{"id":4460,"date":"2020-02-26T10:17:00","date_gmt":"2020-02-26T09:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4460"},"modified":"2020-04-03T10:12:31","modified_gmt":"2020-04-03T08:12:31","slug":"selen-studien-und-wichtige-informationen","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/mineralstoffe-und-spurenelemente\/selen-studien-und-wichtige-informationen\/","title":{"rendered":"Selen: Studien und wichtige Informationen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Selen &#8211; Ein lebenswichtiger Mineralstoff<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6rper des Menschen ben\u00f6tigt f\u00fcr die optimale Funktion \nverschiedene Vitamine und Mineralstoffe, die manchmal in der Nahrung \nnicht in ausreichender Menge enthalten sind und vom K\u00f6rper selbst nicht \nproduziert werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt auch Selen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuerst entdeckten Forscher bei Tieren, dass ein Mangel an Selen in \nder Ern\u00e4hrung zu Krankheiten und Wachstumsst\u00f6rungen an Muskeln und \nKnochen f\u00fchrt und dass die Zufuhr von Selen lebensnotwendig ist. In den \nsp\u00e4ten 1950er Jahren erkannte man, dass auch der Mensch ohne Selen nicht\n leben kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile spielt Selen nicht nur eine Rolle bei der Vorbeugung \nbestimmter Krankheiten, sondern wird auch in der Behandlung \nverschiedener Erkrankungen eingesetzt (z.B. bei Krebs, Rheuma, \nchronischen Entz\u00fcndungen oder Schwermetallbelastungen). Als notwendiger \nfunktioneller Bestandteil von zahlreichen Eiwei\u00dfstoffen, meist Enzymen, \ngreift Selen in unz\u00e4hlige Stoffwechselprozesse ein. Besonders wichtige \nEnzyme, die freie Radikale abfangen, also den oxidativen Stress mindern,\n sind die so genannten Glutathionperoxidasen, die in jeder K\u00f6rperzelle, \naber auch in jeder Immunzelle sowie im Blutplasma in verschiedenen \nVariationen vorkommen. Weitere selenabh\u00e4ngige Enzyme bzw. Proteine sind \ndie Thioredoxinreduktasen und Selenoprotein P. Auch im \nSchilddr\u00fcsenstoffwechsel spielen Selenproteine eine wichtige Rolle.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chronisch-entz\u00fcndliche Erkrankungen, wie Rheuma, Asthma, Morbus \nCrohn, Colitis ulcerosa, bei denen man meist erniedrigte Selenspiegel im\n Blut findet, k\u00f6nnen durch Selengaben g\u00fcnstig beeinflusst werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig ist Selen aber vor allem auch f\u00fcr die optimale Funktion \nunseres Immunsystems. Da sich Selen innerhalb des K\u00f6rpers mit \nSchwermetallen verbindet und sie dadurch unsch\u00e4dlich macht, kann bei \neiner hohen Schwermetallbelastung selbst bei gleichzeitig hoher \nSelenaufnahme ein Selenmangel entstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit niedrigen Selenspiegeln \nverbunden. Studien legen nahe, dass eine ausreichende Selenaufnahme dem \nAuftreten von koronaren Herzerkrankungen entgegen wirkt. Bei beginnender\n Arteriosklerose kann ein ausreichender Selenspiegel die Gefahr, einen \nHerzinfarkt zu erleiden, m\u00f6glicherweise verringern. Bei Diabetikern, die\n einer \u00dcberbelastung mit freien Radikalen unterliegen, haben \nUntersuchungen gezeigt, dass eine Optimierung der meist zu niedrigen \nSelenspiegel die Prognose der diabetischen Folgeerkrankungen verbessert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niedrige Selenspiegel haben auch Krebspatienten. Gerade hier ist es \nbesonders wichtig, dem K\u00f6rper ausreichend Selen zuzuf\u00fchren, um die \nImmunabwehr optimal zu unterst\u00fctzen und auch die anderen \u2013noch gesunden-\n Zellen vor Zerst\u00f6rung zu bewahren. Auch durch eine Operation oder eine \nStrahlen- bzw. Chemotherapie wird das Selen-Schutzsystem, strapaziert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da \u00fcber die Nahrung im Allgemeinen weniger Selen aufgenommen wird als  es auf Grund der momentanen wissenschaftlichen Erkenntnisse sinnvoll  w\u00e4re, ist eine zus\u00e4tzliche Einnahme (z.B. als organisches Selen)  empfehlenswert. Bei Gesunden liegt die empfohlene Selen-Dosis bei 50 bis  100 Mikrogramm t\u00e4glich, kranke Menschen haben ein erh\u00f6hten Bedarf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Selen: effektiver Zellschutz und Bestandteil der Krebsvorbeugung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeugungsunf\u00e4higkeit und Schilddr\u00fcsenunterfunktion sind\n oft durch Selenmangel verursacht: Selenmangel f\u00fchrt nach Aussage von \nProfessor Dr. Gerhard N. Schrauzer, University of California, San \nDiego\/USA, zu gef\u00e4hrlicher Immunschw\u00e4che. Zahlreiche wissenschaftliche \nStudien beweisen zudem, dass Selen bestimmten Krebserkrankungen, \ninsbesondere Prostata- und Darmkrebs vorbeugt, heben die Experten der \nVitalstoffakademie in K\u00f6ln hervor. Durch die t\u00e4gliche Einnahme von Selen\n sinkt das Risiko f\u00fcr Prostata-, Lungen- und Dickdarmkrebs signifikant. \nDie gegenw\u00e4rtige Selenaufnahme kann zwar vor schwersten \nSelenmangelzust\u00e4nden sch\u00fctzen, sie ist aber zu gering, um den Organismus\n wirksam vor sch\u00e4dlichen Einwirkungen zu bewahren, betonen die \nWissenschaftler der Vitalstoffakademie. Deutschland leidet unter einer \nSelen-Unterversorgung, da die B\u00f6den selenarm sind und die Lebensmittel, \ndie darauf wachsen, ebenfalls. Die Hinwendung zu pflanzlichen \nLebensmitteln verschlechtert die Selenversorgung, da tierische \nLebensmittel mehr Selen enthalten als pflanzliche. Problematisch ist \ninsbesondere die Selen-Versorgung in der Schwangerschaft und Stillzeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu Jod f\u00fchrte Selen lange Zeit ein \nSchattendasein. Heute steht es wie kein anderes lebenswichtiges \nSpurenelement im Fokus der Krebsforschung. Selen ist eines der \nwirksamsten Antioxidantien \u00fcberhaupt. Es dient als Zeltschutz gegen\u00fcber \nden aggressiven freien Radikalen, die den Zellen des menschlichen \nOrganismus das Leben schwer machen. Bei chronischen Quecksilber- oder \nBleivergiftungen unterst\u00fctzt Selen die Entgiftung. Zudem ist es wichtig \nf\u00fcr <em>die <\/em>Bildung von Spermien und hat damit gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr \ndie Zeugungsf\u00e4higkeit. Das Spurenelement stimuliert das Immunsystem, und\n bei Tumorpatienten zeigt sich oft ein Selenmangel. Seefisch, Bierhefe \nund Sojabohnen enthalten nennenswerte Selenmengen. Da aber gerade \nSeefisch oftmals mit Umweltgiften belastet ist, kann die Gefahr h\u00f6her \nals der Nutzen f\u00fcr die Selenversorgung sein. Viel zu oft wird vergessen,\n dass die Schilddr\u00fcse nur optimal funktionieren kann, wenn neben Jod \nausreichend Selen zur Verf\u00fcgung steht. Oftmals ist eine Unterfunktion \nder Schilddr\u00fcse auch durch einen Selenmangel verursacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um den Organismus gleichm\u00e4\u00dfig mit Selen zu versorgen,  ist es sinnvoll, auf Depotpr\u00e4parate zur\u00fcckzugreifen, die den  durchschnittlichen Selen-Tagesbedarf in H\u00f6he von 50 Mikrogramm  enthalten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Beziehung zwischen Selen in Nahrungsmitteln und Brustkrebs<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es besteht eine umgekehrte Beziehung zwischen den \nSelenkonzentrationen in Nahrungsmitteln (Se) und der H\u00e4ufigkeit von \nBrustkrebs beim Menschen. Der Zusatz von Selen hat eine Verringerung der\n H\u00e4ufigkeit von spontanen Mammatumoren bei M\u00e4usen zur Folge. Wir \nverglichen die Selenkonzentrationen im Serum von Brustkrebspatienten mit\n jenen von Frauen ohne Brustkrebs. Es wurde Serum von 35 Frauen mit \nBrustkrebs entnommen. 19 dieser Frauen hatten ein infiltrierendes, \nductales Karzinom und zwei die Paget-Krankheit an der Brustwarze. Neun \nFrauen hatten zum Zeitpunkt der Mastektomie Metastasen in den \nLymphknoten, bei vier Frauen lag nach der Blutprobe ein endg\u00fcltiger \nNachweis von Metastasen vor, und der Krankheitsverlauf einer Patientin \nwar nicht klassifiziert. Die Proben von 27 Frauen ohne Brustkrebs wurden\n als Kontrolle verwendet. Die zwischen den mittleren \nSelenkonzentrationen im Serum festgestellten Unterschiede bei den \nBrustkrebspatienten und den Kontrollpersonen waren signifikant.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <em>McConnell KP; Jager RM; Bland KI; Blotcky AJ. The relationship of dietary selenium and breast cancer. J Surg Oncol 1980;15(1);67-70 <\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wirkungen von Selen- und Zinksupplementierung auf den Ern\u00e4hrungsstatus von Patienten mit Krebs des Verdauungstraktes<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Semeiotische und klinische Methodologie, II Universit\u00e4t von Neapel, Neapel, Italien. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ziel:<\/strong> Die Bewertung der Wirkung einer w\u00e4hrend der \nChemotherapie oralen Verabreichung von Selen- und Zinktabletten bei \nPatienten mit Krebs des Verdauungstraktes.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Design:<\/strong> Eine fallkontrollierte, randomisierte Studie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ort:<\/strong> Medizinische Onkologie, II Universit\u00e4t von Neapel, Neapel, Italien.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Studienteilnehmer:<\/strong> Es wurden 1999 insgesamt 60 Patienten \n(mittleres Alter 55 Jahre, zwischen 46 \u2013 61 Jahre) mit der Diagnose \nDarmkrebs randomisiert. Die Patienten erhielten \u00fcber 60 Tage \nChemotherapie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Interventionen:<\/strong> Die Spurenelemente wurden mittels atomarer \nAbsorptionsspektroskopie ermittelt. Der Ern\u00e4hrungsstatus der Patienten \nwurde mittels biochemischer und Bioimpedanzanalyse (BIA)-Parameter des \nGrundzustandes und nach 60 Behandlungstagen bewertet. Selen und Zink \nwurden 50 Tage oral in Tablettenform in den Dosen Se 200 Mikrogramm\/Tag \n(50 Mikrogramm\/Tablette) und Zn 21 mg\/Tag (7 mg\/Tablette) verabreicht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ergebnisse:<\/strong> Sowohl im Grundzustand als auch nach 60 Tagen \nwaren alle Patienten schlecht ern\u00e4hrt. Die Selen- und \nZinkkonzentrationen waren im Vergleich zu den Kontrollpersonen bei den \nKrebspatienten signifikant geringer (p&lt;0,01) und die \nKupferkonzentrationen signifikant h\u00f6her (p&lt; 0,01). Allerdings \nverschlechterte sich der Ern\u00e4hrungsstatus bei 21\/30 (70%) der mit Se und\n Zn behandelten Patienten nicht weiter, und es wurde eine signifikate \nVerringerung der Asthenie bei Appetitsteigerung beobachtet. Andererseits\n zeigten 24\/30 (80%) der nicht behandelten Patienten nach 60 Tagen einen\n signifikanten R\u00fcckgang aller untersuchten Parameter (Pr\u00e4albumin, \nCholesterol, Transferrin, p&lt;0,05 v. 0 Zeit, Gesamtproteine, \nAlbumin-\/Globulin-Verh\u00e4ltnis, p&lt;0,01 v. 0 Zeit, fettfreie Masse, \nFettmasse, Na+\/K+ Verh\u00e4ltnis, Body Mass Index p&lt;0,05 v. 0 Zeit, \nfettfreie Masse\/Fettmasse, Gesamtwasserhaushalt, \nextrazellulares\/intrazellulares Wasser, basale metabolische Rate \np&lt;0,01 v. 0 Zeit).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zusammenfassung:<\/strong> Die Daten zeigen an, dass eine Selen- und \nZinkerg\u00e4nzung den klinischen Verlauf des Allgemeinzustandes der \nPatienten mit Darmkrebs verbessern kann. Diese Wirkungen von Selen und \nZink m\u00fcssen in einer unabh\u00e4ngigen Studie von ausreichendem Design \nbest\u00e4tigt werden, bevor neue Gesundheitsempfehlungen bez\u00fcglich einer \nSelen- und Zink-Erg\u00e4nzung in die \u00d6ffentlichkeit gestellt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em> Federico A; Iodice P; Federico P; Del Rio A; Mellone MC; Catalano G; Fedrico P; Effects of selenium and zinc supplementation on nutritional status in patients with cancer of digestive tract. Eur J Clin Nutr 2001 Apr; 55 (4): 293-7 <\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Reduzierung der Krebsmortalit\u00e4t und H\u00e4ufigkeit bei Selenerg\u00e4nzung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abteilung f\u00fcr Ern\u00e4hrungswissenschaften, Cornell Universit\u00e4t, Ithaca, New York, USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Patienten und Methode:<\/strong> Zur Pr\u00fcfung der Hypothese, ob eine \ndi\u00e4tetische Selenerg\u00e4nzung (Se) das Krebsrisiko verringern k\u00f6nnte, \nwurden 1312 Patienten mit einer Vorgeschichte von basalen \/ squam\u00f6sen \nZellkarzinomen der Haut einer randomisierten, doppelblinden Studie \nzugeteilt, in der t\u00e4glich orale Erg\u00e4nzungen von entweder mit Selen \nangereicherter Hefe (200 Mikrogramm Se\/Tag) oder als Placebo, Hefe mit \nwenig Selen, verabreicht wurde. Die Patienten wurden zwischen 1983 und \n1990 aufgenommen, gefolgt von regelm\u00e4\u00dfigen, dermatologischen \nUntersuchungen bis 1993 bei 8269 Person. Die Diagnosen Hautkrebs wurden \nhistologisch best\u00e4tigt und die Selenkonzentrationen im Plasma in \nAbst\u00e4nden von 6 bis 12 Monaten ermittelt. Alle Todesf\u00e4lle und von den \nPatienten berichteten Erkrankungen wurden best\u00e4tigt und durch Beratung \nmit den medizinischen Pflegehilfsdiensten dokumentiert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ergebnisse:<\/strong> Die Ergebnisse zeigten, dass Selen-Erg\u00e4nzungen \nnicht signifikant die H\u00e4ufigkeit des rezidiven basalen \/ squam\u00f6sen \nZellkarzinoms der Haut beeinflussen konnte. Allerdings wurde die \nSelen-Behandlung mit einer Verringerung der gesamten Krebsmortalit\u00e4t und\n der H\u00e4ufigkeit der Lungen-, colonrektalen, Prostata- und gesamten \nKarzinome assoziiert. Diese Wirkungen waren \u00fcber den Zeitraum und \nzwischen den klinischen Studien best\u00e4ndig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zusammenfassung:<\/strong> Die Ergebnisse lassen auf Vorteile der \nSelen-Erg\u00e4nzung f\u00fcr diese Patienten-Kohorte schlie\u00dfen und unterst\u00fctzen \ndie Hypothese, dass erg\u00e4nzendes Selen wenigstens bei einigen Krebsarten \ndie Risiken verringern kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www4ger.dr-rath-foundation.org\/rettet_dominik\/studien_deutsch\/med_klin_muenchen_1997sep15.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www4ger.dr-rath-foundation.org\/rettet_dominik\/studien_deutsch\/med_klin_muenchen_1997sep15.htm<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Altersabh\u00e4ngiger kognitiver Verfall und Geh\u00f6rverlust k\u00f6nnten durch Fols\u00e4ure, Vitamin B12 und Selen reduziert werden<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Bev\u00f6lkerung Westeuropas vollzieht sich ein rapider \ndemographischer Alterungsprozess und dadurch, dass immer mehr Menschen \nimmer \u00e4lter werden, werden die Abnahme der Ged\u00e4chtnisleistung, die \nAufmerksamkeit und die allgemeinen kognitiven F\u00e4higkeiten f\u00fcr die \n\u00f6ffentliche Gesundheit immer wichtiger.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene neue und wichtige Studien zeigen das pr\u00e4ventive  Potential der B-Vitamine: Fols\u00e4ure und Vitamin B k\u00f6nnten f\u00fcr die  geistigen Funktionen durch ihre F\u00e4higkeit die Blutwerte des  Homocysteins, einem toxischen Metaboliten, zu senken von Nutzen sein.  Ebenso scheint eine erh\u00f6hte Aufnahme an Selen protektiv zu wirken. Dies  sind bemerkenswerte neue Entdeckungen mit hoher Relevanz f\u00fcr viele  gesunde \u00e4ltere Menschen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eine bessere Selenversorgung senkt das Risiko f\u00fcr Prostatakrebs<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abSind M\u00e4nner mit einem niedrigen Selenspiegel einem erh\u00f6hten Risiko, \nan Prostatakrebs zu erkranken, ausgesetzt?\u00bb ist der Titel einer \naktuellen Publikation. Die Antwort zweier grosser Studien, eine aus den \nU.S.A. und die andere aus Europa, ist ein klares Ja. Selen kann das \nRisiko f\u00fcr Prostatakrebs senken und zwar durch seine essentielle Rolle \nim wichtigen Antioxidationsenzym, der Glutathion-peroxidase.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erh\u00f6hte Selenspiegel senken dass Risiko f\u00fcr Prostatakrebs.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer aktuellen Metaanalyse, welche bestimmen sollte, ob hohe \nSelenspiegel bei M\u00e4nnern mit einem niedrigeren Risiko f\u00fcr Prostatakrebs \nassoziiert werden k\u00f6nnen, wurde m\u00f6glixcherweise ein sch\u00fctzender Effekt \ngefunden. Zwanzig epidemiologische Studien wurden analysiert. Nach \nBeurteilen der Zehenn\u00e4gel-, Serum- und Plasma-Selenspiegel betrug der \nvereinte, standardisierte, mittlere Unterscheid zwischen den Krebsf\u00e4llen\n und den Kontrollpersonen -0,23, was nahe legt, dass Selenspiegel mit \neinem Prostatakrebs umgkehrt korrelieren. Die Autoren schlossen daraus:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDie Beziehungen von Selen und den verschiedenen Phasen des Prostatakrebses verdient weitere Untersuchungen.\u201c<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer eingebetteten Fall-Kontroll-Studie, welche 724 Personen mit \nbestehendem Prostatakrebs und 879 Kontrollpersonen umfasste, war ein \nhoher Serumselenspiegel mit einem reduzierten Risiko f\u00fcr Prostatakrebs \nbei M\u00e4nnern mit den folgenden Merkmalen verbunden: Eine erh\u00f6hte Vitamin \nE-Aufnahme, Verwendung von Multivitaminpr\u00e4paraten und Rauchen. Die \nTeilnehmer wurden \u00fcber 8 Jahre medizinisch begleitet. Obwohl \u00fcber das \nGesamte gesehen, kein Zusammenhang zwischen dem Selen im Serum und einem\n Risiko f\u00fcr Prostatakrebs gefunden werden konnte, wurde bei M\u00e4nnern mit \neiner hohen Vitamin E-Aufnahme (&gt;28 I.E. pro Tag) eine umgekehrte \nVerkn\u00fcpfung beobachtet, da diese M\u00e4nner im obersten Viertel der \nSerumselenkonzentration ein um 42% gesenktes Risiko f\u00fcr Prostatakrebs \naufwiesen verglichen mit den Vitamin E-Verwendern im untersten Viertel \nder Selenserumkonzentration. Eine vergleichbare umgekehrte Verkn\u00fcpfung \nkonnte bei Verwendern von Multivitaminpr\u00e4paraten gefunden werden, bei \nwelchen Personen im obersten Viertel der Serumselenkonzentration ein um \n39% gesenktes Risiko f\u00fcr Prostatakrebs aufwiesen verglichen mit den \nMultivitaminverwendern im untersten Viertel. Zus\u00e4tzlich wurde dieser \nEffekt bei Rauchern beobachtet. Da Raucher im obersten Viertel der \nSerumselenkonzentration ein um 35% reduziertes Risiko f\u00fcr Prostatakrebs \naufwiesen verglichen mit den Rauchern im untersten Viertel. Somit \nschlossen die Autoren dieser Studie: \u00abBei M\u00e4nnern, welche eine erh\u00f6hte \nVitamin E-Aufnahme angaben, bei Verwendern von Multivitaminpr\u00e4paraten \nund bei Rauchern sind h\u00f6here Konzentrationen von Selen im Serum mit \neinem gesenkten Prostatakrebsrisiko verkn\u00fcpft.\u00bb\n<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><em>Brinkman M, et al. Are men with low selenium levels at increased risk of prostate cancer? Eur J Cancer, 2006; 42(15): 2463-2471. <\/em> <\/li><li><em>Peters U et al. Serum selenium and risk of prostate cancer-a nested case-control study. Am J Clin Nutr, 2007; 85(1): 209-17.<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Selen k\u00f6nnte vor Prostatakrebs sch\u00fctzen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuseel\u00e4ndische Wissenschaftler haben in einer Studie gezeigt, dass \nNahrungserg\u00e4nzungsmittel mit Selen das Risiko von Prostatakrebs bei \nM\u00e4nnern senken k\u00f6nnten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Forschungsprojekt an der University of Auckland hat eine m\u00f6gliche\n Verbindung zwischen der Einnahme von Selen und biologischen Indikatoren\n (Biomarkern) aufgezeigt, die mit einer Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Prostatakrebs &#8211;\n speziell bei M\u00e4nnern mit einem genetisch bedingten Hochrisikoprofil &#8211; \nin Verbindung gebracht werden. Studienteilnehmer, die ihre Ern\u00e4hrung um \nSelen erg\u00e4nzten, wiesen \u00fcber den Untersuchungszeitraum eine niedrigere \nZahl an Biomarkern f\u00fcr Prostatakrebs auf, als jene Personen, die das \nentsprechende Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nicht einnahmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Untersuchungen sollen nun die bisherigen Forschungsergebnisse  best\u00e4tigen, bevor in weiteren Schritten die Wirkung von  Selen-Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln auch in anderen Bev\u00f6lkerungsgruppen au\u00dferhalb von Neuseeland untersucht wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Selen-Gaben k\u00f6nnen Fortschreiten der HIV-Viruslast unterdr\u00fccken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Selen-Supplementation als eine Begleittherapie f\u00fcr HIV-1 Patienten<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten \nStudie mit 174 HIV-positiven Patienten konnte die t\u00e4gliche Gabe von \nSelen die HIV-1 Viruslast unterdr\u00fccken und die CD4\u2013Zahl verbessern. Die \nPatienten erhielten entweder Selenhefe (200 \u00b5g Selen pro Tag) oder ein \nPlacebo \u00fcber einen Zeitraum von 9 Monaten. Nach Ende der Supplementation\n wurden die Patienten noch weitere 9 Monate medizinisch begleitet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Selenkonzentrationen im Serum waren in der Verumgruppe \nsignifikant erh\u00f6ht im Gegensatz zur Placebogruppe. Nach Ausschluss von \nSt\u00f6rvariablen konnten die erh\u00f6hten Selenserumspiegel mit einer \nverminderten Viruslast und einer verbesserten CD4-Zahl in Verbindung \ngebracht werden. Unter den Patienten, welche Selen erhalten hatten, \nhatten die Patienten, die nicht auf die Selengabe reagierten \n(non-responder) und deren Selenserumspiegel nur leicht anstieg, eine \nh\u00f6here Viruslast und eine verringerte CD4-Zahl. Auf der anderen Seite \nzeigten die Patienten, die mit Selen behandelt worden waren und deren \nSelenserumspiegel \u00fcber 26 \u00b5g\/L lag, keinen Anstieg der HIV-1 Viruslast, \naber einen Anstieg in der CD4-Zahl. Somit schlossen die Autoren: \u00abDie \nt\u00e4gliche Selengabe kann das Fortschreiten der HIV-1 Viruslast \nunterdr\u00fccken und eine indirekte Verbesserung der CD4 Zahl liefern. Die \nErgebnisse unterst\u00fctzen die Verwendung von Selen als eine einfache, \ng\u00fcnstige und sichere Begleittherapie bei einer HIV-Erkrankung.\u00bb\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Hurwitz BE, et al., Suppression of Human Immunodeficiency Virus Type 1 Viral Load With Selenium Supplementation A Randomized Controlled Trial .Arch Intern Med, 2007; 167: 148-154.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selen &#8211; Ein lebenswichtiger Mineralstoff Der K\u00f6rper des Menschen ben\u00f6tigt f\u00fcr die optimale Funktion verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, die manchmal in der Nahrung nicht in ausreichender Menge enthalten sind und vom K\u00f6rper selbst nicht produziert werden k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt auch Selen. 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