{"id":3984,"date":"2020-02-19T13:16:43","date_gmt":"2020-02-19T12:16:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=3984"},"modified":"2020-04-06T10:35:25","modified_gmt":"2020-04-06T08:35:25","slug":"das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/","title":{"rendered":"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein amerikanischer Staatsanwalt erinnert sich &#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie in den Bloomberg News zu Anfang des Monats berichtet wurde, \nerinnerte sich ein amerikanischer Staatsanwalt daran, als die Anw\u00e4lte \ndes amerikanischen Pfizer Inc. Konzerns, dem gr\u00f6\u00dften \nArzneimittelhersteller der Welt, von der anderen Tischseite zu ihm \nher\u00fcber schauten und ihm versprachen, dass der Konzern nicht noch einmal\n gegen das Gesetz versto\u00dfen wird \u2026., aber genau das tut er anderweitig \nin gro\u00dfem Umfang genau jetzt.\n<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Fachbegriff lautet: Off-Label-Marketing<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Januar 2004 verhandelten die Anw\u00e4lte beider Seiten des Falles in  einem Konferenzraum im neunten Stock des Bundesgerichtshofes in Boston,  wo Loucks in der Bundesstaatsanwaltschaft der Leiter des Dezernats f\u00fcr  Betr\u00fcgereien im Gesundheitswesen war. Eine der Gruppen von Pfizer hatte  \u00c4rzte dazu gedr\u00e4ngt, ein Epilepsiepr\u00e4parat mit der Bezeichnung Neurontin  f\u00fcr Anwendungen zu verschreiben, auf die es nie getestet wurde und die  die Food and Drug Administration niemals genehmigt hatte. In dieser  Vereinbarung, die die Anw\u00e4lte schlie\u00dflich aushandelten, bekannte sich  die Pfizer-Gruppe Warner-Lambert in zwei F\u00e4llen schuldig, ein  Arzneimittel ohne eine zugelassene Anwendung vermarktet zu haben. In  welch anderem Berufsstand, Industriezweig oder Land k\u00f6nnte ein  Unternehmen und die darin verwickelten Personen mit nicht nur einer,  sondern zwei Straftaten davonkommen und dann einfach weggehen \u2013 sie  \u00fcberlassen es ihrem Marketing-Budget bzw. ihrem Budget f\u00fcr juristische  Vergleiche, sich um die einzige wirkliche \u201eStrafe\u201c zu k\u00fcmmern, die  auferlegt wurde: Geldstrafen. W\u00e4hrend die Pfizer-Gruppe in New York  zustimmte, $430 Millionen Geldstrafe und Bu\u00dfgeld zu bezahlen,  versicherten die Anw\u00e4lte von Pfizer gegen\u00fcber Loucks und drei weiteren  Staatsanw\u00e4lten, dass Pfizer und seine Gruppen die Vermarktung von nicht  zugelassenen Anwendungen bei Arzneimitteln stoppen wird. Loucks, der  amtierende US Staatsanwalt in Boston, erfuhr jedoch erst Jahre sp\u00e4ter,  dass die Pfizer Manager dieses Versprechen, das sogenannte Off-Label  -Marketing nicht zu praktizieren, gebrochen hatten und zwar noch bevor  die Tinte auf der ausgehandelten Vereinbarung getrocknet war.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Selbst hohe Geldstrafen werden aus der Portokasse bezahlt<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Morgen des 2. Sept. 2009 bekannte sich ein weiteres Unternehmen  aus der Pfizer-Gruppe, Pharmacia &amp; Upjohn, des gleichen Verbrechens  schuldig. Dieses Mal hatten f\u00fchrende Mitarbeiter von Pfizer mehr als 100  Verkaufsleute angewiesen, Bextra zur Behandlung von akuten Schmerzen  aller Art anzupreisen, obwohl das Arzneimittel nur zur Linderung von  Arthritis und Menstruationsbeschwerden zugelassen war. Und auch in  diesem Fall kam jeder davon, obwohl Pfizer f\u00fcr dieses neue  Schwerverbrechen die h\u00f6chste Geldbu\u00dfe in der amerikanischen Geschichte  bezahlt hat: $1,19 Milliarden. Am gleichen Tag bezahlte das Unternehmen  einen weiteren Betrag in H\u00f6he von $1 Milliarde, um zivilrechtliche F\u00e4lle  f\u00fcr die Off-Label-Werbung von Bextra und drei weiteren Arzneimitteln in  den USA und 49 L\u00e4ndern beizulegen. Der amtierende US Staatsanwalt  Loucks betonte die Situation und bemerkte, dass \u201ePfizer in unserem B\u00fcro  w\u00e4hrend der Verhandlungen zur Beilegung der Anschuldigungen hinsichtlich  kriminellem Verhalten im Jahre 2004 gleichzeitig bei seinen anderen  Unternehmungen gegen genau die gleichen Gesetzte verstie\u00df. Pfizer hat  wiederholt Arzneimittel f\u00fcr Anwendungen vermarktet, wof\u00fcr das  Unternehmen die Wirksamkeit nicht aufzeigen konnte; Pfizer wusste das.  Das ist ganz klar kriminell.\u201c Die Geldstrafen, die Pfizer in diesem Jahr  aufgrund der Off-Label-Vermarktung von Bextra bezahlt hat, sind die  neuesten Kapitel in der undurchsichtigen Geschichte des  Arzneimittelherstellers. Bitte beachten Sie au\u00dferdem, dass die FDA  Bextra schlie\u00dflich als so gef\u00e4hrlich einstufte, dass Pfizer das  Arzneimittel 2005 f\u00fcr alle Anwendungen vom Markt nahm.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein unsch\u00f6ner Trend entsteht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pharmazeutische Unternehmen bekannten sich \u00fcberall in den USA \nkrimineller Anschuldigungen schuldig oder zahlten in zivilrechtlichen \nF\u00e4llen hohe Geldstrafen, wenn das amerikanische Justizministerium \nfestgestellt hat, dass sie auf tr\u00fcgerische Art und Weise Arzneimittel \nf\u00fcr nicht getestete und nicht zugelassene Anwendungen vermarktet und \ndamit Millionen Menschen dem Risiko von Bronchialinfektionen, \nHerzanf\u00e4llen, Selbstmordgedanken und sogar Tod ausgesetzt haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eine Tatsache, dass seit Mai 2004 Pfizer, Eli Lilly &amp; Co.,\n Bristol-Myers Squibb Co. und vier weitere Arzneimittelhersteller eine \nGesamtsumme von $7 Milliarden an Geldstrafen und Bu\u00dfgeldern bezahlt \nhaben; sechs dieser Firmen gaben vor Gericht zu, Arzneimittel f\u00fcr nicht \nzugelassene Anwendungen vermarktet zu haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In September 2007 zahlte die in New York ans\u00e4ssige Firma \nBristol-Myers in einem vom Justizministerium angestrengten Zivilprozess \n$515 Millionen \u2013 ohne dass jemals zugegeben oder verleugnet wurde, ein \nVergehen begangen zu haben \u2013 an die Bundes- und US-Regierung. Die sechs \nanderen Firmen bekannten sich krimineller Straftaten schuldig.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Januar 2009 bekannte sich die in Indianapolis ans\u00e4ssige Firma \nLilly, der gr\u00f6\u00dfte Hersteller psychiatrischer Arzneimittel in den USA, \nschuldig und bezahlte $1,42 Milliarden Geldstrafe und Bu\u00dfgeld, um \nAnschuldigungen beizulegen, bez\u00fcglich derer das Unternehmen mind. vier \nJahre lang Zyprexa illegal als Mittel gegen Demenz bei \u00e4lteren Patienten\n vermarktet hat; Zyprexa ist ein Arzneimittel, das f\u00fcr die Behandlung \nvon Schizophrenie zugelassen ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In f\u00fcnf von Firmen gesponserten klinischen Studien starben 31 von  1.184 Teilnehmern, nachdem sie das Arzneimittel gegen Demenz eingenommen  hatten \u2013 die Sterberate ist somit doppelt so hoch wie bei denjenigen  Teilnehmern, die ein Placebo eingenommen haben. \u00dcber diese  Feststellungen wurde im Oktober 2005 in einem Artikel im Journal of the  American Medical Association berichtet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">10 Millionen Verschreibungen auf nicht zugelassene Anwendungen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungef\u00e4hr 15 Prozent aller Arzneimittelverk\u00e4ufe in den USA betreffen  nicht zugelassene Anwendungen, f\u00fcr die es keine angemessene Forschung,  klinische Studien oder irgendeinen Nachweis daf\u00fcr gibt, dass die  Arzneimittel wirken; dies wird gem\u00e4\u00df einer Studie von Randall Stafford  berichtet, Professor f\u00fcr Medizin an der Stanford Universit\u00e4t in Palo  Alto, Kalifornien, der sch\u00e4tzt, dass die \u00c4rzte ungef\u00e4hr 10 Millionen  solche Verschreibungen im Jahr ausstellen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Puffer: Das Budget der Pharmafirmen f\u00fcr Marketing \/ gerichtliche Vergleiche<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So hoch die Bu\u00dfgelder f\u00fcr die aufgrund eines Vergehens \u00fcberf\u00fchrten  pharmazeutischen Unternehmen auch sein m\u00f6gen, im Vergleich zu den  j\u00e4hrlichen Firmeneinnahmen sind die Geldstrafen verschwindend gering.  Die $2,3 Milliarden Geldstrafe und Bu\u00dfgeld, die Pfizer f\u00fcr die  Vermarktung von Bextra und drei weiteren Arzneimitteln bezahlt hat, wie  im Schuldeingest\u00e4ndnis vom 2. Sept. \u00fcber die Off-Label-Anwendungen  angef\u00fchrt wird, betragen lediglich 14 Prozent der $16,8 Milliarden  Einnahmen aus dem Verkauf dieser Arzneimittel in den Jahren 2001 bis  2008. Die Gesamtsumme von $2,75 Milliarden, die Pfizer seit 2004 als  Bu\u00dfgeld f\u00fcr die Off-Label-Anwendungen bezahlt hat, betr\u00e4gt ein wenig  mehr als ein Prozent der Einnahmen von Pfizer in H\u00f6he von $245  Milliarden in den Jahren 2004 bis 2008.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Einnahmen in H\u00f6he von $36 Milliarden<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eli Lilly war bereits f\u00fcr die falsche Kennzeichnung eines  Arzneimittels verurteilt worden, als das Unternehmen erneut gegen das  Gesetz verstie\u00df, indem es 1999 damit begann, das Schizophreniepr\u00e4parat  Zyprexa f\u00fcr Off-Label-Anwendungen anzupreisen. Das Medikament bescherte  Lilly in den Jahren 2000 bis 2008 Einnahmen in H\u00f6he von $36 Milliarden.  Das ist mehr als 25 Mal so viel wie die Gesamtsumme an Bu\u00dfgeld, die Ely  Lilly im Januar bezahlt hat. \u201eDie Firmen betrachten das Risiko einer  Geldstrafe \u00fcber mehrere Millionen Dollar einfach als einen weiteren  Kostenfaktor bei den Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten,\u201c sagt Lon Schneider,  Professor an der Keck School of Medicine der University of Southern  California, Los Angeles. Im Jahr 2006 f\u00fchrte er f\u00fcr das National  Institute of Mental Health eine Studie \u00fcber die Off-Label-Anwendung von  Arzneimitteln zur Behandlung von Alzheimer durch, einschlie\u00dflich  Zyprexa. \u201eEs gibt einen nicht schriftlich fixierten Gesch\u00e4ftsplan,\u201c sagt  er. \u201eDies sind Fahrer, die wissentlich beschleunigen. Wenn sie gestoppt  werden, zahlen sie die Strafe und dann tun sie es wieder.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Stillstand f\u00fcr die Aktion\u00e4re<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lon Schneider wurde sowohl von Ely Lilly als Berater als auch von  Kl\u00e4gern bezahlt, die gegen das Unternehmen einen Prozess anstrengten.  Die Off-Label-Verst\u00f6\u00dfe der gro\u00dfen Pharmakonzerne verursachten bei den  Aktion\u00e4ren keinen Ansturm auf die Ausgangst\u00fcren. Vom 26. Januar, als  Pfizer ank\u00fcndigte, Bu\u00dfgelder in Milliardenh\u00f6he zu bezahlen, bis zum 12.  Oktober erh\u00f6hte sich der Preis der Pfizer Aktien um 9,3 Prozent,  geringf\u00fcgig unterhalb des Anstiegs von 11,2 Prozent im Standard &amp;  Poor 500 Index f\u00fcr das Gesundheitswesen. Vom 21. Oktober 2008, als Lilly  bekanntgab, die Bu\u00dfgelder zu bezahlen, bis zum 12. Oktober stieg der  B\u00f6rsenwert des Unternehmens um 0,6 Prozent; w\u00e4hrend dieser Zeit erh\u00f6hte  sich der S&amp;P Index um 6,9 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unterst\u00fctzung f\u00fcr \u00c4rzte<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Vorantreiben von Off-Label-Anwendungen von Arzneimitteln finden \ndie Unternehmen in \u00c4rzten gef\u00e4llige und bereitwillige Partner. Innerhalb\n des zersplitterten Systems f\u00fcr die Zulassung von Arzneimitteln in den \nUSA ist es f\u00fcr \u00c4rzte legal, von der FDA zugelassene Arzneimittel f\u00fcr \njegliche Anwendung zu verschreiben. Bez\u00fcglich Off-Label-Anwendungen hat \ndie FDA gegen\u00fcber \u00c4rzten keine Weisungsbefugnis, nur gegen\u00fcber den \nArzneimittelherstellern. Es obliegt den 50 Bundesstaaten, die \u00c4rzte zu \n\u00fcberwachen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00c4rzte sagen den Patienten in der Regel nicht, dass die von ihnen \nverschriebenen Arzneimittel jene sind, die ihnen von den Verk\u00e4ufern der \npharmazeutischen Firmen f\u00fcr Off-Label-Behandlungen aufgedr\u00e4ngt wurden, \nsagt Peter Lurie, stellvertretender Medizinischer Direktor von Public \nCitizen, eine in Washington ans\u00e4ssige Gruppe f\u00fcr \u00f6ffentliches Interesse.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechend ihrer Schuldeingest\u00e4ndnisse haben die pharmazeutischen  Firmen die \u00c4rzte mit Bargeld \u00fcbersch\u00fcttet, um sie zu einer  Off-Label-Anwendung der Arzneimittel zu bewegen. Gem\u00e4\u00df einem von John  Kopchinski, der von 1992 bis 2003 als Verk\u00e4ufer bei Pfizer gearbeitet  hat, angestrengten Informanten-Rechtsstreit bot das Marketing-Programm  von Pfizer den \u00c4rzten bis zu $1.000 pro Tag an, wenn sie es einem  Verk\u00e4ufer von Pfizer erlaubten, etwas Zeit mit dem Arzt und seinen  Patienten zu verbringen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Arzt als Mentor<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIndem er sich mit einem Arzt \u201azusammentat\u2019, konnte der \nAu\u00dfendienstmitarbeiter \u00fcber mehrere Stunden hinweg Werbung betreiben, \nohne dabei die \u00fcblichen Probleme zu haben, wie er an verschreibende \n\u00c4rzte herankommen k\u00f6nnte,\u201c sagt Kopchinski. \u201eIm Wesentlichen lief dies \ndarauf hinaus, dass sich Pfizer hierdurch Zugang zu den \u00c4rzten \nerkaufte.\u201c Der Sprecher von Pfizer, Chris Loder, sagt, dass das \nUnternehmen den \u201eMentorstatus\u201c, wie sie es nennen, 2005 eingestellt hat.\n Er sagt, dass Pfizer den \u00c4rzten ungef\u00e4hr $250 pro Besuch bezahlt hat.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fcher war es in den USA legal, wenn die Unternehmen Arzneimittel f\u00fcr\n jegliche Anwendung angepriesen haben. 1962 hat der Kongress diese \nPraktik verboten. Der Ausl\u00f6ser war Thalidomide, ein Pr\u00e4parat gegen \nmorgendliche \u00dcbelkeit, das au\u00dferhalb der USA von schwangeren Frauen \neingenommen wurde und das schwerwiegende Geburtsfehler verursachte. Das \nGesetz von 1962 verlangte von den pharmazeutischen Firmen, den Nachweis \nf\u00fcr die Sicherheit und Wirksamkeit ihrer Arzneimittel f\u00fcr bestimmte \nAnwendungen zu erbringen. Zuvor konnte ein pharmazeutisches Unternehmen \nein zugelassenes Arzneimittel f\u00fcr jegliche Krankheit vermarkten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn das Gesetz eindeutig ist, warum versto\u00dfen pharmazeutische Unternehmen st\u00e4ndig dagegen?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antwort liegt in der Wirtschaft. Pharmazeutische Unternehmen  geben ungef\u00e4hr $1 Milliarde f\u00fcr die Entwicklung und Erprobung eines  neuen Medikaments aus. Um ihre Investition wieder hereinzubekommen,  verlangen die Unternehmen von den \u00c4rzten, dass sie ihre Arzneimittel so  breit gef\u00e4chert wie m\u00f6glich verschreiben. Neurontin von Pfizer ist ein  typisches Beispiel. 1993 hat die FDA das Arzneimittel als ein  erg\u00e4nzendes Medikament f\u00fcr die Behandlung von Epilepsie zugelassen. 2002  nahm Pfizer $2,27 Milliarden durch den Verkauf von Neurontin ein. Gem\u00e4\u00df  der Urteilsbegr\u00fcndung der Staatsanw\u00e4lte bei der Verurteilung von Pfizer  im Jahr 2004 stammten ganze 94 Prozent \u2013 $2,12 Milliarden \u2013 dieser  Einnahmen aus Off-Label-Anwendungen. Der Pfizer-Konzern, der am 15.  Oktober f\u00fcr $68 Milliarden Wyeth gekauft hat, stellt sich selbst in den  Mittelpunkt einer illegalen Off-Label-Vermarktung von Arzneimitteln. Vor  einem Jahrzehnt befand sich Pfizer in einem Kaufrausch: von 1995 bis  2005 kaufte Pfizer mehr als 20 Firmen auf.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schuldeingest\u00e4ndnisse<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit dem Jahr 2004 bekannten sich die nunmehr zur Pfizer-Gruppe  geh\u00f6renden Firmen schuldig, mit zwei Arzneimitteln eine  Off-Label-Vermarktung durchgef\u00fchrt zu haben. Gem\u00e4\u00df dem  Schuldeingest\u00e4ndnis von Pfizer vom 2. Sept. und der FDA Korrespondenz  mit Pfizer f\u00fchrte Pfizer weiterhin Off-Label-Werbeaktionen f\u00fcr die  Medikamente durch, nachdem das Unternehmen diese Firmen aufgekauft  hatte.&nbsp; Pfizer begann seine Off-Label-Aktionen im Jahr 1999, als das  Unternehmen angeboten hat, die in Morris Plains, New Jersey, ans\u00e4ssige  Firma Warner-Lambert Co. zu kaufen. Die Staatsanw\u00e4lte verklagten  Warner-Lambert f\u00fcr die Off-Label-Vermarktung von Neurontin in den Jahren  1995 bis 1999. In einem Schuldeingest\u00e4ndnis vom Mai 2004 gab  Warner-Lambert zu, dieses Vergehen ein Jahr lang praktiziert zu haben;  hierf\u00fcr zahlte Pfizer $430 Millionen Geldstrafe und Bu\u00dfgeld. Neurontin,  das von Warner-Lambert entwickelt wurde, wurde 1987 erstmals am Menschen  getestet. Als die FDA es 1993 f\u00fcr die Anwendung nur in Verbindung mit  anderen Epilepsiepr\u00e4paraten zugelassen hat, vermerkte die Beh\u00f6rde, dass  eine Nebenwirkung des Arzneimittels darin bestand, dass es bei Patienten  Depressionen und Selbstmordgedanken bewirken kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Informant<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Gro\u00dfteil dessen, was die Staatsanw\u00e4lte \u00fcber die Praktiken von  Warner-Lambert bei der Vermarktung von Neurontin wissen, stammt von  einem ehemaligen Mitarbeiter. David Franklin, der an der Universit\u00e4t von  Rhode Island in Mikrobiologie promovierte, gab 1996 seine Stelle als  Wissenschaftler f\u00fcr Kinderheilkunde am Dana-Farber Cancer Institute der  Harvard Universit\u00e4t auf, um f\u00fcr die Parke-Davis-Sparte von  Warner-Lambert in Boston zu arbeiten. Er sagt, er hatte gehofft, dass  die Gehaltssteigerung \u2013 bis $55.000 pro Jahr, beginnend bei $18.000 \u2013  ihm dabei helfen w\u00fcrde, die Kredite aus seiner Studentenzeit zu tilgen  und seine Familie besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Bei Warner-Lambert war  er der Medizinische Verbindungsmann. Er sagt, dass er sehr bald  erkannte, dass sein neuer Arbeitgeber seinen Doktortitel als  Aush\u00e4ngeschild betrachtete, das es ihm erlauben w\u00fcrde, mit \u00c4rzten ins  Gespr\u00e4ch zu kommen. Franklin, 48, sagt, dass sein Job mehr  Verkaufstechnik als Wissenschaft beinhaltete. Er erz\u00e4hlte \u00c4rzten, dass  Neurontin das beste Arzneimittel f\u00fcr ein Dutzend Off-Label-Anwendungen  war, einschlie\u00dflich Schmerzlinderung, bipolare St\u00f6rungen und  Depressionen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was ich tat, war falsch.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eTechnisch gesehen war ich daf\u00fcr verantwortlich, die Fragen von  \u00c4rzten bez\u00fcglich allen Arzneimitteln von Parke-Davis zu beantworten\u201c,  sagt Franklin. \u201eIn der Praxis bestand meine eigentliche Arbeit darin,  Neurontin f\u00fcr Off-Label-Indikationen verst\u00e4rkt anzupreisen \u2013 was dazu  f\u00fchrte, dass alle anderen Dinge weggelassen wurden.\u201c Franklin, dessen  Frau Anw\u00e4ltin ist, sagt, dass er wusste, dass es f\u00fcr solche Anwendungen  des Arzneimittels keinen wissenschaftlichen Nachweis bez\u00fcglich  Wirksamkeit und Sicherheit gab. \u201eEigentlich war ich dabei, die F\u00e4higkeit  der \u00c4rzte, den Hippokratischen Eid einzuhalten, zu sch\u00e4digen\u201c, sagt  Franklin und verweist auf das Versprechen eines Arztes, \u201ean erster  Stelle keinen Schaden zuzuf\u00fcgen.\u201c Franklin erz\u00e4hlt, dass er geschockt  war, als er von einem Arzt erfuhr, dass ein Kind nach der Einnahme von  Neurontin zum ersten Mal einen Wutausbruch in der Schule hatte. \u201eHaben  wir denn nicht die Verpflichtung, die \u00c4rzte hier\u00fcber zu informieren?\u201c  Franklin sagt, dass er seinen Manager gefragt hat, Phil Magistro. Sein  Chef versuchte, ihn zu beruhigen, sagt Franklin.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vollst\u00e4ndige Gleichg\u00fcltigkeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201a\u201eMachen Sie sich deswegen keine Sorgen,\u2019\u201c habe ihm Magistro erz\u00e4hlt.  \u201a\u201eDies kann niemals auf uns zur\u00fcckfallen.\u2019\u201c Franklin war fassungslos.  \u201eAls ich in diesem Augenblick in seine Augen schaute, erkannte ich, dass  gegen\u00fcber dem Patienten eine absolute und vollkommene Gleichg\u00fcltigkeit  an den Tag gelegt wurde&#8220;, sagt Franklin. Magistro, der jetzt bei der  Arzneimittelberaterfirma Atom Strategic Consulting LLC in Randolph, New  Jersey, arbeitet, ignorierte die Aufrufe zu einer Stellungnahme.  Franklin speicherte Telefonnachrichten von Magistro an sein  Verkaufsteam, in denen er sie auffordert, Neurontin f\u00fcr  Off-Label-Anwendungen zu vermarkten, einschlie\u00dflich Schmerzlinderung.  Bei einem solchen Anruf erz\u00e4hlte Magistro am 23. Mai 1996 um 17.48 Uhr  in Boston seinen Mitarbeitern: \u201eWir erwarten von Ihnen, dass Sie den  Verkauf von Neurontin vorantreiben&#8220;, gem\u00e4\u00df der Abschrift des Tonbandes,  das beim Bundesgericht hinterlegt ist. \u201eWenn wir hinausgehen, dann  wollen wir jemandem in den Hintern treten. Wir wollen Neurontin gegen  Schmerzen verkaufen,\u201c sagte Magistro. \u201eAlles klar?\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">K\u00fcndigung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem er drei Monate f\u00fcr Warner-Lambert gearbeitet hatte, wuchsen  in ihm seine Bedenken bez\u00fcglich seiner eigenen Verantwortlichkeit. Er  k\u00fcndigte seinen Job und sprach mit dem Bostoner Anwalt Thomas Greene,  der ihm dabei half, einen Rechtsstreit gegen das Unternehmen  anzustrengen. Franklin agierte als Informant und prozessierte im Namen  der Steuerzahler, um Geld zur\u00fcckzugewinnen, das die Regierung f\u00fcr die  illegal vermarkteten Arzneimittel bezahlt hat. Gem\u00e4\u00df der in den USA  geltenden Richtlinien f\u00fcr Informanten konnte er 30 Prozent eines jeden  Vergleiches zur\u00fcckbekommen, den das Unternehmen mit der Regierung  ausgehandelt hatte. Franklin musste vier Jahre warten \u2013 bis 2000 \u2013 ehe  das Justizministerium polizeiliche Ermittlungen einleitete. Im November  1999 machte Pfizer ein \u00f6ffentliches Angebot zum Kauf von Warner-Lambert.  Im Januar 2000 erlie\u00df eine bundesstaatliche Anklagejury in Boston  Vorladungen an Mitarbeiter von Warner-Lambert, damit diese \u00fcber die  Vermarktung von Neurontin aussagten. Im M\u00e4rz jenen Jahres offenbarte der  Jahresbericht von Warner-Lambert, dass die Staatsanw\u00e4lte ein Verfahren  anstrebten. Pfizer lie\u00df sich davon nicht abschrecken und kaufte im Juni  f\u00fcr $87 Milliarden Warner-Lambert. Es war der drittgr\u00f6\u00dfte  Zusammenschluss in der Geschichte der USA.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Irref\u00fchrung und Gesetzesversto\u00df<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Jahr nach dem Kauf fand die FDA heraus, dass Neurontin noch immer  off-label vermarktet wurde. In einem Brief an das Unternehmen vom 29.  Juni 2001 schrieb die Beh\u00f6rde, Pfizers Vermarktung des Arzneimittels  \u201eist irref\u00fchrend und verst\u00f6\u00dft gegen das Bundesgesetz f\u00fcr  Nahrungsmittel-, Arzneimittel- und Kosmetik.\u201c Die Beh\u00f6rde forderte  Pfizer auf, diese Art der Vermarktung von Neurontin einzustellen. Die  FDA sagte, dass Pfizer Brosch\u00fcren verteilt habe \u2013 die \u201eSlim-Jims\u201c  genannt wurden, weil sie klein genug waren, um sie in eine Jackentasche  zu stecken \u2013 die auf unlautere Weise behaupteten, das Arzneimittel k\u00f6nne  das Energiepotential und das Ged\u00e4chtnis verbessern. Die FDA schrieb:  \u201eStellen Sie die Verteilung dieser Slim-Jims und jeglicher weiterer  Materialien oder Praktiken mit gleichem oder \u00e4hnlichem Inhalt sofort  ein.\u201c Wie die Akten der Beh\u00f6rde zeigen, vermarktete Pfizer Neurontin  off-label, nachdem das Unternehmen diesen Brief erhalten hatte. F\u00fcr das  Jahr 2001 meldete Pfizer Einnahmen in H\u00f6he von $1,75 Milliarden als  Verkaufserl\u00f6se f\u00fcr Neurontin, was das Arzneimittel in diesem Jahr zum  viert besten Verkaufsprodukt machte, noch vor dem Impotenzpr\u00e4parat  Viagra, das von Neurontin vier Jahre lang \u00fcbertroffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Marketing verstie\u00df gegen Richtlinien<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die Verkaufszahlen von Neurontin im Jahr 2002 auf $2,27  Milliarden anstiegen, fand die FDA heraus, dass Pfizer auf unlautere  Weise behauptete, das Arzneimittel sei bei Gehirnfunktionsst\u00f6rungen f\u00fcr  eine breitere Anwendung hilfreich, als dies wissenschaftlich  nachgewiesen worden war. Die Beh\u00f6rde schickte einen weiteren Brief,  datiert vom 1. Juli 2002, der besagte, dass die Marketingpraktiken des  Unternehmens gegen die FDA Richtlinien verstie\u00dfen. Sie forderte Pfizer  auf, irref\u00fchrende Werbung zu stoppen. Pfizer vermeldete f\u00fcr das Jahr  2003 Einnahmen in H\u00f6he von $2,7 Milliarden f\u00fcr Neurontin. Insgesamt  bescherte Neurontin Pfizer Einnahmen in H\u00f6he von $12 Milliarden. Als  Reaktion auf die Bloomberg News verk\u00fcndete Chris Loder, Sprecher von  Pfizer: \u201eIm Hinblick auf die beiden Briefe der FDA aus den Jahren 2001  und 2002 glauben wir nicht, dass sie auf eine fortgesetzte  Off-Label-Vermarktung hindeuten sollten.\u201c Gem\u00e4\u00df dem False Claims Act&nbsp;  brachte Franklin $24,6 Millionen daf\u00fcr zusammen, dass er \u00fcber seinen  Arbeitgeber auspackte. Die beiden Staatsanw\u00e4lte Loucks und Sullivan  befassten sich mit dem Fall, nachdem Franklin seine Klage eingereicht  hatte, und verlie\u00dfen sich auf dessen Informationen und auf ihre eigenen  Untersuchungen. Vor dem Jahr 2004 gab es nur selten ein  Gerichtsverfahren aufgrund einer Off-Label-Vermarktung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Jeder macht das<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eBis zu dem Zeitpunkt, als ein paar dieser F\u00e4lle publik wurden,  arbeiteten die Unternehmen wahrscheinlich nach dem Motto: \u201aJeder macht  das so,\u2019\u201c sagt Sullivan. Loucks hatte bereits einige Off-Label-F\u00e4lle  bearbeitet. 1985 gab er seine Stellung als niedergelassener Rechtsanwalt  bei Choate Hall &amp; Stewart LLP in Boston auf, um f\u00fcr die  Bundesstaatsanwaltschaft zu arbeiten. 1994 handelte er mit der in Murray  Hill, New Jersey, ans\u00e4ssigen Firma C.R. Bard Inc. einen Vergleich in  H\u00f6he von $61 Millionen aus; das Unternehmen bekannte sich der  Off-Label-Anwendung eines Herzkatheters schuldig, der zum Tod von  Patienten gef\u00fchrt hatte. 2002 brachte er als Co-Autor zusammen mit Carol  Lam das Buch \u201cProsecuting and Defending Health Care Fraud Cases\u201d (BNA  Books) heraus. Bei den Vergleichsverhandlungen im Januar 2004 mit  Loucks, Sullivan und zwei weiteren Staatsanw\u00e4lten versicherten die  Anw\u00e4lte von Pfizer der Bundesstaatsanwaltschaft, dass das Unternehmen  keine Arzneimittel off-label vermarktet.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Jene Versprechen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSie beteuerten, dass das Unternehmen die Regeln verstanden und  Schritte unternommen hatte, um eine einheitliche Einhaltung des Gesetzes  sicherzustellen,&#8220; sagte Loucks. \u201eWir erinnern uns an diese  Versprechen.\u201c Die Anw\u00e4lte von Pfizer sagten den Staatsanw\u00e4lten jedoch  nicht, dass Pfizer zum gleichen Zeitpunkt eine Off-Label-Marketingaktion  durchf\u00fchrte, an der mehr als 100 seiner Verkaufsleute beteiligt waren.  F\u00fcr Bextra wurde verst\u00e4rkt Werbung gemacht, wie eine Verkaufsmanagerin  von Pfizer zugab, als sie sich am 30. M\u00e4rz 2009 der falschen Vermarktung  eines Arzneimittels schuldig bekannte. Jeff Kindler, der 2002 zum  Leiter der Rechtsabteilung bei Pfizer ernannt wurde, beaufsichtigte die  Anw\u00e4lte, die diese Versprechen gegen\u00fcber den Staatsanw\u00e4lten machten.  2004 erh\u00f6hte Kindler das Einhaltungsbudget um das 12-Fache. Er wurde zum  Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Im Ethik-Handbuch von Pfizer  erz\u00e4hlt er Geschichten \u00fcber zahlreiche Unternehmen und leitende  Angestellte, die krumme Gesch\u00e4fte machen. \u201ePfizer hebt sich deutlich  ab,\u201c sagt er. \u201eIch bin stolz auf unsere Vergangenheit.\u201c Am 1. Oktober  wurde er in den Vorstand der Bundesreservebank von New York berufen.  Kindler lehnte es ab, einen Kommentar abzugeben. Die in Peapack, New  Jersey, ans\u00e4ssige Firma Pharmacia &amp; Upjohn Inc. entwickelte Bextra,  das von der FDA 2001 f\u00fcr die Behandlung von Arthritis und  Menstruationsbeschwerden zugelassen wurde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Verkaufsmanager bekennt sich schuldig<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">P&amp;U und Pfizer hatten bis dahin bereits eine Vereinbarung f\u00fcr ein  gemeinsames Marketing erstellt, um das Arzneimittel zu verkaufen. Mary  Holloway, Gebietsleiterin bei Pfizer f\u00fcr den Nordosten der USA, gab in  ihrem Schuldeingest\u00e4ndnis vom M\u00e4rz 2009 zu, ihr Verkaufsteam f\u00fcr die  illegale Vermarktung von Bextra zur Linderung von akuten Schmerzen  ausgebildet und angewiesen zu haben. Am&nbsp; 4. Dez. 2001 schickten leitende  Angestellte von Pfizer Mary Holloway eine Kopie eines nicht  \u00f6ffentlichen Briefes der FDA an das Unternehmen. Den Antrag von Pfizer,  Bextra zur Anwendung gegen akute Schmerzen zu vermarkten, hatte die  Beh\u00f6rde abgelehnt. Klinische Studien hatten aufgezeigt, dass Bextra  Herzsch\u00e4den und den Tod herbeif\u00fchren kann. Pfizer kaufte Pharmacia &amp;  Upjohn im April 2003. Von 2001 bis Ende 2003 bezahlte P&amp;U mehr als  $5 Millionen an \u00c4rzte in bar, zun\u00e4chst als unabh\u00e4ngiges Unternehmen und  sp\u00e4ter als eine Gruppe von Pfizer, um ihnen Ferienorte schmackhaft zu  machen, wo Verkaufsleute Off-Label-Anwendungen von Bextra propagierten,  wie P&amp;U in ihrem Schuldeingest\u00e4ndnis vom 2. Sept. zugab.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Golf, Massagen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201ePharmacia bezahlte den \u00c4rzten, die sie ihm Visier hatten, sowohl den  Flug, als auch zwei bis drei Tage Aufenthalt in luxuri\u00f6sen  Ferienanlagen auf den Bahamas, den Jungferninseln und \u00fcberall in den USA  und luden sie zum Golf spielen, f\u00fcr Massagen und andere  Freizeitaktivit\u00e4ten ein,\u201c wie die Staatsanw\u00e4lte herausfanden. In ihrem  Schuldeingest\u00e4ndnis sagte Holloway, dass ihr Team die Krankenh\u00e4user  darum gebeten hat, Berichte zu erstellen, damit sie dann Bextra f\u00fcr die  nicht zugelassene Anwendung zur Linderung bei akuten Schmerzen kaufen.  In ihrer Marketingveranstaltung haben ihre Au\u00dfendienstmitarbeiter das  erh\u00f6hte Risiko von Herzanf\u00e4llen nicht erw\u00e4hnt. Sie sagten den \u00c4rzten,  dass die Nebenwirkungen nicht schlimmer w\u00e4ren als die eines Placebos,  wie Holloway in ihrem Schuldeingest\u00e4ndnis sagte. 2003 unterrichtete  Holloway ihre Vorgesetzten innerhalb von Pfizer \u00fcber die  Off-Label-Vermarktung von Bextra in ihrer Gruppe, wie aus einer  vorl\u00e4ufigen Urteilsbegr\u00fcndung an den Richter hervorging, die von Robert  Ullmann geschrieben wurde, dem Anwalt von Mary Holloway. Die  Urteilsbegr\u00fcndung f\u00fchrte weiter an, dass die Topmanager keinen Versuch  unternahmen, diese illegale Handlungsweise einzustellen. \u201eDer Konzern  verfolgte diese Informationen zur\u00fcck, hat aber zu keinem Zeitpunkt Mary  Holloway dar\u00fcber informiert, dass die eingereichten Berichte  unzul\u00e4nglich waren,\u201c schrieb er. \u201eStattdessen gab es die Anweisung, mehr  Berichte zu erhalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kassenschlager<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ende 2004 war Bextra zum Kassenschlager aufgestiegen und erreichte  Jahresums\u00e4tze von $1,29 Milliarden. Holloway warb f\u00fcr Bextra bis die FDA  im April 2005 Pfizer aufforderte, es f\u00fcr alle Anwendungen vom Markt zu  nehmen, wie aus den Unterlagen zu diesem Fall hervorgeht. Die Beh\u00f6rde  zog den Schluss, dass das Arzneimittel das Risiko von Herzanf\u00e4llen,  Bronchialinfektionen und Schlaganf\u00e4llen bei Herzpatienten erh\u00f6hte. Im  Juni 2009 wurde Holloway, 47, zu zwei Jahren Bew\u00e4hrungsstrafe und  $75.000 Bu\u00dfgeld verurteilt. Sie ignorierte die Anrufe zu einer  Stellungnahme. Ronald Rainero, Regionalleiter bei Pfizer und mehr als 20  Jahre dort besch\u00e4ftigt, sagt, dass er von 2001 bis 2005 f\u00fcr die  Vermarktung von Bextra in New York verantwortlich war. Im September 2007  entschloss sich Rainero, 47, im Fall Bextra mit den  Bundesstaatsanw\u00e4lten zusammenzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Meetings im Hotel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rainero sagt weiter, dass er sich einmal im Monat mit seinen  Manager-Kollegen in einem Hilton Hotel in Staten Island, New York,  getroffen hat, um Verkaufsmethoden zur Off-Label-Vermarktung von Bextra  zu besprechen. Als Informant wurden Rainero $9,3 Millionen als Teil des  Vergleichs zugesprochen, der im September ausgehandelt wurde. W\u00e4hrend  des gleichen Zeitraums, als Pfizer die Off-Label-Vermarktung von Bextra  durchf\u00fchrte, warb das Verkaufspersonal von Pfizer f\u00fcr ein weiteres  Arzneimittel: Zyvox, erneut auf unlautere Weise, wie Pfizer zum  Zeitpunkt der Vergleichsverhandlungen im September eingestand. Zyvox  wurde im Jahr 2000 von der FDA zur Behandlung von Hautinfektionen und  durch MRSA&nbsp; verursachte Pneumonie zugelassen. Rainero erz\u00e4hlte den  Bundesstaatsanw\u00e4lten, dass Pfizer mit der Kampagne f\u00fcr Zyvox im Jahr  2001 begonnen hat. Das Unternehmen gab zu, dass es f\u00e4lschlicherweise  behauptet hat, dass das Arzneimittel zur Behandlung einer MRSA-Pneumonie  besser war als andere Medikamente. Pfizer erz\u00e4hlte den \u00c4rzten, sie  sollten Zyvox anstatt Vancomycin anwenden, ein generisches Antibiotikum,  das pro Tag $18 kostete. Pfizer verkaufte Zyvox f\u00fcr ungef\u00e4hr $150 pro  Tag. Eine Tabelle auf Seite 30 eines 35seitigen Tatsachenbuches, das von  Pfizer f\u00fcr Zyvox hergestellt wurde, sagt aus, dass das Arzneimittel bei  einer durch MRSA verursachten Pneumonie weniger wirksam ist als  Vancomycin.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Irref\u00fchrende Werbung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 20. Juli 2005 schrieb die FDA einen Brief an Hank McKinnell, dem  damaligen CEO (Chief Executive Officer) bei Pfizer: \u201eIhre irref\u00fchrende  Werbung f\u00fcr Zyvox und im Besonderen Ihre unbegr\u00fcndeten, indirekten  Behauptungen bez\u00fcglich dessen Dominanz gegen\u00fcber Vancomycin werfen  schwerwiegende Gesundheits- und Sicherheitsbedenken auf.&#8220; Die Beh\u00f6rde  wies das Unternehmen an, die Werbung zu stoppen. In seiner Antwort  teilte Pfizer der FDA mit, dass die Aussage, Zyvox sei bei einer  MRSA-Pneumonie wirksamer als Vancomycin, nicht mehr verwendet wird.  Trotz Pfizers Versprechen aus dem Jahr 2005 gegen\u00fcber der FDA erz\u00e4hlte  das Unternehmen den Krankenh\u00e4usern und \u00c4rzten weiterhin, dass Zyvox mehr  Leben rettet als Vancomycin, wie das Unternehmen im Vergleich vom  September zugab. Im Jahr 2007 h\u00e4uften sich dann die straf- und  zivilrechtlichen Klagen gegen Pfizer, seine Mitarbeiter und  Niederlassungen. Die Anzahl der Arzneimittel, die die  Bundesstaatsanw\u00e4lte aufgrund der Off-Label-Werbung angef\u00fchrt hatten,  stieg bis 2009 auf sechs an. Im April 2007 bekannte sich P&amp;U der  Anklage des Kapitalverbrechens schuldig, $12 Millionen Schmiergeld einem  Pharmacy Benefit Manager&nbsp; angeboten zu haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bu\u00dfgelder in H\u00f6he von $2,2 Milliarden<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pfizer bezahlte Bu\u00dfgeld in H\u00f6he von $19,7 Millionen. Thomas Farina,  Regionalleiter bei Pfizer, wurde im M\u00e4rz 2009 von einem Bundesgericht  f\u00fcr die Vernichtung von Unterlagen w\u00e4hrend der Untersuchungen im Fall  Bextra verurteilt. Farina, 42, bekam drei Jahre auf Bew\u00e4hrung,  einschlie\u00dflich sechs Monate Hausarrest. Er ignorierte die Anrufe zu  einer Stellungnahme. Pfizer selbst wurde aufgefordert, am 2. Sept.  Rechenschaft abzulegen, als das Unternehmen zugestimmt hatte, $2,2  Milliarden Geldstrafe und Bu\u00dfgeld zu bezahlen. P&amp;U bekannte sich der  Anklage schuldig, Bextra in betr\u00fcgerischer Absicht falsch vermarktet zu  haben. Nach dem Vergleich sagte Amy Schulman, Leiterin der  Rechtsabteilung bei Pfizer, dass das Unternehmen eine Lehre daraus  gezogen hat. \u201eWir bedauern bestimmte Aktionen, die wir in der  Vergangenheit durchgef\u00fchrt haben,\u201c sagte sie. \u201eUnternehmensintegrit\u00e4t  hat f\u00fcr Pfizer absolute Priorit\u00e4t.\u201c Ein Grund, warum  Arzneimittelhersteller weiterhin gegen das Gesetz versto\u00dfen, mag darin  liegen, dass die Staatsanw\u00e4lte und Richter nicht bereit waren, die  H\u00f6chststrafe zu verh\u00e4ngen \u2013 die Verurteilung aufgrund eines  Schwerverbrechens, die die Arzneimittel eines Unternehmens als nicht  geeignet f\u00fcr eine Erstattung durch staatliche Gesundheitssysteme und  bundesstaatliche Gesundheitseinrichtungen einstufen w\u00fcrde. \u201eEs ist f\u00fcr  einen Arzneimittelhersteller m\u00f6glicherweise ein Todesurteil,\u201c sagt  Staatsanwalt Sullivan.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Deckmantel<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter einem legalen Deckmantel kann eine Muttergesellschaft weiterhin  an staatlichen Programmen teilnehmen, selbst dann, wenn ihre  Tochtergesellschaft sich schuldig bekannt hat. Pfizer h\u00e4lt seinen guten  Ruf bei diesen Beh\u00f6rden aufrecht, weil die Tochtergesellschaften,  Warner-Lambert und P&amp;U, und nicht die Muttergesellschaft selbst  diese Schwerverbrechen zugegeben haben. Eine Verurteilung eines  Pharmariesen aufgrund eines Schwerverbrechens k\u00f6nnte f\u00fcr die Aktion\u00e4re  ein Fiasko bedeuten, sagt Loucks, und f\u00fcgt hinzu, dass dies eine  Ma\u00dfnahme ist, die man f\u00fcr Wiederholungst\u00e4ter m\u00f6glicherweise ergreifen  sollte. \u201eIch glaube, dies ist etwas, das ausgel\u00f6st werden wird,\u201c sagt er  in seinem B\u00fcro im neunten Stock des Bundesgerichtsgeb\u00e4udes, von wo aus  er einen Rundblick \u00fcber den Hafen von Boston hat. \u201eEs ist nur eine Frage  des Zeitpunkts.&#8220; Als am 16. Oktober das Urteil gegen Pfizers  Tochtergesellschaft Pharmacia gesprochen wurde, sagte Douglas Woodlock,  Richter am US Bezirksgericht, dass die Firmen das Gesetz anscheinend  nicht ernst nehmen. \u201eF\u00fcr einige dieser Unternehmen ist es zu einem  Kostenfaktor geworden, sich zu h\u00e4uten wie dies manche Tiere tun und die  Haut zur\u00fcckzulassen und wegzugehen,&#8220; sagte er.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eli Lilly<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vorstrafenregister von Lilly geht zur\u00fcck bis auf das Jahr 1985,  als sich das Unternehmen in 25 F\u00e4llen der falschen Vermarktung von  Oraflex, einem Arthritispr\u00e4parat, schuldig bekannte. Vier Monate,  nachdem das Arzneimittel 1982 in den USA auf den Markt kam, stoppte  Lilly den Verkauf, weil das Unternehmen es vers\u00e4umt hatte, die FDA \u00fcber  Erkrankungen und Todesf\u00e4lle in Zusammenhang mit dem Arzneimittel zu  informieren. Lilly bezahlte $25.000 Strafe. Zwanzig Jahre sp\u00e4ter, im  Jahr 2005, bezahlte Lilly $36 Millionen in einem Schuldeingest\u00e4ndnis  aufgrund der Off-Label-Vermarktung von Evista, einem Arzneimittel, das  die FDA zur St\u00e4rkung von Knochen zugelassen hatte. Den Antrag von Lilly,  das Arzneimittel zur Verringerung des Risikos einer  Brustkrebserkrankung zu vermarkten, hatte die Beh\u00f6rde 1997 abgelehnt.  Dennoch \u00fcbernahm Lilly zu Beginn des folgendes Jahres einen  Marketingplan, der Seminare f\u00fcr \u00c4rzte anbot, die darauf konzipiert  waren, die Bedenken von Frauen bez\u00fcglich Brustkrebs anzusprechen, wie  Lilly in seinem Schuldeingest\u00e4ndnis 2005 zugab. Im Jahr 2007 wurde  Evista von der FDA zur Brustkrebs-Pr\u00e4vention in zwei eingeschr\u00e4nkten  Gruppen zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Erneut vor Gericht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Januar 2009 stand Lilly erneut vor Gericht. Die Staatsanw\u00e4lte in  Philadelphia beschuldigten das Unternehmen, in den Jahren 1999 bis  mindestens 2003 hunderte von Million Dollar f\u00fcr die illegale Vermarktung  seines Schizophreniepr\u00e4parats Zyprexa zur nicht zugelassenen Behandlung  von Demenz eingenommen zu haben. Gem\u00e4\u00df der Gest\u00e4ndnisse von Lilly in  dessen Schuldeingest\u00e4ndnis aus dem Jahr 2009 entschied das oberste  Management des Unternehmens im Jahr 2001 aufgrund der ihrer Ansicht nach  gemischten Ergebnisse aus klinischen Studien und aufgrund von  Sicherheitsrisiken keine FDA-Zulassung f\u00fcr Zyprexa zur Behandlung von  Demenz anzustreben. In der Marketingkampagne von Lilly wurde das  Arzneimittel als wirksam angepriesen. Im vergangenen Jahrzehnt war  Zyprexa das best verkaufte Arzneimittel von Lilly. \u201eEli Lilly hat diese  illegale Off-Label-Werbung trotz der m\u00f6glichen Risiken f\u00fcr die  Gesundheit und das Leben von Patienten zum Zweck der eigenen  finanziellen Gewinnsteigerung durchgef\u00fchrt,&#8220; schrieben die Staatsanw\u00e4lte  in ihrer Urteilsbegr\u00fcndung. John Lechleiter, Vorsitzender und CEO von  Lilly, sagte nach dem Vergleich, dass sich das Unternehmen aufrichtig  bem\u00fcht hat, verantwortungsvoll zu handeln. \u201aTiefstes Bedauern\u2019 \u201eWir  bedauern die Aktionen aus der Vergangenheit zu tiefst, die in unserem  Schuldgest\u00e4ndnis zusammengefasst sind. Das Richtige zu tun ist bei Lilly  nicht verhandelbar.\u201c In einer schriftlichen Antwort auf Fragen von  Bloomberg News schreibt Lilly: \u201eLilly hat sich auf ein sehr begrenztes  Schuldeingest\u00e4ndnis eingelassen. Obwohl das Unternehmen diese  Anschuldigungen weder zugibt noch damit \u00fcbereinstimmt, hat Lilly  zugestimmt, diesen Konflikt beizulegen.\u201c Lilly bezahlte $1,42 Milliarden  Geldstrafe und Bu\u00dfgeld in dem Vergleich vom Januar mit der Bundes- und  der US-Regierung. Dies war die h\u00f6chste Geldstrafe f\u00fcr einen  Gesetzesversto\u00df in der amerikanischen Geschichte \u2013 bis zum  Schuldeingest\u00e4ndnis von Pfizer im September. Das Justizministerium h\u00e4tte  Lilly eines Schwerverbrechens anklagen k\u00f6nnen. Die Staatsanw\u00e4lte  entschieden jedoch, dass eine m\u00f6gliche Schlie\u00dfung des Unternehmens  gegen\u00fcber den Angestellten, Aktion\u00e4ren und Pension\u00e4ren von Lilly nicht  fair w\u00e4re, wie aus der Urteilsbegr\u00fcndung hervorgeht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">All diese Faktoren<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Regierung hat all diese Faktoren in ihrer Entscheidung  ber\u00fccksichtigt,&#8220; schrieben die Staatsanw\u00e4lte. \u201eDiese Faktoren  beinhalteten auch andere Personen, denen keine pers\u00f6nliche Schuld  nachgewiesen werden konnte.\u201c Bundesstaatliche Aufsichtsbeh\u00f6rden  entdeckten bei anderen pharmazeutischen Unternehmen Verst\u00f6\u00dfe mit  \u00e4hnlichem Muster. Im Mai 2001 haben Arzneimittelverk\u00e4ufer von  Schering-Plough Corp. bei der Jahreskonferenz der American Society of  Clinical Oncology in San Francisco Off-Label-Anwendungen des  Krebspr\u00e4parats Temodar angepriesen. Vertreter von Schering-Plough  sagten, Temodar hat in klinischen Studien \u00fcber die Off-Label-Anwendungen  im Vergleich zu einem Placebo positiv abgeschnitten und wurde von der  FDA zur First-Line-Anwendung bei der Behandlung von Gehirntumoren  zugelassen. Ein Mitarbeiter der FDA war bei der Konferenz anwesend und  nahm davon Kenntnis. Einen Monat sp\u00e4ter wurde Schering von der FDA der  L\u00fcge angeklagt. In einem Brief vom 28. Juni 2001 an Mary Jane Nehring,  Senior Direktorin f\u00fcr vermarktete Produkte bei Schering, schrieb die  FDA, dass es keine solchen klinischen Studien gab und dass die Beh\u00f6rde,  entgegen der Behauptung der Verkaufsmitarbeiter, f\u00fcr Temodar keine  derartige Zulassung erteilt hatte. Die Beh\u00f6rde ordnete an, dass das  Unternehmen die illegale Werbung f\u00fcr Temodar sofort einzustellen hat.  Das in Kenilworth, New Jersey, ans\u00e4ssige Unternehmen Schering-Plough  antwortete schnell. Am 12. Juli 2001 schrieb das Unternehmen an die FDA  und versicherte den Aufsichtsbeh\u00f6rden, dass die Aktion in San Francisco  einen Einzelfall darstellte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mit Sicherheit widerspr\u00fcchlich<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDies stand sicherlich im Widerspruch zu der Richtung, die von der  Firmenzentrale vorgegeben wurde,\u201c schrieb das Unternehmen gem\u00e4\u00df den  Unterlagen des Staatsanwalts. Drei Wochen sp\u00e4ter teilte die FDA  Schering-Plough mit, dass die Untersuchungen abgeschlossen wurden.  Schering-Plough warb weiterhin f\u00fcr nicht zugelassene Anwendungen des  Arzneimittels. Wie das Unternehmen in einem Schuldeingest\u00e4ndnis vom  August 2006 zugab, f\u00fchrte Schering unter der Leitung des obersten  Managements bis Dezember 2003 die breite Off-Label-Vermarktung von  Temodar und Intron A durch, einem weiteren Krebspr\u00e4parat. Schering, das  im M\u00e4rz seine Zustimmung f\u00fcr den Verkauf an Merck &amp; Co. gab,  erzielte durch die illegalen Verk\u00e4ufe einen Gewinn vor Steuern von  $124,2 Millionen, nachdem das Unternehmen der FDA 2001 zugesagt hatte,  die Off-Label-Anwendungen zu stoppen, wie Schering zugegeben hatte. Im  August 2006 bekannte sich Schering-Plough schuldig, sich gegen die FDA  verschworen zu haben, um falsche Angaben zu machen. Das Unternehmen  akzeptierte die Zahlung von $435 Millionen, um den Fall beizulegen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das entsetzte mich<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patti Saris, Richterin im US Bezirksgericht, die im Informanten-Fall  bez\u00fcglich Neurontin vor der Durchf\u00fchrung der Untersuchungen bei Pfizer  den Vorsitz hatte, akzeptierte im Januar 2007 in ihrem Gerichtssaal in  Boston das Schuldeingest\u00e4ndnis von Schering. Sie brachte ihr Entsetzen  \u00fcber die Arzneimittelindustrie zum Ausdruck. \u201eIch war entsetzt dar\u00fcber,  wie viele gro\u00dfe Pharmaunternehmen sich an dem beteiligten, was ich in  Bezug auf Off-Label-Vermarktung ganz klar als illegal betrachte,\u201c sagte  sie. \u201eEs sieht fast so auf, als ob die Pharmaunternehmen &#8218;Jawohl,  jawohl, jawohl&#8216; zur FDA sagten und dann weggingen und es dennoch  durchf\u00fchrten.\u201c Brent Saunders, Senior Vizepr\u00e4sident bei Schering-Plough,  sagte nach dem Vergleich, dass sein Unternehmen einen gro\u00dfen  Fortschritt darin gemacht hat, Integrit\u00e4t in den Mittelpunkt der Arbeit  des Unternehmens zu stellen. \u201eMit diesem Vergleich schieben wir die  Dinge aus der Vergangenheit hinter uns,\u201c sagte er. Schering lehnte es  ab, einen weiteren Kommentar abzugeben. W\u00e4hrend die Staatanw\u00e4lte  weiterhin daran arbeiten, Betrugsf\u00e4lle von Off-Label-Vermarktung bei  pharmazeutischen Unternehmen aufzudecken, bleiben Millionen von  Patienten landesweit im Dunkeln. Die \u00c4rzte entscheiden sich oft f\u00fcr jene  Medikamente, die die Verk\u00e4ufer der Arzneimittelfirmen auf unehrliche  Weise vermarkten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ein Morast<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist ein Morast aus undifferenzierter Information da drau\u00dfen,\u201c \nsagt Peter Lurie von Public Citizen. \u201eUnd weder die \u00c4rzte noch die \nPatienten k\u00f6nnen zwischen Gut und B\u00f6se unterscheiden.\u201c Es gibt \nallerdings eine Sache, sagt Peter Lurie, die alle Patienten tun sollten:\n Sie k\u00f6nnen fragen, ob die ihnen verschriebenen Arzneimittel den von der\n FDA zugelassenen Anwendungen entsprechen, und falls nicht, ob es \nstichhaltige Nachweise daf\u00fcr gibt, die die Anwendung des Arzneimittels \nunterst\u00fctzen, speziell dann, wenn die Anwendung gef\u00e4hrlich sein kann. \nLoucks sagt, dass es eine komplexe Angelegenheit ist, den kriminellen \nOff-Label-Praktiken der pharmazeutischen Industrie ein Ende zu setzen. \nDa sich Arzneimittelhersteller wiederholt schuldig bekennen, haben sie \ndamit ihre Bereitschaft aufgezeigt, hunderte von Millionen Dollar Strafe\n zu bezahlen, die bei der Generierung von Einnahmen in Milliardenh\u00f6he \nals Kostenfaktor herhalten. Die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung, sagt Loucks, ist die, \ndass Pharmaunternehmen die Versprechen wirklich einhalten, die sie \nfortw\u00e4hrend machen \u2013 und fortw\u00e4hrend brechen \u2013 n\u00e4mlich das Gesetz des \nLandes zu befolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein amerikanischer Staatsanwalt erinnert sich &#8230; Wie in den Bloomberg News zu Anfang des Monats berichtet wurde, erinnerte sich ein amerikanischer Staatsanwalt daran, als die Anw\u00e4lte des amerikanischen Pfizer Inc. Konzerns, dem gr\u00f6\u00dften Arzneimittelhersteller der Welt, von der anderen Tischseite zu ihm her\u00fcber schauten und ihm versprachen, dass der Konzern nicht noch einmal gegen das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":3980,"menu_order":2,"template":"","class_list":["post-3984","vitalstoff_journal","type-vitalstoff_journal","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen - Vitalstoff-Journal<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Das schlimme ist, dass die Schulmedizin auf dem besten Weg ist, durch die Pharmastrategen unmerklich zur Quacksalberei zu verkommen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen - Vitalstoff-Journal\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Das schlimme ist, dass die Schulmedizin auf dem besten Weg ist, durch die Pharmastrategen unmerklich zur Quacksalberei zu verkommen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Vitalstoff-Journal\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2020-04-06T08:35:25+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"30\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/pharmaindustrie\\\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/pharmaindustrie\\\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\\\/\",\"name\":\"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen - Vitalstoff-Journal\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2020-02-19T12:16:43+00:00\",\"dateModified\":\"2020-04-06T08:35:25+00:00\",\"description\":\"Das schlimme ist, dass die Schulmedizin auf dem besten Weg ist, durch die Pharmastrategen unmerklich zur Quacksalberei zu verkommen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/pharmaindustrie\\\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/pharmaindustrie\\\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/pharmaindustrie\\\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Fakten\\\/Widerreden\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Pharmaindustrie\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/pharmaindustrie\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/\",\"name\":\"Vitalstoff-Journal\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen - Vitalstoff-Journal","description":"Das schlimme ist, dass die Schulmedizin auf dem besten Weg ist, durch die Pharmastrategen unmerklich zur Quacksalberei zu verkommen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen - Vitalstoff-Journal","og_description":"Das schlimme ist, dass die Schulmedizin auf dem besten Weg ist, durch die Pharmastrategen unmerklich zur Quacksalberei zu verkommen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.","og_url":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/","og_site_name":"Vitalstoff-Journal","article_modified_time":"2020-04-06T08:35:25+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"30\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/","url":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/","name":"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen - Vitalstoff-Journal","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/#website"},"datePublished":"2020-02-19T12:16:43+00:00","dateModified":"2020-04-06T08:35:25+00:00","description":"Das schlimme ist, dass die Schulmedizin auf dem besten Weg ist, durch die Pharmastrategen unmerklich zur Quacksalberei zu verkommen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/das-geschaeft-mit-arzneimitteln-kriminalitaet-und-die-pharmariesen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Fakten\/Widerreden","item":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Pharmaindustrie","item":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/pharmaindustrie\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Das Gesch\u00e4ft mit Arzneimitteln: Kriminalit\u00e4t und die Pharmariesen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/#website","url":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/","name":"Vitalstoff-Journal","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/vitalstoff_journal"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3984\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5423,"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3984\/revisions\/5423"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}