{"id":5622,"date":"2020-04-16T10:41:28","date_gmt":"2020-04-16T08:41:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=5622"},"modified":"2020-04-16T10:41:30","modified_gmt":"2020-04-16T08:41:30","slug":"sicherheit-und-nutzen-von-nahrungsergaenzungsmitteln","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/warum-vitamine\/sicherheit-und-nutzen-von-nahrungsergaenzungsmitteln\/","title":{"rendered":"Sicherheit und Nutzen von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle brauchen regelm\u00e4\u00dfig eine F\u00fclle verschiedenster Stoffe: Vitamine, Mineralien, Aminos\u00e4uren und Enzyme. Alle diese N\u00e4hrstoffe stehen in einem gesunden K\u00f6rper in einer wohl abgestimmten Wechselbeziehung zueinander. Der K\u00f6rper verf\u00fcgt \u00fcber&nbsp;Schutzmechanismen, die daf\u00fcr sorgen, dass dieses Gleichgewicht auch dann wiederhergestellt wird, wenn es&nbsp;Belastungen durch Lebensumst\u00e4nde, Keime, Umweltgifte oder Parasiten gibt. Auf unseren Seiten finden Sie&nbsp;Nahrungserg\u00e4nzungsmittel kombiniert mit einer F\u00fclle von Wissen rund um das Thema &#8222;nat\u00fcrliche Gesundheit&#8220;.&nbsp;Lassen Sie sich von unserer Philosophie \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"201\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/a6c6399230-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5624\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/a6c6399230-1.jpg 200w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/a6c6399230-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/a6c6399230-1-64x64.jpg 64w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/a6c6399230-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Medienkritik &#8211; L\u00fcgen \u00fcber Vitamine<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugegeben, es ist f\u00fcr die Medien nicht immer leicht, ein komplexes Thema in aller K\u00fcrze fachlich richtig darzustellen. Und wenn es dann um so schwierige Themen wie Vitalstoffe geht, wird es doppelt und dreifach schwer, weil die Redakteure in aller Regel nun mal keine Biochemiker sind. Da liegt es nahe, dass man dann gern bei solchen Informationen \u201ezugreift\u201c, die dem Redakteur fertig aufbereitet auf den Tisch gelegt werden. Wenn diese vorgefertigten Informationen dann auch noch in das passen, was ein Zeitungsmacher t\u00e4glich braucht &#8211; die Sensation &#8211; dann \u00fcbernimmt man schon mal ungepr\u00fcft das, was einem serviert wurde. Diese \u201eVereinfacher\u201c in den Redaktionen produzieren dann Nachrichten, die an der Wahrheit vorbeigehen. Sie betonen das Kritische und lassen das Positive weg. Das hat Methode und gilt ja, wie Sie bereits wissen,&nbsp; nicht nur f\u00fcr Nahrungserg\u00e4nzungsmittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben uns die j\u00fcngsten Meldungen zu Vitaminen &amp; Co. genauer angesehen und m\u00f6chten Ihnen mit unseren Informationen aufzeigen, dass ein Blick hinter die Kulissen oftmals zu ganz anderen und \u00fcberraschenden Erkenntnissen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder \u00e4hnliche Versuche, Vitalstoffe als nutzlos und sch\u00e4dlich zu bezeichnen. Diese fr\u00fcheren Informationen haben wir auch in der Vergangenheit kommentiert:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier finden Sie eine kleine Auswahl von Links zu fr\u00fcheren Ver\u00f6ffentlichungen diesem Thema:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"http:\/\/www.schallers-gesundheitsbriefe.de\/archiv-der-gesundheitsbriefe\/archiv-8\/vitamine-produzieren-doch-nur-teuren-urin-richtig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Vitamine produzieren doch nur teuren Urin! Richtig??<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von interessierten Kreisen publiziert<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"119\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7cde48f200.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5625\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7cde48f200.png 250w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7cde48f200-150x71.png 150w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/7cde48f200-64x30.png 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption>EFSA &#8211; Die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit. Die in Europa f\u00fcr die Bewertung der Sicherheit von Lebensmitteln zust\u00e4ndige Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat erst vor kurzem die Wirksamkeit und Sicherheit von Vitaminen und Mineralien, unter anderem von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln, gepr\u00fcft und positiv best\u00e4tigt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von interessierten Kreisen wird aktuell die Publikation Mursu et al., Dietary Supplements and Mortality Rate in Older Women, Arch Intern Med. 2011;171(18):1625-1633 mit angeblich belegten Risiken f\u00fcr Vitamine und Mineralstoffe publiziert. Diese &#8211; und noch ein paar andere Studien &#8211; werden aktuell vom Spiegel und anderen Medien verbreitet. Wir werden im Verlauf dieser Darszellung nachweisen, dass diese Studien wissenschaftlich nicht haltbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei detaillierter wissenschaftlicher und juristischer Analyse zeigt sich jedoch schnell, dass die Studie wesentlichen wissenschaftlichen Standards nicht entspricht und keinesfalls entsprechende Risiken der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen bei \u00e4lteren Frauen belegt. Im Gegenteil: In der Studie wird f\u00fcr einige Vitalstoffe sogar eine positive Wirkung ermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die in Deutschland in Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln und di\u00e4tetischen Lebensmitteln \u00fcblicherweise eingesetzten und zul\u00e4ssigen Dosierungen an Vitaminen und Mineralstoffen begr\u00fcnden kein erh\u00f6htes Sterberisiko, sondern sind gerade f\u00fcr viele Senioren eine sinnvolle Gesundheitsunterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aussagen der europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA)<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die in Europa f\u00fcr die Bewertung der Sicherheit von Lebensmitteln zust\u00e4ndige Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat erst vor kurzem die Wirksamkeit und Sicherheit von Vitaminen und Mineralstoffen, unter anderem auch von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln, intensiv gepr\u00fcft und positiv best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor diesem Hintergrund ist nicht \u00fcberraschend, dass die nun erfolgte Publikation von Mursu et al., Dietary Supplements and Mortality Rate in Older Women, erheblicher Kritik in der Wissenschaft ausgesetzt ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Grundlagen der Publikation von Mursu et al.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Publikation von Mursu et al. bezieht sich auf Untersuchungen an 38.772 \u00e4lteren Seniorinnen in der so genannten Iowa Women\u2019s Health Study. Das durchschnittliche Alter der Seniorinnen war 61,6 Jahre. Die Untersuchung erfolgte nicht anhand von objektiven und gemessenen Parametern, sondern basierte auf subjektiven Befragungen zu Erinnerungswerten der \u00e4lteren Seniorinnen in den Jahren 1996, 1997 und 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Festzuhalten ist somit, dass die Ver\u00f6ffentlichung sich allein darauf bezieht, dass man innerhalb eines Zeitraums von 18 Jahren \u00e4lteren Senioren, beginnend ab einem Alter von 61,6 Jahren drei Mal einen Fragebogen zuschickte und die Senioren bat, sich zu erinnern, welche Vitamine und Mineralien die Probanden zu sich genommen h\u00e4tten. Aus den eingesetzten Frageb\u00f6gen glauben dann die Autoren der Studie gewisse Schl\u00fcsse ziehen zu k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere wird von den Autoren der Studie und nachfolgenden Medienpublikationen der Eindruck erweckt, dass sich aus der Untersuchung erg\u00e4be, dass die Einnahme von Multivitaminen das Mortalit\u00e4tsrisiko \u00e4lterer Frauen erh\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings leidet die Publikation an zahlreichen fachwissenschaftlichen M\u00e4ngeln, so dass sie keine validen wissenschaftlichen Ergebnisse zu liefern vermag:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Prim\u00e4rziel der Untersuchung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prim\u00e4res Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss der Ern\u00e4hrung und Lifestyle-Faktoren auf chronische Erkrankungen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Prim\u00e4res Ziel der Studie war dagegen nicht, festzustellen, inwiefern bestimmte Vitamine und Mineralstoffe das Mortalit\u00e4tsrisiko \u00e4lterer Seniorinnen beeinflussen kann. Es ist jedoch in der Wissenschaft allgemein anerkannt, dass eine klinische Studie nur im Hinblick auf den prim\u00e4ren Endpunkt der klinischen Studie wissenschaftliche Aussagekraft haben kann und nicht auf im Nachhinein neu formulierte Beobachtungen, die jedoch nicht urspr\u00fcnglicher Gegenstand der Untersuchungen waren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bemerkungen zur \u201eUnwissenschaftlichkeit\u201c von Studieninterpretationen<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Autoren der Studie nutzen somit Studieninterpretationen zu einer Bewertung von Fragen, die nicht prim\u00e4res Studienergebnis gewesen sind. Dies widerspricht elementaren wissenschaftlichen Grunds\u00e4tzen und wird in der Wissenschaftslehre allgemein nicht anerkannt.<\/li><li>Die Studie bezieht sich allein auf Erinnerungswerte \u00e4lterer Seniorinnen, die in einem Zeitraum von 18 Jahren lediglich drei Mal Erfahrungsb\u00f6gen ausf\u00fcllen mussten, welche Vitamine und Mineralstoffe sie in diesem langen Zeitraum eingenommen haben sollten.<\/li><li>Die objektive \u00dcberpr\u00fcfbarkeit dieser subjektiven Erinnerungen liegt nicht vor.<\/li><li>Dr. David Brownstein, Medizinischer Direktor des Center for Holistic Medicine, West Bloomfield, USA, erkl\u00e4rte hierzu in einem Interview: \u201eDiese Untersuchung sagt absolut nichts \u00fcber Vitamine aus. W\u00e4re diese Studie umgekehrt zu dem Schluss gekommen, Vitamine seien sehr wirksam, h\u00e4tten alle Fachzeitschriften die Ver\u00f6ffentlichung dieser Untersuchung mit der Begr\u00fcndung verweigert, sie sei sehr schlecht gemacht und zu fehlerhaft.\u201c.<\/li><li>Robert G. Smith, Research Associate Professor der Pennsylvania Universit\u00e4t, Department f\u00fcr Neurowissenschaften verweist zudem darauf, dass im Volltext der Untersuchung berichtet werde, dass der Verzehr von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln, bestehend aus Vitamin B Komplex, Vitamin C, D, E sowie Calcium und Magnesium sogar mit einer leichten Senkung des Mortalit\u00e4tsrisikos festgestellt wurden. Dies wird jedoch im Abstract der Publikation ebenso wenig erw\u00e4hnt wie in den Publikationen der Medien. Die pauschale Behauptung, dass die Supplementierung mit Vitaminen und Mineralstoffen die Mortalit\u00e4tsrate bei den \u00e4lteren Senioren erh\u00f6ht, ist somit selbst von dieser Untersuchung mit all ihren Schw\u00e4chen nicht gedeckt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fehlender Bezug zu Dosierungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Untersuchung werden auch keine Feststellungen dar\u00fcber erhoben, welche Vitamine und Mineralstoffe in welcher Dosierung tats\u00e4chlich von den Probandinnen eingenommen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Keine Beziehungen zu Erkrankungen oder Behandlungen mit Medikamenten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem wird unzureichend ber\u00fccksichtigt, dass manche der Probandinnen \u00fcber den gesamten Zeitraum oder teilweise stark oder weniger stark geraucht haben, Alkohol getrunken haben, Herz-Kreislauferkrankungen, Karzinome etc. aufweisen. Nicht alle solche medizinischen Risikofaktoren wurden in den Studienergebnissen angemessen ber\u00fccksichtigt und bereinigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hat die Studie nicht ber\u00fccksichtigt, ob die Probandinnen Pr\u00e4parate unter \u00e4rztlicher Betreuung oder nach \u00e4rztlicher Empfehlung verwendet haben. Ebenfalls wird nicht ber\u00fccksichtigt, welche Lebensmittel und Arzneimittel die Probanden sonst eingenommen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist unstreitig, dass Senioren in h\u00f6herem Alter eine Vielzahl von pharmakologisch wirkenden Arzneimitteln einnehmen mit intensiven Nebenwirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist aber auch offensichtlich, dass \u00fcber die Effekte der \u00fcber 18 Jahre verzehrten Vitamine und Mineralstoffe keine seri\u00f6se, wissenschaftlich nachvollziehbare Aussage getroffen werden kann, wenn nicht festgestellt wird, welche Arzneimittel und sonstigen Produkte mit m\u00f6glichen Nebenwirkungen die Probanden in den 18 Jahren eingenommen haben, die zu einer erh\u00f6hten Mortalit\u00e4t gef\u00fchrt haben k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Robert G. Smith kommt deshalb zu folgendem Schluss<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Observationsstudie an \u00e4lteren gesunden Frauen wird gesagt, dass unter denen, die verstarben, der Anteil derer gr\u00f6\u00dfer ist, die Multivitamin- oder Mikron\u00e4hrstoffsupplemente genommen haben. Der Unterschied war jedoch nur sehr gering und gibt keinen Hinweis auf m\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr Erkrankung oder Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Krankheiten gab es? Welche Medikamente wurden genommen? Es bleiben einfach viel zu viele ungekl\u00e4rte Fragen offen, um diese Aussagen wissenschaftlich sauber treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mike Adams: Medienl\u00fcgen blo\u00dfgestellt<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"175\" height=\"206\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/39ca3f5b28.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5626\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/39ca3f5b28.jpg 175w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/39ca3f5b28-127x150.jpg 127w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/39ca3f5b28-54x64.jpg 54w\" sizes=\"auto, (max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Mike Adams hat sich die Studie genauer angeschaut. Die ganze Studie, nicht nur das Abstract.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Publikation von Mike Adams \u201eMedienl\u00fcgen blo\u00dfgestellt: J\u00fcngste Kritik an Vitaminen sind manipulierte Angstmache\u201c hei\u00dft es erg\u00e4nzend:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEine der eklatantesten Verf\u00e4lschungen dieser Studie betrifft die Ver\u00e4nderung der Rohdaten, wobei man sich statistischer Manipulationstechnik bedient. In der zweiten Tabelle der Untersuchung beschreiben die Autoren einen so genannten \u201eGef\u00e4hrdungswert\u201c, der f\u00fcr jedes Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, das in der Studie untersucht wurde, wie die Vitamine C und B, Calcium, Kupfer, Eisen usw. berechnet und ihm dann zugeordnet wird. Auch der Kategorie \u201eMultivitamine\u201c wurde ein solcher Wert zugeordnet. Bei diesen Zahlen bedeutet 1.0 eine neutrale Wirkung, d. h. \u00bbkein Anstieg der Sterbewahrscheinlichkeit (oder Mortalit\u00e4t)\u00ab. Ein Wert unter 1.0 \u2013 beispielsweise 0,92 \u2013 verweist auf eine achtprozentige Verringerung der Sterbewahrscheinlichkeit, die mit einem bestimmten Vitamin in Zusammenhang gebracht wird. Entsprechend zeigt ein Wert h\u00f6her als 1.0 einen Anstieg der Sterbewahrscheinlichkeit. Ein Wert wie 1,15 bedeutet dann eine um 15 Prozent erh\u00f6hte Sterbewahrscheinlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum werden positive Aspekte der Studie verschwiegen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Vitamin-B-Komplex wurde mit einer siebenprozentigen Verringerung der Mortalit\u00e4t in Zusammenhang gebracht.<\/li><li>Vitamin C wurde mit einer vierprozentigen Verringerung der Mortalit\u00e4t in Zusammenhang gebracht.<\/li><li>Vitamin D wurde mit einer achtprozentigen Verringerung der Mortalit\u00e4t in Zusammenhang gebracht.<\/li><li>Magnesium, Selen und Zink wurden jeweils mit einer dreiprozentigen Verringerung der Mortalit\u00e4t in Zusammenhang gebracht.\u201c.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist unverst\u00e4ndlich, dass weder von den Autoren der Studie, noch in den entsprechenden Medien und Publikationen auf diese positiven Effekte dieser Vitamine und Mineralstoffe \u00fcberhaupt eingegangen wird. Dies st\u00fctzt die Vermutung, dass es weniger um eine fachwissenschaftliche neutrale Dokumentation geht, sondern offenbar um eine gezielte Medienkampagne bestimmter Interessenkreise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ferner hei\u00dft es in der Publikation von Mike Adams wie folgt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u201eStatistiken wurden manipuliert, um das gew\u00fcnschte Ergebnis zu erhalten &#8230;<\/li><li>In dieser Untersuchung benutzten sie die tats\u00e4chlichen Fragebogenergebnisse nicht als Grundlage ihrer Schlussfolgerungen. Sie begannen, die Zahlen zu \u201einterpretieren\u201c und benutzten dabei statistische Manipulationen, um zu den Werten zu kommen, die sie f\u00fcr ihr schon vorgefasstes Urteil ben\u00f6tigten.<\/li><li>Wie sie selbst einr\u00e4umen, rechneten sie aus den in den Frageb\u00f6gen ermittelten Werten Faktoren wie \u201eAlter, Bildungsniveau, Wohnort, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, den Body-Mass-Index (der berechnet wird, indem man das in Kilogramm gemessene Gewicht [in kg] durch das Quadrat der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe dividiert), das Verh\u00e4ltnis von Taille zu H\u00fcfte, eine Hormonersatztherapie (HET), physische Aktivit\u00e4ten, Raucher\/Nichtraucher und Energieaufnahme\u201c heraus.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Halten wir hier einen Moment inne! Damit sagen sie, dass eine Person mit Diabetes eine h\u00f6here Sterbewahrscheinlichkeit aufweist. Wenn diese Person stirbt, bewerten sie das nicht so stark wie den Tod einer gesunden Person, stimmt\u2019s?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber damit lassen sie vollkommen unber\u00fccksichtigt, dass N\u00e4hrstoffe Diabetes zur\u00fcckdr\u00e4ngen und die Symptome einer Diabetes v\u00f6llig verschwinden lassen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren etwa N\u00e4hrstoffe wie Vitamin D, Magnesium und Vitamin C; alles Substanzen, die in der Studie untersucht wurden. Wenn also eine Frau zu Beginn der Studie an Diabetes litt, dann \u00fcber die Aufnahme bestimmter N\u00e4hrstoffe, ihre Diabetes weitgehend zur\u00fcckdr\u00e4ngen konnte, und dann sp\u00e4ter nicht mehr als Diabetespatientin, aber doch statistisch fr\u00fcher als eine Person, die ihr ganzes Leben gesund war, st\u00fcrbe, dann w\u00fcrde dies in der Untersuchung als Beweis f\u00fcr die sch\u00e4dliche Wirkung von Vitaminen bewertet. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr Bluthochdruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weitere Ver\u00e4nderungen am Zahlenmaterial<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verfasser der Untersuchung \u201ebearbeiteten\u201c das Zahlenmaterial nicht nur einmal, sondern ver\u00e4nderten die Ergebnisse ein zweites Mal. Diesmal nahmen die Autoren weitere sogenannte \u201emultivariable Anpassungen\u201c vor, d.h. sie rechneten \u201est\u00f6rende Faktoren\u201c einfach heraus:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesmal wurden neben den schon bekannten Faktoren wie \u201eAlter, Bildungsniveau, Wohnort, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Body-Mass-Index, das Verh\u00e4ltnis von Taille zu H\u00fcfte, Hormonersatztherapie (HET), physische Aktivit\u00e4ten, Raucher\/Nichtraucher und Energieaufnahme\u201c, zus\u00e4tzlich noch \u201eAlkohol, ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, Vollkornprodukte, Obst und Gem\u00fcse\u201c ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt rechneten sie sogar den Verzehr von Obst und Gem\u00fcse heraus? Das hei\u00dft aber doch, dass man bei einem Menschen, der gr\u00f6\u00dfere Mengen an Obst und Gem\u00fcse zu sich nimmt, davon ausgeht, er sei ges\u00fcnder als andere, und daher wurde das jeweilige Sterbealter, unabh\u00e4ngig davon, wie hoch es war, auf andere Faktoren wie etwa die Vitamine, die sie zu sich genommen hatten, zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich wurden s\u00e4mtliche Gewichtungsfaktoren bei diesen manipulierten Bereinigungen von den Verfassern der Studie selbst zusammengeschustert\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Ergebnis zeigt sich, dass die so genannte Studie elementarsten wissenschaftlichen Standards nicht Stand h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sichere H\u00f6chstgrenzen in Europa<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere bleibt auch v\u00f6llig unklar, welche Tagesdosierung die jeweiligen Verbraucher in den USA \u00fcberhaupt zu sich genommen haben. Es ist allgemein bekannt, dass sich die zul\u00e4ssigen Tagesdosierungen in den USA teilweise erheblich von den in Deutschland und Europa \u00fcblicherweise verwendeten und zul\u00e4ssigerweise eingesetzten Dosierungen unterscheiden. Wir sind \u00fcber die in Europa zul\u00e4ssigen H\u00f6chstmengen nicht immer gl\u00fccklich. Aber Risiken sind damit keineswegs verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr jede Substanz, sei es Wasser, sekund\u00e4re Pflanzenstoffe oder auch Vitamine und Mineralstoffe gibt es selbstverst\u00e4ndlich sichere H\u00f6chstgrenzen. Ohne sichere Feststellung der hier eingesetzten Dosierungen l\u00e4sst sich dieser Studie somit nichts dar\u00fcber entnehmen, ob die hier eingesetzten \u00fcblichen Nahrungserg\u00e4nzungsmitteldosierungen ein Risiko begr\u00fcnden oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medienkritik ist wissenschaftlich nicht belegt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die wissenschaftlich nicht belegte und v\u00f6llig undifferenzierte Medienkritik an Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln mit Vitaminen und Mineralstoffen wird ein erheblicher Schaden f\u00fcr die Gesundheit der deutschen Bev\u00f6lkerung begr\u00fcndet. Denn der Nutzen der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen \u2013 gerade auch f\u00fcr \u00e4ltere Verbraucher \u2013 ist wissenschaftlich allgemein anerkannt. Diese hier besprochene sogenannte Studie \u00e4ndert absolut nichts an der bisherigen Studienlage zu Vitalstoffen. Nicht eine einzige wissenschaftliche Studie wurde widerlegt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">In der Realit\u00e4t ist eher Unterversorgung mit Vitalstoffen festzustellen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So hei\u00dft es z.B. in der Publikation \u201eErn\u00e4hrung\u201c von Hahn \/Str\u00f6hle\/Wolters auf Seite 275 wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eViele Senioren, insbesondere alleinstehende M\u00e4nner, zeigen eine deutliche Unterversorgung an einzelnen Vitaminen und Mineralien. Zu den kritischen Vitaminen z\u00e4hlen Thiamin, Riboflavin, Cobalamin, Niacin, Fols\u00e4ure und Vitamin D. Auch die Vitamin-C-Zufuhr ist h\u00e4ufig unbefriedigend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei wird die mangelhafte Versorgung mit Vitamin B12 und Vitamin D als zentrales geriatrisches Problem angesehen. Neben einer im Alter ver\u00e4nderten endogenen Synthese tragen verschiedene Medikamente, insbesondere Antiepileptika und Barbiturate, zur in ad\u00e4quaten Versorgungssituation mit Vitamin D bei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2026 Als \u00e4u\u00dferst problematisch ist die Versorgung mit Vitamin B12 anzusehen. \u2026 Auch die Versorgung mit Fols\u00e4ure ist bei \u00e4lteren Menschen h\u00e4ufig nicht sichergestellt \u2026 unter den Mineralstoffen treten subnormale Werte vor allem bei Eisen, Zink, Jod, Magnesium, Calcium und Selen auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Reihe von Interventionsstudien, die an Senioren durchgef\u00fchrt wurden, ergab positive Effekte einer Supplementierung mit physiologisch dosierten Multivitaminen und Mineralstoffpr\u00e4paraten. Diese positiven Auswirkungen zeigten sich unter anderem auch f\u00fcr die Immunkompetenz. Aus verschiedenen Untersuchungen ist bekannt, dass eine unzureichende Versorgung mit den Vitaminen A, C, B6, Fols\u00e4ure sowie mit Eisen, Zink und Selen immunologische Parameter negativ beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verabreichung eines Multivitamin- und Multimineralstoff-Pr\u00e4parats an gesunde \u00e4ltere Probanden f\u00fchrte in einer placebokontrollierten Studie zu einer signifikanten Erh\u00f6hung der Hautreaktion vom verz\u00f6gerten Typ. Auch andere immunologische Parameter wurden durch eine Supplementierung mit Mikron\u00e4hrstoffen positiv beeinflusst. So zeigte sich, dass die erg\u00e4nzende Zufuhr von Mikron\u00e4hrstoffen in physiologischer Dosierung bei gesunden \u00e4lteren Menschen zu einer Stimulierung des Immunsystems f\u00fchrt. Verbesserungen traten bei verschiedenen Indikatoren f\u00fcr die Immunfunktion, wie Anzahl nat\u00fcrlicher Killerzellen, Interleukin-2-Produktion, Lymphozytenproliferation und der Antik\u00f6rperaussch\u00fcttung auf. Auch die Anf\u00e4lligkeit von Infektionskrankheiten waren im Vergleich zu der Placebogruppe in der Supplementgruppe herabgesetzt.\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Aussagen von Mursu im Interview<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Publikation der \u201cStar Tribune latest news\u201d mit dem Titel \u201eSo now vitamins are dangerous? U scientist sees risk of death\u201d erkl\u00e4rt der Autor der Studie Jaakko Mursu selbst: \u201eMursu agrees that the study doesn\u2019t prove the supplements were to blame. But it does show that they don\u2019t prevent heart disease or cancer or extend life, he said\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das h\u00f6rt sich doch ganz anders an als das, was in den Medien aus der Studie gemacht wurde. Da in der Studie quantitative Aussagen nicht enthalten sind, ist genaugenommen selbst diese relativierende Aussage wissenschaftlich nicht haltbar, denn um eine solche Aussage wissenschaftlich sauber machen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste eine Studie v\u00f6llig anders konzipiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Autor der Studie r\u00e4umt somit selbst ein, dass die in der Studie ermittelten Todesf\u00e4lle nicht auf die verzehrten Nahrungserg\u00e4nzungsmittel zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Er ist jedoch der Auffassung, dass Nahrungserg\u00e4nzungsmittel auch nicht in der Lage sind, Herzanf\u00e4lle oder Krebs zu vermeiden oder das Leben verl\u00e4ngern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist jedoch nicht Gegenstand der hier streitigen Diskussion, ob Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sch\u00e4dlich f\u00fcr die Gesundheit sind.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Noch einmal: Die Haltung der EFSA<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfen wir darauf verweisen, dass die in Europa zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) ausdr\u00fccklich die Sicherheit der in Europa eingesetzten Vitamine und Mineralstoffe best\u00e4tigt hat. In diesem Zusammenhang hat die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer Presseerkl\u00e4rung vom 28. Juli 2009 erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christian Larsen, der Vorsitzende des EFSA-Ausschusses f\u00fcr Zusatzstoffe und N\u00e4hrstoffe f\u00fchrt aus \u201eMillionen von Menschen in Europa verzehren regelm\u00e4\u00dfig Nahrungserg\u00e4nzungsmittel zus\u00e4tzlich zu ihrer normalen Ern\u00e4hrung. Die Arbeit des Ausschusses soll helfen sicherzustellen, dass die Quellen von Vitaminen und Mineralstoffen, die in Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln eingesetzt werden und in der Europ\u00e4ischen Union verkauft werden, sicher sind und effektiv die N\u00e4hrstoffe in den K\u00f6rper bringen k\u00f6nnen.\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt bei Vitaminen kein Potential, um t\u00f6ten. Wenn man sich umbringen will, taugt eine Dose mit Vitamin C nicht, sie f\u00fchrt allenfalls zu Durchfall. Mit einer Dose Schlafmittel aus dem Repertoire der Pharmaindustrie kann man dagegen durchaus Suizid begehen &#8230; Interessant f\u00fcr den aufmerksamen Leser ist ja eigentlich, dass entsprechende Passagen im Konjunktiv formuliert sind: es k\u00f6nnte sein &#8230; m\u00f6glicherweise &#8230; Wo bleibt der Beweis?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der europ\u00e4ischen Richtlinie 2002\/46\/EG und der nationalen Nahrungserg\u00e4nzungsmittel-Verordnung sind die von der EFSA getesteten und f\u00fcr sicher befundenen Vitamine und Mineralstoffe aufgelistet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zust\u00e4ndige h\u00f6chste europ\u00e4ische Gesundheitsbeh\u00f6rde hat somit die Sicherheit und den Nutzen von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln mit Vitaminen und Mineralstoffen ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Herr Professor Lauterbach im Spiegel erkl\u00e4rt, er sei &#8222;schockiert&#8220; \u00fcber die Menge an hochdosierten Vitaminen in den Regalen der Superm\u00e4rkte, dann wei\u00df er vielleicht nicht, dass alle diese Vitamine bereits europaweit reguliert sind und nur im Rahmen sicherer Obergrenzen vertrieben werden d\u00fcrfen. Nur: Ist er dann der ausgewiesene Fachmann? Wenn er aber Fachmann ist und diese Regulierungen durch die Politik kennt (und das sollte er als &#8222;Fachmann&#8220; kennen), dann ist die Frage berechtigt, welche Interessen Prof. Karl Lauterbach als f\u00fchrender Gesundheitspoitiker wirklich vertritt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Beispiele: Die von der EFSA ausdr\u00fccklich best\u00e4tigten Health-Claims<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus hat die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit im Rahmen der so genannten Health-Claims-Verordnung 1924\/2006\/EG den Nutzen z.B. von Vitamin B6, Fols\u00e4ure, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>So hei\u00dft es z.B. in einer aktuellen Bewertung der EFSA, dass Vitamin B6 zu einem normalen Homocysteinstoffwechsel sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel sowie zu normalen psychologischen Funktionen und zu einer Reduzierung von M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung sowie zu einer normalen Cysteinsynthese beitr\u00e4gt.<\/li><li>F\u00fcr Fols\u00e4ure hat die europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt, dass Fols\u00e4ure z.B. zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einer normalen Zellteilung beitr\u00e4gt und eine gesunde Schwangerschaft unterst\u00fctzt.<\/li><li>F\u00fcr die Zufuhr von Eisen best\u00e4tigt die EFSA, dass Eisen zur normalen Formation roter Blutk\u00f6rperchen und zu einem normalen Sauerstofftransport im K\u00f6rper sowie zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitr\u00e4gt. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt Eisen sogar die normalen kognitiven Funktionen des K\u00f6rpers.<\/li><li>F\u00fcr den Mineralstoff Magnesium best\u00e4tigt die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit ausdr\u00fccklich, dass die Zufuhr von Magnesium unter anderem zur Elektrolytebalance und zu einem normalen Energiestoffwechsel sowie zur Aufrechterhaltung gesunder Knochen und Z\u00e4hne beitr\u00e4gt.<\/li><li>F\u00fcr den Mineralstoff Zink akzeptiert die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit ausdr\u00fccklich, dass eine Zufuhr von Zink zum Schutz der Zellbestandteile vor oxidativen Sch\u00e4den und zur Aufrechterhaltung gesunder Knochen und der F\u00f6rderung der kognitiven Funktionen des K\u00f6rpers beitr\u00e4gt.<\/li><li>Auch f\u00fcr den Mineralstoff Kupfer best\u00e4tigt die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit, dass die Zufuhr von Kupfer den Schutz der menschlichen K\u00f6rperzellen vor oxidativen Sch\u00e4den unterst\u00fctzt und zur normalen Funktion des Immunsystems beitr\u00e4gt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diese Liste kann noch f\u00fcr viele weitere Vitalstoffe verl\u00e4ngert werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Ergebnis ist somit festzustellen, dass die Publikation von Mursu et al. keinerlei wissenschaftlichen Belege daf\u00fcr enth\u00e4lt, dass der Verzehr von in Deutschland \u00fcblichen Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln mit Vitaminen und Mineralstoffen eine Gesundheitsgef\u00e4hrdung darstellen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft, f\u00fcr die in Lebensmitteln in Deutschland und Europa \u00fcblichen Tagesdosierungen von Vitaminen und Mineralstoffen gibt es keine Erkenntnisse von Gesundheitsrisiken, sondern vielmehr wissenschaftlich allgemein anerkannte, durch die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit best\u00e4tigte positive gesundheitsbezogene Wirkungen f\u00fcr die Verbraucher.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Besonders die Senioren sollten sich nicht verunsichern lassen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da, wie oben ausgef\u00fchrt, gerade \u00e4ltere Senioren auch einen erh\u00f6hten N\u00e4hrstoffbedarf aufweisen, ist es aus gesundheitspolitischen Erw\u00e4gungen heraus v\u00f6llig kontraproduktiv, wenn nun die Verbraucher durch sensationsheischende Pseudostudien und entsprechende Medienpublikationen verunsichert werden und auf die Zufuhr der f\u00fcr sie n\u00fctzlichen Vitamine und Mineralstoffe verzichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Ergebnis bleibt es damit dabei, dass Hersteller und Vertreiber von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln und di\u00e4tetischen Lebensmitteln mit in Deutschland \u00fcblichen und rechtlich zul\u00e4ssigen H\u00f6chstdosierungen an Vitaminen und Mineralstoffen diese weiterhin rechtssicher in den Verkehr bringen k\u00f6nnen. Die Verbraucher d\u00fcrfen darauf vertrauen, dass bei Einhaltung der auf den Produkten angegebenen Verzehrempfehlungen ein Gesundheitsrisiko nach aktueller Bewertung der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit ausgeschlossen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei \u00dcberschreitung der von den Herstellern vorgeschlagenen Verzehrempfehlungen &#8211; das kann aus therapeutischen Gr\u00fcnden sehr sinnvoll sein &#8211; wird empfohlen, dass die Verbraucher sich mit ihrem Arzt hier\u00fcber absprechen. Im Einzelfall kann es aus therapeutischen Erw\u00e4gungen angezeigt sein, \u00fcber die auf den Produkten angegebene Verzehrempfehlung hinauszugehen, um eine bestimmte therapeutische Wirkung der Produkte f\u00fcr einen individuellen Verbraucher in Anspruch zu nehmen. In diesen F\u00e4llen sollte der Arzt dann individuelle Risikoexpositionen des betroffenen Verbrauchers angemessen ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was in den Medien verschwiegen wird:<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Medikamente und viele Krankheiten verbrauchen in gro\u00dfer Quantit\u00e4t spezifische Mikron\u00e4hrstoffe. Das f\u00fchrt dazu, dass sich mit der Zeit zu dem eigentlichen Leiden noch ein eigentlich vermeidbarer Kollateralschaden entsteht, der die Gesundheit zus\u00e4tzlich beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Menschen nehmen Medikamente und viele Menschen nehmen Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, aber viele Menschen, die Medikamente nehmen wissen gar nicht, dass sie besser auch Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nehmen sollten. Und Einige, derer die Medikamente nehmen, sollten bestimmte Nahrungserg\u00e4nzungsmittel besser nicht nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/medikamente-und-vitalstoffe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass und welche Interaktionen zwischen Medikamenten und Mikron\u00e4hrstoffen bestehen. Wir hatten k\u00fcrzlich dar\u00fcber berichtet und die Ergebnisse unserer umfangreichen Literatur-Recherche ins Internet gestellt.<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aussagen sind vielleicht neu f\u00fcr Sie, doch sie lassen sich belegen. Es gibt entsprechende Literatur und auf den Seiten des Vitalstoff-Journals kann man eine F\u00fclle von wissenschaftlich belegten Informationen zu diesen Themen finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Arzneimittel-N\u00e4hrstoff-Interaktionen haben vor allem Risikogruppen wie chronisch Kranke, Kinder und besonders Senioren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/medikamente-und-vitalstoffe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Aufgrund altersbedingter physiologischer Ver\u00e4nderungen besteht f\u00fcr Senioren eine besonders hohe Gefahr f\u00fcr negative Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Mikron\u00e4hrstoffen, zum Beispiel durch verringerte Magens\u00e4ureproduktion, hormonelle St\u00f6rungen oder Einschr\u00e4nkung von Stoffwechselleistungen.<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei \u00e4lteren Menschen arbeiten Leber und Niere, die beiden wichtigsten Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane des K\u00f6rpers, h\u00e4ufig langsamer. Viele Medikamente werden deshalb verz\u00f6gert ausgeschieden, ihre Wirkung kann l\u00e4nger anhalten, und es kommt h\u00e4ufiger zu unerw\u00fcnschten Wirkungen. Andererseits nehmen gerade \u00e4ltere Menschen im Durchschnitt zwischen drei und sechs verschiedene Medikamente am Tag ein, manche sogar erheblich mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wie oft probieren chronisch Kranke oder Senioren zudem zus\u00e4tzliche Medikamente sowie selbstverordnete Nahrungserg\u00e4nzungsmittel ohne Wissen des behandelnden Arztes aus. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass auch nichtverschreibungspflichtige Pr\u00e4parate mit verschreibungspflichtigen Mitteln Wechselwirkungen hervorrufen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle brauchen regelm\u00e4\u00dfig eine F\u00fclle verschiedenster Stoffe: Vitamine, Mineralien, Aminos\u00e4uren und Enzyme. 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