{"id":4812,"date":"2020-03-10T11:42:37","date_gmt":"2020-03-10T10:42:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4812"},"modified":"2020-04-03T11:22:03","modified_gmt":"2020-04-03T09:22:03","slug":"phytotherapie-pflanzenheilkunde","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/forschungsergebnisse-aus-naturheilkunde-und-orthomolekularer-medizin\/phytotherapie-pflanzenheilkunde\/","title":{"rendered":"Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter\n Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) versteht man vor allem das Heilen mit\n Kr\u00e4uterzubereitungen wie Tees, Inhalationen, B\u00e4der, Umschl\u00e4ge, \nWaschungen, Auflagen und Tinkturen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Therapieansatz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflanzenheilkunde findet sich in allen Kulturen der Erde als eine der  Grundmethoden der jeweiligen Medizinsysteme. In den naturheilkundlich  orientierten Medizinsystemen steht sie meist gleichwertig und in enger  Verbindung neben den auf Psyche und Seele ausgerichteten Verfahren (zum  Beispiel Schamanismus) und den auf Verhaltens\u00e4nderung zielenden  Verfahren (Ordnungstherapien). Die Pflanzenheilkunde stellt auch eine  S\u00e4ule der Traditionellen Chinesischen Medizin dar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Geschichte der Phytotherapie<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00e4ltesten historischen Aufzeichnungen \u00fcber Heilpflanzen sind 6.000\n Jahre alt und in Keilschrift erhalten. Sie wurden am Persischen Golf \nauf Tontafeln gefunden. Aus dem antiken \u00c4gypten stammt ein Papyrus, auf \ndem \u00fcber 600 Pflanzen und ihre Anwendungsbereiche verzeichnet wurden. \nDas erste Kr\u00e4uterbuch entstand 3000 v. Chr. in China und listet rund \n1000 Heilpflanzen auf. Hippokrates, der Begr\u00fcnder der wissenschaftlichen\n Medizin, besch\u00e4ftigte sich 500 v. Chr. ebenso mit Kr\u00e4utern wie der Arzt\n Dioskorides, dessen medizinisches Lehrbuch aus dem 1. Jahrhundert n. \nChr. lange als Grundlage f\u00fcr Kr\u00e4uterkundler galt. Etwa zur gleichen Zeit\n verfasste der r\u00f6mische Arzt Plinius Secundus sein 12-b\u00e4ndiges \nHeilpflanzenlexikon. Der Arzt Claudius Galenus aus dem 2. \nnachchristlichen Jahrhundert gilt als Begr\u00fcnder der modernen \nPharmakologie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelalter \u00fcbernahmen die M\u00f6nche und Nonnen eine wesentliche \nRolle in der Heilpflanzenkunde, darunter Hildegard von Bingen \n(Hildegard-Medizin). Paracelsus brachte schlie\u00dflich seine \nSignaturenlehre ein, die besagt, dass das Aussehen der Pflanze auf ihre \nHeilwirkung schlie\u00dfen lie\u00dfe. Lange bel\u00e4chelt, erf\u00e4hrt Paracelsus heute \ndurch moderne Forschungen teilweise Best\u00e4tigung. Das Lungenkraut etwa, \ndas ihn aufgrund seiner fleckigen Bl\u00e4tter an Lungengewebe erinnerte, \nwird als Tee bei chronischen Atemwegserkrankungen verwendet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Verfolgung zahlreicher kr\u00e4uterkundiger Frauen und M\u00e4nner  als Hexen und Hexer, durch die weitgreifenden Auswirkungen der  Philosophie der Aufkl\u00e4rung und die oft als &#8222;Siegeszug der Chemie&#8220; bezeichnete moderne Entwicklung der Pharmazie ging viel Wissen verloren,  das heute allm\u00e4hlich wieder entdeckt wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die moderne Phytotherapie<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\n Pfarrer Kneipp, K\u00fcnzle und Weidinger hielten die Tradition der \nKr\u00e4uterheilkunde weiter hoch, und im 20. Jahrhundert stellte der Arzt \nDr. Rudolf Fritz Wei\u00df die Heilpflanzenkunde auf eine wissenschaftliche \nBasis. Er gr\u00fcndete den ersten Lehrstuhl f\u00fcr Phytotherapie in Deutschland\n und sorgte f\u00fcr die Anerkennung durch die Schulmedizin.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die Phytotherapie sich mit der Wirkung von Pflanzenstoffen \nauf den kranken Menschen und der Nutzung von Heilpflanzen als Therapie \nbesch\u00e4ftigt, erforscht die Pharmakognosie die chemische Zusammensetzung \nder pflanzlichen Apotheke. Dabei werden ihre Inhaltsstoffe teilweise in \nEinzelwirkstoffe zerlegt, die unabh\u00e4ngig vom Gesamtgef\u00fcge der Pflanze \neine andere und manchmal sogar in hoher Dosis gef\u00e4hrliche Wirkungen \nhaben k\u00f6nnen. Auch zahlreiche schulmedizinische Medikamente enthalten \nPflanzenwirkstoffe.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Behandlung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflanzenkunde  wird oft zur Selbstbehandlung herangezogen. Am h\u00e4ufigsten werden Tees  verwendet. Damit die Kr\u00e4uter-Arzneien ihre volle Wirkkraft entfalten  k\u00f6nnen, ist die richtige Ernte, Lagerung, Zubereitung und Anwendung von entscheidender Bedeutung:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Tees f\u00fcr die innere Anwendung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heilkr\u00e4utertees sollten morgens n\u00fcchtern und am Abend vor dem \nSchlafengehen getrunken werden, zwischendurch eventuell ein bis zwei \nStunden nach dem Mittagessen. Die Wirkstoffe k\u00f6nnen aus dem leeren Magen\n besser durch die Schleimh\u00e4ute aufgenommen werden. Als Dosierung werden \nmeist 1 bis 2 Teel\u00f6ffel pro Tasse empfohlen, bei Kindern unter 6 Jahren \ndie H\u00e4lfte. Hustentees k\u00f6nnen mit Honig ges\u00fc\u00dft werden, die meisten \nanderen Tees &#8211; etwa f\u00fcr den Magen-Darmtrakt &#8211; sollten unges\u00fc\u00dft getrunken\n werden. Kr\u00e4utertee wird am besten schluckweise und in Ruhe eingenommen.\n Kurm\u00e4\u00dfige Anwendungen d\u00fcrfen ohne ausdr\u00fcckliche medizinische Verordnung\n meist nicht l\u00e4nger als drei Wochen durchgef\u00fchrt werden, weil sich \ndanach Nebenwirkungen einstellen k\u00f6nnen. Auch der regelm\u00e4\u00dfige Genuss \nimmer desselben Kr\u00e4utertees etwa als Fr\u00fchst\u00fcckstee ist deshalb nicht zu \nempfehlen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fachleute geben oft einzeln zu verwendenden Kr\u00e4utern den Vorzug  gegen\u00fcber Teemischungen. Die jeweiligen Zutaten von fertig erh\u00e4ltlichen  Mischungen w\u00fcrden manchmal sehr unterschiedliche Zubereitungsarten f\u00fcr  den Tee erfordern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aufguss (Infus):<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zarte Pflanzenteile wie Bl\u00fcten, Bl\u00e4tter und Samen (etwa  Kamillenbl\u00fcten) sowie manche Wurzeln, die \u00e4therische \u00d6le enthalten,  werden am besten mit kochendem Wasser \u00fcbergossen, f\u00fcnf bis zehn Minuten  ziehen gelassen und dann abgeseiht. Damit \u00e4therische \u00d6le nicht  verdampfen, empfiehlt es sich, den Tee zuzudecken. Teebeutel in hei\u00dfes  Wasser zu h\u00e4ngen, ergibt eine andere Wirkstoffl\u00f6sung, als sie mit dem  Wasser zu \u00fcbergie\u00dfen. Malvenbl\u00fcten zum Beispiel m\u00fcssen mit lauwarmem  Wasser \u00fcbergossen werden und mindestens eine Stunde lang ziehen, damit  sie ihre Inhaltsstoffe freisetzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aufkochung:<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche Kr\u00e4uter und Wurzeln (zum Beispiel Eibischwurzel) m\u00fcssen mit kaltem Wasser \u00fcbergossen und anschlie\u00dfend aufgekocht werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Abkochung (Dekokt):<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche\n Kr\u00e4uter und die meisten Wurzeln, Rinden und H\u00f6lzer &#8211; vor allem mit \nGerbstoffen und Kiesels\u00e4ure &#8211; sollten etwa 10 bis 15 Minuten lang \ngekocht und danach abgeseiht werden. Aus harten Pflanzenteilen sind die \nWirkstoffe schwerer herauszul\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kaltauszug (Mazeration):<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hitzeempfindliche  und gut wasserl\u00f6sliche Wirkstoffe, wie sie zum Beispiel in Misteltee  oder Baldrian enthalten sind, k\u00f6nnen auch in kaltem Wasser gel\u00f6st  werden. Daf\u00fcr werden die Kr\u00e4uter mindestens 30 Minuten lang eingeweicht.  In Kr\u00e4utern k\u00f6nnen jedoch Keime enthalten sein, die durch die kalte  Zubereitung nicht abget\u00f6tet werden. Bei bestimmten Keimen, zum Beispiel  den auf Beeren lebenden Hefen, ist das sehr w\u00fcnschenswert, da sie so zur  Regeneration der Darmflora beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gurgell\u00f6sungen <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Gurgeln und Mundsp\u00fclen wird unges\u00fc\u00dfter Kr\u00e4utertee &#8211; zum Beispiel  Salbeitee &#8211; verwendet. Die reine Gurgelzeit sollte mindestens ein bis  f\u00fcnf Minuten betragen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inhalationen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vier bis sechs Essl\u00f6ffel der Kr\u00e4uter werden mit einem Liter kochendem  Wasser \u00fcbergossen. Die aufsteigenden D\u00e4mpfe werden eingeatmet, w\u00e4hrend  man den Kopf mit einem Handtuch abdeckt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">B\u00e4der<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Voll- oder Teilb\u00e4der werden gr\u00f6\u00dfere Mengen Tee hergestellt und  dem Badewasser zugef\u00fcgt beziehungsweise pur zum Baden verletzter Glieder  verwendet. F\u00fcr einen Liter Badefl\u00fcssigkeit wird meist ein Essl\u00f6ffel der  Kr\u00e4uter zubereitet und zehn Minuten ziehen gelassen. Die Badetemperatur  sollte zwischen 35 und 40 Grad betragen. Bei ansteigenden Fu\u00dfb\u00e4dern zur  Durchblutung und Erk\u00e4ltungsabwehr wird die Temperatur langsam erh\u00f6ht  (nicht bei Venenerkrankungen und Herz-Kreislauf-St\u00f6rungen!).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Waschungen, Umschl\u00e4ge<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Hautunreinheiten k\u00f6nnen in warmen Kr\u00e4utertee getr\u00e4nkte Mullst\u00fccke\n oder T\u00fccher f\u00fcr Waschungen mit kreisenden Bewegungen verwendet werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Augenwaschungen werden von au\u00dfen nach innen durchgef\u00fchrt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Feuchte Verb\u00e4nde und Umschl\u00e4ge sollten einige Stunden lang auf der  Haut liegen bleiben und immer wieder frisch mit Kr\u00e4utertee getr\u00e4nkt  werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Anwendungsformen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heilkr\u00e4uter\n k\u00f6nnen auch als Tinkturen (etwa alkoholische Ausz\u00fcge), \u00d6lausz\u00fcge, \nSalben, Medizinalwein, Kr\u00e4uters\u00e4fte, Pulver, Tropfen oder Dragees \nverwendet werden. Sie sind fertig in Apotheken erh\u00e4ltlich, k\u00f6nnen aber \noft auch selbst angefertigt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Anwendungsgebiete<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heilkr\u00e4utertees  gelten nach wie vor als Hausmittel bei zahlreichen kleinen Beschwerden  oder zur Vorbeugung (Welche Pflanzen wof\u00fcr helfen), etwa bei beginnenden  Erk\u00e4ltungen, Atemwegserkrankungen, Ersch\u00f6pfung, Schlafst\u00f6rungen,  leichten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magenbeschwerden,  Verdauungsproblemen, Blasenleiden, Menstruationsbeschwerden und leichten  Hauterkrankungen, Verletzungen und Verstauchungen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wirkweise und Wirksamkeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wirkung der Heilpflanzen beruht auf ihrer meist sehr komplexen \nZusammensetzung aus \u00e4therischen \u00d6len, Bitterstoffen, Gerbstoffen, \nMineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen etc. Eine ganze Reihe von \nHeilpflanzen wurde mittlerweile wissenschaftlich untersucht und ihre \nWirksamkeit anerkannt. Vor allem bei leichten, chronischen oder \npsychosomatischen Erkrankungen und bei funktionellen St\u00f6rungen ist die \nPhytotherapie eine gute und auch von \u00c4rzten empfohlene \nkomplement\u00e4rmedizinische Methode.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit Kr\u00e4uter ihre Wirkstoffe bewahren, ist die richtige Ernte,  Trocknung, Verarbeitung und Aufbewahrung entscheidend. Die  Inhaltsstoff-Zusammensetzung schwankt auch je nach Standort. Kr\u00e4utertees  sollten maximal ein Jahr lang, und zwar dunkel und trocken, in  verschraubbaren Gl\u00e4sern oder Dosen gelagert werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Risiken und Gefahren<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwangere Frauen und organisch Kranke sollten sich auf keinen Fall \nselbst mit Phytotherapie behandeln, sondern sich durch Fachleute beraten\n lassen. Immungeschw\u00e4chte Menschen sollten nur unter medizinischer \nAnleitung Kaltausz\u00fcge zu sich nehmen, da sie Keime enthalten k\u00f6nnen. \nEigenm\u00e4chtig zusammengestellte Kr\u00e4uterkombinationen und auch das \nKonsumieren von Kr\u00e4utertees \u00fcber etliche Wochen und in gro\u00dfen Mengen \nk\u00f6nnen starke und auch gef\u00e4hrliche Nebenwirkungen haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der Wirksamkeit der Pflanzen empfiehlt es sich, bei der  Selbstbehandlung die Grenzen der Phytotherapie nicht zu vergessen.  Verschwinden Beschwerden nicht l\u00e4ngstens nach drei Tagen wieder, sollte  \u00e4rztlicher Rat eingeholt werden. Schmerzen und Fieber als Reaktion auf  Kr\u00e4uter sind ein Alarmzeichen, die ebenfalls einen Arztbesuch erfordern.  Bei Magenschmerzen, \u00dcbelkeit, Erbrechen, Durchfall oder allergischen Hautreaktionen ist die Behandlung sofort abzubrechen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Qualit\u00e4t der Heilkr\u00e4uter<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heilkr\u00e4uter aus der Apotheke m\u00fcssen den Mindestanforderungen laut \nArzneimittelbuch entsprechen und werden streng \u00fcberpr\u00fcft. Das gilt nicht\n f\u00fcr Tees aus dem Supermarkt, die nur als Lebensmittel und nicht als \nArzneimittel verkauft werden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Kr\u00e4uter stark mit \nUmweltgiften belastet sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Heilkr\u00e4uter selbst sammeln m\u00f6chte, sollte \u00fcber ausgezeichnete \nbotanische Kenntnisse verf\u00fcgen, um sie von \u00e4hnlichen und manchmal \ngiftigen Verwandten unterscheiden zu k\u00f6nnen. Nicht gesammelt werden \nd\u00fcrfen vom Aussterben bedrohte Pflanzen. Wurzeln sollten generell nicht \nausgegraben werden, um den Wildwuchs nicht zu gef\u00e4hrden. Sie werden \nbesser aus eigens angebauten Kulturen bezogen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Industriell hergestellte Phytopharmaka wirken nicht immer genauso wie\n die Heilpflanzen, aus denen sie gewonnen werden und die zum Beispiel \nals Tees erh\u00e4ltlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) versteht man vor allem das Heilen mit Kr\u00e4uterzubereitungen wie Tees, Inhalationen, B\u00e4der, Umschl\u00e4ge, Waschungen, Auflagen und Tinkturen. Therapieansatz Pflanzenheilkunde findet sich in allen Kulturen der Erde als eine der Grundmethoden der jeweiligen Medizinsysteme. 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