von Lobbyisten der Pharmaindustrie nicht beachtet oder verschwiegen. Hohe Homocysteinwerte wirken sich auf die Gefäße unter anderem folgendermaßen aus:

  • Sie verändern die Gefäßmorphologie
  • Sie stimulieren Entzündungen
  • Sie aktivieren die Gerinnungskaskade, die Thrombinwirkung wird erhöht
  • Sie hemmen die Fibrinolyse, die fibrinolytische Aktivität sinkt insgesamt ab
  • Der oxidative Stress wird gesteigert
  • Das Protein C wird inaktiviert

In Kürze bedeuten diese Aussagen: Schon ein geringfügig erhöhter Homocysteinspiegel steigert unabhängig von anderen Risikofaktoren sehr deutlich das Risiko für Gefäßkrankheiten. Kommen bei einem Patienten zwei oder noch mehr Risikofaktoren zum Tragen, ist die Wahrscheinlichkeit, beispielsweise an einem Herzleiden zu erkranken oder zu sterben, sehr stark erhöht.

Testen Sie Ihren Homocysteinspiegel. Bei einem Hcy-Wert höher als 8 senken Sie Ihren Wert mit einer Kombination aus Vitamin B6 und B12 und Folsäure!