{"id":4150,"date":"2020-02-21T09:54:01","date_gmt":"2020-02-21T08:54:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4150"},"modified":"2020-04-03T13:32:51","modified_gmt":"2020-04-03T11:32:51","slug":"ist-hiv-wirklich-die-ursache-von-aids","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/immunschwaeche\/ist-hiv-wirklich-die-ursache-von-aids\/","title":{"rendered":"Ist HIV wirklich die Ursache von AIDS?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Exklusiv\u2013Interview mit Eleni Papadopulos\u2013Eleopulos <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>von Christine Johnson aus continuum Vol. 5,  No. 1, Herbst 1997, S. 8 \u2013 19, \u00fcbersetzt von Bernd Hau\u00dfer, Im Rauhmaier  1, D-71717 Beilstein, \u00fcberarbeitet von Christian Joswig, An der  Wei\u00dfbach 41, D-01920 Steina <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eleni Papadopulos\u2013Eleopulos<\/strong>\n ist Biophysikerin. Sie leitet eine Gruppe von HIV\/AIDS\u2013Wissenschaftlern\n in Perth\/Westaustralien. In den vergangenen mehr als zehn Jahren haben \nsie und ihre Kollegen viele wissenschaftliche Arbeiten ver\u00f6ffentlicht, \nwelche die HIV\/AIDS\u2013Hypothese in Frage stellen. Dieses Interview befasst\n sich mit diesen Arbeiten, besonders mit den Ansichten ihrer Gruppe \u00fcber\n das &#8222;AIDS\u2013Virus&#8220; selbst.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Christine Johnson<\/strong> ist Mitglied von  MENSA und freie Wissenschaftsjournalistin in Los Angeles, USA. Sie ist  Wissenschafts-Informations-Koordinatorin von HEAL\/Los Angeles, geh\u00f6rt  zum Beirat von Continuum Magazin und sie ist Redakteurin bei  &#8222;Reappraising AIDS&#8220;. Sie hat einen weiten Hintergrund in Medizin-,  Gesetzes- und Bibliotheks-Recherchen. Sie ist von dem Wunsch motiviert,  die Wahrheit \u00fcber AIDS herauszufinden. Ihr besonderes Augenmerk richtet  sie darauf, Informationen aus unverst\u00e4ndlichen (oder unbekannten)  Fachwissenschaftsjournalen f\u00fcr Laien zug\u00e4nglich zu machen. W\u00e4hrend der  vergangenen vier Jahre verfolgte sie das Ergehen der Gruppe von Perth  und schrieb kritische Artikel \u00fcber die HIV-Antik\u00f6rpertests, die weltweit  publiziert wurden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Es gibt keinen Beweis, da\u00df HIV zu AIDS f\u00fchrt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp;&nbsp; Eleni, vielen Dank f\u00fcr Ihre Einwilligung zu diesem Interview.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp;&nbsp; Gerne.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp;&nbsp; F\u00fchrt HIV zu AIDS?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp;&nbsp; Es gibt keinen Beweis, dass HIV zu AIDS f\u00fchrt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp;&nbsp; Warum nicht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp;&nbsp; Aus vielen Gr\u00fcnden. Am wichtigsten: Es gibt keinen Beweis, dass das HIV \u00fcberhaupt existiert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das ist eine ziemlich k\u00fchne und unglaubliche Behauptung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong>&nbsp; Das stimmt. Nichtsdestoweniger haben mich meine Forschungen zu dieser Schlussfolgerung gef\u00fchrt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Aber haben Montagnier und Gallo das Virus nicht isoliert? Damals in den fr\u00fchen achtziger Jahren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein. In den von diesen beiden \nForschergruppen in der Zeitschrift Science ver\u00f6ffentlichten Arbeiten \nfindet man keinen Beweis f\u00fcr die Isolation eines Retrovirus von \nAIDS\u2013Patienten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Aber sie sagen, sie h\u00e4tten ein Virus isoliert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es kommt auf die Interpretation der Daten an.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Vielleicht sollten Sie erkl\u00e4ren, wie Sie zu dieser ziemlich radikalen Sicht kommen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was ist ein Virus? Ein Virus ist ein mikroskopisches Teilchen, das sich innerhalb einer Zelle reproduziert.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp;\n Ich denke, wir beginnen am einfachsten mit der Frage: &#8222;Was ist ein \nVirus?&#8220; Die Antwort lautet ganz simpel: Ein Virus ist ein \nmikroskopisches Partikel (Teilchen), das sich innerhalb einer Zelle \nreproduziert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Tun das Bakterien nicht auch?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie k\u00f6nnen es. Aber es gibt einen sehr\n wichtigen Unterschied: Bakterien sind nicht auf die Replikation \ninnerhalb einer Zelle angewiesen, Viren dagegen sehr wohl. Wissen Sie, \nwas Bakterien aus einer befallenen Zelle oder von einer unbelebten \nNahrungs- und Energiequelle aufnehmen, das wird alles innerhalb der \nbakteriellen Zelle zur n\u00e4chsten Bakteriengeneration zusammengef\u00fcgt. So \nvermehren sich auch unsere menschlichen Zellen. Viren k\u00f6nnen das aber \nnicht tun. Die Viruspartikel bestehen in Wirklichkeit aus nichts mehr \nals aus ein paar Proteinen, die um ein St\u00fcck RNS oder DNS geschn\u00fcrt \nsind, aber ohne die zur Replikation n\u00f6tige Maschinerie.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; W\u00e4hrend also eine Zelle einer Fabrik gleicht, entspricht ein Virus einem Bauplan, der sich eine Fabrik suchen muss?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ich kann keinen besseren Vergleich finden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und wie vermehrt sich ein Virus?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es muss in eine Zelle eindringen. Dazu\n verbindet sich die sch\u00fctzende H\u00fclle der Viruspartikel mit der \nZellmembran und dann schl\u00fcpft das Partikel in die Zelle hinein. Einmal \ndrinnen mit Hilfe der Zell-Stoffwechselmaschinerie, wird das \nViruspartikel zerlegt. Dann werden mit Hilfe eben dieser Maschinerie \ngetrennte St\u00fccke von neuem Virus synthetisiert. Schlie\u00dflich werden alle \nViruskomponenten zusammengesetzt und die neuen Viruspartikel treten \nheraus.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Wo heraus?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Entweder zerst\u00f6rt das Virus die Zelle \noder, wie es bei den Retroviren der Fall ist, die Viruspartikel haben \neine friedlichere Weise des Austretens durch Knospung aus der \nZellmembran. Aber nicht so beim HIV. Anders als bei Retroviren \u00fcblich, \nwird gesagt, HIV zerst\u00f6re die Zellen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Gut. Was von den HIV-Partikeln? Sie behaupten, das seien keine Viren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Um die Existenz eines Virus zu  beweisen, m\u00fcssen Sie dreierlei tun. Als erstes Zellen kultivieren und  ein Partikel finden, von dem Sie annehmen, es handle sich um ein Virus.  Es ist einleuchtend, dass das Partikel einem Virus wenigstens \u00e4hnlich  sehen sollte. Zweitens m\u00fcssen Sie eine Methode finden, wie Sie diese  Partikel f\u00fcr sich allein bekommen, so dass Sie sie zerlegen und ihre  Bestandteile analysieren k\u00f6nnen. Und dann m\u00fcssen Sie &#8211; drittens &#8211;  beweisen, dass die Partikel getreue Kopien von sich selbst erzeugen  k\u00f6nnen, mit anderen Worten, dass sie sich replizieren (vermehren)  k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Man mu\u00df beweisen, da\u00df die Partikel, die man als Virus bezeichnet, wirklich Kopien von sich selbst erzeugen k\u00f6nnen.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Kann man nicht einfach durch ein Mikroskop schauen und sagen: Da ist ein Virus in der Kultur?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein, das geht nicht. Darum dreht sich\n die ganze Virusfrage. Nicht jedes Partikel, das wie ein Virus aussieht,\n ist auch ein Virus. Man muss beweisen, dass die Partikel, die man als \nVirus bezeichnet, wirklich Kopien von sich selbst erzeugen k\u00f6nnen. Keine\n Replikation \u2013 kein Virus. Tut mir leid, aber das ist ein extrem \nwichtiger Punkt. Niemand, und besonders nicht die Virologen, darf das \nignorieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das erscheint logisch. Ich halte es kaum f\u00fcr \nm\u00f6glich, dass man durch Infektion mit einem Partikel krank wird, das \nsich nicht vermehren kann.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Genau.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wo ist dann die AIDS\u2013Forschung fehlgelaufen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es handelt sich weniger um die Frage, \nwo die Forschung fehlging. Die Frage lautet eher: Was wurde ausgelassen?\n Aus irgendeinem unbekannten Grund wurde die jahrzehntealte Methode \nretroviraler Isolation, die zum Studium tierischer Retroviren entwickelt\n wurde, nicht befolgt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Jetzt w\u00e4re eine n\u00e4here Erl\u00e4uterung \u00fcber Retroviren angebracht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Richtig. Wie Sie wahrscheinlich \nwissen, soll HIV ein Retrovirus sein. Retroviren sind unglaublich \nwinzige, fast kugelf\u00f6rmige Partikel, die&#8230;\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie winzig sind sie?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Hundert Nanometer im Durchmesser.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie winzig ist das?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Ein Zehntausendstel Millimeter. Millionen von ihnen w\u00fcrden auf einen Stecknadelkopf passen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie kann man so etwas Winziges \u00fcberhaupt sehen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Man braucht dazu ein  Elektronen-Mikroskop. Damit k\u00f6nnen wir die Gr\u00f6\u00dfe und Form retroviraler  Partikel erkennen. Sie sind fast rund, haben eine \u00e4u\u00dfere H\u00fclle, die mit  &#8222;knobs&#8220; (= Kn\u00f6pfchen, diesen Nagelkopf-\u00e4hnlichen Ausw\u00fcchsen auf dem  Virus, wie es auf Zeichnungen dargestellt wird) bedeckt sind, und einen  inneren Kern aus verschiedenen Proteinen und RNS haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wenn HIV also existiert, so ist es ein RNS-Virus?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wenn HIV also existiert, so ist es ein RNS-Virus?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Ja. Ein anderer wichtiger Punkt ist \nder, dass Retroviren ihre RNS-Information nicht direkt zur \nVirusvermehrung einsetzen. Laut der Retrovirologie ist das die \nRetroviren von fast allen anderen Viren unterscheidende Merkmal, dass \nsie, also die Retroviren, ihre RNS zuerst in DNS umschreiben. Diese DNS \nwandert dann in den Zellkern, wo sie sich mit der Zell-DNS vereinigt. \nDieses St\u00fcck DNS nennt man &#8222;Provirus&#8220;. Es sitzt nun da und \n&#8222;\u00fcberwintert&#8220;, vielleicht jahrelang, bis die Zelle irgendwie aktiviert \nwird.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was passiert dann?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Die provirale DNS wird in RNS \nzur\u00fcck\u00fcbersetzt und es ist diese RNS, nicht die urspr\u00fcngliche RNS, \nwelche die Produktion der notwendigen Proteine veranlasst, um neue \nViruspartikel zu bilden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Warum werden sie Retroviren genannt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Weil die Biologen lange Zeit der \nMeinung waren, dass die Richtung des Informationsflusses in den Zellen \naller lebenden Wesen von der DNS zur RNS ginge und dann weiter zu den \nProteinen, deren Synthese die RNS veranlasst. Nennt man diese Richtung \n&#8222;vorw\u00e4rts&#8220;, so ist das Verhalten der Retroviren so, dass sie zuerst ihre\n Information kopieren, n\u00e4mlich &#8222;r\u00fcckw\u00e4rts&#8220; (= retro) gerichtet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Verstanden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Da gibt es eine weitere Sache. Eines \nder Proteine innerhalb eines Retrovirus-Partikels ist ein Enzym, das \ndiesen Prozess katalysiert. Es \u00fcberrascht daher gar nicht, dass dieses \nEnzym &#8222;Reverse Transkriptase&#8220; genannt wird.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und damit hat sich&#8217;s?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nun, darum werden sie &#8222;Retroviren&#8220; genannt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie erw\u00e4hnten die jahrzehntealte Methode des Isolierens von Retroviren. Um wie viele Jahrzehnte geht es da?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Retroviren geh\u00f6ren zu den zuerst entdeckten Viren<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Von den Vierzigern bis in die \nsiebziger Jahre. Wissen Sie, Retroviren geh\u00f6ren zu den zuerst entdeckten\n Viren. Dr. Peyton Rous begegnete ihnen, als er am Rockefeller Center in\n New York mit b\u00f6sartigen Muskeltumoren von H\u00fchnern experimentierte. Er \nkonnte sie allerdings nicht wirklich sehen. Das war 1911. Erst durch die\n Erfindung des Elektronenmikroskops und der Hochgeschwindigkeits- oder \nUltra-Zentrifuge konnte man diese Dinge genauer einordnen und \naussortieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong> Was wurde eigentlich aussortiert? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Diese Ger\u00e4te f\u00fchrten zur Methode des Identifizierens und Reinigens von retroviralen Partikeln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong> Das bedeutet das gleiche, wie sie zu isolieren? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja. Um Partikel irgendeiner Art zu \nreinigen, muss der Wissenschaftler eine Methode entwickeln, um die \nPartikel, die er erforschen will, von allem anderen abzutrennen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong> Wie haben das Elektronenmikroskop und die Ultrazentrifuge die Reinigung von Retroviren erm\u00f6glicht? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das Elektronenmikroskop erlaubte die \nSichtbarmachung derart kleiner Partikel. Den anderen, den extrem \nwichtigen Teil spielte die Ultrazentrifuge. Man entdeckte, dass \nretrovirale Partikel eine physikalische Eigenschaft haben, durch die es \nm\u00f6glich ist, sie von anderem Material in Zellkulturen zu trennen. Diese \nEigenschaft ist ihre Schwebef\u00e4higkeit bei einer Dichte von 1,16g\/ml. Sie\n wurde eingesetzt, um die Partikel durch einen Prozess zu reinigen, den \nman &#8222;density gradient centrifugation&#8220; \n(Dichte-Gradienten\u2013Zentrifugierung) nennt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong> Das klingt kompliziert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Die Technik ist kompliziert, aber das \nKonzept ist ganz einfach. Man bereitet ein Reagenzglas mit einer \nSaccharosel\u00f6sung, also von gew\u00f6hnlichem Zucker. Doch sie wird so \ngemacht, dass die L\u00f6sung oben leicht ist und nach unten zum Boden hin \nallm\u00e4hlich schwerer bzw. dichter wird. Inzwischen z\u00fcchtet man die \nZellen, von denen man annimmt, dass sie ein Retrovirus enthalten. Wenn \nsie das tun, so werden die Zellen retrovirale Partikel in die \nKulturl\u00f6sung ausscheiden. Wenn man glaubt, dass sich gen\u00fcgend Viren \ngebildet haben, gie\u00dft man eine Probe von der Kulturl\u00f6sung ab und gibt \nvorsichtig einen Tropfen davon oben auf die Zuckerl\u00f6sung. Dann wird das \nReagenzglas mit sehr hoher Geschwindigkeit geschleudert. Dabei werden \nenorme Kr\u00e4fte erzeugt, wodurch die in dem Tropfen vorhandenen Partikel \ndurch die Zuckerl\u00f6sung getrieben werden, bis sie an eine Stelle \ngelangen, deren Dichte ihrem spezifischen Gewicht entspricht. Ihre \nSchwebef\u00e4higkeit bei dieser Dichte hindert sie dann daran, noch weiter \nzum Boden hin zu wandern. Mit andern Worten: Sie wandern durch den \nDichtegradienten, bis sie an eine Stelle kommen, wo ihre Dichte oder ihr\n spezifisches Gewicht mit dem der umgebenden Zuckerl\u00f6sung \u00fcbereinstimmt.\n Wenn sie dort sind, halten sie an, alle miteinander, oder mit dem \nJargon der Virologen gesagt, sie machen dort eine Bande (sie sammeln \nsich dort an, sie &#8222;bandieren&#8220; dort). Diese Bande kann dann selektiv \nentnommen und durch ein Elektronenmikroskop fotografiert werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und sammeln (bandieren) sich die retroviralen Partikel an einer charakteristischen Stelle?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Ja. In der Saccharosel\u00f6sung bandieren sie an dem Punkt, wo die Dichte 1,16g\/ml ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und dann sagt Ihnen die Untersuchung mit dem Elektronenmikroskop, was f\u00fcr einen Fisch Sie gefangen haben?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nicht nur das. Es ist der einzige Weg um zu wissen, ob man einen Fisch gefangen hat. Oder \u00fcberhaupt etwas.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Genau. Und haben Montagnier und Gallo das nicht getan?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fotos beweisen nicht, da\u00df ein Partikel ein Virus ist<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Das ist eines der vielen Probleme. \nMontagnier und Gallo verwendeten das Dichtegradient-Bandieren, aber aus \nirgendeinem unbekanntem Grund ver\u00f6ffentlichten sie \u00fcberhaupt kein \nEM-Foto von dem Material mit 1,16g\/ml Dichte, das sie und jeder nach \nihnen &#8222;reines HIV&#8220; nennen. Das ist ganz r\u00e4tselhaft, denn 1973 war das \nPasteur-Institut Gastgeber eines Treffens, dem verschiedene \nWissenschaftler beiwohnten, die heute zu den ma\u00dfgebenden HIV-Experten \nz\u00e4hlen. Auf jenem Meeting wurde die Methode der Retroviren-Isolation \ngr\u00fcndlich diskutiert und Fotografieren der 1,16g\/ml Bande des \nDichtegradienten wurde als unbedingt notwendiger Bestandteil der \nProzedur erachtet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Montagnier und Gallo haben aber Fotos von Viruspartikeln ver\u00f6ffentlicht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein. Montagnier und Gallo \nver\u00f6ffentlichten EM-Fotos von ein paar Partikeln, von denen sie \nbehaupteten, es seien Retroviren, es sei das HIV. Aber Fotos beweisen \nnicht, dass Partikel ein Virus sind, und die Existenz von HIV wurde \nnicht mit der auf dem Treffen von 1973 vereinbarten Methode \nnachgewiesen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Und worin besteht diese Methode?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Aus allen Schritten, die ich Ihnen \nsoeben geschildert habe. Das ist die einzige wissenschaftliche Methode, \ndie es gibt: Man kultiviert Zellen, findet einige Partikel, isoliert \ndiese Partikel, zerlegt sie in ihre Teile, definiert ihre Bestandteile, \nund weist dann nach, dass diese Partikel f\u00e4hig sind, mehr von der \ngleichen Art mit den gleichen Komponenten zu erzeugen, wenn man sie \neiner Kultur nicht infizierter Zellen zusetzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Bevor AIDS auf der Bildfl\u00e4che erschien, gab es also \neine wohlerprobte Methode, um die Existenz eines Retrovirus \nnachzuweisen, aber Montagnier und Gallo befolgten diese Methode nicht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Sie wandten einige der Techniken an, \naber sie unternahmen nicht jeden einzelnen Schritt. Es fehlt der \nNachweis, welche Partikel, wenn \u00fcberhaupt, in der 1,16g\/ml-Bande des \nDichtegradienten erscheinen, n\u00e4mlich der Dichte, welche die retrovirale \nPartikel auszeichnet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Aber was bedeuten dann deren Fotos?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Montagniers und Gallos EM-Aufnahmen \nund jedes andere EM-Bild, das bis M\u00e4rz dieses Jahres (1997) \nver\u00f6ffentlicht wurde, ist von ungereinigten Zellkulturen und nicht vom \nGradienten. Vor M\u00e4rz dieses Jahres hat niemand ein Bild von einem \nDichtegradienten ver\u00f6ffentlicht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was aber getan werden muss, um die Isolation retroviraler Partikel nachzuweisen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Kann die 1,16g\/ml-Bande auch anderes als retrovirales Material enthalten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Ja. Das ist ein weiterer Grund, warum \nman eine Fotografie braucht, damit man alles sieht, was da geschieht. Es\n war schon lange vor der AIDS-\u00c4ra bekannt, dass Retrovirus-\u00e4hnliche \nPartikel nicht das einzige Material darstellen, das seinen Weg an diese \nStelle des Dichtegradienten findet. Winzige zellul\u00e4re Partikel, einige \nerkennbar als interne Zellstrukturen, oder auch nur zellul\u00e4re Tr\u00fcmmer \nk\u00f6nnen sich bei 1,16g\/ml ansammeln. Und einiges von diesem Material kann\n Nukleins\u00e4uren enthalten und das Aussehen von Retrovirus-Partikeln \nannehmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was sind Nukleins\u00e4uren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; DNS und RNS.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Es muss aber doch, wenn retrovirale Partikel von den  Zellen ausgeschieden werden, ohne dass dabei die Zellen zerst\u00f6rt  werden, gewiss m\u00f6glich sein, zellul\u00e4re Kontaminationen  (Verunreinigungen) zu vermeiden?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wenn man das wei\u00df, ist es einem v\u00f6llig schleierhaft, warum jeder \nHIV-Forscher den entscheidenden Schritt unterlassen hat, eine \nEM-Aufnahme von einem Dichtegradienten zu machen.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nun, es ist m\u00f6glich und es ist nicht \nm\u00f6glich. Sicherlich waren sich die Tier-Retrovirologen dieses Problems \nbewusst und haben nachdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass mit den \nKulturen sanft umzugehen und ihnen regelm\u00e4\u00dfig N\u00e4hrl\u00f6sung zu verabreichen\n sei, um die Zellen am Leben zu erhalten, so dass sie sich nicht \nzersetzen. Im Fall des HIV gibt es aber noch zus\u00e4tzliche Probleme. Es \nwird uns gesagt, HIV sei zytopathisch, was hei\u00dft, es t\u00f6te die Zellen. \nDaher kann man kaum behaupten, dass vermeintliche Viruspartikel das \neinzige seien, was in der Kulturfl\u00fcssigkeit oder bei 1,16g\/ml \nherumschwimmt. Der andere Unsicherheitsfaktor besteht darin, dass bei \nvielen HIV-Experimenten die Zellen vom Experimentator als Teil des \nExperiments absichtlich aufgebrochen werden. Wenn man das wei\u00df, ist es \neinem v\u00f6llig schleierhaft, warum jeder HIV-Forscher den entscheidenden \nSchritt unterlassen hat, eine EM-Aufnahme von einem Dichtegradienten zu \nmachen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; K\u00f6nnte das daran liegen, dass die Elektronenmikroskopie hoch spezialisiert und teuer ist?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das mag in den Anfangsjahren so \ngewesen sein, trifft aber jetzt nicht mehr zu. Seit wenigstens zwanzig \nJahren wird die Elektronenmikroskopie in den meisten Krankenh\u00e4usern \nt\u00e4glich eingesetzt, um alle Arten von Krankheiten zu diagnostizieren. \nAu\u00dferdem gibt es viele EM-Fotos von HIV-Kulturen. Nur gab es bis zu \ndiesem Jahr aus irgendwelchen unbekannten Gr\u00fcnden keine Aufnahme vom \nDichtegradienten. [Anmerkung: Das Fehlen eines EM-Fotos vom \nDichtegradienten kann also keine Geldfrage oder technologische \nSchwierigkeit sein.]\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Na sch\u00f6n. Reden wir nun \u00fcber die Bilder von den \nDichtegradienten, die in diesem Jahr (1997) ver\u00f6ffentlicht wurden. Was \nist darauf zu sehen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Zwei Gruppen, eine \nfranz\u00f6sisch-deutsche und eine vom amerikanischen Nationalen \nKrebs-Institut, ver\u00f6ffentlichten Bilder von Dichtegradienten. In der \nfranz\u00f6sisch-deutschen Studie sind die Bilder von der 1,16g\/ml-Bande. Es \nist unm\u00f6glich zu sagen, von welcher Dichte die Aufnahmen in der \namerikanischen Studie genommen sind, doch wollen wir einmal annehmen, \nsie seien korrekt von der 1,16g\/ml-Dichte der retroviralen Partikel. Als\n erstes ist zu sagen, dass die Autoren dieser Studien zugeben, ihre \nBilder zeigten, dass die gro\u00dfe Masse des Materials im Dichtegradienten \nzellul\u00e4ren Ursprungs ist. Die Autoren beschreiben dieses ganze Material \nals &#8222;nicht-viral&#8220;, als &#8222;Schein-(Pseudo-)Virus oder als &#8222;Mikrovesikel&#8220; \n(Mikrobl\u00e4schen).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was sind Mikrovesikel?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Eingekapselte Zellfragmente.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sind auf diesen Aufnahmen irgendwelche virale Partikel?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Da sind ein paar Partikel, von denen \ndie Forscher behaupten, es seien retrovirale Partikel. Sie behaupten in \nder Tat, das seien die HIV-Partikel, erkl\u00e4ren aber nicht warum.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sind da viele von diesen HIV-Partikeln?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Nein. Die Bande m\u00fcsste Milliarden von \nihnen enthalten, und wenn man eine EM-Aufnahme davon macht, m\u00fcssten sie \ndas ganze Bild ausf\u00fcllen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das angesammelte (bandierende) Material enth\u00e4lt also\n nur einige wenige HIV-Partikel und vom Standpunkt der HIV-Partikel ist \nes ziemlich unrein?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie kommentieren das die Experten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie sagen, das zellul\u00e4re Material kl\u00e4re sich zusammen mit den HIV-Partikeln (&#8222;co-purifies&#8220; with the HIV particles).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sehen die wenigen Partikel, von denen gesagt wird, es seien HIV, sehen sie wenigstens wie Retroviren aus?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sagen Sie mir: die wenigen Partikel, von denen gesagt wird, es seien HIV, sehen sie wenigstens wie Retroviren aus?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie \u00e4hneln nur ganz vage retroviralen \nPartikeln. Gewiss sehen sie mehr nach retroviralen Partikeln aus als \nalles andere Material und Partikel, doch selbst wenn sie identisch wie \nretrovirale Partikel aussehen, kann man noch nicht sagen, es seien \nwirklich Retroviren. Selbst Gallo gibt zu, dass Partikel existieren, die\n bei 1,16g\/ml bandieren und das Aussehen und die chemischen \nEigenschaften wie Retroviren haben, aber doch keine Retroviren sind, \nweil sie nicht vermehrungsf\u00e4hig sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Na sch\u00f6n, aber das beiseite \u2013 was ist der Unterschied zwischen diesen Partikeln und echten retroviralen Partikeln?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Gallo und alle anderen Retrovirologen,\n wie auch Hans Gelderblom, der die meisten elektronenmikroskopischen \nStudien vom HIV gemacht hat, sind sich einig, dass Retrovirus-Partikel \nfast kugelf\u00f6rmig sind, einen Durchmesser von 100 \u2013 120 Nanometer haben \nund mit &#8222;knobs&#8220; (Kn\u00f6pfchen) bedeckt sind. Die von den beiden \nStudiengruppen als HIV bezeichneten Partikel sind nicht kugelf\u00f6rmig, \nkein Durchmesser ist unter 120nm. In der Tat haben viele von ihnen einen\n \u00fcber doppelt so gro\u00dfen Durchmesser, wie er f\u00fcr Retroviren angenommen \nwird. Und keins von ihnen scheint &#8222;Kn\u00f6pfchen&#8220; zu haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Aber die Gr\u00f6\u00dfe wird doch nicht so entscheidend sein? Vieles  in der Welt der Biologie hat einen weiten Gr\u00f6\u00dfenbereich. Z.B. Menschen:  Es gibt eine Menge Leute, die doppelt so gro\u00df sind wie andere. Sie alle  sind immer noch Menschen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Was f\u00fcr Menschen gilt, das gilt noch \nlange nicht f\u00fcr Retroviren. Erstens: Retroviren wachsen nicht. Sie \nwerden sozusagen erwachsen geboren. Der korrekte Vergleich besteht daher\n in erwachsenen Menschen. Es gibt nicht viele 3,60 m gro\u00dfe Menschen. \nTats\u00e4chlich war der nachweislich gr\u00f6\u00dfte Mann nur knapp 2,70 m gro\u00df. Aber\n hier geht es um mehr als um Gr\u00f6\u00dfe.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was noch?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Wenn wir annehmen, dass sowohl die \nfranz\u00f6sisch-deutsche als auch die US-amerikanische Gruppe ihre Partikel \nbei der korrekten Dichte gesucht haben, dann m\u00fcssen die von den beiden \nGruppen gefundenen Partikel die gleiche Dichte haben, 1,16g\/ml. Misst \nman die gr\u00f6\u00dften und die kleinsten Durchmesser der Partikel in den \nEM-Aufnahmen, die sie als HIV bezeichnen, und berechnet davon den \nDurchschnitt \u2013 einmal angenommen, sie w\u00e4ren alle kugelf\u00f6rmig \u2013, dann \nsind die franz\u00f6sisch-deutschen Partikel 1,14 mal so gro\u00df wie echte \nRetroviren und die amerikanischen 1,96 mal so gro\u00df. Mit Hilfe der \nDurchmesser kann man dann das Volumen berechnen. Nehmen wir 120nm als \nObergrenze f\u00fcr den Durchmesser eines retroviralen Partikels, so haben \ndie franz\u00f6sisch-deutschen Partikel 50% mehr Volumen als das echte \nRetrovirus, und die US-Partikel haben 750% mehr Volumen. Sie haben also \nf\u00fcnfmal so viel Volumen wie die franz\u00f6sisch-deutschen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was hat das zu bedeuten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das bedeutet, dass die \nfranz\u00f6sisch-deutschen und die amerikanischen Partikel 50% bzw. 750% mehr\n Masse enthalten als echte retrovirale Partikel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie kommt das?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Weil Dichte das Verh\u00e4ltnis von Masse \nzu Volumen darstellt. Wenn das Volumen um einen bestimmten Betrag \nsteigt, muss die Masse, um die Dichte gleich zu erhalten, um den \ngleichen Betrag steigen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; OK, aber was wollen Sie damit sagen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es geht darum, dass jedes echte \nretrovirale Partikel eine feste Menge an RNS und an Proteinen enth\u00e4lt. \nNicht mehr und nicht weniger. Wenn das so ist, dann bestehen diese \nPartikel aus viel mehr Material als ein echtes Retrovirus. Was wiederum \nbedeutet, dass, wenn diese unterschiedlich gro\u00dfen Partikel wirklich HIV \nsind, das HIV kein Retrovirus sein kann. Die einzige andere Erkl\u00e4rung \nw\u00e4re, dass die EM-Aufnahmen nicht von der 1,16g\/ml-Bande sind. Ist das \nder Fall, haben wir keine andere Wahl, als die Definition von Retroviren\n zu ver\u00e4ndern und, noch wichtiger, die 1,16g\/ml-Bande nicht als HIV zu \nbetrachten. Wenn wir das jedoch tun, dann ist die ganze Forschung am \nHIV, die diese Bande benutzte, hinf\u00e4llig; denn das ist es ja, was \njedermann als gereinigtes HIV verwendet hat. Das w\u00fcrde z. B. bedeuten, \ndass diese Bande nicht zur Gewinnung von Proteinen und RNS zur \nVerwendung bei diagnostischen Hilfsmitteln zur Bestimmung der \nHIV-Infektion verwertet werden kann (also zum HIV\u2013Antik\u00f6rper\u2013Test, Anm. \nd. \u00dc.).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie erw\u00e4hnten, dass den Partikeln die &#8222;Kn\u00f6pfchen&#8220; fehlen. Wie schwerwiegend ist dieser Mangel?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Und wenn es sich nicht vermehren kann, dann ist HIV keine infekti\u00f6ses Partikel.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Alle AIDS-Experten sind sich einig, \ndass die Kn\u00f6pfchen unbedingt dazu erforderlich sind, dass das \nHIV-Partikel an einer Zelle andocken kann. Das gilt als der erste \nSchritt bei der Infektion einer Zelle. Also: Kein Andocken \u2013 keine \nInfektion. Die Experten gehen alle davon aus, dass die Kn\u00f6pfchen ein \nProtein enthalten, das man gp120 (= Glykoprotein 120) nennt, das \nsozusagen den Haken in den Kn\u00f6pfchen bildet, der sich auf der Oberfl\u00e4che\n der zu infizierenden Zelle (an den &#8222;CD4 Rezeptoren&#8220;) festhakt. Wenn \nHIV-Partikel keine Kn\u00f6pfchen haben, wie sollte HIV dann vermehrungsf\u00e4hig\n sein?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie meinen damit, es kann sich nicht an der Zelle festmachen, um in sie hineinzudringen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Richtig. Und wenn es sich nicht vermehren kann, dann ist HIV keine infekti\u00f6ses Partikel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das klingt mir nach einem schwerwiegenden Problem. Wie reagieren die Experten auf diese Frage?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie ignorieren sie. Dieses Problem mit  den Kn\u00f6pfchen ist nicht neu. Die deutsche Gruppe lenkte die  Aufmerksamkeit schon in den sp\u00e4ten 1980ern darauf und nochmals 1992.  Sobald ein HIV-Partikel aus einer Zelle freigesetzt wird, verschwinden  alle Kn\u00f6pfchen. Diese einzelne Tatsache hat vielerlei Auswirkungen. Zum  Beispiel sind dreiviertel aller getesteten H\u00e4mophilen  HIV-Antik\u00f6rper-positiv. Und die Behauptung besagt, die H\u00e4mophilen h\u00e4tten  ihre HIV\u2013Infektion durch die Infusion von kontaminierten  Faktor-VIII-Gerinnungspr\u00e4paraten erworben, die sie zur Behandlung ihrer  Blutgerinnungsst\u00f6rung brauchen. Das Problem besteht darin, dass Faktor  VIII aus Plasma gewonnen wird. Das ist Blut, aus dem alle Zellen  entfernt sind, was hei\u00dft, wenn irgendwelche HIV-Partikel im Faktor VIII  vorhanden sind, m\u00fcssen sie frei in der L\u00f6sung schwimmen. Wenn aber  zellfreies HIV keine Kn\u00f6pfchen hat, haben diese HIV keine M\u00f6glichkeit,  in neue Zellen einzudringen und sie zu infizieren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie erkl\u00e4ren Sie dann HIV-Antik\u00f6rper und AIDS bei H\u00e4mophilen?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie erkl\u00e4ren Sie dann HIV-Antik\u00f6rper und AIDS bei H\u00e4mophilen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Meine Kollegen und ich haben \nverschiedene wissenschaftliche Arbeiten ver\u00f6ffentlicht, in denen wir \nalternative Erkl\u00e4rungen diskutieren, einschlie\u00dflich einer detaillierten \nStudie zur H\u00e4mophilie in einer angeforderten Arbeit f\u00fcr die \nSonderausgabe 1995 von Genetica, die der HIV\/AIDS\u2013Kontroverse gewidmet \nwar.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ich muss bekennen, ich finde es ziemlich schwer zu \nakzeptieren, dass H\u00e4mophile nicht durch kontaminierte \nGerinnungskonzentrate infiziert worden sein sollen. Und ich wette, die \nH\u00e4mophilen selber auch.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Leider ist es doch so. Aber vielleicht\n kann ich Sie mit einer kurzen und einfachen Erkl\u00e4rung \u00fcberzeugen. Sagen\n Sie mir: Wenn ein HIV-Positiver sich verletzt und blutet \u2013 wie lange \nbleibt sein Blut infekti\u00f6s? Au\u00dferhalb des K\u00f6rpers?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Nach dem, was ich gelesen habe, h\u00f6chstens ein paar Stunden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Und warum ist das so?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Weil das HIV austrocknet und abstirbt. Das sagt jedenfalls die amerikanische Seuchenkontrollbeh\u00f6rde CDC.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> OK. Ich will Sie noch etwas fragen: Wie wird Faktor VIII hergestellt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Von gespendetem Blut.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Richtig. Haben Sie schon einmal eine Flasche mit Faktor VIII gesehen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Nein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Macht nichts. Ich erkl\u00e4re es Ihnen. Es\n kommt als ein trockenes, flockiges, wei\u00dfliches Pulver, und wenn es \nverwendet wird, ist es wenigstens einige Monate alt. Erkennen Sie das \nProblem?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ja. Wenn es trocken und so alt ist, m\u00fcsste jedes HIV darin l\u00e4ngst abgestorben sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Genau. Wie verursacht also Faktor VIII die HIV-Infektion und AIDS bei H\u00e4mophilen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ich wei\u00df es nicht, aber ich denke, ich beginne zu \nsehen, warum Ihre Gruppe nicht gerade gefeiert wird. Vielleicht sollten \nwir besser nicht in eine Diskussion \u00fcber H\u00e4mophilie geraten. Was meinen \nSie, warum waren die meisten HIV-Experten bisher ganz damit zufrieden, \ndas Material von 1,16g\/ml Dichte als reines HIV zu betrachten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ich halte es f\u00fcr voreilig zu glauben, \ndiese Bilder f\u00fchrten bei irgendeinem zu einer Meinungs\u00e4nderung \nhinsichtlich des 1,16g\/ml Anteils des Dichtegradienten, dass es sich da \nnicht um reines HIV handelte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Nun, wie reagiert Ihre Gruppe auf diese Bilder?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Es gibt keinen Grund zur Behauptung, dieses Material enthalte Retroviren-\u00e4hnliche Partikel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Aufgrund dessen, was diese Bilder \nvermitteln, gibt es keinen Grund zur Behauptung, dieses Material sei \nrein oder es enthalte Retroviren-\u00e4hnliche Partikeln oder gar ein \nrichtiges Retrovirus oder, und das w\u00e4re noch bedeutender, ein \nspezifisches Retrovirus namens HIV. Und das rechtfertigt unsere Haltung,\n die wir von Anfang an eingenommen haben. Eine Haltung, die wir schon \nlange zur Ver\u00f6ffentlichung gegeben haben, dass es n\u00e4mlich keinen \nNachweis gibt, der die Isolation eines Retrovirus von AIDS-Patienten \noder von Personen aus AIDS-Risikogruppen beweist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; OK. Legen wir die Bilder vom M\u00e4rz 1997 auf die Seite\n und sprechen \u00fcber das, was man aus dem ableiten kann, was zuvor bekannt\n war. Wie solide ist das Beweismaterial f\u00fcr die Existenz von HIV von vor\n M\u00e4rz 1997?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Bleiben wir bei Partikeln. Alles  Beweismaterial stammt von EM-Aufnahmen von ganzen Zellkulturen. Nicht  vom Dichtegradienten. Aufgrund dieses Materials kann man sagen, dass  Zellkulturen eine bunte Vielfalt an Partikeln enthalten, von denen  manche Retroviren-\u00e4hnlich sein sollen. Das ist alles. Nichts von den  Partikel-Daten wurde weiter ausgef\u00fchrt. Keine Reinigung, keine Analyse  und keine Pr\u00fcfung der Vermehrungsf\u00e4higkeit. Verschiedene  Forschergruppen, unter ihnen Hans Gelderblom und seine Mitarbeiter vom  Robert-Koch-Institut in Berlin, die sich auf diesem Gebiet  spezialisierten, haben bei diesen Kulturen nicht nur von einer Art von  Partikeln berichtet, sondern von einer verbl\u00fcffenden Menge verschiedener  Partikel. Das wirft verschiedene Fragen auf. Wenn eins dieser Partikel  wirklich ein solches Retrovirus ist, das von den Experten HIV genannt  wird, was sind alle anderen? Wenn die HIV-Partikel aus Geweben von  AIDS-Patienten stammen, woher kommen dann alle anderen? Welche dieser  Partikel bandieren bei 1,16g\/ml? Wenn die HIV-Partikel AIDS verursachen,  warum verursacht eines oder mehrere der anderen Partikel nicht auch  AIDS? Oder warum sollte es nicht die Erkrankung AIDS oder die Behandlung  der Kulturen sein, die die Erscheinung der Partikel \u00fcberhaupt erst  veranlasst? Und wenn wir zum HIV kommen: Die HIV-Experten werden sich  nicht einmal einig, welches das HIV-Partikel ist. Es gibt drei  Subfamilien von Retroviren und HIV wurde von verschiedenen  Forschergruppen sowohl unter zwei dieser Subfamilien einklassifiziert  als auch drei verschiedenen Spezies zugerechnet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wir haben keine bestimmte Partikel, die als Retrovirus identifiziert w\u00e4re<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wo f\u00fchrt uns das hin?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Wir wissen immer noch nicht, was jedes\n dieser Partikel bedeutet. Wir haben keine bestimmte Partikel, die als \nRetrovirus identifiziert w\u00e4re, von dem man dann die Proteine und die RNS\n nehmen und in den Tests zum Nachweis der Infektion in Menschen \ngebrauchen k\u00f6nnte oder um damit Experimente auszuf\u00fchren, um zu pr\u00fcfen \nund zu verstehen, was geschieht, ob es wirklich ein Virus gibt, das AIDS\n verursacht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Also gut. Nehmen wir einmal an, wir h\u00e4tten ein Bild \nvom Dichtegradienten und es zeige nichts als Tausende von Partikel, alle\n mit der richtigen Form und Gr\u00f6\u00dfe, und mit Kn\u00f6pfchen, die also wirklich \nretrovirale Partikel genannt werden k\u00f6nnen. Gehen wir dazu \u00fcber: Was \nsollte als N\u00e4chstes getan werden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Die n\u00e4chsten Schritte w\u00e4ren: die \nPartikel zu zertr\u00fcmmern und festzustellen, welche Proteine und RNS sie \nenthalten; nachzuweisen, dass eines der Proteine ein Enzym ist, das RNS \nin DNS umschreibt; und schlie\u00dflich mit weiterem Material aus dem \nDichtegradienten nachzuweisen, dass, wenn man REINE Partikel in eine \nunverseuchte Zellkultur gibt, genau die gleichen Partikel mit den \ngleichen Bestandteilen entstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und wurde das gemacht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein, aber vielleicht kann ich die \nSache besser erkl\u00e4ren, wenn ich das bespreche, was gemacht wurde. Einige\n von Gallos Experimenten von 1984.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ist 1984 nicht veraltet?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Nein, denn damals wurde die beste \nForschung in Bezug auf HIV-Isolation geleistet. Jene Experimente sind \nvon \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit, denn alles, was in Bezug auf HIV geglaubt und\n gelehrt wird, gr\u00fcndet sich auf das, was damals geschehen ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Alles?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja, jedes Detail f\u00fcr sich. Ob ein \nHIV-Partikel isoliert wurde und daher jeder Anspruch auf ihre Existenz. \nDie HIV-Proteine, die im Antik\u00f6rper-Test Verwendung finden. Die RNS, die\n im besonderen zur Diagnostik von HIV-infizierten Kindern eingesetzt \nwird und jetzt zum Messen der sogenannten &#8222;viral load&#8220; (Viruslast). Und \nmehr. Doch die Frage ist: sind sie gut genug?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Gut genug?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Gut genug, um die Existenz eines einzigartigen Retrovirus mit Namen HIV zu behaupten, und dass dieses Virus AIDS verursacht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; OK. Erz\u00e4hlen Sie uns von den Experimenten Gallos. Warum hat er sich \u00fcberhaupt f\u00fcr AIDS interessiert?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gallo war einer der vielen Virologen, die sich an Pr\u00e4sident Nixons Krieg gegen den Krebs beteiligten.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> 1984 hatte Gallo schon mehr als ein \nJahrzehnt mit der Erforschung von Retroviren und Krebs verbracht. Er war\n einer der vielen Virologen, die sich an Pr\u00e4sident Nixons Krieg gegen \nden Krebs beteiligten. Mitte der 70er Jahre behauptete Gallo, er h\u00e4tte \ndas erste menschliche Retrovirus in Patienten mit Leuk\u00e4mie entdeckt. Er \nbehauptete, seine Daten bewiesen die Existenz eines Retrovirus, das er \nHL23V nannte. Damals verwandte Gallo, genauso wie er es sp\u00e4ter beim HIV \ntun sollte, Antik\u00f6rper-Reaktionen, um &#8222;nachzuweisen&#8220;, welche Proteine in\n den Kulturen virale Proteine seien. Nicht lange sp\u00e4ter behaupteten \nandere, die gleichen Antik\u00f6rper in vielen Leuten gefunden zu haben, die \nkeine Leuk\u00e4mie hatten. Einige Jahre sp\u00e4ter jedoch wurde gezeigt, dass \ndie n\u00e4mlichen Antik\u00f6rper ganz nat\u00fcrlich vorkommen und sich gegen viele \nSubstanzen richten, die nichts mit Retroviren zu tun haben. Da wurde \nerkannt, dass HL23V ein gro\u00dfer Missgriff war. Es gab kein \nHL23V-Retrovirus. So entpuppten sich die Daten von Gallo als \nPeinlichkeit und HL23V ist jetzt ausgestorben. Was jedoch f\u00fcr uns \ninteressant ist: die Beweismittel, die gebraucht wurden, um die Existenz\n von HL23V nachzuweisen, sind gleicher Art wie die Beweismittel, die die\n Existenz des HIV beweisen sollen. In der Tat waren die Beweismittel f\u00fcr\n HL23V sogar noch besser als beim HIV.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Besser in welcher Hinsicht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nun, anders als beim HIV fand Gallo \nReverse Transkriptase in frischem Gewebe. Ohne Kulturen anlegen zu \nm\u00fcssen. Und er ver\u00f6ffentlichte eine EM-Aufnahme von \nDichtegradient-Material, das bei 1,16g\/ml vorhanden war.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und trotzdem entpuppte es sich als falscher Alarm?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Richtig, nicht einmal Gallo spricht \nmehr vom HL23V. Aber 1980 berichtete er von der Entdeckung eines anderen\n Retrovirus. Es handelte sich wiederum um dieselbe Art von Daten, die er\n von Leuk\u00e4mie-Patienten gewonnen hatte, und dieses Mal nannte er es \nHTLV-I. Er behauptete, es verursache eine besondere, seltene Art \nLeuk\u00e4mie, die Gallo jetzt &#8222;Adult T4-Cell Leukaemia&#8220; (ATL, = \nT4-Zellen-Leuk\u00e4mie Erwachsener) nennt. Es gibt in der Tat einige \ninteressante Parallelen und Paradoxen (Widerspr\u00fcche) zwischen HIV und \nHTLV-I.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Welche?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie sollen die gleichen Zellen \ninfizieren und auf die gleiche Weise verbreitet werden. Jedoch anders \nals das HIV kam das HTLV-I nicht \u00fcber das Gebiet hinaus, in dem es \nentdeckt wurde. Das gr\u00f6\u00dfte Verbreitungsgebiet von HTLV-I wurde von \nAfrika und dem s\u00fcdlichen Japan gemeldet, und da ist es auch geblieben. \nIn einer l\u00e4ngeren Zeit, als wir AIDS haben. Und nicht zu vergessen: \nObwohl gesagt wird, dieses Virus verursache Leuk\u00e4mie, entwickeln weniger\n als 1% der Virustr\u00e4ger je eine Leuk\u00e4mie. Selbst nach 40 Jahren. Aber \nich schweife ab. Was ich sagen wollte: Viele der ersten AIDS-Patienten \nhatten einen Krebs, der als Kaposi Sarkom bekannt ist, und auch eine \nerniedrigte Anzahl der T4-Zellen, der gleichen Zellen also, die bei ATL \nim \u00dcberfluss vorhanden sind. Das war bekannt, weil die Technik, die \nverschiedenen Arten der Lymphozyten zu z\u00e4hlen, zu etwa derselben Zeit \neingef\u00fchrt wurde, als AIDS erschien.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Und vom HIV wurde die Hypothese aufgestellt, es t\u00f6te die T4-Zellen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nun, das war zu fr\u00fch f\u00fcr HIV, aber man\n kam auf die Vermutung, auf die Hypothese, dass etwas sie t\u00f6te. Gallo \nging sp\u00e4ter in der Tat durch eine Phase, wo er dachte, HTLV-I k\u00f6nnte der\n Schuldige sein, doch diese Theorie war problematisch, weil HTLV-I \nangeblich Leuk\u00e4mie verursacht, und das bedeutet zu viele T4-Zellen. \nAu\u00dferdem gab es im s\u00fcdlichen Japan trotz des h\u00e4ufigen Vorkommens von \nHTLV-I keine AIDS-F\u00e4lle. Weil jedoch unter Homosexuellen mit AIDS das \nKaposi-Sarkom so h\u00e4ufig war und weil etwas ihre T4-Zellen zu befallen \nschien, fuhr Gallo unbeirrt fort mit seinen Versuchen, ein Retrovirus zu\n suchen, mit dem er alles erkl\u00e4ren konnte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was geschah als N\u00e4chstes?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nach dieser Prozedur zeigte sich so viel Reverse Transkriptase, dass\n Gallo und Popovic \u00fcberzeugt waren, dass sie jetzt ein Retrovirus \nhatten.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Gallo und seine Kollegen machten eine \nMenge Experimente, die ihren Niederschlag in vier einander fortsetzenden\n Arbeiten fanden, die im Mai 1984 in der Zeitschrift Science erschienen.\n Das war ein Jahr, nachdem die Franzosen ihre Arbeit ver\u00f6ffentlicht \nhatten, auch in Science. Gallos Gruppe begann mit dem Kultivieren von \nLymphozyten von AIDS-Patienten, aber augenscheinlich erzeugte keine der \nKulturen gen\u00fcgend Reverse Transkriptase, um Gallo von der Anwesenheit \neines Retrovirus zu \u00fcberzeugen. Zu jener Zeit hatte Gallo einen \ntschechischen Forscher namens Mikulas Popovic als Mitarbeiter. Popovic \nund Gallo einigten sich nun darauf, Kulturl\u00f6sungen von 10 AIDS-Patienten\n zu mischen und das Ganze einer Kultur von Leuk\u00e4mie-Zellen beizugeben. \nDie in dieser Kultur verwendeten Leuk\u00e4miezellen hatten sie vor Jahren \nvon einem Patienten mit ATL entnommen. Nach dieser Prozedur zeigte sich \nso viel Reverse Transkriptase, dass Gallo und Popovic \u00fcberzeugt waren, \ndass sie jetzt ein Retrovirus hatten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie wollen damit sagen, dass ein Retrovirus nicht in\n Einzelkulturen von AIDS-Patienten wachsen wollte, wohl aber, wenn die \nProben vermischt und dann kultiviert wurden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ist das nicht etwas fragw\u00fcrdig? Wie kann sich ein \nKeim so verhalten? Er m\u00fcsste doch bestimmt, wenn er in einer der Proben \nvorhanden ist, und wenn alle Kulturen gleich behandelt werden, auf alle \nF\u00e4lle wachsen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; So sollte man meinen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Und wenn man alle Proben vermischt, wie will man \ndann wissen, wer der urspr\u00fcngliche Virustr\u00e4ger war? Es konnte ja auch \nvon nur einem Patienten stammen. Wurde Gallo je dar\u00fcber zur Rede \ngestellt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das wurde er, und in einer \nFernsehdokumentation von 1993 sagte er, es sei ihm gleichg\u00fcltig gewesen,\n ob das Virus von einem bestimmten Patienten oder aus einer Gruppe von \nPatienten stammte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Haben Sie nicht gesagt, die verwendeten \nLeuk\u00e4miezellen w\u00e4ren urspr\u00fcnglich von einem Patienten mit \nAdult-T4-Zell-Leuk\u00e4mie gewonnen worden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Dann m\u00fcssen die Kulturen ja viele T4-Zellen \nenthalten haben? (Anm.: Weil Leuk\u00e4mie mit einem \u00dcberschuss an Leukozyten\n zu tun hat.)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das stimmt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wenn diese Kulturen aus T4-Zellen bestanden, und \nwenn HIV diese Zellen abt\u00f6tet, wie konnte man dann von einem \nzellt\u00f6tenden Virus erwarten, dass es darin w\u00e4chst?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das ist ein weiteres Problem der \nHIV-Theorie in Sachen AIDS. Obwohl gesagt wird, HIV t\u00f6te T4-Zellen und \nschw\u00e4che die Immunabwehr \u2013 das ist die Bedeutung von &#8222;AID&#8220; in AIDS \u2013 \nsind sowohl die leuk\u00e4mische Zell-Linie als auch ihr H9-Klon, den Popovic\n schlie\u00dflich erzeugte, unsterblich, selbst wenn sie mit HIV infiziert \nsind. Das bedeutet, dass die Zellen eher, als vom HIV get\u00f6tet zu werden,\n es dem, was als HIV betrachtet wird, erlauben, unbegrenzt \nweiterzuwachsen. Der H9-Klon findet weithin Verwendung, sowohl zur \nForschung als auch kommerziell zur Erzeugung dessen, was als \nHIV-Proteine betrachtet wird, f\u00fcr den Einsatz bei den Antik\u00f6rper-Tests.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; OK. Was hat Gallo nun \u00fcberhaupt gemacht, um zu beweisen, dass er ein neues Retrovirus von AIDS-Patienten isoliert hat?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Isolation hei\u00dft Trennung von allem anderen.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Liest man die erste Arbeit, so bestand\n das, was er Isolierung nannte, aus EM-Fotografien von einigen Partikeln\n in den Kulturen \u2013 nicht vom Dichte-Gradienten, sowie dem Finden von \nReverser Transkriptase, und der Beobachtung, dass einige bei einem \nH\u00e4mophilen und auch bei Kaninchen vorhandene Antik\u00f6rper mit einigen der \nProteine aus den Zellkulturen reagierten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das wurde als Isolation eines Virus hingestellt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ist das wirklich Isolation?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein. Isolation hei\u00dft Trennung von \nallem anderen. Nicht nur Entdeckung von gewissen Ph\u00e4nomenen. Der einzige\n Weg, die Existenz eines infekti\u00f6sen Agens nachzuweisen, besteht in \nseiner Isolation. Darum geht es in dieser ganzen Debatte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ja, aber, isoliert oder nicht, wie reagieren Sie auf Gallos Anspruch, seine Kulturen h\u00e4tten ein Retrovirus hervorgebracht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Lassen Sie es mich wiederholen: Hier \nhandelt es sich nicht um eine Isolation. Gallo hat kein Virus isoliert. \nEs gab keine EM-Aufnahmen von einer Bandenprobe, die, wie man erwarten \nm\u00fcsste, nichts als retrovirale Partikel aufweist. Wie h\u00e4tte es sie auch \ngeben k\u00f6nnen? Es gab \u00fcberhaupt keine EM-Aufnahme von einer Bandenprobe. \nNur Bilder von Zellen mit etwa einem Dutzend Partikel in der N\u00e4he, aber \nkeine Trennung (Isolation) und weder eine Analyse, noch der Nachweis, \ndass diese Partikel sich zu identischen Partikeln replizieren k\u00f6nnten. \nWas wir nun fragen m\u00fcssen ist, ob Gallo einen Beweis f\u00fcr seine \nBehauptung hatte, dass er ein Retrovirus entdeckt habe. Unserer Meinung \nnach hatte er ihn nicht. Und an dieser Stelle ist es \u00e4u\u00dferst wichtig \nfestzuhalten, dass das Auffinden von Partikeln und von Reverser \nTranskriptase kein Beweis daf\u00fcr sind, dass ein Retrovirus zugegen ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie sagten, Retrovirus-Partikel enthielten Reverse Transkriptase.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Das tun sie. Tats\u00e4chlich wurde Reverse\n Transkriptase in Retroviren entdeckt, aber die Sache hat einen Haken. \nDieser Haken besteht aus zwei Dingen: Die Art und Weise, wie das \nVorhandensein von RT nachgewiesen wird, und die Tatsache, dass RT nicht \nnur in Retroviren vorkommt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; RT?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Reverse Transkriptase. Das  Vorhandensein von RT wird indirekt nachgewiesen. Indem man etwas RNS zu  einer Kultur gibt und schaut, ob DNS mit der entsprechenden Sequenz  erscheint.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sie wollen sagen, dass die Anwesenheit von RT aus der F\u00e4higkeit der \nKultur, diesen besonderen Trick auszuf\u00fchren, abgeleitet wird?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie wollen sagen, dass die Anwesenheit von RT aus \nder F\u00e4higkeit der Kultur, diesen besonderen Trick auszuf\u00fchren, \nabgeleitet wird?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja. Sie wird durch Nachweisen des \nVorgangs der Reversen Transkription gemessen. Wie viele Enzym-Tests, \nmisst der Test f\u00fcr Reverse Transkriptase, was das Enzym bewirkt, nicht \ndas eigentliche Enzym selbst. Im Fall der RT wird also die Erzeugung von\n DNS gemessen, die von einem synthetischen St\u00fcck RNS, das man der Kultur\n zugibt, kopiert wird. Das Problem liegt darin, dass RT nicht der \neinzige Stoff ist, der in der Lage ist, diesen Trick auszuf\u00fchren, wie \nSie es nannten. Andere Enzyme, normale zellul\u00e4re Enzyme, k\u00f6nnen diesen \nTrick auch ausf\u00fchren. Tats\u00e4chlich machen sie das sehr gut mit eben der \nsynthetischen RNS, die alle HIV-Forscher ihren Kulturen zuf\u00fcgen, und \nwenn sie in DNS kopiert wird, dann behaupten sie, ihre Kultur enthielte \nHIV-RT und damit HIV. Wenn Sie in der AIDS-Literatur lesen, wird es \ndeutlich, dass manche Forscher, die beanspruchen, sie h\u00e4tten HIV \nisoliert, nicht mehr getan haben, als RT zu festzustellen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das ist sehr beunruhigend.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es gibt noch einiges mehr zur RT zu \nsagen. Zum Beispiel sind laut Nobelpreistr\u00e4ger und Chef der Nationalen \nGesundheitsinstitute in den USA, Harold Varmus, RTs selbst in \ngew\u00f6hnlichen Zellen vorhanden. Ebenso verf\u00fcgen Bakterien \u00fcber RT. Und \nman wei\u00df, dass einige der Chemikalien, die eine notwendige Komponente \ndieser Kulturen bilden, normale Lymphozyten zur reversen Transkription \nanregen. Auch leuk\u00e4mische Zellen k\u00f6nnen den gleichen Trick ohne Hilfe \nausf\u00fchren, d.h. ohne dass sie mit solchen Chemikalien oder Zellen von \nAIDS-Patienten kultiviert werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Es gibt also viele m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr RT?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja, und da ist noch etwas. Erinnern \nSie sich, dass Gallo und Popovic H9-Zellen verwendeten, um die Existenz \nvon dem zu demonstrieren, was sie behaupteten, es sei ein neues \nRetrovirus. Doch wie ich zuvor sagte, wenn man der H9-Zell-Linie \nnachgeht \u2013 sie stammt von der HUT78-Linie ab, einer Zell-Linie, die ihr \nLeben in einem Patienten begann, von dem Gallo sagte, er h\u00e4tte eine Art \nKrankheit, die von HTLV-I ausgel\u00f6st wird. Wenn diese Krankheit von \nHTLV-I ausgel\u00f6st wird, dann wird sich HTLV-I und seine RT auch in eben \ndiesen Zellen befinden, die Gallo zum Nachweis des Vorhandenseins von \nHIV verwendete.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Aber es wird doch gewiss niemand nach einem neuen \nRetrovirus suchen und dabei Zellen verwenden, die schon ein anderes \nRetrovirus enthalten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Man w\u00fcrde denken, dass das nicht der  Fall ist, besonders nachdem Gallo ein Jahr zuvor eine Arbeit in Nature  ver\u00f6ffentlicht hatte, in der er von genetischen Sequenzen des HTLV-I in  jener Zell-Linie berichtete, von der die H9-Zellen ihren Ursprung  hatten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Man konstruiert keine wissenschaftlichen Theorien von etwas, das im Ganzen m\u00f6glich sein &#8222;kann&#8220;.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Der Beweis, der RT verwendet, erscheint also nicht kr\u00e4ftig?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das Problem mit der RT ist das gleiche\n wie mit allen Beweismitteln. Es ist wie bei den Partikeln, die Gallo \nfotografierte. Sie k\u00f6nnen Partikel eines Retrovirus sein, die reverse \nTranskription kann von der RT eines Retrovirus ausgel\u00f6st sein, aber \n&#8222;kann&#8220; ist kein wissenschaftlicher Beweis. Man konstruiert keine \nwissenschaftlichen Theorien von etwas, das im Ganzen m\u00f6glich sein \n&#8222;kann&#8220;.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Doch auch so, Eleni, wie k\u00f6nnen Sie diese Partikel \nabweisen? Sie sind so \u00fcberzeugend. Wie k\u00f6nnen Sie der Tatsache \nausweichen, dass, wie weit Gallo und wer auch immer sonst von der \ntraditionellen Methode der Retroviren-Isolation abgegangen sind, doch \nPartikel in diesen Kulturen zu finden sind und eine Menge sehr \nangesehener Leute sie als Partikel eines Retrovirus betrachten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ich respektiere Ihren Standpunkt, doch\n ich meine, Partikel m\u00fcssten mit einer betr\u00e4chtlichen Menge an \nPerspektive gesehen werden. Retrovirus-\u00e4hnliche Partikel sind praktisch \n\u00fcberall zu finden. In den 70er Jahren hat man solche Partikel oft in \nmenschlichem Leuk\u00e4mie-Gewebe gefunden oder in Kulturen von \nEmbryonalgewebe und in den meisten tierischen und menschlichen \nPlazenten. Das ist bedeutungsvoll, wenn man bedenkt, dass die \nH9-Zell-Linie von leuk\u00e4mischen Zellen herstammt, und auch, weil \nMontagnier seine EM-Aufnahmen von Kulturen machte, die aus \nNabelschnur-Lymphozyten kultiviert worden waren. Es gibt auch eine gro\u00dfe\n Gruppe retroviraler Partikel, die als Typ C-Partikel klassifiziert \nwerden, die man in Fischen, Schlangen, W\u00fcrmern, Fasan, Wachtel, Rebhuhn,\n Truthahn, Baumm\u00e4usen, Agouti, Bandw\u00fcrmern, Insekten und auch in \nS\u00e4ugetieren findet. Und unter seinen vielen amtlichen Aufmachungen wurde\n HIV auch als Typ C-Partikel beschrieben, sowohl von Montagnier als auch\n von Gallo. Es gibt auch den Bericht \u00fcber eine \nElektronenmikroskop-Studie von O&#8217;Hara und Kollegen von Harvard aus dem \nJahr 1988. Sie untersuchten vergr\u00f6\u00dferte Lymphknoten sowohl von AIDS- als\n auch von Nicht-AIDS-Patienten und fanden &#8222;HIV&#8220;-Partikel bei 90% von \nbeiden Gruppen. Sie mussten zugeben, dass Partikel allein keine \nHIV-Infektion beweisen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Na sch\u00f6n. Verlassen wir die Partikel. Was hat es mit\n den Antik\u00f6rpern auf sich, die mit den Zellen in den Kulturen \nreagierten? Sicherlich m\u00fcssten die doch etwas belegen, dass tats\u00e4chlich \nvorhanden ist? Hat das nichts mit einem retroviralen ansteckenden Stoff \n[Bestandteil; Erreger] zu tun?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es k\u00f6nnte stimmen, aber da haben wir \nwieder dieses Wort. Es ist einfach nicht m\u00f6glich nachzuweisen, dass \nProteine zu einem Retrovirus geh\u00f6ren oder dass Antik\u00f6rper von einem \nRetrovirus hervorgerufen werden, oder zu behaupten, man h\u00e4tte den Beweis\n f\u00fcr die Isolation eines Retrovirus, nur weil verschiedene Dinge in \neinem Reagenzglas miteinander reagieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; K\u00f6nnen Sie das bitte etwas n\u00e4her erl\u00e4utern?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Lasst uns mit den Daten nicht weitergehen, als es gute Wissenschaft erlaubt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Wiederum: Lasst uns mit den Daten \nnicht weitergehen, als es gute Wissenschaft erlaubt. Die in der ersten \nArbeit Gallos geschilderten Experimente versichern uns, dass gewisse \nAntik\u00f6rper, die in einem H\u00e4mophiliepatienten und auch in Kaninchen \nzugegen waren, mit einigen Proteinen in H9-Zellen reagierten, die \nzusammen mit Lymphozyten von AIDS-Patienten kultiviert wurden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sind das die Daten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das sind die Daten, mit denen wir zu \narbeiten haben. Worauf es ankommt, ist, wie wir die Daten \ninterpretieren. Nun, f\u00fcr das, was Gallo die Isolation von HIV nennt, \nhielt er die Antik\u00f6rper f\u00fcr den entscheidenden Beweis. Woher wissen wir \ndas? Aus zwei Gr\u00fcnden. Erstens, was wir schon gesagt haben. Gallo \nwusste, da sind Partikel, die genau wie Retroviren aussehen, die sich \nbei 1,16g\/ml ansammeln und die RT enthalten, sich aber nicht \nreplizieren. Daher k\u00f6nnen sie, egal, was sie auch immer sein m\u00f6gen und \negal, wie sie entstehen, keine Viren sein. Zweitens wissen wir es, weil \nGallo in einer seiner Arbeiten tats\u00e4chlich von der Notwendigkeit \nspricht, dass man spezifische Mittel braucht, um ein Partikel als ein \nVirus zu identifizieren. Und damit meinte er spezifische Antik\u00f6rper oder\n Proteine. Die Hypothese Gallos ist, dass es ein Virus gibt, das AIDS \nverursacht, das k\u00f6rperfremd ist, und der Patient, der damit infiziert \nwird, daher Antik\u00f6rper gegen das Virus entwickelt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Dann funktioniert es also sowohl r\u00fcckw\u00e4rts als auch \nvorw\u00e4rts? Virus produziert Antik\u00f6rper, und Antik\u00f6rper k\u00f6nnen eingesetzt \nwerden, um auf das Virus hinzuweisen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein. Darin liegt das Problem. \nAntik\u00f6rper wirken nicht r\u00fcckw\u00e4rts. Warum das so ist \u2013 darauf kommen wir \ngleich. Hier ist es wichtig, nicht zu vergessen, welche Frage wir zu \nbeantworten versuchen. Wir versuchen zu definieren, welche Proteine \nspezifische Bestandteile eines retroviralen Partikels sind. Meiner \nAnsicht nach gibt es dazu nur einen Weg. Und der ist leicht. Wir \ndefinieren virale Proteine auf genau die gleiche Weise, wie wir unsere \nArme und Beine definieren. Oder unsere Nieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Bedeutet was?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Die Teile und St\u00fccke meiner Anatomie \nsind mein, weil sie Teil von mir sind, ob von innen oder von au\u00dfen. Wenn\n eine meiner Nieren krank ist und entfernt werden muss, ist das erste, \nwas der Chirurg zu tun hat, bevor ich auf den Operationstisch komme, \nsich zu vergewissern, dass ich es bin. Das ist bei Viren nicht anders. \nVirale Proteine sind die Proteine, die aus Partikeln stammen, die als \nViren nachgewiesen sind. So einfach ist das. Wenn man die Proteine eines\n retroviralen Partikels bestimmen will, muss man zuerst nachweisen, dass\n man ein retrovirales Partikel hat.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Antik\u00f6rper sind zu ungenau?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Antik\u00f6rper sind irrelevant<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Antik\u00f6rper sind ungenau, aber darum \ngeht es hier nicht. Antik\u00f6rper sind irrelevant (nicht zur Sache \ngeh\u00f6rig). Man weist Proteine als zu einem Virus-Partikel geh\u00f6rig nach, \nindem man die Partikel isoliert und sie dann seziert (zerlegt). Man \nbeweist nicht, dass Proteine Bestandteile viraler Partikel sind, indem \nman chemische Reaktionen ausf\u00fchrt an etwas, das eigentlich eine \nKulturen-Suppe ist. Das hat nichts damit zu tun. Was ist dann, wenn \neinige Proteine und Antik\u00f6rper miteinander reagieren? Es gibt viele \nGr\u00fcnde, aus denen diese Reaktionen stattfinden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Zum Beispiel?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es gibt viele Antik\u00f6rper, und \nAntik\u00f6rper zu dem einen Stoff k\u00f6nnen mit anderen Stoffen reagieren und \ntun es auch. Die Immunologen nennen das Kreuzreaktionen. Das ist ein \nFaktum der Natur, das wiederum Probleme schafft, weil ein Antik\u00f6rper, \nder mit einem Protein in einer Kultur reagiert, genauso gut ein \nAntik\u00f6rper sein kann, der f\u00fcr etwas ganz anderes programmiert war. \nEtwas, das m\u00f6glicherweise gar nicht in der Kultur ist. Um es einfach \nauszudr\u00fccken: Antik\u00f6rper nehmen auch andere Partner an. Mein Kollege Val\n Turner f\u00fchrte den Ausdruck &#8222;promisk&#8220; ein, um dieses Verhalten zu \nbeschreiben. Die einzige Art und Weise, eine Reaktion, die man sieht, \nals von einem bestimmten Antik\u00f6rper mit einem bestimmten Protein \nverursacht nachzuweisen, besteht darin zu schauen, wie sich die \nReaktionen mit dem vergleichen lassen, was man meint, dass sie es \nanzeigen. Was wir tun m\u00fcssen, ist, die Reaktionen mit dem HIV selbst in \nBeziehung zu setzen. Antik\u00f6rper sind spezifisch f\u00fcr HIV, wenn sie nur \ndann vorhanden sind, wenn HIV zugegen ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Nicht, wenn HIV fehlt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> 100% spezifisch hei\u00dft, dass keine \nAntik\u00f6rper reagieren, wenn HIV fehlt. Nun aber ist, wie meine Kollegen \nund ich es sehen, der Einsatz von Antik\u00f6rpern zum Nachweis der Existenz \neines Retrovirus der Haken des Problems. Dies ist ein sehr wichtiger \nTeil unserer Streitfrage. Daher hoffe ich, dass ich diese so wichtige \nBotschaft deutlich her\u00fcberbringe.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Ich bin ganz Ohr.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; \u00dcberdenken Sie, was bis dahin \ngeschehen ist. Es gibt eine alte, logische, zuverl\u00e4ssige und \ngemeinverst\u00e4ndliche Methode, die Existenz eines Retrovirus nachzuweisen.\n Sie gr\u00fcndet sich auf nichts mehr als die Definition eines Retrovirus, \ndass es als ein Partikel eine ihm eigene Gr\u00f6\u00dfe, Form, Aussehen und \nBestandteile hat und die F\u00e4higkeit, sich zu replizieren. Aber aus \nirgendeinem unbekannten Grund wurde diese Methode in der HIV-\u00c4ra \naufgegeben. Fragen Sie mich nicht warum, aber es ist so. Stattdessen \nhaben wir eine unvereinbare Sammlung von Daten einschlie\u00dflich Partikeln,\n die nicht im Dichtegradienten fotografiert wurden, und gewisse Hinweise\n auf reverse Transkription entweder in der Kultur oder in dem Material, \ndas sich bei 1,16g\/ml ansammelt. Keines von ihnen beweist, dass ein \nRetrovirus in den Kulturen existiert. Das sagt Gallo selbst.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ich folge. Fahren Sie fort.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Da kommt man auf die Idee mit den  Antik\u00f6rpern. Wenn wirklich ein k\u00f6rperfremdes Virus da ist, m\u00fcsste es in  denjenigen Leuten Antik\u00f6rper hervorrufen, die es infiziert. Vielleicht  sind diese Antik\u00f6rper sogar spezifisch, d.h. sie werden nur als Antwort  auf HIV erzeugt und sie reagieren mit den Virus-Proteinen und sonst mit  nichts. OK. Nehmen wir einmal an, diese unwahrscheinliche Spezifit\u00e4t sei  Tatsache, und machen wir eine noch unwahrscheinlichere Annahme.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wir wissen auch, dass, obwohl sie als immungeschw\u00e4cht bezeichnet \nwerden, jeder dem zustimmt, dass AIDS-Patienten Myriaden von Antik\u00f6rpern\n gegen alle m\u00f6glichen Dinge beherbergen.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ja?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp;\n Sagen wir, was in Bezug auf das sogenannte HIV als wahr betrachtet \nwird, sei auch wahr in Bezug auf alle Antik\u00f6rper. Jeder einzelne je \nerzeugte Antik\u00f6rper reagiere nur auf den Stoff, der seine Entstehung \nveranlasste, und sonst auf nichts. Antik\u00f6rper gegen den Tuberkulosekeim \nw\u00fcrden nur auf Tuberkulose reagieren. Antik\u00f6rper gegen das \nHepatitis-Virus w\u00fcrden nur auf das Hepatitis-Virus reagieren, usw. OK. \nWir haben ein paar Gewebekulturen, die von AIDS-Patienten stammen, die \nmit Antik\u00f6rpern reagieren, die im Serum von AIDS-Patienten zugegen sind.\n Was als n\u00e4chstes? Wir wissen, dass AIDS-Patienten mit vielen \nverschiedenen Mikroben infiziert sind. Wenn also diese Mikroben oder \nTeile von ihnen in AIDS-Patienten zugegen sind, so sind sie aller \nWahrscheinlichkeit nach auch in von ihnen stammenden Zellkulturen \nvorhanden. Ist nicht das der Grund, warum Labor-Arbeiter durch die \nArbeit mit diesen Proben gef\u00e4hrdet sein sollen? Wir wissen auch, dass, \nobwohl sie als immungeschw\u00e4cht bezeichnet werden, jeder dem zustimmt, \ndass AIDS-Patienten Myriaden von Antik\u00f6rpern gegen alle m\u00f6glichen Dinge \nbeherbergen. Einschlie\u00dflich Antik\u00f6rper gegen menschliche T-Zellen, genau\n die Zellen, aus denen die Kulturen bestehen. Wenn man einige Antik\u00f6rper\n von derselben Art Patienten zu diesen Kulturen bringt, auch wenn jeder \nAntik\u00f6rper nur auf seinen Partner reagiert &#8211; w\u00fcrden Sie nicht erwarten, \ndass Sie eine Menge Reaktionen sehen zwischen einer Menge verschiedener \nDinge?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Ich verstehe, was Sie sagen wollen. Da alles, was man beobachtet, Reaktionen sind, kann man nicht sagen, was mit wem reagiert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Genau. Antik\u00f6rper reagieren und Dinge \n&#8222;leuchten auf&#8220; (light up), aber wer hat den Finger am Schalter? Und f\u00fcr \ndieses Argument haben wir vorausgesetzt, jeder Antik\u00f6rper sei nur gegen \nein Agens (einen Stoff) gerichtet und reagiere nur gegen dieses eine \nAgens. Was erst, wenn wir ins wirkliche Leben zur\u00fcckgehen, wo die \nAntik\u00f6rper auch kreuzreagieren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ich vermute, da gibt&#8217;s ein gro\u00dfes Durcheinander. Es \nwird schwierig sein zu sagen, wo welche Proteine oder Antik\u00f6rper \nherkommen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das ist v\u00f6llig richtig. Und man darf \nHerkunft nicht mit Zusammensetzung verwechseln. Ganz gewiss kann man die\n Herkunft eines Proteins nicht durch eine Antik\u00f6rper-Reaktion bestimmen.\n Warum sollte eine Reaktion einem sagen, dass ein Protein eher von einem\n Partikel stammt als dass es vom Mars kommt? Man kann aber auch nicht \ndie Identit\u00e4t nachweisen. Das deswegen, weil Antik\u00f6rper nicht r\u00fcckw\u00e4rts \nwirken.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Gibt es Mikroben in AIDS-Patienten, die wirklich so reagieren k\u00f6nnen, wie Sie es sagen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja. Ein gutes Beispiel ist das \nHepatitis B-Virus. Viele, und was die H\u00e4mophilen anbetrifft, so gut wie \nalle, AIDS-Patienten sind mit dem Hepatitis B-Virus infiziert. Und HBV \ninfiziert nicht einfach nur Leberzellen. Es infiziert auch \nT-Lymphozyten. Und so eigenartig es klingen mag \u2013 das Hepatitis B-Virus \nhat ein Reverse Transkriptase-Enzym. Und die Leute entwickeln Antik\u00f6rper\n gegen dieses Virus&#8230;\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; OK. Ich verstehe den Gedankengang.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Es gibt zu Gallos Experimenten noch \nmehr zu sagen. Als erstes: Das Serum, das Gallo in diesem Experiment \nverwendete, kam von einem Patienten mit den Initialen &#8222;E. T.&#8220;. Aber ET \nhatte eigentlich gar kein AIDS: Er war in einem Zustand, den man als \n&#8222;Pre-AIDS&#8220; kennt. Dabei hat man vergr\u00f6\u00dferte Lymphknoten in verschiedenen\n K\u00f6rperpartien. Aber Pre-AIDS wird von vielen infekti\u00f6sen Keimen \nausgel\u00f6st, die zum Beispiel in Schwulen, intraven\u00f6sen Drogenkonsumenten \nund H\u00e4mophilen zugegen sind, sogar wenn nichts von dem, was HIV genannt \nwird, zu finden ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das hei\u00dft, dass ET m\u00f6glicherweise gar keine HIV-Antik\u00f6rper hatte?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Genau. Und das andere R\u00e4tsel sind die Kaninchen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ja. Das wollte ich jetzt auch fragen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Gallo behauptet, er h\u00e4tte ein Serum \nvon Kaninchen gehabt, das HIV-spezifische Antik\u00f6rper enthielt. Stellen \nSie sich nur mal einen Augenblick die Szene in Gallos Labor vor: Sie \nkultivierten H9-Zellen mit Lymphozyten von AIDS-Patienten und als sie an\n den Punkt kamen zu bestimmen, welche Proteine in ihren Kulturen von \neinem vermuteten Virus stammten, greifen sie ins Regal und, siehe und \nstaune, holen eine Flasche mit der Aufschrift &#8222;spezifische Antik\u00f6rper \ngegen HIV&#8220; herunter. Wie haben sie es fertiggebracht, an diese \nAntik\u00f6rper zu kommen? Was ich jetzt anf\u00fchrte, haben Gallo und Popovic in\n der ersten ihrer vier einander fortsetzenden Arbeiten geschrieben, aber\n da hatten sie schon eine Flasche mit Kaninchen-Antik\u00f6rpern, die \nspezifisch f\u00fcr ein Virus waren, das sie gerade zum allerersten Mal zu \nisolieren versuchten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Und wie haben sie das gemacht?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sie sagen, sie h\u00e4tten Kaninchen-Antik\u00f6rper hergestellt, indem sie Kaninchen wiederholt mit HIV infizierten.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie sagen, sie h\u00e4tten \nKaninchen-Antik\u00f6rper hergestellt, indem sie Kaninchen wiederholt mit HIV\n infizierten. Doch wenn sie Antik\u00f6rper gegen HIV erzeugen wollten, \nh\u00e4tten sie die Kaninchen mit reinem HIV impfen m\u00fcssen, was wiederum \nhei\u00dft, dass sie schon isoliert haben mussten, was zu isolieren sie jetzt\n dabei waren, es zum ersten Mal zu versuchen. Das ergibt keinen Sinn.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Nun, wenn sie den Kaninchen kein reines HIV spritzten, was haben sie dann injiziert?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Wenn sie eine Bandenprobe von dem \nnahmen, was sie und alle anderen als reines HIV betrachten, kann man \nbestenfalls annehmen, dass das, was sie injizierten, mit dem zu \nvergleichen ist, was auf den franz\u00f6sisch-deutschen Bildern und denen vom\n amerikanischen National Cancer Institute zusehen ist. Nun wird Ihnen \njedes Buch \u00fcber Immunologie sagen, dass Proteine die kr\u00e4ftigsten \nAntik\u00f6rper-hervorrufenden Substanzen sind, die es gibt. Und das \nbesonders, wenn man sie direkt in den Blutstrom infundiert. Indem sie \nalso ihr Kulturmaterial den Kaninchen injizierten, selbst wenn sie eine \nBandenprobe verwendeten, h\u00e4tten Gallo und Popovic ihre Kaninchen einer \nMenge verschiedener zellul\u00e4rer Proteine ausgesetzt. Die Kaninchen h\u00e4tten\n also Antik\u00f6rper gegen alle diese Proteine entwickelt, und wenn sie \ndiese Antik\u00f6rper wieder mit solchem Material, von dem sie injiziert \nhatten, zusammen brachten, w\u00fcrde es selbstverst\u00e4ndlich Reaktionen geben.\n Das genau ist zu erwarten, aber das macht das injizierte Material nicht\n zu einem Virus. Und noch weniger zu einem bestimmten Retrovirus.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> OK. Ich verstehe, was Sie sagen wollen. Ihr Argument\n geht dahin, dass Gallo, bevor er ein Virus hatte, auf keinerlei Weise \nwissen konnte, ob der Patient ET, andere AIDS-Patienten oder Kaninchen \nAntik\u00f6rper hatten, die spezifisch HIV-Proteine erkennen w\u00fcrden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja. Bevor er ein Virus hatte, bestand  keine M\u00f6glichkeit zu wissen, ob es \u00fcberhaupt Antik\u00f6rper gegen HIV gibt.  Irgendwo. Um \u00fcberhaupt \u00fcber spezifische Antik\u00f6rper gegen spezifische  HIV-Proteine sprechen zu k\u00f6nnen, muss man zuerst nachweisen, dass die  Proteine Bestandteile eines retroviralen Partikels sind, die f\u00e4hig sind,  sich zu replizieren. Und der einzige Weg, das zu tun ist, die Partikel  zu isolieren und alle weiteren Schritte zu unternehmen, die ich  beschrieben habe. Sie m\u00fcssen zuerst das Virus haben, bevor Sie nach  Proteinen und Antik\u00f6rpern suchen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was in aller Welt sind dann diese Antik\u00f6rper in den AIDS-Patienten, die jedermann HIV-Antik\u00f6rper nennt?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Aber was in aller Welt sind dann diese Antik\u00f6rper in den AIDS-Patienten, die jedermann HIV-Antik\u00f6rper nennt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Was meine Kollegen und ich all die \nJahre geltend machen, ist, dass es keinen Beweis gibt, dass es \nHIV-Antik\u00f6rper sind. Die einzige Art und Weise festzustellen, ob es \nHIV-Antik\u00f6rper sind, besteht in dem Experiment, die Antik\u00f6rper mit der \nVirus-Isolation zu vergleichen. Das ist mit dem Verf\u00fcgen \u00fcber einen \nGoldstandard gemeint. Die Virus-Isolation einzusetzen ist ein v\u00f6llig \nunabh\u00e4ngiges Mittel zur Bestimmung, ob es wirklich spezifische \nHIV-Antik\u00f6rper gibt. Man kann sich das HIV als Schiedsrichter \nvorstellen. Wenn Antik\u00f6rper, die spezifisch f\u00fcr ein Retrovirus namens \nHIV sind, existieren, werden sie sich zeigen, indem sie nur reagieren, \nwenn ein Retrovirus namens HIV zugegen ist. Nichts k\u00f6nnte einfacher \nsein. Doch nun, obwohl Ihnen das nicht klar sein mag, gibt es ein \nweiteres Problem. Es mag spezifische HIV-Antik\u00f6rper geben, aber was ist,\n wenn es auch unspezifische Antik\u00f6rper gibt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ich kann mir vorstellen, dass die Leute jetzt verwirrt sind. K\u00f6nnen Sie das genauer ausf\u00fchren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Gut. Das Problem bei der Verwendung \nvon Antik\u00f6rpern besteht darin, dass es zweierlei Arten von Antik\u00f6rpern \ngeben kann. Die eine Art ist spezifisch, was hei\u00dft, sie sind von HIV und\n von nichts anderem hervorgerufen und sie reagieren nur auf HIV und auf \nnichts anderes. Die andere Art ist unspezifisch, was hei\u00dft, sie wurden \ndurch andere Stoffe oder Reize hervorgerufen und sie reagieren wohl mit \ndiesen Stoffen, aber sie reagieren auch mit HIV. Wenn Sie Serum von \neiner Person zu einigen der &#8222;HIV&#8220;-Proteine in einer Kultur oder in einem\n Testsatz geben und Sie sehen eine Reaktion, wie k\u00f6nnen Sie sagen, \nwelche Art von Antik\u00f6rpern die Reaktion bewirkte? Es gibt in der Tat \ndrei M\u00f6glichkeiten. Alle Antik\u00f6rper k\u00f6nnen von der spezifischen Art sein\n oder keiner ist von dieser Art. Oder es handelt sich um eine Mischung. \nAlles, was Sie sehen, ist eine Reaktion. Etwas \u00e4ndert seine Farbe. Das \nist alles. Wie k\u00f6nnen Sie es bestimmen? Einfach. Sie testen nach \nAntik\u00f6rpern in allen Arten von Patienten, einige mit AIDS, einige, die \nkrank sind, aber ohne AIDS, und auch einige gesunde Personen. Aber in \nden gleichen Experimenten, zur gleichen Zeit, gebrauchen Sie HIV als \nSchiedsrichter, um zu beurteilen, welcher Art Ihre Antik\u00f6rper sind. Wenn\n sich Antik\u00f6rper zeigen, wenn kein HIV vorhanden ist, dann muss es sich \num unspezifische Antik\u00f6rper handeln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie steht es mit einem Experiment, das diese Antik\u00f6rper sortiert?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Es konnte nicht gemacht werden, weil bis heute niemand das HIV isoliert hat.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Dieses Experiment, das lange bevor der\n HIV-Antik\u00f6rper-Test in die klinische Medizin eingef\u00fchrt wurde, h\u00e4tte \nausgef\u00fchrt werden m\u00fcssen, wurde nie gemacht. Es konnte in der Tat aber \ngar nicht gemacht werden, weil bis heute niemand das HIV isoliert hat. \nEs gibt jedoch eine F\u00fclle an Hinweisen, dass Leute, von denen sich alle \nExperten einig sind, dass sie nicht mit HIV infiziert sind, Antik\u00f6rper \nhaben, die mit dem reagieren, was als HIV-Proteine deklariert wird. Es \ngibt also nicht-spezifische &#8222;HIV&#8220;-Antik\u00f6rper, und wenn einige \nnicht-spezifisch sind, wie will man wissen, wie viele es sind? Warum \nsollten es nicht alle sein? Selbst wenn es nur einen Teil betrifft, wie \nkann man sie verlesen? Die Antwort lautet: Man kann es nicht, und das \nbedeutet, dass keine einzige Person aufgrund eines Antik\u00f6rpertestes als \n&#8222;HIV-infiziert&#8220; festgelegt werden kann. Und es bedeutet auch, dass \nWissenschaftler die Existenz des HIV in Frage stellen m\u00fcssen aus genau \ndem gleichen Grund, aus dem die Wissenschaftler am Sloan Kettering und \nam National Cancer Institute die Existenz von HL23V in Frage stellten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Ihr Argument l\u00e4uft also haupts\u00e4chlich darauf hinaus,\n dass sich &#8222;HIV&#8220;-Antik\u00f6rper nicht wegen HIV bilden und nicht gegen HIV \ngerichtet sind, sie aber trotzdem von jedermann &#8222;HIV&#8220;-Antik\u00f6rper genannt\n werden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das ist richtig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was zum Nachweis, dass HIV AIDS verursacht? Hat Gallo das 1984 bewiesen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Um ehrlich zu sein: Gallo hat diese \nBehauptung in seinen 1984 in Science erschienenen Arbeiten nicht direkt \naufgestellt. Er sagte, HIV sei die wahrscheinliche Ursache von AIDS. \nAber selbst diese Folgerung ist fragw\u00fcrdig. Selbst wenn Gallos Beleg ein\n unbestreitbarer Beweis w\u00e4re, dass er ein Retrovirus isoliert h\u00e4tte, so \ngelang ihm seine Isolation doch nur bei 26 von 72 AIDS-Patienten. Das \nsind nur 36%. Und nur 88% von 49 AIDS-Patienten hatten Antik\u00f6rper. Dabei\n wurde meistens der ELISA-Test verwendet, der als am wenigsten \nspezifisch erachtete Antik\u00f6rpertest. Niemand diagnostiziert eine \nHIV-Infektion aufgrund eines einzelnen ELISA. Und wenn das Virus nur in \n36% der Patienten zugegen war, warum hatten 88% Antik\u00f6rper? Ich meine, \nwarum waren mehr Patienten mit Antik\u00f6rpern ohne Virus, als Patienten mit\n Virus? Und es gab keine Spur von einem Nachweis, dass HIV T4-Zellen \nt\u00f6tet, oder dass niedrige T4-Zellzahlen alle diese als AIDS \ndiagnostizierten Krankheiten ausl\u00f6sen k\u00f6nnten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Die Beweismittel von 1984 waren &#8222;Licht an&#8220;?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es gab keinen Beweis. Doch zwei Jahre \nsp\u00e4ter, als Gallo sich gegen die Beschuldigung verteidigte, er habe das \nfranz\u00f6sische Virus verwendet, um seine Version des HIV zu entdecken, war\n er viel bestimmter in Bezug auf seine Arbeiten von 1984. Er sagte, sie \nlieferten den &#8222;eindeutigen&#8220; Beweis, dass HIV die Ursache von AIDS sei. \nUnd seine Meinung war 1993 nicht anders. Lassen Sie mich Gallos eigene \nWorte aus der 1993er TV-Dokumentation &#8222;The Plague&#8220; (Die Seuche) \nzitieren:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8222;Der zwingende Beweis, der die Gemeinschaft der Wissenschaftler \n\u00fcberzeugte, dass diese Art Virus die Ursache von AIDS ist, kam von uns. \nDie ma\u00dfgebende Anzucht des Virus kam von diesem Labor, haupts\u00e4chlich \ndurch Mika Popovic. Die Entwicklung eines sensitiven, brauchbaren \nBluttests. Ich glaube nicht, dass wir dar\u00fcber diskutieren m\u00fcssen. Ich \nglaube, die Entwicklung spricht f\u00fcr sich selbst.&#8220;<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Gelten die Probleme, die Sie bei den Arbeiten Gallos\n sehen, auch f\u00fcr die Tests, die verwendet werden, um mit HIV infizierte \nPatienten zu diagnostizieren, wenn keine Kulturen angelegt werden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Sie meinen die Antik\u00f6rpertests?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ja.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Darum braucht man einen unabh\u00e4ngigen &#8222;Goldstandard&#8220; als Schiedsrichter.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es ist derselbe Test. K\u00f6nnen Sie \nnachvollziehen, was hier geschehen ist? Die HIV-Forscher haben einige \nAntik\u00f6rper im Blut von Patienten genommen, um sich selbst zu \u00fcberzeugen,\n dass einige Proteine in ihren Kulturen charakteristische Bestandteile \neines Partikels sind, von dem sie sagen, es sei ein Retrovirus, genannt \nHIV. Das war das Erste. Doch nachdem sie das getan hatten, wandten sie \nsich um und sagten, &#8222;OK, wenn diese Proteine vom HIV sind, dann m\u00fcssen \ndie Antik\u00f6rper die HIV-Antik\u00f6rper sein.&#8220; Sie haben also ein und \ndieselben chemischen Reaktionen gebraucht, um zu folgern, welches die \nbeiderseitigen Reagenzien sind, wo es doch in Wirklichkeit unm\u00f6glich \nist, dass eine Antik\u00f6rper-Reaktion aussagen k\u00f6nnte, was auch nur ein \nReagens ist, selbst wenn man von dem anderen als bekannt ausgehen \nk\u00f6nnte. Darum braucht man einen unabh\u00e4ngigen &#8222;Goldstandard&#8220; als \nSchiedsrichter. Was die faktische Handhabung des Testes betrifft, so ist\n der Unterschied zu Kulturen, dass das Blut von Patienten mit Proteinen \nvermischt wird, die aus H9- oder anderen Kulturen extrahiert wurden. Da \nwird entweder alles zusammen in ein Reagenzglas gegeben oder f\u00fcr sich an\n getrennten Stellen auf einen d\u00fcnnen Papierstreifen. Die erstere Methode\n nennt man ELISA, die zweite den &#8222;Western Blot&#8220;. Wenn diese Proteine mit\n dem Blut reagieren \u2013 und beim Western Blot sind die f\u00fcr einen positiven\n Test geforderte Anzahl der Reaktionen und die Art der reagierenden \nProteine in verschiedenen L\u00e4ndern ganz verschieden definiert, was \nwiederum ein weiteres gro\u00dfes Problem bildet \u2013, dann wird der Patient als\n HIV-positiv betrachtet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Dann handelt es sich also beim HIV-Antik\u00f6rpertest in\n Wirklichkeit um die gleiche Prozedur, die 1984 gebraucht wurde, um die \nExistenz von HIV in Kulturen von AIDS-Patienten nachzuweisen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja. Und ebenso bei den Franzosen 1983.\n Und damals bei Gallo und seinen Kollegen in den Mittsiebzigern beim \nNachweis der Existenz von HL23V. Unsere Gruppe findet es als \nverbl\u00fcffend, dass Wissenschaftler auf die Idee kamen, mit Proteinen \nreagierende Antik\u00f6rper als Beweis f\u00fcr eine Virus-Isolation zu \nbetrachten. Ist ein Antik\u00f6rper, der mit einem Protein verbunden ist, ein\n Virus? Was w\u00fcrden Sie beim Blick durch das Elektronen-Mikroskop \nerwarten? Ein Partikel mit einem Kern und &#8222;Kn\u00f6pfchen&#8220;?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Muss man dann ehrlicherweise sagen, dass HIV-Antik\u00f6rper-Tests unbrauchbar sind?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein, sie sind nicht unbrauchbar. Ohne\n Zweifel ist es kein gutes Zeichen, wenn man als Angeh\u00f6riger einer \nRisikogruppe solche Antik\u00f6rper hat.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie ist das zu verstehen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Erfahrungsgem\u00e4\u00df entwickeln solche \nLeute eher die Krankheiten, die wir als AIDS klassifizieren. Es wurden \nin der Tat Beobachtungen im Lancet publiziert, dass ein positiver Test \nauch eine erh\u00f6hte Sterblichkeitsrate durch nicht-AIDS-definierende \nKrankheiten voraussagt. Was aber die Tests nicht k\u00f6nnen, oder es gibt \njedenfalls keinen Beweis daf\u00fcr, dass sie es tun, das ist, eine \nHIV-Infektion nachweisen. Noch weniger beweisen sie, dass die \nHIV-Infektion der Grund ist, aus dem diese Personen AIDS entwickeln. Sie\n k\u00f6nnen das vielleicht nicht richtig erkennen, dass das einzige \nBeweismittel, dass HIV AIDS verursacht, diese Tests sind. Wenn die Tests\n nicht die HIV-Infektion erweisen, dann gibt es keinen Beweis daf\u00fcr, \ndass HIV AIDS ausl\u00f6st.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was ist aber mit einem positiven Test bei Menschen, \ndie augenscheinlich gesund sind und keiner Risikogruppe angeh\u00f6ren? \nSollen sie sich Sorgen machen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es gibt keine Daten zur Beantwortung \ndieser Frage, und ich glaube auch, dass es unm\u00f6glich sein wird, solche \nDaten zu bekommen. Es m\u00fcsste eine Studie gemacht werden, die \ngleichartige Gruppen gesunder Leute mit und ohne diesen Antik\u00f6rpern \nbeobachtet und vergleicht. Mit anderen Worten: Man beobachte Leute mit \neinem positiven Test \u00fcber eine Reihe von Jahren und sehe, wer AIDS \nentwickelt und wer nicht. Der St\u00f6rfaktor dabei wird sein, dass es f\u00fcr \ndie meisten Leute und auch f\u00fcr ihre \u00c4rzte sehr schwer sein wird zu \nwissen, sie sind HIV-positiv, und nicht zu glauben, dass sie fr\u00fcher oder\n sp\u00e4ter sehr krank werden und schlie\u00dflich an AIDS sterben werden. Und \neine solche Geisteshaltung wird die Ergebnisse einer solchen Studie \nwahrscheinlich sehr stark beeinflussen. Von beiden Seiten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was meinen Sie damit: von beiden Seiten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ich meine, dass die Gesundheit von  Patienten durch das Wissen beeinflusst wird, sie sind HIV-positiv, und  dass ihre \u00c4rzte sich verpflichtet f\u00fchlen werden, ihnen Behandlungen mit  Arzneimitteln anzubieten, die in dem Glauben gegeben werden, sie seien  n\u00f6tig, um ein Virus zu t\u00f6ten, das die Patienten aber gar nicht haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">AZT, das immer noch am weitesten eingesetzte Mittel ist sehr wohl \nbekannt f\u00fcr seine toxischen Wirkungen, und in der Tat ahmen einige \ndieser Wirkungen AIDS nach.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; K\u00f6nnen denn die Arzneimittel selbst sch\u00e4dlich sein?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nun, AZT, das urspr\u00fcngliche und immer \nnoch am weitesten eingesetzte Mittel ist sehr wohl bekannt f\u00fcr seine \ntoxischen Wirkungen, und in der Tat ahmen einige dieser Wirkungen AIDS \nnach.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie w\u00e4re es, wenn wir diese Studie machten, und zwar\n blind, und zu dem Ergebnis k\u00e4men, dass die HIV-Positiven eher AIDS \nentwickeln als die HIV-Negativen? Was w\u00fcrde uns das sagen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Aufgrund unserer gegenw\u00e4rtigen Daten \nw\u00fcrde es dasselbe bedeuten, was es in den AIDS-Risikogruppen bedeutet. \nGallo und seine Kollegen entdeckten zuf\u00e4llig einen Test, der aus \nirgendwelchen Gr\u00fcnden eine Neigung zur Erkrankung an gewissen \nKrankheiten anzeigt, die unter dem Ausdruck AIDS zusammengefasst wurden.\n Aber er beweist nicht, dass das Bindeglied zu all diesen Krankheiten \nein Retrovirus ist. Das kann nicht bewiesen werden, solange die Existenz\n des HIV nicht nachgewiesen wird, indem es zuerst isoliert und dann \neingesetzt wird, um die Antik\u00f6rper als HIV-Antik\u00f6rper zu best\u00e4tigen. \nSelbst dann kann man noch nicht sagen, HIV verursache AIDS, nur weil es \nin AIDS-Patienten zugegen ist. Assoziation (gemeinsame Anwesenheit) \nbeweist keine Urs\u00e4chlichkeit. Sie k\u00f6nnen bei einem Bankraub anwesend \nsein, ohne dass Sie der R\u00e4uber sind. Sie brauchen weitere Daten, um die \nUrs\u00e4chlichkeit nachzuweisen. In der Tat brauchen Sie aufgrund der \nAIDS-Definition der CDC nicht einmal HIV-infiziert zu sein, um als \nAIDS-krank diagnostiziert zu werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Das h\u00f6rt sich wirklich verr\u00fcckt an.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Es steht so in der Literatur. Unter \ngewissen Umst\u00e4nden erfordert es die AIDS-Definition der CDC, dass ein \nPatient als AIDS-Fall diagnostiziert wird, selbst wenn die \nAntik\u00f6rpertests des Patienten negativ sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wie steht es mit den RNS-Tests. Mit der PCR, der Viruslast (viral load) und dergleichen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das ist ein anderes weites Thema, zu \ndem ich nur eines sagen will. Alle diese Tests gr\u00fcnden sich auf den \nVergleich von einem St\u00fcck der RNS oder der DNS des Patienten mit einem \nTestst\u00fcck RNS oder DNS, das als von einem Partikel namens HIV stammend \nbetrachtet wird. Sie k\u00f6nnen sich das vorstellen wie bei den \nKaninchen-Antik\u00f6rpern. Da steht eine weitere Flasche im Regal und auf \ndieser lautet das Etikett &#8222;HIV\u2013RNS&#8220;. Wenn aber nicht ein retrovirales \nPartikel isoliert, gereinigt und als Virus erwiesen wurde, wie will \nirgendwer wissen, wo dieses St\u00fcck RNS herstammt? Die HIV-Experten sagen \nselbst, es g\u00e4be etwa einhundert Millionen verschiedene HIV-RNS in jedem \nAIDS-Patienten. Bei so viel Variationen m\u00fcsste man denken, dass ein \nVirus die unwahrscheinlichste Quelle solcher RNS ist. Ich meine: wie \nkann ein Virus so viele Variationen haben und immer noch das gleiche \nAgens sein? Immer noch die gleichen Proteine produzieren und die \ngleichen Antik\u00f6rper erzeugen? Immer noch alle gleichen Tricks ausf\u00fchren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sagen Sie mir, Eleni, wenn kein Virus da ist, woher  kommen dann alle diese Dinge, die Montagnier und Gallo gefunden haben?  Ich nehme doch an, dass Sie zugeben, dass jene etwas in ihren Kulturen  gefunden haben?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nat\u00fcrlich haben sie etwas gefunden. Sie haben vieles gefunden.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nat\u00fcrlich haben sie etwas gefunden. \nSie haben vieles gefunden. Alles, was wir diskutiert haben. Und Ihre \nFrage ist berechtigt. Unserer Ansicht nach ist es m\u00f6glich, dass die RT \nund die Partikel irgendeine Reaktion darstellen, die in Gang gesetzt \nwird, wenn Zellen von kranken Menschen kultiviert werden. Oder die eine \nWirkung von den Chemikalien sind, die den Kulturen beigegeben werden. \nWir wissen, dass sowohl normale als auch pathologische Prozesse mit dem \nErscheinen retroviren-\u00e4hnlicher Partikel verbunden sein k\u00f6nnen. Dar\u00fcber \nbesteht \u00fcberhaupt kein Zweifel. Was genau sind aber diese Partikeln? \nNun, manche sind wohl nichts mehr als St\u00fccke von zerfallenden Zellen. \nAndere sehen gewiss mehr gleichartig aus und es ist denkbar, dass sie \nVirus-\u00e4hnlich und selbst Retroviren-\u00e4hnlich sein m\u00f6gen, doch worauf es \nim Zusammenhang mit HIV wirklich ankommt, ist der Beweis, dass \nwenigstens eines aus diesen Variationen an Partikeln ein retrovirales \nPartikel ist. Und selbst wenn wir diesen Beweis h\u00e4tten, k\u00f6nnten die RT, \ndie Partikel und Proteine immer noch von einem endogenen Retrovirus \nherr\u00fchren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was ist nun das wieder, ein endogenes Virus?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Anders als im Falle aller anderen \ninfekti\u00f6sen Agenzien enth\u00e4lt die normale menschliche DNS retrovirale \nInformationen, die nicht als Folge einer retroviralen Infektion da \nhineinkam. Die Zelle wurde damit geboren. So gibt es unter unserer \nganzen DNS Abschnitte, die aus irgendwelcher retroviraler Information \nbestehen und die dort vielleicht unser ganzes Leben lang sitzt, bis \netwas geschieht. Dann wird die DNS aktiv und bildet RNS, die wiederum \nProteine erzeugt. Dieser Prozess kann noch weitergehen und zum \nZusammenbau von endogenen retroviralen Partikeln f\u00fchren. Man nennt sie \nendogen, weil sie nicht von au\u00dfen hineinkamen, wie es dem HIV \nunterstellt wird. Etwas, das von au\u00dferhalb eindringt, wird exogen \ngenannt. Schon lange vor der AIDS-\u00c4ra wusste jeder, dass in tierischen \nZellen die Erzeugung endogener Retroviren spontan in Gang kommen konnte.\n Man setze eine Zellkultur an und tue nichts weiter. Lasse sie einfach \neinige Tage oder auch einige Wochen stehen, und eines Tages f\u00e4ngt sie \nan, Retroviren-\u00e4hnliche Partikel zu erzeugen. Allem Anschein nach kommen\n sie aus dem Nichts. Der Prozess kann betr\u00e4chtlich beschleunigt und der \nErtrag an Partikeln vermehrt werden, manchmal millionenfach, durch \nUmst\u00e4nde, die eine Zellaktivierung ausl\u00f6sen, die gleichen Umst\u00e4nde, die \nobligatorisch sind, will man das sogenannte HIV aus Zellkulturen \ngewinnen. Interessanterweise haben bis 1993 weder Gallo noch Fauci, ein \nanderer bekannter HIV-Forscher, zugegeben, dass Menschen die DNS zur \nErzeugung von endogenen Retroviren in sich haben. Es wird aber jetzt \nanerkannt, dass endogene retrovirale DNS etwa 1% der menschlichen DNS \nausmacht. Das ist etwa 3000 mal mehr als die Experten dem HIV-Genom an \nGr\u00f6\u00dfe zumessen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen neue retrovirale Genome durch \nUmstellungen und Rekombination vorhandener retroviraler Genome \nentstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; HIV k\u00f6nnte also ein endogenes Retrovirus sein?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es gibt viele Erkl\u00e4rungen f\u00fcr die \nVersuchsph\u00e4nomene, die als Nachweis f\u00fcr die Existenz des HIV hingestellt\n werden. Wir haben sie alle in einem langen Artikel untersucht, den wir \nim vergangenen Oktober (1996) f\u00fcr das continuum Magazin verfasst haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Kann man endogen und exogen unterscheiden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein. Endogen erzeugte Retroviren sind morphologisch (der Gestalt nach) und biochemisch nicht von exogenen Retroviren zu unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Patienten sind krank. Sie sind in der Tat schon krank, bevor sie je AIDS entwickeln.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wenn HIV ein endogenes Virus ist, warum erzeugen AIDS-Patienten solche Viren und wir dagegen nicht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Weil die Patienten krank sind. Sie \nsind in der Tat krank, bevor sie je AIDS entwickeln. Ihre Zellen sind \nalso krank, und ihre kranken Zellen finden in den Kulturen die \ngeeigneten Bedingungen zu ihrer Aktivierung vor. Das ist, was n\u00f6tig ist,\n um endogenes Virus zu erzeugen, und das ist schon seit Jahrzehnten \nbekannt. Entweder induzieren die Wirkstoffe, denen die Patienten \nausgesetzt sind, die passenden Bedingungen, oder es spielen die \nKulturbedingungen eine Rolle. Vielleicht eine Hauptrolle. Ich wei\u00df \nnicht, was mehr dazu beitr\u00e4gt, aber das h\u00e4tte man l\u00e4ngst ausprobieren \nk\u00f6nnen, wenn die ersten HIV-Forscher ein paar Kontrollexperimente \neingeschlossen h\u00e4tten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Um welche handelt es sich da?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Wenn Sie eine Kultur ansetzen, sagen \nwir von den Lymphozyten eines AIDS-Patienten mit einigen H9-Zellen und \nall den Chemikalien, die zugesetzt werden, um die Kultur zur Produktion \nvon &#8222;HIV&#8220; zu veranlassen, dann wissen Sie in Wirklichkeit nicht, ob das,\n was Sie finden, den Unterschied ausmacht, der die AIDS-Patienten von \nallen anderen unterscheidet. Was w\u00e4re, wenn Sie genau dieselbe Sache bei\n \u00e4hnlichen Patienten finden, die kein AIDS haben? Um sich also selbst zu\n \u00fcberzeugen, dass das, was Sie gefunden haben und HIV nennen, nur in \nAIDS-Patienten zugegen ist und daher etwas mit AIDS zu tun haben kann, \nm\u00fcssen Sie eine Kontrolle haben. Dabei handelt es sich um Experimente, \ndie parallel zu Ihrem Hauptexperiment in genau der gleichen Weise und \nunter Verwendung genau der gleichen Materialien durchgef\u00fchrt werden. Der\n einzige Unterschied besteht in der einen Variablen, die Sie erforschen \nwollen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; K\u00f6nnen Sie das n\u00e4her erkl\u00e4ren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Eine Kontrolle w\u00e4re zum Beispiel eine \nKultur von Zellen, die von Patienten gleichen Alters und Geschlechtes \nund mit den gleichen Umwelteinfl\u00fcssen, die an AIDS-\u00e4hnlichen Krankheiten\n leiden, aber nicht an AIDS selbst. Noch besser w\u00e4re, wenn die Zellen \nvon Patienten mit niedrigen T4-Zellzahlen sind, und die unter oxidativem\n Stress stehen (who are oxidised). AIDS-Patienten haben diese beiden \nAnomalit\u00e4ten, aber sie sind nicht die einzigen Patienten, die das haben.\n Man darf auch nicht vergessen, die zu verwendenden Chemikalien allen \nKulturen gleicherma\u00dfen beizugeben. Wir wissen bereits, dass eine dieser \nChemikalien in normalen Lymphozyten reverse Transkription ausl\u00f6st. Nun, \nwenn Sie all das getan haben, werden Sie vielleicht finden, dass \nLymphozyten von New Yorker M\u00e4nnern, die an Nicht-AIDS-Erkrankungen \nleiden, auch Partikel, RT und Antik\u00f6rper-Reaktionen entwickeln, wenn man\n sie kultiviert. Das w\u00fcrde bedeuten, dass man sehr vorsichtig sein \nm\u00fcssen wird, ob man diese Daten als etwas speziell zu AIDS Geh\u00f6rigem \ninterpretieren darf.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Gab es keine Kontrollen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Das ist ein weiteres Problem bei so \nviel AIDS-Forschung. Kaum einer setzt Kontrollen ein, und wenn sie es \ntun, sind sie oft von der falschen Art.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ist es m\u00f6glich, dass man AIDS umgekehrt hat, das \nHintere nach vorne? Sie haben schon eine Anspielung darauf gemacht. \nK\u00f6nnten die Patienten oder die Kulturen verantwortlich sein f\u00fcr das, was\n HIV genannt wird, und nicht anders herum?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Richtig. AIDS zu haben k\u00f6nnte einfach \nein Rezept f\u00fcr die Entwicklung dieser Anomalit\u00e4ten sein. Retrovirologen \nhaben schon selbst die M\u00f6glichkeit er\u00f6rtert, dass Retroviren als Folge \neiner Krankheit erscheinen und nicht umgekehrt. Ursache und Wirkung zu \nverwechseln ist in der Medizin nicht neu. Selbst der Nobelpreis wurde \nschon bei solchen Sachverhalten verliehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Es ist Zeit, zum Schluss zu kommen. Aber ich habe \nnoch mehr Fragen. Erstens: Seit wann vertreten Sie und Ihre Kollegen die\n Ansicht, dass das HIV vielleicht gar nicht existiert?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Schon immer, seit der ersten Publikation zu HIV 1983.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Es ist also nicht etwas, auf das Sie erst vor kurzem gekommen w\u00e4ren?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Nein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:&nbsp;<\/strong> Haben Sie diese besonderen Argumente ver\u00f6ffentlicht? In einer Wissenschaftszeitschrift?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja. In meiner ersten Arbeit \u00fcber AIDS  im Jahr 1988. Darin vertrat ich eine nicht-virale Theorie zu AIDS und  ich habe einiges darin eingeschlossen von dem, wor\u00fcber wir heute  gesprochen haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Damals war es so gut wie unm\u00f6glich, die Existenz von HIV in Frage zu stellen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wo wurde das ver\u00f6ffentlicht?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> In Medical Hypotheses\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Kein allgemein bekanntes Journal?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es ist ein wohlbekanntes Journal f\u00fcr \nIdeen. In dieser Arbeit habe ich die Diskussion \u00fcber die HIV-Isolation \nnicht so offen gef\u00fchrt, wie wir es heute getan haben, aber damals war es\n so gut wie unm\u00f6glich, die Existenz von HIV in Frage zu stellen. Man \nmusste subtil vorgehen, wenn man \u00fcberhaupt publiziert werden wollte. \nSelbst so dauerte es einige Jahre, bis die Arbeit gedruckt wurde. Zuerst\n reichte ich sie bei einem viel prominenteren Journal ein, wurde aber \nabgewiesen. Sogar zweimal.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Welches Journal war das?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Das ist unwichtig. Dann schrieben Val \nTurner und ich eine Arbeit, die offen und direkt alle Probleme \naufzeigte, die wir heute diskutiert haben. Wir zielten damit auf \nKliniker und boten sie einem Journal an, das von praktizierenden \u00c4rzten \nin Australien gelesen wird.ohnson:&nbsp; Kein Erfolg?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Kein Erfolg.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Es h\u00e4tten also nur die Leute, die Medical Hypotheses lesen, erfahren, was Sie vor zehn Jahren gedacht haben?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ja.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie erw\u00e4hnten Ihre nicht-virale Theorie \u00fcber AIDS. Sagen Sie mir ein wenig dar\u00fcber.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Wir geh\u00f6rten zu den ersten Leuten in \nder Welt, die die Idee \u00e4u\u00dferten, dass nicht-infekti\u00f6se Faktoren AIDS bei\n Homosexuellen erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, und die ersten, die sowohl eine \nnicht-infekti\u00f6se Theorie f\u00fcr alle Risikogruppen, als auch einen \nvereinheitlichten Mechanismus vorschlugen. \u00dcberdies sagt unsere Theorie \nvoraus, dass die Faktoren, welche die Entwicklung der AIDS-Krankheiten \nverursachen, auch verantwortlich sind f\u00fcr die Ph\u00e4nomene, die alle andern\n als die &#8222;Isolation&#8220; eines Retrovirus von AIDS-Patienten deuten.<br>Johnson:&nbsp; Wie viel Reaktion gab es auf Ihre Theorie?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Leider sehr wenig, aber einige \nForschergruppen best\u00e4tigten einige unserer Voraussagen einschlie\u00dflich \nderjenigen, dass Antioxidantien brauchbar sein k\u00f6nnten f\u00fcr solche \nPersonen, die gef\u00e4hrdet sind, AIDS zu entwickeln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ist es Ihnen gelungen, die Gleichg\u00fcltigkeit Ihren Ideen gegen\u00fcber zu \u00fcberwinden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> In der wissenschaftlichen Presse haben\n wir nicht viel Erfolg gehabt, aber einige Homos und einige ihrer \nOrganisationen sind unsere besten Verb\u00fcndeten geworden. Ohne sie w\u00e4re \nunsere Aufgabe fast unm\u00f6glich.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wenn Sie ein einzelnes Hindernis nennen m\u00fcssten, das\n die L\u00f6sung der wissenschaftlichen Probleme in Sachen AIDS behindert, \nwas w\u00e4re das?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Unserer Ansicht nach ist das gr\u00f6\u00dfte einzelne Hindernis f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis und die L\u00f6sung des AIDS-Problems HIV.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; W\u00fcrde das erkl\u00e4ren, warum Ihre Gruppe so viele Arbeiten gegen AIDS geschrieben hat?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Das ist ganz richtig. Wir haben in der\n Tat eine Menge mehr geschrieben, als wir ver\u00f6ffentlicht haben. Leider \nist es uns nur gelungen, etwa ein Dutzend Arbeiten in wissenschaftlichen\n Journalen zu ver\u00f6ffentlichen. Eine der wichtigsten war eine Arbeit, die\n in BIO\/TECHNOLOGY ver\u00f6ffentlicht wurde. Dieses Blatt nennt sich jetzt \nNATURE\/BIOTECHNOLOGY. Darin sagten wir gerade heraus, dass es keinen \nBeweis f\u00fcr die HIV-Isolation gibt. Von dieser Arbeit wurde gewiss Notiz \ngenommen, doch antwortete wiederum niemand auf unsere Ansichten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Sie blieben also eine Minorit\u00e4t?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Wir sind nicht blo\u00df eine Minorit\u00e4t. \nWir sind immer noch die einzigen, die je Daten in \nWissenschafts-Journalen ver\u00f6ffentlicht haben, die die Existenz des HIV \nin Frage stellen und Gr\u00fcnde daf\u00fcr anf\u00fchren, dass die HIV-Antik\u00f6rpertests\n kein Beweis f\u00fcr eine HIV-Infektion sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Eleni, warum scheinen, trotz allem, was Sie heute  erkl\u00e4rt haben, praktisch alle Wissenschaftler und \u00c4rzte in der Welt  v\u00f6llig zufrieden zu sein mit den Beweisen, die Sie als so schwer zu  akzeptieren finden?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Problem ist nicht eine Frage des Akzeptierens von Beweismitteln. Es geht darum, wie die Beweismittel interpretiert werden.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Das Problem ist nicht eine Frage des \nAkzeptierens von Beweismitteln. Es geht darum, wie die Beweismittel \ninterpretiert werden. Ich sehe es so: Die meisten Wissenschaftler und \n\u00c4rzte, die an das HIV und daran, dass HIV AIDS verursacht, glauben, tun \ndas, weil sie die Interpretationen einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Minorit\u00e4t von\n Experten akzeptieren. Es ist ganz unrealistisch zu erwarten, dass alle,\n die auf dem Gebiet von AIDS arbeiten, die Daten in dem Ma\u00df analysieren,\n wie wir es getan haben. Was die HIV-Experten selbst betrifft, ich wei\u00df \nes nicht, warum sie die Beweismittel so interpretieren. Da kann ich nur \nspekulieren. Vielleicht ist es, weil Bilder so eindrucksvoll sind. Es \ngibt Bilder, die Partikel enthalten, die wie ein Virus aussehen, und es \ngibt Reverse Transkriptase in den gleichen Kulturen, in denen die \nPartikel sind. Es ist m\u00f6glich, die Partikel, reverse Transkription, \nProteine und die Antik\u00f6rper, die mit den Proteinen reagieren, gedanklich\n zu verbinden, und das Ganze als Beweis f\u00fcr die Existenz eines \nRetrovirus zu betrachten. Besonders f\u00fcr einen Retrovirologen. Ich \nvermute, darin liegt das ganze Problem. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass\n wir alle subjektiv sind und von unserer eigenen Perspektive aus auf die\n Probleme schauen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Nun, trifft dasselbe nicht auf die Interpretationen der Literatur durch Ihre Gruppe zu?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Gewiss. Aber verlieren Sie nicht einen sehr wichtigen Aspekt vom Ganzen aus den Augen, der nicht subjektiv ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was ist das?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Die Definition, was ist ein Virus, und\n die daraus folgende Methode zum Nachweis der Existenz eines Virus. Eben\n jene Methode, die 1973 vom Pasteur-Institut gutgehei\u00dfen wurde. Niemand \nkann bestreiten, dass damit eine Methode gegeben ist, die den absoluten \nBeweis f\u00fcr die Existenz eines Retrovirus bildet. Und was auch niemand \nbestreiten kann, ist, dass dem HIV nie nach dieser Methode sein \nwirkliches Bestehen nachgewiesen wurde. Mit anderen Worten: Trotzdem \nAIDS als einer der schwerwiegendsten Schicksalsschl\u00e4ge, die je die \nmenschliche Rasse getroffen haben, betrachtet wird, hat es niemand f\u00fcr \nn\u00f6tig befunden, eine bew\u00e4hrte Methode anzuwenden, um die Existenz der \nvermeintlichen Ursache dieser furchtbaren Krankheit nachzuweisen. \nStattdessen hat sich jeder f\u00fcr eine Reihe nicht-spezifischer Kriterien \nentschieden und scheint zu glauben, dass wenn man sie alle zusammen \nnimmt, sie sich irgendwie in die richtige Antwort verwandeln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Hat das nicht auch einen Vorzug? Wenn sie alle \nAnhaltspunkte f\u00fcr ein Retrovirus sind, dann kommt man doch, je mehr man \ndavon hat, um so n\u00e4her zur Gewissheit?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Bestimmt nicht. Was, wenn die wahre \nUrsache etwas Unerwartetes ist? Oder etwas, das man nicht kennt oder \nsich \u00fcberhaupt nicht vorstellen kann? In diesem Fall werden Sie, je mehr\n Anhaltspunkte Sie haben, die zu dem passen, was Sie erwarten oder \nw\u00fcnschen, dass es das ist, um so eher irregef\u00fchrt werden. Es l\u00e4uft alles\n darauf hinaus, ob Sie sich lieber mit Wahrscheinlichkeiten befassen als\n mit Fakten. Das meine ich mit &#8222;subjektiv sein&#8220;. Es ist wie wenn ein \nArzt einen Patienten sieht mit Fieber, Durchfall, Erbrechen, Schw\u00e4che \nund Schock, und dann Cholera als die Ursache erkl\u00e4rt. Es kann schon \nCholera sein, aber was von den Dutzenden anderer Mikroben, die ein \n\u00e4hnliches Muster erzeugen? Was, wenn Ihr Leben davon abh\u00e4ngt?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Ich verstehe, was Sie sagen wollen. Glauben Sie, \nnachdem wir nun gesehen haben, was sich wirklich im Dichtegradienten \nansammelt, dass sich das Blatt gegen HIV wenden wird?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ich m\u00f6chte hoffen, dass diese Daten zu  einem Wendepunkt werden. Besonders, je mehr Leute sie zu sehen oder zur  Kenntnis bekommen. Und es best\u00e4tigt, was unsere Gruppe seit sehr langer  Zeit gesagt hat. In der Einf\u00fchrung zu der franz\u00f6sisch-deutschen Arbeit  versichern die Autoren klar, dass vor ihren Aufnahmen der 1,16g\/ml  Dichtegradient als &#8222;eine Population relativ reiner viraler Partikel  enthaltend betrachtet worden&#8220; sei. Das ist unser Punkt. HIV wurde nie  isoliert, und doch haben in den vergangenen 14 Jahren Wissenschaftler  und biomedizinische Hersteller dieses Material verwendet, um Proteine  und RNS zu gewinnen, als w\u00e4re es pures HIV. Bilder sind gewaltig  (beeindruckend), und das gilt f\u00fcr beide Seiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was sollte nun mit der AIDS-Forschung geschehen?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was, meinen Sie, sollte nun mit der AIDS-Forschung geschehen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Ich meine, die traditionelle Methode \nder Virus-Isolation sollte so schnell wie m\u00f6glich unter Verwendung von \nKulturen mit Zellen von AIDS-Patienten und von geeigneten Kontrollen \nangewandt werden. Wie ich sagte, m\u00fcssen wir ein f\u00fcr allemal \nherausfinden, ob es so etwas namens HIV gibt. Es brauchte vierzehn \nJahre, bis wir gerade eine Handvoll Elektronenmikroskop-Aufnahmen von \neinem Dichtegradienten bekamen, und selbst wenn diese Bilder nichts \nanderes zeigten als die richtig aussehende Art von Partikeln, vermissen \nwir immer noch alle anderen Schritte, die notwendig sind, um zu einem \nRetrovirus zu kommen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Welche Schritte sind am wichtigsten?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Alle Schritte sind wichtig. \nBest\u00e4tigung der Anwesenheit Retroviren-artiger Partikel in den Kulturen,\n Reinigung und Analyse dieser Partikel, der Nachweis, dass die Partikel \nsich replizieren k\u00f6nnen, und der Nachweis, dass die Antik\u00f6rper im \nPatientenblut, die mit den Proteinen reagieren, die von den Partikeln \ngewonnen wurden, spezifisch sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Wenn das nicht der Fall ist?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Wenn die gleichen Ph\u00e4nomene in den \nKontrollkulturen gefunden werden, oder wenn die Partikel, die bei \n1,16g\/ml bandieren, die falsche Gestalt haben oder nicht infekti\u00f6s sind,\n oder wenn die Antik\u00f6rper von AIDS-Patienten nicht spezifisch f\u00fcr diese \nPartikel sind, dann d\u00fcrfen AIDS-Patienten nicht als mit einem speziellen\n Virus HIV infiziert bezeichnet werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Was bedeutet, dass HIV ein \u00e4hnliches Ende nehmen k\u00f6nnte wie HL23V?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:&nbsp;<\/strong> Das ist gut m\u00f6glich. Die dem HL23V \nzugesprochenen Proteine wurden in der gleichen Weise bestimmt wie die \nHIV-Proteine. Durch Antik\u00f6rper-Reaktionen. Als dann die Antik\u00f6rper als \nnicht spezifisch entlarvt wurden, verschwand HL23V. Im Fall von HL23V \nwar es verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht, weil die Antik\u00f6rper in so vielen Leuten \nvorhanden waren, die nie Leuk\u00e4mie bekommen w\u00fcrden. Deswegen musste man \nsie als etwas einstufen, das nichts mit Leuk\u00e4mie zu tun hat, und das \nwurde schlie\u00dflich am Sloan Kettering und am National Cancer Institute \nerwiesen. Meine Gruppe glaubt, dass die Wissenschaft schlie\u00dflich \nakzeptieren wird, dass f\u00fcr HIV-Antik\u00f6rper das gleiche gilt. Sehen Sie, \nAIDS-Patienten sind \u00fcberschwemmt mit Antik\u00f6rpern zu so vielen \nverschiedenen Sachen, dass ein paar von ihnen leicht mit zwei oder drei \nder zehn Proteine reagieren k\u00f6nnen, die auf einem &#8222;HIV&#8220;-Teststreifen zur\n Anwendung kommen. Das ist alles, was es braucht, um als HIV-positiv \ndiagnostiziert zu werden. Es gibt jetzt tats\u00e4chlich gen\u00fcgend Beweise, \ndass Antik\u00f6rper, die sich im Gefolge einer Infektion mit den beiden \nMikroben, die 90% der AIDS-Patienten befallen, mit allen HIV-Proteinen \nreagieren. Ich meine die als Mykobakterien und Hefen (Candida albicans) \nbekannten Keime, die zusammen die beiden h\u00e4ufigsten AIDS-definierenden \nKrankheiten hervorrufen. Wir haben eine Arbeit dar\u00fcber beim britischen \nJournal Current Medical Research and Opinion in Druck gegeben. Wenn das \nder Fall ist, wie kann da einer behaupten, diese Antik\u00f6rper bewiesen die\n Infektion mit HIV, oder dass diese Krankheiten durch HIV verursacht \nw\u00fcrden?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Johnson:<\/strong>&nbsp; Eleni Papadopulos-Eleopulos, vielen Dank f\u00fcr die mir gewidmete Zeit.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Papadopulos\u2013Eleopulos:<\/strong>&nbsp; Es war mir ein Vergn\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exklusiv\u2013Interview mit Eleni Papadopulos\u2013Eleopulos von Christine Johnson aus continuum Vol. 5, No. 1, Herbst 1997, S. 8 \u2013 19, \u00fcbersetzt von Bernd Hau\u00dfer, Im Rauhmaier 1, D-71717 Beilstein, \u00fcberarbeitet von Christian Joswig, An der Wei\u00dfbach 41, D-01920 Steina Eleni Papadopulos\u2013Eleopulos ist Biophysikerin. Sie leitet eine Gruppe von HIV\/AIDS\u2013Wissenschaftlern in Perth\/Westaustralien. 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