{"id":4016,"date":"2020-02-20T10:05:56","date_gmt":"2020-02-20T09:05:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=4016"},"modified":"2020-04-06T10:14:46","modified_gmt":"2020-04-06T08:14:46","slug":"die-nebenwirkungen-der-antibabypille","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/arzneimittel\/die-nebenwirkungen-der-antibabypille\/","title":{"rendered":"Die Nebenwirkungen der Antibabypille"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antibabypille, \numgangssprachlich auch kurz &#8222;Die Pille&#8220; genannt, ist das von Frauen in \nden westlichen und \u00f6stlichen Industrienationen seit 1960 am h\u00e4ufigsten \nverwendete Verh\u00fctungsmittel zur Verh\u00fctung einer ungewollten \nSchwangerschaft. Es handelt sich dabei um ein regelm\u00e4\u00dfig oral \neinzunehmendes Hormonpr\u00e4parat, das die weiblichen Hormone \u00d6strogen und \nGestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung enth\u00e4lt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antibabypille &#8211; \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume eingenommen &#8211; hat  allerdings erhebliche Nebenwirkungen.<strong> Die folgenden Aussagen stammen aus  dem Buch &#8222;Das Kontrazeptions-Syndrom: Gesundheitssch\u00e4digung durch die  Anti-Baby-Pille ; unter dem Aspekt der Beeintr\u00e4chtigung der  Monatsblutung durch die Pille \/ Manfred van Treek. &#8211; 2. Auflage  Abtsteinach\/Odw. : Derscheider, 1997 &#8211; ISBN 3-930533-02-2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Verh\u00fctungspille verursachte Erkrankungen<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"282\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/MSED_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4017\" srcset=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/MSED_01.jpg 200w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/MSED_01-106x150.jpg 106w, https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/MSED_01-45x64.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die im Folgenden kursiv gedruckten Passagen entstammen dem bekannten  Standardwerk \u00fcber Arzneimittelnebenwirkungen im englischsprachigen Raum  <strong>&#8222;MEYLER\u00b4S SIDE EFFECTS OF DRUGS&#8220;,<\/strong> abgek\u00fcrzt MSED.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">1. Stoffwechselst\u00f6rungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.1 K\u00f6rpergewichtsver\u00e4nderungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Bei manchen Pillenbenutzerinnen steigt das K\u00f6rpergewicht an. Dies \nkann auf verst\u00e4rkten Appetit, eine verst\u00e4rkte Wasserretentionoder auf \nden anabolischen (= K\u00f6rpermasse aufbauenden) Effekt des &#8222;androgenen&#8220; (= \nm\u00e4nnlich wirkenden) Progesterons zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. (MSED, S. 1001)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.2 St\u00f6rungen des Kohlenhydratstoffwechsels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Alle Studien haben herausgefunden, dass die Pille Auswirkungen auf\n den Kohlenhydratstoffwechsel hat. So sind in verschiedenen \nUntersuchungen leichte Grade von Insulinresistenz gefunden worden, das \nhei\u00dft, dass Insulin beim Blutzuckeranstieg unter der Pille nicht mehr so\n wirksam den Glucosespiegel vermindernd regulieren kann. Patientinnen \nmit bestehendem oder verborgenem Diabetes mellitus sollten die Pille \nnicht nehmen. (MSED, S. 999f.)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.3 St\u00f6rungen des Fettstoffwechsels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eine Erh\u00f6hung der Blutfette erh\u00f6ht beim Menschen das \nArterioskleroserisiko. Es ist gezeigt worden, dass durch \u00d6strogene \neinerseits und Gestagene andererseits eine gegens\u00e4tzliche Beeinflussung \nder Blutfette hervorgerufen wird. Ob ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr die \nEntwicklung arteriosklerotischer Krankheiten besteht, wird offiziell \nnoch kontrovers gesehen, aber es scheint doch ein leicht erh\u00f6htes Risiko\n zu bestehen. (MSED, S. 1000)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.4 St\u00f6rungen des Vitaminstoffwechsels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Bei Pillenbenutzerinnen wurden Ver\u00e4nderungen bei den \nPlasma-Vitamin-Spiegeln gefunden. Die meisten Vitaminspiegel im Blut \nwerden vermindert. Das Vitamin C in den Leukozyten (=wei\u00dfe \nBlutk\u00f6rperchen) und Thrombozyten (= Blutpl\u00e4ttchen) ist bei \nPilleneinnahme vermindert. Die Umwandlung von Vitamin-D3 in \n25-Hydroxy-D3 wird gehemmt. Die Polyglutamat-Folat-Aufnahme \u00fcber den \nDarm ist vermindert. Vitamin-B12-Mangel ist auch bei ansonsten gesunden \nPillenbenutzerinnen gefunden worden. Ver\u00e4nderungen im \nVitamin-B6-Stoffwechsel wurden vor dem Hintergrund der Pillendepression \ner\u00f6rtert. (MSED, S. 1000)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.5 St\u00f6rungen des Mineralhaushaltes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es sind Ver\u00e4nderungen im Zink-, Kupfer- und Magnesium-Blutspiegel \ngefunden worden. Pillenbenutzerinnen scheiden weniger Calcium als \nNicht-Anwenderinnen aus. Deshalb wird angenommen, dass der langfristige \nGebrauch oraler Kontrazeptiva die Osteoporoseentwicklung verh\u00fctet. \n(MSED, S. 1001)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vorstehende Annahme ist jedoch spekulativ und steht im \nWiderspruch zu anderslautenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es ist \nbekannt, dass die langj\u00e4hrige Pilleneinnahme zu \nSchilddr\u00fcsenver\u00e4nderungen f\u00fchrt, welche ihrerseits mittels k\u00fcnstlicher \nSchilddr\u00fcsenhormone behandelt werden. Es ist nun aber nachgewiesen, dass\n die langj\u00e4hrige Einnahme der Schilddr\u00fcsenhormone zu fr\u00fchzeitig und \nverst\u00e4rkt auftretender Osteoporose f\u00fchrt. (REVIEW OF MEDICAL PHYSIOLOGY,\n W. F. GANONG, 1989, S. 337)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Somit schlie\u00dft sich in vielen F\u00e4llen ein medikament\u00f6ser Kreis:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Anti-Baby-Pillenphase folgt die Phase mit Einnahme von \nSchilddr\u00fcsenhormonen zur Behandlung der Folgewirkungen der Pille auf die\n Schilddr\u00fcse. K\u00fcnstliche Wechseljahreshormone sollen dann die \nNebenwirkungen der k\u00fcnstlichen Schilddr\u00fcsenhormone auf die Knochen \nwieder beheben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Ende eines Frauenlebens kann dann wieder der Internist oder \ngegebenenfalls der Psychiater aktiv werden, um die internistischen oder \npsychologischen Auswirkungen der fast lebenslangen Hormongaben auf die \nIntegrit\u00e4t der Frau zu behandeln.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.6 St\u00f6rungen des Blutstoffwechsels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Bindungskapazit\u00e4t des Serumproteins (= F\u00e4higkeit des \nBluteiwei\u00dfes, andere Stoffe, z.B. Hormone, zu Transport- oder \nSpeicherzwecken zu binden) ist unter Pillenhormonen ver\u00e4ndert, wodurch \n\u00c4nderungen im Serumspiegel verschiedener Substanzen, z.B. Thyroxin, \nCortisol, Serumeisen, hervorgerufen werden. Das Serumeisen unterliegt \nperiodischen Schwankungen w\u00e4hrend des Menstruationszyklus, diese \nSchwankungen sind weniger ausgepr\u00e4gt bei der Einnahme der Pille. \nH\u00e4moglobin (= roter Blutfarbstoff), H\u00e4matokrit (= feste \nBlutbestandteile) und Erythrozyten (= rote Blutk\u00f6rperchen) sind unter \nder Pille vermindert. Erythrozyten-Enzymkrankheiten (Enzyme = \nSubstanzen, die f\u00fcr das Funktionieren des Stoffwechsels wichtig sind) \nwurden bei Pillenapplikation beobachtet. (MSED, S. 1001)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.7 St\u00f6rungen des Leberstoffwechsels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>F\u00fcr bestimmte Lebertumoren wird der Pille ein ausl\u00f6sender Effekt \nzugesprochen. Es kann durch einen vor\u00fcbergehenden Anstieg der \nSerumtransaminasen (= Leber-Werte) gezeigt werden, dass orale \nKontrazeptiva die Leberzellen in geringem Ausma\u00df zerst\u00f6ren. \nLangzeitanwendung wurde als Ursache f\u00fcr Ver\u00e4nderungen in der \nmikroskopischen Struktur der Leberzellen nachgewiesen, so auch in den \nMitochondrien (= &#8222;Kraftwerke der Zellen&#8220;), in welchen sich \nkristallartige Einschl\u00fcsse entwickelten. Au\u00dferdem wurde die Vergr\u00f6\u00dferung\n des weichen endoplasmatischen Retikulums (= Produktionsort unz\u00e4hliger \nbiochemischer Zellstoffwechselsubstanzen innerhalb der Zelle) und \nVer\u00e4nderungen der kleinsten Gallenkan\u00e4lchen nachgewiesen. Diese \nVer\u00e4nderungen sind normalerweise nicht vergesellschaftet mit klinischen \nSymptomen.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Gelbsucht als Auswirkung oraler Kontrazeptiva wurde wiederholt \nseit 1962 beschrieben. In der schwedischen Bev\u00f6lkerung wurde eine Rate \nzwischen 1 : 100 und 1 : 4.000 gefunden, und zwar in der Zeit, als noch \nhochdosierte Pr\u00e4parate benutzt wurden.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wenn Lebersymptome erscheinen, dann \u00fcblicherweise in den ersten \nMonaten der Medikation. Sie umfassen Abmagerung, Unwohlsein, Juckreiz \nund Gelbsucht.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eine Erh\u00f6hung der alkalischen Serumphosphatase ist \u00fcblich, w\u00e4hrend\n die Serumtransaminasen normal bis stark erh\u00f6ht sind. Eine \nmikroskopische Untersuchung der Leber zeigt Gallenstau innerhalb des \nLebergewebes. Wenn die Gabe der Pille beendet wird, bilden sich die \nSymptome \u00fcblicherweise sehr schnell wieder zur\u00fcck. Die Reaktion l\u00e4\u00dft \nkeine Folgen zur\u00fcck. (MSED, S. 1001f.)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist jedoch v\u00f6llig unbewiesen, dass die beschriebenen Ver\u00e4nderungen\n auf die Leber nach Absetzen der Pille folgenlos abheilen. Weil die \nLeber das Lebensorgan ist &#8211; deswegen hei\u00dft sie Leber! &#8211; kann eine Jahre \nzuvor stattgefundene toxische Beeintr\u00e4chtigung (= Beeintr\u00e4chtigung durch\n Gifte) durchaus Sp\u00e4tfolgen haben. Auch bei dem in den letzten Jahren \nimmer h\u00e4ufiger auftretenden sogenannten chronischen \nM\u00fcdigkeits-Syndrom(chronic fatigue syndrome, CFS) wird eine zu starke \nBelastung von Leber und Nervensystem durch Umweltgifte als m\u00f6gliche \nUrsache vermutet. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch die \nPillenhormone zu jenen toxischen Substanzen geh\u00f6ren, die das CFS als \nSp\u00e4tfolge ausl\u00f6sen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Ursachener\u00f6rterung (f\u00fcr die Leber-Erkrankungen unter der \nPille) bezieht sich haupts\u00e4chlich auf die \u00d6strogene, aber es gibt auch \nF\u00e4lle, wo ausschlie\u00dflich Progesteron gegeben wurde. Die Erkl\u00e4rung daf\u00fcr \nkann darin liegen, dass im Organismus Progesteron in \u00d6strogen \numgewandelt wird.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Ursache des Gallenstaus ist nicht bekannt, aber Tierversuche \nhaben gezeigt, dass eine Bremsung des Gallenflusses auftritt. \u00dcber \nErweiterungen der Lebersinus (= mikroskopisch kleine Strukturen zwischen\n den Leberzellen) ist bei einer 23 Jahre alten Frau berichtet worden, \nwelche ein akutes Schmerzsyndrom mit Aufl\u00f6sung von Gewebezellen \nentwickelte, nachdem sie 7 Jahre lang die Pille genommen hatte. Diese \nFrau hatte sich sofort nach Absetzen der Pille erholt.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Beziehung zwischen Pillengebrauch und Gallenblasenerkrankung \nwird schon lange diskutiert. Eine Studie fand bereits 1975 heraus, da\u00df \ndie Wahrscheinlichkeit einer notwendigen Gallenblasenoperation bei \nPillen-Benutzerinnen 2 mal so hoch ist wie bei Nicht-Benutzerinnen. \nAuswirkungen auf die Gallensteinbildung k\u00f6nnen auf den \u00d6strogenanteil \nzur\u00fcckgef\u00fchrt werden, z.B. seit bekannt ist, dass \u00d6strogene einen \nAnstieg der Gallenblasenerkrankungen auch bei M\u00e4nnern verursachen.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ergebnisse des BOSTON COLLABORATIVE DRUG SURVEILLANCE PROGRAM von \n1977 lassen vermuten, dass Pillenbenutzerinnen h\u00e4ufiger mit akuter \nHepatitis diagnostiziert werden als Nichtbenutzerinnen. (MSED, S. 1002)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.8 St\u00f6rungen des Verdauungssystems<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Geringgradige Beschwerden im Bereich des Verdauungstraktes, wie \n\u00dcbelkeit und unklare Bauchschmerzen, sind bei 10 \u00ad30 % der Patientinnen \nfr\u00fcherer Studien gesehen worden. Sie sollen bei den heutigen \nniedrig-dosierten Pr\u00e4paraten in geringerem Ma\u00dfe auftreten.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Akute Pankreatitis (= akute Entz\u00fcndung der Bauchspeicheldr\u00fcse) \nwurde w\u00e4hrend des Pillengebrauches beobachtet, ebenso ein Anstieg der \nSerumamylase (= Enzym der Bauchspeicheldr\u00fcse).<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Durchfall wird als gelegentlich auftretende individuelle Reaktion \neingestuft. Morbus Crohn (= spezifische Darmentz\u00fcndung) tritt ebenfalls \ngelegentlich beim Gebrauch oraler Kontrazeptiva auf. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wenn Morbus Crohn unter der Pille auftritt, dann ist damit ein \npositiver Ursache-Wirkungs-Zusammenhang angezeigt. (MSED, S. 1002)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.9 St\u00f6rungen des Hautstoffwechsels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Verschiedene Arten von Hautreaktionen treten w\u00e4hrend oraler \nKontrazeption auf. Das Auftreten unter Einbeziehung auch der geringeren \nHautkomplikationen wird auf lediglich 5 % gesch\u00e4tzt. Die Hormone \nerzeugen die Hauterkrankungen nicht direkt. Sie bringen lediglich die \nNeigung dazu hervor, so dass andere ausl\u00f6sende Ursachen die Entwicklung \nbedingen k\u00f6nnen.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Haarausfall ist w\u00e4hrend der Applikation und nach dem Absetzen der Pille gesehen worden.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Verst\u00e4rkte Pigmentation der dem Sonnenlicht ausgesetzten  Hautareale sowie Lichtsensibilit\u00e4t sind bei manchen Anwenderinnen  beobachtet worden. (MSED, S. 1002f., siehe auch 3.3. Hypophysenhormon  MSH)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2. Herz-Kreislauf-St\u00f6rungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.1 Bluthochdruck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Bluthochdruck kommt bei Pillenbenutzerinnen doppelt so h\u00e4ufig vor \nwie bei Frauen, die die Pille nicht benutzen. Die Ursachen liegen in der\n hormonellen Beeinflussung des Adrenalin-Stoffwechsels. Auch die \nAngiotensin-Konzentration im Blut ist erh\u00f6ht. Dies f\u00fchrt zu vermehrtem \nWassergehalt im K\u00f6rper der Frau, wodurch sich erh\u00f6hter Blutdruck \neinstellen kann. (MSED, S. 996)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adrenalin ist ein Hormon des Nebennierenmarkes und des sympathischen Nervensystems. Es verursacht einen Anstieg des Blutdruckes.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angiotensin ist ein Hormon, welches zur Bildung und Freisetzung eines\n anderen Hormones aus der Nebennierenrinde f\u00fchrt, das Aldosteron genannt\n wird. Das Aldosteron verst\u00e4rkt diejenigen Funktionen der Nieren, welche\n Salze und Wasser aus dem sogenannten Prim\u00e4rharn ins Blut zur\u00fcckholen. \nDiesen Vorgang nennt die Physiologie Wasserretention, und er ist f\u00fcr die\n verst\u00e4rkte Wassereinlagerung (\u00d6dembildung) unter der Pille ebenso \nverantwortlich wie f\u00fcr die wasserbedingte Gewichtszunahme.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Da bei den alten, hochdosierten Pr\u00e4paraten der Pillenanfangszeit \nkeine Untersuchungen gemacht worden sind, kann heute nicht mit \nSicherheit gesagt werden, ob die Bluthochdruckrate unter der Pille \nfr\u00fcher h\u00f6her gewesen ist als heute, wo nach den ber\u00fccksichtigten Studien\n 4 % der Pillenbenutzerinnen diastolische, also untere Blutdruckwerte \nvon \u00fcber 90 mmHg haben. (MSED, S. 996)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Angabe von 4 % Bluthochdruckrate erfasst nur die Frauen, die die \nPille gerade nehmen. Andere pillenbedingte Gesundheitssch\u00e4digungen wie \n\u00dcbergewicht, Durchblutungsst\u00f6rungen, Thrombosen und Mikrothrombosen, \ndadurch bedingte Gef\u00e4\u00dfwandver\u00e4nderungen, labortechnisch feststellbare \nVer\u00e4nderungen der Fettwerte sowie eine m\u00f6gliche Diabetesentstehung \nk\u00f6nnen im weiteren Krankheitsverlauf zu Bluthochdruck f\u00fchren. Somit ist \nzu erwarten, dass die Rate der Bluthochdruckerkrankungen, welche \naufgrund der vorstehend genannten Erkrankungen als Sekund\u00e4rfolge Jahre \nnach der Pilleneinnahme auftreten, deutlich h\u00f6her als 4 % ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.2 &#8222;Pillenherz&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gro\u00dfe Zahl von Pillenbenutzerinnen entwickelt im Verlauf der \nPilleneinnahme ein sog. &#8222;Pillenherz&#8220;. Es handelt sich dabei um nicht \nobjektivierbare Herzrhythmusst\u00f6rungen, d.h. diese Frauen haben das \nGef\u00fchl, &#8222;als ob das Herz zum Halse herausschl\u00e4gt&#8220;; es wird als \nunertr\u00e4gliche Unruhe in der Herzregion von den betroffenen Frauen \nempfunden. Oft gehen diese Patientinnen panikartig in die n\u00e4chste \nKrankenhausnotaufnahme, wo ein EKG gemacht wird, welches aber v\u00f6llig \nnormal ausf\u00e4llt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solchen Frauen werden nicht selten Psychopharmaka verordnet, wobei \nder behandelnde Mediziner in der Regel die Einnahme der Pille in keiner \nWeise in Frage stellt. Tats\u00e4chlich handelt es sich hier um ein \nseelisch-geistiges Ph\u00e4nomen, denn das Herz als &#8222;Sitz der Gef\u00fchle&#8220; ist \nwie kein anderes Organ geeignet, Disharmonien im Leben des Menschen \nanzuzeigen. Da diese Symptome auch bei Spiralentr\u00e4gerinnen und nach \nAbtreibungen h\u00e4ufig auftreten, sollte man als \u00fcbergeordneten Begriff den\n des &#8222;frustrierten Mutterherzens&#8220; w\u00e4hlen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.3 Gerinnungsst\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es ist erwiesen, dass die Pille ein erh\u00f6htes Thromboserisiko \ndarstellt. Bei Pillenbenutzerinnen treten also h\u00e4ufiger tiefe \nBeinvenenthrombosen, Lungenembolien, Hirnthrombosen, Herzinfarkte und \nNetzhautthrombosen auf. Das Risiko ist doppelt so hoch wie bei Frauen, \ndie die Pille nicht benutzen.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>1989 ist in einer Studie ein erh\u00f6htes relatives Risiko f\u00fcr \nHerzinfarkt bei ehemaligen Pillenbenutzerinnen gefunden worden. In einer\n Studie von 1984 wird das Risiko f\u00fcr eine bestimmte Art der \nGehirnblutung bei Pillenbenutzerinnen auf bis zu 2-fach erh\u00f6ht \neingesch\u00e4tzt. Das Risiko f\u00fcr den nicht durch Hirnblutung bedingten, \nsondern infarktartigen Schlaganfall ist aber mehr als 2-fach erh\u00f6ht, \nwenn die Pille aktuell eingenommen wird.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Weiterhin werden Thrombosen in Darm- und Lebervenen sowie in der \nzur Leber f\u00fchrenden Pfortader erw\u00e4hnt. In einer Studie von 1986 wird \n\u00fcber 41 F\u00e4lle von Durchblutungseinschr\u00e4nkungen der Bauchorgane und \nDarminfarkten bei Pillenbenutzerinnen berichtet. Die Todesrate bei den \nInfarkten ist hoch gewesen.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Laufend werden Einzelfallbeobachtungen schwerer Herz- und \nKreislaufkomplikationen durch Gerinnungsst\u00f6rungen bei \nPillenbenutzerinnen beschrieben. 1988 wurde eine Studie \u00fcber 22 Frauen \nver\u00f6ffentlicht, welche alle trotz Einnahme eines niedrigdosierten \nPr\u00e4parates einen Hirninfarkt erlitten hatten.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Ursache der verst\u00e4rkten Blutgerinnungsneigung kann in \nVer\u00e4nderungen der Gerinnungsfaktoren liegen, deren Blutkonzentration mit\n der Einnahmedauer zunimmt. Es scheint eine Beziehung zur \u00d6strogendosis \nzu bestehen. Orale Kontrazeptiva verursachen einen Anstieg der \nGerinnungsfaktoren I, II, VII, IX, X und XII ebenso wie einen Abfall des\n Antithrombin-III-Spiegels; dieser Antithrombin-III-Abfall wird als \nVoraussetzung f\u00fcr die ven\u00f6se Thromboembolie angesehen. Seit langem ist \nauf gesicherter Grundlage bekannt, dass Rauchen, \u00dcbergewicht und ein \nLebensalter \u00fcber 35 Jahre zus\u00e4tzliche Faktoren sind, welche das Risiko \nthromboembolischer Ereignisse bei Pillenbenutzerinnen ansteigen lassen. \n(MSED, S. 996 ff.)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.4 Durchblutungsst\u00f6rungen des Auges<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es ist immer noch schwierig zu entscheiden, ob es eine Korrelation  zwischen Augenkrankheiten und dem Gebrauch oraler Kontrazeptiva gibt,  mit Ausnahme thromboembolischer Ereignisse (= Blutgerinnselbildung) in  den Augenadern. \u00c4hnliche Zweifel beziehen sich auf die Entstehung eines  Macula-Loches (Macula = Stelle des sch\u00e4rfsten Sehens in der Netzhaut)  bei Netzhautabl\u00f6sung, aber in einer Studie benutzten 20 von 24 an dieser  Erkrankung leidenden Frauen die Pille. (MSED, S. 1003)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3. Hormonst\u00f6rungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die folgenden Aussagen zeigen vereinfacht die Zusammenh\u00e4nge im Hormonsystem an.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die an der Gehirnunterseite liegende Hirnanhangdr\u00fcse (Hypophyse), \nwelche ihrerseits von \u00fcbergeordneten Gehirnarealen gesteuert wird, \nreguliert u.a. die Hormondr\u00fcsen: Schilddr\u00fcse, Nebennierenrinden und \nEierst\u00f6cke. Die von diesen Hormondr\u00fcsen freigesetzten Hormone \u00fcben eine \nr\u00fcckkoppelnde Wirkung auf die Hirnanhangdr\u00fcse aus. Die k\u00fcnstlichen \nPillenhormone sollen theoretisch nur auf die Steuerung der Eierst\u00f6cke \nEinfluss aus\u00fcben. Tats\u00e4chlich jedoch beeintr\u00e4chtigen sie auch die \nRegulierung der Schilddr\u00fcse und der Nebennierenrinden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.1 Schilddr\u00fcse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Pillenbenutzerinnen finden sich Auswirkungen auf die Schilddr\u00fcse und auf den Schilddr\u00fcsenhormonstoffwechsel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Pille soll einen sch\u00fctzenden Effekt gegen Schilddr\u00fcsenerkrankungen haben. (MSED, S. 999)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vermutung eines sch\u00fctzenden Effektes gegen \nSchilddr\u00fcsenerkrankungen widerspricht allerdings v\u00f6llig den \ntheoretischen Grundlagen \u00fcber die Vernetzungen im Hormonsystem. Die \nverschiedenen hormonellen Bereiche sind untereinander vernetzt, wodurch \nes bei St\u00f6rungen in dem einen hormonellen Regelkreis durch k\u00fcnstliche \nHormongabe zu St\u00f6rungen in einem anderen Regelkreis kommt. Obige \nVermutung widerspricht auch aller praktischen Erfahrung. Ein Viertel bis\n ein Drittel aller Pillenbenutzerinnen oder ehemaligen \nPillenbenutzerinnen entwickeln erfahrungsgem\u00e4\u00df unter der Pille eine \nStruma (= Schilddr\u00fcsenvergr\u00f6\u00dferung) bzw. nehmen Schilddr\u00fcsenhormone ein.\n Somit darf nicht von einem &#8222;sch\u00fctzenden Effekt gegen \nSchilddr\u00fcsenerkrankungen&#8220; gesprochen werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.2 Nebennierenrinde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Durch Progesteron wird die ACTH-Produktion (= Produktion des die \nNebennierenrinde steuernden Hormons der Hirnanhangdr\u00fcse) bis zu einem \ngewissen Grad unterdr\u00fcckt. Von daher ist auch die Cortisolsekretion aus \nder Nebennierenrinde, welche vom ACTH gesteuert wird, erniedrigt. (MSED,\n S. 1000f.)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cortisol aus dem Cortex, der Rinde der Nebenniere, ist aber ein sehr \nwichtiges k\u00f6rpereigenes Hormon, welches f\u00fcr die Blutzuckerbalance, f\u00fcr \nden Fettstoffwechsel, f\u00fcr Eiwei\u00dfauf- und -abbausteuerung und auch f\u00fcr \nStressreaktionen notwendig ist. \u00dcber das Cortisol kann die verst\u00e4rkte \nNeigung zu Blutzuckererh\u00f6hungen bzw. zum Entstehen der Zuckerkrankheit \nerkl\u00e4rt werden. Zum anderen aber kann die Stressunf\u00e4higkeit mancher \nPillenbenutzerinnen in einer Blockade des Cortisolstoffwechsels durch \ndie k\u00fcnstlichen Pillenhormone ihre Ursache haben. Die wahrscheinliche \nSt\u00f6rwirkung der Sexualhormone kann durch den Fakt untermauert werden, \ndass die chemische Struktur von Cortisol und Sexualhormonen \u00e4hnlich ist,\n in beiden F\u00e4llen handelt es sich um Steroidger\u00fcste.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es wurde Nebennierenrinden-Unterfunktion nach \u00fcber einem Jahr \ndauernden Gebrauch k\u00fcnstlicher Sexualhormone gefunden. (MSED, S. 1001)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.3 Hypophyse (= Hirnanhangdr\u00fcse)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hirnanhangdr\u00fcse steht mit \u00fcbergeordneten Hirnarealen in \nWechselbeziehung. Sie steuert neben den weiblichen Eierst\u00f6cken auch die \nSchilddr\u00fcse und die Nebennierenrinde. Daher r\u00fchren die unter 3.1 und 3.2\n beschriebenen St\u00f6rungen des Schilddr\u00fcsen- und \nNebennierenrindenstoffwechsels. Die Hypophyse produziert auch das \nWachstumshormon.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Pillenbenutzerinnen haben einen erh\u00f6hten Wachstumshormonspiegel. (MSED, S. 1001)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Somit erkl\u00e4ren sich \u00fcber die Auswirkungen des verst\u00e4rkt gebildeten \nWachstumshormons Vergr\u00f6berungen der Gesichtsz\u00fcge bei manchen Frauen nach\n jahrelangem Pillengebrauch. Aus der Krankheitslehre ist bekannt, dass \ndiese Ver\u00e4nderungen der Gesichtsz\u00fcge auch bei wachstumshormonbildenden \nTumoren der Hypophyse auftreten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein anderes Hormon der Hypophyse hei\u00dft \nMelanozyten-stimulierendes-Hormon (MSH). Melanozyten sind \nfarbstoffbildende Zellen der Haut, welche durch MSH zur Pigmentbildung \nstimuliert werden. MSH wird bei Pilleneinnahme verst\u00e4rkt gebildet. Von \ndaher erkl\u00e4rt sich, dass manche Frauen unter der Pille gro\u00dffleckige \nbraune Pigmentver\u00e4nderungen besonders im Gesicht erleiden, wie diese \nmanchmal auch unter den Hormonver\u00e4nderungen in der Schwangerschaft \nentstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.4 Ver\u00e4nderungen der Muttermilchzusammensetzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es ist ein Einflu\u00df von \u00d6strogenen und Gestagenen auf die \nMilchbildung und die Milchzusammensetzung bei Frauen gefunden worden, \ndie die Pille benutzen und gleichzeitig stillen. Der S\u00e4ugling bekommt \nvon den Hormonen \u00fcber die Muttermilch auch etwas ab, ca. 0,1 % der \ngegebenen Dosis, denn Sexualhormone sind milchg\u00e4ngig. Einzelne F\u00e4lle von\n Brustdr\u00fcsenbildung sind bei Babys gefunden worden. (MSED, S. 1001)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt zu denken, wenn die beste Nahrung, die eine Mutter ihrem \nS\u00e4ugling geben kann, n\u00e4mlich die Muttermilch, ver\u00e4ndert und verf\u00e4lscht \nwird. Damit wird die Nat\u00fcrlichkeit der Symbiose zwischen stillender \nMutter und S\u00e4ugling aufgehoben. Die Zusammensetzung der Milch ist nicht \nmehr so, wie sie die Natur optimal gestaltet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.5. Weitere unter und nach Pilleneinnahme beobachtete Hormonst\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Frauen klagen \u00fcber ein verst\u00e4rktes Spannungsgef\u00fchl in den  Brustdr\u00fcsen vor der Menstruation seit Beginn der Pilleneinnahme. Andere  Frauen erleben Zyklusst\u00f6rungen nach Absetzen der Pille, bei ihnen bleibt  die Regelblutung f\u00fcr eine gewisse Zeit aus. Dies kann sechs bis zw\u00f6lf  Monate dauern. Bei der Einnahme reiner Gestagenpr\u00e4parate oder bei der  regelm\u00e4\u00dfigen Applikation der Drei-Monats-Spritze kann es zum dauernden  Ausbleiben der Blutung kommen. Nicht wenige Frauen leiden unter einer  sog. Post-Pillen-Sterilit\u00e4t, d.h. bei ihnen tritt nach mehrj\u00e4hriger  Pilleneinnahme nach Absetzen der Pille keine Schwangerschaft mehr ein.  Nach mehrj\u00e4hriger Pilleneinnahme ist auch das Fehlgeburtenrisiko erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">4. Immunst\u00f6rungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.1 Auftreten geh\u00e4ufter Infekte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Einige Studien weisen auf ein h\u00e4ufigeres Auftreten von Harnwegsinfekten bei Pillenbenutzerinnen hin. (MSED, S. 1002)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus eigenen Beobachtungen kann das geh\u00e4ufte Auftreten von Sinusitis \n(= Nebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung), Angina (=Rachenentz\u00fcndung) und \nTracheobronchitis (= Entz\u00fcndung von Luftr\u00f6hre und Bronchien) bei \nPillenbenutzerinnen erg\u00e4nzt werden. Diese bei Benutzung der \nAnti-Baby-Pille h\u00e4ufiger auftretenden Infekte sind oft nach Ende einer \nAntibiotikatherapie rezidivierend (= wiederkommend). Gelegentlich \ntrotzen die Infekte jedem Therapieversuch, z.B. bei monate bis \njahrelangem Husten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.2 Unterdr\u00fcckung der Immunantwort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein geschlechtlicher Unterschied bei der Immunantwort ist schon \nlange Zeit bekannt gewesen, aber wenig Aufmerksamkeit wurde bisher der \nm\u00f6glichen Rolle gezollt, welche die Sexualhormone bei der \nImmunantwort-Regulation spielen. In der Studie des BRITISH COLLEGE OF \nGENERAL PRACTITIONERS von 1974 zeigen Pillenbenutzerinnen ein h\u00e4ufigeres\n Auftreten bestimmter Infektionskrankheiten. Unterst\u00fctzung dieser \nErkenntnis, dass orale Kontrazeptiva das Infektionsrisiko erh\u00f6hen, wurde\n durch andere Studien gegeben.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Antik\u00f6rper-Antwort auf Tetanus-Toxoid (= abgeschw\u00e4chtes Gift \nvon Tetanusbakterien, mit welchem die Immunreaktion getestet wird) ist \nbei Pillenbenutzerinnen als bedeutend geringer erkannt worden als bei \nKontroll-Gruppen. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eine unterdr\u00fcckte Reaktion der Lymphozyten (= wei\u00dfe \nBlutk\u00f6rperchen, Immunzellen) auf Phytoh\u00e4magglutinin (PHA = \nBiochemikalie, welche eine Lymphozytenreaktion hervorrufen kann) ist bei\n einer Reihe von Pillenbenutzerinnen im Jahre 1972 beobachtet worden.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Verminderung der PHA-Antwort spiegelt eine verschlechterte \nFunktion der T-Zellen (= bestimmte Lymphozytenart) wieder, und diese \nErkenntnisse sind deswegen von Interesse, weil eine verminderte \nT-Zell-Funktion bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten von Wichtigkeit \nist. Eine andere Folge l\u00e4ngerer Verschlechterung der T-Zell-Funktion ist\n die vermehrte Empf\u00e4nglichkeit gegen\u00fcber infekti\u00f6sen Erkrankungen. \n(MSED, S. 1004)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ENDOCRINE REVIEW schreibt GROSSMAN 1984 in dem Artikel &#8222;REGULATION\n OF THE IMMUNE SYSTEM BY SEX STEROIDS&#8220;, dass \u00d6strogene mehrere Effekte \nauf die Antik\u00f6rper-Formation h\u00e4tten. \u00d6strogene unterdr\u00fcckten \nverschiedene zellvermittelte Immunantworten, und es sei die \nUnterdr\u00fcckung der tumorassoziierten Immunantwort gegen b\u00f6sartigen \nProstata- oder Brustkrebs nachgewiesen worden. (S. 440)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er kommt zu dem allgemeinen Schluss, dass das Genitalsystem (= System\n der Geschlechtsdr\u00fcsen und deren Regulierung) \u00fcber die HHG-Thymus-Achse \n(HHG = Hypothalamus-Hypophyse-Geschlechtsdr\u00fcsen-Achse) das Immunsystem \nreguliert. Und es h\u00e4tte gezeigt werden k\u00f6nnen, dass das Immunsystem \nseinerseits das Genitalsystem steuere. (S. 448)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den abschlie\u00dfenden Bemerkungen hei\u00dft es: &#8222;Die Vermutung, dass \nendokrines System und Immunsystem voneinander abh\u00e4ngig seien, wurde \nerstmalig schon vor l\u00e4ngerer Zeit gemacht, aber das Ausma\u00df dieser \nWechselwirkungen wird erst jetzt voll sichtbar. (&#8230;) Es ist sehr \nwahrscheinlich, dass die HHG-Thymus-Achse nicht nur f\u00fcr die Regulation \ndes Immunsystems eine gro\u00dfe Bedeutung hat, sondern dass ihre Wirkungen \nsich auch auf viele andere K\u00f6rpersysteme erstrecken&#8220;. (S. 450)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.3 Entstehung von Krebs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Unter der Einnahme der Pille gibt es ver\u00e4nderte Risiken, an Krebs \nzu erkranken. Das Risiko, an gut- oder b\u00f6sartigen Lebertumoren zu \nerkranken, ist bei Pillen-Benutzerinnen erh\u00f6ht. Ebenso wird eine \nAbh\u00e4ngigkeit beim Auftreten des Geb\u00e4rmutterhalskrebses von der Dauer \nehemaliger Pillenbenutzung gefunden. Unter den Pillenbenutzerinnen, \nwelche geh\u00e4uft Genitalinfektionen in der Krankengeschichte haben, gibt \nes eine verst\u00e4rkte Tendenz, noch w\u00e4hrend der Pilleneinnahmephase an \nGeb\u00e4rmutterhalskrebs zu erkranken.<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Eierstockkrebs tritt bei Pillenbenutzerinnen allerdings seltener \nauf als bei Nichtbenutzerinnen. Je nach Pilleneinnahmedauer vermindert \nsich das Risiko um 1\/4 bis die H\u00e4lfte. Bez\u00fcglich der Entstehung von \nBrust-Tumoren gibt es widerspr\u00fcchliche Studienergebnisse. Gutartige \nBrust-Tumoren sind unter der Pille vermindert aufgetreten. Das Auftreten\n von b\u00f6sartigem Brustkrebs ist w\u00e4hrend der zur\u00fcckliegenden 40 Jahre zwar\n angestiegen, jedoch k\u00f6nnen auch andere Ursachen, ja sogar ein spontanes\n Ansteigen der Brustkrebsrate diesen statistischen Anstieg begr\u00fcnden. \n1981 wurde in einer Studie herausgefunden, dass das Risiko f\u00fcr die \nEntstehung von Brustkrebs dann erh\u00f6ht ist, wenn die Pille von sehr \njungen Frauen bereits vor der ersten Schwangerschaft genommen wurde. \n(MSED, S. 1024 ff.)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.4. Weitere Immunst\u00f6rungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Unter der Pille kommen geh\u00e4uft Pilzinfektionen der Scheide und  bakterielle Harnwegsinfekte vor. Die Ursache f\u00fcr das Auftreten von  Scheidenpilz liegt in einer Erh\u00f6hung des pH-Wertes der Scheide. Eine  zytologische Untersuchung der mikrobiologischen Vaginalflora bei 74  Frauen, die niedrigdosierte orale Kontrazeptiva einnahmen, zeigte ein  verst\u00e4rktes Auftreten krankhafter Ver\u00e4nderungen. (MSED, S. 1003)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">5. Neurologische St\u00f6rungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Orale Kontrazeptiva k\u00f6nnen Kopfschmerzen und Migr\u00e4ne bei Frauen \nverursachen, die diese vor der Pilleneinnahmephase nicht hatten, oder \nsie k\u00f6nnen die H\u00e4ufigkeit und Schwere der Beschwerden bei denjenigen \nvergr\u00f6\u00dfern, welche zuvor bereits daran litten. Bei zu diesen St\u00f6rungen \nneigenden Frauen scheint die Pille den von den Dr\u00fcsen her kommenden \nAusgleich verstimmen zu k\u00f6nnen, so dass eine Attacke oder eine \nVerschlimmerung ausgel\u00f6st wird. Bei 25 &#8211; 60 % der Pillenbenutzerinnen \nsind EEG-Ver\u00e4nderungen (= Ver\u00e4nderungen der elektrischen Hirnschrift) \nfestgestellt worden, welche allerdings r\u00fcckbildungsf\u00e4hig sind. Diese \nEEG-Ver\u00e4nderungen sind wahrscheinlich auf Progesteronwirkung \nzur\u00fcckzuf\u00fchren. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00d6strogene sind wahrscheinlich epilepsief\u00f6rdernd. (MSED, S. 999)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter der Pille k\u00f6nnen Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen der Haut auftreten,  meist in Form von Taubheitsgef\u00fchlen. Diese Nebenwirkung ist  wahrscheinlich auf eine St\u00f6rung des Vitaminstoffwechsels durch die Pille  zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">6. Psychische St\u00f6rungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Psychische Symptome unter der Pille wurden in einzelnen \nFallstudien beschrieben. Dies ist wahrscheinlich zur\u00fcckzuf\u00fchren auf eine\n nichtspezifische Ver\u00e4nderung im Gleichgewicht solcher Frauen, die zu \ndiesen Symptomen neigten. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Viele Frauen werden unter der Pille m\u00fcrrisch und ungl\u00fccklich. \nEchte Depressionen sind jedoch nicht vermehrt gefunden worden. (MSED, S.\n 999)<\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei etwa einem Viertel aller Pillenanwenderinnen soll die Libido (= \nsexuelle Lust) vermindert sein. Wesensver\u00e4nderungen der Frau k\u00f6nnen zu \nKrisen in der Ehe f\u00fchren, so da\u00df in nicht wenigen F\u00e4llen die Pille \nausl\u00f6sender Faktor f\u00fcr die Zerr\u00fcttung einer Ehe geworden ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anamneseerhebung bei Pillenbenutzerinnen zeigt sehr h\u00e4ufig, dass \nder Leidensdruck auf die Psyche nach einiger Zeit der Pilleneinnahme so \nstark wird, dass Nerven\u00e4rzte aufgesucht werden, welche \u00fcblicherweise mit\n Psychopharmaka therapieren. Nerven\u00e4rzte ziehen gew\u00f6hnlich nie die Pille\n als Ursache psychischer Probleme in Betracht. Es sind aber nicht allein\n die k\u00fcnstlichen Hormone der Anti-Baby-Pille f\u00fcr die psychologischen \nVer\u00e4nderungen verantwortlich. Die Ursache f\u00fcr die seelischen \nWesensver\u00e4nderungen der Frau unter der Pille liegen sehr viel tiefer.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wegmanipulation der vollmenschlichen Eigenschaft &#8222;m\u00fctterliche \nFruchtbarkeit&#8220; greift die Frau in ihrer Seelenebene an und verletzt sie \nschwer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Antibabypille, umgangssprachlich auch kurz &#8222;Die Pille&#8220; genannt, ist das von Frauen in den westlichen und \u00f6stlichen Industrienationen seit 1960 am h\u00e4ufigsten verwendete Verh\u00fctungsmittel zur Verh\u00fctung einer ungewollten Schwangerschaft. Es handelt sich dabei um ein regelm\u00e4\u00dfig oral einzunehmendes Hormonpr\u00e4parat, das die weiblichen Hormone \u00d6strogen und Gestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung enth\u00e4lt. 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