{"id":4509,"date":"2020-02-26T14:02:22","date_gmt":"2020-02-26T13:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4509"},"modified":"2020-04-02T10:42:02","modified_gmt":"2020-04-02T08:42:02","slug":"enzyme-die-zauberstaebe-im-koerper","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/aminosaeuren\/enzyme-die-zauberstaebe-im-koerper\/","title":{"rendered":"Enzyme &#8211; Die Zauberst\u00e4be im K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>von Regina Garloff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme sind f\u00fcr die meisten Stoffwechselprozesse im K\u00f6rper&nbsp;von \nzentraler Bedeutung. Vor allem die Verdauungsorgane, das Herz und das \nImmunsystem k\u00f6nnen nur bei der Versorgung mit gen\u00fcgend Enzymen richtig \narbeiten und den K\u00f6rper gesund und vital erhalten. Doch&nbsp;durch \ndie&nbsp;gestiegenen Anforderungen an den Menschen&nbsp;der heutigen Zeit&nbsp;(z.B. \nStress, Umweltgifte, etc.) und falsche Ern\u00e4hrung&nbsp;kann der K\u00f6rper nicht \nmehr gen\u00fcgend&nbsp;gesundheitserhaltende Enzyme selber produzieren. Auch mit \ndem Alter nimmt die Enzymproduktion ab.&nbsp;Gesundheitliche Probleme k\u00f6nnen \ndie Folge sein.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Enzyme \u2013 Die Zauberst\u00e4be im K\u00f6rper<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jedem Lebewesen finden wir Milliarden kleiner Helfer, die \nLebensfunktionen steuern und erhalten. Weder Mensch, Tier noch Pflanze \nk\u00f6nnen ohne sie existieren. Wir nennen sie Enzyme und ihre Anwesenheit \nf\u00fchrt dazu, dass ein geregelter biochemischer Stoffwechsel stattfinden \nkann, der f\u00fcr die n\u00f6tige Lebensenergie sorgt. Enzyme sind Katalysatoren,\n die im K\u00f6rper etwas bewirken, ohne dabei selbst ver\u00e4ndert oder zerst\u00f6rt\n zu werden. Sie werden u.a. f\u00fcr die Verstoffwechslung der Nahrung \ngebraucht, wobei jedes Enzym eine ganz bestimmte Aufgabe \u00fcbernimmt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme beschleunigen alle biochemischen Vorg\u00e4nge im K\u00f6rper. Sie sind \neine energiesparende Erfindung der Natur, womit diese alle Ingenieure \nder Welt bei weitem \u00fcbertrifft. Um sich lebenslang zu ver\u00e4ndern und zu \nerneuern, ben\u00f6tigt unser Organismus&nbsp; viele verschiedene Enzyme, man hat \ninzwischen ca. 3000 Enzyme nachgewiesen. Millionen von K\u00f6rperzellen \nsterben jede Minute, werden zerlegt und abtransportiert. An ihrer Stelle\n werden ebenso viele wieder neu geschaffen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme sind wohl die \u00e4ltesten bekannten Vitalstoffe, sie wurden schon  in der Bibel als Feigentherapie erw\u00e4hnt&nbsp; Auch verschiedene andere  Pflanzens\u00e4fte wurden bereits in fr\u00fchen Schriften zur Behandlung von  Verdauungsst\u00f6rungen und anderer Gebrechen beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zur Geschichte der Enzyme<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"242\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_lipase_096c53a774.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-4510\"\/><figcaption> Das Enzym Lipase: Enzyme sind Katalysatoren, die im K\u00f6rper etwas  bewirken,  ohne dabei selbst ver\u00e4ndert oder zerst\u00f6rt zu werden. Sie  werden u.a. f\u00fcr  die Verstoffwechslung der Nahrung gebraucht, wobei  jedes Enzym eine  ganz bestimmte Aufgabe \u00fcbernimmt. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4gypter,\n Griechen und Araber des Altertums ahnten, dass es eine unsichtbare \nKraft gab, die wie von selbst lebendige Stoffe in andere verwandeln \nkonnte: Milch zu K\u00e4se, Traubensaft zu Wein, Gerstensaft zu Bier, Teig zu\n Brot&#8230;\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Grieche Zozeen schlie\u00dflich versuchte zusammen mit den besten \n\u00e4gyptischen Wissenschaftlern die geheimnisvolle G\u00f6tterkraft zu \nerforschen (Ende 3. Jh. vor Chr.). Sein Tun bezeichneten die Araber als \nal-kimija, woraus schlie\u00dflich der Begriff Alchimie entstand. F\u00fcr die \nAraber bedeutete das die Suche nach dem Stein der Weisen: al-iksir. Als \n\u201eElixier\u201c kehrte die Bezeichnung f\u00fcr den Stein der Weisen zu uns zur\u00fcck,\n jenem allm\u00e4chtigen Stoff, der von den Alchimisten des Mittelalters nach\n den Anweisungen der eingeweihten Araber in der Erde, in den Metallen, \nin den Tieren und im Menschen gesucht wurde: Die Heil versprechende \nmagische Kraft der Wandlung von Krankheit zu Gesundheit, von \nVerg\u00e4nglichkeit zum ewigen Gold. Es gab nie Zweifel an der Existenz des \nElixiers, man hatte nur keine greifbaren Hinweise, wo es sich befand und\n wie es wirkte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Wissenschaftler, der sich der L\u00f6sung n\u00e4herte, war der \nFranzose Reaumur, ein Techniker, Physiker und Biologe (1683 \u2013 1757). In \nseinen letzten Lebensjahren suchte er die Kraft der Verwandlung dort, wo\n sie besonders sichtbar wurde \u2013 bei der Umwandlung von Nahrung in \nEnergie, bei der Verdauung. Zusammen mit dem Abt und Biologen \nSpallanzani fand er heraus, dass es im Magensaft eine eiwei\u00dfaufl\u00f6sende \nSubstanz geben musste. Ein j\u00fcngerer Freund Spallanzanis, einfallsreicher\n Naturwissenschaftler und Priester, hatte tierischen Magensaft auf \nschlecht heilende Wunden und offene Beingeschw\u00fcre gestrichen, worauf die\n Heilung einsetzte. Er war der erste Enzymtherapeut, der wusste, was er \ntat.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1836, fast 100 Jahre nach den Versuchen Reaumurs, konnte der Arzt und\n Biochemiker Theodor Schwann&nbsp; das Enzym Pepsin aus dem Magensaft \nisolieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bald ahnte man, dass es noch viele \u00e4hnliche Stoffe geben m\u00fcsse. Der \nschwedische Naturwissenschaftler Bercelius ver\u00f6ffentlichte im gleichen \nJahr eine Arbeit \u00fcber katalytische Prozesse in Pflanze, Tier und Mensch.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Louis Pasteur benannte erstmals die zur alkoholischen G\u00e4rung n\u00f6tigen  Biokatalysatoren mit dem Namen \u201eFermente\u201c. Erst der deutsche Mediziner  Willy K\u00fchne vergab 1878 den Namen \u201eEnzym\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie entstehen und wirken Enzyme?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit mehr als 100 Jahren ist bekannt, dass Enzyme aus Proteinen \nbestehen, die sich wiederum aus 20 verschiedenen Aminos\u00e4uren \nzusammensetzen. Jedes Enzym unterscheidet sich durch die Reihenfolge, in\n der die 20 Aminos\u00e4uren eine mehr oder weniger lange Kette bilden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme sind Spezialisten, die ganz bestimmte Stoffe aufspalten oder \nauch zusammensetzen. Es sind die Wirkstoffe, die den Stoffwechsel in \nGang halten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme erf\u00fcllen viele verschiedene Aufgaben im K\u00f6rper. Am besten \nbekannt sind die Verdauungsenzyme, denen wir uns nachfolgend widmen \nwollen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir unterscheiden dabei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Amylasen<\/strong>, die Kohlenhydrate zu Einfachzuckern spalten<\/li><li><strong>Lipasen,<\/strong> die Fette zu Fetts\u00e4uren aufspalten<\/li><li><strong>Peptidasen,<\/strong> die Eiwei\u00dfe bzw. Proteine in Aminos\u00e4uren zerlegen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die  Aussch\u00fcttung von Verdauungsenzymen beginnt bereits, wenn wir an Essen  denken, Essen riechen, sp\u00e4testens jedoch mit dem ersten Bissen. Damit  Enzyme wirken, brauchen sie einen ganz bestimmten pH-Wert. Ist er zu  sauer oder zu basisch, k\u00f6nnen sie nur eingeschr\u00e4nkt oder gar nicht  wirken. Der pH-Wert geht von 0 \u2013 14. 7 liegt in der Mitte und bedeutet  neutral, alles unter 7 ist sauer, alles \u00fcber 7 ist basisch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Weg der Nahrungsverdauung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Mund \u2013 Amylase<\/strong> : Der Speichel aus den Speicheldr\u00fcsen \nenth\u00e4lt Amylase, auch als Ptyalin bekannt, daneben etwas Lipase. Amylase\n spaltet St\u00e4rke zu Zucker (Sch\u00fclerversuch: Trockenes Brot, langsam \ngekaut, schmeckt nach einer Weile s\u00fc\u00dflich). Damit die Speichelamylase \nwirken kann, braucht sie einen pH zwischen 6,3 und 7,2 (kann man mit \nIndikatorpapier messen).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Teil der Kohlenhydrate, die im Mund zu Einfachzucker (Glucose) \ngespalten wurden, kann \u00fcber die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Der \nRest des Speisebreis wandert durch die Speiser\u00f6hre in den Magen\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Magen &#8211;&nbsp; Peptidasen <\/strong>:&nbsp; Hier wird der eher trockene \nSpeisebrei mit Magensaft vermischt Der Magenschleim \u00fcberzieht die \ninneren W\u00e4nde des Magens und sch\u00fctzt ihn so vor der Magens\u00e4ure. \nBelegzellen bilden die Magens\u00e4ure und die Hauptzellen erzeugen die \nEiwei\u00df-Verdauungsenzyme Pepsin und Kathepsin.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Magens\u00e4ure<\/strong> senkt den pH-Wert auf circa 2, also sehr sauer,\n und aktiviert damit die Eiwei\u00dfenzyme, w\u00e4hrend sie die \nKohlenhydratverdauung unterbricht. Durch die S\u00e4ure wird zudem 3-wertiges\n Eisen in 2-wertiges umgewandelt, das der K\u00f6rper zur Bildung roter \nBlutk\u00f6rperchen ben\u00f6tigt. Bei Magens\u00e4uremangel kann sich eine \nEisenmangel-An\u00e4mie entwickeln. Magens\u00e4ure t\u00f6tet auch s\u00e4ureempfindliche \nBakterien ab.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im D\u00fcnndarm \u2013 Peptidasen, Amylasen, Lipasen<\/strong>: Sie werden aus \nder Bauchspeicheldr\u00fcse in&nbsp; den D\u00fcnndarm gegeben, der die Verdauung \nvollendet. Sein pH-Wert betr\u00e4gt idealerweise 8,3. Je saurer der \nMageninhalt in den Zw\u00f6lffingerdarm wandert, desto mehr Gallensaft wird \nausgesch\u00fcttet, um ihn zu neutralisieren. Amylasen, Lipasen und \nPeptidasen spalten die gro\u00dfen Nahrungsmolek\u00fcle soweit auf, dass sie \u00fcber\n die Darmwand ins Blut und von dort in die Zellen wandern k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Bauchspeicheldr\u00fcse<\/strong> (Pankreas) produziert t\u00e4glich \u2013 neben \nHormonen wie Insulin und Glukagon&nbsp; &#8211; etwa anderthalb Liter \nVerdauungssaft f\u00fcr den Zw\u00f6lffingerdarm, den ersten und \nverdauungsaktivsten Teil des D\u00fcnndarms. Der Saft enth\u00e4lt im wesentlichen\n die drei schon genannten Enzymgruppen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Poteolytische (eiwei\u00dfaufl\u00f6sende) Enzyme<\/strong>,\n die Proteasen. Dazu geh\u00f6ren Trypsin, Chymotrypsin, Peptidasen und \nElastasen. Sie k\u00f6nnen \u2013 in gen\u00fcgender Menge produziert \u2013 bis zu 300 g \nEiwe\u00df st\u00fcndlich abbauen.<\/li><li><strong>Lipolytische Enzyme<\/strong> (Lipasen): \nSie k\u00f6nnen \u2013 eine gut funktionierende Bauchspeicheldr\u00fcse vorausgesetzt \u2013\n pro Stunde bis zu 175 g Fett abbauen. Dazu muss das Fett vorher durch \nGalle l\u00f6slich gemacht werden.<\/li><li><strong>Glykolytische Enzyme<\/strong> (Amylasen): Sie schaffen es, st\u00fcndlich bis zu 300 g Kohlenhydrate zu Einfachzucker (Glukose) abzubauen. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\n Reihenfolge dieser biochemischen Arbeit ist durch Enzyme und Hormone \nstreng geregelt: Zuerst werden die Kohlenhydrate aufgespaltet, \nanschlie\u00dfend die Proteine und zum Schluss die Fette, deren Verdauung die\n l\u00e4ngste Zeit ben\u00f6tigt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die unverdauten Reste gelangen in den Dickdarm, der sie so eindickt, \ndass sie als geschmeidiger Stuhl regelm\u00e4\u00dfig ausgeschieden werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufnahme der N\u00e4hrstoffe (Resorption) erfolgt \u00fcber die \nD\u00fcnndarmwand in den Blutkreislauf, auch hierbei sind Enzyme ma\u00dfgeblich \nbeteiligt. Es gibt mehrere von ihnen, die zur Zerkleinerung und zum \nTransport der nutzbaren Baustoffe unentbehrlich sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verdauung ist normalerweise sehr wirksam, bis zu 95 % des  Energiegehaltes kann der K\u00f6rper verwerten. Essen wir jedoch hastig,  rauchen beim Essen oder trinken viel Alkohol dazu, sind gestresst,  nerv\u00f6s oder die Verdauungsorgane sind bereits gest\u00f6rt, dann verl\u00e4sst  viel Nahrung ungenutzt den K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die verschiedenen Enzymgruppen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hydrolasen<\/strong> l\u00f6sen Verbindungen durch&nbsp; Anlagerung oder Abspaltung von Wasser\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ligasen<\/strong> bauen neue Verbindungen aus Kohlenstoff mit anderen \nAtomen auf, die Benennung erfolgt nach den Molek\u00fclen, die sie verbinden \nKohlenstoff-Kohlenstoff, Kohlenstoff-Stickstoff usw.)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oxydoreduktasen<\/strong> \u00fcbertragen zweiwertigen Sauerstoff (O2)&nbsp; oder \nWasserstoff (H) auf andere Molek\u00fcle. Bei der Einwirkung dieser Enzyme \ngehen dem Ausgangsstoff Elektronen verloren. Alle Energie liefernden \nProzesse sind Oxidationsvorg\u00e4nge. Reduktion ist das Gegenteil, die \nAufnahme eines Elektrons.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Transferasen<\/strong> \u00fcbertragen ganze Atomgruppen von einem Stoff auf den anderen; ihre Einteilung erfolgt nach den Gruppen, die sie \u00fcbertragen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Isomerasen<\/strong> (Iso ist die griechische Bezeichnung f\u00fcr gleich) \nver\u00e4ndern nur die Struktur (r\u00e4umliche Anordnung), nicht die einzelnen \nAnteile (Summenformel bleibt gleich)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle bis heute bekannten Enzyme lassen sich in eine dieser Enzymgruppen einordnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Enzyme \u2013 unsere guten Geister<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"459\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Pancreatin_02_03b0c55247.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4511\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Pancreatin_02_03b0c55247.png 250w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Pancreatin_02_03b0c55247-82x150.png 82w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Pancreatin_02_03b0c55247-163x300.png 163w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption> Pancreatin: Enzyme sind f\u00fcr die meisten Stoffwechselprozesse im K\u00f6rper  von  zentraler Bedeutung. Vor allem die Verdauungsorgane, das Herz und  das  Immunsystem k\u00f6nnen nur bei der Versorgung mit gen\u00fcgend Enzymen  richtig  arbeiten und den K\u00f6rper gesund und vital erhalten. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser\n K\u00f6rper ist gro\u00dfartig organisiert, jede Zelle bem\u00fcht sich darin um \nGleichgewicht, um die Gesundheit zu erhalten. Alle Vorg\u00e4nge werden von \nden Enzymen gesteuert, die lebensnotwendig sind f\u00fcr Verdauung und \nStoffwechsel, Verbrennung und Herstellung von Energie, Gehirn und \nNerven, Zeugung und Schwangerschaft.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die F\u00e4higkeit der Zellen, Enzyme herzustellen und sie nach ihren \nBed\u00fcrfnissen zu nutzen, erscheint wie ein gro\u00dfes Wunder. Momentan kennt \nman knapp 3000 Enzyme, es werden jedoch wesentlich mehr vermutet, denn \ndie zahlreichen Aktivit\u00e4ten lebendiger Zellen erfordern ebenso viele \nEnzyme.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Enzyme bestehen aus zwei Teilen: dem gro\u00dfen Proteinmolek\u00fcl \n(Apo-Enzym), das&nbsp; Zehntausende von Atomen enth\u00e4lt, und dem kleineren \nKoenzym, das meist ein Vitamin oder Mineral ist Ohne das Coenzym kann \ndas Apo-Enzym seiine Funktion nicht erf\u00fcllen, beide bilden zusammen eine\n wirksame Einheit \u2013 das Holoenzym.&nbsp; Das Material f\u00fcr die Coenzyme m\u00fcssen\n wir unbedingt mit der Nahrung aufnehmen,&nbsp; sonst ger\u00e4t der Enzymhaushalt\n aus dem Gleichgewicht und wir werden krank.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Bau der Coenzyme sind haupts\u00e4chlich die Vitamine A, C, E, B1, \nB2, B6, B12 sowie die Spurenelemente Zink, Selen, Kupfer, Mangan, \nMolybd\u00e4n und Eisen beteiligt, aber auch Mineralien wie Magnesium, \nNatrium oder Kalium.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pantothens\u00e4ure (Vitamin B5) ist beispielsweise Partner des wichtigen \nKoenzyms A (wesentlich f\u00fcr den Energiestoffwechsel der Zelle), und nur \nmit bestimmten Enzymproteinen kann sie im Gehirn Cholin in Acetylcholin \nverwandeln. Der weltbekannte Ern\u00e4hrungsforscher Linus Pauling vertrat \nschon sehr fr\u00fch die Meinung, dass die Menge der Enzyme im K\u00f6rper \nvermehrt werden kann durch Zufuhr der Vitamine, die als Koenzyme wirken.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt keine Funktion von Gehirn und Nerven, ohne dass Vitamine \nmitwirken. \u00dcber ein ausgefeiltes System verwandelt der K\u00f6rper sie in \nKoenzyme, mit deren Hilfe lebensnotwendige biochemische&nbsp; Vorg\u00e4nge \nausgel\u00f6st werden. Das perfekte Zusammenspiel des Vitaminstoffwechsels \nkann empfindlich gest\u00f6rt werden durch Alkohol, Antibiotika, Drogen &#8230;\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei jedem auf Dauer gest\u00f6rten Enzymhaushalt entsteht eine Erkrankung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Lebensverl\u00e4ngernde Enzyme<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuere Theorien besagen, dass Menschen ges\u00fcnder und l\u00e4nger leben \nk\u00f6nnen, wenn ihre Enzymversorgung im K\u00f6rper optimal ist. Dr. Harold \nRosenberg, ein amerikanischer Vitamin- und Enzymforscher, hat genau \nerkl\u00e4rt, wozu falsche Ern\u00e4hrung f\u00fchrt: \u201eEine Zelle, die mangelhaft \nern\u00e4hrt wird (vitaminarm), wird vermutlich zun\u00e4chst viele Enzyme ohne \ndas dazugeh\u00f6rige Koenzym haben. Vielleicht werden noch f\u00fcr lange Zeit \ngenug funktionierende Enzyme die Zelle aktiv erhalten. Aber diese Zelle \nwird ihre Aufgaben in immer langsameren Schritten erf\u00fcllen, so lange, \nbis sie ihre n\u00f6tige Kraftnahrung wieder bekommt \u2013 oder bis sie \nschlie\u00dflich stirbt.\u201c\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erkl\u00e4rt auch, warum sich ein Vitamin- oder auch Mineralmangel \nnicht kurzfristig auswirkt. Nach einigen Wochen oder Monaten chronischer\n Unterversorgung zeigen sich langsam Mangelerscheinungen. Die Zellen \nfunktionieren erst mit geringerer Wirkung und eines Tages sterben sie ab\n und bestimmte Gewebe und Organe werden zunehmend krank.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man sieht es auch am \u00c4u\u00dferen: Die Haut wird faltig, das Haar d\u00fcnn und  grau. Dr\u00fcsen, Nerven und Muskeln, der ganze K\u00f6rper wird schw\u00e4cher. Denn  es sind ja gerade die Enzyme, die stets \u201eaus alt neu machen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Enzyme brauchen gute Arbeitsbedingungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme stellen erhebliche Anspr\u00fcche an ihre Umgebung, um optimal wirken zu k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Temperatur:<\/strong> Die im Menschen wirkenden Enzyme entwickeln ihre \nAktivit\u00e4t abh\u00e4ngig von der K\u00f6rpertemperatur. Bei etwa 40 \u00b0C Fieber sind \ndie Enzyme in einem wahren Aktivit\u00e4tsrausch, um die Krise zu bek\u00e4mpfen. \nMit sinkender Temperatur reduziert sich die Enzymt\u00e4tigkeit zusehends , \nwas uns bei der K\u00fchlhaltung von Nahrungsmitteln deren l\u00e4ngere \nHaltbarkeit beschert \u2013 sie bauen sich durch Enzyme nicht so schnell ab \nwie bei langer Lagerung\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Milieu:<\/strong> Jede Enzymsorte braucht eine f\u00fcr sie zutr\u00e4gliche \nUmgebung. Sie braucht entweder eine eher saure (Eiwei\u00dfverdauung im \nMagen) oder eine eher basische Umgebung (Kohlenhydratverdauung im Mund).\n Jedes Enzym besitzt biochemisch gesehen ein pH-Optimum, bei dem es \nbesonders wirkungsvoll arbeitet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeitslust dieser kleinen Helfer h\u00e4ngt auch davon ab, wie viel \nStoffe da sind, die auf Ver\u00e4nderung warten \u2013 je mehr Substrat, desto \nh\u00f6her die Enzymaktivit\u00e4t.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der enzymatische Eiwei\u00dfk\u00f6rper (Apoenzym) ver\u00e4ndert sich bei seiner \nT\u00e4tigkeit kaum. Aber als Eiwei\u00df altert es mit der Zeit, seine Perfektion\n l\u00e4sst nach, Fehler machen sich bemerkbar. Der K\u00f6rper veranlasst nun ein\n anderes Enzym, den unbrauchbaren Kollegen zu spalten, afzul\u00f6sen und \nabzutransportieren. Dieser Mechanismus funktioniert, weil Enzyme \ndenaturiertes Eiwei\u00df bevorzugen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Enzyme, die nur 20 Minuten intakt bleiben und dann ersetzt \nwerden m\u00fcssen, andere bleiben einige Wochen aktiv, bevor sie \nausscheiden. Das Koenzym muss nach jeder Aktivit\u00e4t ersetzt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders faszinierend ist die F\u00e4higkeit der Enzyme zur  Zusammenarbeit. F\u00fcr umfangreiche Arbeiten im Organismus braucht es das  geordnete Miteinander und das abgestimmte Nacheinander in der  Enzymt\u00e4tigkeit. Ein Enzym aktiviert das n\u00e4chste, dieses ein weiteres,  bis zuletzt ein Enzym die beabsichtigte Wirkung vervollst\u00e4ndigt. Das  erfolgt aus Sparsamkeit, weil viele kleine Schritte weniger Energie  verbrauchen als ein gro\u00dfer \u2013 und es geschieht zur Sicherheit, wie zum  Beispiel bei Blutgerinnung oder Blutverfl\u00fcssigung oder bei Aktivierung  und Hemmung der Abwehrkr\u00e4fte. Hierbei ist die Balance zwischen Zuviel  und Zuwenig f\u00fcr den K\u00f6rper lebensnotwendig. Kippt in unserem Beispiel  das Verh\u00e4ltnis zwischen Blutverd\u00fcnnung und Blutgerinnung, k\u00f6nnen wir an  Arteriosklerose erkranken oder auf der anderen Seite bei Verletzungen  verbluten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sicherheit im Enzymgeschehen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6rper muss sicherstellen, dass die Enzyme in einem Regelkreis je\n nach Erfordernis von Aktivierung auf Hemmung oder umgekehrt schalten. \nEnzyme selbst sind Spezialisten, die wie auf Knopfdruck ihre eine \nReaktion aus\u00fcben. Dabei ist es ihnen egal, ob das Substrat aus Mensch , \nTier oder Pflanze stammt. Wenn der Stoff f\u00fcr sie passend ist und die \nArbeitsbedingungen stimmen (Temperatur, pH-Wert), \u00fcben sie ihre \nspezifische Wirkung aus. Dadurch lassen sie sich vielf\u00e4ltig anwenden, \njedoch d\u00fcrfen sie nicht unkontrolliert drauflosarbeiten. Daf\u00fcr hat jedes\n Lebewesen eine doppelte Sicherung, sonst k\u00f6nnten diese kleinen Helfer \nauch unser eigenes Protein , aus dem der K\u00f6rper besteht, aufl\u00f6sen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sicherung funktioniert so: Der K\u00f6rper produziert zun\u00e4chst  inaktive Enzyme, die man Proenzyme nennt. Ihre Umwandlung in ein  wirksames Enzym kann nur einmal erfolgen, sie ist nicht umkehrbar.  Enzyme haben in ihrer Aminos\u00e4urekette spezielle Stellen, die wie ein  Sicherungshebel funktionieren. So k\u00f6nnen die Enzyme im Blut- und  Lymphstrom zun\u00e4chst unt\u00e4tig herumschwimmen. Erst wenn im K\u00f6rper eine  Reaktion ben\u00f6tigt wird, legt ein daf\u00fcr vorgesehenes Enzym den  Sicherungshebel um, das Enzym kann in Aktion treten. Die T\u00e4tigkeit  aktivierter Enzyme k\u00f6nnen wir bei einer Verletzung gut beobachten: \u00dcber  der Wunde bildet sich sofort eine Schutzschicht, die das Innere vor  Austrocknung und Keimen bewahrt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Enzyme als Helfer im Alltag<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Alchimisten ahnten nur, was der dienstbare Geist in der Flasche \nbewegen konnte. Im 19. Jh. begann man, die biologische Umwandlung von \nStoffen zu verstehen und zu nutzen. Im 20. Jh. schlie\u00dflich entwickelte \nsich die Gentechnologie und man begann auch mit der Dressur der Enzyme.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den gr\u00f6\u00dften Verbrauch an Enzymen haben die Bierbrauer, wo die mit dem\n Malz verbundenen Amylasen f\u00fcr die G\u00e4rung sorgen, die Umsetzung von \nSt\u00e4rke in Zucker. Die Amylase in der Hefe bewirkt auch die Umwandlung \ndes Teiges zu Brot.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute kann die Bioindustrie die Amylasen und andere Enzyme fast nach \nBedarf liefern. Man setzt sie ein bei der Herstellung von Mayonnaise, \nCornflakes und Milchpulver oder um S\u00fc\u00dfstoffe herzustellen, Obsts\u00e4fte zu \nkl\u00e4ren und viele Dinge mehr.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Zartmachen von Fleisch erfolgt mittels eiwei\u00dfspaltender Enzyme. \nDazu dient das \u201eAbh\u00e4ngen\u201c in den K\u00fchlh\u00e4usern, wo man die Reifung \nkontrollieren kann, ohne dass das Fleisch von Keimen zersetzt wird. Die \nK\u00e4seherstellung wird mit dem Labferment Chymosin aus K\u00e4lberm\u00e4gen \nbewerkstelligt. Proteasen und Amylasen werden zudem als \numweltfreundliche Fleckenl\u00f6ser in Waschmitteln eingesetzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere Einsatzgebiete der Enzyme sind Trinkwasseraufbereitung,  Reinigung von Abflussrohren, Textil- und Lederindustrie, Aufl\u00f6sung von  \u00d6lteppichen und vieles mehr.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medizinische Anwendung der Enzyme im Altertum<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"192\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Papain_95c0952ec9.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-4512\"\/><figcaption> Die  Aufnahme der N\u00e4hrstoffe (Resorption) erfolgt \u00fcber die D\u00fcnndarmwand in den Blutkreislauf, auch hierbei sind Enzyme ma\u00dfgeblich beteiligt. Es gibt mehrere von ihnen, die zur Zerkleinerung und zum Transport der nutzbaren Baustoffe unentbehrlich sind. Die Aufnahme der N\u00e4hrstoffe (Resorption) erfolgt \u00fcber die D\u00fcnndarmwand in den Blutkreislauf, auch   hierbei sind Enzyme ma\u00dfgeblich beteiligt. Es gibt mehrere von ihnen, die   zur Zerkleinerung und zum Transport der nutzbaren Baustoffe unentbehrlich sind. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In\n der Bibel steht im 2. Buch der K\u00f6nige, Kapitel 20, dass K\u00f6nig Hiskia an\n Krebs erkrankt w\u00e4re und Gott um Errettung gebeten h\u00e4tte. Der Herr \nerh\u00f6rte ihn und sagte zum Propheten Jesaja, er habe beschlossen, Hiskia \nwieder gesund werden zu lassen. Darauf lie\u00df Jesaija ein Feigenpflaster \nauf das Geschw\u00fcr legen und der K\u00f6nig wurde gesund.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Fall k\u00f6nnte man als \u00e4ltesten belegten Fall einer Enzymtherapie\n bei Krebs mit vollst\u00e4ndiger Heilung bezeichnen. Naturv\u00f6lker in Asien, \nAfrika, Amerika und Australien kannten und verwendeten enzymreiche \nPflanzenteile bei Wunden, Geschw\u00fcren und anderen Krankheiten. Man nahm \nden Saft des Feigenbaums oder zerquetschte frische Ananas oder Papaya. \nDiese Pflanzen verf\u00fcgen \u00fcber besonders viel eiwei\u00dfaufl\u00f6sende Enzyme, die\n Proteasen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Europa wurden \u00e4hnliche Methoden Jahrhunderte lang mit gutem Erfolg  von Kr\u00e4uterfrauen, Wund\u00e4rzten und Badern angewendet. Die Professoren  Dr. Miehlke und Dr. Williams schreiben dazu in ihrem Buch \u201eEnzyme\u201c  (Literaturliste) auf S. 54 \u2013 55 : \u201eEs handelte sich um  Erfahrungsmedizin. Niemand w\u00e4re auf die Idee gekommen, solch eine  Behandlung abzulehnen, nur weil man nicht wusste, auf welchem Wege sie  wirkt. Eine m\u00f6gliche Hilfe kranken Menschen aus diesem Grund zu  verweigern, hat erst die Schulmedizin gefordert, deren oberstes Gesetz  die Wissenschaft ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medizinische Erforschung der Enzyme<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 19. Jh. Begann die gezielte Erforschung der Enzyme in der Medizin.\n Deren Einsatz unterteilte man in die drei Gebiete Analytik und \nDiagnose, Pharmazeutik und Therapie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die <strong>Analytik<\/strong> musste man zun\u00e4chst m\u00fchsam die einzelnen \nEnzyme isolieren. Viele Versuche gelangen nicht, weil die Enzymextrakte \nzuviel fremdes Eiwei\u00df enthielten, das der K\u00f6rper erkennt und bek\u00e4mpft. \nJe besser es gelingt, Reinenzyme zu gewinnen, desto zahlreicher werden \ndie Anwendungsgebiete und Ergebnisse sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der <strong>Pharmazeutik<\/strong> benutzt man gerne Enzymhemmer, die \nCoenzymen t\u00e4uschend \u00e4hnlich sind, aber nicht deren Funktion haben und so\n das Enzym blockieren. Die Professoren Miehlke und Williams schreiben \ndazu auf S. 57 \u2013 58 :\u201cMan k\u00f6nnte dies als eine gezielte Sch\u00e4digung des \nOrganismus bezeichnen. Jede k\u00fcnstlich herbeigef\u00fchrte Enzymhemmung macht \nvon unserem Organismus ben\u00f6tigte Stoffwechselschritte unm\u00f6glich. Deshalb\n sind enzymhemmende Medikamente wie Zytostatika (zur Hemmung der \nZellteilung bei Krebskranken) oder Antibiotika immer mit dem Risiko \nerheblicher Nebenwirkungen verbunden Man sollte sie nur in wenigen \nNotf\u00e4llen auf l\u00e4ngere Zeit einnehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich w\u00e4re die Aktivierung der bei einer Gesundheitsst\u00f6rung&nbsp;  erw\u00fcnschten Enzyme sinnvoller als die Hemmung der bei einer  Gesundheitsst\u00f6rung unerw\u00fcnschten; &#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die enzymatische Diagnostik<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn des 20. Jh. haben in Berlin der Bakteriologe Wassermann und\n der Internist Wohlgemuth entdeckt, wie man aus der Aktivit\u00e4t bestimmter\n Enzyme auf St\u00f6rungen im K\u00f6rper schlie\u00dft. Seitdem ist es m\u00f6glich, \nbeispielsweise Bauchspeicheldr\u00fcsenentz\u00fcndung&nbsp; oder Syphilis enzymatisch \nzu diagnostizieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Nachweis von Enzymaktivit\u00e4t in Blut, Speichel, Magensaft, Urin, \nin der Gehirn-R\u00fcckenmarks-Fl\u00fcssigkeit, im Fruchtwasser und im \nBauchspeicheldr\u00fcsensekret&nbsp; hat die Diagnostik in der heutigen Arztpraxis\n revolutioniert. Auch kann man so den Blutzuckerspiegel minutenschnell \nbestimmen (Teststreifen).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit bekannt ist, dass sich spezifische Enzyme nach einem festen  Muster in einzelnen Organen konzentrieren, kann man an diesen  \u201eEnzymprofilen\u201c ablesen, wo etwas von der Norm abweicht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Therapie mit Enzymen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Therapie mit Enzymen wird heute eingesetzt, um St\u00f6rungen des \nStoffwechsels \u2013 der Organfunktionen oder der Zellbildung \u2013 zu \nbeseitigen, um Stoffwechselvergiftungen zu beheben und um genetische \nDefekte zu reparieren, die mit enzymatischen Fehlern einhergehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bislang wurden in der medizinischen Literatur 150 verschiedene \nKrankheiten beschrieben, die alle auf genetischen Enzymfehlern beruhen. \nEntweder bildet ein Patient ein bestimmtes Enzym gar nicht oder er \nstellt anstatt des fehlenden Enzyms ein \u00e4hnliches, jedoch viel schw\u00e4cher\n wirkendes Enzym her.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Mensch und Menschenaffe wird bereits mit einem Enzymmangel geboren. Im Gegensatzzu anderen S\u00e4ugetieren fehlt das Enzym <strong>Urikase<\/strong>,\n das Harns\u00e4ure abbaut M\u00fchsam versuchen wir den Fehler mit einem \nErsatzenzym auszugleichen mit dem Ergebnis, dass sich eventuell \nungen\u00fcgend abgebaute Harnsalze in Gelenken ablagern, was sich als Gicht \n\u00e4u\u00dfern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der H\u00e4lfte der Japaner mangelt es in der Leber am Enzym <strong>Aldehyd-Dehydrogenase<\/strong>,\n das zum Abbau von Alkohol ben\u00f6tigt wird. Alkoholkonsum kann dabei zu \nstarker Erregbarkeit und Unwohlsein f\u00fchren. Aus diesem Grund \u00fcben viele \nJapaner Abstinenz. \u00dcbrigens: Auch Frauen bilden das Enzym in geringerer \nMenge und vertragen deshalb weniger Alkohol.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine der bedeutendsten enzymatischen Erkrankungen ist die <strong>Mukoviszidose<\/strong>\n (auch zystische Fibrose genannt). Es ist eine erbliche \nStoffwechselst\u00f6rung, bei der alle Dr\u00fcsen mit Schleimabsonderung nicht \nrichtig arbeiten, insbesondere die Bronchialdr\u00fcsen. Auch kommt es zu \nVer\u00e4nderungen der Bauchspeicheldr\u00fcse. Durch Gabe schleiml\u00f6sender Enzyme \nkann man den Zustand der Patienten sp\u00fcrbar verbessern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folge von Enzymdefekten sind meist Ansammlung und Anlagerung von \ndurch den Enzymmangel nicht verarbeiteten Stoffen, die dann wie Gifte \nwirken. Ein Beispiel von enzymatischer Entgiftung ist die Dialyse zur \nEntfernung der enzymatisch nicht abgebauten Stoffwechselschlacken aus \nden Nieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein ber\u00fchmtes Beispiel ist die Behandlung von Giftgasopfern. Das \nNervengas Lost (Senfgas), eines der furchtbarsten Giftgase, wirkt durch \nEnzymhemmung bei der \u00dcbertragung von Nervenimpulsen. Eine Art von \nTintenfischen besitzt gl\u00fccklicherweise genau das Enzym, das den \nEnzymhemmer im Senfgas zerst\u00f6rt. Das isolierte Enzym kann &#8211; rechtzeitig \nangewendet \u2013 das Leben von Giftgasopfern retten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rohr frei durch Enzyme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zurzeit hat die Medizin ihre gr\u00f6\u00dften Erfolge bei der \nenzymtherapeutischen Behandlung von Durchblutungsst\u00f6rungen, besonders \nbei der Aufl\u00f6sung von Blutpfropfen (Thromben).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn aus verschiedenen Gr\u00fcnden Blutpl\u00e4ttchen in Arterien und Venen \naneinander kleben und an den Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden Pfropfen bilden, kann es auf \nDauer zum Gef\u00e4\u00dfverschluss kommen. An Engstellen verschleppte Tromben \nk\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden eine t\u00f6dliche Embolie verursachen. Zudem wird ein\n Herzinfarkt meist von einem Pfropfen in den Arterien des Herzens \nverursacht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Aufl\u00f6sung eines Thrombus, der Thombolyse,&nbsp; ist in unserem \nK\u00f6rper das Enzym Plasmin zust\u00e4ndig, das im Blut in gro\u00dfen Mengen \nherumkurvt. Es ist jedoch inaktiv, weil ein Sicherungshebel seine \nAktivierung verhindert, und hei\u00dft in dieser Form Plasminogen. Es muss \nf\u00fcr sein T\u00e4tigwerden erst scharf gemacht werden. Diese Aktivierung \nbestimmt dar\u00fcber, wieviele Pfropfen und wie schnell sie aufgel\u00f6st \nwerden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Plasminaktivatoren sind spezielle Enzyme, die man per Infusion in den\n Blutkreislauf gibt oder direkt per Katheter zum Thrombus schickt. Dort \nm\u00fcssen sie nur den Sicherungshebel des k\u00f6rpereigenen Plasmonogens \numlegen, wodurch dieses zum aktiven Plasmin wird, das gezielt die \nThromben aufl\u00f6st.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Enzyme als Verdauungshilfe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Verdauungsapparat \u00fcberlastet ist, k\u00f6nnen wir \nVerdauungsenzyme zu uns nehmen. Bei gest\u00f6rter Verdauung, V\u00f6llegef\u00fchl, \nAufsto\u00dfen, Bl\u00e4hungen, Verstopfung oder Durchfall greift man h\u00e4ufig zu \nEnzympr\u00e4paraten, die meist aus dem Bauchspeicheldr\u00fcsensaft von Schweinen\n gewonnen werden und damit Enzyme zur Aufspaltung von Eiwei\u00df, Fett und \nKohlenhydraten enthalten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pepsin-Wein wirkt bereits im Magen. Diese Verdauungspr\u00e4parate leisten  gute Dienste und sind auch bei \u00e4lteren Menschen angezeigt, deren  Verdauungskraft bekannterma\u00dfen nachl\u00e4sst. Die Pr\u00e4parate nimmt man kurz  vor oder zu einer Mahlzeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Enzymanwendung in der \u00dcbersicht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Enzyme als Biokatalysatoren&nbsp; steuern nahezu alle \nStoffwechselvorg\u00e4nge, sei es die Aufspaltung der Nahrung, die Bildung \nneuer Zellen oder die Umsetzung der Erbinformation. Sie bauen auf und \nab, steuern und entsorgen Stoffe. Sie bilden Hormone und Botenstoffe und\n sind an den Immunfunktionen beteiligt..\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Erkrankungen ist ihre Funktion beeintr\u00e4chtigt und ab dem 50. Lebensjahr geht ihre Produktion insgesamt zur\u00fcck.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. med. Petra Wenzel gibt in ihrem Buch \u201e Die Vitalstof-Entscheidung\u201c (Literaturliste)&nbsp; auf S. 78 \u2013 79 folgende Anwendungen an.:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Abwehrsystem:<\/strong> Allergien, Autoimmunerkrankungen: Multiple Sklerose, Lupus erythematodes und Schilddr\u00fcsenerkrankungen (Morbus Hashimoto)<\/li><li><strong>Bewegungsapparat:<\/strong> Verminderung von Schmerzen, Entz\u00fcndungen und Gewebsschwellungen bei Rheuma<\/li><li><strong>Gef\u00e4\u00dferkrankungen:<\/strong>\n Verminderung der \u00d6deme bei Venenerkrankungen; bessere Flie\u00dff\u00e4higkeit \ndes Bluts und Aufl\u00f6sung kleinerer Blutgerinnsel; Abdichtung der \nGef\u00e4\u00dfw\u00e4nde, beschleunigte Abheilung von Entz\u00fcndungen und Geschw\u00fcren<\/li><li><strong>Herpes:<\/strong> In Untersuchungen erwiesen sich Enzympr\u00e4parate als ebenso wirksam wie Aciclovir und besser vertr\u00e4glich <\/li><li><strong>Krebserkrankungen:<\/strong> Schmerzstillung; Entz\u00fcndungshemmung; St\u00e4rkung des Immunsystems; Linderung der Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung<\/li><li><strong>Verdauungstrakt:<\/strong>\n Verdauungsst\u00f6rungen (Sodbrennen, Reflux): Hier sollten neben Bromelain \nund Papain zus\u00e4tzliche Verdauungsenzyme wie Amylase, Lipase und Trypsin.<\/li><li><strong>Verletzungen<\/strong>: Abbau von Bluterg\u00fcssen (H\u00e4matomen); Verminderung von Schmerzen; schnellere Abheilung von Wunden und Knochen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frau\n Dr. Wenzel schreibt weiter (S.79): \u201e Enzyme wie Amylase, Chymotrypsin, \nLipase, Pancreatin, Pepsin und Trypsin unterst\u00fctzen vor allem die \nAufspaltung von N\u00e4hrstoffen und deren Aufnahme in die Blutbahn. Zur \nF\u00f6rderung der Verdauung k\u00f6nnen Sie ein entsprechend kombiniertes Produkt\n vor oder w\u00e4hrend einer Mahlzeit einnehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Bromelain und Papain<\/strong><\/em> sind die Enzyme mit  dem gr\u00f6\u00dften Wirkspektrum. Sehr gut ist eine Kombination mit  Superoxid-Dismutase, die im K\u00f6rper als starkes Antioxidans auf  Enzymebene wirkt. Um vollst\u00e4ndig aufgenommen zu werden und im Organismus  ihre volle Wirkkraft zu entfalten, werden geeignete Produkte zwischen  den Mahlzeiten genommen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antioxidative Enzyme \u2013 eine besondere Gruppe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um sich vor den Wirkungen freier Radikale zu sch\u00fctzen, bedient sich \nder K\u00f6rper der verf\u00fcgbaren Antioxidantien aus der Nahrung \u2013 Vitamine, \nSpurenelemente, sekund\u00e4re Pflanzenstoffe wie z.B. Bioflavonoide, \nKarotine, Anthozyane&#8230; \u2013 er produziert jedoch auch selbst antioxidative\n Enzyme, um oxidativen Stress abzubauen. Bislang hat man folgende \nentdeckt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Glutathion-Peroxidase<\/strong> (Enzym mit dem \nSpurenelement Selen): Die Aminos\u00e4ure Cystein bildet gemeinsam mit Glycin\n und Glutamins\u00e4ure Glutathion, das zusammen mit der selenhaltigen \nGlutathion-Peroxidase freie Radikale entgiftet und auch die Vitamine C \nund E recycelt. Die Zufuhr von Cystein mit der Nahrung entscheidet die \nMenge der Glutathion-Produktion im K\u00f6rper.<\/li><li><strong>Superoxid-Dismutase<\/strong>\n (Enzym mit den Spurenelementen Zink, Mangan, Kupfer): Es bewirkt die \nUmwandlung von Superoxid zum weniger reaktiven Wasserstoff-Peroxid \n(H2O2).<\/li><li><strong>Katalase<\/strong> (Enzym mit dem Spurenelement Eisen): Sie baut Wasserstoffperoxid zu Wasser und molekularem Sauerstoff ab.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese\n Enzyme befinden sich in allen K\u00f6rperzellen und machen dort freie \nRadikale unsch\u00e4dlich, indem sie diese zersetzen. Sie k\u00f6nnen nach \nerfolgter Reaktion wieder neu gebildet werden, wenn dem K\u00f6rper gen\u00fcgend \nvon den in ihnen enthaltenen Spurenelementen zugef\u00fchrt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine reine Radikalenkrankheit ist beispielsweise die <strong>Amyotrophische Lateralsklerose (AMS<\/strong>),\n bei der die motorischen Nervenzellen zerst\u00f6rt werden. Hierbei ist der \nk\u00f6rpereigene Aufbau&nbsp; des Enzyms Superoxid-Dismutase gest\u00f6rt. Dadurch \nreichern sich freie Radikale an und zerst\u00f6ren die Nervenzellen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gesundheit bleibt erhalten, wenn die Produktion freier Radikale  durch Antioxidantien ausgeglichen wird. Dadurch lassen sich  Zellsch\u00e4digungen vermeiden. Gewinnen jedoch freie Radikale die Oberhand,  kann es zu Zellsch\u00e4den f\u00fchren, die ihrerseits degenerative Krankheiten  und vorzeitiges Altern verursachen<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Betain<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betain geh\u00f6rt wie Methionin, Cholin und Inositol zu den lipotropen \n(fettanziehenden) Substanzen. Deren Hauptfunktion besteht darin, \n\u00fcberm\u00e4ssige Fettansammlungen in der Leber zu verhindern. Wie die anderen\n lipotropen Verbindungen entgiftet Betain die Leber. Sie steigert zudem \ndie Immunit\u00e4t, indem sie die Thymusdr\u00fcse anregt, Antik\u00f6rper zu \nproduzieren, Phagozyten (Fresszellen) zu mobilisieren und entartetes \nGewebe zu zerst\u00f6ren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Betain-Hydrochlorid (Betain-HCL) wird es auch bei  Magens\u00e4uremangel verabreicht, um Verdauungsst\u00f6rungen entgegenzuwirken.  Betain ist Bestandteil des Magensaftes und schlie\u00dft zusammen mit dem  eiwei\u00dfspaltenden Pepsin die Nahrung auf. Bei Verdauungsst\u00f6rungen und mit  dem \u00c4lterwerden kann Produktion und Zusammensetzung des Magensaftes  beeintr\u00e4chtigt werde. Die Zufuhr von Betain hilft, die Verdauungskraft  des Magens wiederherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literaturhinweise<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Prof. Dr. K. Miehlke\/ Prof. Dr. R.M.Williams: Enzyme, Heyne 2001<\/em><\/li><li><em>Dr.med. Petra Wenzel: Die Vitalstoff-Entscheidung, Maya Media Verlag 2008<\/em><\/li><li><em>Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne 2007<\/em><\/li><li><em>Dr. Michaela D\u00f6ll: Entz\u00fcndungen \u2013 Die heimlichen Killer, Herbig Verlag 2006<\/em><\/li><li><em>Ennet\/Reuter: Lexikon der Heilpflanzen, Nikol Verlagsgesellschaft 2004<\/em><\/li><li><em>I. M\u00fcnzing-Ruef: Kursbuch gesunde Ern\u00e4hrung, Heyne 2000<\/em><\/li><li><em>Lexikon Medizin, Verlag Urban &amp; Schwarzenberg, 3. neubearbeitete Auflage<\/em><\/li><li><em>Buslau\/Hembd : Papaya, Heyne 1999<\/em><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Regina Garloff Enzyme sind f\u00fcr die meisten Stoffwechselprozesse im K\u00f6rper&nbsp;von zentraler Bedeutung. Vor allem die Verdauungsorgane, das Herz und das Immunsystem k\u00f6nnen nur bei der Versorgung mit gen\u00fcgend Enzymen richtig arbeiten und den K\u00f6rper gesund und vital erhalten. Doch&nbsp;durch die&nbsp;gestiegenen Anforderungen an den Menschen&nbsp;der heutigen Zeit&nbsp;(z.B. 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