{"id":4443,"date":"2020-02-25T10:18:52","date_gmt":"2020-02-25T09:18:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4443"},"modified":"2020-04-02T10:58:02","modified_gmt":"2020-04-02T08:58:02","slug":"erhoehte-homocysteinwerte-und-herzinfarkt","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/erhoehte-homocysteinwerte\/erhoehte-homocysteinwerte-und-herzinfarkt\/","title":{"rendered":"Erh\u00f6hte Homocysteinwerte und Herzinfarkt"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zun\u00e4chst noch einmal die Beschreibung \u201eWas ist Homocystein\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Homocystein ist bei jedem Mensch im Blut zu finden und in einem \ngewissen Rahmen v\u00f6llig normal. Es handelt sich um ein k\u00f6rpereigenes \nStoffwechselprodukt, das bei der Verwertung des Eiwei\u00dfbausteins \nMethionin entsteht. Seit einigen Jahren wei\u00df man, dass der \nHomocysteinspiegel im Blut eine Bedeutung f\u00fcr die Gesundheit hat: \nHomocystein ist eine giftige schwefelhaltige Aminos\u00e4ure, die nicht in \nden Baustoffwechsel des K\u00f6rpers einbezogen wird, sondern nur als \nkurzlebiges Zwischenprodukt im komplexen Methionin-Stoffwechsel \nentsteht. Homocystein wird normalerweise im K\u00f6rper umgewandelt und \nausgeschieden. Damit dieser Stoffwechsel optimal ablaufen kann, muss das\n Zwischenprodukt Homocystein zu Cystein abgebaut oder aber zu Methionin \nremethyliert werden. Beide Reaktionen sind direkt an die Vitamine des \nB-Komplexes (B6, B12 und B9) gebunden, welche als Coenzyme fungieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem Mangel an diesen Vitaminen ist die Umwandlung gest\u00f6rt und  der Homocysteinspiegel steigt an. Ein zu hoher Spiegel wird in der  Wissenschaft als Ursache f\u00fcr viele Krankheiten angesehen. Der  Homocysteinspiegel ist nicht durch eine Di\u00e4t oder Abnehmen zu  beeinflussen, sondern nur durch die Qualit\u00e4t der Ern\u00e4hrung und damit der  Zufuhr der richtigen Vitamine. Grunds\u00e4tzlich ist der Homocysteinspiegel  altersabh\u00e4ngig und steigt mit dem Alter an.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein Herzinfarkt?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herzinfarkt, der medizinische Ausdruck lautet Myokardinfarkt, ist\n ein lebensbedrohliches Ereignis. Aufgrund einer Durchblutungsst\u00f6rung \ndes Herzmuskels kommt es zu einem Absterben einzelner Teile des Muskels.\n Die Durchblutungsst\u00f6rung wird entweder durch arteriosklerotische \nVer\u00e4nderungen in einem Herzkranzgef\u00e4\u00df oder durch ein Blutgerinnsel \nhervorgerufen. Die Herzattacke ist ein \u00e4u\u00dferst schmerzhaftes Geschehen, \ndas mit einer Vielzahl weiterer Symptome einhergeht. Der Anfall kann \nmehr als 20 Minuten dauern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz sinkender Sterbef\u00e4lle &#8211; Durchblutungsst\u00f6rungen des Herzmuskels  und Herzinfarkt sind Todesursache Nr. 1 in den westlichen  Industriel\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie entsteht ein Herzinfarkt?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den meisten F\u00e4llen liegt bereits eine koronare Herzkrankheit vor,  die quasi \u201emithilfe\u201c des Herzinfarkts aufgedeckt wird. Die koronare  Herzkrankheit bezeichnet eine Erkrankung der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe. Sie  entsteht durch Ablagerungen in den Herzkranzgef\u00e4\u00dfen, also durch  Arteriosklerose. Die Durchblutung wird beeintr\u00e4chtigt, was zu einer  verminderten Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur f\u00fchrt. Das  Krankheitsbild des Herzinfarkts und letztendlich auch die Sterberate  h\u00e4ngen von der Schwere, der Dauer und der Lokalisation der  Durchblutungsst\u00f6rung ab. In den meisten F\u00e4llen gab es im akuten Stadium  ein Blutgerinnsel, das ein Herzkranzgef\u00e4\u00df verstopft, in anderen F\u00e4llen  waren Einrisse der Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nde durch Arteriosklerose die Ursache. Ein  Gef\u00e4\u00df verstopft umso eher, je st\u00e4rker die Ablagerungen an den  Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden sind. In der Regel ereignen sich Infarkte in der Hinterwand  oder der Hinterseitenwand des Herzens. Dar\u00fcber hinaus gibt es  Seitenwand- und Kanteninfarkte. Statistisch gesehen ist \u00fcberwiegend die  linke Koronararterie vom Herzinfarkt betroffen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wer ist vom Herzinfarkt betroffen?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland erleiden j\u00e4hrlich rund 280 000 Menschen einen  Herzinfarkt, 52 000 Betroffene sterben daran. Allerdings sind die Zahlen  seit Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig. W\u00e4hrend im Jahr 2000 noch 36 500 M\u00e4nner und 30 100 Frauen am Herzinfarkt starben, so waren es 2011 nur noch 28 600 bei  den m\u00e4nnlichen und 23 500 bei den weiblichen Patienten. Hervorzuheben  ist, dass die H\u00e4ufigkeit bei sozial benachteiligten Menschen h\u00f6her ist,  als in den privilegierten Gesellschaftsschichten. Was die Altersstruktur  betrifft, so erleiden ein Drittel der Betroffenen einen Infarkt im  Alter \u00fcber 74 Jahren. Der Prozentsatz wird sich, laut wissenschaftlichen  Prognosen, bis zum Jahr 2050 verdoppeln. \u00c4ltere Frauen, die im Alter  einen Herzinfarkt bekommen, haben nach dem Infarkt h\u00e4ufig kognitive  Probleme, also zum Beispiel Orientierungs- und Wortfindungsst\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie wird ein Herzinfarkt identifiziert?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ein Herzinfarkt t\u00f6dlich enden kann, kann man nicht viel Zeit f\u00fcr  aufw\u00e4ndige Diagnoseverfahren verschwenden. Um eine umfassende  Soforthilfe zu gew\u00e4hrleisten, konzentrieren sich die verschiedenen  Fachleute auf die Ma\u00dfnahmen, die ihnen in der Reihenfolge als sinnvoll  erscheinen. Der Rettungsdienst beispielsweise definiert den Infarkt  zun\u00e4chst anhand der Symptome und macht ein EKG, letzteres meist auf dem  Weg ins Krankenhaus. Dort machen Intensivmediziner Laboruntersuchungen,  w\u00e4hrend bereits erste Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Lebensrettung beziehungsweise  Lebenserhaltung getroffen werden. Die Pathologen definieren den Infarkt  ausschlie\u00dflich aufgrund von makroskopischen Gewebever\u00e4nderungen. Das  schnelle EKG gibt Aufschluss \u00fcber die sogenannte Hebung der ST-Strecke.  Liegt diese Hebung nicht vor, muss eine Laboruntersuchung zeigen, ob es  sich um einen Nicht-Hebungsinfarkt oder einer instabilen Angina pectoris  handelt. Eine Angina pectoris ist dem Herzinfarkt sehr \u00e4hnlich, die  Schmerzdauer und Schmerzintensit\u00e4t sind jedoch geringer.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie kann man einen Herzinfarkt behandeln?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Behandlung muss m\u00f6glichst innerhalb der ersten Stunde erfolgen. \nIn dieser als \u201eGolden Hour\u201c bezeichneten Zeitspanne besteht eine gute \nAussicht den Gef\u00e4\u00dfverschluss, zum Beispiel durch eine \nHerzkatheterbehandlung, r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Zun\u00e4chst steht jedoch die \nmedizinische Erstversorgung auf dem Plan, um den Tod des Patienten zu \nverhindern. Dazu z\u00e4hlt die medikament\u00f6se Therapie mit der Verabreichung \nvon Nitroglycerin-Spray, Acetylsalicyls\u00e4ure, Morphin und Clopidogrel. \n\u00c4ngstliche Patienten werden zus\u00e4tzlich mit Benzodiazepinen sediert. \nDanach muss eine m\u00f6glichst schnelle Er\u00f6ffnung des verschlossenen \nHerzkranzgef\u00e4\u00dfes erfolgen. Meist wird auch die Lysetherapie eingesetzt, \nbei der intraven\u00f6s ein Gerinnsel aufl\u00f6sendes Medikament verabreicht \nwird. Operativ kann die mechanische \u00d6ffnung des Herzkranzgef\u00e4\u00dfes durch \neine Ballondilatation oder eine Stentimplantation erfolgen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz guter Prognose k\u00f6nnen sich vor, w\u00e4hrend oder nach der Operation  Komplikationen unterschiedlichster Art ergeben, zum Beispiel ein  Herzwandaneurysma, ein kardiogener Schock, Herzrhythmusst\u00f6rungen,  Kammerflimmern, eine Nekrose oder ein Herzklappenfehler. Betroffen ist  hier in der Regel die Mitralklappe. Nach dem Infarkt ist meist eine  lebenslange, medikament\u00f6se Therapie erforderlich, um Herzkrankheiten und  einen neuerlichen Infarkt zu verhindern. In vielen F\u00e4llen ist eine  Lebensstilver\u00e4nderung des Patienten angebracht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ursachen von Herzinfarkt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinsichtlich der Ursachen f\u00fcr den Herzinfarkt kann man zwischen  unbeeinflussbaren und beeinflussbaren Faktoren unterscheiden.  Unterschiede gibt es auch zwischen den Geschlechtern. Weiterhin muss  beim Herzinfarkt zwischen Ausl\u00f6ser und Ursache unterschieden werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nicht beeinflussbare Risikofaktoren von Herzinfarkt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Alter:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Lebensalter spielt insofern eine Rolle, als mit zunehmendem Alter\n das Risiko f\u00fcr einen Herzinfarkt deutlich ansteigt. Das gilt f\u00fcr M\u00e4nner\n und f\u00fcr Frauen, wobei Frauen \u201eihren\u201c Herzinfarkt im Durchschnitt etwa \nzehn Jahre sp\u00e4ter bekommen. Das gilt allerdings nur bis zu dem 65. \nLebensjahr. Fakt ist, dass bereits nach dem dritten Lebensjahrzehnt der \nlangsame Prozess der Gef\u00e4\u00dfverkalkung beginnt, selbst wenn keine \nRisikofaktoren vorliegen. Im h\u00f6heren Lebensalter ist die Arteriosklerose\n bei jedem mehr oder weniger ausgepr\u00e4gt vorhanden, sodass es auch ohne \nzus\u00e4tzliche Risikofaktoren zu einem Herzinfarkt kommen kann. Das Risiko \nist umso h\u00f6her, je mehr Faktoren hinzukommen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Geschlecht:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das m\u00e4nnliche Geschlecht kann man bereits als Risikofaktor f\u00fcr einen \nHerzinfarkt bezeichnen, da ab dem mittleren Alter ein h\u00f6heres Risiko \nvorliegt als bei gleichaltrigen Frauen. Der Hauptgrund liegt hier vor \nallem in dem weiblichen Sexualhormon \u00d6strogen, das eine g\u00fcnstige Wirkung\n auf Fettstoffwechsel und Blutdruck hat. Allerdings ist bei j\u00fcngeren \nFrauen ein ebenfalls hohes Risiko vorhanden, wenn sie rauchen und die \nPille nehmen. Mit Beginn der Wechseljahre kommt es zu einer drastischen \nAbnahme der \u00d6strogenproduktion, der Herzinfarktrisiko steigt an, und ab \ndem 65. Lebensjahr ist das Risiko bei M\u00e4nnern und Frauen gleich gro\u00df.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vererbung: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man hat festgestellt, dass sich in bestimmten Familien die Infarkte  h\u00e4ufen, also \u00f6fter vorkommen als in anderen Familien. Derzeit wird mit  modernen analytischen Methoden intensiv nach sogenannten  Herzinfarktgenen gesucht. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es  ein Herzinfarktgen gibt. Dagegen wissen wir heute bereits, dass es eine  Anlage f\u00fcr verschiedene Herzinfarktrisikofaktoren gibt, wie hoher  Blutdruck, Diabetes und Fettstoffwechselst\u00f6rungen. Ein hohes Alter der  Eltern verhei\u00dft auch eine hohe Lebenserwartung bei den Kindern. Eine  \u201eschlechte\u201c Erbanlage muss jedoch kein Schicksal sein, sondern kann  durch einen entsprechenden Lebensstil positiv beeinflusst werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Beeinflussbare Ursachen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rauchen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rauchen ist eine der wichtigsten Ursachen f\u00fcr einen Herzinfarkt. Ein \n45-j\u00e4hriger Raucher hat ein dreifach h\u00f6heres Herzinfarktrisiko als ein \ngleichaltriger Nichtraucher. Der Grund liegt vor allem darin, dass mit \ndem Rauch sogenannte freie Radikale aufgenommen werden, die die \nGef\u00e4\u00dfinnenhaut angreifen. Freie Radikale f\u00f6rdern auch die Verklebung von\n Blutpl\u00e4ttchen, was die Blutgerinnselbildung f\u00f6rdert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bestimmte Getr\u00e4nke:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alkohol sch\u00fctzt in kleineren Dosen sogar vor Herzinfarkt. Medizinisch\n vertretbar sind 20 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag f\u00fcr Frauen und 30 bis \n40 Gramm Alkohol pro Tag f\u00fcr M\u00e4nner. Ein h\u00f6herer Alkoholkonsum dagegen \nkann hohen Blutdruck beg\u00fcnstigen und wird damit zum Risiko. Kaffee gilt \nnicht als Risikofaktor, wenn er in Ma\u00dfen konsumiert ist, Schwarztee \nenth\u00e4lt sogar Antioxidanzien, also Radikalf\u00e4nger.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hoher Blutdruck:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bluthochdruck gilt als wesentliche Ursache f\u00fcr Herzerkrankungen, \ninsbesondere f\u00fcr Herzkranzgef\u00e4\u00dferkrankungen und \nHerzleistungsminderungen. Neben Alkohol gelten \u00dcbergewicht, \nBewegungsmangel, Fols\u00e4uremangel, ungesunde Ern\u00e4hrung und die Einnahme \nvon Entz\u00fcndungshemmern (Analgetika) als Ursachen f\u00fcr Bluthochdruck.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diabetes und \u00dcbergewicht:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zuckerkrankheit ist ein wahres Volksleiden. Ausl\u00f6ser ist entweder\n eine Insulinresistenz der Zellen, ein absoluter Insulinmangel oder \nbeides zusammen. Als beeinflussbare Ursache f\u00fcr den Herzinfarkt gilt \nhier der Diabetes Typ 2, der vor allem durch \u00dcbergewicht entsteht. \nDiabetes sch\u00e4digt die kleinen Blutgef\u00e4\u00dfe. Dadurch kommt es zu \nDurchblutungsst\u00f6rungen, aber auch zu Ablagerungen und Verkalkungen, die \ninsbesondere die gro\u00dfen Blutgef\u00e4\u00dfe sch\u00e4digen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Erh\u00f6hung bestimmter Stoffe im Blut:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Ursache f\u00fcr Herzinfarkt gilt eine Erh\u00f6hung des Fibrinogenwertes \nim Blut. Dies beg\u00fcnstigt die Entstehung von Blutgerinnseln, weil der \neigentlich f\u00fcr Wunden wichtige \u201eKlebstoff\u201c Fibrinogen die Blutpl\u00e4ttchen \nverklebt, wenn er im \u00dcberma\u00df vorhanden ist. Weiterhin ist ein erh\u00f6hter \nHomocysteinwert im Blut, verursacht durch Mangel an Vitamin B, ein \nRisikofaktor f\u00fcr Herzinfarkt, da er die Arteriosklerose f\u00f6rdert. Lang \ngalten erh\u00f6hte Harns\u00e4urewerte im Blut als Mitursache f\u00fcr Herzinfarkt. \nHeute wei\u00df man, dass ein erh\u00f6hter Harns\u00e4urewert ein Risikoindikator ist,\n denn Personen mit erh\u00f6hten Harns\u00e4urewerten leiden gleichzeitig unter \n\u00dcbergewicht, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselst\u00f6rungen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine oder mehrere dieser Ursachen k\u00f6nnen schlie\u00dflich zu  Durchblutungsst\u00f6rungen, Herzerkrankungen und Blutgerinnseln f\u00fchren, die  wiederrum Ausl\u00f6ser des Herzinfarktes sein k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Symptome von Herzinfarkt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herzinfarkt ist ein akutes lebensbedrohliches Geschehen und, wie \noben beschrieben, in den meisten F\u00e4llen die Folge einer Herz- und \nKreislauferkrankung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die akute Durchblutungsst\u00f6rung des Herzmuskels, hervorgerufen durch  einen Thrombus oder einem Gef\u00e4\u00dfverschluss durch Arteriosklerose, ist so  schmerzhaft und vernichtend, dass der Betroffene Todesangst bekommt.  Dennoch gibt es Herzinfarkte, die nicht so dramatisch und  charakteristisch verlaufen &#8211; hier ist Aufmerksamkeit gegen\u00fcber den  kleinen Warnsignalen gefragt. Einige Herzinfarkte verlaufen sogar  \u201cstumm\u201d, ohne Symptome, besonders bei Diabetikern, die nur sehr geringe  oder keine Beschwerden haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vorboten des Herzinfarkts: Angina pectoris<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rund\n 30 bis 40 Prozent der Herzinfarktpatienten haben \u00fcber einen l\u00e4ngeren \nZeitraum vor dem Herzinfarkt bereits Beschwerden im Sinne einer Angina \npectoris (Brustenge). Die Angina pectoris ist das klassische Symptom der\n Herzkranzgef\u00e4\u00dferkrankung und tritt typischerweise unter k\u00f6rperlicher \nBelastung, in K\u00e4lte, bei emotionalem Stress, aber gelegentlich auch in \nRuhe auf. F\u00fcr Patienten mit bereits bekannter und behandelter Angina \npectoris gilt die Regel, dass bei Zunahme der Beschwerden, bei \nunzureichendem Ansprechen auf Nitrokapseln die Gefahr eines \nHerzinfarktes besteht und dringend das Krankenhaus aufgesucht werden \nmuss.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angina pectoris-Beschwerden k\u00f6nnen nur kurz dauern und sogar wieder  verschwinden. Sie k\u00f6nnen \u00fcber mehrere Tage immer wieder auftreten, zum  Beispiel bei starker Belastung. Die Beschwerden verschwinden wieder,  wenn die Anstrengung vor\u00fcber ist. Manchmal treten sie nachts auf, der  Patient wird dabei wach und findet gelegentlich Erleichterung, wenn er  aufsteht und zum Fenster geht. Allgemein k\u00f6nnen \u00fcber mehrere Tage oder  Wochen hinweg Schmerzen hinter dem Brustbein, vor allem bei Anstrengung,  Schmerzen im linken oder rechten Arm, im Nacken, Hals oder in der  Magengegend auftreten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der akute Herzinfarkt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der eigentliche akute Herzinfarkt macht sich durch ein starkes  Druckgef\u00fchl hinter dem Brustbein bemerkbar. Die Schmerzen sind stechend,  rei\u00dfend, sie werden h\u00e4ufig als Vernichtungsschmerz beschrieben. Die  Schmerzen strahlen in vielen F\u00e4llen in den linken Arm, in den R\u00fccken, in  den Oberbauch, in den Hals, sogar in den Unterkiefer aus. Der Patient  hat eine blasse, fahle Gesichtsfarbe und ein verfallenes Aussehen.  Kalter Schwei\u00df bildet sich auf der Stirn und der Oberlippe. Dazu kommen  Atemnot, Unruhe, \u00dcbelkeit, Schwindel, Todesangst und eine Schw\u00e4che, die  in Bewusstlosigkeit m\u00fcnden kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unterschiede des Herzinfarkts zwischen M\u00e4nnern und Frauen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die oben genannten Symptome treten \u00fcberwiegend bei M\u00e4nnern auf. Bei \nFrauen kann sich der Herzinfarkt viel diffuser ank\u00fcndigen. Bereits bis \nzu einem Monat vor dem eigentlichen Herzinfarkt treten k\u00f6rperliche \nErsch\u00f6pfung, Magenverstimmungen, \u00dcbelkeit, Schlafst\u00f6rungen und \ngelegentliche Atemnot auf. Schmerzen in der Brust haben bei Frauen unter\n Umst\u00e4nden eine geringere Aussagekraft als bei M\u00e4nnern. \nMagenverstimmungen, \u00dcbelkeit oder Schwei\u00dfausbr\u00fcche bringen die meisten \nFrauen nicht mit einem Herzinfarkt in Verbindung und ruhen sich erst mal\n aus.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frauen kommen auch bei einem Herzinfarkt durchschnittlich 73 Minuten \nsp\u00e4ter als M\u00e4nner ins Krankenhaus. Bei vielen kann es lange dauern, bis \n\u00fcberhaupt die richtige Diagnose gestellt wird. Au\u00dferdem ist der Anteil \nstummer Infarkte bei Frauen gr\u00f6\u00dfer als bei M\u00e4nnern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind einige der Gr\u00fcnde, warum Frauen von einem Infarkt meist  schwerwiegender betroffen sind als M\u00e4nner und warum viele von ihnen den  ersten Infarkt nicht \u00fcberleben. Daher sollten Frauen alle gravierenden  Beschwerden zwischen Nabel und Nase ernst nehmen und lieber einmal mehr  den Notarzt rufen als einmal zu wenig.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Herzinfarkt und Homocystein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mangelnde Versorgung mit N\u00e4hrstoffen und Sauerstoff sowie die \nEntsorgung von Giftstoffen durch unser Gef\u00e4\u00dfsystem z\u00e4hlen zu den am \nmeisten vernachl\u00e4ssigten Faktoren in der Medizin.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heutzutage treten Arteriosklerose und Herzerkrankungen immer fr\u00fcher \nauf. Offensichtlich hat sich unsere Lebensweise in den letzten 70 Jahren\n derma\u00dfen ver\u00e4ndert, dass die<br> Herz-Kreislauf-Erkrankungen von \n\u00abferner liefen\u00bb auf den ersten Platz hochgeschnellt sind. Im \nDurchschnitt kostet uns diese Erkrankung 20 Jahre Lebenszeit.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hyperhomocystein\u00e4mie &#8211; ein erh\u00f6hter Homocysteinwert im Blut &#8211; wurde \nbisher teils aus Unkenntnis der Sachlage, teils aus politischen Gr\u00fcnden \noder aus Einflussnahme von Lobbyisten der Pharmaindustrie nicht beachtet\n oder verschwiegen. Hohe Homocysteinwerte wirken sich auf die Gef\u00e4\u00dfe \nunter anderem folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Sie ver\u00e4ndern die Gef\u00e4\u00dfmorphologie<\/li><li>Sie stimulieren Entz\u00fcndungen<\/li><li>Sie aktivieren die Gerinnungskaskade, die Thrombinwirkung wird erh\u00f6ht<\/li><li>Sie hemmen die Fibrinolyse, die fibrinolytische Aktivit\u00e4t sinkt insgesamt ab<\/li><li>Der oxidative Stress wird gesteigert<\/li><li>Das Protein C wird inaktiviert<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In  K\u00fcrze bedeuten diese Aussagen: Schon ein geringf\u00fcgig erh\u00f6hter Homocysteinspiegel steigert unabh\u00e4ngig von anderen Risikofaktoren sehr  deutlich das Risiko f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfkrankheiten. Kommen bei einem Patienten  zwei oder noch mehr Risikofaktoren zum Tragen, ist die Wahrscheinlichkeit, beispielsweise an einem Herzleiden zu erkranken oder  zu sterben, sehr stark erh\u00f6ht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Testen Sie Ihren Homocysteinspiegel. Bei einem Hcy-Wert h\u00f6her als 8 \nsenken Sie Ihren Wert mit einer Kombination aus Vitamin B6 und B12 und \nFols\u00e4ure!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst noch einmal die Beschreibung \u201eWas ist Homocystein\u201c? Homocystein ist bei jedem Mensch im Blut zu finden und in einem gewissen Rahmen v\u00f6llig normal. Es handelt sich um ein k\u00f6rpereigenes Stoffwechselprodukt, das bei der Verwertung des Eiwei\u00dfbausteins Methionin entsteht. 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