{"id":4878,"date":"2020-03-11T11:22:57","date_gmt":"2020-03-11T10:22:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4878"},"modified":"2020-04-02T11:16:10","modified_gmt":"2020-04-02T09:16:10","slug":"auswirkungen-synthetischer-hormone-auf-ihren-koerper","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/medikamente-und-vitalstoffe\/auswirkungen-synthetischer-hormone-auf-ihren-koerper\/","title":{"rendered":"Auswirkungen synthetischer Hormone auf Ihren K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland verwenden etwa 6 Millionen Frauen orale Kontrazeptiva. Die Antibabypille,  umgangssprachlich auch kurz \u201edie Pille\u201c genannt ist damit das am  h\u00e4ufigsten verwendete Verh\u00fctungsmittel. \u00dcber 70 % der Frauen zwischen 20  und 29 Jahren nehmen die Pille, bei Frauen \u00fcber 30 sind es mehr als 40 %.  Mittlerweile wird die Pille auch zunehmend jungen M\u00e4dchen verschrieben,  nicht prim\u00e4r zur Verh\u00fctung, sondern gegen Menstruationsbeschwerden  (PMS) oder unreine Haut. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antibabypille ist ein t\u00e4glich oral einzunehmendes, synthetisches \nHormonpr\u00e4parat, das die weiblichen Hormone \u00d6strogen und Gestagen in \nunterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung enth\u00e4lt. Eine Pille ohne\n \u00d6strogene ist die sogenannte \u201eMinipille\u201c.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der Antibabypille begann 1951 in Mexiko, als dem  Chemiker Carl Djerassi (1923\u20132015) die synthetische Herstellung des  Progesteron-\u00e4hnlichen Wirkstoffs Norethisteron (Norethindron) gelang.  Eine erste Verh\u00fctungspille wurde 1956 im Rahmen von ethisch fragw\u00fcrdigen  Versuchen, die u.a. von Gregory Pincus (1903\u20131967) durchgef\u00fchrt wurden,  an armen Bev\u00f6lkerungsschichten in Puerto Rico erprobt. Die nachfolgende  Forschung f\u00fchrte letztlich zur Herstellung der ersten Antibabypille,  die 1960 in den USA auf den Markt kam. Das Berliner Pharmaunternehmen  Schering brachte 1961 die erste Pille (Anovlar\u00ae) auf den westdeutschen  Markt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirkmechanismus der Antibabypille<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hormone in der Pille haben folgende Wirkungen, die alle zusammen eine Schwangerschaft verhindern:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>In den Eierst\u00f6cken wird der Eisprung unterdr\u00fcckt.<\/li><li>Der Schleim im Geb\u00e4rmutterhals wird fester, so dass keine Samenzellen in die Geb\u00e4rmutter kommen.<\/li><li>Der Transport von Samenzelle und Eizelle im Eileiter wird gest\u00f6rt.<\/li><li>Die Geb\u00e4rmutterschleimhaut wird ver\u00e4ndert, so dass sich dort keine befruchtete Eizelle einnisten kann.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein  solch massiver Eingriff in den Hormonhaushalt ist nat\u00fcrlich nicht ohne  Nebenwirkungen.Viele \u00c4rzte und Patientinnen untersch\u00e4tzen die m\u00f6glichen  Nebenwirkungen der Pille. Die meisten Frauen kennen, die durch die Pille verursachte erh\u00f6hte Thrombosegefahr oder das h\u00f6here Risiko an Brust-  oder Geb\u00e4rmutterhalskrebs zu erkranken. \u00dcber diese Risiken kl\u00e4rt der  Arzt auch auf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erh\u00f6hte Thrombosegefahr durch die Einnahme der Antibabypille<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe der Europ\u00e4ischen  Arzneimittel-Agentur EMA hat das Thromboserisiko pro 100.000 Frauen pro Jahr wie folgt kalkuliert: <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>5-10 bei nicht schwangeren Frauen, die keine Antibabypille nehmen<\/li><li>20 bei Frauen, die eine Antibabypille nehmen, die Levonorgestrel enth\u00e4lt (\u201ePille der zweiten Generation\u201c)<\/li><li>40 bei Frauen, die eine Antibabypille einnehmen, die Desogestrel, Gestoden  (\u201ePille der dritten Generation\u201c) oder Drospirenon&nbsp; (\u201ePille der vierten  Generation\u201c) enth\u00e4lt<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Blick auf die \nVerordnungsdaten f\u00e4llt auf, dass gerade die neueren und moderneren \nPr\u00e4parate der 3. und 4. Generation wesentlich h\u00e4ufiger verordnet werden \nals die Pillen der 2. Generation. Dass vor allem diese neueren Pillen \ndas Risiko f\u00fcr lebensbedrohliche Thrombosen stark erh\u00f6hen wurde auch im \naktuellen Pillenreport der Universit\u00e4t Bremen in Zusammenarbeit mit der \nTechniker Krankenkasse gezeigt und best\u00e4tigt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wesentlich h\u00e4ufiger als eine Thrombose sind Nebenwirkungen die das \nt\u00e4gliche Leben der Frauen betreffen. \u00dcber diese Nebenwirkungen wird \nmeist nicht aufgekl\u00e4rt.&nbsp; Dazu z\u00e4hlen insbesondere Stimmungsschwankungen \neinschlie\u00dflich Depressionen und Kopfschmerzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Auf dem Beipackzettel eines oralen Kontrazeptivums findet man u.a. folgende Informationen:<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m\u00fcssen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bedeutsame Nebenwirkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Einnahme der \u201ePille&#8220; ist mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr die Bildung von  Blutgerinnseln, Lebergeschw\u00fclsten, Geb\u00e4rmutterhalskrebs und die Diagnose  von Brustkrebs verbunden. <\/li><li>Die h\u00e4ufigsten Nebenwirkungen (mehr  als 1 von 10 Anwenderinnen), die mit der Einnahme der &#8222;Pille&#8220; mit den  Wirkstoffen Ethinylestradiol und Levonorgestrel verbunden sind, sind  Kopfschmerzen (einschlie\u00dflich Migr\u00e4ne), Schmier- und Zwischenblutungen.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>H\u00e4ufige Nebenwirkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stimmungsschwankungen, einschlie\u00dflich Depression, Nervosit\u00e4t, \nBenommenheit, Schwindel, \u00c4nderungen des Geschlechtstriebs (Libido), \nEntz\u00fcndungen der Scheide (einschlie\u00dflich Pilzbefall (Candidiasis)), \n\u00dcbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Akne, Brustschmerzen, \nEmpfindlichkeit der Br\u00fcste, Fl\u00fcssigkeitseinlagerung im Gewebe (\u00d6deme), \nGewichtsver\u00e4nderungen (Zunahme oder Abnahme)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gelegentliche Nebenwirkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4nderungen des Appetits (Zunahme oder Abnahme), Blutdruckerh\u00f6hung, Ver\u00e4nderungen der Blutfettspiegel, gelblich-braune Flecken auf der Haut  (Chloasma) m\u00f6glicherweise bleibend, vermehrte K\u00f6rper- und Gesichtsbehaarung, Haarausfall <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seltene Nebenwirkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verminderte F\u00e4higkeit zum Abbau von Traubenzucker  (Glukoseintoleranz), Abnahme der Fols\u00e4urespiegel im Blut (die  Fols\u00e4urespiegel k\u00f6nnen durch die \u201ePille&#8220; vermindert sein. Im Falle einer  Schwangerschaft, die kurz nach Absetzen der \u201ePille&#8220; eintritt, k\u00f6nnen erniedrigte Fols\u00e4urespiegel von Bedeutung sein). <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Viele Nebenwirkungen von oralen Kontrazeptiva k\u00f6nnen direkte oder \nindirekte Folgen \u00f6strogeninduzierter Vitamin- und Mineralstoffdefizite.\n<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Kontrazeptiva zu  Mikron\u00e4hrstoffdefiziten f\u00fchren k\u00f6nnen. Betroffen sind Fols\u00e4ure, Vitamin  B2, B6, B12, Vitamin C sowie Magnesium und Zink. Informiert wird dar\u00fcber meist nicht!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Welche Vitamine und Mineralstoffe werden w\u00e4hrenden der Einnahme der Antibabypille vermehrt ben\u00f6tigt?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antibabypille erh\u00f6ht den Bedarf an B-Vitaminen (insbesondere  Fols\u00e4ure und B6) und Vitamin C. Sie beeintr\u00e4chtigt den N\u00e4hrstoffhaushalt  der Mineralstoffe Zink und Magnesium.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Vitamin B-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den B-Vitaminen geh\u00f6ren acht Vitamine (Vitamine B1, B2, B3, B5, \nB6, B12, Biotin und Fols\u00e4ure) mit unterschiedlichen chemischen und \npharmakologischen Eigenschaften. Die B-Vitamine kommen in allt\u00e4glichen \ntierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor (z. B. Getreide, Gem\u00fcse, \nH\u00fclsenfr\u00fcchte, Fleisch, Fisch, Milchprodukten). Eine Ausnahme stellt \nVitamin B12 dar, welches in relevanten Mengen ausschlie\u00dflich in \ntierischen Lebensmitteln enthalten ist. Mit Ausnahme von Vitamin B12 und\n in Ma\u00dfen Vitamin B3 kann der menschliche K\u00f6rper die wasserl\u00f6slichen \nB-Vitamine nicht speichern. Der Mensch ist also auf eine regelm\u00e4\u00dfige \nZufuhr \u00fcber die Nahrung angewiesen. Ein \u00dcberschuss wird \u00fcber den Urin \nausgeschieden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B-Vitamine sind f\u00fcr den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiwei\u00dfstoffwechsel  sowie die k\u00f6rpereigene Energiegewinnung essenziell. Als Cofaktoren sind  sie f\u00fcr Funktion von bestimmten Enzymen unerl\u00e4sslich. Ein Mangel kann  die Haut, die Schleimh\u00e4ute, das Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System  und den Magen-Darm-Trakt betreffen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Vitamin B6 (Pyridoxin)-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frauen, die die Antibabypille nehmen haben einen f\u00fcnf bis zehn Mal so\n hohen Vitamin B6-Bedarf, verglichen mit Frauen, die keine Pille \neinnehmen. Verschiedene Nebenwirkungen der Pille, darunter Depressionen,\n Blutzuckerschwankungen und Wasseransammlungen, k\u00f6nnen durch einen \n&#8222;pillenbedingten&#8220; Vitamin-B6-Mangel verursacht werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erh\u00f6hte Bedarf kann nicht nur zu einem Abfall der Vitamin  B6-Serumspiegel f\u00fchren, sondern auch zu Ver\u00e4nderungen im Vitamin  B2-Status.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vitamin B6-Mangel kann zu folgenden Symptomen f\u00fchren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall<\/li><li>entz\u00fcndliche Ver\u00e4nderung der Haut (Dermatitis), der Zunge (Glossitis) und der Lippenschleimhaut (Cheilosis)<\/li><li>Mikrozyt\u00e4re, hypochrome An\u00e4mie<\/li><li>Erh\u00f6hte Homocysteinwerte &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/li><li>St\u00f6rungen im Tryptophanstoffwechsel<\/li><li>Verminderte Glukosetoleranz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erh\u00f6hte Homocysteinwerte durch Vitamin B6-Mangel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Homocystein (Hcy) ist eine nat\u00fcrlich vorkommende (nicht proteinogene)  Aminos\u00e4ure, die im Stoffwechsel aus der Aminos\u00e4ure Methionin gebildet  wird. Erh\u00f6hte Blutwerte f\u00fcr Homocystein k\u00f6nnen eine Sch\u00e4digung der  Blutgef\u00e4\u00dfe zur Folge haben und steigern die Inzidenz von Herzinfarkt bzw. Schlaganfall. Sie stehen auch in engem Zusammenhang mit Depressionen  und Demenzerkrankungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Regulierung des Homocysteinspiegels im Blut ist eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen B6, B12 und Fols\u00e4ure wichtig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Cystathion- \u03b2\u2013Synthase und Cystathion-\u03b3-Lyase, Enzyme des Homocystein-Abbaus, sind Vitamin B6 abh\u00e4ngig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Defizite dieser&nbsp; Enzyme, sowie der Fols\u00e4ure-abh\u00e4ngigen \nMethioninsynthetase, &nbsp;f\u00fchren zu erh\u00f6hten \nHomocysteinkonzentrationen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>St\u00f6rungen im Tryptophanstoffwechsel als Ursache f\u00fcr Nervosit\u00e4t, Reizbarkeit und Depressionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter der Anwendung der Antibabypille werden h\u00e4ufig Nervosit\u00e4t, \nReizbarkeit und Depressionen beobachtet. Ein \u00f6strogeninduziertes Vitamin\n B6-Defizit und eine daraus resultierende reduzierte Umwandlung von \nTryptophan zu Serotonin wird als Ursache diskutiert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tryptophan wird durch das Enzym Tryptophan-5-Hydroxylase in \n5-Hydroxytryptophan (5-HTP) umgewandelt. Dieser Stoffwechselweg ben\u00f6tigt\n Fols\u00e4ure, Vitamin B3, Vitamin C, Eisen und Kupfer als Cofaktoren. Die \nL-Aminos\u00e4ure-Decarboxylase wandelt 5-HTP in Serotonin um. Vitamin \nB6-Mangel blockiert die Tryptophan-5-Hydroxylase und somit die \nUmwandlung von Tryptophan in 5-HTP. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erh\u00f6hte Aktivit\u00e4t der Tryptophan-2,3-Dioxygenase, erh\u00f6ht den  Vitamin B6-Bedarf und beschleunigt zudem den Tryptophanabbau.&nbsp; Dadurch  kann die Serotoninverf\u00fcgbarkeit im zentralen Nervensystem negativ  beeinflusst werden, was sich durch Nervosit\u00e4t, Reizbarkeit und  Depressionen \u00e4u\u00dfern kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erh\u00f6htes Diabetesrisiko durch Vitamin B6-Mangel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine verminderte F\u00e4higkeit zum Abbau von Traubenzucker (Glukoseintoleranz) gilt als seltene Nebenwirkung der Antibabypille.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine m\u00f6gliche, diskutierte Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass Xanthurens\u00e4ure  im Tryptophanstoffwechsel aufgrund des Vitamin B6-Mangels vermehrt  gebildet wird. Xanthurens\u00e4ure kann mit Insulin Komplexe bilden. Die  Folge ist eine Minderung der Insulinwirkung und theoretisch eine  Steigerung des Diabetesrisikos. In einer Studie f\u00fchrte die Zufuhr von  Vitamin B6 bei Frauen mit diagnostiziertem B6-Mangel zu einer raschen Senkung des Blutzuckers nach einem Glukosetoleranztest.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Fols\u00e4ure-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fols\u00e4ure ist u.a. an Prozessen der Zellteilung und damit an der \nZellneubildung beteiligt. Orale Kontrazeptiva beeintr\u00e4chtigen den \nFols\u00e4ure-Stoffwechsel und erh\u00f6hen den Fols\u00e4urebedarf. &nbsp;Durch Hemmung des\n Enzyms Fols\u00e4uredekonjugase im D\u00fcnndarm ist die Verf\u00fcgbarkeit von \nFols\u00e4ure vermindert. Au\u00dferdem wird die Fols\u00e4ureausscheidung erh\u00f6ht. Ein \nsich potenzierender Effekt, der zu Fols\u00e4uredefiziten f\u00fchrt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitskreis Ern\u00e4hrungs- und Vitaminforschung fand um bis zu 40%  erniedrigte Fols\u00e4urespiegel im Blut von Frauen, die orale Kontrazeptiva  einnehmen. Dabei gilt Fols\u00e4ure in Deutschland sowieso als Mangelvitamin. 79 % der M\u00e4nner und 86 % der Frauen unterschreiten die Empfehlung f\u00fcr die  Fols\u00e4ure-Zufuhr so das Ergebnis der Nationalen Verzehrstudie II, die  2008 vom Max Rubner-Institut, im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr  Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, durchgef\u00fchrt wurde. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar ist Fols\u00e4ure in zahlreichen Lebensmitteln enthalten (z.B. in  gr\u00fcnem Blattgem\u00fcse, Weizenkeimen, Milchprodukten, H\u00fclsenfr\u00fcchten, Hefe  und Fleisch), Fols\u00e4ure ist jedoch besonders hitze- und lichtempfindlich,  sodass ein Gro\u00dfteil der Fols\u00e4ure in den Nahrungsmitteln beim Kochen  zerst\u00f6rt wird. Auch eine lange Lagerung und intensives W\u00e4ssern  vermindert den Fols\u00e4uregehalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine unzureichende Fols\u00e4ureversorgung kann zu folgenden Symptomen f\u00fchren:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bl\u00e4sse<\/li><li>Depressive Verstimmung<\/li><li>entz\u00fcndliche Ver\u00e4nderung&nbsp; der Zunge (Glossitis) und der Lippenschleimhaut (Cheilosis)<\/li><li>Erh\u00f6hte Homocysteinwerte<\/li><li>Makrozyt\u00e4re hyperchrome An\u00e4mie<\/li><li>Reizbarkeit<\/li><li>Schlaflosigkeit<\/li><li>Vergesslichkeit<\/li><li>Erh\u00f6htes&nbsp; Risiko f\u00fcr Schwangerschaftskomplikationen<\/li><li>Entstehung von Fehlbildungen des zentralen Nervensystems (Neuralrohrdefekten) in der fr\u00fchembryonalen Entwicklung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Fols\u00e4ure ist das Schwangerschaftsvitamin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass eine unzureichende Fols\u00e4ureversorgung in der Schwangerschaft \nkritisch ist, wissen die meisten Frauen. Frauen\u00e4rzte empfehlen sogar \nzus\u00e4tzlich Fols\u00e4ure w\u00e4hrend der Schwangerschaft einzunehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die bekannteste Folge einer unzureichenden Fols\u00e4ureversorgung in der \nSchwangerschaft sind sog. Neuralrohrdefekte (Neuralrohr =&nbsp; eine Vorstufe\n des Gehirns und R\u00fcckenmarks), wie der offene R\u00fccken (Spina bifida). \nAber auch an der Entstehung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte kann eine \nunzureichende Fols\u00e4urezufuhr beteiligt sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuralrohrdefekte sind mit circa einem Fall pro 1000 Neugeborene in \nDeutschland die h\u00e4ufigsten angeborenen Fehlbildungen des zentralen \nNervensystems. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine ausreichende Fols\u00e4ureversorgung von Schwangeren w\u00e4hrend der \nkritischen Phase des Neuralrohrschlusses kann das Risiko f\u00fcr \nFehlbildungen des Neuralrohres beim Embryo deutlich vermindern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was viele Frauen nicht wissen, das Neuralrohr schlie\u00dft sich bereits \nzwischen dem 22. und 28. Schwangerschaftstag d.h. zu einem Zeitpunkt an \ndem viele Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Idealerweise sollte der Fols\u00e4urestatus jeder Frau bereits vor der Befruchtung \u00fcberpr\u00fcft und ausreichend sein! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch w\u00e4hrend der Schwangerschaft sollte weiterhin auf die \nFols\u00e4ureversorgung geachtet werden. Denn auch nach dem Schlie\u00dfen des \nNeuralrohrs&nbsp; ist die Fols\u00e4ureversorgung von gro\u00dfer Bedeutung. Der Bedarf\n steigt infolge der Vergr\u00f6\u00dferung des Uterus, der Zunahme der \nm\u00fctterlichen Erythrozyten-zahl sowie des Wachstums des Kindes weiter an.\n Auch um das Risiko f\u00fcr Schwangerschafts-komplikationen zu reduzieren, \nsollten Frauen w\u00e4hrend der ganzen Schwangerschaft auf eine ausreichende \nt\u00e4gliche Fols\u00e4ureversorgung achten. Zusammenh\u00e4nge zwischen einer \nunzureichenden Fols\u00e4ureversorgung und niedrigem Geburtsgewicht, \nFr\u00fchgeburten sowie Schwangerschafts-komplikationen wie Blutungen oder \nAbl\u00f6sung des Mutterkuchens sind durch mehrere Studien belegt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Absetzen der Pille kann ein Fols\u00e4uremangel bis zu sechs  Monate andauern. Da dieser besonders in den ersten  Schwangerschaftswochen f\u00fcr den Embryo gef\u00e4hrlich ist, sollten Frauen  nach dem Absetzen der Pille drei bis sechs Monate warten, bevor sie  versuchen, schwanger zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5-MTHF ist der Wirkstoff der Wahl!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede zweite Frau kann Fols\u00e4ure nicht optimal in die wichtigste \nTransport- und Speicherform 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) umwandeln. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ursache ist eine genetische Disposition, die das Schl\u00fcsselenzym \n5,10-Methylentetrahydrofolat-reduktase (MTHFR) betrifft. Eine \nPunktmutation reduziert die Enzymaktivit\u00e4t bei homozygoten \nMerkmalstr\u00e4gern (10 bis 12%) um etwa 75%, bei heterozygoten \nMerkmalstr\u00e4gern (ca. 40%) um ungef\u00e4hr 30%. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird Fols\u00e4ure aus der Nahrung aufgenommen, spielt dieser genetische  Polymorphismus im Enzym MTHFR keine Rolle. Erfolgt jedoch eine  Supplementierung mit Fols\u00e4ure, ist die Umwandlung von synthetischer  Fols\u00e4ure zu 5-MTHF bei homozygoten und heterozygoten Tr\u00e4gern nur  eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Frauen sollten daher unbedingt die bereits aktive  Wirkstoffform 5-MTHF einnehmen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Vitamin B2 (Riboflavin)-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin B2 spielt bei zahlreichen Stoffwechselvorg\u00e4ngen eine Rolle.  Grund ist seine Funktion als Coenzym ( Flavinmononukleotid (FMN) und  Flavinadenindinukleotid (FAD)). Vitamin B2 ist am Kohlenhydrat-,  Aminos\u00e4ure- und Fettstoffwechsel beteiligt. Au\u00dferdem an der Umwandlung  von Fols\u00e4ure und Vitamin B6 in deren aktive Formen. Liegt ein Vitamin  B2-Mangel vor, besteht meist auch ein Mangel an anderen Vitaminen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Symptome eines Vitamin B2-Mangels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>An\u00e4mie<\/li><li>entz\u00fcndliche Hautver\u00e4nderungen<\/li><li>Entz\u00fcndungen der Mundschleimhaut <\/li><li>Risse an den Mundwinkeln<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vitamin B2-Status ist bei Frauen unter Pilleneinnahme schlechter, als bei Frauen,&nbsp; die keine Antibabypille einnehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Einnahme von  Vitamin B2 bei Frauen mit Migr\u00e4ne die H\u00e4ufigkeit, Intensit\u00e4t, Dauer und  Medikamenteneinnahme signifikant reduzierte. Kopfschmerzen und Migr\u00e4ne  sind h\u00e4ufige Nebenwirkungen der Pille.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Vitamin B12 (Cobalamin)-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin B12 ist u.a. beteiligt am Zellstoffwechsel (DNA-Synthese und \n\u2013regulation) und an der Energieproduktion. Als Cofaktor verschiedener \nEnzyme spielt Vitamin B12 z.B. eine Rolle im Kohlenhydrat- und \nFettstoffwechsel. Die aktive Vitamin B12-Form, Methylcobalamin, \nbeeinflusst \u00fcber die Methioninsynthetase den Fols\u00e4urestoffwechsel. \nVitamin B12 und Fols\u00e4ure sind gemeinsam f\u00fcr eine Umwandlung von \nHomocystein in die Aminos\u00e4ure Methionin erforderlich.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund seiner vielf\u00e4ltigen Funktionen kann ein Vitamin B12-Mangel  zu einer ganzen Vielzahl von teils schweren k\u00f6rperlichen und geistigen  Symptomen f\u00fchren, die von M\u00fcdigkeit und Depressionen bis zu schwerer  Blutarmut und Nervensch\u00e4den reichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Symptome eines Vitamin B12-Mangels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>An\u00e4mie<\/li><li>Aphthen oder Glossitis<\/li><li>Depression<\/li><li>Konzentrationsst\u00f6rungen <\/li><li>Kopfschmerzen und Migr\u00e4ne <\/li><li>Kribbeln an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen (Par\u00e4sthesien)<\/li><li>M\u00fcdigkeit<\/li><li>Muskelschw\u00e4che<\/li><li>Zungenbrennen <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Die\n Blutwerte von Vitamin B12 k\u00f6nnen unter Pilleneinnahme reduziert sein \n(insbesondere wenn gleichzeitig wenig&nbsp; tierische Lebensmittel verzehrt \nwerden). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mechanismus, der zu einem Absinken des Vitamin-B12- Spiegels \nf\u00fchren kann, ist weitgehend ungekl\u00e4rt. Ursache scheint weder eine \nreduzierte Aufnahme im Darm, noch eine vermehrte Ausscheidung zu sein. \nAuch scheinen die reduzierten Vitamin B12-Spiegel unabh\u00e4ngig von der \nWechselwirkung mit dem Fols\u00e4urestoffwechsel zu sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Synthetische \u00d6strogene k\u00f6nnen \u00fcber verschiedene Mechanismen den Vitamin- C-Plasmaspiegel senken. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Vitamin C-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin C ist f\u00fcr die Bildung von Bindegewebe und Knorpel von \nBedeutung. Es f\u00f6rdert die Wundheilung, die Aufnahme von Eisen und ist \nentscheidend f\u00fcr ein funktionierendes Immunsystem. Als Cofaktor ist es \nu.a. wichtig f\u00fcr die Bildung von Kollagen, Carnitin und Katecholaminen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vermutlich erh\u00f6hen \u00d6strogene den Vitamin C-Umsatz und k\u00f6nnen so zu niedrigeren Vitamin C-Spiegeln f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Symptome eines Vitamin C- Mangels <\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Depression<\/li><li>Ersch\u00f6pfung und M\u00fcdigkeit<\/li><li>Gelenkentz\u00fcndungen<\/li><li>Geschw\u00e4chtes Immunsystem<\/li><li>Hautprobleme (Ekchymosen, Hyperkeratose) und Hautentz\u00fcndungen sowie Hautblutungen (Petechien)<\/li><li>Blutungen im Bereich der Haarfollikel (perifollikul\u00e4re H\u00e4morrhagien)<\/li><li>Knochen- und Muskelschmerzen <\/li><li>schlechte Wundheilung<\/li><li>Zahnfleischbluten <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Der  erh\u00f6hte Vitamin C- Bedarf wird, gemeinsam mit dem erh\u00f6hten Vitamin  B6-Bedarf, auch mit Leberfunktionsst\u00f6rungen in Zusammenhang gebracht. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen der Pille auf die Leberfunktion<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ernste Nebenwirkungen und Komplikationen im Leberstoffwechsel sind \nsehr selten. Leichtgradige Funktionsst\u00f6rungen und Beschwerden sind \njedoch h\u00e4ufig auf die Pille zur\u00fcckzuf\u00fchren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6strogene k\u00f6nnen dosisabh\u00e4ngig zu folgenden reversiblen Nebenwirkungen f\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Verminderung der exkretorischen Leberfunktion (Verringerung des Bilirubin-Clearence und Ausscheidung von Gallens\u00e4uren)<\/li><li>Beeintr\u00e4chtigung der Gallens\u00e4urebildung <\/li><li>Vermehrte Synthese verschiedener Transportproteine (Ceruloplasmin, Transferrin, Thyroxin-bindendes Protein)<\/li><li>Ver\u00e4nderung der Blutfette<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Entstehung der Leberfunktionsst\u00f6rungen k\u00f6nnen ebenfalls Vitamindefizite beteiligt sein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin C stimuliert die 7\u03b1-Hydroxylierung des Cholesterins und somit die Biosynthese von Gallens\u00e4uren in der Leber.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme, die in den Taurin-Stoffwechsel involviert sind, sind \nVitamin-B6-abh\u00e4ngig. Vitamin B6-Defizite hemmen die Biosynthese von \nTaurin aus Cystein und Methionin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Cholesterin-Glycin und -Taurin-Konjugate sind die Hauptvertreter der Gallens\u00e4uren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bildung von Gallensteinen wird auf den \u00d6strogengehalt der Pille \nzur\u00fcckgef\u00fchrt. Die \u00d6strogene bewirken eine reversible, dosisabh\u00e4ngige \nVerminderung des Gallenflusses und der Gallens\u00e4urekonzentration, w\u00e4hrend\n die Konzentration des freien Cholesterins in der Galle ansteigt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pille f\u00fchrt des Weiteren zu reduzierten Serummagnesiumwerten und erh\u00f6ht die Zinkausscheidung. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Magnesium-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Magnesium ist an 300 enzymatischen Reaktionen im Organismus  beteiligt. Die Hormone der Pille erh\u00f6hen den Magnesiumbedarf, in dem sie  in den Magnesiumhaushalt eingreifen. Die Einnahme der Antibabypille kann daher einen Magnesiummangel verursachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Welche Symptome k\u00f6nnen bei einem Magnesiummangel auftreten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bei&nbsp;schwangeren Frauen: vermehrte Schwangerschafts\u00fcbelkeit,&nbsp;Gefahr der vorzeitigen Wehent\u00e4tigkeit und \u00d6dembildung<\/li><li>Bluthochdruck<\/li><li>Empfindungsst\u00f6rungen in Armen und Beinen (Kribbeln, Taubheitsgef\u00fchl)<\/li><li>Ger\u00e4uschempfindlichkeit (Hyperakusis) und Ohrensausen (Tinnitus)<\/li><li>Herzklopfen, Herzrasen, Herzstolpern (Herzrhythmusst\u00f6rungen)<\/li><li>Kopfschmerzen und Migr\u00e4ne<\/li><li>Magenkr\u00e4mpfe, \u00dcbelkeit, Appetitlosigkeit<\/li><li>M\u00fcdigkeit, Energielosigkeit, Schw\u00e4che<\/li><li>Muskelkr\u00e4mpfe&nbsp;der Waden, des Fu\u00dfes, des Augenlides (Lidzucken) <\/li><li>Muskelschw\u00e4che<\/li><li>Muskelzittern<\/li><li>PMS (Pr\u00e4menstruelles Syndrom), verst\u00e4rkte Menstruationsblutung, schmerzhafte Periodenkr\u00e4mpfe<\/li><li>Psychische Symptome wie&nbsp;erh\u00f6hte Reizbarkeit, innere Unruhe, Angst, Konzentrationsschw\u00e4che, Benommenheit, Schwindel<\/li><li>Schlafst\u00f6rungen<\/li><li>Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur<\/li><li>Verstopfung, auch im Wechsel mit Durchfall<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die  B-Vitamine Thiamin (B1), Riboflavin (B2) und Pyridoxin (B6) sowie die  Vitamine C und D beg\u00fcnstigen die Aufnahme von Magnesium. Bei einer  unzureichenden Versorgung mit diesen Vitaminen kann das Magnesium aus  der Nahrung nur schlecht verwertet werden, was eine unzureichende  Magnesiumversorgung f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Orale Kontrazeptiva erh\u00f6hen den Zink-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zink ist das zweith\u00e4ufigste Spurenelement im menschlichen K\u00f6rper und \nbesonders wichtig f\u00fcr Haut, Haare und N\u00e4gel, f\u00fcr die Eiwei\u00dfsynthese und \ndie Zellteilung. Zink wird f\u00fcr die Funktion von mehr als 300 Enzymen \nben\u00f6tigt und ist daher an sehr vielen Stoffwechselreaktionen beteiligt. \nDazu z\u00e4hlen beispielsweise der Stoffwechsel von Insulin, Sexualhormonen,\n Wachstumshormonen, Neurotrans-mittern und Kollagen. Zink f\u00f6rdert die \nImmunabwehr und steigert die Ausscheidung von Schwer-metallen und \nKupfer.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pille kann den Zinkstatus, durch Beeinflussung der Zinkaufnahme  im Darm und durch eine vermehrte Ausscheidung, beeinflussen. Durch eine  unzureichende Zinkversorgung&nbsp; k\u00f6nnen Neurotransmitter, der  Insulinstoffwechsel und das Immunsystems negativ beeinflusst werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anzeichen eines Zinkmangels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Appetitverlust, Einschr\u00e4nkung des Geruchs- und Geschmackempfindens<\/li><li>Hautver\u00e4nderungen (Pusteln, R\u00f6tungen, Ekzeme, trockene und schuppende Haut)<\/li><li>Konzentrations- und Schlafst\u00f6rungen<\/li><li>psychische Ver\u00e4nderungen (depressive Verstimmungen)<\/li><li>Schw\u00e4chung des Immunsystems <\/li><li>Sehst\u00f6rungen, Trockene Augen, schlechtes Nacht-Sehverm\u00f6gen<\/li><li>Verminderte Wundheilung<\/li><li>Wachstumsst\u00f6rungen bei Kindern, verz\u00f6gerte Geschlechtsreife <\/li><li>Wachstumsst\u00f6rungen von Haaren und N\u00e4geln (z. B. wei\u00dfe Flecken auf den N\u00e4geln, br\u00fcchige N\u00e4gel und Haare, sowie Haarausfall)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sind diese Informationen auf die Hormonersatztherapie \u00fcbertragbar?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studien konnten diese Ergebnisse f\u00fcr die Hormonersatztherapie nicht \nbest\u00e4tigen. Die Ergebnisse sind somit nicht \u00fcbertragbar, auch wenn der \nBeipackzettel eines \u00d6strogen Gels zur Hormonersatztherapie anderes \nvermuten l\u00e4sst:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>H\u00e4ufige Nebenwirkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Depression, Haarausfall, Gelenkschmerzen, Beinkr\u00e4mpfe, \nDurchbruchblutung, Schmierblutung, Brustschmerzen, \nBrustschmerzempfindlichkeit, Brustvergr\u00f6\u00dferung, Brustdr\u00fcsenabsonderung, \nwei\u00dfer Ausfluss, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, erh\u00f6hter \nTriglycerid-Wert im Blut.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gelegentliche Nebenwirkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor\u00fcbergehende, leichte \u00f6rtliche Reizungen (Jucken, Brennen),  leichter Ausfluss, Scheidenentz\u00fcndung (auch durch Hefepilzinfektion),  \u00dcberempfindlichkeit, Ver\u00e4nderungen der Libido, St\u00f6rung des  Gem\u00fctszustands, Schwindelgef\u00fchl, Kopfschmerzen, Migr\u00e4ne, Angst,  Unvertr\u00e4glichkeit von Kontaktlinsen, Venenverstopfung, Lungenembolie,  \u00dcbelkeit, Juckreiz, Ausschlag, Wassereinlagerung im Gewebe (\u00d6deme).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was ist die Hormonersatztherapie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hormonersatztherapie (HET; engl. hormone replacement therapy \/ \nHRT) kann die typischen Symptome der Wechseljahre, wie Hitzewallungen, \nSchlafst\u00f6rungen und depressive Verstimmungen lindern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie funktioniert, indem der K\u00f6rper mit einer ausreichenden Menge \n\u00d6strogen (und Progesteron) versorgt wird, das er nicht mehr selbst \nproduzieren kann. Dazu wird \u00d6strogen als Gel zum Auftragen auf die Haut,\n als Pflaster oder zum Einnehmen als Tablette angewandt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frauen, die noch eine Geb\u00e4rmutter haben, wird im Rahmen einer \nHormonersatztherapie meist zus\u00e4tzlich ein Gestagenpr\u00e4parat (Progesteron)\n verordnet.&nbsp; Das Progesteron f\u00f6rdert die Wasserausscheidung aus dem \nK\u00f6rper, hat einen beruhigenden und angstl\u00f6senden Effekt sowie einen \ng\u00fcnstigen Einfluss auf Schlafst\u00f6rungen und die Schlafqualit\u00e4t. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur die Linderung der Beschwerden im Rahmen der Wechseljahre, \nsondern auch die vorbeugende Wirkung gegen die Entwicklung einer \nOsteoporose (Knochenschwund) und Herzerkrankungen etablierten diesen \nHormonersatz als Standardtherapie. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Jahren wurde allerdings zunehmend die Risiken und \nNebenwirkungen einer Hormonersatzbehandlung bekannt. Insbesondere das \nRisiko, an Brustkrebs oder an einer Thrombose zu erkranken, wird \ngef\u00fcrchtet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Diskussionen \u00fcber die Risiken der Hormonersatztherapie wird \nimmer wieder argumentiert, dass ein ungesunder pers\u00f6nlicher Lebensstil \n(\u00dcbergewicht, geringe k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, Rauchen und Alkoholkonsum) \nweitaus gef\u00e4hrlichere Risiken birgt und das im Verh\u00e4ltnis zu diesen \nFaktoren eine Hormonersatztherapie das Risiko f\u00fcr Thrombose oder \nBrustkrebs lediglich minimal erh\u00f6ht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtfertigt diese Argumentation den Einsatz der HET als Standardtherapie im Rahmen der Wechseljahre???\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland verwenden etwa 6 Millionen Frauen orale Kontrazeptiva. Die Antibabypille, umgangssprachlich auch kurz \u201edie Pille\u201c genannt ist damit das am h\u00e4ufigsten verwendete Verh\u00fctungsmittel. \u00dcber 70 % der Frauen zwischen 20 und 29 Jahren nehmen die Pille, bei Frauen \u00fcber 30 sind es mehr als 40 %. Mittlerweile wird die Pille auch zunehmend jungen M\u00e4dchen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":4826,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-4878","vitalstoff_journal","type-vitalstoff_journal","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Auswirkungen synthetischer Hormone auf Ihren K\u00f6rper - Vitalstoff-Journal<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass Medikamente sehr oft einen Mangel an N\u00e4hrstoffen verusachen. 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