{"id":4544,"date":"2020-02-28T13:16:00","date_gmt":"2020-02-28T12:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4544"},"modified":"2020-09-22T15:29:07","modified_gmt":"2020-09-22T13:29:07","slug":"quercetin-studien-und-wichtige-informationen","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/bioflavonoide-und-kraeuter\/quercetin-studien-und-wichtige-informationen\/","title":{"rendered":"Quercetin: Studien und wichtige Informationen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Curcumin und Quercetin: Mit Curry und Zwiebeln gegen Darmkrebs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Inhaltsstoffe Curcumin und Quercetin vermindern Gr\u00f6\u00dfe und Anzahl von Krebsvorstufen im Darm<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln k\u00f6nnen gef\u00e4hrliche Darmpolypen \nzur\u00fcckdr\u00e4ngen und damit Darmkrebs vorbeugen. Das haben amerikanische \nMediziner in einer vielversprechenden Pilotstudie an f\u00fcnf Patienten \ngezeigt, die an der so genannten famili\u00e4ren adenomat\u00f6sen Polyposis (FAP)\n litten. Im Laufe dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen \nim Darm. Unbehandelt folgt zwangsl\u00e4ufig Darmkrebs. Mit den als Tablette \neingenommenen Wirkstoffen Curcumin aus der Curryzutat Gelbwurz und \nQuercetin aus der Zwiebel konnte die Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der Darmpolypen \nstark reduziert werden, schreiben die Wissenschaftler.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da FAP zu einer Wucherung von Polypen mit anschlie\u00dfendem Darmkrebs \nf\u00fchrt, war zur Vorbeugung bei allen Patienten bereits ein Teil des \nDickdarms operativ entfernt worden. Die Mediziner untersuchten nun \u00fcber \neinen Zeitraum von neun Monaten, wie sich unter Einnahme von Curcumin \nund Quercetin die verbliebenen Polypen im restlichen Verdauungstrakt \nverhielten. Die Zahl der Polypen ging um sechzig Prozent, die Gr\u00f6\u00dfe um \nf\u00fcnfzig Prozent zur\u00fcck, stellten die Forscher fest. Dieser positive \nBefund best\u00e4rkt sie nun, eine klinische Studie mit gr\u00f6\u00dferer Beweiskraft \nin Angriff zu nehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forscher vermuteten schon l\u00e4nger, dass sowohl Curcumin als auch \nQuercetin eine Wirkung gegen Darmpolypen und Darmkrebs entfalten. \nTeilweise waren dies aber nur Versuche an Zellkulturen und mit M\u00e4usen. \nIn der neuen Studie zeigte das Kombinationspr\u00e4parat bei den Patienten \nfast keine Nebenwirkungen. Daher k\u00f6nnte es eine gute Alternative zu \nanderen Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen \nwerden und zu Geschw\u00fcren und Blutungen im Verdauungstrakt f\u00fchren, hoffen\n die Mediziner. \u00dcber Curryso\u00dfe und Zwiebelsuppe lassen sich die \nWirkstoffe allerdings nicht in ausreichendem Ma\u00dfe einnehmen, da \nbesonders Curcumin im medizinischen Test sehr hoch dosiert war. In Curry\n macht es nur drei bis f\u00fcnf Gewichtsprozent aus.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Francis Giardiello et al. (Johns-Hopkins-Universit\u00e4t,  Baltimore):Clinical Gastroenterology and Hepatology,  Online-Vorabver\u00f6ffentlichung, doi:10.1016\/j.cgh.2006.03.020 <\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quercetin \u2013 ein seit 30 Jahren bekanntes Antioxidans<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin (von lateinisch quercus Eiche) ist ein gelber \nNaturfarbstoff der in vielen Pflanzen, zum Beispiel in der F\u00e4rbereiche \noder im Apfel vorkommt. Ebenso ist es im Wein enthalten. Da Quercetin \nhaupts\u00e4chlich in der Traubenschale vorkommt, sind die Gehalte in \nRotweinen erwartungsgem\u00e4\u00df viel h\u00f6her. Daneben tr\u00e4gt auch eine \nHolzfa\u00dflagerung zum Quercetingehalt bei, da die Substanz w\u00e4hrend der \nLagerung langsam vom Holz in den Wein \u00fcbergeht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Flavonoide, Anthocyane und oligomere Proanthocyamdme bilden eine \nGruppe von etwa 5000 verschiedenen phenolischen Verbindungen, die im \nPflanzenreich weit verbreitet sind. Im Vergleich zu anderen sekund\u00e4ren \nPflanzeninhaltsstoffen besitzen sie ein au\u00dferordentlich breites \nWirkspektrum (siehe untenstehende \u00dcbersicht). Neben antikanzerogenen, \nantimikrobiellen, anti\u00f6demat\u00f6sen, antiphlogistischen und \nimmunmodulierenden Wirkungen weisen Polyphenole ausgepr\u00e4gte \nantioxidative Eigenschaften auf. In ihrer antioxidativen und \nzytoprotektiven Wirksamkeit sind sie den Vitaminen \u00fcberlegen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einzelnen Vertreter der Flavonoide (Flavone, Flavonole, \nAnthocyanidine, Flava-none) unterscheiden sich in der Substitution der \nRinge. Hauptsubstituenten sind OH-Gruppen, die h\u00e4ufig mit Zuckerresten \n(z.B. Rhamnose) glykosidiert sind. Das bekannteste Aglykon (= \nzuckerfreier Glykosidrest) aus der Gruppe der Flavonole ist das \nQuercetin. Flavonole tragen am C3 des Heterozyklus zus\u00e4tzlich eine \nOH-Gruppe. Rutosid ist das Flavonolglykosid des Quercetins.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die antioxidative Wirkung dei Flavonoide beruht auf der phenolischen  OH-Gruppe. Dabei steigt mit der Anzahl der OH-Gruppen die antioxidative  Potenz. Quercetin und Rutosid geh\u00f6ren mit den Anthocyanen,  Proanthocyanidinen und dem Epigallocatechingallat (gr\u00fcner Tee) zu den  st\u00e4rksten Antioxidantien unter den Polyphenolen. Flavonoide mit einer  OH-Gruppe in Nachbarstellung zur Oxogruppe wie das Quercetin k\u00f6nnen  prooxidativ wirkende \u00dcbergangsmetalle durch die Bildung stabiler  Metall-Chelat-Komplexe inaktivieren. Die LDL-Oxidation und Bildung  entz\u00fcndungsf\u00f6rdernder Eicosanoide wird durch Flavonoide gehemmt.  Flavonoide sch\u00fctzen mehrfach unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren in den  Zellmembranen vor der Lipidperoxidation und sind gleichzeitig nat\u00fcrliche  Vitaminverst\u00e4rker. Sie regenerieren andere Antioxidantien (Vitamin E,  Vitamin C, GSH) und verst\u00e4rken damit deren antioxidative Wirksamkeit  (&#8222;Redoxrecycling&#8220;).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quercetin und Rutosid &#8211; biochemische und pharmakologische Wirkungen <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"168\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Quercetin_Strukturformel.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4545\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Quercetin_Strukturformel.png 250w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Quercetin_Strukturformel-150x101.png 150w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Quercetin_Strukturformel-64x43.png 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption> Quercetin &#8211; Strukturformel <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antioxidative und endothelprotektive Wirkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Entgiftung freier Radikale: Hydroxyl- und Lipidperoxylradikale (Ox. LDL \u00e2) <\/li><li>Inhibierung\n der oxidativen Inaktivierung von Vitamin C und E (= \nVitamin-Spareffekt), Erh\u00f6hung der intrazellularen GSH-Spiegel \n(GSH\/GSSG-Quotient) <\/li><li>Blockade der metallkatalysierten Oxidation durch Bildung stabiler Me-Chelat-Komplexe <\/li><li>Reduktion der Radikalgenerierung in Phagozyten und Lebermikrosomen <\/li><li>Schutz der Erythrozyten- und Thrombozytenmembran vor oxidativer Sch\u00e4digung <\/li><li>Inhibierung der Sauerstoffradikalbildung durch das Enzym Xanthinoxidase (XO) <\/li><li>Reduktion der Katecholamin-Autoxidation (Hemmung der Catechol-O-Methyltransferase) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hemmung der Hyaluronidase<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Reduktion der Kapillarpermeabilit\u00e4t, Erh\u00f6hung der Kapillarresistenz (Gef\u00e4\u00dfabdichtung) <\/li><li>\u00d6demhemmend, membranstabilisierend <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Reduktion der Histaminfreisetzung aus Mastzellen und basophilen Granulozyten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Reduktion der histamininduzierten Kapillarpermeabilit\u00e4t, antiallergische Wirkung <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hemmung der Phosphodiesterase<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Hemmung der Thrombozytenaggregation, zytostatische Wirkung <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhibierung von Cyclooxygenasen und Lipoxygenasen (Prostaglandinsynthese)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Antiinflammatorische, entz\u00fcndungshemmende Wirkung (Leukotriene) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sonstige Eigenschaften<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Antitumorale und immunmodulierende (Anstieg der Makrophagenaktivitat) Wirkung <\/li><li>Blockade der Aldose-Reduktase <\/li><li>Antihepatotoxische, antimikrobielle und virostatische Aktivit\u00e4t <\/li><li>Aquaretische und blutdrucksenkende Wirkung<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antioxidative Wirkung durch Quercetin <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin ist ein Pflanzenfarbstoff, der zum Beispiel in \u00c4pfeln, oder\n der Traubenschale von Weinbeeren vorkommt und somit auch im Wein. \nAu\u00dferdem ist er zu finden in Zwiebeln und Bohnen. Diesem Stoff werden \nsehr positive Wirkungen zugeschrieben, unter anderem die antikarzinogene\n Wirkung &#8211; ein echter Antioxidant. Quercetin ist ein Flavoid welcher \neine \u00f6strogenartige Wirkung auf die Prostata hat und somit ein Wachsen \nvon Tumorzellen hemmt. Dieser Effekt konnte sogar schon in verschiedenen\n Untersuchungen nachgewiesen werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin geh\u00f6rt zu den Bioflavonoiden, die vor 70 Jahren &#8211; als die \nVitaminforschung ihr ABC lernte, auch Vitamin P genannt wurden. Die \nBesonderheit hier ist, dass es nicht, wie die meisten anderen \nBioflavonoide, aus der inneren Schalenhaut von Zitrusfr\u00fcchten (Zitronen,\n Orangen) gewonnen wird, sondern aus Zwiebeln, Zucchini oder \nWeintrauben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6rper kann Bioflavonoide nicht selbst herstellen, sondern ist \nauf die Zufuhr \u00fcber die Ern\u00e4hrung oder eben geeignete Pr\u00e4parate \nangewiesen. Bioflavonoide st\u00e4rken die Kapillargef\u00e4\u00dfe und haben starke \nantioxidative und entz\u00fcndungshemmende Wirkungen. Einige amerikanische \nAutoren berichten von krebshemmenden Eigenschaften im Fr\u00fchstadium der \nErkrankung sowie von krebspr\u00e4ventiven F\u00e4higkeiten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Ehrentitel &#8222;K\u00f6nig der Bioflavonoide&#8220; verdiente sich Quercetin \nnicht zuletzt als kaum zu \u00fcbertreffendes nat\u00fcrliches Anti-Histamin. \nDurch seine F\u00e4higkeit, die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Aussch\u00fcttung von Histamin im \nK\u00f6rper zu hemmen, ist Quercetin bei Heuschnupfen und anderen Allergien \nerste Wahl.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Schutz gegen Allergien, Arthritis (oder andere entz\u00fcndliche  Erkrankungen, nimmt man am besten 500 &#8211; 1.500 mg \u00fcber den Tag verteilt.  Vorbeugend gegen Arteriosklerose (Quercetin verhindert die Oxidation und  Ablagerung von LDL-Cholesterin) und Krebs (Quercetin steigert die  Produktion bestimmter Enzyme, die den Organismus von Karzinogenen  entgiften) gen\u00fcgen im allgemeinen t\u00e4glich 1 &#8211; 2 Kapseln.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quercetin beugt Allergien vor <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Substanz Quercetin ist ein gelber Naturfarbstoff und Antioxidans.  Er verhindert im K\u00f6rper die Histamin-Freisetzung und ist somit auch ein  nat\u00fcrliches Antihistamin. Histamin ist der Hauptverursacher f\u00fcr die  Symptome und Beschwerden bei Atemwegsallergien. Quercetin ist in  bestimmten Nahrungsmitteln enthalten: Zitrusfr\u00fcchte, rote Zwiebeln und  Buchweizen weisen eine hohe Konzentration auf. Mit der Einnahme von  Quercetin sollten Sie etwa einen Monat vor der Allergiesaison beginnen,  dann funktioniert sie am besten. Wichtig ist, dass Sie das Pr\u00e4parat  kontinuierlich einnehmen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quercetin \u2013 ein Flavonoid <\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Resveratrol_and_Quercetin_d630ac6b73.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"254\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Resveratrol_and_Quercetin_d630ac6b73.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-4546\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin  (von lateinisch quercus, Eiche) ist ein gelber Naturfarbstoff der in  vielen Pflanzen, wie der F\u00e4rbereiche oder im Apfel vorkommt. Ebenso ist  es im Wein enthalten. Da Quercetin haupts\u00e4chlich in der Traubenschale  vorkommt, sind die Gehalte in Rotweinen h\u00f6her als im Wei\u00dfwein. Daneben  tr\u00e4gt auch eine Holzfasslagerung zum Quercetingehalt bei, da die  Substanz w\u00e4hrend der Lagerung langsam vom Holz in den Wein \u00fcbergeht. Das  Polyphenol Quercetin ist ein Flavonoid und z\u00e4hlt zur Untergruppe der  Flavonole; es ist ein Pentahydroxyflavon. Es ist weit verbreitet im  Pflanzenreich und somit auch in der Nahrung. Gro\u00dfe Mengen an Quercetin  k\u00f6nnen in Zwiebeln, \u00c4pfeln, Brokkoli oder gr\u00fcnen Bohnen gefunden werden,  die je nach Art der Zubereitung teilweise zerst\u00f6rt werden. Auch durch  das Sch\u00e4len von Obst und Gem\u00fcse sinkt der Flavonoid-Anteil drastisch,  denn speziell in den farbigen Schalen (Flavonoide sind  Pflanzenfarbstoffe) ist der Flavonoidgehalt hoch. Quercetin werden  weitreichende, physiologisch positive Effekte zugesprochen.  Hervorzuheben ist dabei die antikarzinogene Wirkung, welche  haupts\u00e4chlich auf das antioxidative Potenzial zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.  Quercetin wirkt wie die Vitamine A, C und E als Radikalf\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vorkommen <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin kommt in der Natur an bestimmte Zucker gebunden als Glykosid vor. Einen hohen Gehalt an Quercetin findet man in<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kapern (1800 mg\/kg) <\/li><li>Liebst\u00f6ckel (1700 mg\/kg) <\/li><li>Tee (Camellia Sinensis) <\/li><li>Zwiebeln &#8211; besonders in den \u00e4u\u00dfersten Ringen (284-486 mg\/kg) <\/li><li>Heidelbeeren (kultiviert 74 mg\/kg, wild 146-158 mg\/kg) <\/li><li>Gr\u00fcnkohl (60-110 mg\/kg) <\/li><li>roten Trauben <\/li><li>\u00c4pfeln (21-440 mg\/kg) <\/li><li>Schnittlauch (245 mg\/kg) <\/li><li>Zitrusfr\u00fcchten <\/li><li>Brokkoli (30 mg\/kg) und anderem gr\u00fcnen Blattgem\u00fcse <\/li><li>gr\u00fcnen Bohnen (39 mg\/kg) <\/li><li>Kirschen (32 mg\/kg) <\/li><li>Himbeeren <\/li><li>schwarzen Johannisbeeren (69 mg\/kg) <\/li><li>Brombeeren (45 mg\/kg) <\/li><li>Preiselbeeren (kultiviert 83-156 mg\/kg, wild 121 mg\/kg) der s\u00fc\u00dfe Eberesche (85 mg\/kg) <\/li><li>Sanddorn (62 mg\/kg) und Kr\u00e4henbeeren (kultiviert 53 mg\/kg, wild 56 mg\/kg). <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine  k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte Studie ergab, dass Tomaten aus biologischem  Anbau 79% mehr Quercetin enthielten als bei konventionellem Anbau.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Pflanzenstoffe regulieren zellul\u00e4re Prozesse <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das im Pflanzenreich weit verbreitete Quercetin ist der in \nquantitativer Hinsicht bedeutendste Vertreter der Flavonoide. Quercetin \nist in vielen h\u00e4ufig verzehrten Nahrungsmitteln enthalten, wie z.B. in \n\u00c4pfeln, K\u00fcchenzwiebeln, Tee, Beeren und Kohlgem\u00fcse, sowie in einer \nVielzahl von Pflanzensamen, N\u00fcssen, Bl\u00fcten, Rinden und Bl\u00e4ttern. \nQuercetin ist auch in zahlreichen Arzneipflanzen wie z.B. Ginkgo biloba,\n Hypericum perforatum (Johanniskraut), Sambucus canadensis (Holunder) \nu.v.a. zu finden und hat h\u00e4ufig erheblichen Anteil an der Heilwirkung \ndieser Pflanzen. In experimentellen Studien wurde nachgewiesen, dass \nQuercetin in vielf\u00e4ltiger Weise auf den menschlichen Organismus wirkt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In vielen Untersuchungen werden Quercetin weitreichende, \nphysiologisch positive Effekte zugesprochen. Hervorzuheben ist dabei die\n antikarzinogene Wirkung, die haupts\u00e4chlich auf das antioxidative \nPotenzial zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Quercetin wirkt wie die Vitamine A, C und E\n als Radikalf\u00e4nger und kann auch die Gesundheit der Augen f\u00f6rdern. \nQuercetin wirkt auf die Zellen der glatten Muskulatur entspannend, dies \ntr\u00e4gt dazu bei, hohem Blutdruck und Rhythmusst\u00f6rungen vorzubeugen. \nInsgesamt hat Quercetin eine st\u00e4rkende Wirkung auf die k\u00f6rpereigenen \nAbwehrkr\u00e4fte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Flavonoide weisen dieselbe chemische Grundstruktur auf. Sie \nbesteht aus drei Ringen mit angebundenen Hydroxyl(OH)-gruppen. Durch \nzahlreiche weitere Substitutionen entsteht die gro\u00dfe Vielfalt der \nFlavonoide. In Nahrungsmitteln kommen Flavonoide h\u00e4ufig in Form von \nGlykosiden vor, d.h. sie besitzen am mittleren Ring C ein Zuckermolek\u00fcl \n(Rhamnose, Glukose, Galaktose etc.). Quercetin ist das Aglykon (d.h. die\n Substanz ohne das jeweilige Zuckermolek\u00fcl) einer Anzahl weiterer \nFlavonoide, wie z.B. Rutin, Quercitrin, Isoquercitrin und Hyperosid. \nDiese Substanzen sind strukturchemisch weitgehend identisch mit \nQuercetin, enthalten aber im Unterschied zu diesem an Stelle einer der \nHydroxylgruppen am Ring C ein spezifisches Zuckermolek\u00fcl, das ihre \nbiochemische Aktivit\u00e4t entscheidend ver\u00e4ndert. In Vergleichsstudien zur \nWirksamkeit der Flavonoide wurde festgestellt, dass andere Vertreter \ndieser Substanzgruppe h\u00e4ufig \u00e4hnliche Wirkungen aufweisen wie Quercetin,\n dass Quercetin aber in der Regel am st\u00e4rksten wirksam ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin hat zahlreiche positive Wirkungen auf die Gesundheit des \nMenschen. Es sch\u00fctzt z.B. das Herz-Kreislauf-System, wirkt der \nEntstehung von Karzinomen und Ulzerationen entgegen, verhindert \nallergische Reaktionen, beugt der Kataraktentwicklung vor und wirkt \nantiviral und antiinflammatorisch.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin ist ein &#8222;Sekund\u00e4rer Pflanzenstoff&#8220;, der vor allem in den  Randschichten von Pflanzen vorkommt, um diese vor antioxidativen  Einfl\u00fcssen zu sch\u00fctzen (Sch\u00e4digung durch Sauerstoffmolek\u00fcle). Es ist das  am h\u00e4ufigsten vorkommende Flavonoid und geh\u00f6rt hier in die  Unterkategorie der Flavonole, die sich durch ihre hellgelbe Farbe  auszeichnen (lat. flavus = gelb). Wie alle Flavonoide wirkt Quercetin  antioxidativ und antimikrobiell. Allerdings sinkt der Gehalt an  Quercetin gegen Null, wenn die Schale\/Haut von Obst oder Gem\u00fcse entfernt  wird. So enth\u00e4lt z.B. die Schale der Quitte 180 mg \/ kg Frischgewicht,  das reine Fruchtfleisch enth\u00e4lt nur Spuren von Quercetin.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Wirkmechanismen von Quercetin<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Regel haben die Flavonoide antioxidatives Potential. Auch die \nWirkungen von Quercetin scheinen zum Teil auf seinen antioxidativen \nEigenschaften zu beruhen. Quercetin wirkt als Radikalf\u00e4nger und hemmt in\n vitro die Xanthinoxidase und die Lipidperoxidation. Ein weiterer Beweis\n f\u00fcr diese antioxidative Wirkung ist die Tatsache, dass Quercetin in \nvitro die Oxidation von LDL-Cholesterin hemmt. Dies geschieht \nwahrscheinlich durch die direkte Hemmung der LDL-Oxidation, \nm\u00f6glicherweise aber auch, indem es das in die LDL-Partikel eingelagerte \nVitamin E vor Oxidation sch\u00fctzt oder bereits oxidiertes Vitamin E \nregeneriert. Allein oder in Verbindung mit Ascorbins\u00e4ure senkte \nQuercetin die Inzidenz oxidativer Sch\u00e4den an neurovaskul\u00e4ren Strukturen \nin der Haut und verhinderte die Sch\u00e4digung von Neuronen durch eine \nexperimentell herbeigef\u00fchrte Entleerung der Glutathionspeicher.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die antiinflammatorische Wirkung von Quercetin scheint auf seinen \nantioxidativen Eigenschaften und auf der Hemmung entz\u00fcndungsf\u00f6rdernder \nEnzyme (Zyklooxygenase, Lipoxygenase) sowie auf der anschlie\u00dfenden \nInhibition der Freisetzung von Entz\u00fcndungsmediatoren wie z.B. \nLeukotrienen und Prostaglandinen zu beruhen. Auch die Hemmung der \nHistaminfreisetzung aus Mastzellen und Blutbasophilen tr\u00e4gt zur \nentz\u00fcndungshemmenden Wirkung von Quercetin bei.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Enzym Aldosereduktase, das die Umwandlung von Glukose zu Sorbitol\n katalysiert, spielt eine besonders wichtige Rolle im Auge, wo es an der\n Entstehung diabetischer Katarakte beteiligt ist. Quercetin ist ein \nstarker Inhibitor der Aldosereduktase in der menschlichen Linse.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin weist eine antivirale Wirksamkeit gegen die Reverse \nTranskriptase des HI-Virus und anderer Retroviren auf. Auch konnte \nnachgewiesen werden, dass es die Infektiosit\u00e4t von Herpes-simplex-Viren \nTyp 1, Polioviren Typ 1, Parainfluenzaviren Typ 3 und \nRespiratory-Syncytial-Viren (RS-Viren) reduziert und die intrazellul\u00e4re \nReplikation dieser Viren hemmt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anschluss an erste Studien zu Quercetin wurde berichtet, dass die  Verabreichung dieser Substanz bei Ratten zu einer erh\u00f6hten Inzidenz von  Harnblasentumoren gef\u00fchrt habe. Sp\u00e4tere Studien an Ratten, M\u00e4usen und  Hamstern konnten jedoch die angebliche Karzinogenit\u00e4t von Quercetin  nicht best\u00e4tigen. Vielmehr belegt die Mehrzahl neuerer Untersuchungen,  dass Quercetin antikarzinogen auf viele Arten von Krebszellen wirkt.  Dies gilt f\u00fcr Brustkrebs, Leuk\u00e4mie, Kolonkarzinom, Ovarialkarzinom,  Plattenepithelkarzinom, Endometriumkarzinom, Magenkarzinom) und  nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Klinische Anwendungsgebiete <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Heuschnupfen_f89e61e132.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4547\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Heuschnupfen_f89e61e132.jpg 300w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Heuschnupfen_f89e61e132-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Heuschnupfen_f89e61e132-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Heuschnupfen_f89e61e132-64x64.jpg 64w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption> Quercetin gegen Allergien: Mit der Einnahme von Quercetin sollten Sie etwa einen Monat vor der Allergiesaison beginnen, dann funktioniert sie am besten. Wichtig ist, dass Sie das Pr\u00e4parat kontinuierlich einnehmen.<br>  <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Allergien:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der stabilisierenden Wirkung von Quercetin auf die \nMastzellen liegt es nahe, die Substanz zur Unterdr\u00fcckung der \nHistamin-Freisetzung bei Allergikern einzusetzen, \u00e4hnlich wie das \nsynthetische Flavonoid-Analogon Cromolyn-Na. In reiner Form wird das \nAglykon Quercetin schlecht resorbiert. M\u00f6glicherweise beruht jedoch \nseine antiallergische Eigenschaft zum gro\u00dfen Teil auf seiner \nantiphlogistischen und antihistaminischen Wirkung im Darm.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pr\u00e4vention kardiovaskul\u00e4rer Erkrankungen: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wichtigste kardiovaskul\u00e4re Effekte von Quercetin sind \nseine antioxidative und antiinflammatorische Wirkung sowie seine \nF\u00e4higkeit zur Hemmung der Thrombozytenaggregation ex vivo zu nennen. In \nder &#8222;Zutphen Elderly Study&#8220; wurden die Flavonoidzufuhr mit der Nahrung \nund das Risiko einer Erkrankung an koronarer Herzkrankheit (KHK) \nuntersucht. Es zeigte sich eine signifikante inverse Korrelation \nzwischen KHK-bedingter Mortalit\u00e4t und aufgenommener Flavonoidmenge. Bei \ndenjenigen Probanden, die in dieser f\u00fcnfj\u00e4hrigen Follow-up-Studie an \nM\u00e4nnern von 65 bis 84 Jahren das Viertel mit der h\u00f6chsten \nFlavonoidzufuhr bildeten, betrug das relative Risiko 0,42 im Vergleich \nzu dem Viertel mit der geringsten Flavonoidzufuhr. Besondere Beachtung \nverdient dabei die Tatsache, dass die in dieser Studie am h\u00e4ufigsten \nverzehrten flavonoidhaltigen Nahrungsmittel (Tee, Zwiebeln, \u00c4pfel) \nbesonders reich an Quercetin sind. In einer Kohorte derselben Studie \nbestand eine umgekehrte Korrelation zwischen der Flavonoidzufuhr mit der\n Nahrung (haupts\u00e4chlich Quercetin) und der Apoplexh\u00e4ufigkeit.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entz\u00fcndungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin ist bei allen entz\u00fcndlichen Erkrankungen indiziert, da es \ndie Bildung entz\u00fcndungsf\u00f6rdernder Prostaglandine und Leukotriene sowie \ndie Freisetzung von Histamin hemmt. Besonders g\u00fcnstig wirkt sich dies \nbei Asthma aus, denn Leukotrien B4 ist ein stark wirksamer \nBronchokonstriktor. Die Hemmwirkung von Quercetin auf die Xanthinoxidase\n reduziert die Harns\u00e4urebildung und kann zur Behandlung der Gicht \ngenutzt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Antiulzerative\/gastroprotektive Wirkungen: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Tierstudien konnte gezeigt werden, dass Quercetin den Magen\n vor alkoholbedingten Ulzera sch\u00fctzt. Dies beruht wahrscheinlich auf \nseiner hemmenden Wirkung auf die Lipidperoxidation der Magenzellen \nund\/oder seiner d\u00e4mpfenden Wirkung auf die Magensaftsekretion. Einen \ninteressanten Aspekt bei der antiulzerativen Wirkung von Quercetin \nbildet die Tatsache, dass die Substanz in vitro das Wachstum von \nHelicobacter pylori in dosisabh\u00e4ngigem Ausma\u00df hemmt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Malignome:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bereits erw\u00e4hnt, wurde die Wirkung von Quercetin in verschiedenen\n Tiermodellen und an humanen Karzinomzelllinien untersucht. Dabei wurde \nfestgestellt, dass Quercetin antiproliferativ wirkt. Dar\u00fcber hinaus \nverst\u00e4rkt es m\u00f6glicherweise die Wirksamkeit von Chemotherapeutika. Es \nist jedoch notwendig, auf diesem Gebiet noch mehr klinisch orientierte \nForschung zu betreiben, um die wirksamen Dosierungsbereiche und \n-schemata zu ermitteln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diabetische Komplikationen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund seiner Hemmwirkung auf die Aldosereduktase kann Quercetin \nbei Diabetikern sinnvoll zur Erg\u00e4nzung einer Supplementationsbehandlung \neingesetzt werden, um Katarakten und neurovaskul\u00e4ren Komplikationen \nvorzubeugen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Virusinfektionen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quercetin verspricht einen erfolgreichen Einsatz bei  Virusinfektionen. Allerdings basiert keine der einschl\u00e4gigen  Untersuchungen zu diesem Punkt auf klinischen Beobachtungen, wohl aber  auf einschl\u00e4gigen Erfahrungen verschiedenster Naturheilkundler. Dennoch  ist eine quercetinreiche Ern\u00e4hrung oder eine Nahrungserg\u00e4nzung mit  reinem Quercetin bei Virusinfekten anzuraten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Pharmakokinetik <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Resorption von Quercetin liegen nur wenige klinische  Untersuchungen vor. Offenbar wird nach einmaliger oraler Verabreichung  nur ein geringer Anteil der Dosis resorbiert. Eine Studie ergab sogar  eine Resorptionsrate von lediglich zwei Prozent. Eine neuere Studie zur  Resorption bei &#8222;gesunden&#8220; Ileostomie-Patienten ergab einen resorbierten  Anteil von 24 Prozent f\u00fcr das reine Aglykon bzw. von 52 Prozent f\u00fcr  Quercetin-Glykoside aus der Zwiebel. (33) Die Probanden wurden jedoch  nicht auf ihre intestinale Permeabilit\u00e4t untersucht. Daher sind die  Ergebnisse m\u00f6glicherweise nicht verl\u00e4sslich. Quercetin wird im Darm  bakteriell abgebaut und in Phenols\u00e4uren umgewandelt. Nach der Resorption  wird Quercetin an Albumin gebunden und in die Leber transportiert, wo  es teilweise methyliert, hydroxyliert oder konjugiert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Dosierung <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der klinischen Praxis wird meist eine orale Dosis von 400-500 mg  dreimal t\u00e4glich verabreicht. \u00dcblich ist eine Dosierung von 250 mg dreimal t\u00e4glich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Curcumin und Quercetin: Mit Curry und Zwiebeln gegen Darmkrebs Die Inhaltsstoffe Curcumin und Quercetin vermindern Gr\u00f6\u00dfe und Anzahl von Krebsvorstufen im Darm Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln k\u00f6nnen gef\u00e4hrliche Darmpolypen zur\u00fcckdr\u00e4ngen und damit Darmkrebs vorbeugen. 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