{"id":4858,"date":"2020-03-10T16:30:33","date_gmt":"2020-03-10T15:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4858"},"modified":"2020-09-23T08:56:29","modified_gmt":"2020-09-23T06:56:29","slug":"vitamin-k-k1-phyllochinon-und-k2-menachinon","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/naehrstoffe-von-a-z\/glossar-v\/vitamin-k-k1-phyllochinon-und-k2-menachinon\/","title":{"rendered":"Vitamin K (K1: Phyllochinon und K2: Menachinon)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Wichtigste zu Vitamin K<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/gifte-und-parasiten-im-koerper\/gift-im-mund-risiken-und-nebenwirkungen-von-zahnmaterialien\/\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K ist f\u00fcr die Blutgerinnung erforderlich (um Blutungen zu \nstoppen). Der K\u00f6rper braucht Vitamin K f\u00fcr den normalen Knochenaufbau. \nVitamin K tr\u00e4gt zur besseren Remineralisierung der Knochen bei und hilft\n Knochenabbau zu vermindern.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K-Vitamine geh\u00f6ren neben den Vitaminen A, D und E zu den \nfettl\u00f6slichen Vitaminen. Vitamin K ist seit 1929 bekannt&nbsp; und kommt in \nverschiedenen Formen vor. Pflanzen bilden das so genannte Phyllochinon \noder K1, das \u00fcber die Nahrung aufgenommen werden kann. In der Darmflora \ndes Menschen wird eine andere Form von Vitamin K gebildet, n\u00e4mlich K2 \noder Menachinon. Es deckt etwa die H\u00e4lfte des t\u00e4glichen Bedarfs ab, so \ndass ein Vitamin-K-Mangel nur selten auftritt. Vitamin K ist besonders \nf\u00fcr die Blutgerinnung und die Knochenbildung von Bedeutung. Vitamin K \nist mitverantwortlich f\u00fcr die Blutgerinnung. Bei einem Mangel treten \nverst\u00e4rkt Blutungen auf, die h\u00e4ufig nur schwer zu stillen sind. Vitamin K\n ist als Coenzym an der Synthese von Gerinnungsfaktoren beteiligt und \nunterst\u00fctzt auf diese Weise die Blutgerinnung. Durch die Zusammenarbeit \nmit Proteinen und Kalzium beeinflusst es auch die Bildung und den Erhalt\n der Knochen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K geh\u00f6rt zu den fettl\u00f6slichen Vitaminen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist in der Natur weit verbreitet und kommt in verschiedenen Formen\n vor. Gute Vitamin-K-Quellen sind gr\u00fcne Blattgem\u00fcse, verschiedene \nKohlsorten und H\u00e4hnchenfleisch.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflanzen bilden das so genannte Phyllochinon oder Vitamin K1, das \n\u00fcber die Nahrung aufgenommen werden kann. Vitamin K1 deckt einen \nGro\u00dfteil des Bedarfs ab. In der Darmflora des Menschen bilden Bakterien \neine weitere Form von Vitamin K: Vitamin K2 oder Menachinon \u2013 es spielt \neine untergeordnete Rolle f\u00fcr die Vitamin-K-Versorgung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein ern\u00e4hrungsbedingter Vitamin-K-Mangel bei Erwachsenen ist selten. \nNeugeborene und gestillte S\u00e4uglinge sind allerdings gef\u00e4hrdet, einen \nVitamin-K-Mangel zu entwickeln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K ist besonders f\u00fcr die Blutgerinnung und die Knochenbildung von Bedeutung.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Funktion im K\u00f6rper<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K arbeitet im Stoffwechsel als Hilfseinheit bestimmter \nEiwei\u00dfe, die Enzyme hei\u00dfen. Als so genanntes Koenzym beteiligt sich \nVitamin K dabei an der Bildung einer Reihe so genannter \nGerinnungsfaktoren (Faktor II, Faktor VII, Faktor IX und X). Sie sind \nwichtiger Bestandteil der Blutgerinnung und sorgen beispielsweise daf\u00fcr,\n dass im Falle einer Verletzung die Blutung gestillt wird.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zusammenspiel mit Proteinen, Kalzium und Vitamin D beeinflusst \nVitamin K auch die Knochenbildung. Es scheint den Knochen zu verfestigen\n und somit Br\u00fcchen durch Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blumenkohl enth\u00e4lt viel Vitamin K\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K wird zur Bildung von vier Blutgerinnungsfaktoren ben\u00f6tigt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bedarf eines gesunden Erwachsenen liegt f\u00fcr Frauen zwischen 60 \u00b5g\n und 65 \u00b5g f\u00fcr M\u00e4nner zwischen 70 \u00b5g und 80 \u00b5g. Bei einem Vitamin \nK-Mangel sinkt der Gehalt des Serums an diesen Faktoren und die \nBlutgerinnungszeit verl\u00e4ngert sich, was die Gefahr von Blutungen erh\u00f6ht.\n Nach der Methode von QUICK kann die Blutgerinnungszeit getestet werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcbrigens&nbsp; besteht auch die M\u00f6glichkeit den INR (international \nnormaliesed ratio) selbst zu Hause zu kontrollieren, um bei einer \nBehandlung mit Vitamin K Antagonisten besser eingestellt zu sein.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mangel an Vitamin K<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei andauernder Unterern\u00e4hrung oder Beeintr\u00e4chtigung der \nNahrungsverarbeitung und Aufnahme im Darmtrakt \u00fcber l\u00e4ngere Zeit, kann \nu.U. auch ein Vitamin K-Mangel entstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser kann dann neben der Blutgerinnung die Bildung der Osteoklasten\n beeintr\u00e4chtigen, was wiederum mit Osteoporose in Zusammenhang steht. Es\n gibt eine neuere Untersuchung, die beispielsweise einen therapeutischen\n Effekt des allerdings synthetischen Vitamin K3 zusammen mit Vitamin C \nin der Behandlung von Brust und Prostatakrebs belegen (James M. Jamison,\n Jacques Gilloteaux, Henryk S. Taper, and Jack L. Summers, Evaluation of\n the In Vitro and In Vivo Antitumor Activities of Vitamin C and K-3 \nCombinations against Human Prostate Cancer, J. Nutr. 131: 158S-160S, \n2001).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die genauen Zusammenh\u00e4nge zwischen den verschiedenen Vitamin K \nVarianten, der Knochenmineralisierung, dem Zellwachstum, der \nFunktionsf\u00e4higkeit des Gef\u00e4\u00dfsystems und m\u00f6glicherweise weiteren \nphysiologischen Systemen bedarf gegenw\u00e4rtig allerdings noch intensiverer\n Forschung (Bern M. Observations on Possible Effects of Daily Vitamin K \nReplacement, Especially Upon Warfarin Therapy, Journal of Parenteral and\n Enteral Nutrition, Vol 28, No. 6, 388-398, 2004).\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K und die Blutgerinnung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K ist daran beteiligt, die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X \nin ihre gerinnungswirksamen Formen \u00fcberzuf\u00fchren. Diese k\u00f6nnen dann durch\n ihre Carboxyglutamatreste in Gegenwart von Calciumionen an \nPhospholipidmembranen gebunden werden. Darin liegt ihre biochemische \nAktivit\u00e4t im Gerinnungsystem, in dem sie wesentliche Funktionen beim \nAblauf der plasmatischen Gerinnung haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gerinnungshemmenden Proteine Protein C und Protein S werden \nebenfalls als Vorstufen in der Leber synthetisiert und ebenfalls unter \nMitwirkung von Vitamin K carboxyliert. Damit hat Vitamin K eine \nwesentliche Funktion in der Regulierung der Blutgerinnung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hohe Dosierungen von Vitamin K (bis 40 mg tgl.) gehen nicht mit \npathologisch ver\u00e4nderten Gerinnungswerten (z. B. einer verst\u00e4rkten \nBlutgerinnung und Thromboseneigung) einher, da die erh\u00f6hte \nGerinnungsneigung und Fibrinolyse im Gleichgewicht bleiben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerinnungshemmende Arzneistoffe der Cumarin-Gruppe wie Phenprocoumon \noder Warfarin k\u00f6nnen durch vergleichsweise kleine Mengen Vitamin K (1 \nmg) in ihrer Wirkung aufgehoben werden; sind sie im Einsatz, darf kein \nVitamin K zus\u00e4tzlich zur normalen Nahrung gegeben werden.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K und der Knochenstoffwechsel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6rper braucht Vitamin K f\u00fcr den normalen Knochenaufbau. Vitamin K\n tr\u00e4gt zur besseren Remineralisierung der Knochen bei und hilft \nKnochenabbau zu vermindern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K ist ein Kofaktor der \u03b3-Glutamylcarboxylase, welche in \nverschiedenen Proteinen posttranslational Glutamins\u00e4urereste (Glu) zu \n\u03b3-Carboxyglutamins\u00e4ureresten (Gla) carboxyliert. Zu diesen Proteinen \ngeh\u00f6rt Osteocalcin, welches in carboxylierter Form Hydroxylapatit binden\n kann und daher an der Knochenmineralisation beteiligt ist. Um eine \nvollst\u00e4ndige Carboxylierung des Osteocalcins zu erreichen, sind h\u00f6here \nSpiegel des Vitamin K notwendig als zur vollst\u00e4ndigen Aktivierung des \nGerinnungssystems. Ein erh\u00f6hter Spiegel nicht vollst\u00e4ndig carboxylierten\n Osteocalcins geht mit einer geringeren Knochendichte und einer erh\u00f6hten\n Knochenbruchgefahr bei \u00e4lteren Frauen einher.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Studie mit \u00fcber 72.000 Probanden (The Nurses\u2019 Health Study, \nHarvard Medical School, Feskanich et al., Am J Clin Nutr. 1999 \nJan;69(1):74-9) hat gezeigt, dass Vitamin K1 einen wesentlichen Einfluss\n auf das Osteoporoserisiko hat: Die Studie belegt, dass Frauen, die \nrelativ viel Vitamin K1 zu sich nahmen, deutlich weniger Knochenbr\u00fcche \n(verursacht durch Osteoporose) bekamen. Das Risiko war um ca. 30% \nreduziert &#8211; im Vergleich zu der Gruppe mit den geringsten Vitamin \nK1-Werten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanterweise zeigte sich, dass Probanden mit hohen Vitamin \nD-Werten sogar ein erh\u00f6htes Osteoporoserisiko aufwiesen, wenn sie einen \nVitamin K-Mangel aufwiesen. Aufgrund dieser und anderer Studien hat die \n\u201eEurop\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA)\u201c ein positives \nGutachten erstellt (EFSA Journal 2009; 7 (9): 1228. Scientific Opinion \non the substantiation of health claims related to vitamin K and \nmaintenance of bone.: Hier wird die positive Wirkung von Vitamin K \nhinsichtlich des Erhalts der Gesundheit von Knochen best\u00e4tigt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K hemmt dar\u00fcber hinaus die Osteoklastenaktivit\u00e4t: Der \n1,25(OH)2D3-VDR-Komplex in den Osteoblasten erh\u00f6ht die Bildung von RANKL\n und f\u00f6rdert damit (isoliert im Osteoblasten betrachtet und vor allem \nunter Bedingungen deutlicher Vitamin-D-\u00dcberdosierungen) den \nKnochenabbau.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Bedingungen des (h\u00e4ufiger vorliegenden) Vitamin-D-Mangels ist \ndiese Wirkung nicht relevant, da 1,25(OH)2D3 ebenfalls das Parathormon \nunterdr\u00fcckt und f\u00fcr eine gute Versorgung des K\u00f6rpers mit Calcium und \nPhosphat sorgt, also auf diesen Wegen indirekt knochenst\u00e4rkend wirkt. \nDiese knochenabbauende Wirkung des 1,25(OH)2D3-VDR-Komplexes kann durch \nVitamin K2 unterdr\u00fcckt werden, so dass eine Osteoporose-Therapie mit \nVitamin D durch Vitamin K2 unterst\u00fctzt werden kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K2 hemmt dosisabh\u00e4ngig die Cyclooxygenase-2, und dar\u00fcber die \nSynthese von PGE2 (welche von 1,25(OH)2VitD3 induziert wird) und welches\n die Knochenresorption steigert.[5]<br> In Tierversuchen mit Ratten \nkonnte gezeigt werden, dass hohe Dosen (um die 30 mg\/kg tgl.) von \nVitamin K2 den Knochenabbau hemmten, der durch Verh\u00e4ltnisse wie bei \nInaktivit\u00e4tsosteoporose, Prednisolongabe, \u00dcberexpression von G-CSF oder \nKnochenverlust durch Phenytoin hervorgerufen war.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K1 und Vitamin K2 wurden in verschiedenen klinischen Studien \nauf ihre Wirksamkeit in der Osteoporoseprophylaxe und -therapie \ngetestet: Bei Frauen nach der Menopause wirken 45 mg Vitamin K2 (45 mg \ntgl.) signifikant gegen Osteoporose, diese Wirkung kann durch \n1\u03b1-(OH)VitD3 Gaben noch synergistisch gesteigert werden. Ebenfalls mit \nBiphosphonaten scheint Vitamin K2 einen synergistischen Effekt zu haben.\n Auch eine Osteoporose als Nebenwirkung einer Prednisolontherapie, bei \nbili\u00e4rer Leberzirrhose, bei Inaktivit\u00e4t von Schlaganfallspatienten und \nbei Raumfahrern in der Schwerelosigkeit l\u00e4sst sich durch Vitamin K2 \nverhindern. Besonders gef\u00e4hrdet sind Parkinson-Patienten, pathologische \nH\u00fcftfrakturen bei Osteoporose zu erleiden. Auch in dieser \nPatientengruppe ist 45 mg Vitamin K2 eine wirksame Prophylaxe.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K und die Regulierung des Zellwachstums<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es existiert eine Reihe von Vitamin-K-abh\u00e4ngigen \nRezeptor-Ligand-Systemen, die am Zellmetabolismus, dem Zell\u00fcberleben, \nihren Transformationen und ihren Replikationen beteiligt sind. Hierzu \ngeh\u00f6ren das Gas6, ein Vitamin-K-abh\u00e4ngiges Protein, welches als Ligand \nan verschiedene Rezeptor-Tyrosinkinasen bindet und diese aktiviert. \nHier\u00fcber ist Vitamin K mit der Zellwachstumsregulation und der \nEntstehung von Tumoren verbunden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In vitro und in vivo wurden mit Vitamin K3, Vitamin K1 und Vitamin K2\n Versuche zu verschiedenen Tumoren und bei verschiedenen \nKrebserkrankungen gemacht, die h\u00e4ufig vielversprechende Ergebnisse \nzeigten, w\u00e4hrend die relevanten Wirkmechanismen noch Gegenstand \nverschiedener Forschungen sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits hatten zwei epidemiologische Studien Anfang der 90er \nJahre eine erh\u00f6hte Krebsrate bei Kindern gezeigt, die als Neugeborene \nVitamin K zur Prophylaxe einer Vitamin-K-Mangelblutung intramuskul\u00e4r \nerhalten hatten. Diese Ergebnisse konnten zwar nicht best\u00e4tigt werden, \nf\u00fchrten aber doch in vielen L\u00e4ndern zu einer vorzugsweise vorgenommenen \noralen Vitamin-K-Prophylaxe bei gesunden Neugeborenen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K und Gef\u00e4\u00dfverkalkung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird vermutet, dass auch der Prozess der Gef\u00e4\u00dfverkalkung durch \nProteine mit \u03b3-carboxylierten Glutamins\u00e4ureresten (\u201eGla-Proteine\u201c) \ngesteuert ist. Verkalkungen gro\u00dfer Arterien kommen vor allem bei \u00e4lteren\n Menschen mit Osteoporose vor, die einen wenig ges\u00e4ttigten \nVitamin-K-Status haben. Es wird daher spekuliert, dass Vitamin K vor \n\u201eArterienverkalkung\u201c sch\u00fctzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K2 ist wichtig f\u00fcr ein gesundes Herz-Kreislauf-System: Die \nRotterdam-Herz-Studie zeigte, dass Menschen, die sich \u00fcber einen \nzehnj\u00e4hrigen Beobachtungszeitraum von Nahrungsmitteln mit hohem Anteil \nan nat\u00fcrlichem Vitamin K2 (mindestens 32 \u00b5g t\u00e4glich) ern\u00e4hrten, deutlich\n weniger Calcium-Ablagerungen in den Arterien und eine weit bessere \nHerz-Kreislauf-Gesundheit aufwiesen als andere. Das Ergebnis der Studie \nist, dass Vitamin K2 das Risiko, eine Gef\u00e4\u00dfverkalkung zu entwickeln oder\n an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 50 % reduziert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Studie zeigte, dass Vitamin K2 die Kalzifikation nicht \nnur verhindern, sondern sogar umkehren kann: In der Studie wurde Ratten \nder Blutgerinnungsfaktor Warfarin verabreicht, um eine Verkalkung der \nArterien herbeizuf\u00fchren. Ein Teil der Ratten erhielt danach Vitamin K2 \nhaltiges Futter, w\u00e4hrend die anderen mit normaler Nahrung gef\u00fcttert \nwurden. Das Vitamin K2 f\u00fchrte bei den Tieren zu einer Reduktion des \nCalcium-Gehalts in den Arterien um 50%.<br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"395\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/csm_vitamin_k_strukturformeln_5ebd81a3ef.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5767\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/csm_vitamin_k_strukturformeln_5ebd81a3ef.jpg 213w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/csm_vitamin_k_strukturformeln_5ebd81a3ef-162x300.jpg 162w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/csm_vitamin_k_strukturformeln_5ebd81a3ef-81x150.jpg 81w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/csm_vitamin_k_strukturformeln_5ebd81a3ef-35x64.jpg 35w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K2 sch\u00fctzt Herz und Knochen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellen Sie sich vor, es g\u00e4be ein Vitamin, welches daf\u00fcr sorgt, dass \nCalcium in den Knochen eingelagert und nicht in den Arterien deponiert \nwird. So k\u00f6nnte es gleichzeitig Arterienverkalkung und Osteoporose \n(Knochenschwund) vorbeugen. Die neueste Forschung zeigt, dass Vitamin K2\n genau diese F\u00e4higkeit hat. Kurz gesagt, Vitamin K2 ist entscheidend f\u00fcr\n starke Knochen und saubere Arterien.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Personen \u00fcber 50 sind besonders gef\u00e4hrdet, was \nHerz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose betrifft. Aber gerade in \ndiesem Alter enth\u00e4lt die Ern\u00e4hrung oft noch weniger Vitamin K. So ist \nein Mangel an Vitamin K vorprogrammiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K2 sch\u00fctzt Herz und Kreislauf<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MK-7 Vitamin K2 aktiviert Matrix-Gla-Protein (MGP), welches f\u00fcr die \nRegulierung von Calcium in den Arterienw\u00e4nden zust\u00e4ndig ist. MGP ist der\n wirksamste Hemmfaktor gegen Gef\u00e4\u00dfverkalkung und kann nur durch Vitamin \nK2 aktiviert werden. Ein Mangel an Vitamin K2 f\u00fchrt deshalb unweigerlich\n zu Arterienverkalkung. Tats\u00e4chlich enth\u00e4lt gesundes Arteriengewebe \n100mal mehr Vitamin K2 als verkalkte Arterien. Viele Studien zeigen \nleider deutlich, dass unsere Ern\u00e4hrung nicht gen\u00fcgend Vitamin K2 \nliefert, um die Gla-Proteine in den Knochen und Arterien optimal zu \naktivieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K2 sch\u00fctzt und st\u00e4rkt die Knochen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K2 hat in Studien gezeigt, dass es f\u00fcr den Aufbau kr\u00e4ftiger \nKnochen genauso wichtig ist wie Calcium und Vitamin D3. Vitamin D3 \nbewirkt zwar die Bildung von Osteocalcin. Aber nur Vitamin K2 kann das \nGla-Protein Osteocalcin aktivieren, welches Calcium in die Knochen \neinlagert. Ohne aktivierte Gla-Proteine wandert Calcium unkontrolliert \naus den Knochen in die Arterien, wo es Arteriosklerose f\u00f6rdert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrliches Vitamin K2 ist die wirksamste Form von Vitamin K. Die \nBioverf\u00fcgbarkeit und Wirkungsdauer von nat\u00fcrlichem MK-7 Vitamin K2 ist \nden anderen Vitamin K Formen weit \u00fcberlegen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K2 kommt vor allem in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch,\n Innereien, Eidotter, Quark und bestimmten K\u00e4sesorten vor. Das Problem \nist aber, dass auch diese Lebensmittel nur sehr wenig K2 enthalten und \ndaher in gro\u00dfen Mengen konsumiert werden m\u00fcssten. Die beste Quelle f\u00fcr \nVitamin K2 ist Natto, ein fermentiertes Sojabohnengericht. Leider ist \nNatto gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, da es einen intensiven Geruch und Geschmack \nhat, den nur wenige m\u00f6gen.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wichtigste zu Vitamin K Vitamin K ist f\u00fcr die Blutgerinnung erforderlich (um Blutungen zu stoppen). Der K\u00f6rper braucht Vitamin K f\u00fcr den normalen Knochenaufbau. Vitamin K tr\u00e4gt zur besseren Remineralisierung der Knochen bei und hilft Knochenabbau zu vermindern. Die K-Vitamine geh\u00f6ren neben den Vitaminen A, D und E zu den fettl\u00f6slichen Vitaminen. 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