{"id":5635,"date":"2020-04-16T11:27:14","date_gmt":"2020-04-16T09:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=5635"},"modified":"2020-09-18T09:13:36","modified_gmt":"2020-09-18T07:13:36","slug":"hippokrates-deine-nahrung-soll-deine-medizin-sein","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/warum-vitamine\/hippokrates-deine-nahrung-soll-deine-medizin-sein\/","title":{"rendered":"Hippokrates: \u201eDeine Nahrung soll deine Medizin sein\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle brauchen regelm\u00e4\u00dfig eine F\u00fclle verschiedenster Stoffe: Vitamine, Mineralien, Aminos\u00e4uren und Enzyme. Alle diese N\u00e4hrstoffe stehen in einem gesunden K\u00f6rper in einer wohl abgestimmten Wechselbeziehung zueinander. Der K\u00f6rper verf\u00fcgt \u00fcber&nbsp;Schutzmechanismen, die daf\u00fcr sorgen, dass dieses Gleichgewicht auch dann wiederhergestellt wird, wenn es&nbsp;Belastungen durch Lebensumst\u00e4nde, Keime, Umweltgifte oder Parasiten gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ihr K\u00f6rper braucht t\u00e4glich 90 N\u00e4hrstoffe in ausreichender Dosierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder werden die Verbraucher in den Medien verunsichert durch Berichte \u00fcber Unsinn und Nicht-Nutzen, ja sogar Schaden, den Nahrungserg\u00e4nzungsmittel (angeblich) verursachen. Wir haben unseren Kunden k\u00fcrzlich eine Stellungnahme des NEM Verbands zugeschickt. Diese Stellungnahme war mehr oder weniger eine juristische Sicht, die im ersten Schritt auch erforderlich war. Es war notwendig, darauf hinzuweisen, dass Nahrungserg\u00e4nzungsmittel in Europa sehr eindeutig reglementiert und kontrolliert werden und in den empfohlenen Dosierungen absolut sicher und ohne Risiko sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir meinen, dass wir den Ausf\u00fchrungen des Verbands einige zus\u00e4tzliche mehr ern\u00e4hrungswissenschaftlich ausgerichtete Aussagen hinzuf\u00fcgen sollten. Denn letztlich ist f\u00fcr Sie wichtig, dass Vitamine &amp; Co notwendig sind und einen Nutzen haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Positive Medienberichte gibt es nur selten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">TV- und Medien-Berichte \u00fcber den positiven Nutzen von Vitaminen, Antioxidantien und Nahrungserg\u00e4nzungsmittel gibt es nur ganz selten, und wenn dann sind diese Aussagen nur \u201eNebenprodukte\u201c der eigentlichen Aussage des Berichtes. Die ganz gro\u00dfen Lebensmittelhersteller haben gute PR-Abteilungen. Denen gelingt es immer wieder, dass die Medien Positives \u00fcber Novel-Food, Designer Food und Functional Food berichten. Besonders im Zusammenhang mit Functional Food wird f\u00fcr bestimmte Inhaltsstoffe, wie \u201eOmega-3\u201c oder&nbsp; \u201eProbiotische Kulturen\u201c&nbsp; oder \u201eVitamine\u201c&nbsp; der gesundheitliche Nutzen der Produkte dieser gro\u00dfen Hersteller hervorgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstaunlicherweise sind einige Nahrungserg\u00e4nzungsmittel gesund, wenn sie Lebensmitteln zugesetzt werden, aber absolut unwirksam oder sch\u00e4dlich, wenn sie als Kapseln geschluckt werden. Niemand st\u00f6rt sich daran, wenn S\u00fc\u00dfwarenhersteller ihre Zuckerprodukte mit Vitaminen anreichern und das Endprodukt dann mit S\u00e4tzen wie \u201eVitamine und Naschen\u201c bewerben. Schlimm wird es nur, wenn die gleichen Vitamine, die im Zweifel aus der gleichen Quelle stammen (diese Quelle liegt in Ludwigshafen, auf dem Gel\u00e4nde des&nbsp; Chemiekonglomerats BASF) als Nahrungserg\u00e4nzungen ohne den Zusatz von Zucker oder Aromen verkauft werden. Bei der BASF laufen jedes Jahr mehr als 20.000 Tonnen Vitamin E vom Band und circa noch einmal so viele Tonnen Vitamin A und Vitamin C. Bevor sie in den Saft, in die Cornflakes oder ins Bonbon ger\u00fchrt werden, stecken die Vitamine in wei\u00dfem Pulver. Lebensmittelhersteller unterst\u00fctzen die Forschung und profitieren enorm davon;&nbsp; mit Functional Food werden Milliardenums\u00e4tze erzielt. Nahrungserg\u00e4nzungsmittelhersteller haben dieses Geld nicht, sie k\u00f6nnen nicht so viel Werbung in den Medien machen, sie d\u00fcrfen fast nichts \u00fcber die gesundheitliche Wirkung ihrer Produkte sagen \u2013 und haben deshalb die schlechteren Produkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das klingt doch sehr logisch, oder?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nat\u00fcrlich oder k\u00fcnstlich?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gelegentlich wird dar\u00fcber diskutiert, ob bei der Erg\u00e4nzung der Nahrung sogenannte \u201enat\u00fcrliche\u201c Vitamine (d.h. aus Nahrungsmitteln isoliert) oder \u201ek\u00fcnstliche\u201c Vitamine (teilweise oder vollst\u00e4ndig durch chemische Synthese hergestellt) verwendet werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrliche Vitamine im echten Sinne des Wortes sind nur die Vitamine, die in unbearbeiteten, urspr\u00fcnglichen Nahrungsmitteln enthalten sind, z.B. das Vitamin C in Orangen, das Vitamin E in Pflanzen\u00f6len. \u00dcbrigens sprechen Biologen davon, dass Pflanzen diese Stoffe \u201esynthetisieren\u201c. Pflanzen machen das auch nicht k\u00fcnstlich. Das Wort Synthese ist zun\u00e4chst mal nichts anderes als ein Hinweis darauf, dass verschiedene \u201eBausteine\u201c zu einem neuen Stoff zusammengef\u00fcgt werden. Urspr\u00fcnglich war dieser Begriff wertfrei, inzwischen gilt \u201eSynthese\u201c als Synonym f\u00fcr \u201ek\u00fcnstlich\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche \u201enat\u00fcrlichen\u201c Vitamine aus der Karotte oder der Zitrone k\u00f6nnen als Nahrungserg\u00e4nzung preisg\u00fcnstig kaum verwendet werden. Nat\u00fcrliche und k\u00fcnstliche Vitamine sind chemisch v\u00f6llig identisch und nicht unterscheidbar, auch nicht in ihrer Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNat\u00fcrliche\u201e Vitamine werden von Pflanzen zun\u00e4chst durch biologische Synthese und danach durch Behandlung mit chemischen Substanzen, vor allem L\u00f6sungsmitteln, aus Nahrungsmitteln konzentriert und auf diese Weise gewonnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Beispiel: Vitamin B1 k\u00f6nnte man aus Getreidek\u00f6rnern gewinnen. Ein Getreidekorn enth\u00e4lt etwa 300 unterschiedliche Substanzen, darunter eben auch Vitamin B1. Sie m\u00fcssen sich das nun so vorstellen, dass man zu Gewinnung von Vitamin B1 aus Getreidek\u00f6rnern das Ausgangsmaterial in sehr kleine St\u00fccke hackt, um dann aus den 300 unterschiedlichen Substanzen das Vitamin B1 zu isolieren. Wie macht man das? Man verwendet L\u00f6sungsmittel. Und das ist nicht nur Wasser, denn viele der 300 Substanzen w\u00fcrden sich ebenfalls in Wasser l\u00f6sen. Dann stellt sich die Frage, wie man aus der L\u00f6sung mit vielen Stoffen das Vitamin B1 gewinnt. Bekommen Sie die Idee, dass nat\u00fcrliche Vitamine nur durch chemische Prozesse gewonnen werden k\u00f6nnen? Ist das Ergebnis dann noch ein \u201enat\u00fcrliches\u201c Vitamin? Sie k\u00f6nnen \u00fcbrigens nicht ausschlie\u00dfen, dass sie mit einem so gewonnenen \u201enat\u00fcrlichem\u201c Vitamin auch Reste der der L\u00f6sungsmittel bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eK\u00fcnstliche\u201c Vitamine werden durch chemische Synthese hergestellt. Die Unterscheidung ist daher sachlich sinnlos, weil sowohl bei der Gewinnung \u201enat\u00fcrlicher\u201c wie \u201ek\u00fcnstlicher\u201c Vitamine chemische Verfahren eingesetzt werden. Die meisten Vitamine lassen sich nur durch chemische Verfahren preisg\u00fcnstig herstellen. Die Vitamine lassen sich heute jedoch in einer solchen Reinheit gewinnen, dass praktisch keine chemischen R\u00fcckst\u00e4nde enthalten sind. Es ist pure Illusion zu glauben, dass es noch viele flei\u00dfige H\u00e4nde gibt, die Pflanzen ernten und daraus die Mikron\u00e4hrstoffe pressen.&nbsp; So etwas gibt es h\u00f6chstens in der Werbung! Wenn Sie auf einer Dose mit Vitamin C die Abbildung einer Orange sehen, bedeutet das beileibe nicht, dass dieses Vitamin C auf der Orange stammt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte Ihnen ein Beispiel geben: Die Reichstein-Synthese von Vitamin C. Die Reichstein-Synthese ist ein kombiniertes chemisch-mikrobiologisches Verfahren zur Herstellung von Ascorbins\u00e4ure aus D-Glucose, das in mehreren Schritten abl\u00e4uft. Sie wurde vom Nobelpreistr\u00e4ger Tadeus Reichstein und seinem Kollegen Gr\u00fcssner 1933 in den Laboren der ETH in Z\u00fcrich entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie das funktioniert k\u00f6nnen Sie auf Wikipedia nachlesen:&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichstein-Synthese\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichstein-Synthese<\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bei gesunder Nahrung braucht man keine Nahrungserg\u00e4nzungen?<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"354\" height=\"339\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Fotolia_18781098_XS.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4809\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Fotolia_18781098_XS.jpg 354w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Fotolia_18781098_XS-300x287.jpg 300w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Fotolia_18781098_XS-150x144.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aussage in den Medien ist immer die Gleiche: Bei gesunder und ausgewogener Ern\u00e4hrung braucht man keine Nahrungserg\u00e4nzungsmittel. Einer sagt es vor und alle anderen plappern es nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist aber sehr schwer ohne Wissen die \u201erichtige Ern\u00e4hrung\u201c f\u00fcr den Alltag praktikabel zu machen. Niemand ist mehr in der Lage das Lebensmittelangebot hinsichtlich Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsrisiken qualitativ hinreichend einzusch\u00e4tzen \u2013 Werbung und Lebensstil, falsche Vorbildfunktionen in der Familie und Gesellschaft und das Vergessen dessen was Gro\u00dfmutter noch wusste, tragen zu dieser Verunsicherung des Einzelnen noch erheblich bei. Was aber \u00e4u\u00dferst str\u00e4flich war und auch noch ist, ist die Tatsache, dass auf Gesundheitserziehung, einschlie\u00dflich Ern\u00e4hrung, gesellschaftspolitisch und erziehungsorientiert so wenig geachtet wurde. Ja, geradezu bel\u00e4chelt wurde, dass dies ein Fach f\u00fcr h\u00f6here T\u00f6chterschulen, aber nicht f\u00fcr \u201eharte Wissenschaft\u201c sei \u2013 diese emotionale wissenschaftspolitische Kurzsicht r\u00e4cht sich nun bitter. Laut Umfragen kann von den jungen Menschen kaum noch jemand kochen. F\u00fcr viele bedeutet kochen, dass sie eine Dose \u00f6ffnen und erw\u00e4rmen oder Fertiggerichte, wie Pizza, Aufl\u00e4ufe, etc., in den Ofen schieben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schon mit der S\u00e4uglingsern\u00e4hrung werden bestimmte Vorlieben festgelegt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die schlechte Ern\u00e4hrung im Vorschulalter nimmt weltweit zu. Dadurch wird z.B. die Entstehung von Diabetes und diversen Krebserkrankungen beg\u00fcnstigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch deutlicher wird dieser Zusammenhang auf molekularbiologischer Ebene, wenn z.B. der Diabetiker schlecht eingestellt ist oder seine Situation nicht mehr&nbsp; durch Gewichtsabnahme und\/oder&nbsp; Einschr\u00e4nkung von Medikationen und durch Ern\u00e4hrung und Bewegung bek\u00e4mpfen kann. Vereinfacht gesagt, gilt heute \u2013 etwa 80 Jahre nach den Nobelpreis-w\u00fcrdigen Entdeckungen von Otto Warburg zum Stoffwechsel von Zucker durch Tumorzellen \u2013 im Lichte der modernen Molekularbiologie mehr denn je, dass ein \u00dcberangebot an Industrie-Zucker Krebszellen ern\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Laut Prof. Dr. Dr. Z\u00e4nker von der Uni Witten Herdecke essen wir uns zu \u00dcbergewichtigen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Das Thema Ern\u00e4hrung muss im Vorschulalter, in der Schule und eigentlich f\u00fcr das ganze Leben lang Lernthema bleiben, denn Ern\u00e4hrung ist Leben. Rauchen muss man nicht beginnen, wenn man die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung \u2013 vor allem in sozialer Hinsicht \u2013 der Jugendlichen auf andere Weise f\u00f6rdert. F\u00fcr Bewegung hat nat\u00fcrlich der Breitensport eine gro\u00dfe Vorbildfunktion. Die Pr\u00e4vention (Vorbeugung von Erkrankungen) wird k\u00fcnftig eine zentrale Rolle im Gesundheitssystem einnehmen \u2013 sowohl auf gesellschaftspolitischer als auch auf individueller Ebene. Krankheiten zu vermeiden oder deren Auftreten zu verz\u00f6gern bedeutet einen ungeheuren \u00f6konomisch-volkswirtschaftlichen Gewinn, aber noch mehr menschliches Leid zu mindern. Nahrungserg\u00e4nzungsmittel (NEM) als Sammelbegriff werden gro\u00dfe Bedeutung erlangen, denn sie erf\u00fcllen f\u00fcr den Verbraucher einsch\u00e4tzbare Voraussetzungen. Sie k\u00f6nnen durch ihre geeignete Darreichungsform leicht in den Ern\u00e4hrungsalltag integriert, ihre gesundheitsf\u00f6rdernden Inhaltsstoffe hinreichend definiert werden. Die ern\u00e4hrungswissenschaftliche Wertigkeit von NEM kann beschrieben werden und sie schm\u00e4lern nicht den Genuss eines guten Essens, denn sie sollen ja keinesfalls gute Speisen, die Zubereitung dieser und die damit verbundenen Funktionen ersetzen \u2013 sondern eben nur erg\u00e4nzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Es geht um Ern\u00e4hrung: Unser Organismus ben\u00f6tigt t\u00e4glich folgende N\u00e4hrstoffe:<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">60 Mineralien &#8211; 15 Vitamine \u2013 12 essentielle Aminos\u00e4uren und 3 ebenfalls essentielle Fetts\u00e4uren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da unser K\u00f6rper sie nicht herstellen kann, sind wir auf die regelm\u00e4\u00dfige Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Kein Fernsehjournalist und kein Zeitungsredakteur kann diese Tatsache hinwegargumentieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das macht zusammen 90 Nahrungsnotwendigkeiten. Wir machen hier keine Vorschl\u00e4ge, die man annehmen oder ablehnen k\u00f6nnte oder \u00fcber die man streiten k\u00f6nnte. Nein, wir sprechen von zwingenden Notwendigkeiten. Wir sprechen \u00fcber die Grundlagen des Lebens, das eben ohne diese 90 Vitalstoffe nicht m\u00f6glich ist. Wir haben nicht die Wahl, auf angeblich \u00fcberfl\u00fcssige Vitalstoffe zu verzichten. Die dramatische Zunahme chronischer Krankheiten spricht eine deutliche Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ern\u00e4hrungswissenschaften und die Biochemiker haben in den letzten Jahren zweifelsfrei nachgewiesen, dass ungef\u00e4hr zehn Krankheitszust\u00e4nde auf den Mangel an jeweils einem der oben erw\u00e4hnten 90 N\u00e4hrstoffe zur\u00fcckgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies bedeutet, dass wir 900 Krankheiten vermeiden k\u00f6nnten, wenn wir unseren Organismus in die Lage versetzten, sich selbst zu wehren. Denken Sie einmal daran was dies f\u00fcr unsere Kinder bedeuten k\u00f6nnte \u2013 sie w\u00fcrden vollkommen anders als wir heranwachsen. Wie gesund und intelligent sie sein k\u00f6nnten, w\u00fcrden sie jeden Tag mit all den 90 N\u00e4hrstoffen versorgt werden, die unser K\u00f6rper braucht. Wie w\u00fcrde sich die Welt ver\u00e4ndern, wenn sich allm\u00e4hlich eine Krankheit nach der anderen in Nichts aufl\u00f6ste.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Problem der Pr\u00e4vention<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Medizin ist ein au\u00dferordentliches komplexes Gebiet. Es ist f\u00fcr den einzelnen Mediziner aufgrund der enormen Breite und Komplexit\u00e4t unm\u00f6glich mehr als einen kleinen Ausschnitt wirklich genau zu kennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor etwa 90 Jahren wurden die Vitamine entdeckt und damit bedeutende gesundheitliche Probleme gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsgruppen gel\u00f6st, z.B. durch die Verhinderung von Krankheiten wie Skorbut, Rachitis, Beriberi und Pellagra. Vor circa 70 Jahren wurde damit begonnen bestimmte Erkrankungen direkt mit Vitaminen zu behandeln (z.B. pernizi\u00f6se An\u00e4mie). Vor circa 40 Jahren wurde damit angefangen Zusammenh\u00e4nge&nbsp; zwischen dem Vitaminstatus und Erkrankungen herzustellen. Fast alle bisherigen Untersuchungen zeigten, dass Korrelationen zwischen einem schlechten Vitaminstatus und chronischen Erkrankungen bestehen. Dazu wurden auch die f\u00fcr&nbsp; diese Zusammenh\u00e4nge wesentlichen, biochemischen Grundlagen weitgehend aufgekl\u00e4rt. Aufgrund dieser Forschungen wurden in j\u00fcngster Zeit mit sogenannten Interventionsstudien begonnen, bei denen der Effekt der langfristigen Gabe der Substanzen an gr\u00f6\u00dferen Bev\u00f6lkerungsgruppen untersucht wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die ersten definitiven Ergebnisse liegen seit wenigen Jahren vor.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darf man jedoch Patienten oder Risikogruppen eine Behandlung (als Prim\u00e4r- oder Sekund\u00e4rprophylaxe) vorenthalten, zu einem Zeitpunkt, an dem bekannt ist, dass die Intervention eventuell oder wahrscheinlich hilft, nur weil die Wirksamkeit nach strengsten wissenschaftlichen Kriterien noch nicht endg\u00fcltig bewiesen ist? Aufgabe des Arztes sollte es sein, Risikofaktoren, die kausale Beziehung zu einer bestimmten Erkrankung besitzen, bei seinen Patienten weitgehend zu eliminieren. Dort wo die Kausalit\u00e4t nicht endg\u00fcltig bewiesen ist, sollten Risikofaktoren unter dem Gesichtspunkt, im Zweifelsfall auf der f\u00fcr den Patienten n\u00fctzlichen Seite zu bleiben, m\u00f6glichst vermindert oder vermieden werden. Dies ist sicherlich zutreffend bei der Verwendung von Vitaminen zur Prim\u00e4r- oder Sekund\u00e4rprophylaxe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Obst \u2013 und Gem\u00fcseregale sind randvoll und die Menschen versuchen auch sich gesund und ausgewogen zu ern\u00e4hren. Doch weit \u00fcber die H\u00e4lfte von uns erreicht zum Beispiel nach einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts nicht die erforderlichen Referenzwerte der Vitamine Fols\u00e4ure, D und E.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Festsetzung von Bedarf und Mangel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage einer ausreichenden bzw. optimalen (im Hinblick auf die Pr\u00e4vention) Versorgung wird seit langem und immer wieder neu diskutiert. Die Versorgung mit Vitaminen des pr\u00e4zivilisatorischen Menschen war gut, zumindest aber ausreichend. Dies ist jedoch unter dem ver\u00e4nderten Lebensstil einer Zivilisationsgesellschaft nicht immer gew\u00e4hrleistet. Au\u00dferdem ist der Vitaminbedarf oder auch der Bedarf an anderen essentiellen N\u00e4hrstoffen eine sehr komplexe Gr\u00f6\u00dfe, die von Individuum zu Individuum variiert. Auch sogar bei derselben Person ist der Bedarf \u00fcber die Zeit keinesfalls konstant, da sich der Lebensstil und die Belastungen zeitlich \u00e4ndern k\u00f6nnen. Trotz dieser enormen Schwierigkeiten haben die Beh\u00f6rden (oder Gesellschaften f\u00fcr Ern\u00e4hrung) der verschiedensten L\u00e4nder Richtwerte, d.h. sogenannte Empfehlungen f\u00fcr die t\u00e4glich aufzunehmenden Vitaminmengen ausgesprochen. Damit soll der Bedarf der jeweiligen Bev\u00f6lkerung gew\u00e4hrleistet sein. Die Allgemeinheit nimmt meist an, dass bei dieser Menge der Bedarf ausreichend und optimal gedeckt ist. Das ist jedoch keineswegs der Fall!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zufuhrempfehlungen sind politische Entscheidungen<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"134\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4f044c2e77.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5636\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4f044c2e77.jpg 200w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4f044c2e77-150x101.jpg 150w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/4f044c2e77-64x43.jpg 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufnahmeempfehlungen sind n\u00e4mlich in hohem Masse politische Entscheidungen, da es letztlich eine Verpflichtung des jeweiligen Staates ist, dann diesen Bedarf auch in der Bev\u00f6lkerung sicherzustellen. Zufuhrempfehlungen, gelegentlich auch Bedarf genannt, werden daher nach folgenden Gesichtspunkten festgelegt:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die Empfehlungen m\u00fcssen der Kaufkraft der jeweiligen Bev\u00f6lkerung entsprechen. Die Bev\u00f6lkerung muss die entsprechenden Nahrungsmittel auch erwerben k\u00f6nnen.<\/li><li>Die Empfehlungen d\u00fcrfen nicht in einem unvereinbaren Gegensatz zu fest eingefahrenen Nahrungsgewohnheiten stehen.<\/li><li>Die Empfehlungen beziehen sich ausschlie\u00dflich auf die Bedarfslage des gesunden Menschen, mit deren Deckung ein klinisch relevanter Mangel (z.B. Leistungsschw\u00e4che) ausgeschlossen sein soll.<\/li><li>Empfehlungen beziehen sich also definitionsgem\u00e4\u00df nur auf Gesunde und auch hier nur auf Mengen, die ausreichen, um einen klinisch erkennbaren Mangel auszuschlie\u00dfen. Latente M\u00e4ngel, die sich evtl. erst in Jahren auswirken, werden definitionsgem\u00e4\u00df nicht ber\u00fccksichtigt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht beachtet werden z.B. das Rauchen, Alkoholmissbrauch, \u00c4lterwerden, Erkrankungen, Resorptions-, Verwertungs- und Depotbildungsst\u00f6rungen, Abh\u00e4ngigkeit von Arzneimitteln. Insbesondere werden definitionsgem\u00e4\u00df physiologische Langzeit-Effekte nicht ber\u00fccksichtigt wie die St\u00e4rkung des Immunsystems und die Vorbeugung degenerativer Prozesse, z.B. Alters- und Degenerationskrankheiten wie Herzerkrankungen, Krebs, Arthritis, Alzheimer, Osteoporose, etc.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Empfehlungen f\u00fcr Gesunde schwanken innerhalb weiter Grenzen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch einmal sei betont, dass bei Aufnahme dieser Mengen bei Gesunden keine Mangelerscheinungen auftreten, aber unter Umst\u00e4nden ein latenter Mangel vorhanden sein kann. Der angegebene Bedarf wird von den Beh\u00f6rden als \u201ew\u00fcnschenswerte Aufnahme\u201c bezeichnet. Ob dies tats\u00e4chlich der Fall ist, ist eine ganz andere Frage. Dass in Deutschland viele Personen diese Zufuhrempfehlungen nicht erreichen, ist inzwischen vielfach nachgewiesen. Das wir d als \u201eMangel im \u00dcberfluss\u201c bezeichnet. Deutlich sei darauf hingewiesen, dass eine h\u00f6here Zufuhr eines bestimmten Vitamins die niedrige Zufuhr eines anderen Vitamins nat\u00fcrlich nicht kompensieren kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitalstoffe stehen in einem bestimmten Verh\u00e4ltnis zueinander<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es besteht jedoch die Gefahr, dass durch die erh\u00f6hte Zufuhr eines bestimmten Vitamins oder Minerals das Zusammenspiel der Mikron\u00e4hrstoffe erheblich gest\u00f6rt wird. Die erh\u00f6hte Zufuhr eines Vitamins kann einen Mangel an anderen Vitaminen oder auch Mineralstoffen ausl\u00f6sen. Das ist genaugenommen der gleiche Effekt, wie wenn Sie sich nur einseitig ern\u00e4hren. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das auf Dauer gesehen den Weg f\u00fcr akute wie chronische Erkrankungen ebnet. Da nun also die notwendige Zufuhr an Vitaminen kaum zu definieren ist, ist zwangsl\u00e4ufig auch der MANGEL NICHT ZU DEFINIEREN: Vor allem hinsichtlich eines latenten, subklinischen Mangels bestehen gro\u00dfe wissenschaftliche Probleme. Menschen sehen verschieden aus und haben sehr unterschiedliche k\u00f6rperliche F\u00e4higkeiten. Weit unterschiedlicher sind jedoch die individuellen Unterschiede auf der biochemischen Ebene der Stoffwechselwege. Daraus folgt schon aus theoretischer Betrachtung, dass der Bedarf verschiedener Menschen f\u00fcr verschiedene&nbsp; Vitamine sehr unterschiedlich sein kann und sein muss!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamine sind auch in sehr hohen Dosen sehr sichere Substanzen und frei von Nebenwirkungen. Dies ist bei vielen Stoffen der Fall, die in Nahrungsmitteln enthalten sind. Leider erwecken manche Autoren immer wieder den Eindruck, dass hohe Vitamindosen ernste Nebenwirkungen haben k\u00f6nnen. Es wird der falsche Eindruck vermittelt, dass Dosierungsempfehlungen, die \u00fcber die empfohlenen Dosierungen hinausgehen, schwerwiegende Sch\u00e4digungen nach sich ziehen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitamine haben kein Potential, Krankheiten auszul\u00f6sen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand wird krank durch die Einnahme eines Vitalstoffs. Aber der Mangel an Vitaminen hat sehr wohl das Potential, insbesondere chronische Krankheiten zu verursachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem ben\u00f6tigen wir heute viel mehr Nahrungserg\u00e4nzungen als fr\u00fcher. Nikotin, Stress, Umweltgifte, Alkohol und Medikamente entpuppen sich als Vitalstoffr\u00e4uber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu empfehlen wir folgende erg\u00e4nzenden Informationen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/medikamente-und-vitalstoffe\/wenn-schon-krank-dann-am-liebsten-so-gesund-wie-moeglich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Wenn schon krank, dann am liebsten so gesund wie m\u00f6glich!<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir konsumieren zu viele industriell verarbeitete Lebensmittel, die zwar reich an Fetten, Eiwei\u00df, Kohlenhydraten, Salz und Zucker sind, jedoch arm an Vitalstoffen. Viele unserer Lebensmittel enthalten heutzutage durch ge\u00e4nderte Anbauweisen, fr\u00fchere Ernten und lange Transportwege nicht mehr so viele Vitalstoffe wie fr\u00fcher. Da ist es eigentlich unabdingbar, den K\u00f6rper mit allen zur Verf\u00fcgung stehenden nat\u00fcrlichen Hilfstruppen&nbsp; zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Warnung vor Missbrauch<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Generell sollte nicht vor nat\u00fcrlichen Vitaminen und Nahrungserg\u00e4nzungen gewarnt werden, sondern vor Missbrauch. Der Missbrauch ist immer dann gegeben, wenn wir, was auch immer, in wesentlich h\u00f6heren, ja unsinnigen Dosierungen zu uns nehmen. Die ganze Welt wird von einer Vielzahl von sogenannten Wundervitaminen und als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel deklarierten Panschereien \u00fcberschwemmt, von denen oft nicht einmal der Hersteller die genauen Zusammensetzungen und deren m\u00f6gliche kontraproduktiven Wirkungsweisen sagen kann, geschweige denn auf die Verpackung schreibt. In diesen TV-Berichten wird in der Regel nicht unterschieden zwischen ungepr\u00fcft eingeschleusten Produkten und den Produkten, die gerade in der EU vielfache Kontrollen durch unterschiedliche Beh\u00f6rdeninstanzen durchlaufen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">In vielen F\u00e4llen wird einfach nur verallgemeinert<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Meldungen von Todesf\u00e4llen durch die Einnahme von undurchsichtigen, \u00fcber das Internet bezogenen Kr\u00e4utermischungen aus dem asiatischen Raum, wird gleich vor allen weiteren Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln gewarnt. Es gibt keine Unterscheidung. Dabei handelt es sich bei in Europa hergestellten Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln&nbsp; um hochwertige Nahrungserg\u00e4nzung, die ist nicht nur wirksam ist, sondern auch h\u00f6chste Anspr\u00fcche an Qualit\u00e4t und Sicherheit erf\u00fcllt. Denn Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sind Lebensmittel und unterliegen damit den gleichen Pr\u00fcfungen! Genauso wie Fr\u00fcchte aus Afrika oder S\u00fcdamerika werden auch Pflanzen, die sp\u00e4ter zu Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln verarbeitet werden von den europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden gepr\u00fcft. Naturprodukte, die zu viele Schwermetalle enthalten oder deren Konzentration bestimmter Inhaltsstoffe nicht unseren Bestimmungen entsprechen, d\u00fcrfen in Europa nicht verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Produkte werden mittlerweile durch das Internet verkauft. Das bedeutet aber nicht, dass alle diese Produkte schlecht sind oder aus obskuren Quellen stammen. Der K\u00e4ufer sollte sich informieren und bei Zweifeln auch nach der Herkunft der Inhaltsstoffe fragen. Seri\u00f6se Anbieter von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln k\u00f6nnen ihre Fragen nach Inhalt und Herkunft beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die TV-Sendungen und sonstige Medien befassen sich &#8211; das sollten Sie wirklich wissen &#8211; auch gew\u00f6hnlich ausschlie\u00dflich mit solchen Studien, in denen hochdosierte Vitaminpr\u00e4parate eingesetzt wurden. Das wird Ihnen aber keineswegs gesagt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hier muss man den gesunden Menschenverstand einsetzen, um Bedenken zu haben<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Beispiel dazu: Es ging um die Frage, ob der Einsatz von Betacarotin und Vitamin A bei Krebserkrankungen hilfreich sein k\u00f6nnte. Den Probanden wurden \u00fcber viele Jahre hinweg hohe Dosen dieser Stoffe gegeben. Die Frage an Ihren gesunden Menschenverstand: Welcher Raucher nimmt denn schon t\u00e4glich \u00fcber Jahre 30 mg Betacarotin und 25.000 IU Vitamin A zu sich? Das w\u00e4ren z.B. 500 g Karotten am Tag plus 1,8 Kg K\u00e4se (oder 1,5 Kg Thunfisch), und das t\u00e4glich und \u00fcber Jahre! Doch selbst das w\u00e4re nicht sch\u00e4dlich, jedenfalls was Betacarotin und Vitamin A betrifft. Die Probanden bekamen keine weiteren Vitamine &#8211; und das allein ist schon bedenklich, denn Vitamine wirken nur im Verbund mit anderen Vitaminen und Mineralien. Diese Probanden wurden eindeutig mangelern\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich hat man an den Studienergebnissen noch ein \u201ewenig\u201c herumgepfuscht. Und auch das wird in den Medien nicht erw\u00e4hnt, obwohl es schon seit einiger Zeit bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/vitamine\/neuere-studien-rehabilitieren-antioxidantien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Dazu lesen Sie bitte auch: Neuere Studien rehabilitieren Antioxidantien<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Problematik mit den Studien<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klinische Studien m\u00fcssen einem ganz bestimmten Ablauf folgen, ansonsten sind sie wissenschaftlich gesehen nicht aussagekr\u00e4ftig und somit wertlos. Diese Studien wurden entwickelt, nachdem der Contergan-Skandal weltweit auf die Gef\u00e4hrlichkeit der Medikamente aufmerksam gemacht hat. Noch heute, 50 Jahre sp\u00e4ter, hat man noch nicht DIE optimale Methode gefunden, um Studien f\u00fcr alle zufriedenstellend durchzuf\u00fchren. Ziel dieser Studien ist es, die Wirksamkeit und die Sicherheit von Medikamenten zu beweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Einf\u00fchrung neuer Medikamente und f\u00fcr Therapie-Optimierungsstudien gelten strenge gesetzliche Regeln: Neben der wissenschaftlichen Qualit\u00e4t wird insbesondere auch die ethische Qualit\u00e4t der Studien beurteilt. Die f\u00fcr die meisten deutschen Studien zugrunde gelegten Kriterien sind in der Deklaration von Helsinki des Welt\u00e4rztebundes, dem Arzneimittelgesetz, dem Datenschutzgesetz und der ICH-Richtlinie zur Good Clinical Practice niedergeschrieben. Klinische Studien werden kontrolliert durchgef\u00fchrt, das bedeutet, dass die Wirkung des neuen Wirkstoffs mit einer Scheintherapie (Plazebo) oder m\u00f6glicherweise auch mit einer etablierten und wirksamen Standardtherapie verglichen wird. Die wissenschaftlich hochwertigsten Studien werden dabei doppelt blind durchgef\u00fchrt, das bedeutet, dass weder Arzt noch Patient wissen, welche Therapie sie verabreichen bzw. erhalten. Die Auswertung, die ebenfalls im Studienprotokoll festgeschrieben ist, erfolgt mit Hilfe von komplizierten statistischen Verfahren. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass beide Behandlungsgruppen eine m\u00f6glichst \u00e4hnliche Zusammensetzung von Patienten und Patientenprofilen enthalten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Unterschiede bei Studien mit N\u00e4hrstoffen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gleiche Art der Studien wird f\u00fcr Wirksamkeit und Sicherheit von Vitaminen, bzw. Mikron\u00e4hrstoffen verwendet. Allerdings gibt es hier in der Sache selbst sehr gro\u00dfe Unterschiede, die nirgendwo ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl die Medizin von Heilung spricht, sind die wenigsten Medikamente wirkliche Heilmittel. Sie bek\u00e4mpfen meist die Symptome, aber nicht die Ursache einer Erkrankung. Sie wirken schnell und heftig, indem sie chemische Pfade blockieren und in den Zellstoffwechsel eingreifen. Es sind k\u00fcnstlich hergestellte Chemikalien, die der Biochemie unseres K\u00f6rpers oft v\u00f6llig fremd sind. Deshalb k\u00f6nnen sie leicht unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen haben und\/oder sogar giftig sein. Eine Verzehnfachung der Dosis f\u00fchrt meist zu einer Vergiftung. Zudem sind sie patentiert und \u201egeh\u00f6ren\u201c deshalb einem Unternehmen, das damit gro\u00dfen Profit machen kann und will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mikron\u00e4hrstoffe sind Substanzen, die in der t\u00e4glichen Nahrung vorkommen und f\u00fcr die Lebensvorg\u00e4nge unerl\u00e4sslich sind. Sie neigen zu einer langsamen und schrittweisen Wirkungsweise, sind jedoch langfristig wirksamer, weil sie das physiologische Gleichgewicht f\u00f6rdern oder verbessern. Sie behandeln meist die Ursache einer Erkrankung (n\u00e4mlich den Mangel am jeweiligen Wirkstoff), machen nicht abh\u00e4ngig und ihre Dosis muss nicht wegen \u201eGew\u00f6hnung\u201c erh\u00f6ht werden, um eine Wirkung \u00fcber lange Zeit zu erzielen. In der Regel sind sie frei von Nebenwirkungen, obwohl manche Probleme verursachen k\u00f6nnen, wenn sie unkritisch und in unphysiologischen Mengen verabreicht werden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen wird eine Verzehnfachung ihrer Menge gut vertragen und kann sogar in bestimmten Situationen von Vorteil sein. Sie haben eine gro\u00dfe therapeutische Breite. Sie sind nicht patentierbar. Das vermindert m\u00f6gliche Profite und auch den Anreiz f\u00fcr Pharmafirmen N\u00e4hrstoffe zu produzieren oder f\u00fcr sie zu werben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrungswissenschaftler w\u00fcrden den Studien gut tun<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier werden schon mal zwei urs\u00e4chlich v\u00f6llig verschiedene Sachen \u00fcber den gleichen Kamm geschoren. Und als ob es nicht genug w\u00e4re, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Stoffgruppen handelt, werden beide Gruppen von den gleichen Wissenschaftlern untersucht. Die meisten Wissenschaftler, die Studien an Mikron\u00e4hrstoffen durchf\u00fchren, haben auf dem Gebiet Mikron\u00e4hrstoffe \u00fcberhaupt keine Erfahrung. Sie wissen zwar wie man eine Studie durchf\u00fchrt, aber sie applizieren die von ihnen aufgestellten Regeln, die f\u00fcr Medikamente gelten, auf eine Stoffgruppe, die v\u00f6llig anders ist und sich auch v\u00f6llig anders verh\u00e4lt! Noch nicht einmal die Studienergebnisse im Reagenzglas kann man vergleichen. Mikron\u00e4hrstoffe sind \u00fcberall im K\u00f6rper nat\u00fcrlicherweise vorhanden und an Tausenden von Stoffwechselvorg\u00e4ngen beteiligt. Von einem isolierten Stoffwechselgeschehen im Labor kann man nicht zwingend auf den Menschen schlie\u00dfen. Beim chemischen Medikament ist das anders, das gibt es im K\u00f6rper nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum werden bei solchen Studien keine Ern\u00e4hrungswissenschaftler mit einbezogen? Menschen, die sich mit Ern\u00e4hrung auskennen und nicht mit chemischer Behandlung von Krankheiten. Bei Tests an Formel-1-Boliden w\u00fcrde sofort ein Aufschrei in der Fachpresse ert\u00f6nen, wenn diese von&nbsp; Landmaschinen-Mechanikern durchgef\u00fchrt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Probanden bringen nicht die gleichen Voraussetzungen mit. Bei der Erprobung eines Medikamentes kann man wenigstens sicher davon ausgehen, dass der Wirkstoff nur in der von der Dosis vorgegeben Menge im K\u00f6rper vorhanden ist. Bei Mikron\u00e4hrstoffen bringt jeder Proband schon eine individuelle Verteilung mit. Das wird aber nicht ber\u00fccksichtigt, genauso wenig wie eventuelle latente Mikron\u00e4hrstoff-Defizite. Die Probanden sollten auch keine Risikopatienten sein, also Menschen, die auf Grund ihrer Lebensweise oder bereits vorhandener Krankheiten statistisch gesehen sowieso eine gro\u00dfe Chance haben chronisch zu erkranken und\/oder fr\u00fcher zu sterben, weil sie bereits \u00fcber viele Jahre N\u00e4hrstoff-M\u00e4ngel entwickelt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem wird in den meisten Studien immer nur eine \u00dcberdosis eines ganz bestimmten Vitamins untersucht. Eine Situation, die im normalen Leben \u00fcberhaupt nicht vorkommt. Die \u00c4rzte wissen mittlerweile, dass die Entstehung der meisten Krankheiten multifaktoriell ist, d.h. es sind immer viele Faktoren n\u00f6tig, damit Krankheit entsteht. Durch Rauchen kann Krebs entstehen. Viele Raucher bekommen Krebs, aber nicht alle!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird auch nicht ber\u00fccksichtigt, dass dadurch das Gleichgewicht der Mikron\u00e4hrstoffe untereinander gest\u00f6rt wird und gerade deshalb Krankheiten entstehen k\u00f6nnen. Nicht die \u00dcberdosis l\u00e4sst die Krankheit entstehen, sondern das durch die \u00dcberdosis provozierte Ungleichgewicht: Der Mangel an anderen Vitalstoffen, der durch die einseitige Gabe hoher Dosierungen entsteht. W\u00fcrde man die anderen Mikron\u00e4hrstoffe in der Dosierung anpassen, und dadurch wieder das Mengen-Verh\u00e4ltnis der Nahrung erreichen, w\u00fcrde wahrscheinlich kaum etwas passieren. Wenn aber, wie etwa in der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten CARET-Studie ein Mikron\u00e4hrstoff als (angeblich) sch\u00e4dlich eingestuft wird, dann gehen die gleichen \u201eWissenschaftler\u201c sehr schnell dazu \u00fcber auf alle Mikron\u00e4hrstoffe zu verallgemeinern. Das ist nicht sehr professionell!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Studien an Medikamenten sei noch erw\u00e4hnt: Die Probanden sind alle m\u00e4nnlich, obwohl man heute schon Lehrst\u00fchle f\u00fcr Gender-Medizin hat. Das ist die internationale Fachbezeichnung f\u00fcr Humanmedizin unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten. Man wei\u00df also ganz genau, dass Mann nicht genauso reagiert wie Frau! Au\u00dferdem gibt es f\u00fcr jedes zugelassene Medikament noch eine Phase der Studie, die einige Jahre dauern kann. In dieser Zeit sind die \u00c4rzte, die das Medikament&nbsp; verordnen, angehalten ihre Erfahrungen zu berichten. Dieses Kontrollinstrument hat man bei allen Studien mit Vitaminen weggelassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das f\u00fchrt dann im ung\u00fcnstigsten Fall dazu, dass Medikamente nach ein paar Jahren wieder vom Markt genommen werden, weil sie zu viel Schaden anrichten.&nbsp; Ein Beispiel daf\u00fcr ist der selektive COX-2-Hemmer Vioxx. Vioxx diente zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen und Schmerzen. In einer zweiten Studie, die mit diesem Medikament gemacht wurde (um weitere tolle Eigenschaften zu entdecken) zeigte sich nach 18 Monaten eine nahezu verdoppelte Rate an Herz-Kreislauferkrankung, die dann zum unverz\u00fcglichen Abbruch der Studie und der R\u00fccknahme des Medikamentes vom Markt gef\u00fchrt hatte. Jetzt kann man sagen, dass die Beh\u00f6rden da richtig und schnell reagiert haben, um gr\u00f6\u00dferen Schaden zu verhindern \u2013 h\u00e4tte diese Tatsache nicht von Anfang an im Beipackzettel gestanden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wird also ein Medikament zugelassen zur \u201eHeilung\u201c des Patienten, von dem man schon von Anfang an wusste, dass es sch\u00e4dlich ist.&nbsp; Ein Mikron\u00e4hrstoff, der nat\u00fcrlicherweise in jedem K\u00f6rper schon vorhanden ist und eventuell in einer v\u00f6llig absurden Untersuchungssituation sch\u00e4dlich sein k\u00f6nnte, wird aber als potentiell sch\u00e4dlicher eingestuft und sicherheitshalber gleich die ganze Zunft mit verbannt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Absurd! Aber man konnte ja eh nicht viel damit verdienen.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr normal dosierte Pr\u00e4parate (im Rahmen des bis zum 3 fachen der Empfehlung) bestehen keinerlei Risiken. Es gibt keine Studie, die hier einen negativen Effekt bei Normaldosis gezeigt h\u00e4tte. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass man mit Vitaminpr\u00e4paraten eine ungesunde Ern\u00e4hrung nicht kompensieren kann. Aber man kann, wie der Name schon sagt, die Ern\u00e4hrung erg\u00e4nzen. Wie z.B. im Winter, bei Krankheit, Stress, im Alter, bei vor\u00fcbergehender Einschr\u00e4nkung der Nahrungszufuhr (Di\u00e4ten) oder anderen Situationen, die eine erh\u00f6hte Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen fordern!&nbsp; Nat\u00fcrlich argumentiert die Mutter richtig, die es vorzieht ihren Kindern statt der Vitaminpillen frisch gepresste S\u00e4fte zu geben. Das sollte sie allerdings sowieso tun, auch wenn keine besonderen Umst\u00e4nde vorliegen. Nur Kinder sind im Wachstum und das ist eigentlich schon ein besonderer Umstand. Wenn sich dann noch Krankheit, Infektanf\u00e4lligkeit oder Stress dazu gesellen, dann k\u00f6nnen schon mal ganz besondere Umst\u00e4nde vorliegen. Das kann man zwar theoretisch immer noch mit frischgepressten S\u00e4ften kompensieren, aber irgendwann sagt das Kind mal NEIN, wenn die Anzahl der Saftgl\u00e4ser eine bestimmte Quantit\u00e4t erreicht. Und Gem\u00fcses\u00e4fte trinken Kinder eher nicht. Kinder lehnen auch gerne mal bestimmte Nahrungsmittel ab, weil sie entweder nicht schmecken oder komisch aussehen oder weil andere sie auch nicht essen, etc. Im Gegenzug entsteht bei manchen Kindern eine regelrechte einseitige Vorliebe f\u00fcr gewisse Produkte, die von den Medien propagiert werden. Diese Kinder trinken garantiert auch keine frisch gepressten S\u00e4fte! Was machen Sie dann?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bei \u00e4lteren Menschen ist das genauso<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Alter isst man schon physiologisch weniger, man verbrennt ja auch weniger. Als Folge nimmt man, auch bei der ges\u00fcndesten und ausgewogensten Ern\u00e4hrung, weniger Vitamine und Mineralien zu sich. Ideal w\u00e4re nat\u00fcrlich eine Kompensation mit frisch gepressten Gem\u00fcse \u2013 und Fruchts\u00e4ften, aber welcher alte Mensch trinkt schon ausreichend Wasser, geschweige denn S\u00e4fte? Und fragen Sie sich selber: Essen Sie f\u00fcnfmal am Tag Obst und Gem\u00fcse? Das sind etwa 600 g, jeden Tag. Selbst die gesundheitsbewusstesten unter uns erreichen kaum diese Menge. Statistisch gesehen erreichen wir Deutschen nicht einmal die H\u00e4lfte! Dazu kommt, dass unser heutiges Obst und Gem\u00fcse im Laufe der Jahre viele wichtige Vitamine, Mineralien und N\u00e4hrstoffe verloren hat. Sieht zwar gut und gesund aus, hat aber fast nichts drin. Wenn wir uns auf Dauer nur \u201efrisch\u201c ern\u00e4hren, riskieren wir eine Vitamin- und Mineralstoff-Unterversorgung. Die Supplementierung mit Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln hat dabei noch den absoluten Vorteil, dass wir in dem Fall genau wissen was drin ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das ist bei der Supermarktware nicht immer so!<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unseren Essgewohnheiten tendieren wir au\u00dferdem zur Einseitigkeit. Viele essen tendenziell immer das gleiche, zumal von Montags bis Freitag, wenn w\u00e4hrend der Arbeit keine M\u00f6glichkeit und nach der Arbeit nicht viel Zeit zum Kochen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vergleich zu unseren Vorfahren vor hundert Jahren essen wir heute 70 Prozent weniger Getreide und sogar 75 Prozent weniger Ballaststoffe. Dagegen hat sich der Fleischkonsum verf\u00fcnffacht. In Japan, wo traditionell wenige der bei uns \u00fcblichen Lebensmittel verzehrt werden, ist Darmkrebs \u00e4u\u00dferst selten. Passen Japaner ihre Essgewohnheiten dem westlichen Muster an, steigt auch ihr Risiko.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den pharmakologischen Wirksubstanzen in Getreide, Obst, Gem\u00fcse und H\u00fclsenfr\u00fcchten gibt es derzeit noch keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse. Forscher wie Professor Dr. Hans Konrad Biesalski von der Universit\u00e4t Stuttgart-Hohenheim gehen sogar so weit, die Vitamine C und E sowie Ballaststoffe lediglich als Biomarker f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse zu bezeichnen. \u201eJede Form der einseitigen Ern\u00e4hrung ist ungesund. Wer nur noch Gem\u00fcse und gar kein tierisches Eiwei\u00df zu sich nimmt, dem fehlen wichtige Proteine. Wer zu viel tierisches Eiwei\u00df, aber zu wenig Gem\u00fcse isst, hat nicht nur ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Krebs, sondern auch f\u00fcr Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-St\u00f6rungen und eine Fettleber.\u201c, sagt Biesalski und warnt davor, Ern\u00e4hrungsgewohnheiten nur auf einen Inhaltsstoff zu reduzieren. F\u00fcr die Krebsprophylaxe h\u00e4lt er sogar den Slogan \u201eF\u00fcnf Portionen Obst und Gem\u00fcse am Tag\u201c, der seit 1996 von der Deutschen Krebsgesellschaft propagiert wird, f\u00fcr zu einseitig.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie k\u00f6nnen Nahrungsmittel das Krebsrisiko beeinflussen?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum einen kann eine einseitige, schlechte Ern\u00e4hrung das Immunsystem schw\u00e4chen und so die Selbstheilungskr\u00e4fte des K\u00f6rpers beeintr\u00e4chtigen. Zum anderen k\u00f6nnen in Lebensmitteln oder Getr\u00e4nken selbst tumorausl\u00f6sende oder -hemmende Substanzen stecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch scheinen Essgewohnheiten Folgen f\u00fcr Kinder und Kindeskinder zu haben. Erste Studien berichten davon, dass ungesundes Essen innerhalb von zwei Generationen die Gene beeinflusst. War der Gro\u00dfvater als Kind dick, steigt das Risiko der Enkelkinder, sp\u00e4ter an Diabetes zu erkranken. US-Forscher fanden heraus, dass nicht die aktuelle Einnahme von Multivitaminpr\u00e4paraten das Darmkrebsrisiko verringert, sondern der \u00fcber zehn Jahre zur\u00fcckliegende regelm\u00e4\u00dfige Gebrauch von Multivitaminen einschlie\u00dflich Fols\u00e4ure hierf\u00fcr verantwortlich sein kann. Besonders bei M\u00e4nnern wirkt sich die Einnahme von Vitamin D aus Multivitamin-Pr\u00e4paraten und aus Nahrungsmitteln positiv aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt genug Gr\u00fcnde, die f\u00fcr die Einnahme von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln sprechen und es gibt mittlerweile auch immer mehr namhafte Wissenschaftler, die sich daf\u00fcr aussprechen.&nbsp; Aber speziell im TV finden Sie diese Berichte nicht. Ein Medium, das so ziemlich alle B\u00fcrger erreicht, warnt immer nur vor Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es k\u00f6nnte sich fast der Verdacht aufdr\u00e4ngen, dass man (wer immer das auch sein k\u00f6nnte) gar kein Interesse an einer gesunden Bev\u00f6lkerung hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle brauchen regelm\u00e4\u00dfig eine F\u00fclle verschiedenster Stoffe: Vitamine, Mineralien, Aminos\u00e4uren und Enzyme. Alle diese N\u00e4hrstoffe stehen in einem gesunden K\u00f6rper in einer wohl abgestimmten Wechselbeziehung zueinander. Der K\u00f6rper verf\u00fcgt \u00fcber&nbsp;Schutzmechanismen, die daf\u00fcr sorgen, dass dieses Gleichgewicht auch dann wiederhergestellt wird, wenn es&nbsp;Belastungen durch Lebensumst\u00e4nde, Keime, Umweltgifte oder Parasiten gibt. 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