{"id":4213,"date":"2020-02-21T14:15:34","date_gmt":"2020-02-21T13:15:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4213"},"modified":"2020-04-03T13:10:13","modified_gmt":"2020-04-03T11:10:13","slug":"osteoporose-und-die-aufnahme-von-vitamin-k","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/krankheiten\/osteoporose-und-die-aufnahme-von-vitamin-k\/","title":{"rendered":"Osteoporose und die Aufnahme von Vitamin K"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osteoporose hat neben zu hohen Hcy-Werten sehr viel mit Vitamin D und Vitamin K zu tun.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bedeutung von Vitamin K f\u00fcr die Knochengesundheit, sowie die \nWirksamkeit bei der Osteoporoseprophylaxe und -therapie wurde in \nverschiedenen Studien festgestellt. In Japan z\u00e4hlt Vitamin K zu den \nmeistverordneten Arzneimitteln bei Osteoporose.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein subklinischer Vitamin K-Mangel bedingt vermutlich einen \nschnelleren, altersbezogenen Knochenschwund und eine erh\u00f6hte Gefahr \nosteoporotischer Frakturen. Bei Personen, die aufgrund von Osteoporose \neinen Knochenbruch erleiden wurde, verglichen mit gesunden Personen, ein\n bis zu 70 % niedrigerer Vitamin K-Spiegel im Blut festgestellt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Epidemiologische Studien zeigten, dass eine h\u00f6here Vitamin K-Zufuhr \n(und ein niedrigerer Anteil uncarboxyliertes Osteocalcin) die \nKnochendichte beg\u00fcnstigt und die Gefahr von Osteoporose und \nKnochenbr\u00fcchen reduziert. Die Nurses Health Study beobachtete \u00fcber \n72.000 Frauen f\u00fcr eine Dauer von zehn Jahren. Bei Senioren mit einer \nniedrigen Vitamin K-Aufnahme zeigte sich, dass eine suboptimale \nKnochendichte ein wichtiger Risikofaktor f\u00fcr die Entstehung von \nOsteoporose darstellt. Frauen mit h\u00f6herer Vitamin K-Zufuhr hatten ein 30\n % niedrigeres Risiko f\u00fcr H\u00fcftfrakturen als Frauen mit niedriger Vitamin\n K-Zufuhr. Eine Studie mit mehr als 800 \u00e4lteren M\u00e4nnern und Frauen, die \nim Rahmen der Framingham Heart Study f\u00fcr eine Dauer von sieben Jahren \nausgewertet wurde, stellte fest, dass M\u00e4nner und Frauen mit h\u00f6herer \nVitamin K-Zufuhr (250 \u00b5g\/Tag) ein 65 % geringeres Risiko f\u00fcr \nH\u00fcftfrakturen hatten als Personen mit niedriger Vitamin K-Zufuhr (50 \n\u00b5g\/Tag). Studien bei postmenopausalen Frauen zeigten, dass eine erh\u00f6hte \nZufuhr von Vitamin K mit einer Zunahme der Knochenbildung und einer \nVerlangsamung des Knochenverlusts einhergeht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanterweise zeigte sich, dass Probanden mit hohen Vitamin \nD-Werten sogar ein erh\u00f6htes Osteoporoserisiko aufwiesen, wenn sie einen \nVitamin K-Mangel aufwiesen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Studien zeigen eine g\u00fcnstige Wirkung der \nNahrungserg\u00e4nzung mit Vitamin K auf die Knochendichte, insbesondere bei \npostmenopausalen Frauen. In der Maastricht Osteostudy wurden 188 \npostmenopausale Frauen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren drei Jahre \nlang mit Erg\u00e4nzungspr\u00e4paraten behandelt. Die erste Gruppe erhielt ein \nPlacebo, die zweite Vitamin D und Mineralstoffe (Calcium, Magnesium und \nZink). Die dritte Gruppe erhielt neben Vitamin D und Mineralstoffen \nzus\u00e4tzlich Vitamin K1 (1 mg\/Tag). Nur in der dritten Gruppe war der \nKnochenverlust (Oberschenkel) verglichen mit den anderen Gruppen um 35 \nbis 40 % geringer. Vollst\u00e4ndig konnte der Knochenabbau jedoch nicht \nverhindert werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen finden Sie auch hier:\n<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Vitamin K (K1: Phyllochinon und K2: Menachinon)<\/strong> <\/li><li><strong><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/aus-der-forschung-vitamine\/vitamin-k2-neue-erkenntnisse\/\">Vitamin K2: Neue Erkenntnisse<\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/aus-der-forschung\/aus-der-forschung-vitamine\/vitamin-k2-neue-erkenntnisse\/\"> <\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Frauen sind st\u00e4rker von Osteoporose betroffen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frauen sind von der Osteoporose st\u00e4rker betroffen als M\u00e4nner, da ihr \nStoffwechsel in den Wechseljahren eine starke hormonelle Ver\u00e4nderung \ndurchmacht. Dies ist die Typ 1-Osteoporose und h\u00e4ngt mit der \nverringerten Hormonproduktion nach den Wechseljahren zusammen. Beim Typ 1\n verliert der schwammartige Teil der Knochen &#8211; die Spongiosa &#8211; einen&nbsp; \nTeil seiner Masse und wird dadurch br\u00fcchig. Die h\u00e4ufigsten Beschwerden \ntreten dabei an der Wirbels\u00e4ule auf, wo die Wirbelk\u00f6rper zusammensacken \noder brechen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Typ 2-Osteoporose tritt fast immer erst nach dem siebzigsten  Lebensjahr auf. Durch die Unterversorgung mit Kalzium und Vitamin D3 &#8211;  seit einiger Zeit wei\u00df man, dass auch Vitamin K beteiligt ist &#8211; d\u00fcnnt  der kompakte Teil des Knochens aus (Kompakta). Als Folge davon entstehen  bei geringer Belastung oder einem an sich harmlosen Sturz  Knochenbr\u00fcche, vor allem am Oberschenkelhals, am Unterarm und an den  Handgelenken. Diese Form der Osteoporose betrifft zunehmend auch die  M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Osteoporose ist keine akute Erkrankung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Osteoporose ist keine akute Erkrankung, sie entwickelt sich \nvielmehr \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum. Typische Fr\u00fchsymptome sind nicht \nbekannt, da die Krankheitsursache, also die Verringerung der \nKnochendichte, nicht mit konkreten und spezifischen Beschwerden \nverbunden ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gro\u00dfe Gefahr dieser Erkrankung liegt in den drohenden \nKnochenbr\u00fcchen, die schmerzhaft und langwierig verlaufen k\u00f6nnen. Doch \nbevor es so weit kommt, klagen Patienten mitunter bereits \u00fcber folgende \nSymptome von Osteoporose:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Akute R\u00fcckenschmerzen:<\/strong> \nDiese werden oft durch einen Bruch oder Einbruch eines Wirbelk\u00f6rpers \nverursacht. Der Betroffene h\u00f6rt mitunter dieses Frakturgeschehen sogar, \nindem er ein Brechen oder Knacken akustisch wahrnimmt, das von \nstechenden Schmerzen begleitet wird.<\/li><li><strong>Chronische Schmerzen: <\/strong>Aufgrund\n der Fehlstatik des Skelettes durch mehrere Br\u00fcche der Wirbelk\u00f6rper \nkommt es zu permanentem Schmerzempfinden. Daraus resultiert eine Fehl- \noder \u00dcberbelastung des Bewegungsapparates, da der Patient automatisch \nversucht, eine &#8211; schmerzfreie &#8211; Schonhaltung einzunehmen. \nMuskelverspannungen und -reizungen sind die Folge.<\/li><li><strong>Verringerung der Gr\u00f6\u00dfe:<\/strong>\n Das Zusammenbrechen der Wirbelk\u00f6rper f\u00fchrt nicht nur zu Schmerzen, es \nwirkt sich auch direkt auf die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe aus. Der Patient kann um bis \nzu vier Zentimeter kleiner werden! Der Rumpf wird also verk\u00fcrzt, und \ndadurch kann der Beckenkamm vom R\u00fcckenbogen ber\u00fchrt werden, was \nebenfalls zu Schmerzen f\u00fchrt. Nicht betroffen ist der Abstand zwischen \nFu\u00df und H\u00fcfte sowie zwischen den Armen, dieser bleibt konstant.<\/li><li><strong>Das Tannenbaumph\u00e4nomen:<\/strong>\n Aufgrund des Gr\u00f6\u00dfenverlustes und der damit verbundenen Fehlhaltungen \nbilden sich Hautfalten, die sich am R\u00fccken und auch an den Flanken \nbefinden k\u00f6nnen.<\/li><li><strong>Das Osteoporose-B\u00e4uchlein:<\/strong> Dieses \nSymptom ist ebenfalls eine Folge der Verk\u00fcrzung der Wirbels\u00e4ule. Der \nBauch w\u00f6lbt sich dadurch nach vorne. In besonders schlimmen F\u00e4llen wird \ndadurch der Brustkorb so stark verformt, dass der Patient \nSchwierigkeiten beim Atmen hat.<\/li><li><strong>Das Baastrup-Syndrom: <\/strong>Die\n Wirbelk\u00f6rper werden kleiner, das f\u00fchrt zu einer Ber\u00fchrung der \nDornforts\u00e4tze an der Wirbels\u00e4ule und verursacht dadurch Schmerzen.<\/li><li><strong>Der Witwenbuckel:<\/strong>\n Die Brustwirbel brechen keilf\u00f6rmig ein, dadurch bildet sich der f\u00fcr die\n Osteoporose typische Rundr\u00fccken. Diese landl\u00e4ufig als Witwer- oder \nWitwenbuckel bezeichneten Rundr\u00fccken sind typische Symptome von \nOsteoporose.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osteoporose ist zwar nicht heilbar, kann aber  durch einen gesunden Lebensstil und ausreichend Bewegung vermieden oder  hinausgez\u00f6gert werden. Auch muss nicht jedes der oben erw\u00e4hnten Symptome  unbedingt auf eine Osteoporose hinweisen &#8211; beim leisesten Verdacht  sollten Sie aber dennoch einen Arzt aufsuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osteoporose hat neben zu hohen Hcy-Werten sehr viel mit Vitamin D und Vitamin K zu tun. Die Bedeutung von Vitamin K f\u00fcr die Knochengesundheit, sowie die Wirksamkeit bei der Osteoporoseprophylaxe und -therapie wurde in verschiedenen Studien festgestellt. In Japan z\u00e4hlt Vitamin K zu den meistverordneten Arzneimitteln bei Osteoporose. 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