{"id":4502,"date":"2020-02-26T13:48:28","date_gmt":"2020-02-26T12:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4502"},"modified":"2020-04-02T10:43:03","modified_gmt":"2020-04-02T08:43:03","slug":"melatonin-schluessel-zu-ewiger-jugend-gesundheit-und-fitness","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/aminosaeuren\/melatonin-schluessel-zu-ewiger-jugend-gesundheit-und-fitness\/","title":{"rendered":"Melatonin: Schl\u00fcssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Melatonin ist NICHT die \nnat\u00fcrliche Variante eines Schlafmittels. Auch wenn in diesem Artikel die\n Vorz\u00fcge von Melatonin beschrieben werden, weisen wir darauf hin, dass \nes sich um ein Hormon handelt, dessen Wirkung und Wechselwirkung, \nbesonders in der Langzeitanwendung, bisher nicht ausreichend erforscht \nwurde. Melatonin, wie andere Hormone auch, sollten nur nach Absprache \nmit einem Therapeuten eingenommen werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenden Ausf\u00fchrungen basieren auf verschiedenen  wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichungen, in der Hauptsache jedoch auf der  deutschen \u00dcbersetzung des Buches<strong><em> &#8222;Melatonin &#8211; Schl\u00fcssel zu ewiger  Jugend, Gesundheit und Fitness&#8220; von Dr. Dr. Walter Pierpaoli  (Schweiz\/Italien) und Dr. William Regelson (USA)<\/em><\/strong>, erschienen im Goldmann  Verlag, M\u00fcnchen, ISBN 3-442-12710-6. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pierpaoli und Regelson sind zwei der profiliertesten Wissenschafter  auf dem Gebiet der Altersforschung. Bereits sehr fr\u00fch stie\u00dfen sie bei  ihrer Arbeit auf das Zirbeldr\u00fcsenhormon Melatonin und erkannten rasch  die weit reichende Bedeutung dieser noch wenig bekannten Substanz und  des Organs in dem sie entsteht. In zahlreichen Tierversuchen und daraus  resultierenden wissenschaftlichen Arbeiten haben sie w\u00e4hrend mehr als  drei\u00dfig Jahren die Wirkung dieses Hormons auf den Organismus,  insbesondere seinen Einfluss auf das endokrine Dr\u00fcsensystem, untersucht  und dabei die erstaunlichsten Erkenntnisse gewonnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zirbeldr\u00fcse: Epiphyse, Corpus pineale<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis vor etwa drei Jahrzehnten nahm man an, die Zirbeldr\u00fcse habe keine\n besondere Bedeutung. Manche Wissenschafter glaubten, es handle sich um \nein Organ aus den Anf\u00e4ngen der menschlichen Entwicklung, das durch die \nEvolution des Organismus \u00fcberfl\u00fcssig geworden war. Man wusste lediglich,\n dass sie bei manchen Tieren die Hautfarbe beeinflusst und nahm an, sie \nsei auch am Prozess der sexuellen Reifung beteiligt. Im \u00fcbrigen aber \nwurde der Zirbeldr\u00fcse eine eher &#8222;metaphysische&#8220; Bedeutung beigemessen. \nSo vermutete Descartes (Renatus Cartesius, 1596-1650), der Begr\u00fcnder des\n Rationalismus und einer der V\u00e4ter neuzeitlichen philosophischen \nDenkens, in ihr den Sitz der menschlichen Seele. Nach der traditionellen\n fern\u00f6stlichen Denkweise und in der indisch-taoistischen Chakra-Lehre \nstellt sie die Verbindung zwischen Mensch und Kosmos her und beeinflusst\n damit direkt die spirituell-geistige Entwicklung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1958 isolierten die Forscher A.B. Lerner und J.D. Case  erstmals eine von der Zirbeldr\u00fcse ausgeschiedene &#8222;geheimnisvolle&#8220;  Substanz, die sie Melatonin (griechisch Melas = schwarz, tosos = Labor)  nannten. Sie hatten festgestellt, dass diese Substanz bei Laborfr\u00f6schen  eine Ver\u00e4nderung der Hautpigmentzellen und damit ihrer Hautfarbe  hervorrief. 1963 konnte erstmals nachgewiesen werden, dass Melatonin die Geschlechtsfunktion von Ratten beeinflussen kann. In der Folge wurde  Melatonin als Hormon eingestuft. F\u00fcr eine kleine Zahl ausgesuchter  Wissenschafter begann damit eine \u00e4u\u00dferst interessante und spannende Entdeckungsreise auf einem Gebiet, das bis dahin von der Forschung  relativ unber\u00fchrt geblieben war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die wesentlichsten Forschungsergebnisse nach der Entdeckung des Melatonins k\u00f6nnen so zusammengefasst werden: <\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Melatoninproduktion der Zirbeldr\u00fcse unterliegt dem Einfluss\n des Lichts. Nachts, bei Dunkelheit, ist der Melatoninspiegel im Blut \nzehnmal so hoch wie bei Tag. Tags\u00fcber finden sich im Blut nahezu keine \nSpuren von Melatonin, da es nach der n\u00e4chtlichen Aussch\u00fcttung innert \nweniger Stunden vollkommen zerlegt und verbraucht wird. <\/li><li>Wurde \nMelatonin Menschen verabreicht, wurden sie schl\u00e4frig, woraus man \nschloss, dass dieses Hormon bei der Kontrolle des Schlaf-Wach-Rhythmus \neine wichtige Rolle spielt. <\/li><li>Man entdeckte, dass Kinder h\u00f6here \nMelatoninwerte aufwiesen als Erwachsene und dass der Melatoninanteil im \nBlutspiegel mit zunehmendem Alter drastisch abnimmt. Man nahm deshalb \nvorerst an, Melatonin sei haupts\u00e4chlich f\u00fcr das Wachstum zust\u00e4ndig und \nverliere nach dessen Abschluss seine Bedeutung. <\/li><li>Es wurde zudem\n festgestellt, dass Krebspatienten, chronisch Kranke und Menschen mit \nbestimmten &#8222;Alterskrankheiten&#8220;, wie Parkinsonscher Krankheit oder \nAlzheimer Krankheit, typischerweise tiefste Melatoninwerte aufweisen. <\/li><li>Melatonin\n spielt im sexuellen Reifungsprozess, aber auch bei der Kontrolle der \nsexuellen Zyklen von Mann und Frau eine ma\u00dfgebliche Rolle. Bei den \nTieren bestimmt es zum Beispiel den Beginn und das Ende der Paarungszeit\n durch An-, bzw. Abschalten der entsprechenden Sexualhormonproduktion. \nTierversuche habe eindeutig nachgewiesen, dass das Sexualverhalten von \nRatten durch Ver\u00e4nderung des Tag-Nacht-Lichtzyklus beeinflusst werden \nkann.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Zirbeldr\u00fcse: &#8222;Der Regler aller Regler&#8220;<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"342\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/zirbeldruese.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4503\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/zirbeldruese.jpg 320w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/zirbeldruese-300x321.jpg 300w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/zirbeldruese-140x150.jpg 140w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/zirbeldruese-281x300.jpg 281w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><figcaption> Den  beiden Wissenschaftern Pierpaoli und Regelson, ihren Mitarbeitern, sowie zahlreichen Kolleginnen und Kollegen in aller Welt ist es zu  verdanken, dass uns heute wesentlich weiter reichende Erkenntnisse \u00fcber  die Bedeutung der Zirbeldr\u00fcse und ihres &#8222;Wunderhormons&#8220; Melatonin zur Verf\u00fcgung stehen. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den\n beiden Wissenschaftern Pierpaoli und Regelson, ihren Mitarbeitern, \nsowie zahlreichen Kolleginnen und Kollegen in aller Welt ist es zu \nverdanken, dass uns heute wesentlich weiter reichende Erkenntnisse \u00fcber \ndie Bedeutung der Zirbeldr\u00fcse und ihres &#8222;Wunderhormons&#8220; Melatonin zur \nVerf\u00fcgung stehen. W\u00e4hrend mehr als drei Jahrzehnten intensiver \nForschungen auf dem Gebiet des Alterns stie\u00dfen sie immer wieder auf \ndieses Organ und sein Hormon und gelangten schlie\u00dflich zu der \nErkenntnis, dass es sich dabei um den &#8222;Regler aller Regler&#8220; handelt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zirbeldr\u00fcse &#8222;herrscht&#8220; w\u00e4hrend unseres ganzen Lebens \u00fcber das \ngesamte endokrine Dr\u00fcsensystem, das seinerseits Hormone produziert, die \nf\u00fcr alle unsere K\u00f6rperfunktionen verantwortlich sind. Als &#8222;intelligente&#8220;\n Dr\u00fcse die das Richtige zur richtigen Zeit tut, und zwar schnell und \ngr\u00fcndlich, steuert sie die T\u00e4tigkeiten aller anderen Dr\u00fcsen und \nkontrolliert dadurch direkt die T\u00e4tigkeiten jeder einzelnen K\u00f6rperzelle.\n Damit beeinflusst sie die unterschiedlichsten Funktionen, wie<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>das Wachstum und die k\u00f6rperliche Entwicklung, <\/li><li>die Fortpflanzung, <\/li><li>die K\u00f6rpertemperaturkontrolle, <\/li><li>die Nierenfunktion, <\/li><li>den Schlaf-Wach-Rhythmus, <\/li><li>das Immunsystem, <\/li><li>die\n Kontrolle und Vernichtung so genannter &#8222;Stressoren&#8220; (Stress-ausl\u00f6sender\n Substanzen wie die in den Nebennieren produzierten Corticosteriode), <\/li><li>den Schutz der DNA in den K\u00f6rperzellen vor Ver\u00e4nderungen durch Viren und Karzinogene (krebsausl\u00f6sende Vektoren), <\/li><li>die\n Vernichtung so genannter &#8222;freier Radikale&#8220; (Molek\u00fcle mit einem freien \nSauerstoffatom, die eine Sch\u00e4digung der Zellmembran verursachen und \nKrebs hervorrufen k\u00f6nnen) als eines der wirksamsten &#8222;Antioxidanzien&#8220; und\n <\/li><li>die Energieerzeugung in den Zellen und den Energiefluss im \nganzen Organismus durch die Umsetzung des Schilddr\u00fcsenhormons T4 zu T3, \neiner hochenergetischen Form der in der Schilddr\u00fcse produzierten \nThyreoidhormone. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Melatonin ist ein &#8222;zustandsabh\u00e4ngiges&#8220; \nHormon, das hei\u00dft, es wirkt indirekt auf alle Organe ein. Seine \nHauptaufgabe besteht darin, die Spiegel der anderen Hormone zu regeln, \nden Ausgleich oder die Hom\u00f6ostase des K\u00f6rpers aufrechtzuerhalten und \nsomit den anderen Hormonen bei der Aus\u00fcbung ihrer Funktion beizustehen. \nBei wechselndem Melatoninspiegel werden bestimme Hormone unterbunden, \nandere gesteigert. Melatonin steuert die Hormonproduktion und stellt \nsicher, dass weder zu hohe noch zu tiefe Hormonspiegel entstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pierpaoli und Regelson haben bei ihren Untersuchungen ebenfalls \nfestgestellt, dass ein normaler Melatoninspiegel auch daf\u00fcr sorgt, dass \ndas Immunsystem &#8222;feindliche Vektoren&#8220; und Erreger sofort und zielsicher \nentdeckt und vernichtet. Als eines der wirksamsten Antioxidanzien sorgt \nMelatonin au\u00dferdem f\u00fcr die Vernichtung &#8222;freier Radikale&#8220;, von denen man \nwei\u00df, dass sie zur Entstehung von Krebszellen f\u00fchren k\u00f6nnen. Spezifische\n onkologische Untersuchungen haben au\u00dferdem gezeigt, dass Melatonin in \nder chemotherapeutischen Krebsbehandlung die krebsbek\u00e4mpfende Wirkung \nbestimmter Medikamente verst\u00e4rken und ihre zum Teil gef\u00e4hrlichen \nNebenwirkungen auf ein verantwortbares Ma\u00df reduzieren kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der wesentlichste Beitrag von Pierpaoli und Regelson scheint jedoch  die Erkenntnis zu sein, dass die Zirbeldr\u00fcse mithilfe ihres Hormons  Melatonin den Alterungsprozess steuert und die eigentliche, von der  Wissenschaft lange gesuchte &#8222;Altersuhr&#8220; darstellt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Zirbeldr\u00fcse: Die &#8222;Altersuhr&#8220;<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zirbeldr\u00fcse erreicht ihre H\u00f6chstleistung in der \nMelatoninproduktion w\u00e4hrend und kurz nach Abschluss der Pubert\u00e4t. Bei \nden meisten Menschen werden sp\u00e4testens nach Erreichen des 25. \nLebensjahres sinkende Melatoninspiegel festgestellt. Mit zunehmendem \nAlter beginnt die Zirbeldr\u00fcse nach und nach zu versagen und bei \nR\u00f6ntgenuntersuchungen \u00e4lterer Menschen wurde festgestellt, dass sie oft \nKalkablagerungen oder so genannten &#8222;Gehirnsand&#8220; aufweist. Man nimmt an, \ndass diese fortschreitende Verkalkung auch die Melatoninproduktion \neinschr\u00e4nkt und dadurch eine ganze Reihe von Fehlfunktionen des \nOrganismus ausgel\u00f6st werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend unseres ganzen Lebens ist die Zirbeldr\u00fcse ein regelrechtes \nKraftwerk, das eine enorme Energiemenge abgibt und alle anderen \nK\u00f6rpersysteme steuert, einstellt und \u00fcberwacht. So erscheint es \neigentlich nur logisch, dass sie mit der Zeit &#8222;ausbrennt&#8220; und \nUnregelm\u00e4\u00dfigkeiten in ihrer Funktion auftreten. Sie beginnt langsam zu \nschrumpfen &#8211; und verliert dabei viele ihrer Pinealocyten, jene Zellen, \ndie Melatonin und andere wichtige Substanzen produzieren. Gleichzeitig \nbeginnt auch unsere zweite innere K\u00f6rperuhr, der suprachiasmatische \nKern, der die Lichtsignale von der Netzhaut des Auges an die Zirbeldr\u00fcse\n weiterleitet, Zellen zu verlieren und b\u00fcsst so seinen Einfluss auf die \nZirbeldr\u00fcse ein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Funktion der Zirbeldr\u00fcse allm\u00e4hlich nachl\u00e4sst, h\u00f6rt sie auch  damit auf, wie bisher Melatonin in Umlauf zu bringen. Der Organismus  verliert nach und nach Energie und kann sich nicht mehr so schnell an  seine Umgebung anpassen. Die Steuerung des endokrinen Dr\u00fcsensystems wird  &#8222;unregelm\u00e4\u00dfig&#8220;, Schlafst\u00f6rungen machen sich bemerkbar, die  Empfindlichkeit gegen K\u00e4lte und Hitze steigt an, Verdauung und  Harnausscheidung lassen nach, das Immunsystem wird beeintr\u00e4chtigt und  der K\u00f6rper wird anf\u00e4lliger gegen St\u00f6rungen von au\u00dfen (Infektionen,  Allergien, Entstehung von Krebszellen, usw.). Diese Verkettung von St\u00f6rereignissen wird allgemein als Alterung oder Vergreisung bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Zirbeldr\u00fcsensubstanzen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute wei\u00df man, dass die Zirbeldr\u00fcse f\u00fcr die Produktion einer ganzen \nReihe von Substanzen verantwortlich ist &#8211; Melatonin ist nur eine davon.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Melatonin<\/strong>,\n chemisch eine einfache Aminos\u00e4ure, wird aus den \nZirbeldr\u00fcsenausscheidungen Tryptophan, einer Aminos\u00e4ure, und Serotonin, \neinem &#8222;Botenstoff&#8220; oder Neurotransmitter, synthetisiert. Serotonin ist \nnicht nur einer der Ausgangsstoffe f\u00fcr die Melatoninproduktion, sondern \ndar\u00fcber hinaus verantwortlich f\u00fcr eine Vielfalt von K\u00f6rperaktivit\u00e4ten, \nwie Schlaf, reibungslose Muskelkontraktion und die \nBlutpl\u00e4ttchenfunktion. Eine \u00dcberproduktion von Serotonin (und ein Mangel\n an Melatonin) ist f\u00fcr gewisse Arten von Depressionen und \nGem\u00fctsst\u00f6rungen verantwortlich. Bestimmte psychiatrische Medikamente, so\n genannte &#8222;Serotoninhemmer&#8220; senken den Serotoninspiegel und regen die \nMelatoninproduktion an. <\/li><li><strong>Epithalamin<\/strong>, das erstmals von \nWissenschaftern unter der Leitung von Vladimir Dilman am N.N. Petrov \nForschungsinstitut f\u00fcr Onkologie (Lehre von den Geschw\u00fclsten und \nTumoren) in St. Petersburg isoliert wurde. Seine Funktion scheint der \ndes Melatonin sehr \u00e4hnlich zu sein. Man nimmt an, dass diese beiden \nHormone synergetisch zusammenwirken, d.h., dass sie gegenseitig ihre \nWirkung verst\u00e4rken. <\/li><li><strong>TRH<\/strong> (Thyrotropin-stimulierendes \nHormon) kontrolliert die Energiezufuhr an die K\u00f6rperzellen. Es \nunterst\u00fctzt die Schilddr\u00fcsenfunktion und verbessert dadurch die \nImmunfunktion. Es wird auch zur Behandlung bei Depressionen angewendet. <\/li><li><strong>Vasopressin<\/strong>\n hat mit der Steuerung des &#8222;Milcheinschusses&#8220; bei stillenden M\u00fcttern zu \ntun. Seine Aussch\u00fcttung wird, so scheint es, durch das Weinen des \nS\u00e4uglings ausgel\u00f6st. <\/li><li><strong>Prolaktin<\/strong> regt die Milchproduktion\n der stillenden Mutter an. Als &#8222;bandekn\u00fcpfendes&#8220; Hormon tr\u00e4gt es dazu \nbei, den S\u00e4ugling zu beruhigen und zu entspannen, sowie die Mutter zur \nAnnahme und Verteidigung der Jungen anzuregen. Wird Prolaktin Menschen \nverabreicht, ruft es meist Gef\u00fchle von Frieden, Ruhe, Zufriedenheit und \nZuneigung hervor. W\u00e4hrend die Mutter Prolaktin aussch\u00fcttet, kn\u00fcpft sie \nfeste Bande zu ihrem Kind und erlebt die ersten Gef\u00fchle m\u00fctterlicher \nLiebe. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Melatonin im Lebensrhythmus<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Menschen wird der F\u00f6tus bereits w\u00e4hrend der Schwangerschaft  durch die Plazenta von der Mutter mit Melatonin versorgt. Die eigene  Melatoninproduktion setzt erst einige Tage nach der Geburt ein und es  dauert mitunter ein ganzes Jahr, bis sich der nat\u00fcrliche Versorgungszyklus durch die Zirbeldr\u00fcse einreguliert. Dieser Umstand scheint m\u00f6glicherweise zu erkl\u00e4ren, warum S\u00e4uglinge oft so unregelm\u00e4\u00dfig  schlafen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis das Kind etwa sieben Jahre alt ist, steigt der Melatoninspiegel \nstetig an. Dabei veranlasst das Melatonin w\u00e4hrend der Schlafphasen die \nHirnanhangdr\u00fcse (Hypophyse) Wachstumshormone auszusch\u00fctten. Bei \nKleinkindern findet der st\u00e4rkste Wachstumsschub dann statt, wenn sie am \nh\u00e4ufigsten schlafen, von der Geburt bis zu etwa drei Jahren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommt das Kind in die Pubert\u00e4t, sinkt &#8211; bedingt durch das k\u00f6rperliche  Gr\u00f6\u00dfenwachstum &#8211; das Blutvolumen. Dadurch kommt es zu einer  &#8222;Verd\u00fcnnung&#8220; der t\u00e4glichen Melatoninaussch\u00fcttung. Das Absinken des  Melatoninspiegels f\u00fchrt zu einer erh\u00f6hten Aussch\u00fcttung zweier bestimmter  Sexualhormone, LH (luteinisierendes Hormon) und FSH  (Follikel-stimulierendes Hormon), die die eigentliche Pubert\u00e4t ausl\u00f6sen. Bei Knaben f\u00fchrt dies zur Samenproduktion, bei M\u00e4dchen zum Beginn des Menstruationszyklus. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Abschluss der Pubert\u00e4t beginnt die Melatoninproduktion langsam  und stetig nachzulassen. Im Alter von etwa 45 Jahren findet das  abrupteste Absinken des Melatoninspiegels statt. Die Zirbeldr\u00fcse bringt  nicht mehr genug Melatonin in Umlauf und dadurch wird der eigentliche  Alterungsprozess eingeleitet. Bei Frauen beginnen dann meist die so  genannten Wechseljahre. M\u00e4nner bleiben wohl weiterhin fruchtbar, doch  sinkt die Sexualfunktion merklich ab. Diese und andere Anzeichen des  Alterns sind die unmittelbare Folge des Funktionsverlustes der  Zirbeldr\u00fcse: sie verliert allm\u00e4hlich ihre Kontrolle \u00fcber den restlichen Organismus. Pierpaoli meint dazu, &#8222;. . . dem Dirigenten geht der Saft  aus.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">St\u00f6rungen der Zirbeldr\u00fcse<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In j\u00fcngster Zeit wurde an der Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule \n(ETH) in Z\u00fcrich nachgewiesen, dass das menschliche Gehirn (wie \u00fcbrigens \ndas Gehirn aller Wirbeltiere) magnetisierbares Material \n(Magneteisenmolek\u00fcle) in feinster Verteilung enth\u00e4lt. Amerikanische, \ndeutsche und italienische Forscher haben diese Erkenntnis best\u00e4tigt. \nAnhand von Untersuchungen an kanadischen Graug\u00e4nsen, die bei ihrer \nj\u00e4hrlichen Wanderung von Nordeuropa nach Kanada tausende von Kilometern \nquer \u00fcber den Nordatlantik im Non-Stop-Flug zur\u00fccklegen, wurde \nnachgewiesen, dass diese V\u00f6gel sich nach dem Magnetfeld der Erde \norientieren. Ihnen dienen die Magneteisenmolek\u00fcle im Gehirn sozusagen \nals &#8222;eingebauter Kompass&#8220;.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wissenschafter der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover (BRD) haben \nk\u00fcrzlich in einer Ver\u00f6ffentlichung (1995) berichtet, dass auch in der \nZirbeldr\u00fcse Konzentrationen von Magneteisenmolek\u00fclen festgestellt \nwurden. Im gleichen Forschungsbericht wurde au\u00dferdem ausf\u00fchrlich \ndargelegt, wie in Tierversuchen eindeutig nachgewiesen werden konnte, \ndass die Zirbeldr\u00fcsenfunktion bereits durch relativ schwache \nelektromagnetische Felder ung\u00fcnstig beeinflusst wird. Dabei wurde \nfestgestellt, dass bereits Felder, wie sie von gewissen Haushaltsger\u00e4ten\n (Fernsehapparaten, Transformatoren, Mikrowellenger\u00e4ten und \nFunktelefonen), sowie von Computern und Hochspannungsleitungen \nabgestrahlt werden, die Melatoninproduktion in der Zirbeldr\u00fcse \ndramatisch reduzieren k\u00f6nnen. Im Tierversuch an Laborm\u00e4usen wurde \ngezeigt, dass bei einem Ausfall der nat\u00fcrlichen Melatoninversorgung \naufgrund der Bestrahlung durch &#8222;Elektrosmog&#8220; die Entstehung von \nBrustkrebs durch \u00d6strogene oder Pseudo-\u00d6strogene dramatisch anstieg. Mit\n diesen Erkenntnisse wird sich die Krebsforschung in Zukunft noch \neingehend zu besch\u00e4ftigen haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem heutigen Stand der Forschung wird die normale Funktion der \nZirbeldr\u00fcse und die von ihr gesteuerte Melatoninproduktion durch \nfolgende Umst\u00e4nde ung\u00fcnstig beeinflusst:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>durch helles Licht w\u00e4hrend der Nachtstunden und einen unregelm\u00e4\u00dfigen Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. bei Schichtarbeit), <\/li><li>durch oftmaliges Reisen mit mehrst\u00fcndiger Zeitverschiebung, vor allem bei West-Ost-Reisen (z.B. beim Flugpersonal), <\/li><li>durch\n elektromagnetische und magnetische Felder, vor allem abends und w\u00e4hrend\n der Nachtstunden (z.B. Radiowecker oder andere Elektroger\u00e4te im \nKopfbereich der Schlafstelle, \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Fernsehen oder Gebrauch von \nFunktelefonen), <\/li><li>Hochspannungs- oder Starkstromleitungen im unmittelbaren Lebensbereich (z.B. entlang von Bahnlinien, usw.). <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die  St\u00f6rung der normalen Zirbeldr\u00fcsenfunktion von &#8222;au\u00dfen&#8220; scheint die  Alterung und den Verfall dieses Organs zu beschleunigen. Die sich daraus  ergebenden negativen Folgeerscheinungen k\u00f6nnten eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr  sein, wieso gerade in den Industriel\u00e4ndern in den vergangenen drei\u00dfig  Jahren bestimmte degenerative Krankheiten unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark  angestiegen sind (Immunschw\u00e4chen, insbesondere im Bereich bestimmter  Krebserkrankungen &#8211; Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei M\u00e4nnern,  Kreislauf- und Herzerkrankungen, Gef\u00e4sserkrankungen, Arthritis und  andere rheumatische Erkrankungen, sowie auch Allergien, Schlafst\u00f6rungen,  Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen und andere &#8222;Alterserkrankungen&#8220;).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Melatonin: Das Verj\u00fcngungsversprechen<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"246\" height=\"190\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/melatonin-strukturformel.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-4504\"\/><figcaption> Melatonin (n-acetyl-5methoxytryptamine) entsteht aus Serotonin durch  die  Einwirkung von Enzymen und wird aus der Aminos\u00e4ure Tryptophan \u00fcber Serotonin gebildet. Dieser Vorgang hei\u00dft Melatoninsynthese. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die  Forschungen des Teams Pierpaoli und Regelson haben in zahlreichen  Tierversuchen gezeigt, dass der Verfall der Zirbeldr\u00fcse und alle sich  daraus ergebenden Folgen f\u00fcr den Organismus kein &#8222;unabwendbares  Schicksal&#8220; darstellen, sondern im Gegenteil nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden k\u00f6nnen. F\u00fchrte man &#8222;alten&#8220; M\u00e4usen, bei  denen der R\u00fcckgang der Zirbeldr\u00fcse bereits sehr fortgeschritten war, von au\u00dfen Melatonin zu, konnte man bereits nach wenigen Monaten deutliche Ver\u00e4nderungen feststellen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>die Zirbeldr\u00fcsenfunktion wurde wiederhergestellt und die k\u00f6rpereigene Melatoninproduktion stieg wieder an, <\/li><li>das &#8222;Altersfell&#8220; wurde wieder gl\u00e4nzend und dicht, <\/li><li>die Sexualfunktion stellte sich wieder ein, <\/li><li>das Immunsystem normalisierte sich zusehends und beginnende Krebszellen wurden erfolgreich vernichtet, und <\/li><li>die normale Nahrungsaufnahme und Verdauung wurden wiederhergestellt. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die  mit Melatonin behandelten M\u00e4use \u00fcberlebten ihre unbehandelten  Artgenossen deutlich um etwa drei\u00dfig Prozent ihrer Gesamtlebensdauer  (Standardm\u00e4use mit einer Lebenserwartung von 24 Monaten wurden bis zu 33 Monate alt, was auf den Menschen \u00fcbertragen etwa 30 zus\u00e4tzlichen  Lebensjahren entspricht). Und trotz dieses methusalemischen Alters  erfreuten sich die behandelten M\u00e4use bis zuletzt einer &#8222;strotzenden&#8220;  Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Pierpaoli und Regelson erkl\u00e4ren dieses Ph\u00e4nomen so: <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">. . . es hat alles mit Energie zu tun . . .&#8220; Eine der Hauptaufgaben \nder Zirbeldr\u00fcse und ihres Hormons Melatonin ist der Schutz des \nEnergiesystems des Organismus. Im Verbund \u00fcberwachen und steuern sie \ndieses System, das die Zellen ern\u00e4hrt und alle K\u00f6rperfunktionen sichert.\n Bei einer St\u00f6rung in der Energieversorgung geraten alle anderen \nK\u00f6rpersysteme aus dem Gleichgewicht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Steuerung der Umsetzung von Thyreoidhormonen in der \nSchilddr\u00fcse in hochenergetische Substanzen beeinflusst die Zirbeldr\u00fcse \nden Energiefluss auf direkte Weise. Unser K\u00f6rper braucht diese Energie \num W\u00e4rme zu erzeugen, die sowohl zur Erw\u00e4rmung als auch zur Abk\u00fchlung \nerforderlich ist. Au\u00dferdem ben\u00f6tigt der K\u00f6rper Energie um noch mehr \nEnergie erzeugen zu k\u00f6nnen. In den Zellen geschieht dies durch \nmikroskopische Strukturen, die so genannten Mitochondrien. Diese \nwiederum produzieren ATP (Adenosintriphosphat), das im wahrsten Sinne \ndes Wortes der Treibstoff unseres Organismus ist. Wenn wir altern, \naltern auch unsere Mitochondrien. Sie verlieren ihre Form und Struktur, \nverh\u00e4rten sich oder verkalken und verlieren vor allem ihre F\u00e4higkeit, \nsich zu regenerieren und neue funktionst\u00fcchtige Mitochondrien \nherzustellen. Dadurch geht die ATP Produktion stetig zur\u00fcck und der \nK\u00f6rper verf\u00fcgt \u00fcber immer weniger Energie. Dies wiederum \u00e4u\u00dfert sich \nnicht nur darin, dass er bei Anstrengungen rascher erm\u00fcdet, sondern \ndieser Energiemangel reicht bis in die hinterste kleinste K\u00f6rperzelle. \nMit der Zeit stellen s\u00e4mtliche K\u00f6rpersysteme ihre Arbeit an der \nZellreparatur und -erneuerung ein, schlicht und einfach deshalb, weil es\n an der daf\u00fcr notwendigen Energie fehlt: kurzum, der K\u00f6rper altert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sauerstoff ist f\u00fcr die Herstellung von ATP &#8222;essentiell&#8220; und wird im \nProzess der Energieumwandlung &#8222;verbrannt&#8220;. Nimmt die ATP Produktion \nseitens der Mitochondrien ab, kommt es zu einem Sauerstoff\u00fcberschuss, \nder zur Entstehung so genannter &#8222;freier Radikale&#8220; f\u00fchren kann. Dabei \nhandelt es sich um chemische Verbindungen mit einem &#8222;freien&#8220; \nSauerstoffatom, das bereit ist, sich mit anderen Substanzen zu verbinden\n und auf diese Weise das K\u00f6rpergewebe auf Zellebene direkt anzugreifen. \nIm schlimmsten Fall f\u00fchrt ein solcher Angriff freier Radikale zur \nEntwicklung von Krebszellen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4sst die Funktion der Zirbeldr\u00fcse nach, beginnen die Mitochondrien \nzu verk\u00fcmmern und den Zellen geht durch den R\u00fcckgang der ATP Produktion \ndie Energie aus. Dieser Energiemangel hat auch seine Auswirkungen auf \ndie Zirbeldr\u00fcse selbst; auch sie leidet darunter und reduziert ihre \nFunktion dementsprechend weiter. Statt des lebenserhaltenden ATP&#8217;s \nerzeugen die Zellen nun einen absolut sch\u00e4digenden Stoff: das \nPyrophosphat. Diese chemische Substanz geht eine Verbindung mit dem in \nallen Zellen vorkommenden Kalzium zu Kalziumsalz ein. Dieser Vorgang \nf\u00fchrt letztlich auch zur Verkalkung der Zirbeldr\u00fcse und zu einem daraus \nresultierenden weiteren R\u00fcckgang der Melatoninherstellung. F\u00e4llt der \nMelatoninspiegel, \u00e4ndern sich auch die Spiegel weiterer wichtiger \nHormone wie zum Beispiel des Thyreoidhormons und das wiederum f\u00fchrt zu \neiner weiteren Energiereduktion in anderen Organen und K\u00f6rperbereichen. \nStatt ATP und damit Energie zu erzeugen, stellen die Zellen Pyrophosphat\n her, das die Verkalkung f\u00f6rdert. Dies gilt vor allem f\u00fcr die \nBlutgef\u00e4sse (Arteriosklerose), aber auch f\u00fcr andere Organe. \nKalkablagerungen wurden sogar im Gehirn und im Herzen selbst \nfestgestellt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit entsteht ein echter &#8222;Teufelskreis&#8220;: Der in der Zirbeldr\u00fcse \nbeginnende Verkalkungsprozess breitet sich langsam aber sicher im ganzen\n K\u00f6rper aus und verursacht die allm\u00e4hliche Zerst\u00f6rung jeder Zelle und \njedes Organsystems. Oder anders gesagt: Wenn die Zirbeldr\u00fcse ihre Arbeit\n nicht mehr l\u00e4nger machen kann, f\u00fchrt das im gesamten K\u00f6rper zum \nVersagen der Mitochondrien, dem Kraftwerk der Zellen, das f\u00fcr die \nEnergieerzeugung zust\u00e4ndig ist. Versagen die Mitochondrien, kommt es im \ngesamten Organismus zu einer Kettenreaktion, die mit der Zeit den \nZusammenbruch aller anderen K\u00f6rpersysteme nach sich zieht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die langj\u00e4hrige Forschungsarbeit von Pierpaoli und Regelson hat diese  beiden Wissenschafter, sowie zahlreiche ihrer Kolleginnen und Kollegen  davon \u00fcberzeugt, dass die geschilderten Verfallsvorg\u00e4nge im menschlichen  Organismus die man Alterung nennt, kein unabwendbares Schicksal  darstellen und dass auch eine bereits gealterte Zirbeldr\u00fcse durch die  regelm\u00e4\u00dfige Einnahme von Melatonin \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg  regeneriert und zu &#8222;alter Frische&#8220; wiedererweckt werden kann. Damit wird  der Ausbruch aus dem oben geschilderten &#8222;Teufelskreis&#8220; und eine  R\u00fcckkehr zu nahezu jugendlicher Gesundheit und Fitness auch im  fortgeschrittenen Alter in greifbare N\u00e4he ger\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Melatonin: es ist nie zu sp\u00e4t &#8230;<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den obigen Ausf\u00fchrungen haben wir versucht, die wohl wichtigsten \nErkenntnisse und Erfahrungen der beiden Wissenschafter, Dr. Dr. Walter \nPierpaoli und Dr. William Regelson, kurz und verst\u00e4ndlich \nzusammenzufassen. Wir haben uns dabei, wie eingangs erw\u00e4hnt, m\u00f6glichst \ngenau an die Ausf\u00fchrungen der Autoren in ihrem Buch &#8222;Melatonin &#8211; \nSchl\u00fcssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness&#8220; (Titel des \namerikanischen Originals &#8222;The Melatonin Miracle&#8220;, Simon &amp; Schuster, \nNew York 1995) gehalten, ohne jedoch den Anspruch erheben zu wollen, \nalle darin ausf\u00fchrlich und auch f\u00fcr den Laien leicht verst\u00e4ndlich \nbeschriebenen Aspekte zum Thema Zirbeldr\u00fcse und Melatonin ersch\u00f6pfend \nbehandelt zu haben. Dies w\u00e4re auch nicht unsere Aufgabe und wir m\u00f6chten \nauf keinen Fall Ihrer eigenen Lekt\u00fcre dieses Buches die Spannung nehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines sei an dieser Stelle jedoch noch deutlich gesagt: &#8220; . . . es \nist nie zu sp\u00e4t . . .&#8220; ! Auch wenn man die 45 schon vor l\u00e4ngerer Zeit \n\u00fcberschritten hat, kann man durch die regelm\u00e4\u00dfige t\u00e4gliche Einnahme von \nMelatonin, die Zirbeldr\u00fcsenfunktion wieder normalisieren und die \nnat\u00fcrliche, k\u00f6rpereigene Melatoninproduktion auf ein Niveau bringen, das\n einem wesentlich j\u00fcngeren Organismus entspricht. Die logische Erkl\u00e4rung\n f\u00fcr den Mechanismus dieser &#8222;Verj\u00fcngung&#8220; ergibt sich aus den \ngeschilderten Alterungsvorg\u00e4ngen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Bei sinkendem Melatoninspiegel entsteht ein zunehmender Energiemangel auf Zellebene; <\/li><li>dieser Energiemangel beeintr\u00e4chtigt auch die Zirbeldr\u00fcse direkt und f\u00f6rdert deren Verkalkung; <\/li><li>die schrumpfende und verkalkende Zirbeldr\u00fcse reduziert ihre Melatoninproduktion weiter &#8230; <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">&#8230; der &#8222;Teufelskreis&#8220; schlie\u00dft sich und der Alterungsprozess nimmt seinen Lauf. <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wird dem K\u00f6rper nun von au\u00dfen jene Melatoninmenge zugef\u00fchrt, die er \ndazu ben\u00f6tigen w\u00fcrde die Energieversorgung auf Zellebene wieder zu \ngew\u00e4hrleisten, so wird er dies auch tun. Das Melatonin wird im \nVerdauungstrakt leicht resorbiert (im Verdauungstrakt wird auch im \njugendlichen K\u00f6rper eine erh\u00f6hte Melatoninkonzentration festgestellt) \nund gelangt \u00fcber die Blutbahn in die K\u00f6rperzellen, sowie in die \nendokrinen Dr\u00fcsen und auch in die Zirbeldr\u00fcse selbst. Dort erf\u00fcllt es \nwieder seine urspr\u00fcngliche Aufgabe, n\u00e4mlich die Sicherstellung der \nEnergieversorgung. Die Produktion des sch\u00e4dlichen Pyrophosphats wird \nunterbunden und durch das hochenergetische ATP ersetzt. Die so gewonnene\n Energie erlaubt den Mitochondrien wieder sich zu erneuern und ihre \nurspr\u00fcngliche Funktion wieder aufzunehmen. Auch die Zirbeldr\u00fcse selbst \nerh\u00e4lt wieder gen\u00fcgend Energie um ihre normale Arbeit ausf\u00fchren zu \nk\u00f6nnen und ihre eigene Melatoninproduktion zu erh\u00f6hen. Der Teufelskreis \nist durchbrochen!\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbstverst\u00e4ndlich ben\u00f6tigt dieser Vorgang etwas Zeit. Doch schon  nach wenigen Monaten der Melatonineinnahme werden Sie an sich selbst  wesentliche und erstaunliche Ver\u00e4nderungen feststellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Zirbeldr\u00fcsenhormon Melatonin erf\u00fcllt eine Reihe f\u00fcr unseren \nOrganismus lebenswichtiger Aufgaben. Seine nat\u00fcrliche Produktion wird \njedoch zwischen dem vierzigsten und f\u00fcnfzigsten Altersjahr merklich \nreduziert. Dies leitet den Alterungsprozess mit allen ihm verhafteten \nVerfallsvorg\u00e4ngen ein. Der genaue Beginn und Verlauf dieses Prozesses \nunterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist von unterschiedlichen \nGegebenheiten, wie Vererbung und Anlagen, allgemeiner Konstitution, \nLebensgewohnheiten, usw., abh\u00e4ngig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Melatonin kann dazu beitragen, diesen Prozess g\u00fcnstig zu beeinflussen. Die Wissenschafter Dr. Dr. Walter Pierpaoli und Dr.  William Regelson, sowie zahlreiche ihrer Kolleginnen und Kollegen in  aller Welt sind nach langen Jahren intensiver Forschungst\u00e4tigkeit von  der Richtigkeit ihrer diesbez\u00fcglichen Erkenntnisse und  Schlussfolgerungen \u00fcberzeugt. Bei keinem einzigen ihrer Versuche konnten  irgendwelche negativen Nebenwirkungen nach der Verabreichung von Melatonin festgestellt werden. Als einfache Aminos\u00e4ure ist Melatonin  nicht toxisch und selbst Dosen von 1000 Milligramm pro Tag wurden von  Versuchspersonen problemlos toleriert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/melatonin-fragen-und-antworten\/\">Lesen Sie auch den Beitrag: Melatonin: Fragen und Antworten<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Melatonin ist NICHT die nat\u00fcrliche Variante eines Schlafmittels. Auch wenn in diesem Artikel die Vorz\u00fcge von Melatonin beschrieben werden, weisen wir darauf hin, dass es sich um ein Hormon handelt, dessen Wirkung und Wechselwirkung, besonders in der Langzeitanwendung, bisher nicht ausreichend erforscht wurde. 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