{"id":4304,"date":"2020-02-24T14:05:59","date_gmt":"2020-02-24T13:05:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4304"},"modified":"2020-04-03T12:03:27","modified_gmt":"2020-04-03T10:03:27","slug":"vitamin-k-ist-vielseitiger-als-bisher-gedacht","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/vitamine\/vitamin-k-ist-vielseitiger-als-bisher-gedacht\/","title":{"rendered":"Vitamin K ist vielseitiger als bisher gedacht"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das fettl\u00f6sliche Vitamin K kennen wir vor allem als essentiellen N\u00e4hrstoff f\u00fcr die Blutgerinnung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das fettl\u00f6sliche Vitamin K kennen wir&nbsp;vor allem als essentiellen \nN\u00e4hrstoff f\u00fcr&nbsp;die Blutgerinnung, denn die Synthese&nbsp;verschiedener \nBlutgerinnungsfaktoren&nbsp;ist Vitamin-K-abh\u00e4ngig und ein Vitamin-K-Mangel \nkann zu Blutungen f\u00fchren. Der&nbsp;Buchstabe \u201eK\u201c steht f\u00fcr \u201eKoagulation\u201c, \nwomit&nbsp;in der deutschen Fachterminologie die&nbsp;Blutgerinnung bezeichnet \nwird. Dies ist&nbsp;aber nicht die einzige Funktion von Vitamin&nbsp;K, wobei \ndieser Begriff die Vitamine K1&nbsp;(Phyllochinon) und K2 (Menachinon\/MK) \neinschlie\u00dft.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wissenschaftler haben entdeckt, dass&nbsp;der K\u00f6rper weitere  Vitamin-K-abh\u00e4ngige&nbsp;Eiweisse enth\u00e4lt, darunter Osteokalzin,&nbsp;den  Regulator der Knochenmineralisierung,&nbsp;und Matrix-Gla-Protein (MGP),  einen&nbsp;Hemmstoff f\u00fcr die Kalkablagerung in&nbsp;Weichteilen wie Knorpeln und  Blutgef\u00e4ssen.&nbsp;Es gibt immer mehr Beweise daf\u00fcr,&nbsp;dass ein subklinischer  Vitamin-K-Mangel&nbsp;einen ernsthaften Risikofaktor f\u00fcr  Knochenentkalkung,&nbsp;Gelenkverschlei\u00df und&nbsp;Arterienverkalkung darstellt und  dass eine&nbsp;Verbesserung des Vitamin-K-Status (insbesondere&nbsp;von Vitamin  K2) dazu beitr\u00e4gt,&nbsp;diesen degenerativen Prozessen entgegenzuwirken.<sup>(1-3)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K in der Nahrung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die  Vitamin-K-Gruppe umfasst mehrere&nbsp;Verbindungen mit dem  gemeinsamen&nbsp;Strukturelement 2-Methyl-1,4-Naphtochinon.&nbsp;Vitamin K1  (Phyllochinon) ist pflanzlicher&nbsp;Herkunft und kommt vor allem in&nbsp;gr\u00fcnen  (Blatt-) Gem\u00fcsearten, Algen und&nbsp;Pflanzen\u00f6len vor. Als Vitamin K2  werden&nbsp;mehrere Menachinone bezeichnet, darunter&nbsp;MK-4 und MK-7, die sich  durch die&nbsp;L\u00e4nge ihrer Seitenkette unterscheiden. Vitamin K2 stammt aus  Bakterien und ist in&nbsp;kleinen Mengen in Fleisch und Eiern (MK-4) und  (fermentierten) Milchprodukten&nbsp;wie K\u00e4se und Joghurt (MK-8 und  MK-9)&nbsp;enthalten. In begrenztem Masse wird es&nbsp;auch von Bakterien im  Dickdarm gebildet.&nbsp;Die bei weitem ergiebigste, f\u00fcr die  Ern\u00e4hrung&nbsp;genutzte Vitamin-K2-Quelle (MK-7)&nbsp;ist Natto, ein fermentiertes  Sojabohnenprodukt&nbsp;aus Japan. Das in den westlichen&nbsp;Nahrungsmitteln  enthaltene Vitamin K&nbsp;besteht zu 90% aus dem schlecht  resorbierbaren&nbsp;Phyllochinon (haupts\u00e4chlich&nbsp;aus gr\u00fcnen Gem\u00fcsearten) und  zu 10%&nbsp;aus Menachinon, das hervorragend aufgenommen&nbsp;werden kann. Asiaten  nehmen&nbsp;von jeher mehr Menachinon zu sich, vor&nbsp;allem durch den Verzehr  von Natto.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitamin-K-Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Speicherm\u00f6glichkeit f\u00fcr Vitamin K im&nbsp;K\u00f6rper ist beschr\u00e4nkt und \ndie Stoffwechselrate&nbsp;ist gross, vergleicht man es mit&nbsp;anderen \nfettl\u00f6slichen Vitaminen. Trotz der&nbsp;R\u00fcckbildung von Vitamin K ist eine \nausreichende&nbsp;t\u00e4gliche Aufnahme des Vitamins&nbsp;zu empfehlen. In den \nNiederlanden wurde&nbsp;die empfohlene Tagesdosis \u201eADH\u201c (in&nbsp;Deutschland \nbezeichnet als RDA \u2013 Recommended&nbsp;Daily Allowance) f\u00fcr Vitamin K auf&nbsp;80 \nMikrogramm pro Tag festgelegt. Der&nbsp;gesch\u00e4tzte Vitaminbedarf (1 bis 1,5 \n\u03bcg pro&nbsp;Kilogramm K\u00f6rpergewicht pro Tag) bezieht&nbsp;sich auf eine normale \nBlutgerinnung. Ob&nbsp;diese Menge auch f\u00fcr die sonstigen Funktionen&nbsp;von \nVitamin K ausreichend ist, wird inden letzten Jahren stark bezweifelt.<sup>(1-3)<\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach britischen und amerikanischen Untersuchungen&nbsp;nehmen junge  Erwachsene&nbsp;pro Tag durchschnittlich 60-70 Mikrogramm&nbsp;Vitamin K mit der  Nahrung auf,&nbsp;\u00e4ltere 80-120 Mikrogramm pro Tag. In den&nbsp;Niederlanden liegt  die durchschnittliche Vitamin-K-Zufuhr bei etwa 250  \u03bcg\/Tag,&nbsp;Niederl\u00e4nder essen mehr gr\u00fcnes Gem\u00fcse&nbsp;als Briten und Amerikaner.<sup>(25)<\/sup>  Von Person&nbsp;zu Person gibt es grosse Unterschiede bei&nbsp;der  Vitamin-K-Zufuhr: Etwa die H\u00e4lfte der&nbsp;betrachteten Versuchspersonen  hatte eine&nbsp;Vitamin-K-Zufuhr unter dem veranschlagten&nbsp;Vitamin-K-Bedarf.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Carboxylierungsreaktion<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"125\" height=\"232\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Vitamin_k_strukturformeln_4b12428e84.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4305\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Vitamin_k_strukturformeln_4b12428e84.png 125w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Vitamin_k_strukturformeln_4b12428e84-81x150.png 81w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><figcaption>Vitamin K &#8211; Strukturformeln<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin\n K (K1 und K2) ist f\u00fcr die Bildung&nbsp;und Aktivit\u00e4t der so genannten \nGla-Eiweisse (das sind Einweisse mit einer&nbsp;\u03b3-Carboxyglutamins\u00e4uregruppe)\n essentiell.&nbsp;Vitamin K fungiert n\u00e4mlich als essentieller&nbsp;Co-Faktor* des \nEnzyms GGCX&nbsp;(\u03b3-Glutamylcarboxylase), das f\u00fcr die Anbindung&nbsp;einer \nCarboxylgruppe* (-COOH)&nbsp;an eiweissgebundenes Glutamat* sorgt,&nbsp;wodurch \n\u03b3-Carboxyglutamins\u00e4ure entsteht&nbsp;(diese Anbindung einer Carboxylgruppe&nbsp;an\n eine andere Verbindung wird&nbsp;Carboxylierung genannt). Das \nverbrauchte&nbsp;Vitamin K wird danach durch das Enzym&nbsp;VKOR (Vitamin K \nEpoxide Reductase) wieder&nbsp;aufbereitet. \nVitamin-K-Antagonisten&nbsp;(blutverd\u00fcnnende Cumarinderivate wie&nbsp;z.B. \nWarfarin) hemmen VKOR, wodurch&nbsp;sich der k\u00f6rpereigene Vorrat an Vitamin&nbsp;K\n schneller ersch\u00f6pft und die Carboxylierung&nbsp;der Gerinnungseiweisse in \nder&nbsp;Leber (und anderer Vitamin-K-abh\u00e4ngiger&nbsp;Eiweisse im K\u00f6rper) abnimmt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Absenkung des Vitamin-K-Status f\u00fchrt&nbsp;zur \u201eUntercarboxylierung\u201c  (und damit zur&nbsp;verminderten Aktivit\u00e4t) der Gla-Eiweisse,&nbsp;wobei der  Prozentanteil carboxylierter&nbsp;(aktiver) Gla-Eiweisse ab- und der  Prozent&nbsp;anteil nicht-carboxylierter (inaktiver) Gla-Eiweisse zunimmt.  Die Carboxylierung&nbsp;Vitamin-K-abh\u00e4ngiger Eiweisse versetzt&nbsp;diese Eiweisse  in die Lage, Calciumionen&nbsp;zu binden, was f\u00fcr ihre biologische  Aktivit\u00e4t&nbsp;essentiell ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gla-Eiwei\u00dfe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt eine Reihe Vitamin-K-abh\u00e4ngiger&nbsp;Gla-Eiwei\u00dfe. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Prothrombin,\n die Gerinnungsfaktoren&nbsp;II, VII, IX und X und Protein C, S und Z;&nbsp;diese \nsind f\u00fcr die Blutgerinnung von&nbsp;Bedeutung und werden in der \nLeber&nbsp;gebildet.<\/li><li>Osteokalzin, ein Eiweiss, das nur \nvon&nbsp;Osteoblasten* und Odontoblasten* in&nbsp;Knochengewebe und Gebiss \ngebildet&nbsp;wird und die Bildung und Mineralisierung&nbsp;von Knochen- und \nZahngewebe reguliert.<\/li><li>MGP (Matrix-Gla-Protein), ein \nEiweiss,&nbsp;das in den meisten Weichteilgeweben&nbsp;gebildet wird, so im \nKnorpel (Synthese&nbsp;durch Knorpelzellen), in Blutgef\u00e4ssen&nbsp;(Synthese durch \nglatte Muskelzellen*&nbsp;und Endothelzellen*), in den Nieren,&nbsp;der Lunge und \nder Milz. MGP hemmt&nbsp;die Verkalkung der Weichteilgewebe,&nbsp;indem es Calcium\n bindet.<\/li><li>Gas6 (growth arrest-specific gene 6&nbsp;protein) ist ein \nVitamin-K-abh\u00e4ngiges&nbsp;Eiweiss, das von Leukozyten (Abwehrzellen)&nbsp;und \nDeckgewebezellen&nbsp;(Endothel- und Epithelzellen*) als&nbsp;Reaktion auf \nSch\u00e4digungen gebildet&nbsp;wird. Gas6 reguliert Zellprozesse wie&nbsp;die \nZellteilung, Zelldifferenzierung*&nbsp;und Zellmigration* und sch\u00fctzt \nZellen&nbsp;vor der Apoptose (dem programmierten&nbsp;Zelltod). Gas6 ist \nvermutlich u.a. an&nbsp;Reparaturprozessen in Blutgef\u00e4ssen,&nbsp;Augen (Linse, \nRetina), Nervenzellen,&nbsp;Thrombozyten, Nieren und Leber beteiligt.<sup>(1,4)<\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Qualitative Unterschiede zwischen Phyllochinon und Menachinon<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinsichtlich der Gamma-Carboxylierung&nbsp;Vitamin-K-abh\u00e4ngiger Eiweisse \nsind Phyllochinon&nbsp;und Menachinon gleichwertig.&nbsp;Menachinon hat dar\u00fcber \nhinaus aber&nbsp;besondere Eigenschaften. Menachinon&nbsp;hemmt die Kalkablagerung\n in den Arterien&nbsp;viel wirksamer als Phyllochinon, ist vorteilhaft&nbsp;f\u00fcr \nden Cholesterinspiegel, besitzt&nbsp;eine Antitumor-Aktivit\u00e4t in \nverschiedenen&nbsp;Krebszelllinien und beeinflusst den \nSteroidhormon-Stoffwechsel*: Wirksamkeiten,&nbsp;die mit Phyllochinon nicht \nnachgewiesen&nbsp;wurden.<sup>(1,2,5,6)<\/sup> Dabei ist Menachinon ein&nbsp;um den Faktor 15 st\u00e4rkeres Antioxidans&nbsp;als Phyllochinon.<sup>(1)<\/sup>\n In-vitro-Experimente&nbsp;legen zudem nahe, dass nur Menachinon&nbsp;eine \nentz\u00fcndungshemmende Aktivit\u00e4t&nbsp;besitzt und die Synthese von \nProstaglandin&nbsp;E2* hemmt.<sup>(1-3)<\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Untersuchungen haben gezeigt, dass&nbsp;Menachinon f\u00fcr die Gesundheit  von&nbsp;Knochen, Knorpeln und Blutgef\u00e4ssen&nbsp;wichtiger ist als Phyllochinon \u2013  auch weil&nbsp;sich Menachinon nach der Aufnahme&nbsp;besser in den K\u00f6rpergeweben  verteilt,&nbsp;w\u00e4hrend sich Phyllochinon vornehmlich&nbsp;in der Leber akkumuliert  und schnell ausgeschieden&nbsp;wird.<sup>(1,7)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Subklinischer Vitamin-K-Mangel weit verbreitet<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Risikogruppen f\u00fcr eine klinische \nVitamin-K-Defizienz, bei der lebensbedrohliche&nbsp;Blutungen auftreten \nk\u00f6nnen, sind (neugeborene)&nbsp;Babys, Personen, die \u00fcber lange&nbsp;Zeit \n(Breitband-) Antibiotika, \nBlutverd\u00fcnnungsmittel&nbsp;(Vitamin-K-Antagonisten)&nbsp;oder hohe Dosen \nSalicylate einnehmen,&nbsp;Personen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen \n(schlechte Vitamin-K-Aufnahme)&nbsp;und Personen, die parenteral&nbsp;ern\u00e4hrt* \nwerden.&nbsp;Bei den meisten Menschen ist die Blutgerinnung&nbsp;gl\u00fccklicherweise \nnormal.&nbsp;Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass&nbsp;ein subklinischer \n(chronischer) Vitamin-K-Mangel&nbsp;auch bei gesunden Kindern und&nbsp;Erwachsenen\n weit verbreitet ist.<sup>(1-3,8)<\/sup> Die&nbsp;Leber, die Vitamin K am \nwirksamsten aus&nbsp;dem Blut aufnimmt, wird ausreichend versorgt,&nbsp;um damit \nGerinnungsfaktoren zu&nbsp;bilden (erste Priorit\u00e4t), f\u00fcr andere \nGewebe,&nbsp;darunter Knochen und Blutgef\u00e4\u00dfe, bleibt&nbsp;jedoch zu wenig Vitamin K\n \u00fcbrig. Die&nbsp;Thromboplastin-Zeit* ist normal und die&nbsp;Gerinnungsfaktoren \nsind nahezu vollst\u00e4ndig&nbsp;carboxyliert. Der Anteil \nnicht-carboxylierten&nbsp;Osteokalzins und MGPs im Blut&nbsp;kann dagegen \nerheblich sein, vor allem&nbsp;bei \u00e4lteren Menschen, was indiziert, dass&nbsp;der \nVitamin-K-Gehalt in Knochengewebe,&nbsp;Knorpeln und Blutgef\u00e4\u00dfen \nsuboptimal&nbsp;ist. Die Bestimmung des Blutspiegels von&nbsp;carboxyliertem und \nnicht-arboxyliertem&nbsp;Osteokalzin ist ein empfindlicherer Indikator&nbsp;f\u00fcr \nden Vitamin-K-Status als die Gerinnungsfaktoren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt immer mehr Beweise daf\u00fcr, dass eine h\u00f6here Vitamin-K-Einnahme  \u2013 insbesondere&nbsp;von Menachinon \u2013 bei gesunden&nbsp;Erwachsenen zur Pr\u00e4vention  von Osteoporose,&nbsp;Osteoarthritis und Herz- und&nbsp;Gef\u00e4\u00dfkrankheiten  beitr\u00e4gt. Allerdings&nbsp;bleibt die Frage, ob der Mensch das  ben\u00f6tigte&nbsp;Vitamin K einfach aus seiner Nahrung&nbsp;gewinnen kann. Die  Alternative ist ein&nbsp;Vitamin-K-Nahrungserg\u00e4nzungsmittel. Bei&nbsp;Anwendung  eines hochdosierten Vitamin-K-Erg\u00e4nzungspr\u00e4parats sinkt der Anteil&nbsp;an  nicht-carboxyliertem Osteokalzin und&nbsp;MGP meist auf unter 5%.<sup>(3)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K h\u00e4lt die Knochen stark<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein subklinischer Vitamin K-Mangel bedingt&nbsp;wahrscheinlich einen  schnelleren&nbsp;(altersbezogenen) Knochenschwund&nbsp;\u2013 auch bei M\u00e4nnern \u2013 und  eine erh\u00f6hte&nbsp;Gefahr osteoporotischer Frakturen.<sup>(1-3,9,10)&nbsp;<\/sup>Bei  Personen, die aufgrund von Osteoporose&nbsp;einen Knochenbruch erleiden,  kann&nbsp;der Vitamin-K-Spiegel mehr als 70% unter&nbsp;dem normalen Blutspiegel  liegen. Am&nbsp;Menschen durchgef\u00fchrte Beobachtungsstudien*&nbsp;zeigen, dass eine  h\u00f6here Vitamin-K-Einnahme mit der Nahrung (und ein&nbsp;niedrigerer Anteil  nicht-carboxyliertes&nbsp;Osteokalzin) die Knochenmineraldichte&nbsp;beg\u00fcnstigt  und die Gefahr eines beschleunigten Knochenschwunds und von  Osteoporose&nbsp;und Knochenbr\u00fcchen senkt, vor&nbsp;allem bei Frauen in der  Postmenopause.<sup>(2,3,12-14)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zusammenhang zwischen Natto-Verzehr und Knochenqualit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Postmenopausale japanische Frauen, die&nbsp;viel Natto essen, haben einen  viel h\u00f6heren&nbsp;MK-7-Serumspiegel und erleiden&nbsp;signifikant seltener eine  H\u00fcftfraktur als&nbsp;postmenopausale Frauen, die wenig oder&nbsp;kein Natto essen.<sup>(2,14)<\/sup>  Im Vergleich zu Altersgenossinen,&nbsp;die dieses Nahrungsmittel&nbsp;nicht  verzehren, haben postmenopausale&nbsp;Frauen mit hohem Natto-Konsum  eine&nbsp;h\u00f6here Knochenmineraldichte.<sup>(1,15)<\/sup> Dass&nbsp;H\u00fcftfrakturen in  Japan signifikant seltener&nbsp;auftreten als in westlichen L\u00e4ndern,&nbsp;ist  wahrscheinlich auch dem Verzehr&nbsp;von Natto zu verdanken.<sup>(16)<\/sup>&nbsp;Natto  enth\u00e4lt&nbsp;ca. 10 Mikrogramm Menachinon-7 pro&nbsp;Gramm und hat grossen  Einfluss auf den&nbsp;Vitamin-K-Status. Die Einnahme von Menachinon-7 f\u00fchrt  im Vergleich zur gleichen&nbsp;Menge Phyllochinon zu einer st\u00e4rkeren&nbsp;Zunahme  an carboxyliertem Osteokalzin.&nbsp;In Tierstudien wurde nachgewiesen,&nbsp;dass  Menachinon durch Hemmung der&nbsp;Knochenaufl\u00f6sung und Stimulierung  der&nbsp;Knochenmineralisierung viel st\u00e4rker vor&nbsp;der altersbedingten Abnahme  der Knochenmasse sch\u00fctzt als Phyllochinon.<sup>(14)&nbsp;<\/sup>Die  Nahrungserg\u00e4nzung mit MK-7 brachte&nbsp;den Prozess des Knochenabbaus in  einem&nbsp;Tiermodell f\u00fcr die postmenopausale Osteoporose&nbsp;vollst\u00e4ndig zum  Stillstand.<sup>(1)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Intervention mit Vitamin K<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Interventionsstudien* deuten&nbsp;auf eine g\u00fcnstige Wirkung \nder Nahrungserg\u00e4nzung&nbsp;mit Vitamin K auf die&nbsp;Knochendichte \u00e4lterer \nMenschen hin, insbesondere&nbsp;bei postmenopausalen Frauen.<sup>(1,2,17,18)<\/sup>\n In der \u201eMaastricht Osteostudy\u201c&nbsp;wurden 188 postmenopausale Frauen \nim&nbsp;Alter von 50 bis 60 Jahren drei Jahre lang&nbsp;mit Erg\u00e4nzungspr\u00e4paraten \nbehandelt.<sup>(17)<\/sup> Die erste Gruppe erhielt ein Placebo,&nbsp;die \nzweite Gruppe Vitamin D (8 \u03bcg pro&nbsp;Tag) und Mineralstoffe (500 mg \nCalcium,&nbsp;150 mg Magnesium und 10 mg Zink pro&nbsp;Tag), die dritte Gruppe \nerhielt Vitamin D3,&nbsp;Mineralstoffe und zum Schluss 1 mg Vitamin&nbsp;K1 pro \nTag. Nur in der letzten Gruppe&nbsp;nahm der Knochenverlust im \nOberschenkelknochen&nbsp;im Vergleich zu den anderen&nbsp;Gruppen weniger schnell \nab (um 35 bis&nbsp;40%); eine vollst\u00e4ndige Verhinderung des&nbsp;Knochenabbaus war\n durch die Nahrungserg\u00e4nzung&nbsp;nicht m\u00f6glich.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Japan werden viele postmenopausale&nbsp;Frauen mit hohen Dosen  (synthetischem)&nbsp;MK-4 behandelt (45 mg pro Tag), nachdem&nbsp;klinische  Studien gezeigt hatten, dass&nbsp;MK-4 die weitere Abnahme der  Knochenmineraldichte&nbsp;verlangsamt oder sogar&nbsp;stoppt und das Risiko f\u00fcr  Knochenbr\u00fcche&nbsp;signifikant senkt.<sup>(1,2,18,19)<\/sup> Die Menachinon-Dosis ist recht hoch. Wird MK-7 angewendet,&nbsp;reicht eine viel geringere Menachinon-Dosis aus.<sup>(20)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitamin K f\u00fcr geschmeidige Knorpel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Matrix-Gla-Protein (MGP) ist das erste k\u00f6rpereigene Eiwei\u00df, von dem  in-vivo (im Tierversuch) nachgewiesen wurde, dass es die Kalkablagerung  in der extrazellul\u00e4ren Matrix von Weichteilgeweben (darunter Knorpeln)  verlangsamt. Vitamin K wurde im Hinblick auf Knorpel bisher wenig  untersucht. In einer Beobachtungsstudie* wurde ein Zusammenhang zwischen  einem niedrigen Vitamin-K-Status und Osteoarthritis in Hand und Knie  festgestellt.<sup>(21)<\/sup> Klinische Studien zur Wirksamkeit der Vitamin-K-Erg\u00e4nzungbei Osteoarthritis und in der Osteoarthritis-Pr\u00e4vention fehlen noch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hemmung der Kalkablagerung in der Gef\u00e4\u00dfwand<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vitamin-K-abh\u00e4ngige Matrix-Gla-Protein ist f\u00fcr den Erhalt \ngeschmeidiger Arterien essentiell, da es Kalkablagerungen in der \nGef\u00e4\u00dfwand (sowohl in der Tunica intima* als auch in der Tunica media*) \nverhindert. Transgene MGP-defiziente M\u00e4use* entwickeln aus diesem Grund \nin k\u00fcrzester Zeit und in gro\u00dfem Umfang Verkalkungen in den gro\u00dfen \nSchlagadern und sterben fr\u00fchzeitig durch eine Aortenruptur in der Brust-\n oder Bauchh\u00f6hle.<sup>(2)<\/sup> Der Vitamin-K-Antagonist Warfarin \nverursacht bei Ratten Verkalkungen der Schlagadern und Herzklappen, da \nMGP unzureichend carboxyliert wird und deshalb unwirksam ist.<sup>(1)<\/sup>\n Bei den Tieren handelte es sich um die M\u00f6nckeberg\u2018sche Mediasklerose, \nf\u00fcr die Kalkeinlagerungen in die mittlere Arterienwand (Tunica media) \nkennzeichnend sind. Die M\u00f6nckeberg-Sklerose tritt vor allem bei \u00e4lteren \nMenschen und Personen mit Diabetes oder Nierenerkrankungen auf. Die \nKalkablagerungen (umgeben von nicht-carboxyliertem MGP) beginnen rund um\n die Elastinfasern und dehnen sich danach aus. Die Verabreichung hoher \nDosen Vitamin K an Ratten machte die Kalkeinlagerung in die Tunica media\n teilweise r\u00fcckg\u00e4ngig, wodurch die Elastizit\u00e4t der Arterien wieder \nzunahm.<sup>(22)<\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht-carboxyliertes MGP wurde auch bei verkalkten  atherosklerotischen Plaques in der Tunica intima (innere Schicht) der  Gef\u00e4\u00dfwand gefunden.<sup>(1,3,23,24)<\/sup> In gesunden Arterien tritt  jedoch ausschlie\u00dflich carboxyliertes MGP auf. Eine schwere Verkalkung  atherosklerotischer Plaques erh\u00f6ht das Risiko auf Herzinfarkt und  Schlaganfall, w\u00e4hrend eine Verkalkung der Tunica media vor allem zu  einer Versteifung der Arterien f\u00fchrt, die zur Dysfunktion der linken  Herzkammer und zu Herzversagen beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Menachinon sch\u00fctzt die Gef\u00e4\u00dfwand<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In epidemiologischen Studien wurde eine positive Assoziation zwischen\n dem Gehalt an nicht-carboxyliertem (inaktivem) MGP oder Vitamin K im \nBlut und dem Ausma\u00df der Arterien- bzw. Gef\u00e4\u00dfverkalkung gefunden.<sup>(1-3,30)<br> <\/sup><br>\n Forscher der Rotterdam-Studie, einer prospektiven Kohortenstudie* mit \n4807 Versuchspersonen im Alter von 55 und mehr Jahren, entdeckten, dass \neine h\u00f6here Einnahme von Menachinon mit der Nahrung (\u00fcber 32,7 \nMikrogramm pro Tag), nicht aber eine h\u00f6here Einnahme von Phyllochinon, \nmit einer signifikant geringeren Verkalkung der Aorta und einem \nsignifikant&nbsp;geringeren Risiko auf eine Koronarerkrankung und \nSterblichkeitsrisiko assoziiert ist. <sup>(25)<\/sup> Dies legt nahe, \ndass Menachinon einen viel besseren Schutz vor Herz- und \nGef\u00e4\u00dfkrankheiten bietet als Phyllochinon. In einem Tiermodell f\u00fcr \nArterienverkalkung konnte die Nahrungserg\u00e4nzung mit Vitamin K2 die \nVerkalkung der Schlagadern v\u00f6llig verhindern, wohingegen Vitamin K1 nur \nwenig Wirkung zeigte.<sup>(3)<\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K1 scheint eine gr\u00f6\u00dfere Schutzwirkung zu haben, wenn es mit  anderen N\u00e4hrstoffen kombiniert wird. In einer drei Jahre dauernden  klinischen Studie mit 108 postmenopausalen Frauen f\u00fchrte die  Nahrungserg\u00e4nzung mit Vitamin K1 (1 mg\/Tag) in Kombination mit Vitamin D  (8 \u03bcg\/Tag), Calcium, Zink und Magnesium zu einer signifikant geringeren  Verkalkung der Halsschlagader.<sup>(23)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">MK-7 \u00fcberlegen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beste Methode zur Verbesserung des Vitamin-K-Status ist der \nVerzehr von Natto oder die Einnahme eines Vitamin-K-Erg\u00e4nzungsmittels \nmit MK-7.<sup>(1,3,7,20)<\/sup> Menachinon-7 ist Phyllochinon und MK-4 in vielerlei Hinsicht \u00fcberlegen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Menachinon\n wird aus der Nahrung viel effizienter aufgenommen als Phyllochinon; die\n Aufnahme von MK-7 ist 10x besser als die Aufnahme von Phyllochinon aus \npflanzlichen Lebensmitteln.<\/li><li>Menachinon wird in den \nK\u00f6rpergeweben viel besser verteilt als Phyllochinon, das sich nach der \nAufnahme haupts\u00e4chlich in der Leber akkumuliert.<\/li><li>Menachinon ist f\u00fcr die Gesundheit von Knochen und Blutgef\u00e4ssen folgenreicher als Phyllochinon.<\/li><li>Menachinon hat einzigartige gesundheitsf\u00f6rdernde Eigenschaften, die Phyllochinon fehlen.<\/li><li>MK-7\n ist viel l\u00e4nger wirksam als MK-4 und Phyllochinon: Die Halbwertszeit im\n Serum betr\u00e4gt f\u00fcr MK-4 nur 1 Stunde, f\u00fcr Phyllochinon 1,5-7,5 Stunden \nund f\u00fcr MK-7 sogar 56 Stunden. Die Einnahme von MK-7 f\u00fchrt zu einem viel\n besseren und gleichm\u00e4\u00dfigeren Vitamin-K-Status.<\/li><li>MK-7 stammt aus\n nat\u00fcrlicher Quelle (Bakterien). Das in Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln \nenthaltene Vitamin K1 und MK-4 wird (zumeist) synthetisch hergestellt.<\/li><li>Aufgrund\n der langen Halbwertszeit und der guten Verteilung in allen betreffenden\n Geweben ist MK-7 in viel&nbsp;geringerer Dosis wirksam (rund 50 Mikrogramm \npro Tag) als Phyllochinon oder MK-4.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nutzen der Nahrungserg\u00e4nzung mit MK-7<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Meinung von Wissenschaftlern ist eine t\u00e4gliche \nVitamin-K-Aufnahme von 200 bis 500 \u03bcg \u00fcber die Nahrung erforderlich, um \neinen guten Vitamin-K-Status zu erreichen (optimale Carboxylierung von \nOsteokalzin); dabei ist der Vitamin-K-Bedarf \u00e4lterer Menschen h\u00f6her als \nder (junger) Erwachsener.<sup>(26)<\/sup> Es ist schwierig, ausreichend \nVitamin K aus der Nahrung zu beziehen, vor allem, wenn es sich um das \nwichtige Menachinon handelt. Das bedeutet, dass grunds\u00e4tzlich jeder von \neiner Nahrungserg\u00e4nzung mit MK-7 profitieren kann, insbesondere Kinder \nim Wachstum<sup>(8)<\/sup>, Frauen \u00fcber 40 Jahre und Personen mit \nerh\u00f6htem Risiko, an kardiovaskul\u00e4ren Krankheiten und Osteoporose zu \nerkranken. Ausdauersportler<sup>(27)<\/sup>, Personen mit einer Nierenerkrankung, Fettaufnahmest\u00f6rung, Anorexia nervosa<sup>(28)<\/sup> oder Diabetes mellitus<sup>(29)&nbsp;<\/sup>und\n Personen, die bestimmte Arzneimittel einnehmen (Corticosteroide, \nBreitband-Antibiotika, Leuprolid, Sulfonamide, Chinin, Chinidin, \nSalicylate, Antikonvulsiva wie z.B. Phenobarbital, Phenytoin, \nCarbamazepin, die gallens\u00e4urenbindenden Harze Colestyramin und \nColestipol) profitieren ebenfalls von einer Vitamin-K2-Erg\u00e4nzung. Die \nEinnahme hoher Dosen Vitamin A oder Vitamin E (&gt; 800 IU pro Tag) \nerh\u00f6ht den Vitamin-K-Bedarf.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vitamin K ist normalerweise unbedenklich und hat bei hohen  Dosierungen keine Nebenwirkungen. In L\u00e4ndern wie Japan, Korea, Thailand  und Taiwan hat man schon viele Jahre Erfahrung mit hohen Dosierungen von  45 mg MK-4 pro Tag. Die Gerinnungsneigung zeigt keine abnormale Zunahme  (die Gerinnungseiweisse sind normaler weise bereits fast vollst\u00e4ndig  carboxyliert). MK-7 wirkt in viel geringeren&nbsp;Dosen als MK-4 und Vitamin  K1. Personen, die eine bestimmte Klasse orale Antikoagulantien  (Vitamin-K-Antagonisten, wie z.B. Warfaran) einnehmen, sollten vor der  Einnahme eines Vitamin-K2-Nahrungserg\u00e4nzungsmittels zuerst mit einem  Arzt sprechen.<sup>(1,17)<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erl\u00e4uterung der Begriffe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beobachtungsstudie&nbsp;<\/strong>\u2013 Untersuchung, bei der keine Intervention \noder experimentelle Behandlung erfolgt (Beispiel: Prospektive \nKohortenstudie, siehe dort).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Carboxylgruppe<\/strong> \u2013 Baugruppe einer organischen Verbindung, \nbestehend aus einem Kohlenstoffatom, zwei Sauerstoffatomen und einem \nWasserstoffatom (-COOH).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Co-Faktor\/Co-Enzym<\/strong> \u2013 kleine Komponente (beispielsweise ein \nMineralstoff oder Vitamin), die erforderlich ist, damit ein Enzym seine \nFunktion erf\u00fcllen kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Endothelzellen<\/strong> \u2013 Zellschicht, die die Innenseite von Organen oder Hohlr\u00e4umen (H\u00f6hlen) auskleidet,z.B. in Blutgef\u00e4ssen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Epithelzellen<\/strong> \u2013 Zellschicht, die die Aussenseite von Organen, Darm und Gallenblase umkleidet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Glatte Muskelzellen<\/strong> \u2013 Muskelzellen in Blutgef\u00e4ssen und \nOrganen, die von selbst (unwillk\u00fcrlich) kontrahieren und nicht bewusst \nangesteuert werden k\u00f6nnen wie z.B. Skelettmuskeln (die&nbsp;aus \nquergestreiften Muskelzellen bestehen).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Glutamat<\/strong> \u2013 negatives Ion der (sauren) Aminos\u00e4ure Glutamins\u00e4ure.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Interventionsstudie&nbsp;<\/strong>\u2013 ein Experiment, bei dem die Wirkung \neiner bestimmten Behandlung an ausgesuchten Versuchspersonen untersucht \nwird; meistens wird die Wirkung einer (neuen) Behandlung mit einer \nStandardbehandlung oder einer Placebogruppe verglichen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Odontoblasten<\/strong> \u2013 spezialisierte Zellen im Inneren des Zahns, die Zahngewebe (Dentin\/Zahnbein) aufbauen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Osteoblasten<\/strong> \u2013 spezialisierte Zellen, die Knochengewebe aufbauen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Parenterale Ern\u00e4hrung<\/strong> \u2013 Ern\u00e4hrung, die \u00fcber ein Katheter (d\u00fcnnes biegsames R\u00f6hrchen) in eine grosse K\u00f6rpervene erfolgt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prospektive Kohortenstudie<\/strong> \u2013 eine Kohorte ist eine Gruppe von \nPersonen, die Gegenstand einer Untersuchung ist; prospektiv \nbedeutet,&nbsp;dass diese Personen \u00fcber eine bestimmte Zeit (in die Zukunft) \nverfolgt werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prostaglandin E2<\/strong> \u2013 lokal wirksamer hormonartiger Stoff, \nabgeleitet von der mehrfach unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4ure Arachidons\u00e4ure, der \nin die Blutgerinnung und das Entz\u00fcndungsgeschehen eingreift und bei \nzahlreichen Erkrankungen eine Rolle spielt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Steroidhormone<\/strong> \u2013 Hormone, die mit Cholesterin verwandt sind, darunter Sexualhormone und Hormone der Nebennierenrinde.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Thromboplastin-Zeit<\/strong> \u2013 ein Mass, das angibt, wie lange es dauert, bis im menschlichen Blut Fibrin gebildet wird (Blutgerinnung).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Transgene MGP-defiziente M\u00e4use&nbsp;<\/strong>\u2013 genmanipulierte M\u00e4use, die kein MGP (Matrix-Gla-Protein) bilden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tunica intima<\/strong> \u2013 innerste Schicht der Blutgef\u00e4sswand, aufgebaut aus Endothelzellen und von einer elastischen Schicht gest\u00fctzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Tunica media<\/strong> \u2013 mittlere Schicht der Blutgef\u00e4sswand, aufgebaut aus glatten Muskelzellen und einem elastischen Gewebe.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zelldifferenzierung<\/strong> \u2013 Prozess, bei dem sich Stammzellen \nspezialisieren; Prozess, bei dem sich Zellen in Form und Funktion immer \nweiter ausdifferenzieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zellmigration&nbsp;<\/strong>\u2013 die Bewegung von Zellen in eine bestimmte Richtung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literaturverweise<\/h4>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Kaneki M, Hosoi T, Ouchi Y et al. 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