{"id":4375,"date":"2020-02-24T14:58:04","date_gmt":"2020-02-24T13:58:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4375"},"modified":"2020-09-23T08:56:27","modified_gmt":"2020-09-23T06:56:27","slug":"soja-isoflavone","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/naehrstoffe-von-a-z\/glossar-s\/soja-isoflavone\/","title":{"rendered":"Soja-Isoflavone"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Positive Eigenschaften der Soja-Isoflavone<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/gifte-und-parasiten-im-koerper\/gift-im-mund-risiken-und-nebenwirkungen-von-zahnmaterialien\/\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese N\u00e4hrstoffe sind mit den Flavonoiden verwandt&nbsp;und kommen in \nSojabohnen und anderen H\u00fclsenfr\u00fcchten vor. Der K\u00f6rper wandelt sie zu \nPhyto\u00f6strogenen um, hormon\u00e4hnlichen Verbindungen, die das Wachstum \nhormonabh\u00e4ngiger und anderer Krebsarten blockieren k\u00f6nnen. Ihnen wird \nzudem nachgesagt, hohe Blutfettwerte zu reduzieren, was das Risiko von \nHerzkrankheiten mindert. Auch k\u00f6nnen sie Hitzewallungen in den \nWechseljahren verhindern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sojabohnen enthalten zwei prim\u00e4re Isoflavone, die Genistein und \nDaidzein genannt werden, sowie ein kleineres Isoflavon, welches \nGlyzitein genannt wird. Ganze Sojabohnen und nicht fermentierte \nSoja-Nahrungsmittel beinhalten in der Hauptsache Isoflavone in der \n\u201cGlycosid\u201d-Form, was bedeutet, dass sie an ein Zuckermolek\u00fcl gebunden \nsind. Fermentierte Soja-Nahrungsmittel enthalten dahingegen meistens \n\u201cAglycone\u201d, dies sind Isoflavone ohne den Zucker. Isoflavone haben in \nder Natur eine sehr begrenzte Verteilung. Sojabohnen und \nSoja-Nahrungsmittel beinhalten ca. 1-3 mg Isoflavon pro Gramm. \nHerk\u00f6mmliche Soja-Nahrungsmittel liefern ca. 30 mg Isoflavon pro \nPortion.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Isoflavone halten zudem das Blut fl\u00fcssiger und senken das \nArteriosklerose-Risiko. Sie vermindern die \u00d6strogen-T\u00e4tigkeit im K\u00f6rper \nund k\u00f6nnen so das Risiko f\u00fcr Brustkrebs verkleinern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Genistein:<\/strong> Es verhindert das Wachstum neuer Blutgef\u00e4\u00dfe, welche\n die Krebszellen ern\u00e4hren. Auf diese Weise kann es krebsartige \nTumorzellen blockieren und das Risiko von Brust- und Prostatakrebs \nsenken. Genistein kommt ausschlie\u00dflich in Soja-Erzeugnissen vor.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Daidzein:<\/strong> Zusammen mit Genistein blockiert es Enzyme, die das \nTumorwachstum f\u00f6rdern. Nebenbei hilft es bei der Senkung des \nBlutalkoholspiegels. Es zeichnet sich \u00fcberdies als wirksames Antioxidans\n im Kampf gegen freie Radikale aus.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Intensive Forschungen um Isoflavone<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gro\u00dfteil der wissenschaftlichen Gemeinschaft erkennt jetzt \nbereitwillig an, dass aus Pflanzen hergestellte Nahrungsmittel eine \ngro\u00dfe Menge an biologisch aktiven, nicht n\u00e4hrstoffreichen Bestandteilen \noder Pflanzenchemikalien enthalten, die die Gesundheit und das \nKrankheitsrisiko auf vielfache Art und Weise beeinflussen k\u00f6nnen. \nBrokkoli und Tomaten, die einst f\u00fcr ihre reichen N\u00e4hrstoffquellen \ngepriesen wurden, werden jetzt aufgrund ihres Gehalts an \nPhytochemikalien ausgegliedert. Die wachsende W\u00fcrdigung der \nPhytochemikalien hat zur Vermarktung von funktionellen Nahrungsmitteln \ngef\u00fchrt. Obwohl die Vorz\u00fcge von funktionellen Nahrungsmitteln noch von \neiner Gesundheitsperspektive her ermittelt werden m\u00fcssen, werden \nSoja-Nahrungsmittel von vielen als die vollendeten funktionellen \nNahrungsmittel angesehen. Und unbestreitbar haben keine anderen \nNahrungsmittel die Ehrungen erhalten, die Soja-Nahrungsmittel in den \nletzten 10 Jahren erhalten haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sojabohnen haben eine lange und angesehene Geschichte als ein \nvielseitiges Pflanzenlebensmittel, welches ein hochwertiges Protein \njedoch nur geringe Mengen an ges\u00e4ttigten Fetten liefert. Eigenschaften, \ndie alleine schon den Sojabohnen einen gr\u00f6\u00dferen Platz in der westlichen \nErn\u00e4hrung einr\u00e4umen sollten. Jedoch konzentrierte sich in letzter Zeit \ndie Aufmerksamkeit auf die Sojabohne als eine reiche und im wesentlichen\n einzigartige Ern\u00e4hrungsquelle f\u00fcr Isoflavone oder Phyto\u00f6strogene. \nSojaprotein senkt auch direkt den Serum-Cholesterinspiegel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die hypocholesterin\u00e4mischen Auswirkungen des Sojaproteins sind in \nklinischen Untersuchungen in mehr als 30 Jahren aufgezeigt worden, \nobwohl bis vor kurzem nur wenige Gesundheitsexperten von dieser \nLiteratur wussten. Erst im Jahr 1994 stellte das Ern\u00e4hrungskomitee der \nAmerican Heart Association fest, dass Sojaprotein wirkungslos sei. \nJedoch hat die Gemeinschaft der Gesundheitsexperten seit der \nVer\u00f6ffentlichung einer Meta-Analyse \u00fcber die Cholesterin-senkenden \nAuswirkungen von Sojaprotein im Jahre 1995 langsam damit begonnen, den \nhypocholesterin\u00e4mischen Effekt des Sojaproteins zu w\u00fcrdigen. Die \noffizielle Anerkennung erfolgte Ende 1998 mit der Ank\u00fcndigung der US \nFood and Drug Administration (FDA) \u00fcber vorl\u00e4ufige Pl\u00e4ne, Sojabohnen \neinen Gesundheitsanspruch zuzusprechen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl der hypocholesterin\u00e4mische Effekt der am besten nachgewiesene \ngesundheitliche Vorteil ist, ist es unbestreitbar der Isoflavongehalt \nder Soja-Nahrungsmittel, der die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen \nhat: mehr als 50 Firmen vermarkten Isoflavon-Zusatzstoffe; Isoflavone \nsind einer Anzahl von Nicht-Soja- und Sojaprodukten hinzugef\u00fcgt worden \nund es gibt einen Anstieg in der Zahl der Sojafirmen, die den \nIsoflavongehalt der Sojaprodukte auf den Produktetiketten angeben.<br> \nEin erstes Interesse an den Isoflavonen konzentrierte sich auf ihre \nm\u00f6gliche Anti-Krebs-Wirkung, es ist jedoch klar, dass diese Betrachtung \nder Isoflavone viel zu beschr\u00e4nkt ist. Man nimmt jetzt an, dass \nIsoflavone das Risiko einer breiten Palette von Krankheiten reduzieren, \nhierzu geh\u00f6ren die Osteoporose und koronare Herzkrankheiten (KHK). Sie \nk\u00f6nnen helfen, die Symptome in der Menopause zu vermindern. \nDurchgef\u00fchrte klinische Untersuchungen sind einander widersprechend, \nzeigen jedoch, dass Soja-Nahrungsmittel die Schwere und H\u00e4ufigkeit der \nHitzewallungen leicht reduzieren. Aufgrund der scheinbaren Auswirkungen \nauf KHK, Osteoporose und Hitzewallungen, werden \nSoja-Nahrungsmittel\/Isoflavone von einigen als m\u00f6gliche Alternativen zur\n Hormonersatztherapie (HRT) angesehen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Isoflavone werden auch Pflanzen\u00f6strogene genannt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Isoflavone werden h\u00e4ufig Phyto\u00f6strogene oder \u201cPflanzen\u00f6strogene\u201d \ngenannt, da sie eine \u00e4hnliche Struktur wie das weibliche Sexualhormon \n\u00d6strogen haben, sich an \u00d6strogenrezeptoren binden und in einigen Geweben\n \u00f6strogene Auswirkungen verursachen. Sie sind jedoch au\u00dferordentlich \nschwach, und besitzen nur 1\/1.000 bis 1\/10.000 von der Wirksamkeit des \n\u00d6strogens. Wichtig jedoch ist, dass bei Menschen, die \nSoja-Nahrungsmittel zu sich nehmen, der Isoflavonspiegel im Blut 10.000 \nmal h\u00f6her sein kann als der des \u00d6strogens. Deshalb kann erwartet werden,\n dass Isoflavone trotz ihrer relativen Schw\u00e4che in vivo physiologische \nAuswirkungen haben, wie sie dies bereits gezeigt haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man geht davon aus, dass schwache \u00d6strogene, wie zum Beispiel \nIsoflavone, in der Lage sind, sowohl \u00f6strogene als auch anti\u00f6strogene \nWirkungen auszu\u00fcben. In der Theorie h\u00e4ngt die Wirkung von dem \nHormonumfeld und dem betreffenden Gewebe ab. Aufgrund ihrer \nagonistischen\/antagonistischen Eigenschaften werden Isoflavone von \neinigen als nat\u00fcrliche selektive \u00d6strogenrezeptor-Modulatoren (SERM) in \nder gleichen Weise wie das Brustkrebs-Medikament Tamoxifen und das neue \nOestoporose-Medikament, Raloxifene, angesehen. Jedoch ist es m\u00f6glich, \ndass einige der wichtigsten Vorteile der Isoflavone \u00fcberhaupt nichts mit\n ihren schwachen \u00f6strogenen Eigenschaften zu tun haben, da Isoflavone \nmehr als Phyto\u00f6strogene sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hunderte von Studien zeigen, dass Genistein das Wachstum eines gro\u00dfen\n Umfangs von sowohl hormonabh\u00e4ngigen als auch hormonunabh\u00e4ngigen \nKrebszellen in vitro verhindert. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen die \nanti\u00f6strogenen Auswirkungen allein nicht f\u00fcr die wachstumshindernden \nAuswirkungen verantwortlich sein. Tats\u00e4chlich konzentrieren sich die \nmeisten Forschungen \u00fcber Genistein nicht auf die hormonbezogenen \nEigenschaften dieses Isoflavons sondern auf die F\u00e4higkeit des \nGenisteins, die Wirksamkeit von Enzymen und Zellfaktoren zu \nkontrollieren, die mit dem Zellwachstum und der Zellregulierung \nzusammenh\u00e4ngen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krebs und Isoflavone<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu den ermutigenden Entdeckungen, die in den \nTierversuchen gemacht worden sind, geben epidemiologische Studien, in \ndenen die Sojazufuhr von asiatischen Frauen mit und ohne Brustkrebs \nmiteinander verglichen wurde, nicht viel Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Gedanken,\n dass das Konsumieren von Soja im Erwachsenenalter das nach der \nMenopause auftretende Brustkrebsrisiko reduziert, obwohl es eine gewisse\n Unterst\u00fctzung f\u00fcr einen Schutzeffekt gegen das pr\u00e4menopausale \nBrustkrebsrisiko gibt. Eine \u00fcbereinstimmende Feststellung ist jedoch, \ndass eine Portion pro Tag mit einem verminderten Risiko in den Studien \nverbunden ist, in denen Soja eine Schutzwirkung hat.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interesse an dem Antikrebs-Effekt der Soja-Nahrungsmittel \nkonzentrierte sich aus zwei wesentlichen Gr\u00fcnden zuerst auf Brustkrebs: \ndie niedrigen Brustkrebs-Sterberaten in asiatischen L\u00e4ndern, in denen \nSoja-Nahrungsmittel konsumiert werden und die anti\u00f6strogenen \nAuswirkungen von schwachen \u00d6strogenen. Daten aus Tierversuchen, \ninsbesondere k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte Untersuchungen, lassen darauf \nschlie\u00dfen, dass Soja ein betr\u00e4chtliches Versprechen h\u00e4lt, das \nBrustkrebs-Risiko zu reduzieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In verschiedenen Studien ist herausgefunden worden, dass Sojabohnen \noder andere Sojaprodukte die chemisch induzierte Mammatumorbildung bei \nNagetieren um ca. 50 Prozent reduzierten. In einer Studie verhinderte \ndie Kombination von Miso und Tamoxifen die Tumorbildung stark &#8211; mehr als\n ein Agens allein. Au\u00dferdem verhinderte die Kombination von Miso und \nTamoxifen das Wachstum bestehender Mammakarzinome um ca. 50%, wohingegen\n Tamoxifen allein wirkungslos war. Eine sehr faszinierende jedoch \nspekulative Hypothese \u00fcber den Einflu\u00df der Isoflavone auf das \nBrustkrebsrisiko ist, dass die fr\u00fchzeitige Zufuhr dieser \nPhytochemikalien besonders sch\u00fctzend ist. Verschiedene Versuche mit \nNagetieren haben gezeigt, dass die Verabreichung von Genistein f\u00fcr nur \nein paar Tage fr\u00fch im Leben die Brustkrebsbildung sp\u00e4ter im Leben um die\n H\u00e4lfte reduzieren kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu den ermutigenden Entdeckungen, die in den \nTierversuchen gemacht worden sind, geben epidemiologische Studien, in \ndenen die Sojazufuhr von asiatischen Frauen mit und ohne Brustkrebs \nmiteinander verglichen wurde, nicht viel Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Gedanken,\n dass das Konsumieren von Soja im Erwachsenenalter das nach der \nMenopause auftretende Brustkrebsrisiko reduziert, obwohl es eine gewisse\n Unterst\u00fctzung f\u00fcr einen Schutzeffekt gegen das pr\u00e4menopausale \nBrustkrebsrisiko gibt. Eine \u00fcbereinstimmende Feststellung ist jedoch, \ndass eine Portion pro Tag mit einem verminderten Risiko in den Studien \nverbunden ist, in denen Soja eine Schutzwirkung hat.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den vergangenen Jahren gab es viel Begeisterung dar\u00fcber, welche \nRolle Soja bei der Verringerung von einigen Krebsarten spielen kann, \ninsbesondere bei Prostatakrebs. Einige Beweise lassen darauf schlie\u00dfen, \ndass Soja, und insbesondere Isoflavone helfen k\u00f6nnen, das \nProstatakrebsrisiko zu senken. Obwohl die epidemiologischen Daten \nbegrenzter sind, ist in zwei Studien herausgefunden worden, dass der \nt\u00e4gliche Verzehr von Sojamilch oder Tofu mit einer merklichen \nReduzierung (40-65%) des Risikos verbunden ist. In einigen Tierversuchen\n ist herausgefunden worden, dass eine Ern\u00e4hrung, die Soja enth\u00e4lt, die \nBildung von Prostatatumoren hemmt und dass die Verabreichung von \nGenistein das Wachstum der Prostatakrebszellen hemmt, die Nagetieren \neingepflanzt werden. Einige Mechanismen sind f\u00fcr die Auswirkungen des \nSojas\/der Isoflavone gegen Prostatakrebs vorgeschlagen worden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Isoflavon-Krebs-Geschichte findet besonderen Gefallen aufgrund \nder Anzahl der vorgeschlagenen Mechanismen, durch die diese \nPhytochemikalien das Krebsrisiko reduzieren k\u00f6nnen. Isoflavone sind z. \nB. Antioxidans, die die normale Killerzellenaktivit\u00e4t in vitro \nstimulieren, den Stoffwechsel des \u00d6strogens in vivo ver\u00e4ndern und das \nWachstum der Blutgef\u00e4\u00dfe (Angiogenese) hemmen. Daher ist, obwohl die \nAnti-Krebswirkungen der Soja\/Isoflavone noch ziemlich spekulativ sind, \nder Enthusiasmus leicht zu verstehen, den die Forschungsgemeinschaft den\n Isoflavonen entgegenbringt.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Herzerkrankungen und Isoflavone<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Meta-Analyse, auf die vorstehend Bezug genommen worden ist, \nwurde in 34 von 38 Versuchen dar\u00fcber berichtet, dass Sojaprotein den \nCholesterinspiegel im Blut senkt. Dieser Effekt ist nicht auf die \nUnterschiede im Cholesterin oder die Aufnahme von ges\u00e4ttigten Fetten \nzur\u00fcckzuf\u00fchren, da in den meisten Untersuchungen solche Unterschiede \nnicht vorkamen. Die durchschnittliche Abnahme des LDL-Cholesterins \nbetrug ca. 13 Prozent, was betr\u00e4chtlich mehr ist, als das, was \ntypischerweise als Reaktion auf eine cholesterinsenkende Ern\u00e4hrung \nfestgestellt wird.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es scheint eine Dosis-Reaktion Beziehung zwischen der Menge des \nkonsumierten Sojaproteins und der Senkung des Cholesterins zu bestehen. \nAu\u00dferdem ist die Wirkung des Sojaproteins am deutlichsten, je h\u00f6her der \nAusgangs-Cholesterinspiegel ist. Soja wirkt haupts\u00e4chlich bei Menschen \nmit einem Cholesterinspiegel \u00fcber 6 umol\/l (240 mg\/dl).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Versuchsweise m\u00fcssen Produkte, um sich f\u00fcr einen Gesundheitsanspruch \nzu qualifizieren, wenigstens 6,25 g Sojaprotein pro Portion enthalten. \nDiese Zahl geht davon aus, dass 25 g Sojaprotein das Cholesterin senken \nund das es sinnvoll ist, t\u00e4glich vier Portionen Soja zu sich zu nehmen. \nOb Konsumenten, auch die mit hohen Cholesterinwerten, die deshalb \nmotivierter sein k\u00f6nnten, dauerhaft in der Lage sind, vier Portionen \nSoja-Nahrungsmittel t\u00e4glich zu sich zu nehmen, ist unklar.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele Diskussionen \u00fcber die Rolle der Isoflavone bei der \nReduzierung des Cholesterins. Arbeiten der Wake Forrest University in \nden Vereinigten Staaten deuten darauf hin, dass, 25 g Sojaprotein 60 mg \nIsoflavon liefern sollten, um am wirkungsvollsten zu sein. Einige \nFachleute behaupten jedoch, dass Isoflavon f\u00fcr diesen Proze\u00df nicht von \nBedeutung ist und dass Produkte mit einem geringen oder gar keinem \nIsoflavongehalt hypocholesterin\u00e4misch sind. Dies ist eine wichtiger \nDiskussionspunkt, da die Verarbeitung von Sojaprodukten den \nIsoflavongehalt sehr stark beeinflu\u00dft.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6glicherweise ist ein noch wichtigerer Punkt das Ausma\u00df, in dem \nIsoflavone das KHK Risiko unabh\u00e4ngig von einer Auswirkung auf den \nBlutcholesterinspiegel reduzieren k\u00f6nnen. Man geht davon aus, dass die \nVerabreichung von \u00d6strogen das KHK Risiko wesentlich senkt, jedoch nimmt\n man an, dass nur 25-50% dieser Reduzierung von der Wirkung des \n\u00d6strogens auf die Lipoproteine stammt. Vorl\u00e4ufige Arbeiten lassen darauf\n schlie\u00dfen, dass Phyto\u00f6strogene aus Sojabohnen einige der gleichen \nAuswirkungen in Bezug auf Herzerkrankungen wie \u00d6strogene haben. Es \nzeigte sich zum Beispiel, dass 80 mg Isoflavon die arterielle \nDehnbarkeit &#8211; eine Messung der arteriellen Flexibilit\u00e4t &#8211; verbesserte. \nEine schlechte arterielle Dehnbarkeit ist ein unabh\u00e4ngiger Risikofaktor \nf\u00fcr KHK. Andere Arbeiten lassen darauf schlie\u00dfen, dass Isoflavone die \nLDL Oxidation hemmen und die Wucherung von glatten Muskelzellen \nvermindern. Deshalb kann es sein, dass Soja-Nahrungsmittel &#8211; sogar bei \nMenschen ohne einen erh\u00f6hten Cholesterinspiegel &#8211; eine sehr vorteilhafte\n Wirkung haben, um das KHK Risiko zu reduzieren.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Osteoporose und Isoflavone<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00f6strogene Wirksamkeit der Isoflavone, kombiniert mit ihrer \n\u00c4hnlichkeit in der Struktur mit dem synthetischen Isoflavon, Ipriflavon,\n ein Oestoporose-Medikament, welches den Knochenverlust bei Frauen in \nund nach der Menopause verz\u00f6gert, f\u00f6rderte die Spekulation, dass diese \nSojabohnenbestandteile eine positive Auswirkung auf die \nKnochengesundheit haben k\u00f6nnten. Die geringen H\u00fcftfrakturraten in \nasiatischen L\u00e4ndern werden auch oft als epidemiologischer Unterst\u00fctzung \nf\u00fcr die Vorteile der Isoflavone zitiert. Obwohl es unwahrscheinlich ist,\n dass Isoflavone zu der niedrigen H\u00fcftfrakturrate in Asien beitragen, \ngibt es ermutigende Daten, aus denen hervorgeht, dass Isoflavone die \nKnochengesundheit f\u00f6rdern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studien mit Nagetieren, denen die Eierst\u00f6cke entfernt wurden, zeigten\n ziemlich \u00fcbereinstimmend, dass Sojaprotein oder individuelle Isoflavone\n den Knochenverlust fast so wirksam wie \u00d6strogen verz\u00f6gern. Wichtiger \nnoch, einige kurzfristige Studien, die an Frauen in und nach der \nMenopause vorgenommen wurden, zeigen, dass die Sojaaufnahme die \nKnochenmineraldichte (BMD &#8211; bone mineral density), insbesondere an der \nWirbels\u00e4ule, positiv beeinflu\u00dft. Diese Untersuchungen verweisen auf die \nIsoflavone als aktive Komponente des Sojas, da Sojaprodukte mit wenig \noder geringeren Mengen an Isoflavonen nicht wirksam sind. Es ist \nm\u00f6glich, dass sogar 90 mg Isoflavon pro Tag erforderlich sein k\u00f6nnte, um\n einen maximalen Vorteil zu erzielen. Interessanterweise gibt es Beweise\n daf\u00fcr, dass Isoflavone sowohl den Knochenabbau hemmen und die \nKnochenbildung stimulieren k\u00f6nnen.<em><\/em> <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Positive Eigenschaften der Soja-Isoflavone Diese N\u00e4hrstoffe sind mit den Flavonoiden verwandt&nbsp;und kommen in Sojabohnen und anderen H\u00fclsenfr\u00fcchten vor. Der K\u00f6rper wandelt sie zu Phyto\u00f6strogenen um, hormon\u00e4hnlichen Verbindungen, die das Wachstum hormonabh\u00e4ngiger und anderer Krebsarten blockieren k\u00f6nnen. Ihnen wird zudem nachgesagt, hohe Blutfettwerte zu reduzieren, was das Risiko von Herzkrankheiten mindert. 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