{"id":5613,"date":"2020-04-16T09:55:24","date_gmt":"2020-04-16T07:55:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=5613"},"modified":"2020-04-16T09:55:26","modified_gmt":"2020-04-16T07:55:26","slug":"was-hilft-bei-osteoporose","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/was-hilft-gegen-was\/skelett-und-muskeln\/was-hilft-bei-osteoporose\/","title":{"rendered":"Was hilft bei Osteoporose"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Obgleich Osteoporose bei \u00e4lteren Personen auftritt, beginnt die Vorbeugung fr\u00fch im Leben.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Altern f\u00fchrt dazu, dass die Knochen Mineralstoffe verlieren und nach und nach d\u00fcnner und zerbrechlich werden. Im Falle von Osteoporose hat der Verlust an Knochengewebe einen Punkt erreicht, an dem die Knochen so zerbrechlich sind, dass ein Sturz, eine schnelle Bewegung oder sogar das Aufheben eines Gegenstandes zu einem Bruch f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obgleich Osteoporose bei M\u00e4nnern und Frauen auftreten kann, sind \u00e4ltere Frauen sehr viel h\u00e4ufiger betroffen. Dies, da w\u00e4hrend der Wechseljahre der \u00d6strogenspiegel j\u00e4h abf\u00e4llt und die Knochendichte schnell abnimmt (\u00d6strogen erh\u00e4lt die Mineralstoffe in den Knochen). Osteoporose entwickelt sich leise, und oft ist das erste Anzeichen daf\u00fcr ein Bruch der H\u00fcfte oder der Wirbels\u00e4ule. Osteoporose tritt h\u00e4ufiger auf bei Personen die rauchen, h\u00e4ufig Alkohol konsumieren, d\u00fcnn sind oder eine sitzende Lebensweise haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ern\u00e4hrungsempfehlungen bei Osteoporose<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obgleich Osteoporose bei \u00e4lteren Personen auftritt, beginnt die Vorbeugung fr\u00fch im Leben. Die Ausbildung starker Knochen in fr\u00fchen Lebensjahren (w\u00e4hrend der Kindheit, als Teenager und in fr\u00fchen Erwachsenenjahren) stellt sicher, dass die Knochenmasse maximal ist, wenn die Abnahme der Knochendichte in sp\u00e4teren Jahren beginnt. Nahrungsmittel, reich an N\u00e4hrstoffen, welche f\u00fcr die Knochenbildung notwendig sind&#8211; besonders Calcium, Magnesium, Mangan und die Vitamine A, C und D&#8211; sollten t\u00e4glich konsumiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sollten Nahrungsmittel konsumiert werden, welche reich an Bor sind, einem Spurenelement, welches die \u00d6strogenproduktion im K\u00f6rper stimuliert und das Calcium in den Knochen zur\u00fcckbeh\u00e4lt. Phosphorreiche Di\u00e4ten (Fleisch, verarbeitete Lebensmittel, alkoholfreie Getr\u00e4nke) st\u00f6ren die Knochenbildung und erh\u00f6hen die Calciumverluste. Vier Bestandteile, welche in hohen Mengen in der modernen Ern\u00e4hrung enthalten sind &#8211; Protein, Fett, Salz und raffinierte Zucker &#8211; vermindern drastisch die F\u00e4higkeit des K\u00f6rpers Calcium zur\u00fcckzuhalten und die Knochendichte aufrechtzuerhalten. Der \u00dcberkonsum von Koffein und Alkohol ist f\u00fcr die Gesundheit der Knochen ebenfalls sch\u00e4dlich.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">N\u00e4hrstoffempfehlungen bei Osteoporose<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Vitamin D3 (Cholecalciferol):<\/em>\u00a0Die Calciumresorption wird erh\u00f6ht und die Knochendichte bleibt erhalten. Regelm\u00e4\u00dfige Sonneneinstrahlung hilft ebenfalls die Vitamin D-Gehalte aufrecht zu erhalten. Nahrungserg\u00e4nzungen sind vor allem in den dunklen Wintermonaten wertvoll und f\u00fcr Personen, welche ans Haus gebunden sind.<\/li><li><em>Vitamin C<\/em>\u00a0wird f\u00fcr die Proteinsynthese in den Knochen ben\u00f6tigt; bereits ein geringf\u00fcgiger Mangel kann zu einem Knochenverlust beitragen.\u00a0<\/li><li><em>Calcium und Magnesium<\/em>: Calciumreiche Nahrungsmittel sollten t\u00e4glich konsumiert werden. \u00c4ltere Personen haben oft wenig Magens\u00e4ure und sollten die Einnahme von Calciumsupplementen in Betracht ziehen, da in dieser Form keine Magens\u00e4ure f\u00fcr die Resorption notwendig ist. Bei Osteoporose tritt Magnesiummangel h\u00e4ufig auf, den Sie sehr gut durch <em>Magnesiumzitrat<\/em> beheben k\u00f6nnen.\u00a0<\/li><li><em>Mineralien <\/em>und<em>Spurenelemente<\/em>: Die Spurenelemente Kupfer und Zink sind wichtig zur Aufrechterhaltung der Knochen.<\/li><li><em>Magnesium<\/em>: H\u00e4ufig ist ein Mangel an Magnesium verantwortlich daf\u00fcr, dass Calcium nicht ausreichend in die Knochen eingebaut werden kann.<\/li><li><em>Nat\u00fcrliches Vitamin K2 zum Schutz der Knochen<\/em>: Das fettl\u00f6sliche Vitamin K2 (Menachinon-7) spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung und ist unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Knochengesundheit. Die Bezeichnung Vitamin K leitet sich vom Wort Koagulation (Blutgerinnung) ab. Vitamin K ist als Cofaktor des Enzyms \u03b3-Glutamylcarboxylase an der Herstellung verschiedener Blutgerinnungsfaktoren beteiligt. Dar\u00fcber hinaus ist Vitamin K entscheidend f\u00fcr die Bildung und die Erhaltung gesunder und gut mineralisierter Knochen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Besondere Hinweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Koffein- und Alkoholkonsum sollte reduziert werden. Das Rauchen sollte aufgegeben werden. T\u00e4gliche k\u00f6rperliche Bet\u00e4tigung (Gehen, Jogging, Tennis) kann die Knochendichte erhalten oder sogar erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Osteoporose und Kuhmilch<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Der Mythos, dass Osteoporose durch Kalziummangel verursacht wird, wurde erfunden, um Milchprodukte und Kalziumpr\u00e4parate zu verkaufen. Es ist nichts Wahres daran. Die US-amerikanischen Frauen nehmen weltweit mit die gr\u00f6\u00dften Kalziummengen ein, und trotzdem liegt ihre Osteoporoserate weltweit mit im h\u00f6chsten Bereich. Der Konsum von noch mehr Milchprodukten und Kalziumpr\u00e4paraten wird an dieser Tatsache absolut nichts ver\u00e4ndern.&#8220; <strong>Dr. John McDougall, The McDougall Program for Women (2000)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osteoporose ist eine Krankheit, die sich durch eine geringe Knochendichte und den Abbau von Knochengewebe auszeichnet, die mehrere zehn Millionen US-Amerikaner betrifft und j\u00e4hrlich 1,5 Millionen Knochenbr\u00fcche verursacht. Die j\u00e4hrlichen Behandlungskosten belaufen sich auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar. W\u00e4hrend einige an Osteoporose leidende Menschen regelm\u00e4\u00dfig R\u00fcckenschmerzen haben, an K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe verlieren und Deformierungen der Wirbels\u00e4ule erleiden, wissen viele andere noch nicht einmal, dass sie die Krankheit haben, bis ein Knochenbruch auftritt. Laut der US-amerikanischen National Osteoporosis Foundation wird jede zweite Frau \u00fcber 50 Jahren und jeder achte Mann \u00fcber 50 einen Knochenbruch erleiden, der mit Osteoporose in Verbindung steht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Milchindustrie hat hier zu Lande die Nahrungsmittelindustrie fest im Griff. Sie bezahlt eine riesige Anzahl von Ern\u00e4hrungsexperten, \u00c4rzten und Forschern daf\u00fcr, f\u00fcr Milchprodukte zu werben, und gibt j\u00e4hrlich nur auf nationaler Ebene \u00fcber 300 Millionen US-Dollar aus, um den Markt f\u00fcr ihre Produkte aufrechtzuerhalten. Die Milchindustrie hat Schulen unterwandert, Sportstars, Prominente und Politiker gekauft und verfolgt dabei durchgehend einen auf Profit statt auf die \u00f6ffentliche Gesundheit ausgerichteten Plan. Dr. Walter Willett, ein Veteran unter den Ern\u00e4hrungsforschern an der Harvard School of Public Health, gibt an, dass Kalziumkonsum \u201eschon so etwas wie ein religi\u00f6ser Kreuzzug geworden ist&#8220; und wirklich vorbeugende Ma\u00dfnahmen wie k\u00f6rperliche Bewegung in den Schatten dr\u00e4ngt. Wenn man nach der Milchindustrie geht, werden Ihre Knochen st\u00e4rker, wenn Sie t\u00e4glich drei Gl\u00e4ser Milch trinken, und Sie k\u00f6nnen sicher sein, dass Osteoporose in Ihrer pers\u00f6nlichen Zukunft nicht auftreten wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Es ist kaum m\u00f6glich, das Fernsehen einzuschalten und nicht auf irgendeine Werbung zu sto\u00dfen, in der verbreitet wird, dass Milch zu st\u00e4rkeren Knochen beitr\u00e4gt. In diesen Werbespots wird nicht gesagt, dass nur 30 Prozent des Kalziums in der Milch vom K\u00f6rper verwertet werden, oder dass Osteoporose bei Milchtrinkern am h\u00e4ufigsten auftritt. Und sie helfen Ihnen erst recht nicht dabei, die wirklichen Gr\u00fcnde des Knochenschwunds zu korrigieren.&#8220; <strong>Dr. Neal Barnard<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl die Milchindustrie eine Studie nach der anderen finanziert, um ihre Behauptungen zu beweisen, zieht Dr. John McDougall nach Auswertung aller verf\u00fcgbaren ern\u00e4hrungswissenschaftlichen Studien und Tatbest\u00e4nde den Schluss: \u201eDie Hauptursache f\u00fcr Osteoporose liegt in der extrem eiwei\u00dfhaltigen Ern\u00e4hrung der meisten US-Amerikaner heutzutage. Oder wie ein f\u00fchrender Forscher auf diesem Gebiet es ausdr\u00fcckte: ,Eine eiwei\u00dfreiche Ern\u00e4hrung bedeutet, sauren Regen auf Ihre Knochen zu gie\u00dfen.\u2019 Wenn Milchprodukte \u00fcberhaupt eine Auswirkung haben, dann besteht diese bemerkenswerterweise hierin: Sowohl klinische Untersuchungen als auch Bev\u00f6lkerungserhebungen legen deutlich nahe, dass Milchprodukte Osteoporose verursachen und nicht verhindern. Dass die Milchindustrie nichts ahnende Frauen und Kinder in Selbstzufriedenheit einlullt, wenn sie ihnen sagt: Trinkt mehr Milch, und euren Knochen geht es gut, zeugt vielleicht von gutem Gesch\u00e4ftssinn, erweist den Verbrauchern aber einen \u00e4u\u00dferst schlechten Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten V\u00f6lker der Welt konsumieren keine Kuhmilch, und doch tritt bei den meisten V\u00f6lkern der Welt nicht diese hohe Anzahl von Osteoporoseerkrankungen auf, die in den westlichen L\u00e4ndern \u00fcblich ist. In asiatischen L\u00e4ndern beispielsweise, wo der Konsum von Milchprodukten niedrig ist (und wo Frauen eher d\u00fcnn sind und feine Knochen haben \u2013 beides erkl\u00e4rte Risikofaktoren f\u00fcr Osteoporose), treten Knochenbr\u00fcche weitaus seltener auf als in den Vereinigten Staaten und in skandinavischen L\u00e4ndern, wo der Konsum von Milchprodukten erheblich h\u00f6her ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00fcfen Sie selbst die wissenschaftlichen Tatsachen:<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Studie, die vom National Dairy Council finanziert wurde, wurden einer Gruppe von Frauen nach den Wechseljahren \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren t\u00e4glich drei Gl\u00e4ser mit 220 ml Magermilch verabreicht, und ihre Knochen wurden mit den Knochen von Frauen aus einer Kontrollgruppe verglichen, denen keine Milch verabreicht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Milchprodukte-Gruppe konsumierte t\u00e4glich 1 400 mg Kalzium und verlor doppelt soviel Knochenmasse wie die Kontrollgruppe. Laut den Forschern \u201ek\u00f6nnte dies durch die durchschnittlich 30-prozentige Erh\u00f6hung des Eiwei\u00dfkonsums w\u00e4hrend der Milcheinnahme verursacht sein &#8230; \u00dcber die negative Auswirkung einer erh\u00f6hten Eiwei\u00dfaufnahme auf den Kalziumspiegel ist bereits von verschiedenen Labors berichtet worden, unseres eingeschlossen.&#8220; (Es werden dann noch 10 andere Studien aufgef\u00fchrt). McDougall meint hierzu: \u201e\u00dcberfl\u00fcssig zu sagen, dass dieses Ergebnis nicht bis zu den 8-Uhr-Nachrichten durchgedrungen ist.&#8220; Nach Durchsicht von 34 ver\u00f6ffentlichten Studien in 16 L\u00e4ndern fanden Forscher der Yale University heraus, dass die L\u00e4nder mit der h\u00f6chsten Osteoporoserate \u2013 darunter die USA, Schweden und Finnland \u2013 die L\u00e4nder sind, wo am meisten Fleisch, Milch und andere tierische Nahrungsmittel konsumiert werdens. Diese Studie zeigte ebenfalls, dass f\u00fcr Afroamerikaner, die durchschnittlich mehr als 1 000 mg Kalzium t\u00e4glich konsumieren, ein neunmal gr\u00f6\u00dferes Risiko besteht, eine H\u00fcftfraktur zu erleiden, als f\u00fcr schwarze S\u00fcdafrikaner, deren t\u00e4gliche Kalziumaufnahme nur 196 mg betr\u00e4gt. Dazu McDougall: \u201eGeht man nach den unterschiedlichen Nationen, so haben die Menschen, die das meiste Kalzium konsumieren, die schw\u00e4chsten Knochen und die h\u00f6chsten Osteoporoseraten. &#8230; Nur dort, wo Kalzium und Eiwei\u00df in relativ hohen Mengen konsumiert werden, existiert ein Mangel an Knochenkalzium, verursacht durch ein \u00dcberma\u00df von tierischem Eiwei\u00df.\u201c.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dr. T. Colin Campbell<\/strong>, weltweit f\u00fchrender epidemiologischer Forscher im Bereich Ern\u00e4hrung und Gesundheit, meint hierzu: \u201eDie Milchindustrie hat bereits seit den 20-er Jahren einen enormen Erfolg damit, ein Umfeld in praktisch allen Teilen unserer Gesellschaft zu kultivieren \u2013 von Forschung und Lehre bis zu Public Relations und Politik \u2013, das uns glauben macht, dass Kuhmilch und ihre Produkte wie vom Himmel fallendes Manna sind. Machen Sie sich dar\u00fcber keine falschen Vorstellungen: die Milchindustrie hat praktisch alle Informationen \u00fcber Gesundheit unter Kontrolle, die jemals an die \u00d6ffentlichkeit gelangen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die legend\u00e4re Nurses Health Study der Harvard University, bei der 78 000 Frauen \u00fcber 12 Jahre hinweg beobachtet wurden, zeigte, dass bei den Frauen, die das meiste Kalzium aus Milchprodukten zu sich nahmen, h\u00e4ufiger Knochenbr\u00fcche auftraten als bei denen, die nur selten Milch tranken. Der Lunar Osteoporosis Update (November 1997) fasst die Studie so zusammen: \u201eDas erh\u00f6hte Risiko f\u00fcr H\u00fcftfrakturen wurde mit Kalzium aus Milch in Verbindung gebracht. W\u00fcrde es sich um ein anderes Produkt als Milch handeln, die ja so aggressiv von der Milchindustrie vermarktet wird, w\u00fcrde es unzweifelhaft als Hauptrisikofaktor bezeichnet werden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Studie der National Institutes of Health der University of California, ver\u00f6ffentlicht im American Journal of Clinical Nutrition (2001), kam zu dem Ergebnis, dass \u201eFrauen, die das meiste Eiwei\u00df aus tierischen Nahrungsmitteln aufnahmen, eine dreifach h\u00f6here Knochenschwundrate und eine 3,7-fach h\u00f6here H\u00fcftfrakturrate aufwiesen als Frauen, die das meiste Eiwei\u00df aus pflanzlichen Quellen bezogen.&#8220; Obwohl die Forscher noch hinzuf\u00fcgten: \u201e\u2026 wir haben bisher nichts gefunden, das diese Verbindung erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Am Ergebnis \u00e4ndert es ohnehin nichts.&#8220; Die Schlussfolgerung der Studie: \u201eEine erh\u00f6hte Einnahme von pflanzlichem Eiwei\u00df und eine verringerte Einnahme von tierischem Eiwei\u00df k\u00f6nnen Knochenschwund und das Risiko einer H\u00fcftfraktur verringern.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Studie, ver\u00f6ffentlicht im American Journal of Clinical Nutrition (2000), untersuchte alle Aspekte der Ern\u00e4hrung und der Gesundheit der Knochen und kam zu dem Ergebnis, dass ein hoher Konsum von Obst und Gem\u00fcse die Gesundheit der Knochen positiv beeinflusste und dass Milchkonsum genau dies nicht tat. Derartige Ergebnisse sind f\u00fcr Ern\u00e4hrungsforscher nicht \u00fcberraschend: Laut Dr. Neal Barnard, Autor von Turn Off the Fat Genes (2001) und verschiedener anderer B\u00fccher \u00fcber Ern\u00e4hrung und Gesundheit, ist die Kalziumaufnahme von Gem\u00fcse genauso gut oder sogar besser als die von Milch. Die Kalziumaufnahme von Milch betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 30 Prozent, w\u00e4hrend die entsprechenden Zahlen f\u00fcr Brokkoli, Rosenkohl, Senfgem\u00fcse, R\u00fcben, Gr\u00fcnkohl und einiger anderer gr\u00fcner Blattgem\u00fcse zwischen 40 Prozent und 64 Prozent liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der \u00dcberpr\u00fcfung von Studien \u00fcber die Verbindung zwischen Eiwei\u00dfeinnahme und Kalziumverlust im Urin kam der Ern\u00e4hrungsforscher Robert P. Heaney zu dem Ergebnis, dass sich bei erh\u00f6htem Eiwei\u00dfkonsum ebenfalls der Kalziumverlust im Urin erh\u00f6ht (Journal of the American Dietetic Association, 1993): \u201eDieser Effekt wird seit mehr als 70 Jahren in verschiedenen unterschiedlichen Studien dokumentiert&#8220;, schreibt er und f\u00fcgt hinzu: \u201eDer Endeffekt besteht darin, dass, wenn die Eiwei\u00dfeinnahme verdoppelt wird, ohne dass die Einnahme anderer N\u00e4hrstoffe ver\u00e4ndert wird, der Kalziumgehalt des Urins um ungef\u00e4hr 50 Prozent ansteigt.&#8220;&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Forscher der University of Sydney und des Westmead Hospital entdeckten, dass der Konsum von Milchprodukten, besonders in der fr\u00fchen Lebensh\u00e4lfte, das H\u00fcftfrakturrisiko im Alter verst\u00e4rkt (American Journal of Epidemiology, 1994).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Inzwischen scheint klar zu sein, das Milch keine L\u00f6sung f\u00fcr Knochendichte ist. Ganz im Gegenteil ist sie Teil des Problems.&#8220; <strong>Dr. Charles Attwood<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Verbindung zwischen der Einnahme von tierischem Eiwei\u00df und der Anzahl der Knochenbr\u00fcche scheint genauso stark zu sein wie die Verbindung zwischen dem Rauchen von Zigaretten und Lungenkrebs.&#8220; <strong>Dr. T. Colin Campbell<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlussendlich kam eine Analyse aller seit 1985 durchgef\u00fchrten Forschungen, ver\u00f6ffentlicht im American Journal of Clinical Nutrition (2000), zu dem Schluss: \u201eWenn die Einnahme von Milchprodukten zur Gesundheit der Knochen beitragen soll, k\u00f6nnte man erwarten, dass sich dies in den 57 Ergebnissen niedergeschlagen haben muss, die u. a. zuf\u00e4llige kontrollierte Tests und Langzeitstudien mit 645 000 Personen beinhalteten.&#8220; Die Forscher beklagen sich, dass \u201ees bisher nur wenige sorgf\u00e4ltig ausgearbeitete Studien \u00fcber die Auswirkung von Milchprodukten auf die Gesundheit der Knochen gegeben hat&#8220; und folgern dann mit typisch wissenschaftlicher Zur\u00fcckhaltung, dass \u201edie Menge an wissenschaftlichen Beweisen unzureichend ist, um eine Empfehlung f\u00fcr die Einnahme von Milchprodukten zur Verbesserung der Gesundheit der Knochen der US-Bev\u00f6lkerung zu unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wir sehr wohl wissen, ist, dass die Osteoporoseraten deutlich abfallen, wenn K\u00f6rpergewicht, Sport und Kalorienaufnahme ansteigen. Als Best\u00e4tigung der Klagen der Forscher \u00fcber schlechte Studien wurde in lediglich drei Studien die Kalorienaufnahme in die Analyse miteinbezogen; zwei der Studien fanden keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Milchprodukten und Osteoporose. Die andere Studie zeigte eine positive Verbindung auf, d. h. je mehr Milch konsumiert wird, desto h\u00f6her ist das Knochenbruchrisiko (Harvard Nurses Study, siehe oben). In der oben angegebene Studie im American Journal of Clinical Nutrition (2000) wird argumentiert, dass solche Faktoren in jeder Studie \u00fcber Osteoporose und Knochendichte \u201ebesonders wichtig\u201c sind, da wir ganz sicher wissen, dass Kalorienaufnahme und K\u00f6rpergewicht positiv mit der Knochendichte in Verbindung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ignoriert die Milchindustrie diese Faktoren im Aufbau ihrer klinischen Studien, vielleicht weil Milchkonsumenten eher schwerer sind und mehr Kalorien aufnehmen als diejenigen, die weniger (oder gar keine) Milchprodukte konsumieren? Es ist bemerkenswert, dass die Milchindustrie nicht die Ergebnisse bekommen kann, nach denen sie sucht, da der Milchkonsum tats\u00e4chlich eher dazu f\u00fchrt, dass die Menschen zunehmen. Obwohl Milchforscher diesen Faktor ignorieren, zeigen die meisten Studien keine Verbindung, und einige deuten an, dass Milch Osteoporose verursacht. Wenn die Tendenz gekl\u00e4rt w\u00e4re, dass diejenigen, die mehr Milchprodukte konsumieren, eher schwerer sind und mehr Kalorien aufnehmen, w\u00fcrden dann die Studien, die keine Verbindung feststellen, aufzeigen, dass Milchkonsum tats\u00e4chlich Osteoporose verursacht, wie z. B. die Studie der Harvard School of Public Health? Dies w\u00fcrde die klinischen Analysen mit den Analysen aus Bev\u00f6lkerungsstudien in Einklang bringen, die klar aufzeigen, dass erh\u00f6hter Konsum von Milchprodukten mit einem erh\u00f6hten Osteoporoserisiko in Verbindung steht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was kann man also f\u00fcr starke Knochen tun?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osteoporose ist eine furchtbare Krankheit, und obwohl es deutliche Beweise daf\u00fcr gibt, dass Milchkonsum sie nicht verhindert, garantiert allein das Weglassen von Milchprodukten auch nicht, dass Sie nicht auch davon betroffen werden. Und wenn Sie, wie die meisten Menschen, die kein Fleisch und keine Milchprodukte konsumieren, schlank sind, sollten Sie sich auf jeden Fall um die Gesunderhaltung Ihrer Knochen Gedanken machen (und daf\u00fcr etwas tun).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">N\u00fctzlich f\u00fcr starke Knochen sind auf jeden Fall:<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Ausreichend Vitamin D (Wenn Sie sich nie in der Sonne aufhalten, nehmen Sie auf jeden Fall eine Nahrungserg\u00e4nzung oder essen Sie angereicherte Lebensmittel).<\/li><li>Weglassen von tierischem Eiwei\u00df (aus verschiedenen Gr\u00fcnden verursacht tierisches Eiwei\u00df schweren Knochenverfall).<\/li><li>Einschr\u00e4nkung des Alkoholkonsums (Alkohol ist Gift f\u00fcr die Zellen, die die Knochen bilden, und hemmt die Aufnahme von Kalzium).<\/li><li>Einschr\u00e4nkung des Salzkonsums (Natrium sp\u00fclt Kalzium aus den Knochen)<\/li><li>Nichtrauchen (Studien haben gezeigt, dass Frauen, die eine Packung Zigaretten pro Tag rauchen, in den Wechseljahren eine 5 bis 10 Prozent geringere Knochendichte haben als Nichtraucher).<\/li><li>Viel Sport treiben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass k\u00f6rperliche Bewegung der Schl\u00fcssel f\u00fcr den Aufbau von starken Knochen ist (wichtiger als jeder andere Faktor). Beispielsweise kam eine Studie, ver\u00f6ffentlicht im British Medical Journal, die 1 400 M\u00e4nner und Frauen \u00fcber 15 Jahre hinweg beobachtet hat, zu dem Ergebnis, dass Sport der beste Schutz gegen H\u00fcftfrakturen sein kann und dass \u201edie reduzierte Einnahme von Kalzium kein Risikofaktor zu sein scheint.&#8220; Und Forscher der Penn State University fanden heraus, dass die Knochendichte deutlich davon beeinflusst wird, wie viel Sport M\u00e4dchen in ihren Teenagerjahren treiben, in denen sich 40 bis 50 Prozent ihrer Skelettmasse entwickeln. \u00dcbereinstimmend mit vorherigen Forschungen zeigte die Penn-State-Studie, ver\u00f6ffentlicht in Pediatrics (2000), der Zeitschrift der American Academy of Pediatrics, dass die Einnahme von Kalzium, die von 500 bis 1 500 mg pro Tag reichte, keine dauerhafte Auswirkung auf die Gesundheit der Knochen hat. \u201eWir hatten die Hypothese aufgestellt, dass eine erh\u00f6hte Kalziumeinnahme ein besseres Knochenwachstum bei Heranwachsenden zur Folge haben w\u00fcrde. \u00dcberfl\u00fcssig zu sagen, dass wir \u00fcberrascht waren, dass unsere Hypothese widerlegt wurde&#8220;, erkl\u00e4rt einer der Forscher.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung:<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Milchtrinken tr\u00e4gt zum Profit der Milchproduzenten bei, aber wie die oben genannten Studien zeigen, schadet es Ihren Knochen wahrscheinlich eher als dass es ihnen hilft. Dar\u00fcber hinaus werden Milchprodukte mit allen m\u00f6glichen anderen Problemen in Verbindung gebracht, darunter Fettleibigkeit, Herzkrankheiten und Krebs (Brustkrebs und Prostatakrebs eingeschlossen), und sind wahrscheinlich auch noch mit Spuren von Antibiotika, Hormonen und anderen Chemikalien verseucht, darunter Dioxin, eine der giftigsten dem Menschen bekannten Substanzen. (Die Washington Post berichtete, dass \u201edie neueste EPA-Studie zu dem Schluss kommt, dass Menschen, die selbst kleine Mengen an Dioxin in fettigen Nahrungsmitteln und Milchprodukten konsumieren, einem Krebsrisiko von 1 zu 100 ausgesetzt sind. Sie k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus noch andere Probleme entwickeln, wie beispielsweise Konzentrationsschwierigkeiten, Lernunf\u00e4higkeit, Infektionsanf\u00e4lligkeit und Lebererkrankungen&#8220; (April 12, 2001).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kalzium ist nat\u00fcrlich ein lebenswichtiges Mineral, und es ist m\u00f6glich, einen Kalziummangel zu haben. Laut Dr. Neal Barnard, Vorsitzender des Physicians Committee for Responsible Medicine, \u201eist insbesondere Milch eine schlechte Absicherung gegen Knochenbr\u00fcche. Die ges\u00fcndesten Kalziumquellen sind gr\u00fcnes Blattgem\u00fcse und H\u00fclsenfr\u00fcchte. Sie m\u00fcssen nicht riesige Portionen Gem\u00fcse oder Bohnen essen, um genug Kalzium zu bekommen, aber Sie sollten beides regelm\u00e4\u00dfig in den Mahlzeiten verwenden. Wenn Sie extra viel Kalzium aufnehmen wollen, sind angereicherte Orangen-, Apfel- oder Grapefruits\u00e4fte eine gute Wahl.&#8220; .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Menschen ist es ebenso sinnlos, die Muttermilch von K\u00fchen zu trinken wie die Muttermilch von Ratten, Katzen, Hunden, Giraffen oder anderer S\u00e4getiere. Die Natur hat die Muttermilch des Menschen f\u00fcr Menschenbabys geschaffen, die Muttermilch von K\u00fchen f\u00fcr K\u00e4lber und so weiter. Der verstorbene Dr. Benjamin Spock kommt in Baby and Child Care (dem Bestseller der letzten 50 Jahre in den Vereinigten Staaten nach der Bibel), zu der Empfehlung, dass niemand Kuhmilch konsumieren sollte und nach der Auflistung einer Unzahl von Krankheiten, die mit Milchkonsum in Verbindung stehen (Herzkrankheiten, Krebs, Fettleibigkeit, Antibiotikaresistenz, Eisenmangel, Asthma, Ohrinfektionen, Hautzust\u00e4nde, Magenschmerzen, Bl\u00e4hungen und Durchfall) zu dem Schluss: \u201eIn der Natur trinken Tiere nach dem Aufwachsen keine Milch mehr, und das ist auch der normale Verlauf beim Menschen. Kinder halten ihren Kalziumspiegel besser, wenn ihr Eiwei\u00df aus pflanzlichen Quellen stammt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dr. Spock empfiehlt menschliche Muttermilch f\u00fcr Menschenbabys, wie die Natur es vorsieht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Links zu weiteren Informationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/vitalstoffe\/liste-mit-erkrankungen-und-den-fuer-eine-behandlung-indizierten-wirkstoffen\/\">Liste mit alphabetisch geordneten Erkrankungen und den f\u00fcr eine Behandlung indizierten Wirkstoffen<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obgleich Osteoporose bei \u00e4lteren Personen auftritt, beginnt die Vorbeugung fr\u00fch im Leben. Das Altern f\u00fchrt dazu, dass die Knochen Mineralstoffe verlieren und nach und nach d\u00fcnner und zerbrechlich werden. 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