{"id":3988,"date":"2020-02-19T13:28:11","date_gmt":"2020-02-19T12:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=3988"},"modified":"2020-04-06T10:36:21","modified_gmt":"2020-04-06T08:36:21","slug":"pharmakonzerne-bezahlen-grippe-experten-der-who","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/pharmakonzerne-bezahlen-grippe-experten-der-who\/","title":{"rendered":"Pharmakonzerne bezahlen Grippe-Experten der WHO!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erneut weltweiter Skandal der Pharmaindustrie:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Pharma-Skandal neuen Ausma\u00dfes deutet sich an. Wie eine \nUntersuchung des &#8222;British Medical Journal&#8220; und der \nJournalisten-Vereinigung &#8222;Bureau of Investigative Journalism&#8220; aufdeckte,\n standen Ratgeber der World Health Organisation (WHO) auf der \nGehaltsliste gerade jener Pharmakonzerne, die von einer Pandemie-Panik \nprofitierten. Aufgabe der Wissenschaftler war es, f\u00fcr die \nUNO-Organisation Richtlinien im Umgang mit einer weltweiten Grippewelle \nzu erarbeiten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die von der WHO 2009 ausgerufene Schweinegrippe-Warnung sorgte vor \nallem beim Schweizer Pharmariesen Roche, dem Hersteller von Tamiflu und \ndem britischen Konzern GlaxoSmithKline (GSK), Hersteller von Relenza, \nf\u00fcr Milliardengewinne.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Richtlinien geben vor, wie Impfstoffe und Medikamente im Falle  einer Grippe-Pandemie einzusetzen sind und empfehlen L\u00e4ndern eine  entsprechende Bevorratung. Folge der herbeigesagten  Schweinegrippe-Pandemie war die dreiste Verschwendung von Steuermitteln  durch den Ankauf und die Einlagerung obiger Medikamente. Den beiden  Pharmagiganten brachte dieser Coup allerdings mehr als 7 Mrd. US$ ein,  berichteten City-Analysten. Die dramatisierende WHO-Einsch\u00e4tzung einer  globalen Schweinegrippe-Katastrophe hatte allem Anschein nach nur einen  einzigen Hintergrund: das Absch\u00f6pfen eines riesigen Gewinns. Nicht  zuletzt dieser unfassbare Betrug erm\u00f6glichte der Pharmabranche, gut \u00fcber  die Finanzkrise zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Tentakel der Pharmaindustrie reichen bis in die UNO<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Tentakel der Pharmaunternehmen beeinflussen auf allen Ebenen den\n Entscheidungsprozess&#8220; urteilt PAUL FLYNN, britischer \nParlamentsabgeordneter und Mitglied im Gesundheitsausschuss des \nEurop\u00e4ischen Rats.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch nicht alle Regierungen folgten dem durch die WHO-Entscheidung  ausgel\u00f6sten Kaufdruck. Einige L\u00e4nder, darunter Polen, lehnten eine  Beteiligung an den aufgedr\u00e4ngten Panik-Eink\u00e4ufen dieser Vakzine ab.  Allein die gesunde Skepsis der Menschen verhinderte die anvisierte  Verwendung bereitgestellter Impfstoffe. So sind Regierungen heute  bem\u00fcht, sich aus den teuren Vertr\u00e4gen wieder zu l\u00f6sen. PAUL FLYNN  fordert nach dieser Aufdeckung: &#8222;Es muss einen Anspruch auf die  Transparenz der WHO geben, weil dort eine Priorit\u00e4tsverzerrung innerhalb  \u00f6ffentlicher Gesundheitsleistungen stattfand, der den Verlust riesiger  Summen \u00f6ffentlicher Gelder und eine Provokation ungerechtfertigter Angst  nach sich zog.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wer waren die Handlanger bei der WHO?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ausdr\u00fcckliche Empfehlung auf antivirale Medikamente gab Prof. \nFRED HAYDEN, University of Virginia. Auf Nachfrage best\u00e4tigte er, dass \ner sowohl von Roche als auch von GSK zur fraglichen Zeit f\u00fcr Vortr\u00e4ge \nund Beratungsleistungen bezahlt wurde. Als ein Hauptautor einer von \nRoche gesponserten Studie sorgte Hayden bereits 2001 f\u00fcr die \nwerbewirksame Stilisierung von Tamiflu als k\u00fcnftigen Verkaufsschlager &#8211; \nproklamiert wurde eine 60%-ige Reduzierung grippebedingter \nKrankenhausaufenthalte. Nur eine Grippewelle fehlte noch.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Epidemiologe Dr. ARNOLD MONTO, University of Michigan, schrieb in\n den WHO-Richtlinien das Kapitel \u00fcber den Einsatz von Impfstoffen. \nBeraterhonorare von Roche erhielt er ebenso. Der Verfasser des \nAbschnittes \u00fcber &#8222;pandemische Influenza&#8220;, Prof. KARL NICHOLSON, \nUniversity of Leicester, durfte sich gleicherma\u00dfen \u00fcber die Bezahlung \n&#8222;seiner Leistungen&#8220; durch Roche und GSK freuen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei leugnete keiner der drei die Verkn\u00fcpfung zur Industrie, \nnachweislich auch nicht gegen\u00fcber der WHO. In dem ma\u00dfgebenden Bericht \nder UNO-Organisation sucht man allerdings vergebens nach den \noffensichtlichen Interessenskonflikten. Hier werden die allzu \nverr\u00e4terischen Verbindungen wohlweislich verschwiegen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die infolge der WHO-Einstufung hierzulande eingeleiteten Ma\u00dfnahmen, \nu. a. der panikartige Einkauf von 50 Mio. Impfdosen, kostete die \ndeutschen Steuerzahler rund 1 Milliarde Euro. Nur ein Bruchteil wurde \ngenutzt, da viele Menschen zu Recht am Ausma\u00df der vorhergesagten \nKatastrophe zweifelten. An den Kosten \u00e4ndert dies jedoch nichts. Die \nPharmafirmen haben ihren Gewinn gemacht. Wohin nun aber mit den \n\u00fcbersch\u00fcssig eingelagerten Impfdosen? Als &#8222;humanit\u00e4re Geste&#8220; an \nEntwicklungsl\u00e4nder entsorgen? Oder doch ein abermaliges Wiederausgraben \ndes Virus unter ge\u00e4ndertem Namen? Man darf gespannt sein \u00fcber neue \nVerwendungsideen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die UNO-Beh\u00f6rde verweigert jetzt die weitere Offenlegung dieser \nInteressenkonflikte. Dies zeigt bereits, dass die darin verwickelten \nPharmariesen alles tun werden, damit nicht noch mehr Details ans Licht \nkommen. Die WHO-Generaldirektorin MARGARET CHAN, die die H1N1-Grippe am \n11. Juni 2009 zur Pandemie ausgerufen hat, habe sich von einem &#8222;geheimen\n Komitee&#8220; beraten lassen, denn die Namen der 16 Mitglieder seien nur \nWHO-intern bekannt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der lobbyorientierten Sto\u00dfrichtung von Codex Alimentarius gibt  auch diese offenkundige Beeinflussung der WHO, die das Handeln von  Regierungen bestimmt, einmal mehr Aufschluss \u00fcber die Unterwanderung der  UNO durch die Pharmaindustrie.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Neue Probleme f\u00fcr gesamte Pharmabranche<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund der zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber Bestechungen, \nKorruption und Betr\u00fcgereien, scheint es langsam eng zu werden in dieser \nBranche.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Land, welches sich angesichts eines drohenden Staatsbankrottes \nmit den Pharmakonzernen angelegt hat, ist Griechenland. Die Regierung \nordnete im Mai an, die Preise f\u00fcr patentierte Medikamente um 27% zu \nsenken. Dies versetzte die Branche in Alarmbereitschaft, und der Protest\n der Pharmaunternehmen lie\u00df nicht lange auf sich warten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur wegen der Gewinneinbu\u00dfen ist die Aufregung gro\u00df, sondern \nbesonders wegen der bef\u00fcrchteten Kettenreaktion anderer L\u00e4nder. \nSchlie\u00dflich bringt der Handel mit patentierten Arzneimitteln mehrere \nMilliarden Euro im Jahr ein. Der Markt f\u00fcr die verhassten \n&#8222;Parallelimporte&#8220; (Generika und auch der sogenannte Graumarkt) w\u00fcrde \nsich dann noch weiter ausdehnen. Nun drohen also auch die griechischen \n&#8222;Billigarzneien&#8220;.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ausbleiben neuer, profitabler Produkte und der heftige Streit um \nPatentrechte zwischen den Pharmaunternehmen ist ein weiterer Ausdruck \ndes sich versch\u00e4rfenden Machtkampfes. Zunehmend ziehen Konzerne wegen \nmutma\u00dflicher Patentverletzungen vor Gericht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierzu zwei Beispiele. Ende Mai reichte der US-Konzern Biogen Idec \nKlage ein, angeblich weil die deutschen Hersteller Bayer und Merck das \nUS-Patent f\u00fcr ein Multiple-Sklerose-Medikament (Avonex) verletzten. \nBiogen Idec ist der Auffassung, dass die MS-Pr\u00e4parate Betaferon von \nBayer sowie Rebif von Merck (in den USA auch von Pfizer verkauft) das \nneue US-Patent unterwandern. Immerhin geht es mit Betaferon weltweit um \neinen Umsatz von 1,21 Mrd. \u20ac (2009) und mit Rebif sogar um 1,54 Mrd. \u20ac.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegenstand des zweiten Rechtsstreits ist Bayers Antibabypille Yaz.  Hier zog der israelische Generikaspezialist Teva vor ein US-Gericht,  nachdem Bayer angek\u00fcndigt hatte, diesen auf Patentverletzung verklagen  zu wollen. Teva hatte eine Kopie der Pille vorzeitig auf den US-Markt  gebracht. In Absprache mit Bayer d\u00fcrfe dies aber erst ab Juli 2011  geschehen. Der Konzern erzielte mit Yaz in den USA zuletzt einen Umsatz  von 782 Mio. US$.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Regierung setzt zum gro\u00dfen Streichkonzert an, aber wo bleibt Big Pharma?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wohin die Krakenarme der Pharmaindustrie reichen, ist besonders gut auch in Deutschland sichtbar.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Druck auf das hemmungslose Gesch\u00e4ftsmodell der Pharmaindustrie \nmit angeh\u00e4uften, gigantischen Gewinnen w\u00e4chst, weil einerseits die \nAusgaben im Gesundheitswesen unertr\u00e4glich hoch geworden sind und \nandererseits weitere Einnahmen kaum noch zu generieren sind. Die \nMenschen haben die ewigen Beitragserh\u00f6hungen und Zuzahlungen satt. \nVergangene Ausgaben dieses Rundbriefes besch\u00e4ftigten sich damit. Vorerst\n muss sich sogar die FDP von ihren Pl\u00e4nen einer Kopfpauschale \nverabschieden. Auch die letzte Variante, zumindest 30 \u20ac pro Monat \nzus\u00e4tzlich von den Versicherten einzusammeln, scheint zun\u00e4chst gekippt. \nNun steht allerdings wieder eine Erh\u00f6hung des Zusatzbeitrages in der \nDiskussion. Im Gegensatz dazu spricht ein internes Papier der \nParteichefs davon, Ausgabenk\u00fcrzungen den Vorrang zu geben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Angst vor einer drohenden Insolvenz der drittgr\u00f6\u00dften deutschen \nKrankenkasse DAK wird bereits ein Krisenszenario durchgerechnet. Bei \neiner Pleite m\u00fcssen die konkurrierenden Kassen die Versicherten \nauffangen. Der DAK sollen in diesem Jahr bereits 200 Mio. \u20ac fehlen. F\u00fcr \n2011 gehen die Wettbewerber sogar von einem Minus von 800 Mio. \u20ac aus.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles in allem, eine \u00e4u\u00dferst angespannte Situation und ein heilloses  Durcheinander, weil wirkliche L\u00f6sungen in diesem Gesundheitssystem nicht  m\u00f6glich sind, will man der Pharmalobby Gen\u00fcge tun. Andererseits soll  der Zorn der B\u00fcrger nicht versch\u00e4rft werden. Angesichts dieses Dilemmas  verschiebt die Regierung eine Entscheidung erst einmal bis zum Sommer.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Und was h\u00e4lt das gerade beschlossene Einsparpaket der Bundesregierung zur Eind\u00e4mmung der Finanzkrise bereit?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wohl h\u00e4rtesten Einschnitte gibt es im sozialen Bereich. Es trifft\n Arbeitslose und Familien. Doch diejenigen, die die schlimmste Krise der\n letzten 80 Jahre verursacht haben, werden nicht zur Kasse gebeten. \nWarum denn auch? Aus Sicht der Profiteure muss das gro\u00dfe Gesch\u00e4ft auf \nKosten der Armen und Schwachen in dieser Gesellschaft weiter gehen. Und \nder Druck zulasten des Klein- und Mittelstandes weitet sich ebenfalls \naus. Politiker wissen um diese Ausweglosigkeit, wie die Einsch\u00e4tzung des\n ehemaligen Gesundheitsministers HORST SEEHOFER in einer k\u00fcrzlich \nausgestrahlten TV-Sendung beweist: &#8222;Diejenigen, die entscheiden, sind \nnicht gew\u00e4hlt, und diejenigen, die gew\u00e4hlt werden, haben nichts zu \nentscheiden.&#8220; Blo\u00dfe Polemik des bayerischen Landesvaters oder doch eher \nein Eingest\u00e4ndnis in die Rolle als willf\u00e4hrige Marionette? Als \nVorsitzender einer Koalitionspartei h\u00e4tte Seehofer durchaus \nM\u00f6glichkeiten, die verfahrene Gesundheitspolitik grunds\u00e4tzlich zu \nreformieren. Sich mit den Krakenarmen der riesigen Lobby der \nGro\u00dfkonzerne anzulegen, allen voran, denen der Chemie- und \nPharmabranche, bleibt dabei nicht aus. Mafi\u00f6se Strukturen in Politik, \nJustiz und Wirtschaft m\u00fcssen rigoros bek\u00e4mpft werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesellschaftlich r\u00fchrt sich bereits zunehmend Widerstand. Parteien,  Gewerkschaften und Verb\u00e4nde wollen eine breite Front gegen die  beschlossenen sozialen K\u00fcrzungen organisieren. Immer mehr Menschen  erkennen auch den Einfluss einer \u00fcberm\u00e4chtigen Pharmabranche auf die  Regierung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was Sie jetzt tun k\u00f6nnen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Informieren Sie Ihre Mitmenschen \u00fcber diese gesellschaftlichen  Entwicklungen und ganz besonders \u00fcber den politischen Einfluss der  Pharmabranche. Stellen Sie Ihre\/n Abgeordnete\/n zur Rede, was sie\/er  gegen Korruption, Bestechung und Einflussnahme von Lobbyisten zu tun  gedenkt? Machen Sie dabei deutlich, dass von den dargestellten  Entwicklungen alle B\u00fcrger betroffen sind. Soll sich etwas \u00e4ndern, ist  Widerstand unumg\u00e4nglich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneut weltweiter Skandal der Pharmaindustrie: Ein Pharma-Skandal neuen Ausma\u00dfes deutet sich an. Wie eine Untersuchung des &#8222;British Medical Journal&#8220; und der Journalisten-Vereinigung &#8222;Bureau of Investigative Journalism&#8220; aufdeckte, standen Ratgeber der World Health Organisation (WHO) auf der Gehaltsliste gerade jener Pharmakonzerne, die von einer Pandemie-Panik profitierten. 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