{"id":4437,"date":"2020-02-25T10:08:40","date_gmt":"2020-02-25T09:08:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4437"},"modified":"2020-04-02T10:57:01","modified_gmt":"2020-04-02T08:57:01","slug":"erhoehte-homocysteinwerte-und-depression","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/erhoehte-homocysteinwerte\/erhoehte-homocysteinwerte-und-depression\/","title":{"rendered":"Erh\u00f6hte Homocysteinwerte und Depression"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist eine Depression?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Depression ist ein vielschichtiges Krankheitsbild, das unsere \nwestliche Welt fast wie eine Epidemie heimsucht. Die \nWeltgesundheitsorganisation WHO rechnet damit, dass Erkrankungen des \nGeistes oder der Seele, wie Depressionen und Schizophrenie, zur gr\u00f6\u00dften \nGesundheitsst\u00f6rung dieses Jahrhunderts werden. Jeder zehnte Mensch auf \ndieser Erde leidet zurzeit an einer solchen Erkrankung und 25 % der \nMenschen werden mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an der eigenen \nSeele erfahren, was diese Krankheit bedeutet. Depressionen werden heute \nzehnmal so h\u00e4ufig diagnostiziert wie noch in den 50er-Jahren. Das Ausma\u00df\n reicht von leichteren depressiven Verstimmungen bis hin zu massiven \nDepressionen, die nicht selten im Suizid enden. Bei den 15-bis \n24-J\u00e4hrigen sind Suizide auf Grund von Depressionen die zweith\u00e4ufigste \n(!) Todesursache.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Depression ist eine psychische St\u00f6rung, die mit einer Vielzahl  von Symptomen einhergeht. Genauso zahlreich sind auch die Ursachen einer  Depression. Die Bezeichnung Depression leitet sich von dem lateinischen  Wort \u201edeprimere\u201c ab, was so viel bedeutet wie \u201eniederdr\u00fccken\u201c. Die  Niedergeschlagenheit ist daher auch als Leitsymptom zu betrachten. Die  Depression ist in drei gro\u00dfe Gruppen zu unterteilen: die wiederkehrende  depressive St\u00f6rung, die depressive Episode und die chronische  Depression. Die letztgenannte Gruppe ist, was Symptome und Verlauf  betrifft, die schwerwiegendste. Daher ist die chronische Depression auch  nicht mit der depressiven St\u00f6rung zu verwechseln, die zum Beispiel als  die typische Winterdepression auftreten kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Formen der Depression gibt es?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Depression manifestiert sich in zahlreichen Formen, wobei sie  sich insgesamt in leicht, mittelgradig und schwer unterteilen l\u00e4sst. Die  Diagnoseklassifikation richtet sich nach dem \u201eInternational Statistical  Classification of Diseases and Realted Health Problems\u201d, kurz ICD  genannt. Im Falle der Depression ist der ICD-10 g\u00fcltig. Da es sehr viele  Formen der Depression geben kann, seien hier nur die wichtigsten  genannt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die anaklitische Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie wird als sogenannte Anlehnungsdepression bezeichnet, die  vorwiegend bei S\u00e4uglingen auftritt, meist infolge von Trennungen von der  Bezugsperson.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die endogene Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist die Depression, die von \u201einnen heraus entstanden ist\u201c, also  nicht durch \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde hervorgerufen wurde. Allerdings bezeichnete  man fr\u00fcher die endogene Depression lediglich als einen Zustand  ver\u00e4nderter Stoffwechselvorg\u00e4nge im Gehirn. H\u00e4ufig liegt hier auch eine  genetische Mitverursachung zugrunde. Heute wird die endogene Depression  eher als somatogene Depression bezeichnet, die in mehreren Formen  auftreten kann. Zu den Formen z\u00e4hlen ver\u00e4nderte Stoffwechselvorg\u00e4nge im  Gehirn und die Begleitdepression bei Infektionen, nach Operationen und  bei Vergiftungen. Eine weitere Form ist die endokrine Depression, die in  der Pubert\u00e4t, in der Schwangerschaft, im Wochenbett oder im  Klimakterium auftritt, also in Begleitung von hormonellen Ver\u00e4nderungen.  Organische Depressionen k\u00f6nnen bei Hirntumoren, geistiger Behinderung,  Epilepsie und Hirnhautentz\u00fcndung entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die larvierte Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist eine sogenannte \u201emaskierte\u201c Depression, bei der der Patient  unf\u00e4hig ist, die Depression als eine solche zu beschreiben. Die  Beschwerden werden hier verlagert und als k\u00f6rperliche Symptome  dargestellt. Die Diagnose ist daher schwer zu erstellen. Der Patient ist  oft bei mehreren \u00c4rzten in Behandlung, insbesondere bei  Allgemeinmedizinern, Internisten, Gyn\u00e4kologen und Chirurgen. Die  larvierte Depression wird auch als somatisierte Depression bezeichnet.  Aufgrund der k\u00f6rperlichen Beschwerden bleibt die depressive Symptomatik  unterschwellig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die agitierte Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Patient wirkt hier weniger niedergeschlagen, sondern eher unruhig  und \u00e4ngstlich. Das Mitteilungsbed\u00fcrfnis ist gesteigert, der  Bewegungsdrang rastlos. Eine zielgerichtete T\u00e4tigkeit ist fast nicht  m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die chronische Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chronisch depressiv ist ein Mensch, der dauerhaft niedergeschlagen  ist. Aber auch Patienten mit immer wiederkehrenden depressiven  Verstimmungen, die nach Schwere und Dauer eingestuft werden, gelten als  chronisch depressiv. Zu den depressiven Verstimmungen k\u00f6nnen phasenweise  Symptome einer echten Depression hinzukommen. Diese Depression ist  unter Umst\u00e4nden schwer behandelbar, zumindest ist die Behandlung  langwierig und muss mit unterschiedlichen Therapieformen angegangen  werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wer ist f\u00fcr eine Depression anf\u00e4llig?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Menschen, die unter st\u00e4ndigem Stress stehen, l\u00e4sst sich eine  \u00fcbersteigerte Menge des Stresshormons Cortisol im Blut nachweisen.  Dadurch werden empfindliche Regionen des Gehirns l\u00e4ngerfristig  gesch\u00e4digt. Auf diese Weise kommt es zu St\u00f6rungen der  Verarbeitungsprozesse. \u00c4ngstlichkeit, unangenehme Erlebnisse und  negative Lebenserfahrungen f\u00fchren ebenfalls zu einem Gef\u00fchl der  Hilflosigkeit und im weiteren Verlauf zu Hoffnungslosigkeit, beides kann  zu Depressionen f\u00fchren. Hier sind vor allem Personen betroffen, die  sich beruflich verausgaben, fehlende Dankbarkeit erleben, sich in einer  Opferrolle f\u00fchlen oder Angst haben, bestimmte Erwartungen nicht zu  erf\u00fcllen. Insbesondere ist hier auch der Burnout anzuf\u00fchren, der bei  Menschen in sozialen Berufen auftritt, aber auch bei Frauen, die Beruf,  Familie und Ehemann unter einem Hut bringen wollen. Des Weiteren k\u00f6nnen  ung\u00fcnstige Lebensumst\u00e4nde wie Arbeitslosigkeit, Mobbing, Verlust des  Partners, Armut und k\u00f6rperliche Erkrankungen zu Depressionen f\u00fchren.  Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Kinder, deren Eltern depressiv sind, ebenfalls an  Depression erkranken. Bei \u00e4lteren Menschen m\u00fcnden altersbedingte  Ver\u00e4nderungen und Demenz h\u00e4ufig in eine Depression. Was die  Geschlechtsspezifit\u00e4t betrifft, so gibt es keine relevanten Angaben.  Allerdings erkranken Frauen und M\u00e4dchen h\u00e4ufiger als m\u00e4nnliche Personen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Welche Auswirkungen hat eine Depression auf den Alltag?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Depression wirkt sich im Alltag sehr belastend aus. Die Patienten  befinden sich bald in einem Teufelskreis. Die Depression belastet  Freundschaften und Partnerschaft, weil sich der Depressive immer mehr  abkapselt, antriebslos und freudlos ist. Depressive Menschen neigen  au\u00dferdem zu Drogen,- Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Die  schwerwiegendste Auswirkung ist der Selbstmord. Au\u00dferdem haben  Depressive eine erh\u00f6hte Neigung, k\u00f6rperlich krank zu werden. Dar\u00fcber  hinaus leiden auch die Angeh\u00f6rigen des Depressiven.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Ursachen einer Depression sind komplex<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ursachen einer Depression sind komplex, meist entsteht sie aus  einem Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Die Ursachen k\u00f6nnen erblich  bedingt sein, umweltbedingt, in der Entwicklung einer Person begr\u00fcndet  sein oder durch neurobiologische St\u00f6rungen verursacht werden. Allgemein  l\u00e4sst sich sagen, dass zur Depression neigende Menschen seelische oder  k\u00f6rperliche Belastungen oder negative Einfl\u00fcsse innerhalb ihrer  Biografie schwerer tolerieren als Menschen, die mit diesen Belastungen  besser umgehen k\u00f6nnen. Es herrscht eine besondere Verletzlichkeit vor.  Diese Menschen reagieren auf \u00dcberforderungssituationen oder belastende  Ereignisse sensibler als andere.<br> Generell haben folgende Faktoren  einen Einfluss: Genetische Faktoren, Stoffwechsel- und  Funktionsst\u00f6rungen des Gehirns, Entwicklungs- und  Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen und reaktive Faktoren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Genetische Ursachen einer Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach  dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand tr\u00e4gt eine erbliche  Vorbelastung wesentlich zur Entstehung einer Depression bei. Meist  herrscht eine famili\u00e4re Disposition vor. Sind beispielsweise Verwandte  ersten Grades von einer Depression betroffen, so liegt die  Wahrscheinlichkeit einer Depression bei Nachkommen bei rund 15 Prozent.  Der Prozentsatz bei eineiigen Zwillingen liegt sogar bei 50. Da hier in  der Regel eine genetische \u00dcbereinstimmung vorliegt, m\u00fcsste der  Prozentsatz eigentlich bei 100 liegen. Das ist aber selten der Fall,  weil in der Regel die Umweltfaktoren ebenfalls eine Rolle spielen. Die  allgemeinen genetischen Faktoren k\u00f6nnen jedoch auch bedingen, dass eine  hohe Risikobereitschaft vorherrscht, die den Betroffenen immer wieder in  schwierige Lebenssituationen bringt. Andererseits ist es von  genetischen Faktoren abh\u00e4ngig, ob ein Mensch Belastungen bew\u00e4ltigt oder  depressiv wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stoffwechsel- und Funktionsst\u00f6rungen des Gehirns<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei jeder  Form der Depression ein Ungleichgewicht der \u00dcbertr\u00e4gersubstanzen im  Gehirn vorherrscht. Diese sogenannten Neurotransmitter, wie  Acetylcholin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin, liegen in einer  erniedrigten Konzentration vor. Die medikament\u00f6se Behandlung Depressiver  mit Antidepressiva erh\u00f6ht die Konzentration bestimmter Botenstoffe,  sodass eine Depression unterdr\u00fcckt oder zumindest gemindert wird. Bei  Depressiven wurde au\u00dferdem eine ver\u00e4nderte Aktivit\u00e4t des limbischen  Systems im Gehirn nachgewiesen. Das limbische System ist teilweise  zust\u00e4ndig f\u00fcr die Verarbeitung von Emotionen und f\u00fcr die Steuerung des  Triebverhaltens. Das limbische System spielt auch bei der  Stressverarbeitung, die ja immer mit Emotionen einhergeht, eine  wesentliche Rolle. Diese beiden Tatsachen erkl\u00e4ren die erh\u00f6hte  psychische Verletzlichkeit vieler Patienten. Unzureichend verarbeitete  Schicksalsschl\u00e4ge und allgemein negative Lebenserfahrungen gehen h\u00e4ufig  einer Erkrankung voraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Entwicklungs- und Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen als Ursache einer Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese\n sogenannten psychosozialen Faktoren sind nicht zu untersch\u00e4tzen und \nwerden h\u00e4ufig zu selten ber\u00fccksichtigt. So gehen viele Depressionen auf \neine fehlgeleitete Erziehung in der Kindheit zur\u00fcck. Dazu geh\u00f6rt \nbeispielsweise ein \u00e4ngstlich-f\u00fcrsorglicher Erziehungsstil. Das Kind \n\u201eerlernt\u201c eine gewisse Hilflosigkeit, die dazu f\u00fchrt, mit \nStresssituationen nicht ad\u00e4quat umgehen zu k\u00f6nnen. Andererseits besteht \ndie M\u00f6glichkeit, dass Eltern eine gewisse psychische Verletzlichkeit bei\n ihrem Kind feststellen, was einen f\u00fcrsorglichen Umgang bewirkt und die \nErkrankungsbereitschaft einer Depression bei ihrem Kind verst\u00e4rkt. \nWeitere beg\u00fcnstigende Faktoren in der Kindheit sind<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>eine St\u00f6rung in der Mutter-Kind-Beziehung<\/li><li>der fr\u00fche Verlust eines Elternteils<\/li><li>sexueller Missbrauch<\/li><li>sonstige traumatische Erlebnisse und Krisensituationen sowie<\/li><li>das Fehlen eines Selbstwertgef\u00fchls beim Kind.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Reaktive Faktoren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abgesehen von genetischen und psychosozialen Faktoren k\u00f6nnen \nbelastende, kritische oder negative Erlebnisse bei ansonsten gesunden \nMenschen eine Depression verursachen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Scheidungen<\/li><li>Trennungen<\/li><li>Arbeitslosigkeit<\/li><li>Tod eines Angeh\u00f6rigen<\/li><li>Ver\u00e4nderungen der Lebensweise<\/li><li>k\u00f6rperliche Erkrankungen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese\n Faktoren bedeuten Stress. Dieser verursacht eine erh\u00f6hte Aussch\u00fcttung \ndes Stresshormons Cortisol, das bei l\u00e4nger andauernden Belastungen zu \neiner Depression f\u00fchren kann. Dar\u00fcberhinaus gibt es einige Faktoren, die\n eine Depression beg\u00fcnstigen, zum Bespiel ein Single-Dasein, wenige \ngesellschaftliche Kontakte, Drogenmissbrauch und ein niedriger \nAusbildungsgrad. Zudem leiden Gro\u00dfst\u00e4dter h\u00e4ufiger unter Depressionen \nals Menschen, die in kleineren St\u00e4dten leben.<br> Auch zu wenig Fols\u00e4ure\n f\u00f6rdert Niedergeschlagenheit und Konzentrationsschw\u00e4che. Und bei \n\u00e4lteren Frauen verdoppelt ein Vitamin-E-Mangel sogar das Risiko, an \neiner Depression zu erkranken.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Depression ist eine behindernde St\u00f6rung, die sowohl die psychische \nals auch die physische Aktivit\u00e4t stark beeinflusst und oft das normale \nLeben einer Person total ver\u00e4ndert. Die Symptome sind mannigfaltig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich ist die Depression von einer ausgepr\u00e4gten  Niedergeschlagenheit gekennzeichnet. Eine gewisse Stimmungseinengung  liegt vor, der Patient kann weder Freude noch Trauer empfinden. Diese  Niedergedr\u00fccktheit kann auch nicht durch die Aufmunterung von au\u00dfen  verbessert oder aufgehoben werden. Aus eigenem Antrieb ist diese  Aufmunterung erst recht nicht m\u00f6glich. Viele Depressive kann man kaum  davon \u00fcberzeugen, dass sie eine Krankheitsepisode durchmachen, die  behandelbar ist. Die Depression erzeugt jedoch nicht nur psychische  Symptome, sondern es sind auch k\u00f6rperlich-geistige Funktionen betroffen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Psychische Symptome einer Depression<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den psychischen Symptomen einer Depression geh\u00f6ren vor allem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>mangelndes Selbstwertgef\u00fchl<\/li><li>Gef\u00fchle von Schuld und Pessimismus<\/li><li>Interesselosigkeit und Freudlosigkeit<\/li><li>Gr\u00fcbeln, Angstgef\u00fchle und Libidoverlust<\/li><li>Lebens\u00fcberdruss<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mangelndes Selbstwertgef\u00fchl<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Depressive erleben ihre Umwelt als dunkel und grau. Aber sie sehen  auch sich selbst durch eine negative Brille. Sie f\u00fchlen sich wertlos und  glauben, dass sie f\u00fcr ihre Umwelt eine Belastung sind. Bestimmte  F\u00e4higkeiten oder besondere Leistungen werden von den Betroffenen  abgewertet und als sinnlos oder nutzlos verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gef\u00fchle von Schuld und Pessimismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben einem mangelnden Selbstwertgef\u00fchl neigen Depressive dazu,  Schuldgef\u00fchle zu entwickeln. Pl\u00f6tzlich sehen sie \u00fcberall Fehler oder  Vers\u00e4umnisse in ihrem Leben und geben sich die Schuld daf\u00fcr. Ihre  Gedanken werden von negativen Inhalten beherrscht wie Armut, Schmutz,  S\u00fcnde und Schuld. Diese Gedanken k\u00f6nnen sich sogar bis zum Wahn  steigern. Es entstehen \u00c4ngste und Sorgen um den Besitz oder das eigene  Seelenheil. Auch f\u00fcr diese \u00c4ngste und Sorgen f\u00fchlen sich Depressive  allein verantwortlich. Letztendlich sehen Depressive auch ihre Zukunft  nur negativ, hoffnungs- und aussichtslos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Interesselosigkeit und Freudlosigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Depressive k\u00f6nnen keine Freude mehr empfinden. Ein sch\u00f6ner Sommertag,  ein Urlaub am Meer, geselliges Beisammensein mit Freunden &#8211; alles ist  f\u00fcr sie eine Belastung. Wenn sie sich \u00fcberhaupt aufraffen, dann sitzen  sie apathisch und gedankenverloren da. Auch Interessen und Hobbys, denen  sie fr\u00fcher mit Freude nachgegangen sind, werden in der Depression  abgelegt. Aktuelles Tagesgeschehen, bestimmte Ereignisse in ihrer Umwelt  &#8211; nichts interessiert sie mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gr\u00fcbeln, Angstgef\u00fchle und Libidoverlust<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Generell ist bei Depressiven das Denken verlangsamt, manchmal  herrscht sogar eine Denkhemmung vor, dann entsteht ein Gef\u00fchl v\u00f6lliger  Leere, die die Depression verschlimmert. Sind Depressive dennoch zum  Denken f\u00e4hig, kreisen die Gedanken nur um Themen, die negativ belastet  sind. Der Gr\u00fcbelzwang ist ein typisches Symptom der Depression.  Gr\u00fcbelzwang und Mutlosigkeit kommen h\u00e4ufig bei Frauen vor, m\u00e4nnliche  Depressive neigen eher zu Reizbarkeit und Drogenmissbrauch. Da, wie oben  erw\u00e4hnt, die negativen Gedanken sich bis zum Wahn steigern k\u00f6nnen,  entsteht h\u00e4ufig Angst beim Betroffenen, Angst vor der Zukunft, Angst um  sich selbst oder die Angeh\u00f6rigen. Dazu kommt eine Verminderung des  sexuellen Interesses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lebens\u00fcberdruss<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Depressive ziehen sich zur\u00fcck, sie vermeiden soziale Kontakte, k\u00f6nnen  nicht mehr arbeiten, m\u00f6chten einfach nur im Bett liegen. Oder sie  laufen unruhig und verzweifelt umher. Die qu\u00e4lenden Gedanken, auch die  erlebten k\u00f6rperlichen Symptome und die Gleichg\u00fcltigkeit, k\u00f6nnen dazu  f\u00fchren, dass die Selbstt\u00f6tung als einziger Ausweg aus dem Tal der  dunklen Gef\u00fchle gesehen wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Dazu kommen die physischen Symptome einer Depression:<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Depression wird mit einer Vielzahl an k\u00f6rperlichen Symptomen \nbegleitet. Bei der larvierten Depression allerdings ist physische \nSymptomatik das alleinige Merkmal der Depression. Zu den Symptomen \nz\u00e4hlen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Schlaflosigkeit oder Schlafst\u00f6rungen<\/li><li>Appetitlosigkeit<\/li><li>Gewichtsst\u00f6rungen<\/li><li>Schmerzen<\/li><li>ein Druckgef\u00fchl auf der Brust<\/li><li>Konzentrationsst\u00f6rungen<\/li><li>Ersch\u00f6pfung<\/li><li>ein schlechtes Erinnerungsverm\u00f6gen<\/li><li>Neigung zum Suchtverhalten sowie<\/li><li>Unruhe, aber auch Apathie<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unterschiede der Depressions-Symptome bei Frau und Mann<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den beiden Geschlechtern zeigen sich h\u00e4ufig unterschiedliche \nSymptome einer Depression. W\u00e4hrend Frauen mutlos werden und gr\u00fcbeln, \nfordern sie gleichzeitig durch h\u00e4ufiges Klagen Hilfe von ihrem sozialen \nUmfeld ein. Bei M\u00e4nner zeigen sich neben den \u201cKernsymptomen\u201d \nFreudlosigkeit, Energie- und Antriebsmangel sowie Schlafproblemen \nzus\u00e4tzlich eher aggressive Symptome: Reizbarkeit, schnelles Aufbrausen, \nerh\u00f6hte Risikobereitschaft, exzessives Sporttreiben, Wutanf\u00e4lle oder die\n Neigung, anderen Vorw\u00fcrfe zu machen. Dies wird h\u00e4ufig nicht gleich als \nDepression erkannt. Die Selbstmordgefahr bei depressiven M\u00e4nnern ist \njedoch deutlich h\u00e4ufiger als bei depressiven Frauen: Sie begehen im \nVergleich dreimal so h\u00e4ufig Selbstmord. Hier ist also Aufmerksamkeit \ngefragt!\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedauerlicherweise wird bei der Diagnose und Behandlung der \nDepression selten der biochemische Status erhoben. Die m\u00f6glichen \nAusl\u00f6ser, die verst\u00e4rkenden Faktoren und die zus\u00e4tzlichen Belastungen \n\u00fcber die Ern\u00e4hrung werden dabei \u00fcbersehen:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Blutzuckerschwankungen, Nahrungsmittelallergien, Unvertr\u00e4glichkeiten \nmit Weizen-Gluten, M\u00e4ngel an essentiellen Fetts\u00e4uren, Vitaminen, \nMineralien und Spurenelementen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als jedes andere Organ in unserem K\u00f6rper ist unser Gehirn auf \neine st\u00e4ndige Versorgung mit N\u00e4hrstoffen aus Lebensmitteln, Luft und \nWasser angewiesen. Wird dieser Fluss auch nur kurz unterbrochen, leiden \ndie Gehirnfunktionen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sucht man bei Depressionen oder Schizophrenie nach verd\u00e4chtigen \nZeichen, st\u00f6\u00dft man oft auf einen Mangel an den B-Vitaminen: B6, B12 und \nFols\u00e4ure.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Gem\u00fctserkrankungen sind au\u00dferdem h\u00e4ufig zwei weitere N\u00e4hrstoffe  im Mangel: langkettige Omega-3-Fetts\u00e4uren als Bausteine f\u00fcr Serotonin,  sowie NADH, das die Produktion von verschiedenen Neurotransmittern wie  zum Beispiel Dopamin, Noradrenalin und Serotonin anregt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Studien belegen den Zusammenhang zwischen Depression und Fols\u00e4uremangel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit in den 60er-Jahren zunehmend klinisch zuverl\u00e4ssige \nAufzeichnungen bei der Fols\u00e4urebestimmung gemacht wurden, kann die schon\n fr\u00fcher gemachte Beobachtung eines Zusammenhangs zwischen Formen der \nDepression und megaloblastischer An\u00e4mie erkl\u00e4rt werden. Tats\u00e4chlich sind\n Depression und Fols\u00e4ure eng miteinander verkn\u00fcpft.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine schlechte \nFols\u00e4ureversorgung mit Depression assoziiert ist, und das unabh\u00e4ngig vom\n Alter. Mindestens ein Drittel der Depressiven hat einen Fols\u00e4uremangel.\n Die Depression und deren Schweregrad sowie die Dauer der Erkrankung ist\n eng und invers mit der intrazellul\u00e4ren Verf\u00fcgbarkeit von Fols\u00e4ure \nverbunden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Studie mit 213 depressiven Patienten am \u00abBoston  Massachusetts General Hospital\u00bb sprachen diejenigen Patienten mit  niedrigem Fols\u00e4urespiegel auf Antidepressiva weniger gut an. Dieselben  Patienten hatten auch verst\u00e4rkt tiefe Depressionen. Andere Patienten,  die mit schwerer Depression, Schizophrenie oder Borderline-Syndrom  diagnostiziert wurden, wiesen auch definitiv einen Fols\u00e4uremangel auf.  Ihnen wurde zusammen mit ihrer Standard-Medikation auch Fols\u00e4ure  verordnet. Die Wirkung der Medikamente war wesentlich besser als ohne  die zus\u00e4tzliche Gabe von Fols\u00e4ure. Patienten mit von vorneherein h\u00f6herem  Fols\u00e4urespiegel sprechen auf die Therapie mit einem Antidepressivum  deutlich besser an.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Homocysteinspiegel als Indikator f\u00fcr Vitamin-B-Mangel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Studie wiesen mehr als die H\u00e4lfte (52 %) der teilnehmenden  Frauen einen erh\u00f6hten Homocysteinwert und niedrige Fols\u00e4urespiegel auf.&nbsp;  Hier zeigt sich, dass der Homocysteinspiegel ein sehr guter Indikator  f\u00fcr Vitamin-B-Mangel ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die B-Vitamine des (Vitamine B2, B6 und B9) unterst\u00fctzen die  Umwandlung von Homocystein. Dadurch entsteht mehr S-Adenosyl-Methionin  (SAM), was wiederum dazu beitr\u00e4gt, dass das Gehirn besser funktioniert.  Forschungen zeigen, dass SAM allein schon ein sehr wirksames Antidepressivum ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die B-Vitamine helfen aber auch durch den Vorgang der Methylierung, \ndass die chemische Balance im Gehirn aufrechterhalten wird, indem \nMethylgruppen so bewegt werden, dass neue Substanzen je nach Bedarf \ngebildet werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u00abDreieck des Lebens\u00bb bzw. die richtige Kombination der drei \nB-Vitamine tr\u00e4gt also durch zwei Wirkmechanismen zur Behandlung von \nDepressionen und Schizophrenie bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Methylierung von Homocystein und damit Erh\u00f6hung von SAM als gehirnaktive Substanz<\/li><li>Erh\u00f6hung des Fols\u00e4urespiegels im Blut<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist eine Depression? Depression ist ein vielschichtiges Krankheitsbild, das unsere westliche Welt fast wie eine Epidemie heimsucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet damit, dass Erkrankungen des Geistes oder der Seele, wie Depressionen und Schizophrenie, zur gr\u00f6\u00dften Gesundheitsst\u00f6rung dieses Jahrhunderts werden. Jeder zehnte Mensch auf dieser Erde leidet zurzeit an einer solchen Erkrankung und 25 % [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":4420,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-4437","vitalstoff_journal","type-vitalstoff_journal","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Erh\u00f6hte Homocysteinwerte und Depression - Vitalstoff-Journal<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der Homocysteinspiegel und die ausreichende Versorgung mit den Vitamin B6, B12 und Fols\u00e4ure h\u00e4ngen stets miteinander zusammen. 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