{"id":4566,"date":"2020-02-28T14:01:56","date_gmt":"2020-02-28T13:01:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4566"},"modified":"2020-04-02T10:49:51","modified_gmt":"2020-04-02T08:49:51","slug":"gesundheitsschutz-durch-polyphenole","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/bioflavonoide-und-kraeuter\/gesundheitsschutz-durch-polyphenole\/","title":{"rendered":"Gesundheitsschutz durch Polyphenole"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Polyphenole sind gesundheitsrelevante Stoffe aus Tees, Heil- und Nahrungspflanzen.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen geben deutliche Hinweise, dass \nPolyphenole im Organismus hilfreich sind und die Zellen im Kampf gegen \nEntz\u00fcndungen, Zellentartung und oxidativen Stress unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. \nEine wichtige Klasse Polyphenole stellen die Flavonoide dar. Sie kommen \nweit verbreitet in Pflanzen vor und tragen in vielen Obst- und \nGem\u00fcsearten zu Farbe und Geschmack bei. Der Klasse der Polyphenole \ngeh\u00f6ren auch eine Reihe von Untergruppen wie z.B. auch die Catechine und\n Antocyane an.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Lieferanten f\u00fcr Polyphenole sind zum Beispiel Wildfr\u00fcchte, alte  Apfelsorten aus biologischem Anbau, Trauben, Kirschen, Holunder,  Heidelbeeren, Schwarze Eberesche, Granat\u00e4pfel, Soja, Rotwein oder auch  Auberginen und Rote Bete. Zwiebeln und Schnittlauch haben nicht zuletzt  wegen ihrer Flavonoide einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Auch  Genussmittel wie Tee, Kakao oder Schokolade bieten dank ihres hohen  Polyphenolgehalts nicht nur Genuss, sondern auch Gesundheit. Ebenso sind  viele Heilpflanzen wie z.B. Wei\u00dfdorn und das Bienenkitt-harz Propolis  reich an Flavonoiden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Polyphenole besitzen vielf\u00e4ltige Wirkungen <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4here Analysen der Wirkmechanismen dieser pflanzlichen Abwehrstoffe  zeigen, dass sie oft auf mehreren Ebenen sch\u00fctzend und regulierend  einwirken k\u00f6nnen. H\u00e4ufig besitzen Flavonoide lebersch\u00fctzende,  entgiftende, cholesterinsenkende, Gef\u00e4\u00df sch\u00fctzende,  durchblutungsf\u00f6rdernde, immunst\u00e4rkende und -regulierende,  antidepressive, entkrampfende, schmerzstillende, geschw\u00fcrhemmende,  antiallergische und entz\u00fcndungshemmende Eigenschaften.<br>Sie sch\u00fctzen  uns vor Viren, Bakterien und Pilzen und f\u00f6rdern die Ausscheidung von  bestimmten Umweltgiften (z.B. Schwermetalle und Epoxide). Flavonoide  sind st\u00e4rkere Antioxidantien als die Vitamine C und E und sch\u00fctzen den  K\u00f6rper vor freien Radikalen. Au\u00dferdem erh\u00f6hen Sie die Wirkung von  Vitamin C.<em>62.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Polyphenole als Phytohormone<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei\n dem Flavonoid Quercetin und den in Soja vorkommenden Isoflavonen \nGenistein, Daidzein und Glycitein handelt es sich um Substanzen die von \nihrem chemischen Aufbau her den \u00d6strogenen stark \u00e4hneln und auch als \nsolche (nur weniger stark) wirken k\u00f6nnen. Als schwache \u00d6strogene k\u00f6nnen \nsie aber auch erw\u00fcnschte anti\u00f6strogene Wirkungen ausl\u00f6sen: Asiatische \nFrauen weisen h\u00f6here Phyto\u00f6strogenausscheidungen im Urin auf, sie haben \nl\u00e4ngere Menstruationszyklen und niedrigere \u00d6strogenplasmaspiegel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Holunderbeeren-Extrakt enth\u00e4lt bioaktive Stoffe (Flavonoide, Vitamin A  und C, best. Eiwei\u00dfstoffe), die unter anderem das Eindringen von  Grippeviren in die Zelle hemmen und die Virusvermehrung behindern.  Hierdurch kann der K\u00f6rper sich einfacher gegen diese wehren.  Holunderbeeren enthalten zum Beispiel die Flavonoide Rutosid,  Isoquercetin und Hyperosid. Diese wirken entz\u00fcndungshemmend und erh\u00f6hen  die Widerstandskraft gegen Allergien, krebserregende Stoffe und Infekte.  Nicht umsonst gilt in der grippeanf\u00e4lligen Herbst- und Winterzeit  Holunderbeersaft als bew\u00e4hrtes Hausmittel. Es zeigte sich in  Untersuchungen au\u00dferdem, dass die Gefahr eines Zusammenklebens roter  Blutk\u00f6rperchen geringer ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Superstar Quercetin<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin gilt als das bisher am besten untersuchte Flavonoid. In \nvielen Untersuchungen hat es sich als au\u00dferordentlich vielseitig \nerwiesen: Somit ist es v.a. f\u00fcr Menschen interessant, die von \nHeuschnupfen, Sinusitis und Asthma geplagt sind, da es \u00fcber \nentz\u00fcndungshemmende und antiallergische Eigenschaften verf\u00fcgt. Es kann \ndas Zusammenkleben von Blutpl\u00e4ttchen hemmen und so der Bildung von \nThrombosen vorbeugen. Als wirksames Antioxidans sch\u00fctzt es Blutgef\u00e4\u00dfe, \nAugen und das LDL-Cholesterin (das sogenannte \u201eschlecht&amp; \nCholesterin) vor Oxidation. Es wirkt entspannend auf die Zellen der \nglatten Muskulatur und tr\u00e4gt damit zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks\n bei, und es hilft Rhythmusst\u00f6rungen vorzubeugen. F\u00fcr Quercetin \nbest\u00e4tigten sich in experimentellen Studien anti\u00f6strogene Effekte. Es \nzeigte sich beispielsweise, dass Quercetin das Wachstum von \nProstata-Krebszellen hemmen kann. Des Weiteren blockiert dieses \nFlavonoid ein Enzym, das zur Ansammlung von Sorbitol, einer Zuckerart, \nf\u00fchrt. Erh\u00f6hte Sorbitol-Mengen k\u00f6nnen bei Diabetes zu Folgesch\u00e4den \nbeitragen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin verbessert m\u00f6glicherweise die Ausdauer bei untrainierten \nPersonen! Ein amerikanisches Wissenschaftlerteam um Dr. J. Mark Davis an\n der Universit\u00e4t in Columbia hat seit einiger Zeit eine weitere \npotenzielle Wirkung des Quercetins im Auge. In Tierexperimenten fand die\n Gruppe Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass Quercetin auch die Funktion der \nMitochondrien, welche als die \u201eKraftwerke&#8220; der Zellen gelten, verbessern\n kann. Eine kleine Studie bei zw\u00f6lf gesunden, aber sportlich \nuntrainierten Versuchsteilnehmern zeigte, das eine t\u00e4gliche Zufuhr von \n500 mg Quercetin bei untrainierten Personen die Ausdauerleistung in \neinem Masse verbesserte, wie es sonst nur durch konsequentes \nAusdauertraining erreichbar ist. Bei trainierten Personen konnten in \nverschiedenen Untersuchungen keine Verbesserungen der Fitness \nfestgestellt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwiebeln, Schnittlauch und Guaven enthalten am meisten Quercetin.  Auch Preiselbeeren und Schwarze Johannisbeeren sowie alte Apfelsorten  aus biologischem Anbau z\u00e4hlen zu den guten Quercetin-Quellen, ebenso gr\u00fcner und schwarzer Tee. Kleinere Mengen kommen au\u00dferdem in gr\u00fcnen  Blattgem\u00fcsen und Bohnen vor.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Beerenpower<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Polyphenole aus Holunder-, Apfel- und Heidelbeeren haben eine \npositive Wirkung auf das Gef\u00e4\u00dfsystem. Studien der Indiana University \nSchool of Medicine (www.indiana.edu) f\u00fchren die Wirkungen vor allem auf \ndie Stimulation des so genannten Stickstoff-Monoxid (NO)-Systems zur\u00fcck,\n welches eine wichtige Rolle f\u00fcr die Gesundheit aller Arterien im K\u00f6rper\n spielt. Der gasf\u00f6rmige Botenstoff NO wird von endothelialen Zellen, die\n die Innenwand der Gef\u00e4sse auskleiden, produziert und bewirkt eine \nEntspannung der glatten Muskulatur der Arterien. Wenn NO fehlt ziehen \nsich die Arterien zusammen. Die Folge ist ein hoher Blutdruck, der \ngef\u00e4hrlich ansteigen kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Holunderbeeren-Extrakt enth\u00e4lt bioaktive Stoffe (Flavonoide, Vitamin A  und C, best. Eiwei\u00dfstoffe), die unter anderem das Eindringen von  Grippeviren in die Zelle hemmen und die Virusvermehrung behindern.  Hierdurch kann der K\u00f6rper sich einfacher gegen diese wehren.  Holunderbeeren enthalten zum Beispiel die Flavonoide Rutosid,  Isoquercetin und Hyperosid. Diese wirken entz\u00fcndungshemmend und erh\u00f6hen  die Widerstandskraft gegen Allergien, krebserregende Stoffe und Infekte.  Nicht umsonst gilt in der grippeanf\u00e4lligen Herbst- und Winterzeit  Holunderbeersaft als bew\u00e4hrtes Hausmittel. Es zeigte sich in  Untersuchungen au\u00dferdem, dass die Gefahr eines Zusammenklebens roter  Blutk\u00f6rperchen geringer ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie Flavonoide das Gehirn sch\u00fctzen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sauerstoffmangel, Reiz\u00fcberflutung, Vitamin B6-Mangel,  Bewegungsmangel, Geschmacksverst\u00e4rker und Psychodauerstress geh\u00f6ren zu  den Faktoren, die zu einer vermehrten Freisetzung des erregenden  Neu-rotransmitters Glutamat. Hierbei wird Aufnahme der Aminos\u00e4ure  Cystein in die Zelle durch den Neurotransmitter Glutamat gehemmt. Da die  Zellen Cystein jedoch zur Herstellung des Antioxidans Glutathion ben\u00f6tigen, wird somit durch Glutamat der Glutathionspiegel innerhalb der  Zelle gesenkt. Dies f\u00fchrte zu einer erh\u00f6hten Bildung Freier Radikale  und einem erh\u00f6hten Einstrom von Kalzium-Ionen in die Hirnzellen und  damit letztlich zum Untergang der Zellen. Untersuchungen an kultivierten  Hirnzellen konnten zeigen, dass viele Flavonoide in der Lage sind,  Hirnzellen vor der Toxizit\u00e4t von Glutamat und anderen oxidativen  Sch\u00e4digungen zu sch\u00fctzen. Hierbei konnten drei unterschiedliche  Schutzmechanismen identifiziert werden: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Flavonoide erh\u00f6hen zum einen den Gehalt an intrazellul\u00e4rem \nGlutathion, senken aber auch direkt die Bildung von Freien Radikalen. \nDes Weiteren vermindern bestimmte Flavonoide das Einstr\u00f6men von \nKalzium-Ionen in die Hirnzellen. Welcher Schutzmechanismus f\u00fcr ein \nbestimmtes Flavonoid charakteristisch ist, wird dabei von der chemischen\n Struktur der einzelnen Flavonoide bestimmt. Dass Flavonoide auch beim \nMenschen wirksam sind und das Gehirn sch\u00fctzen, wurde unter anderem in \nzwei epidemiologischen Studien gezeigt: Das Risiko, an einer Demenz zu \nerkranken, wird sowohl durch eine m\u00e4ssige Aufnahme von Flavonoiden als \nauch durch den m\u00e4\u00dfigen Konsum von Wein, der bekanntlich besonders viele \nPolyphenole (zum Beispiel Flavonoide und Anthocyane) enth\u00e4lt, gesenkt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regensburger Wissenschaftler zeigten jetzt, dass diese Polyphenole  auch in der Pr\u00e4vention von Morbus Parkinson eine Rolle spielen k\u00f6nnten.  Ihrer Hypothese nach k\u00f6nnte eine Hemmung des Enzyms Monoaminoxidase  durch Anthocyane in Beeren f\u00fcr positive Effekte auf das dopaminerge  System verantwortlich sein. Monoaminoxidase f\u00fchrt zum verlangsamten  Abbau verschiedener Neurotransmitter (z. B. Noradrenalin, Dopamin,  Serotonin) und einiger Hormone (z. B. Adrenalin). Obwohl die  Beereninhaltsstoffe nicht so effektiv wie handels\u00fcbliche Arzneimittel  waren, k\u00f6nnten sie dennoch eine (besonders polyphenolreiche Nahrung &#8211; z.  B. durch Heidel- und Holunderbeeren, rote Weintrauben und Rotkohl) neue  M\u00f6glichkeiten in der Pr\u00e4vention neuronaler Erkrankungen er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">OPC aus Traubenkernextrakt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei  den z. B. aus Traubenkernen extrahierten oligomeren Proanthocyanidine  (OPC) handelt es sich um . Stoffe, die im weitesten Sinn ebenfalls mit  den Flavonoiden verwandt sind. Wegen ihrer sehr geringen Molek\u00fclgr\u00f6sse  werden sie besonders gut resorbiert und k\u00f6nnen auch die sogenannte  Bluthirnschranke \u00fcberwinden. Es konnte nachgewiesen werden, dass sie die  Kollagenstrukturen am st\u00e4rksten sch\u00fctzen. Aus vielf\u00e4ltigen Untersuchen  ging hervor, dass OPC eine \u00e4u\u00dferst effektive Antioxidatienverteidigung  auf-bauen. Diese Stoffe heften sich an Kollagenstrukturen und an  Zellmembranen des Gef\u00e4\u00dfsystems. OPC verf\u00fcgen ebenfalls \u00fcber  entz\u00fcndungshemmende und allergiehemmende Wirkungen. Sie k\u00f6nnen sich mit  Metallen verbinden, bevor diese ihre zerst\u00f6rerische Kraft entfalten:  Denn diverse Schwermetalle, wie auch freies Kupfer und freies Eisen  f\u00f6rdern die Entstehung freier Radikale.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcner Tee<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Extrakte von Gr\u00fcnem Tee sind besonders interessant bei degenerativen  Erkrankungen sowie Krebs und Arteriosklerose, da sie eine hohe  Konzentration an Polyphenolen aufweisen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber sehr gute  antioxidative Eigenschaften. Polyphenole aus Gr\u00fcnem Tee erh\u00f6hen die  Effektivit\u00e4t eines Breitbandantibiotikums um 20% und machen einen Teil  der bereits resistenten Bakterien wieder angreifbar. Gr\u00fcner Tee  reduziert oxidativen Stress, senkt den Cortisolspiegel und st\u00e4rkt die  Kollagenstrukturen. Der Polyphenol-Komplex in Gr\u00fcnem Tee Extrakt enth\u00e4lt  vornehmlich Flavonoide des Typs Catechine, sowie Flavonole und Glykosyl-Flavonole (an Zucker gebundene Flavonole).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Propolis<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bienenkittharz Propolis geh\u00f6rt zu den wirksamsten  Flavonoidlieferanten. Propolis hat sowohl eine antibakterielle als auch  eine antivirale Wirkung und im Gegensatz zu den normalerweise  eingesetzten &#8211; allerdings st\u00e4rkeren &#8211; Antibiotika k\u00f6nnen Bakterien und  Viren keine Resistenz gegen Propolis entwickeln. Es hat den Vorteil, die  \u201eguten&#8220; Darmbakterien nicht anzugreifen. Zudem besitzt Propolis  pilzabt\u00f6tende Eigenschaften, st\u00e4rkt die k\u00f6rpereigenen Abwehrkr\u00e4fte,  verbessert die Durchblutung, lindert Entz\u00fcndungen und beschleunigt die  Wundheilung. Die St\u00e4rke von Propolis liegt in der Pr\u00e4vention. Es ist  ausgesprochen reich an nat\u00fcrlichen Pflanzenharzen, Polyphenolen (z.B.  Ipriflavon), enth\u00e4lt aber auch Vitamine, Spurenelemente, antibakterielle  Eiwei\u00dfverbindungen und \u00e4therische \u00d6le.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ipriflavon<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ipriflavon ist ein lsoflavonoid, das aus dem Sojaisoflavon Daidzein  synthetisiert wird. Ipriflavon welches unter anderem im Propolis  vorkommt und auch durch Fermentation von Soja gewonnen wird, wirkt  anabol (aufbauend) auf die Knochen. Es verbessert obendrein die Ausdauer  und senkt den Cholesterin-spiegel. In den letzten 10 Jahren wurden \u00fcber  als 60 klinische Studien zur Anwendung von Ipriflavon in der Vorbeugung  und in der Behandlung (Umkehrung) von Knochensubstanzverlusten  Durchgef\u00fchrt. Ipriflavon wirkt als Hemmstoff des Parathyreoidhormon-,  Vitamin D-, PGE2- und Interleukin-1-beta-stimulierten Knochenabbaus.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Silymarin<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Extrakte aus der Mariendistelpflanze (Silybum marianum) enthalten mit\n Silymarin ein Komplex verschie-dener Flavonoide (gekoppelt an Alkohol).\n Davon hat das Flavonoid Silybin die gr\u00f6sste biologische Aktivit\u00e4t. Die \nseit langem bekannte lebersch\u00fctzende Wirkung der Mariendistel ist sowohl\n in tierexperimentellen als auch klinischen Studien best\u00e4tigt. Silymarin\n sch\u00fctzt die Leber vor einer breiten Skala lebertoxischer Stoffe. Dazu \nz\u00e4hlen Ethanol, Tetrachlorkohlenstoff, Dioxin und lebersch\u00e4digende \nPharmaka. Silymarin ist auch effektiv gegen Gifte aus dem \nKnollenbl\u00e4tterpilz, dem st\u00e4rksten Lebergift. Die Wirksamkeit des \nSilymarins beruht an erster Stelle auf der starken antioxidativen \nWirkung, die noch viel st\u00e4rker ist als die des Vitamins E.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des Weiteren ist der Flavonoidkomplex Silymarin imstande, die  Umwandlung mehrfach unges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren in entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde  Gewebshormone (Leukotri\u00f6ne) zu verhindern und verf\u00fcgt auch \u00fcber  bemerkenswerte leberregenerierende Eigenschaften. Dies ist auf die  Anregung der Eiweisssynthese zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dadurch wird die Bildung  von neuem Lebergewebe gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Auf Vielfalt achten!<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sollte ein m\u00f6glichst breites Spektrum an Flavonoiden und anderen  Polyphenolen zugef\u00fchrt werden. Zu den empfehlenswerten Lebensmitteln  geh\u00f6ren hie vor Allem Beerenfr\u00fcchte, Waln\u00fcsse, dunkle Herren-schokolade  (mind. 70 % Kakaoanteil), Rotkohl, Rote Beete, Granatapfel, Hibiskustee  und Gr\u00fcner Tee. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit Polyphenole optimal wirken, ben\u00f6tigen wir eine gesunde \nDarmflora. Die von Natur aus in unserem Darm lebenden Bakterien \nver\u00e4ndern die Struktur der Flavonoide und optimieren ihre Resorption. \nUnterschiede in der Darmflora k\u00f6nnen also zu einer ver\u00e4nderten \nResorption f\u00fchren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit diese Vitalstoffe ihre Wirkung entfalten und aufgenommen werden  k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie durch die Milchs\u00e4urebakterien einer gesunden  Darmflora von Ihren Zuckermolek\u00fclen befreit werden. Deswegen verbessert  der Verzehr von milchsauer vergorenen Lebensmitteln und\/oder  entsprechenden probioti-schen Bakterienkulturen die Resorption dieser  Vitalstoffe aus entsprechenden Lebensmitteln oder Nahrungserg\u00e4nzungen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur zu Polyphenolen<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Jean Carper: \u201eNahrung ist die beste Medizin&#8220; ISBN: 3-548-36510-8 \/ UNstein Taschenbuchverlag <\/li><li>Steven Pratt: \u201eSuperfood. 14 Nahrungsmittel, die Ihr Lebenver\u00e4ndern.&#8220; ISBN: 3453660099 \/ Heyne Verlag <\/li><li>Earl Mindel: \u201eDie N\u00e4hrstoffbibel.&#8220; ISBN: 3453154568 \/ Heyne Verlag<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quellenhinweise<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Dreiseitel A et al. \u201eBerry anthocyanins and their aglycons  inhibit monoamine oxidases A and 8. Pharmacological Research 2009: 59:  306-11 <\/em> <\/li><li><em>D. Commenges, V Scotet, S. Renaud, H. Jacqmin-Gadda, I?  Barberger-Gateau, J F Dartigues: Intake of flavonoids andrisk of  dementia. Eur. J. Epidemiol. 16 (2000) 357-363 <\/em> <\/li><li><em>K. Ishige, D. Schubert, Y Sagara: Flavonoids protect neuronal  cellsfrom oxidative stress by three distinct mechanisms. Free Radic.  Biol. Med. 30 (2001) 433-446. <\/em> <\/li><li><em>J.M. Orgogozo, J.F. Dartigues, S. Lafont, L. Letenneur, D.  Commenges, R. Salamon, S. Renaud, M.B. Breteler: Wineconsumption and  dementia in the elderly: a prospective community study in the Bordeaux  area. Rev. Neurol. 153 (1997)185-192. <\/em> <\/li><li><em>Dirk Rohwedder i. Zus.-Arb. mit Prof. Dr. Bent H. Havsteen;  PropolisDer Stoff aus dem Gesundheit ist; BTV Taschenbuch Verlags GmbH,  Berlin <\/em> <\/li><li><em>Benvenuti S, Tanini A, Frediani U, et al. Effects of ipriflavone  and ist metabolites an a clonal osteoblastic cell line. J Bone Miner Res  1991;6:987-996. <\/em> <\/li><li><em>Davis JM, Carlstedt CJ, Chen S, Carmichael MD, Murphy EA: The  dietary flavonoid quercetin increases VO(2max) and endurance capacity.  Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2010 Feb;20(1):56-62.<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polyphenole sind gesundheitsrelevante Stoffe aus Tees, Heil- und Nahrungspflanzen. Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen geben deutliche Hinweise, dass Polyphenole im Organismus hilfreich sind und die Zellen im Kampf gegen Entz\u00fcndungen, Zellentartung und oxidativen Stress unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Eine wichtige Klasse Polyphenole stellen die Flavonoide dar. 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