{"id":4089,"date":"2020-02-20T14:01:07","date_gmt":"2020-02-20T13:01:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4089"},"modified":"2020-04-06T10:10:42","modified_gmt":"2020-04-06T08:10:42","slug":"stellungnahme-des-nem-verbandes-zu-spiegel-artikel-vitamin-e-der-spiegel-3-2012","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/politisches\/stellungnahme-des-nem-verbandes-zu-spiegel-artikel-vitamin-e-der-spiegel-3-2012\/","title":{"rendered":"Stellungnahme des NEM Verbandes zu Spiegel-Artikel &#8222;Vitamin \u20ac&#8220;, Der Spiegel 3\/2012"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In\n der Ausgabe des Spiegels 3\/2012 findet sich der Artikel \u201eVitamin \u20ac\u201c, \nder einseitig und undifferenziert den Eindruck vermittelt. dass \ns\u00e4mtliche Vitaminpr\u00e4parate ohne Nutzen f\u00fcr die Verbraucher und im \nGegentell sogar gesundheitssch\u00e4dlich sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Artikel bezieht sich auf publizierte Studien, die nicht etwa neu  sondern teilweise schon Jahrzehnte alt sind, wie eine Studie aus dem  Jahr 1994, die Risiken f\u00fcr Raucher durch die Einnahme von Vitamin E und  Beta-Carotin andeutete. Es wird nun der Eindruck erweckt. dass die  Vitamine A und Beta-Carotin generell f\u00fcr Raucher sch\u00e4dlich sind. Mit  keinem Wort wird darauf eingegangen. dass die Bewertung von Pr\u00e4paraten  mit \u00df-Carotin differenziert zu betrachten ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die im Spiegel-Artikel zitierten Studien sind nicht neu<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die angeblich das Risiko von allen Beta-Carotin-Produkten zeigenden \nStudien wurden nur an langj\u00e4hrigen extremen Rauchern und Asbestarbeitern\n durchgef\u00fchrt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der ATBC-Studie erhielten 29.133 M\u00e4nner (50- 69 Jahre bei  Studienbeginn). die im Mittel seit 36 Jahren durchschnittlich 20  Zigaretten am Tag geraucht hatten, \u00fcber 5-8 Jahre t\u00e4glich 20 mg  Beta-Carotin sowie 50 mg Tocopherolacetat oder ein Placebo. Bei den  Personen handelte es sich um Menschen mit drastisch erh\u00f6htem  Krebsrisiko.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Andere antioxidativ bedeutsamen N\u00e4hrstoffe wurden nicht zugef\u00fchrt<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Risiko-Nahrungsergaenzung_d8cacc95db-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4092\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Risiko-Nahrungsergaenzung_d8cacc95db-1.jpg 200w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_Risiko-Nahrungsergaenzung_d8cacc95db-1-106x150.jpg 106w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption> Vitamine m\u00fcssen dem K\u00f6rper immer in einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis   zueinander  gegeben werden. Jede \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum   verabreichte  einseitige Gabe nur einzelner Vitamine f\u00fchrt zu einem   Ungleichgewicht.  Es entsteht dann Mangel an anderen Vitaminen mit   entsprechenden  Folgewirkungen. Genaugenommen kann also bei solchen   Studien kein  eindeutiges Bild herauskommen, da gerade Vitamine sich der   monokausal  angelegten Betrachtungsweise solcher Studien entziehen.  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit\n in der Studie Lungenkrebsinzidenz und -mortalit\u00e4t als erh\u00f6ht \nfestgestellt wurden, muss davon ausgegangen werden, dass ein erheblicher\n Teil der Personen aufgrund des langj\u00e4hrigen Extremrauchens bzw. der \nAsbestbelastung bereits Krebszellen im Fr\u00fchstadium in sich trug. Es ist \ndaher davon auszugehen, dass die Krebserkrankungen wahrscheinlich nur \nvorzeitig erkannt worden sind. Eine Kausalit\u00e4t zwischen dem \nbeschleunigten Wachstum der Krebszellen und dem zugef\u00fchrten \u00df-Carotin \nist dagegen nicht belegt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Caret-Studie erhielten 18.314 starke Raucher (24- 28 \nZigaretten am Tag) und Asbest-exponierte Arbeiter \u00fcber 5 Jahre t\u00e4glich \nentweder 30 mg \u00df-Carotin plus 25.000 i.E. VItamin A (= 7,5 mg) oder ein \nPlacebo. Im Gesamtkollektiv war das Lungenkrebsrisiko um 28 % erh\u00f6ht. \nAuch hier kann dies jedoch auf das erh\u00f6hte Risiko bei Rauchern und \n.Asbestarbeitern zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Zum Beispiel konnte festgestellt \nwerden, dass das Risiko bei ehemaligen Rauchern nicht erh\u00f6ht war. Auch \nhier gilt wieder, dass die extrem hohe Gabe von Vitamin A das erh\u00f6hte \nLungenkrebsrisiko schl\u00fcssig erkl\u00e4rt, da hochdosiertes Vitamin A f\u00fcr \nwachsende Zellen als Wachstumsfaktor bekannt ist. Ein Beleg f\u00fcr eine \nentsprechende Wirkung von hochdosiertem \u00df\u00ad Carotin oder Vitamin A in \nlebensmitteltypischen Dosierungen liegt dagegen nicht vor. Diese Wertung\n wird auch vom wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU \n(Scientific Committee) geteilt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weder die ATBC-Studie, noch die Caret-Studie belegen die \ngesundheitliche Bedenklichkeit einer Zufuhr von \u00df-Carotin-Pr\u00e4paraten. \nBeide Studien wurden mit hochgef\u00e4hrdeten Risikogruppen durchgef\u00fchrt. Es \nhandelte sich um langj\u00e4hrige, starke Raucher mit einem Zigarettenkonsum \nvon \u00fcber 20 Zigaretten pro Tag und mehr \u00fcber einen Zeitraum von mehr als\n 30 Jahren. Ferner wurden diese Studien \u00fcber einen Zeitraum von 5 bis 8 \nbzw. \u00fcber 4 Jahre durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vitamine wirken nur im Verbund<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder erfahrene Ern\u00e4hrungswissenschaftler w\u00fcrde schon bei der Anlage der Studie den Kopf sch\u00fctteln, denn Vitamine  m\u00fcssen dem K\u00f6rper immer in einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis zueinander  gegeben werden. Jede \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum verabreichte  einseitige Gabe nur einzelner Vitamine  f\u00fchrt zu einem Ungleichgewicht. Es entsteht dann Mangel an anderen  Vitaminen, die dann entsprechende Folgewirkungen ausl\u00f6sen. Genaugenommen  kann also bei solchen Studien ganz generell kein eindeutiges Bild  herauskommen, da gerade Vitamine sich  der monokausal angelegten Betrachtungsweise solcher Studien entziehen.  Das ist eins der ganz gro\u00dfen Probleme bei der wissenschaftlichen  Untersuchung der Bedeutung einzelner Vitamine.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was waren die Ziele der Studien?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl die ATBC-Studie, als auch die Caret-Studie wurden mit dem \nStudienziel durchgef\u00fchrt zu best\u00e4tigen. dass durch Einnahme von \n\u00df-Carotin das Lungenkrebsrisiko gesenkt werden kann. Dieses \nStudienergebnis konnte jedoch nicht best\u00e4tigt werden. Einen weiteren \nwissenschaftlichen Beleg konnten diese Studien jedoch nicht begr\u00fcnden. \nInsbesondere ist nicht wissenschaftlich belegt, dass synthetisches \n\u00df-Carotin in hohen Konzentrationen bei starken Rauchern die Entstehung \nvon Lungenkrebs verst\u00e4rkt. Auch wenn die Studie diesen Eindruck \nvermittelt: Es k\u00f6nnte auch sein, dass es der vermehrte Mangel an Vitamin\n C war, der durch die Unausgewogenheit entstand, der durch die einseitig\n verst\u00e4rkte Gabe von \u00df-Carotin entstanden ist. Selbst die Behauptung, \ndass es die synthetisch hergestellten Vitam\u00edne waren, ist nicht \nschl\u00fcssig, Das lie\u00dfe sich wissenschaftlich sauber nur feststellen, wenn \nman eine kontrollierte und randomisierte doppelblinde Studie mit \nsynthetischen und nat\u00fcrlichen Vitaminen vorn\u00e4hme.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann mit einer Studie immer nur das beweisen, was im  Studiendesign angelegt ist. Alles andere ist unwissenschaftlich. Ein  Verdrehen der Studienergebnisse ist h\u00f6chst unlauter und inakzeptabel.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Andere Studien beweisen die Ungef\u00e4hrlichkeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im \u00dcbrigen liegt eine Vielzahl klinischer Studien vor, welche die \nUnbedenklichkeit einer h\u00f6her dosierten \u00df-Carotin-Supplementierung \nzeigen. In der Studie \u201eLack of effect of long-term supplementation with \n\u00df-carotene on the incidence of malignant neoplasms and cardiovascular \ndisease&#8220; von Hennekens, Buhing at al. wurden bei einer Tagesdosierung \nvon \u00df-Carotin \u00fcber einen Zeitraum von 12 Jahren keine negative \ngesundheitliche Auswirkung festgestellt. Im Abstract hei\u00dft es hierzu:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201cConclusions: ln this trial among healthy man, 12 years of \nsupplementation with \u00df-carotene produced neither benefit nor harm in \nterms of the incidence of malignant neoplasms, cardiovascular disease, \nor death from all causes.\u201d<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in dieser Studie waren Raucher als Probanden aufgenommen worden.\n Weder im Gesamtkollektiv, noch bei den beteiligten Rauchern wurde \njedoch ein erh\u00f6htes Lungenkrebsrisiko festgestellt.<br>Das gleiche \nErgebnis zeigte die klinische Studie von Lee et al. \u201e\u00df-carotene \nsupplementation and incidence of cancer and cardiovascular disease: the \nwoman&#8217;s health study&#8220; aus dem Jahr 1999. Dort hei\u00dft es zusammenfassend:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8222;Conclusion: Among apparently healthy women there was no benefit \nor harm from \u00df-carotene supplementation for a limited period on the \nincidence of cancer or of cardiovascular disease.&#8220;<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier erfolgte eine \u00dcberpr\u00fcfung \u00fcber einen Zeitraum von im Schnitt 4,1 Jahren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der klinischen Studie \u201cA randomized, placebo-controlled, clinical \ntrial of high-dose supplementation with vitamine C and E, beta-carotene,\n and zinc for age-related macular degeneration and vision loss. AREDS \nReport Nr. 8 &#8222;wird eine Supplementierung mit verschiedenen VItaminen und\n 15 mg \u00df-Carotin empfohlen. Etwaige negative gesundheitliche \nAuswirkungen einer derartigen \u00df-Carotin-Dosierung wurden nicht \nfestgestellt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den gro\u00dfen Standardwerken der Ern\u00e4hrungsphysiologie wird \u00df-Carotin  als N\u00e4hrstoff ohne erkennbare Toxizit\u00e4t beschrieben (Ohlson, 1998).  Auch nach der \u00dcbersichtsarbeit von Lachance (1998) zur Toxikologie der  Mikron\u00e4hrstoffe ist eine langzeitige \u00df\u00ad-Carotin-Zufuhr von mindestens  bis 300 mg am Tag als sicher einzustufen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">EFSA best\u00e4tigt die Unbedenklichkeit von Beta-Carotin<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in den j\u00fcngeren legislativen Ma\u00dfnahmen der Europ\u00e4ischen Union im\n Lebensmittelrecht wurde eine angebliche Bedenklichkeit von \u00df-Carotin \noffensichtlich nicht zugrundegelegt. So hat der europ\u00e4ische Gesetzgeber \nin der Richtlinie 2001\/15\/EG vom 15. Februar 2001 die Zul\u00e4ssigkeit von \n\u00df-Carotin in allen Lebensmitteln zur besonderen (di\u00e4tetischen) Ern\u00e4hrung\n ohne Mengenbegrenzung geregelt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung wird die Verwendung von  \u00df-Carotin als Zusatzstoff in Anlage 1 in der zul\u00e4ssigen H\u00f6chstmenge f\u00fcr  die Verwendung in Lebensmitteln nicht begrenzt. Auch dies spricht daf\u00fcr,  dass kein wissenschaftlicher Konsens f\u00fcr eine gesundheitliche  Bedenklichkeit einer h\u00f6heren Dosierung von \u00df-Carotin besteht, da sonst  hier vom Gesetzgeber eine H\u00f6chstmenge vorgegeben worden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Selbstverpflichtung der Wirtschaft<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unabh\u00e4ngig hiervon hat sich die Wirtschaft bereits im Jahr 2001  verpflichtet, in Getr\u00e4nken nicht mehr als 2 mg isoliertes \u00df-Carotin pro  100 ml einzusetzen. Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, deren Verzehrempfehlung  \u00fcber 4.8 mg isoliertes \u00df-Carotin liegt. wurden entweder mit einem  Hinweis gekennzeichnet. dass dieses Produkt f\u00fcr starke Raucher nicht  geeignet ist oder mit einem Hinweis aufgenommen. dass die Anwendung  zeitlich begrenzt sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Vorgaben gelten auch f\u00fcr zugelassene Arzneimittel<\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"95\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_efsa_01_a24a1b6e8e.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4093\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_efsa_01_a24a1b6e8e.png 200w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/csm_efsa_01_a24a1b6e8e-150x71.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption> Auch in den j\u00fcngeren legislativen Ma\u00dfnahmen der Europ\u00e4ischen Union im  Lebensmittelrecht wurde eine angebliche Bedenklichkeit von \u00df-Carotin  offensichtlich nicht zugrundegelegt. So hat der europ\u00e4ische Gesetzgeber  in der Richtlinie 2001\/15\/EG vom 15. Februar 2001 die Zul\u00e4ssigkeit von  \u00df-Carotin in allen Lebensmitteln zur besonderen (di\u00e4tetischen) Ern\u00e4hrung  ohne Mengenbegrenzung geregelt. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn\n die empfohlene t\u00e4gliche Einnahmemenge 20 mg \u00df-Carotin \u00fcberschreitet, \nsollen starke Raucher (Personen, die mehr als 20 oder mehr Zigaretten am\n Tag rauchen) auf das Medikament verzichten. Bei Arzneimitteln. die \nzwischen 2 und 20 mg \u00df-Carotin pro Tagesdosis enthalten, ist auf dem \nBeipackzettel ein Warnhinweis anzubringen. dass das Arzneimittel von \nstarken Rauchern mit einem Konsum von 20 und mehr Zigaretten am Tag \nnicht \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum regelm\u00e4\u00dfig eingenommen werden sollen.\n In dem Spiegel-Artikel wird somit v\u00f6llig irref\u00fchrend der Eindruck \nerweckt, dass alle Vitamin-A- und \u00df-Carotin-Pr\u00e4parate unabh\u00e4ngig von \nihrer Dosierung und Kennzeichnung f\u00fcr Raucher sch\u00e4dlich w\u00e4ren. Dies ist \nschlichtweg falsch. Dann m\u00fcsste man eigentlich &#8211; das w\u00e4re nur konsequent\n &#8211; auf den Verzehr gr\u00f6\u00dferer Mengen Karotten verzichten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Studie zu Vitamin E betrifft ein Arzneimittel und kein Vitamin-Produkt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die publizierte Studie. wonach Vitamin E das Prostatakrebsrisiko erh\u00f6hen soll, wird undifferenziert wiedergegeben:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie wurde durchgef\u00fchrt mit Tagesdosierungen von 400 I.E. (268 mg Vitamin E am Tag).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierbei handelt es sich nach der Rechtsprechung des \nBundesverwaltungsgerichts vom 25.07.2007 (ZLR 2008, S. 80 ff.) um ein \npharmakologisch wirkendes Arzneimittel, das ohne Zulassung durch das \nBfArM nicht verkehrsf\u00e4hig ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider wissen das die Redakteure des Spiegel nicht. Warum haben die \nim Artikel befragten Experten die Redakteure nicht darauf hingewiesen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechende Dosierungen sind somit f\u00fcr angereicherte Lebensmittel  und Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln in Deutschland nicht zul\u00e4ssig und nicht  erh\u00e4ltlich. Unabh\u00e4ngig hiervon ist festzustellen, dass die SWOG (South  West Oncology Group) noch pr\u00fcft, ob die Vitaminkonzentrationen im Blut  vor Studienbeginn das Risiko im Sinne einer \u00dcberversorgung erkl\u00e4ren  kann. Es ist somit \u00fcberhaupt nicht gekl\u00e4rt. welche  Vitaminkonzentrationen die getesteten Probanden vor Beginn der Studie  aufwiesen. Soweit in dem Spiegel-Artikel suggeriert wird. dass alle  Vitamin-E-Pr\u00e4parate, die in Deutschland als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel  oder angereicherte Lebensmittel vertrieben werden, Prostatakrebs  hervorrufen k\u00f6nnen. ist dies durch die klinische Datenlage in keiner  Weise begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mit Vitaminen angereicherte Lebensmittel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wird in dem Spiegel-Beitrag der Eindruck erweckt wird, dass \nbereits eine Vielzahl von Nahrungsmitteln mit angereicherten Vitaminen \noder Mineralstoffen von den Verbrauchem konsumiert werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tatsachlich fanden sich im Jahr 2010 lediglich Anteile von 6% angereicherten Lebensmitteln im Markt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erh\u00f6hter Bedarf<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit in dem Spiegel-Artikel ferner suggeriert wird, dass die \nLebensmittelindustrie den Verbrauchern suggeriere, dass \u00fcber eine \nnormale Ern\u00e4hrung nicht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zugef\u00fchrt\n werden, ist dies ebenfalls unzutreffend. Den Vertreibern von \nNahrungserg\u00e4nzungsmitteln ist gem\u00e4\u00df \u00a7 4 Abs. 4 NemV ausdr\u00fccklich \nuntersagt, Nahrungserg\u00e4nzungsmittel damit zu bewerben, dass im \nAllgemeinen die Zufuhr angemessener N\u00e4hrstoffmengen bei einer \nausgewogenen.abwechslungsreichen Ern\u00e4hrung nicht m\u00f6glich sei.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tats\u00e4chlich hat der Europ\u00e4ische Gesetzgeber jedoch bereits in \nErw\u00e4gungsgrund 3 der Nahrungserg\u00e4nzungsmittel-Richtlinie 2002\/46\/EG \nfestgestellt, dass eine geeignete, abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung in der \nRegel alle f\u00fcr eine normale Entwicklung und die Erhaltung einer guten \nGesundheit erforderlichen N\u00e4hrstoffe enthalten sollte. Aus \nUntersuchungen sei jedoch hervorgegangen, dass dieser Idealfall in der \nGemeinschaft nicht auf alle N\u00e4hrstoffe und alle Bev\u00f6lkerungsgruppen \nzutrifft. <br>Der Europ\u00e4ische Gesetzgeber selbst hat somit darauf \nverwiesen, dass f\u00fcr einzelne N\u00e4hrstoffe und Bev\u00f6lkerungsgruppen ein \nerh\u00f6hter Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen besteht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir verweisen ferner auf die Ergebnisse der nationalen Verzehrstudie  NVS II. wonach z.B. f\u00fcr die Vitamine D, E, B1 und Fols\u00e4ure ein erh\u00f6hter  Bedarf der Bev\u00f6lkerung festgestellt wird. Es mag unstreitig sein, dass  bei Verzehr gro\u00dfer Mengen Obst und Gem\u00fcse die weitere Zufuhr von  Vitaminen und Mineralstoffen nicht notwendig ist. Eine solche  Ern\u00e4hrungsform entspricht jedoch nicht den in Deutschland \u00fcblichen  Verzehrmustern gro\u00dfer Teile der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nutzlose Pr\u00e4parate?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den wiedergegebenen Zitaten von Herrn J\u00fcrgen Windler vom Institut \nf\u00fcr Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit und Gesundheitswesen (IQWIG) und \nHerrn Peter J\u00fcni, Universit\u00e4t Bern, wird der Eindruck erweckt, dass die \nHersteller nutzlose Pr\u00e4parate herstellen w\u00fcrden. So hei\u00dft es in dem \nArtikel:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eDie meisten unabh\u00e4ngigen Wissenschaftler sind sich einig: \nabgesehen von Fols\u00e4ure f\u00fcr Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter und Vitamin D \nf\u00fcr Babys und Altenheimbewohner haben Vitaminpr\u00e4parate keinen Nutzen, \nsind also schlicht rausgeworfenes Geld. Mehr noch: der Studienfachmann \nPeter J\u00fcni kommt nach Auswertung des Cochcrain-Berichts zu dem Ergebnis,\n dass in Deutschland die Vitaminpr\u00e4parate hochgerechnet f\u00fcr mehrere \ntausend Todesf\u00e4lle pro Jahrverantwortlich sein <strong>k\u00f6nnten<\/strong>.&#8220;<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Satz steht im Konjunktiv. Einen Beweis bleiben Peter J\u00fcni und\n der Spiegel schuldig. Vitamine haben kein Potential zum T\u00f6ten von \nMenschen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierbei wird zus\u00e4tzlich mit keinem Wort darauf eingegangen, dass im  Rahmen der Health-Ciaims-Verordnung 1 924\/2006\/EG die Europ\u00e4ische  Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Sicherheit und den Nutzen  von Vitaminen und Mineralstoffen in jahrelangen Verfahren intensiv  \u00fcberpr\u00fcft hat.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Haltung der EFSA<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Zusammenhang hat die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr \nLebensmittelsicherheit (EFSA) in einer Presseerkl\u00e4rung vom 28. Juli 2009\n erkl\u00e4rt:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eChristian Larsen, der Vorsitzende des EFSA-Ausschusses f\u00fcr \nZusatzstoffe und N\u00e4hrstoffe f\u00fchrt aus: Millionen von Menschen in Europa \nverzehren regelm\u00e4\u00dfig Nahrungserg\u00e4nzungsmittel zus\u00e4tzlich zu Ihrer \nnormalen Ern\u00e4hrung. Die Arbeit des Ausschusses soll helfen \nsicherzustellen, dass die Quellen von Vitaminen und Mineralstoffen die \nin Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln eingesetzt werden und in der Europ\u00e4ischen \nUnion verkauft werden, sicher sind und effektiv die N\u00e4hrstoffe in den \nK\u00f6rper bringen k\u00f6nnen.\u201c<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der europ\u00e4ischen Richtlinie 2002\/46\/EG und der nationalen  Nahrungserg\u00e4nzungsmittel-Verordnung sind die von der EFSA getesteten und  f\u00fcr sicher befundenen Vitamine und Mineralstoffe aufgelistet. Die  zust\u00e4ndige h\u00f6chste europ\u00e4ische Gesundheitsbeh\u00f6rde hat somit die  Sicherheit und den Nutzen von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln mit Vitaminen  und Mineralstoffen ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Health-Claims-Verordnung best\u00e4tigt den Nutzen von Nahrungserg\u00e4nzungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus hat die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit\n im Rahmen der sogenannten Health-Claims-Verordnung 1 924\/2006\/EG den \nNutzen z.B. von Vitamin B6, Fols\u00e4ure, Eisen, Magnesium, Zink und Kupfer \nausdr\u00fccklich best\u00e4tigt. So hei\u00dft es z.B. in einer aktuellen Bewertung \nder EFSA, dass Vitamin B6 zu einem normalen Homocysteinstoffwechsel, zu \neinem normalen Energiestoffwechsel sowie zu normalen psychologischen \nFunktionen und zu einer Reduzierung von M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung sowie \nzu einer normalen Cysteinsynthese beitr\u00e4gt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Fols\u00e4ure hat die europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit \nausdrucklich best\u00e4tigt. dass Fols\u00e4ure z.B. zu einer normalen Funktion \ndes Immunsystems und zu einer normalen Zellteilung beitr\u00e4gt und eine \ngesunde Schwangerschaft unterst\u00fctzt. F\u00fcr die Zufuhr von Eisen best\u00e4tigt \ndie EFSA, dass Eisen zur normalen Formation roter Blutk\u00f6rperchen und zu \neinem normalen Sauerstofftransport im K\u00f6rper sowie zu einer normalen \nFunktion des Immunsystems beitr\u00e4gt. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt Eisen \nsogar die normalen kognitiven Funktionen des K\u00f6rpers.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Mineralstoff Magnesium best\u00e4tigt die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr  Lebensmittelsicherheit ausdr\u00fccklich, dass die Zufuhr von Magnesium unter  anderem zur Elektrolytbalance und zu einem normalen Energiestoffwechsel  sowie zur Aufrechterhaltung gesunder Knochen und Zahne beitr\u00e4gt. In  diesem Zusammenhang hat die EFSA lediglich die Wirkungsauslobungen  akzeptiert, die durch wissenschaftliche Studien valide belegt waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele dieser Programmpunkte ben\u00f6tigen Jahre bis zur ihrer endg\u00fcltigen\n Verabschiedung, weil sie einen langwierigen, achtstufigen \nEntscheidungsprozess mit einstimmiger Be\u00adschlussfassung auf jeder \neinzel\u00adnen Stufe durchlaufen m\u00fcssen, welcher im \nCodex-Verfahrens\u00adhandbuch detailliert beschrie\u00adben ist. Daher sind \ngenaue Anga\u00adben selten erh\u00e4ltlich, bis ein Pro\u00adgrammpunkt sich im \nEndstadi\u00adum der Beratung befindet. Dar\u00fcber hinaus wirkt sich eine neue \nNorm oder Richtlinie nicht un\u00admittelbar aus. da die nationalen Gesetze \nzun\u00e4chst an <em>Codex Alimentarius <\/em>angepasst werden m\u00fcssen und die neue Norm oder Richtlinie sich erst dann f\u00fcr Verbraucher oder Hersteller bemerkbar macht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Codex Alimentarius empfiehlt die Einf\u00fchrung einer internationalen  (!) gesetzlichen Abgrenzung zwischen Nahrungs- und Heil\u00admitteln.  Naturmittel wie beispielsweise Spitz\u00adwegerich (Wundheilung) oder  Psylliumschalenpulver, das in Darmreinigungskuren unerl\u00e4sslich ist,  sowie zigtausend weitere w\u00fcrden dann zu Arzneimitteln umdefiniert. Wer  dann schriebe, dass es bei Schnupfen hilfreich sein k\u00f6nnte,  Vitamin-C-haltige S\u00fcdfr\u00fcchte zu essen, k\u00f6nnte sich damit u.U. bereits  strafbar machen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verharmlosung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn B\u00fcrger ihrer Regierung ih\u00adre Bedenken bez\u00fcglich <em>Codex Alimentarius <\/em>mitteilen,  lautet die \u00fcbliche Antwort etwa: \u201eKei\u00adne Sorge, der Codex ist ein  frei\u00adwilliges Richtlinien- und Normensystem, das nicht bindend ist. <em>Codex <\/em>ist nicht das Gesetz.&#8220;<br>  Die US Food and Drug Adminis\u00adtration (FDA), die amerikani\u00adsche  Nahrungs- und Arzneimittelbeh\u00f6rde, hat ihren Stand\u00adpunkt dazu seit  Jahren klarge\u00admacht, besonders angesichts dessen, dass es bei den  meisten amerikanischen Bedenken ge\u00adgen den <em>Codex <\/em>um die negativen  Auswirkungen auf die Erh\u00e4lt\u00adlichkeit von lebenswichtigen und  gesundheitserhaltenden Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln geht. W\u00e4hrend die FDA  versucht, die Bedeutung des Codex f\u00fcr die Schaffung von Gesetzen  bez\u00fcglich Nahrungsmitteln und Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln  herunterzuspielen, geht sie manchmal mit der Wahrheit sehr \u201esparsam&#8220; um.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Grobe T\u00e4uschungen durch den Spiegel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist somit eine grob t\u00e4uschende Darstellung des Spiegel-Artikels, \ndass alle Vitamin-Pr\u00e4parate gesundheitssch\u00e4dlich seien und keinen Nutzen\n aufweisen w\u00fcrden. Dies entspricht weder den aktuellen \nwissenschaftlichen \u00dcberpr\u00fcfungen durch die zust\u00e4ndige europ\u00e4ische \nBeh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit noch der aktuellen Rechtslage.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falsch ist in diesem Zusammenhang auch, wenn in dem Artikel von Frau \nRubin vom BfR behauptet wird, dass die Hersteller im Unterschied zu \nArzneimitteln nicht die Unbedenklichkeit ihrer Pr\u00e4parate nachweisen \nm\u00fcssten, sondern die Pillen einfach registrieren lassen k\u00f6nne. Das \nlnverkehrbringen nicht sicherer Lebensmittel ist gem\u00e4\u00df Artikel 14 Abs. 1\n der Verordnung 178\/2002\/EG verboten. Jede \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde kann mit \neinem Sofortvollzug den weiteren Vertrieb eines unsicheren Produktes \nsofort stoppen. Auch eine irref\u00fchrende Bewerbung des Produktes ist nach \naktueller Rechtslage gem\u00e4\u00df \u00a7 11 Abs.1 Nr. 2 LFGB, Artikel 5, 6 der \nVerordnung Nr. 1924\/2006\/EG verboten und kann jederzeit von den \n\u00dcberwachungsbeh\u00f6rden untersagt werden. Auch diesbez\u00fcglich sind somit die\n Ausf\u00fchrungen von Frau Rupin in dem Spiegel-Artikel falsch.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit in dem Artikel Herr Windeier ein Zulassungsverfahren fordert, \nist festzustellen, dass eine Vielzahl der in dem Spiegel-Artikel \nkritisierten Dosierungen von Vitaminen ohnehin Arzneimitteldosierungen \nbetreffen und nicht frei verkehrsf\u00e4hige Nahrungserg\u00e4nzungsmittel. Eine \nWarnung vor Vitaminpillen, wie sie von Herrn Windeier oder auch Herrn \nLauterbach in dem Spiegel-Artikel gefordert wird, ist unbegr\u00fcndet, da \ndie in Deutschland erh\u00e4ltlichen Nahrungserg\u00e4nzungsmittel und \nangereicherten Lebensmittel verkehrsf\u00e4hig sind, gesundheitlich \nunbedenklich und in der weit \u00fcberwiegenden Mehrzahl auch mit \nwissenschaftlich hinreichend gesicherter Werbung in den Verkehr gebracht\n und beworben werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritisch zu bewerten sein mag, dass insbesondere durch \nBriefkastenfirmen aus dem Ausland unseri\u00f6se Pr\u00e4parate zum Teil \u00fcber das \nInternet nach Deutschland kommen, in unsicheren Dosierungen und mit \nnicht verkehrsf\u00e4higen Zusammensetzungen oder teilweise schlecht \ngef\u00e4lschten Pr\u00e4paraten unbekannter Herkunft. Hier w\u00fcrde es sicherlich \nSinn machen, eine strengere Kontrolle zu fordern und durchzusetzen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine generelle in dem Artikel jedoch suggerierte Gef\u00e4hrlichkeit aller\n Vitaminpr\u00e4parate ist schlicht Unsinn und stellt vielmehr eine \nVerbrauchert\u00e4uschung und Panikmache durch den verantwortlichen Redakteur\n des Spiegels dar, die einer seri\u00f6sen Berichterstattung nicht gen\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Ausgabe des Spiegels 3\/2012 findet sich der Artikel \u201eVitamin \u20ac\u201c, der einseitig und undifferenziert den Eindruck vermittelt. dass s\u00e4mtliche Vitaminpr\u00e4parate ohne Nutzen f\u00fcr die Verbraucher und im Gegentell sogar gesundheitssch\u00e4dlich sind. 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