{"id":4629,"date":"2020-03-03T10:12:12","date_gmt":"2020-03-03T09:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4629"},"modified":"2020-04-02T11:06:41","modified_gmt":"2020-04-02T09:06:41","slug":"palmitoylethanolamin-pea-fragen-und-antworten","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/fettsaeuren\/palmitoylethanolamin-pea-fragen-und-antworten\/","title":{"rendered":"Palmitoylethanolamin (PEA): Fragen und Antworten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PEA-Hochrein ebnet den Weg zu  einer neuen nat\u00fcrlichen Behandlungsweise von chronischen  Schmerzzust\u00e4nden. Da dieser Wirkstoff in den Niederlanden seit 2010 und  in Deutschland seit 2011 zugelassen ist, erhalten wir t\u00e4glich eine F\u00fclle von Fragen. Wir haben die wichtigsten Fragen und die Antworten dazu in  dieser \u00dcbersicht zusammengestellt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bei welchen Arten von Schmerz kann man PEA verwenden?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon vor 10 Jahren wurde erkannt, dass Palmitoylethanolamin (PEA)  ein ausgezeichnetes Mittel gegen Schmerz und Entz\u00fcndungen sein k\u00f6nnte.  Inzwischen sind wir hunderte pharmakologische und viele Dutzende  klinische Studien weiter und der erste Eindruck scheint sich zu  best\u00e4tigen. PEA ist ein guter Schmerzstiller und ein besonderer Entz\u00fcndungshemmer und kann bei einer ganzen Reihe von Krankheiten, inklusiv Schmerzzust\u00e4nden, eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da PEA demnach ein k\u00f6rpereigener Schmerzstiller und Entz\u00fcndungshemmer\n ist, passt PEA zu vielen Arten von Schmerzen. Es sind verschiedene \nStudien vorhanden die belegen, dass PEA bei vielen Schmerzzust\u00e4nden, wie\n zum Beispiel neuropathische Schmerzen, Kiefergelenkschmerzen, Schmerzen\n am Handgelenk und an den H\u00e4nden, G\u00fcrtelrosenschmerz, R\u00fcckenschmerz und \nBeinschmerzen, Schmerzen nach dem Ziehen der Weisheitsz\u00e4hne und bei \nEndometriose. Au\u00dferdem gibt es eine Menge Indikationen die darauf \nweisen, dass dieser Wirkstoff auch Entz\u00fcndungen vermindert, zum Beispiel\n bei Hautkrankheiten wie Dermatitis.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daneben scheint in \u00dcbereinstimmung mit dem was wir wussten \u00fcber \nCannabis, Palmitoylethanolamin auch den Augeninnendruck zu verringern. \nSogar bei schweren Krankheiten bei Tieren kann PEA eingesetzt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben wir PEA mit gutem Resultat bei Patienten mit Schmerzen nach  Bandscheibenvorfall, diabetischen Schmerzen, Schmerzen nach einem  Herzinfarkt und Schlaganfall, Schmerzen nach Querschnittsl\u00e4hmung,  Schmerzen bei MS, und Schmerzen bei verschiedenen Formen von  Polyneuropathie, bis hin zu d\u00fcnner Fasernneuropathie und Angina  Pectorisschmerz, eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wieviel PEA muss ich einnehmen?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pro Tag 1200 mg ist eine gute Anfangsdosierung. Wenn nach 60 Tagen  ein Effekt aufgetreten ist, kann die Dosierung h\u00f6chstwahrscheinlich auf  zweimal 400 mg PEA pro Tag vermindert werden. Sollten Ergebnisse ausbleiben, kann es anzuraten sein, eine h\u00f6here Dosierung zu verwenden:  zweimal t\u00e4glich 800 mg.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie kann ich PEA f\u00fcr Kinder dosieren?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt noch keine Studie \u00fcber PEA bei Kindern. Wir empfehlen bei  Kindern ab 10 Jahren die halbe Dosierung zu verabreichen, beginnend mit einer 400 mg Kapsel pro Tag. Dann mit zweimal t\u00e4glich 400 mg Kapseln weiter behandeln. Grobe Richtung: 10 bis 30 mg PEA pro Kilogramm K\u00f6pergewicht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wann muss ich PEA einnehmen?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PEA kann zusammen mit einer Mahlzeit oder auch unabh\u00e4ngig davon  eingenommen werden. Es ist wichtig, die Tagesdosierung \u00fcber zwei  Einnahmen zu verteilen. Zwischen den Einnahmen sollten ungef\u00e4hr 12 Stunden vergehen, zum Beispiel vor oder nach dem Fr\u00fchst\u00fcck und dann  wieder vor oder nach dem Abendessen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ist PEA ein ungef\u00e4hrliches Mittel?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PEA ist 2012 durch mehr als 1.000.000 Menschen in Europa verwendet  worden und es wurden keinerlei unangenehme, gef\u00e4hrliche oder  problematische Nebenwirkungen gefunden. In den Niederlanden sind im  November 2012 mehr als 10.000 PEA-Dosen verwendet worden und auch hier  sind keine Nebenwirkungen von Bedeutung bekannt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kann PEA zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, das ist in Ordnung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diese Frage ausf\u00fchrlicher zu beantworten: PEA wurde in mehreren \nStudien auf Effektivit\u00e4t und Sicherheit untersucht. Dabei wurde PEA \ngleichzeitig mit zwei anderen oft verschriebenen Schmerzmitteln \nverabreicht, Lyrica und Oxycodon (einem Opiat).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gab keinerlei Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Au\u00dferdem wurde  deutlich, dass die Nebenwirkungen von Lyrica und Oxycodon durch die  gleichzeitige Einnahme von PEA vermindert wurden. Dies ist wichtiger klinischer Fakt. PEA beeinflusst keine anderen Mittel und kann ohne  Probleme zusammen mit anderen Schmerzmitteln und Medikamenten gebraucht  werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ist PEA auch ungef\u00e4hrlich wenn ich schon 75 bin?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, PEA kann ohne Probleme auch von \u00e4lteren Menschen angewendet \nwerden. PEA ist bei vielen Patienten getestet worden. Die Daten aus dem \nJahr 2010 zur Einnahme durch \u00e4ltere Menschen zeigte, dass die Anwendung \nungef\u00e4hrlich und problemlos ist:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">111 Menschen im Alter zwischen 65 und 70 Jahren; 116 Menschen  zwischen 71 und 75; 63 Menschen zwischen 76 und 80 Jahren; 65 zwischen  81 und 90 Jahren. Unser \u00e4ltester Patient war 91 Jahre alt hatte  keinerlei Nebenwirkungen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ich bin \u00e4lter als 65. Muss ich andere Dosierungen verwenden?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Menschen \u00fcber 65 k\u00f6nnen die normale Dosierung von zweimal 600 mg pro Tag gebrauchen. Der \u00e4lteste Mensch war 91 und vertr\u00e4gt die normale Dosierung ohne Probleme. In Europa sind hunderte Menschen von \u00fcber 65 ohne Probleme behandelt worden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie wird PEA produziert und in unserem K\u00f6rper abgebaut? Kann der Gehalt an PEA im Blut gemessen werden?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palmitoylethanolamin wird in allen K\u00f6rperzellen hergestellt. Es wird \nvermehrt hergestellt in den Zellen, die es ben\u00f6tigen und es ist ein \neinfacher, molekul\u00e4rer fetthaltiger Stoff. In der Zelle sind Enzyme \nvorhanden, die diesen fetthaltigen Stoff herstellen und auch Enzyme, die\n den Stoff wieder in fetthaltige Bausteine verwandeln. Das Enzym, das \ndiese Art Stoffe abbaut, hei\u00dft FAAH.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Palmitoylethanolamin in der Zelle vorhanden ist, und als  fetthaltige Substanz sofort in der Zelle aufgenommen wird, ist ein  Messen der Blutwerte nicht sinnvoll und au\u00dferdem sehr schwierig. Es kann  nur innerhalb einer wissenschaftlichen Untersuchung gemessen werden und  ist deshalb auch relativ teuer.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie lang muss ich PEA einnehmen bevor ich ein Resultat merke?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Allgemeinen zeigen sich die ersten Resultate zwischen Tag 1 und Tag 28 der ersten vier Wochen der Einnahme. Bei manchen Personen kann dies, abh\u00e4ngig von verschiedenen Faktoren, l\u00e4nger dauern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal bemerken Anwender den Effekt von PEA erst, wenn sie die \nEinnahme beenden. Dann wird der Unterschied zwischen Supplementieren und\n Nicht-Supplementieren deutlich.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gelegentlich dauert es bis zu 30 Tage, bis der K\u00f6rper reagiert. Sehr \noft tritt die Wirkung bereits nach wenigen Tagen ein. Manchmal dauert es\n relativ lange bevor der K\u00f6rper reagiert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Palmitoylethanolamin seine Wirkung durch die nat\u00fcrlichen \nMechanismen des K\u00f6rpers aus\u00fcbt und nach der Einnahme in den Zellen viele\n biologische Prozesse stattfinden, kann es etwas dauern bis die \nResultate sp\u00fcrbar werden. Dies ist ein anderer Prozess als das Einnehmen\n eines chemischen Schmerzmittels, das nach dem Schlucken schnell die \nNervenzelle ausschaltet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PEA dringt in die K\u00f6rperzellen ein und dringt vor bis zu einem  speziellen Teil des Zellkerns, dem Kernrezeptor. Auf diesen Zellkern \u00fcbt  es seine positive Wirkung aus. Bevor der Kernrezeptor den Schmerz und  die Entz\u00fcndungsreaktion im K\u00f6rper vermindern kann, m\u00fcssen eine ganze  Reihe von biologischen Aktionen und Reaktionen stattfinden. Das  bedeutet, dass bei manchen Patienten schon innerhalb einer Woche ein  Effekt gef\u00fchlt wird, es bei anderen Patienten aber eben auch l\u00e4nger  dauern kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hilft PEA auch bei Bandscheibenvorfallschmerzen?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schmerzen als Folge von Bandscheibenvorfall kommen h\u00e4ufig vor und \ndeshalb wurde auch eine Studie mit \u00fcber 600 Patienten gemacht, die \nschwere Schmerzen in R\u00fccken und Beinen nach Bandscheibenvorfall hatten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PEA hat wie folgt gewirkt: Die h\u00f6chste Dosierung war die beste,  besser als die niedrige, die an sich wieder besser wirkten als das  verabreichte Placebo. PEA ist demnach bei Schmerzen als Folge von  Bandscheibenvorfall gesichert erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Funktioniert PEA auch manchmal nicht?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Untersuchungen ist deutlich geworden, dass viele Schmerzmittel  bei einer Anzahl Menschen nicht anschlagen. Manchmal musste man sogar 5 Menschen behandeln um bei einer Person ein Resultat zu verbuchen. Bei  PEA reagieren aber mehr Menschen positiv als bei den besten  herk\u00f6mmlichen Schmerzmitteln wie zum Beispiel Pregabalin und Amitriptylin. Das ist belegt durch eine Studie mit mehr als 600  Menschen. Aber es gibt immer wieder Patienten, bei denen ein  Schmerzmittel nicht wirkt und das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr PEA. Wenn Sie  das Risiko nicht tragen wollen, raten wir von der Anwendung ab.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kann der Schmerz durch PEA auch schlimmer werden?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schmerz ist unberechenbar. Manchmal wird der Schmerz durch  Wetterver\u00e4nderung oder Ver\u00e4nderung der Essensgewohnheiten oder ohne  ersichtlichen Grund schlimmer. Darum ist es auch in Studien so wichtig, die Umst\u00e4nde so konstant wie m\u00f6glich zu halten. Es gibt inzwischen eine  gro\u00dfe Anzahl klinischer Studien bei Arthroseschmerz in Kiefergelenk,  Schmerz in Beinen und R\u00fccken nach einem Bandscheibenvorfall, Schmerz  nach dem Ziehen der Weisheitsz\u00e4hne, Endometrioseschmerz, Diabetesschmerz  und Schmerz durch das Karpaltunnelsyndrom. Au\u00dferdem gibt es drei  Studien zur Antigrippewirkung von PEA. In keiner der Studien schien PEA  den Schmerz schlimmer zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PEA-Hochrein ebnet den Weg zu einer neuen nat\u00fcrlichen Behandlungsweise von chronischen Schmerzzust\u00e4nden. Da dieser Wirkstoff in den Niederlanden seit 2010 und in Deutschland seit 2011 zugelassen ist, erhalten wir t\u00e4glich eine F\u00fclle von Fragen. 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