{"id":4895,"date":"2020-03-11T12:05:53","date_gmt":"2020-03-11T11:05:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4895"},"modified":"2020-04-02T11:13:38","modified_gmt":"2020-04-02T09:13:38","slug":"antiepileptika-mittel-zur-behandlung-von-epilepsie-und-vitalstoffe","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/medikamente-und-vitalstoffe\/antiepileptika-mittel-zur-behandlung-von-epilepsie-und-vitalstoffe\/","title":{"rendered":"Antiepileptika (Mittel zur Behandlung von Epilepsie) und Vitalstoffe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wechselwirkungen von Medikamenten und Mikron\u00e4hrstoffen und was man unbedingt dar\u00fcber wissen sollte!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Menschen nehmen Medikamente und viele Menschen nehmen \nNahrungserg\u00e4nzungsmittel, aber viele Menschen, die Medikamente nehmen \nwissen gar nicht, dass sie besser auch Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nehmen \nsollten. Und Einige, derer die Medikamente nehmen, sollten bestimmte \nNahrungs- erg\u00e4nzungsmittel besser nicht nehmen. Viele Medikamente und \nviele Krankheiten verbrauchen in gro\u00dfer Quantit\u00e4t spezifische \nMikron\u00e4hrstoffe. Das f\u00fchrt dazu, dass sich mit der Zeit zu dem \neigentlichen Leiden noch ein eigentlich vermeidbarer Kollateralschaden \nentsteht, der die Gesundheit zus\u00e4tzlich beeintr\u00e4chtigt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass und welche Interaktionen \nzwischen Medikamenten und Mikron\u00e4hrstoffen bestehen. Die durch einen \nMangel an Mikron\u00e4hrstoffen auftretenden Symptome k\u00f6nnen erkannt werden \nund geben einen ersten Hinweis, welche Vitalstoffe man zum Ausgleich \neinnehmen sollte. Wir haben auf unseren Seiten zu den besonders h\u00e4ufig \nverschrieben Arzneimitteln die Interaktionen zu Vitalstoffen \n(Mikron\u00e4hrstoffen) zusammen gestellt. Wenn Sie Medikamente einnehmen, \nsollten Sie diese Liste f\u00fcr sich studieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00f6chten Ihnen aber einen sehr dringenden Rat mit auf den Weg  geben: Verwenden Sie diese Informationen nicht, um Ihre Medikation  eigenh\u00e4ndig zu ver\u00e4ndern. Nutzen Sie die Informationen, um mit dem Arzt  oder Therapeuten Ihres Vertrauens Ihre besondere Situation zu  besprechen. Wir geben Ihnen unten einen Literaturhinweis zu einem Buch  von Uwe Gr\u00f6ber. Ihr Arzt wird Ihnen dankbar sein, wenn Sie ihn auf  dieses Buch hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was sind Antiepileptika?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie werden auch bezeichnet als: Antikonvulsiva; Epilepsie-Medikamente; Mittel gegen Epilepsie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Antiepileptika dienen sowohl zur Behandlung (Kupierung) des akuten  epileptischen Anfalls als auch zur Vorbeugung (Prophylaxe) weiterer  Anf\u00e4lle im beschwerdefreien Zeitraum.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verwendete Wirkstoffe in Antiepileptika<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Carbamazepin <\/li><li>Clomethiazol<\/li><li>Eslicarbazepin<\/li><li>Gabapentin<\/li><li>Lacosamid<\/li><li>Lamotrigin&nbsp;<\/li><li>Levetiracetam&nbsp;<\/li><li>Oxcarbazepin<\/li><li>Phenobarbital<\/li><li>Phenytoin<\/li><li>Pregabalin<\/li><li>Primidon<\/li><li>Sultiam<\/li><li>Topiramat<\/li><li>Valproins\u00e4ure<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Anwendungsgebiete der Antiepileptika<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Antiepileptika werden zur Behandlung von Epilepsien, also \nKrampfanf\u00e4llen des Gehirns, angewendet. Diese Krampfanf\u00e4lle beruhen auf \neiner \u00fcberschie\u00dfenden elektrischen Nervent\u00e4tigkeit im Gehirn, die seine \nFunktion gewisserma\u00dfen in einem &#8222;Blitzgewitter&#8220; durcheinanderbringt. Bei\n manchen Patienten k\u00fcndigt sich ein Anfall durch eine so genannte &#8222;Aura&#8220;\n an, bei der es zu Sinnest\u00e4uschungen wie Farbensehen oder \nau\u00dfergew\u00f6hnlichen Geruchswahrnehmungen kommt. Die Aura dauert von \neinigen Sekunden bis Minuten an. Dann verlieren die Patienten das \nBewusstsein, brechen zusammen, bei\u00dfen sich auf die Zunge, die Muskeln \nzucken, Blase und Darm entleeren sich. Je nach Art und Auspr\u00e4gung des \nLeidens treten nicht immer alle diese Erscheinungen zusammen auf. Die \nAnf\u00e4lle k\u00f6nnen von leichten Bewusstseinstr\u00fcbungen (Absencen) bis zu dem \ngeschilderten Bild eines &#8222;Grand-Mal&#8220;-Anfalls reichen. Geschehen mehrere \nAnf\u00e4lle hintereinander oder h\u00f6rt ein Anfall nicht mehr auf, spricht man \nvom Status epilepticus, der sogar t\u00f6dlich sein kann. Bei allen Arten \nepileptischer Anf\u00e4lle geht immer Nervensubstanz zugrunde, weshalb die \nAnf\u00e4lle unbedingt abgebrochen (kupiert) oder am besten ganz verhindert \nwerden m\u00fcssen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auswahl eines Antiepileptikums h\u00e4ngt davon ab, welche Art von Anf\u00e4llen behandelt werden soll.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Valproins\u00e4ure,\n Lacosamid und Lamotrigin sind vielf\u00e4ltig einsetzbar, man kann mit ihnen\n generalisierte (das gesamte Gehirn betreffende) sowie fokale (nur \ngewisse Gehirnregionen betreffende) Anf\u00e4lle und auch den Status \nepilepticus behandeln. Auch Phenytoin ist bei diesen Krankheitsbildern \nanzuwenden.<\/li><li>Carbamazepin und Sultiam eignen sich eher f\u00fcr fokale (nur gewisse Gehirnregionen betreffende) Anf\u00e4lle.<\/li><li>Ethosuximid wird insbesondere bei Absencen verwendet.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben\n den klassischen Antiepileptika z\u00e4hlen auch einige Substanzen der \nBenzodiazepine und Barbiturate zu der Wirkstoffgruppe der \nEpilepsie-Mittel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Antiepileptika werden aber nicht nur klassische Epilepsien \nbehandelt. Sie werden ferner bei noch sechs weiteren Gelegenheiten \neingesetzt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bei Fieberkr\u00e4mpfen, die zu den epileptischen \nAnf\u00e4llen gerechnet werden und meist bei Kleinkindern auftreten. Hierzu \nbevorzugt man die Benzodiazepine, von denen einige neben ihren anderen \nWirkungen auch eine antiepileptische, also krampfl\u00f6sende Wirkung \naufweisen (zum Beispiel Diazepam).<\/li><li>Zur Vermeidung von Krampfanf\u00e4llen bei Gehirnoperationen. In diesen F\u00e4llen wird insbesondere der Wirkstoff Phenytoin gegeben.<\/li><li>Bei\n so genannten neurogenen Schmerzanf\u00e4llen (Schmerzen mit nervlicher \nUrsache), die zum Beispiel durch Trigeminus-Neuralgie oder diabetische \nNeuropathie entstehen. Bei diesen Anwendungen kommen besonders \nCarbamazepin und Phenytoin zum Einsatz.<\/li><li>Bei anfallartig \nauftretenden nervlichen Missempfindungen (Par\u00e4sthesien) sowie \nSensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen. Auch hier wird mit Carbamazepin behandelt.<\/li><li>Zur Vermeidung von Krampfanf\u00e4llen beim Alkoholentzug durch den Einsatz von Carbamazepin.<\/li><li>Vor Operationen zur Vorbereitung auf die Narkose (zum Beispiel mit dem Barbiturat Phenobarbital).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">So wirken Antiepileptika<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nerven haben gewisserma\u00dfen eine eingebaute Sicherung: Erst ab einer \nbestimmten Reizst\u00e4rke leiten sie das Signal weiter. Bei Epilepsien ist \ndiese so genannte Reiz- oder Krampfschwelle erniedrigt. So k\u00f6nnen Reize,\n die Gesunde nicht weiter beeintr\u00e4chtigen, zu Anf\u00e4llen f\u00fchren. Sehr \ndeutlich wird dies zum Beispiel bei Jugendlichen, die eine Discothek \nbesuchen. Hier sind Epileptiker besonders gef\u00e4hrdet: Die Musik und \nLichtblitze aus Scheinwerfern, Reflexe auf Spiegeln oder Spiegelkugeln \n\u00fcberreizen sie so, dass ein Anfall ausgel\u00f6st werden kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Antiepileptika erh\u00f6hen die erniedrigte Krampfschwelle und verringern \ndie erh\u00f6hte Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn. Dabei verhindern \nsie entweder die Entstehung einer \u00fcbersteigerten Nervenentladung oder \nderen Ausbreitung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie die Wirkung vieler Antiepileptika zustande kommt, ist oft nicht genau bekannt. Drei Wirkmechanismen sind aber nachgewiesen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wirkungen\n auf die Botenstoffe im Nervensystem (Neurotransmitter). \nGamma-Amino-Butters\u00e4ure (GABA) ist der wichtigste anfallhemmende \nBotenstoff (Neurotransmitter) im Gehirn. Dessen Wirkung und Wirkdauer \nverst\u00e4rken Benzodiazepine und Barbiturate. Zu den hierf\u00fcr eingesetzten \nBenzodiazepinen geh\u00f6ren unter anderem Clonazepam, Clobazam, Diazepam und\n Midazolam. Antiepileptisch wirkende Barbiturate sind besonders \nPhenobarbital und Primidon.<\/li><li>Wirkungen auf die Mineralstoffe \nNatrium und Calcium, die bei der Freisetzung von Botenstoffen eine Rolle\n spielen. Der Einstrom von Natrium in die Nervenzellen des Gehirns ist \nf\u00fcr die Weiterleitung von Erregungen und Reizen von gro\u00dfer Bedeutung. \nDie Blockade oder Verringerung des Natriumeinstroms unterdr\u00fcckt die \nReizweiterleitung.Carbamazepin, Eslicarbazepin und Phenytoin wirken \nausschlie\u00dflich \u00fcber diesen Mechanismus. Auch bei Valproins\u00e4ure, \nGabapentin, Lacosamid und Lamotrigin ist die Hemmung des \nNatriumeinstroms die haupts\u00e4chliche Wirkursache.Der Sehh\u00fcgel (oder \nThalamus) ist im Gehirn eine wichtige Umschaltstelle f\u00fcr Nervenreize aus\n Umwelt und Innenwelt. F\u00fcr die Reizweiterleitung an dieser Stelle ist \nauch ein Calciumeinstrom in die Nervenzellen wichtig. Die Antiepileptika\n Ethosuximid und Trimethadion, zum Teil auch die Valproins\u00e4ure hemmen \ndiesen Calciumeinstrom und damit die Reizausbreitung.<\/li><li>Sultiam \ngeh\u00f6rt chemisch zu den Sulfonamiden. Von der Struktur her bestehen keine\n Gemeinsamkeiten mit anderen Antiepileptika. Der Wirkmechanismus ist \nnicht vollst\u00e4ndig aufgekl\u00e4rt. Man wei\u00df jedoch, dass es im Gehirn das \nEnzym Carboanhydrase hemmt. Die damit erreichte Ans\u00e4uerung des Gewebes \nscheint auch das Gleichgewicht der erregenden und hemmenden Botenstoffe \nzu beeinflussen. Weiterhin reduziert Sultiam den Natriumeinstrom in die \nNervenzelle und setzt so die Erregbarkeit der Nervenzelle herab. Der \nkrampfl\u00f6sende Effekt von Sultiam ist wissenschaftlich nicht sehr gut \nbelegt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei vielen Antiepileptika ist eine m\u00fcde machende \n(sedierende) Wirkung gegeben, besonders bei Benzodiazepinen und \nBarbituraten muss dies beachtet werden. Phenytoin darf aufgrund seiner \nausgepr\u00e4gten Herzwirkung nicht bei bestimmten Herzerkrankungen mit \nverlangsamtem Herzschlag angewendet werden. Auch Carbamazepin ist bei \ndiesen Herzerkrankungen sowie bei schweren Leberfunktionsst\u00f6rungen \nverboten. Lamotrigin darf ebenfalls nicht bei Leber-, aber auch nicht \nbei Nierenfunktionsst\u00f6rungen eingesetzt werden. Die Behandlung mit \nSultiam ist nur bei schweren Nierensch\u00e4den nicht erlaubt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Antiepileptika meist l\u00e4ngerfristig eingenommen werden m\u00fcssen, ist \nbei den meisten eine regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle der Blutwerte erforderlich. \nWechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind h\u00e4ufig und m\u00fcssen im \nEinzelfall abgekl\u00e4rt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Antiepileptika in der  Schwangerschaft das Ungeborene sch\u00e4digen. So lange solche Medikamente  eingenommen werden, darf keine Schwangerschaft eintreten. Da viele Antiepileptika aber auch die Wirksamkeit von hormonalen  Verh\u00fctungsmitteln (&#8222;Pille&#8220;) vermindern, muss die  Schwangerschaftsverh\u00fctung gegebenenfalls durch ein Kondom oder Pessar  erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antiepileptika und Vitamin D<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin D \u2013 Mangel durch Antiepileptika.(z.B. Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Valproins\u00e4ure)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abnahme der Knochendichte und \u2013 Zellproliferation, erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Frakturen und Osteomalazie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prophylaktisch wird regelm\u00e4\u00dfige Supplementierung von t\u00e4glich 500 \u2013 \n2000 IE Vitamin D per os und knochenwirksamer Mikron\u00e4hrstoffe (z.B. \nCalcium, Zink, Vitamin K) empfohlen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei St\u00f6rungen des Knochenstoffwechsels 2000-4000 IE Vitamin D\/Tag, \nbei schweren antiepileptikainduzierten Osteopathien 10.000 IE Vitamin D \npro Tag f\u00fcr 2-3 Monate.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle (alle 6 Monate) wird empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antiepileptika und Fols\u00e4ure<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fols\u00e4uremangel durch Antiepileptika.(z.B. Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Valproins\u00e4ure)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da auch der Status anderer B-Vitamine gest\u00f6rt werden kann empfiehlt \nsich die Fols\u00e4uresubstitution in Form eines Vitamin-B-Komplexes.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">WICHTIG: Fols\u00e4ure kann in Dosen \u2265 1mg\/d den oxidativen Phenytoinabbau  beschleunigen und dadurch die antiepileptische Wirkung abschw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antiepileptika und Homocystein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Antiepileptikainduzierte Hyperhomocystein\u00e4mie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter der Therapie mit Antiepileptika.(z.B. Carbamazepin,  Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Valproins\u00e4ure) empfielt sich die  Supplementierung von Fols\u00e4ure (o,4-1mg tgl.) in Kombination mit Vitamin  B6 und B12, um einem medikationsbedingten Anstieg der Homocysteinspiegel  entgegen zu wirken.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Phenytoin und Fols\u00e4ure<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fols\u00e4ure kann in h\u00f6heren Dosen die antiepileptische Wirkung von Phenytoin abschw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antiepileptika und Vitamin K<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K \u2013 Mangel durch Antiepileptika.(z.B. Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Valproins\u00e4ure)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Vitamin K auch f\u00fcr den Knochenstoffwechsel wichtig ist, wird bei \nder Therapie mit Antiepileptika generell eine regelm\u00e4\u00dfige \nVitamin-K-Zufuhr (100-1000microgramm\/Tag, p.o.) zusammen mit anderen \nknochenwirksamen Mikron\u00e4hrstoffen (Vitamin D, Calcium, Zink) empfohlen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwangere: Zur Pr\u00e4vention von Vitamin-K-Mangelblutungen beim \nNeugeborenen sollten Schwangere, die Antiepileptika (auch \nAntituberkulotika) einnehmen, 48 h bis einige Stunden vor der Entbindung\n 10 bis 20 mg Vitamin K1 oral (oder 2 bis 5 mg intramuskul\u00e4r) erhalten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neugeborene: Neugeborene von M\u00fcttern, die mit Antiepileptika  behandelt werden, sollten 1 mg Phytomenadion kurz nach der Geburt  intramuskul\u00e4r erhalten. (Fr\u00fchgeborene etwa 0,4mg Phytomenadion pro kg  KG). Bei Bedarf weitere Gaben in Abh\u00e4ngigkeit des klinischen Bildes und  des Gerinnungsstatus.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Valproins\u00e4ure und L-Carnitin<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Iatrogener Carnitinmangel durch Valproins\u00e4ure.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter der Therapie mit Valproins\u00e4ure (vor allem bei Kindern) empfiehlt sich die regelm\u00e4\u00dfige adjuvante Gabe von L-Carnitin (25-100  mg\/kg KG\/d, p.o.)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literaturhinweise<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Tabelle stammt aus dem Buch von <em>Uwe Gr\u00f6ber<\/em> mit dem Titel <em>\u201eInteraktionen, Arzneimittel und Mikron\u00e4hrstoffe\u201c, ISDN  978-3-8047-2375-7, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart<\/em>.  F\u00fcr eine Vertiefung der Informationen empfehlen wir den Kauf des Buches. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text ist zum Teil ver\u00e4ndert, bzw. erg\u00e4nzt mit weiteren, uns vorliegenden Informationen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wichtiger Hinweis und Warnung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollten Sie bei der Durchsicht dieser Aufstellungen Beschreibungen  finden, die auf ihre Situation passen, konsultieren Sie bitte ihren Hausarzt. Ver\u00e4ndern Sie bitte nicht eigenst\u00e4ndig ihre Medikation, die  Folgen k\u00f6nnten dramatisch sein. Sprechen Sie die Supplementierung mit  Mikron\u00e4hrstoffen mit ihrem Arzt \/ Therapeuten ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wechselwirkungen von Medikamenten und Mikron\u00e4hrstoffen und was man unbedingt dar\u00fcber wissen sollte! 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