{"id":5652,"date":"2020-04-16T12:12:19","date_gmt":"2020-04-16T10:12:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=5652"},"modified":"2020-09-17T15:22:29","modified_gmt":"2020-09-17T13:22:29","slug":"unsere-standpunkte-grundlagen-einordnungen","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/warum-vitamine\/unsere-standpunkte-grundlagen-einordnungen\/","title":{"rendered":"Unsere Standpunkte &#8211; Grundlagen &#8211; Einordnungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dieser Seite wollen wir deutlich machen, was unser Anliegen ist. Sie sollen wissen, wie wir uns positionieren. Deshalb wollen wir Ihnen unsere Standpunkte erkl\u00e4ren, Grundlagen formulieren und Einordnungen vornehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrung und Naturheilkunde haben lange Traditionen.<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"172\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/d12260f7bd.jpg\" alt=\"Hippocrates: Lass Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung sein!\" class=\"wp-image-5653\" title=\"Hippocrates: Lass Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung sein!\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/d12260f7bd.jpg 150w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/d12260f7bd-131x150.jpg 131w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/d12260f7bd-56x64.jpg 56w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&#8222;Lass Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung sein!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen weisen Satz pr\u00e4gte der griechische Arzt Hippokrates bereits vor \u00fcber 2000 Jahren. Gewiss, seitdem hat die Medizin Fortschritte gemacht und die Wissenschaft viele neue Erkenntnisse gewonnen. Dennoch wohnt dieser Aussage von Hippokrates gerade in unseren Zeiten viel Wahres inne. Zwar lassen sich schwere Erkrankungen nicht durch eine bestimmte Ern\u00e4hrung heilen, jedoch kann eine gesunde Ern\u00e4hrung als Unterst\u00fctzung der \u00e4rztlichen Behandlung durch bestimmte Nahrungsmittel, Kr\u00e4uter, Tees, Gew\u00fcrze, zur schnelleren Genesung beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ebenso bekannt ist die alte Wahrheit: Vorbeugen ist besser als heilen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wirklich ist eine gesunde Ern\u00e4hrung und Lebensweise ein entscheidendes Bollwerk gegen eine Reihe der so genannten Zivilisationskrankheiten. Eine Nahrung mit ausreichend Vitaminen, Mineralien, frischem Obst, Gem\u00fcse, Vollkorn- und Milchprodukten erh\u00f6ht die Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Infekte, beugt Krankheiten wie Diabetes, Gelenkerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, \u00dcbergewicht und Ersch\u00f6pfung vor. Und sie wirkt stabilisierend nicht nur auf das Herz-Kreislauf-System.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es gibt jedoch erhebliche Zweifel daran, dass unsere moderne Ern\u00e4hrung uns noch immer mit allen notwendigen Vitalstoffen versorgt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Linus Pauling &#8211; Begr\u00fcnder und Wegbereiter der Orthomolekularen Medizin<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"140\" height=\"211\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/606bb6e6f3.jpg\" alt=\"Linus Pauling - Begr\u00fcnder und Wegbereiter der Orthomolekularen Medizin\" class=\"wp-image-5654\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/606bb6e6f3.jpg 140w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/606bb6e6f3-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/606bb6e6f3-42x64.jpg 42w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweifache Nobelpreistr\u00e4ger Linus Pauling war Begr\u00fcnder und Wegbereiter der Orthomolekularen Medizin (ortho = richtig, gut; Molek\u00fcl = Baustein von Substanzen). Er definierte das Wirkprinzip wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eOrthomolekulare Medizin ist die Erhaltung der Gesundheit durch die Ver\u00e4nderung der Konzentrationen von Substanzen, die normalerweise im K\u00f6rper vorhanden und f\u00fcr die Gesundheit verantwortlich sind.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies hei\u00dft nichts anderes, als dass dem K\u00f6rper t\u00e4glich ausreichend Mikron\u00e4hrstoffe wie z. B. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe zugef\u00fchrt werden m\u00fcssen, um ihn leistungs- und widerstandsf\u00e4hig zu erhalten sowie vor Erkrankungen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschungen auf dem Gebiet der Orthomolekularen Ern\u00e4hrungsmedizin f\u00fchrten in den letzten Jahren zu einer Vielzahl neuer Erkenntnisse. So wurde belegt, dass neben Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen auch sekund\u00e4re Pflanzenstoffe, essenzielle Fetts\u00e4uren und Probiotika Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten haben k\u00f6nnen. Zudem zeigen die Arbeiten, dass diesen Mikron\u00e4hrstoffen eine bedeutende Rolle in der aktiven Gesundheitsvorsorge und der Orthomolekularen Ern\u00e4hrungsmedizin zukommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Orthomolekulare Medizin ist deshalb in erheb\u00adlichem Ma\u00dfe auch Ern\u00e4hrungs\u00admedizin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mikron\u00e4hrstoffe und Evolution<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach neueren Untersuchungen entspricht die Aufnahme von Mikron\u00e4hrstoffen bei weitem nicht mehr derjenigen, an die sich unsere physiologischen Funktionen im Laufe der Evolution angepasst haben. Genetisch und physiologisch unterscheiden sich die heutigen Menschen praktisch nicht von unseren Urahnen, die ca. 100 000 Generationen als J\u00e4ger und Sammler gelebt haben. Erst seit 500 Generationen wird Landwirtschaft betrieben, vor 10 Generationen begann das Industriezeitalter und erst seit ca. 2 Generationen verzehren wir hochgradig industriell verarbeitete Lebensmittel. Die Menschen der Fr\u00fchsteinzeit lebten \u00fcberwiegend von Fr\u00fcchten und Bl\u00e4ttern mit hohem Gehalt an Antioxidantien sowie Wild; erst nach Wandlung in eine Agrargesellschaft besteht die menschliche Nahrung in gro\u00dfem Umfang aus pflanzlichen Speicherstoffen (Getreide, Kartoffeln etc.) und dem Fleisch von Haustieren. Die Zufuhr einzelner Mikron\u00e4hrstoffe betrug deshalb in der Urzeit ein Vielfaches derjenigen von heute. An diese hohe Zufuhr mit der Nahrung sind jedoch unsere physiologischen Funktionen angepasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wichtige Bedeutung f\u00fcr unser Gesundheitssystem besitzt die mit steigendem Alter erheblich zunehmende Inzidenz degenerativer Erkrankungen. Eine wesentliche Ursache f\u00fcr diese Zunahme ist darin begr\u00fcndet, dass es einen Evolutionsdruck nur bis zum Erreichen eines Alters, das optimale Reproduktion gew\u00e4hrleistet (ca. 40-50 Jahre), gibt. Nachfolgend auftretende Erkrankungen sind ohne Einfluss auf die Evolution. Das Anlegen von Speichern von protektiv wirkenden Mikron\u00e4hrstoffen zur Erreichung eines hohen Lebensalters in Gesundheit, stellt dementsprechend keinen Evolutionsvorteil dar. Allerdings kann durch eine entsprechende Ern\u00e4hrung eine gro\u00dfe Zahl von Erkrankungen vermieden werden, so z. B. allein 30-40 % der Krebsf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orthomolekulare Medizin und Mikron\u00e4hrstoffbedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedarfsempfehlungen f\u00fcr Mikron\u00e4hrstoffe gehen gegenw\u00e4rtig noch von der Vermeidung von Mangelsituationen aus, daraus leiten sich u.a. die Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung ab, dar\u00fcber hinaus orientieren sich Zufuhrempfehlungen nur an Gesunden. Erst allm\u00e4hlich wird die M\u00f6glichkeit der &#8222;maximalen Reduzierung des Risikos f\u00fcr alle Krankheiten mit Ern\u00e4hrungkomponente&#8220; in Zufuhrempfehlungen mit aufgenommen (entsprechend einer Empfehlung der National Academy of Sciences, USA). Das Ziel dieser Empfehlung ist nicht nur die Erhaltung des gegenw\u00e4rtigen Gesundheitszustandes der Bev\u00f6lkerung, sondern eine dar\u00fcber hinausgehende Verbesserung. Dieser Verbesserung des Gesundheitszustandes einer Population tr\u00e4gt auch die Empfehlung der WHO Rechnung. Als empfohlene Zufuhr wird die Menge eines Mikron\u00e4hrstoffes angegeben werden, die &#8222;zur Optimierung physiologisch wichtiger Funktionen ben\u00f6tigt wird&#8220;. Eine Beeintr\u00e4chtigung dieser Funktionen f\u00fchrt zwar noch nicht zur Krankheit, aber die Krankheitsrisiken werden erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Unterschied zur Bedarfsdefinition allein anhand der Vermeidung eines Mangels ist diese Zufuhrempfehlung wissenschaftlich sehr kontrovers und im Einzelfall auch sicherlich wissenschaftlich noch nicht abgekl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der orthomolekularen Medizin wird versucht, durch eine hohe Zufuhr von Vitaminen, Antioxidantien, Mineralstoffen, Spurenelementen, sowie bestimmten Fett- und Aminos\u00e4uren pathophysiologische Prozesse zu beeinflussen. Dabei wird davon ausgegangen, die Ursache und nicht die Symptome von Erkrankungen zu behandeln, dementsprechend wird eine eher langsame Wirkweise erwartet. Durch die Verwendung k\u00f6rpereigener Substanzen ist die Nebenwirkungsrate relativ gering, allerdings durchaus vorhanden. Da chronische Stoffwechselimbalancen nicht nur durch das Fehlen einer einzelnen Substanz charakterisiert sind, werden in der orthomolekularen Medizin in der Regel Kombinationen mehrerer Substanzen verabreicht. Dieses bedingt den Nachteil der fehlenden Monokausalit\u00e4t in wissenschaftlichen Untersuchungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erkenntnis, dass Vitamine fast immer im Verbund und in Wechselbeziehungen mit anderen Vitaminen stehen, ist aber nicht neu und eigentlich logisch, weil Vitamine und andere N\u00e4hrstoffe in der Natur nicht isoliert vorkommen. Man wei\u00df heute viel dar\u00fcber, dass die Gabe h\u00f6herer Dosierungen eines einzelnen Vitamins durchaus zu Mangelerscheinungen an anderen Vitaminen f\u00fchren kann. Das ist letztlich nicht anders wie bei einer einseitig ausgerichteten Ern\u00e4hrung zu sehen. Trotzdem sind gerade Multivitaminpr\u00e4parate bei den Kritikern des therapeutischen Einsatzes von Mikron\u00e4hrstoffen ein besonderer Dorn im Auge.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Chemische Fabrik Mensch<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann unseren Organismus in seiner Komplexit\u00e4t noch am ehesten mit einem Chemiekonzern vergleichen, der eine Unzahl von kleineren und gr\u00f6\u00dferen Organ-Betrieben dirigiert. Sie alle arbeiten prinzipiell autonom, sind aber untereinander eng verzahnt. Diese Betriebe gliedern sich wieder in immer kleinere, aber weiterhin autonome regionale Werke. Am Ende der Kette stehen schlie\u00dflich die Zellen mit ihren Zellorganen (Organellen), wie Mitochondrien, Ribosomen usw. Zellorganellen setzen sich aus Molek\u00fclen und Atomen zusammen, womit wir bei den eigentlichen chemischen Abl\u00e4ufen in unseren K\u00f6rper angekommen w\u00e4ren. Auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner von Krankheiten und den mit ihnen Hand in Hand gehenden Stoffwechselver\u00e4nderungen landen wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter bei der Biochemie der Zelle. N\u00e4her an den Ursprung der Ereignisse geht es nicht mehr. Weil die moderne Medizin in diesem Bereich zwar jede Menge Detailwissen anh\u00e4ufen konnte, aber ein &#8222;Prinzip Krankheit&#8220; nicht zu definieren vermochte, sind Zweifel am Sinn dieser Wissenschaft immer lauter ge\u00e4u\u00dfert worden. Inzwischen hat sich die Lage ge\u00e4ndert, und man ist Prozessen auf der Spur, in die eine ungeahnte Vielzahl von Krankheiten einm\u00fcndet bzw. aus denen sie entsteht. M\u00f6glicherweise hat man dabei sogar das gemeinsame Entstehungsmuster aller Krankheiten entdeckt. Stoffwechselprozesse sind nichts anderes als komplexe biochemische Reaktionsabl\u00e4ufe. Und wie in jedem anderen chemischen Betrieb kann es zu Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bzw. Betriebsunf\u00e4llen kommen. Erst in den letzten Jahrzehnten erkannte man, dass das grunds\u00e4tzliche Muster dieser chemischen Unf\u00e4lle immer gleich ist. Die Ursachen und Krankheitsbilder mochten dabei noch so unterschiedlich sein, sie alle entstanden nach einem einheitlichen Prinzip aus biochemischen Entgleisungen. In sehr vielen F\u00e4llen sind die Verursacher dieser Betriebsunf\u00e4lle sehr aggressive Substanzen, die sogenannten Freien Radikalen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Dr. med. Bodo Kuklinski \/ Dr. med. Ina van Lunteren<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vorbeugung wird nicht ber\u00fccksichtigt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anl\u00e4sslich eines Symposium der Gesellschaft f\u00fcr Angewandte Vitaminforschung erkl\u00e4rte der Ern\u00e4hrungswissenschaftler Prof. Dr. Klaus Pietrzik aus Bonn: &#8222;Unsere Kenntnis vom Vitaminbedarf von Kranken ist praktisch noch gleich null.&#8220; Der Ern\u00e4hrungswissenschaftler vertritt ganz die Linie der in diesem Buch angebotenen Gedanken. Er moniert, dass die derzeitigen Empfehlungen der DGE bez\u00fcglich der Vitaminzufuhr keine vorbeugenden Aspekte bez\u00fcglich Krankheiten ber\u00fccksichtigen, sondern lediglich auf die Verh\u00fctung von Mangelzust\u00e4nden ausgerichtet sind und sich alleine auf gesunde Menschen beziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Dr. med. Harald Kinadeter<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Im Einklang mit den Naturgesetzen leben<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch von heute sollte endlich die Fehlvorstellung fallen lassen, die ihn glauben l\u00e4sst, dass er als eigenst\u00e4ndiges Wesen von der Geburt bis zum Tode vor sich hin lebt und ungestraft gegen die Naturgesetze versto\u00dfen kann. Man sollte nicht vergessen, dass man aufgrund der genetischen Informationen, die man von seinen Vorfahren \u00fcbertragen bekommen hat, das vorl\u00e4ufige Endprodukt einer langen Entwicklungsreihe ist. Unser Organismus und damit auch unser Verdauungssystem wurde von der Natur aufgebaut, und ihr haben wir uns zu beugen. 20 Millionen Jahre Entwicklungsgeschichte bedeutet bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 60 Jahren das Aufeinanderfolgen von \u00fcber 300 000 Generationen. Aber noch nie in der ganzen Menschheitsgeschichte hat sich die Wandlung in der Ern\u00e4hrung so schnell vollzogen wie in den letzten beiden Generationen. Durch diesen schnellen Wandel ist der menschliche Organismus jedoch \u00fcberfordert, da er Zeit braucht, sich anzupassen, wenn das bei der heutigen sogenannten Zivilisationskost \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: Peter Konopka<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Gesundheitswesen als Krankmacher<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genaugenommen ist das sogenannte Gesundheitswesen in Wirklichkeit ein Krankheitswesen. Nicht die Gesunderhaltung ist Ziel und Zweck, sondern die Beseitigung von Krankheiten. Die enormen Interessenverflechtungen im medizinisch-industriellen Bereich bringen dar\u00fcber hinaus eine nicht zu untersch\u00e4tzende \u00f6konomische Komponente ins Spiel: Krankheit ist ein florierendes Gesch\u00e4ft. So zynisch es klingen mag, aber rein wirtschaftlich gesehen sind vor allem chronisch Kranke die besten Umsatztr\u00e4ger. Unser System honoriert die Gesunderhaltung in keiner Weise. Verdient wird an den Krankheiten und dem gigantischen wachsenden technischen Aufwand zu ihrer Bek\u00e4mpfung. Obwohl z.B. bereits Milliarden in das Problem Krebs gesteckt wurden, sind letztlich nur sehr geringe Erfolge zu verzeichnen. Dennoch leben ganze Wirtschaftszweige hervorragend von den relativ sinnlosen Bem\u00fchungen, den Krebs zu besiegen. Bis heute liegt in der Fr\u00fcherkennung die einzige wirksame Chance. Jetzt k\u00f6nnte die Vorsorge hinzukommen. Es w\u00fcrde die wirtschaftlichen Fundamente des gesamten medizinisch-industriellen Bereichs ersch\u00fcttern, wenn eine preiswerte Vorsorge mit N\u00e4hrstoffen die Bilanzen ins Wanken br\u00e4chte. Wenn nur ein Teil der Hoffnungen von Vitaminforschern in Erf\u00fcllung ginge, dann h\u00e4tte dies weitreichende finanzielle Folgen. Man denke nur an die Konsequenzen, wenn z.B. Linus Pauling recht gehabt haben sollte, da\u00df Krebs mit der Einnahme hoher Vitamin C-Dosen der Vergangenheit angeh\u00f6ren k\u00f6nnte: Ein Pfennigprodukt gegen s\u00fcndhaft teure Chemotherapie und R\u00f6ntgenkanonen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle:&nbsp;Dr. med. Kuklinski \/ Dr. med. Ina van Lunteren<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orthomolekulare Medizin zum Ausgleich n\u00e4hrstoffarmer Nahrung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich sollten wir heute in Deutschland rundum gut mit N\u00e4hrstoffen versorgt sein. Die Zeit der Hungersn\u00f6te ist bei uns zum Gl\u00fcck vorbei, klassische Mangelkrankheiten wie der Skorbut der Seeleute spielen \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur noch eine marginale Rolle. Die Versorgung mit Nahrung ist im Allgemeinen so \u00fcppig, dass \u00dcbergewicht zum gesellschaftlichen Gesundheitsproblem geworden ist. Da sollten wir doch alle bestens versorgt sein \u2013 oder etwa nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Frage: Die rein kalorische Versorgung ist in Deutschland bei den meisten Menschen ausreichend. An der richtigen Zusammensetzung der Nahrung hapert es aber durchaus. Wie die Nationale Verzehrstudie gezeigt hat, l\u00e4sst die N\u00e4hrstoffversorgung in manchen Bereichen durchaus zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Beispiele hierf\u00fcr sind die Versorgung mit Omega-3-Fetts\u00e4uren und Vitamin D, die im Durchschnitt deutlich unter den offiziellen Empfehlungen der D-A-CH bzw. Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) liegen. Je nach Ern\u00e4hrungsgewohnheiten und Lebensstil (wie Rauchen, Alkohol- und Arzneimittelkonsum, Sonnenexposition usw.) kann ein Mangel an verschiedenen N\u00e4hrstoffen auftreten. Der Ausgleich einer unzureichenden N\u00e4hrstoffversorgung mit Hilfe von orthomolekularer Nahrungserg\u00e4nzung ist Aufgabe der Orthomolekularen Medizin (OM).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechend der steigenden Lebenserwartung und der Zunahme chronischer Krankheiten zielt die Orthomolekulare Medizin heute in erster Linie darauf, die Versorgung mit N\u00e4hrstoffen zu optimieren, somit Krankheiten vorzubeugen und unsere Lebensqualit\u00e4t und Vitalit\u00e4t zu verbessern. Durch eine ausreichende Versorgung mit allen lebensnotwendigen N\u00e4hrstoffen schafft die Orthomolekulare Medizin die Basis f\u00fcr eine gesunde Selbstregulation. Dadurch ist die Orthomolekulare Medizin zu einem wichtigen Bestandteil komplement\u00e4rmedizinischer Therapiekonzepte geworden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wirksamkeit orthomolekularer Therapien<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In wachsendem Umfang lassen sich die in vielen Einzelbeobachtungen festgestellten positiven Effekte einer hohen Zufuhr von Mikron\u00e4hrstoffen auch in epidemiologischen und prospektiven Untersuchungen nachweisen. Die h\u00e4ufig notwendige Gabe mehrerer Substanzen erschwert jedoch durch den fehlenden Nachweis der Monokausalit\u00e4t die Akzeptanz vieler Studien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus besteht durch die fehlende M\u00f6glichkeit der Patentierbarkeit von Mikron\u00e4hrstoffen bei Pharmaherstellern nur geringes bis kein Interesse an gro\u00dfen und sehr teuren Doppelblindstudien. Trotzdem ist in den letzten Jahren das Wissen \u00fcber die Wirksamkeit vieler Mikron\u00e4hrstoffe in der Pr\u00e4vention erheblich gr\u00f6\u00dfer geworden.&nbsp;Im nachfolgenden sollen einige wenige Beispiele f\u00fcr den Beleg der Wirksamkeit von Mikron\u00e4hrstoffen in der Pr\u00e4vention und Therapie verschiedener Erkrankungen aus den letzten Jahren dargestellt werden.&nbsp;Auf unseren Seiten mit Forschungsergebnissen haben wir weitere Informationen zusammengestellt, die aber auch nur wieder ein kleiner Ausschnitt aus der F\u00fclle von positiven Forschungsergebnissen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00f6\u00dfte wissenschaftliche Evidenz f\u00fcr die Wirksamkeit von hochdosierten Mikron\u00e4hrstoffen in Pr\u00e4vention und Therapie besteht f\u00fcr die antioxidativen Vitamine C und E.&nbsp;Der Effekt einer hohen Vitamin-C-Zufuhr konnte bei einer Vielzahl von Erkrankungen, wie z.B. Krebs (vor allem Magenkrebs), koronarer Herzkrankheit (KHK), Atemwegserkrankungen und Katarakt nachgewiesen werden. Eine Plasmas\u00e4ttigung mit Ascorbins\u00e4ure ist bei gesunden Probanden erst ab einer t\u00e4glichen Zufuhr von 200 mg zu erreichen. Diese Menge wird jedoch nur von 5-15 % der Bev\u00f6lkerung mit der Nahrung aufgenommen. Der Bedarf ist in Risikogruppen (z. B. Raucher, Diabetiker) weiter erh\u00f6ht.&nbsp;Auch f\u00fcr Vitamin E wurde ein protektiver Effekt bei koronaren Herzkrankheiten und neoplastischen Erkrankungen gefunden. In der Harvard Nurses Study verminderten 100 IE Vitamin E pro Tag das Herzinfarktrisiko um 41 %. In der Harvard Physicians Study betrug die Verminderung des Herzinfarktrisikos 37 %. Nichtt\u00f6dliche Herzinfarkte wurden in einer placebokontrollierten Doppelblindstudie durch 400 oder 800 IE Vitamin E pro Tag um bis zu 77 % vermindert.&nbsp;Neben der Bedeutung als lipophilem Antioxidans und der Verminderung der Menge an oxidiertem LDL wird dem Vitamin E ein wichtige Funktion bei der Regulation der Zellproliferation, unabh\u00e4ngig von der antioxidativen Wirkung, zugeschrieben.&nbsp;Supplementierung mit 50 mg Vitamin E pro Tag \u00fcber einen Zeitraum von 5-8 Jahren verminderte das Auftreten von Prostatakrebs bei Rauchern um 32%.&nbsp;Die gleichzeitige Zufuhr von hochdosiertem Vitamin C (1000 mg) und E (800 IE) ist in der Lage, die nach einer fettreichen Mahlzeit eintretende Gef\u00e4\u00dfversteifung zu verhindern.&nbsp;Ebenfalls in der Harvard Nurses Study konnte gezeigt werden, dass eine hohe Zufuhr von Fols\u00e4ure und Vitamin B6 zu einer signifikanten Verminderung des Herzinfarktrisikos beitragen k\u00f6nnen. Das besondere an diesen Untersuchungen ist, dass entsprechend hohe, protektiv wirkende Zufuhren dieser Vitamine nicht durch die normale Ern\u00e4hrung erzielt wurden, sondern durch eine langj\u00e4hrige Supplementierung.&nbsp;Eine doppelblinde, placebokontrollierte Krebspr\u00e4ventionsstudie zeigte eine Verminderung der Krebsmortalit\u00e4t um ca. 50 % durch die Zufuhr von 200 \u00b5g Selen pro Tag \u00fcber einen Zeitraum von 4,5 Jahren.&nbsp;Die zus\u00e4tzliche t\u00e4gliche Einnahme von 200 oder 1000 \u00b5g Chrom \u00fcber 4 Monate f\u00fchrte in einer kontrollierten Studie an Diabetikern zu einer signifikanten Verminderung von HbA1c, N\u00fcchternblutzucker und Insulin.&nbsp;Die gemeinsame t\u00e4gliche Verabreichung von Megadosen von Vitamin A (40 000 IU), B6 (100 mg), C (2000 mg), E (400 IE) und Zink (90 mg) bei Blasenkrebs halbierte in einer kontrollierten Untersuchung die Rezidivrate nach 10 Monaten.&nbsp;Die Supplementierung mit Vitamin B6 (&gt;2 RDA), B1 (&gt;5 RDA) und B2 (&gt; 5 RDA) verminderte die Mortalit\u00e4t bei HIV-Infizierten in einem 8j\u00e4hrigen follow up um 40 %.&nbsp;Die hochdosierte Verwendung von Magnesium (600 mg\/ Tag) in der Migr\u00e4neprophylaxe f\u00fchrte in einer doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie zu einer signifikanten Verminderung sowohl von Attackenh\u00e4ufigkeit als auch von der Zahl der Migr\u00e4netage pro Monat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiges Ziel in der zuk\u00fcnftigen Forschung hinsichtlich des Bedarfs an Mikron\u00e4hrstoffen sollte es jetzt sein, Obergrenzen f\u00fcr die t\u00e4gliche Zufuhr festzulegen, nachdem in den letzten Jahrzehnten die Definition von Untergrenzen zur Verh\u00fctung eines Mangels im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dieser Seite wollen wir deutlich machen, was unser Anliegen ist. 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