{"id":3822,"date":"2020-02-19T10:30:22","date_gmt":"2020-02-19T09:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=3822"},"modified":"2020-04-06T10:32:23","modified_gmt":"2020-04-06T08:32:23","slug":"selbstbewusste-patienten-leben-laenger","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/selbstbewusste-patienten-leben-laenger\/","title":{"rendered":"Selbstbewusste Patienten leben l\u00e4nger"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>In Forschung, Information und Lehre, weitgehend von Pharma- oder  Ger\u00e4te-Industrie finanziert, f\u00fcgt ein Berufsstand, dessen Funktion\u00e4re  die Selbstachtung verloren haben, dem Volk unermesslichen Schaden zu.<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von Dr. med. Vernon Coleman<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieder einmal analysiert der kritische Mediziner die trostlose  Gegenwart des allt\u00e4glichen Medizingeschehens in Praxis, Klinik und  Universit\u00e4t. In Forschung, Information und Lehre, weitgehend von Pharma-  oder Ger\u00e4te-Industrie finanziert, f\u00fcgt ein Berufsstand, dessen  Funktion\u00e4re die Selbstachtung verloren haben, dem Volk unermesslichen  Schaden zu. Und dieser Berufsstand genie\u00dft auch noch gesellschaftlich  hohes Ansehen! Da wird es &#8211; so der Autor &#8211; allerh\u00f6chste Zeit, dass sich  wenigstens die Patienten dar\u00fcber klar werden, dass nichts f\u00fcr sie  unges\u00fcnder ist, als daran zu glauben, dass es sich bei der heutigen  Medizin um eine Wissenschaft handelt. Es wird h\u00f6chste Zeit, sie dar\u00fcber  aufzukl\u00e4ren, wie trostlos dieser \u00c4rztestand geworden ist, wie weit er  sich selbst vor der Pharmaindustrie erniedrigt hat. Der n\u00e4chste Schritt  ist, den \u00c4rzten die Augen dar\u00fcber zu \u00f6ffnen, dass sie als Dealer  missbraucht werden und dass sie beginnen m\u00fcssen, selbst\u00e4ndig zu denken  und zu handeln, und zwar schon an der Uni. Hier ist Colemans treffendes  Portr\u00e4t der Medizin-Welt von heute:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Portr\u00e4t der Medizin-Welt von heute <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als ich das erste Mal im Jahr 1973 \u00fcber die Unterw\u00fcrfigkeit der  \u00c4rzteschaft gegen\u00fcber der Pharmaindustrie geschrieben habe, vertrat ich  die Ansicht, dass wir um gesetzliche Ma\u00dfnahmen nicht herumkommen, wenn  es weder der \u00c4rzteschaft noch der Pharmaindustrie gelingen sollte, die  sich damals anbahnenden Probleme in den Griff zu bekommen. Inzwischen  sind wir an dem Punkt angekommen, an dem gesetzliche Ma\u00dfnahmen die  einzige L\u00f6sung darstellen. Und diese Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen nun rasch  eingef\u00fchrt werden. Wenn diese gesetzlichen Ma\u00dfnahmen durchgreifend genug  sind, um einen praktischen Erfolg zu zeitigen, dann werden sie auch so  durchgreifend sein, dass sie weder von der Industrie noch von der  \u00c4rzteschaft gutgehei\u00dfen werden. Umgekehrt k\u00f6nnen wir davon ausgehen,  dass jegliches Einverst\u00e4ndnis und Unterst\u00fctzung f\u00fcr diese Ma\u00dfnahmen  lediglich als Zeichen ihrer Unwirksamkeit zu werten w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">85 % der Therapien sind unwissenschaftlich<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum einen m\u00fcssen wir ganz eindeutig \u00fcber bessere M\u00f6glichkeiten \nverf\u00fcgen, um alle medizinischen Therapien und Verfahren bewerten zu \nk\u00f6nnen. Es ist schlichtweg absurd, wenn sogar die Schulmedizin zugibt, \ndass 85 von 100 Therapien nicht ausreichend belegt und wissenschaftlich \nuntermauert sind. So verwunderlich dies auch erscheinen mag, so hei\u00dft es\n nichts anderes, als dass der Arzt in der Mehrzahl der F\u00e4lle, in denen \nein Medikament verordnet oder eine Operation empfohlen wird, in \nWirklichkeit nichts \u00fcber den Ausgang dieser Ma\u00dfnahmen wei\u00df. Er hofft \nnat\u00fcrlich auf eine Besserung, die ja aufgrund des Placebo-Effekts in \nvielen F\u00e4llen auch tats\u00e4chlich eintritt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Medizin ist immer eine relativ ungenaue Wissenschaft gewesen. \nDies muss jedoch nicht als unabwendbar hingenommen werden, zumindest \nnicht das heutige Ausma\u00df von Ungenauigkeit. Die Entscheidung dar\u00fcber, \nwie unsere begrenzten Mittel und Ressourcen auszugeben sind, sollte \nnicht g\u00e4nzlich einer Mischung aus irrationalen \u00e4rztlichen Vorurteilen \nund kommerziellen \u00dcberlegungen \u00fcberlassen werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrzehntelang konnten sich \u00c4rzte und Pharmaunternehmen aufgrund des \nPlacebo-Effekts mit vielen, praktisch wertlosen (oder gar \nnebenwirkungstr\u00e4chtigen) Behandlungsverfahren durchmogeln. Eine \nkritische \u00dcberpr\u00fcfung aller verf\u00fcgbaren Behandlungsverfahren \nhinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Risiken war jedoch noch nie so \ndringlich wie heute.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anstelle von Versuchsergebnissen, die an einigen wenigen Hundert oder\n Tausenden Patienten gewonnen wurden, brauchen wir kontinuierliche \nVersuche, die Zehn- oder Hunderttausende von Patienten umfassen. Die \nWirkungen und erzielten Ergebnisse von Arzneimitteln und chirurgischen \nVerfahren sollten auch retrospektiven Bewertungen unterzogen werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere \u00c4rzte sollten sich der Tatsache bewusster werden, dass \nnegative Informationen, etwa \u00fcber die Wirkungslosigkeit eines Mittels, \ngenauso wichtig sein k\u00f6nnen wie die positiven Informationen \u00fcber dessen \nNutzen. Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt werden nur sehr wenige \nUntersuchungen mit negativen Ergebnissen ver\u00f6ffentlicht (wir wissen \nnat\u00fcrlich nicht, wie viele Berichte dieser Art bei den medizinischen \nFachzeitschriften eingehen und nicht zum Abdruck gelangen).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solange wir mit der \u00dcberpr\u00fcfung neuer Medikamente und therapeutischer  Verfahren befasst sind, k\u00f6nnte uns ein Moratorium \u00fcber neue  Entwicklungen nur guttun. In Wirklichkeit brauchen wir keine neuen  Wundermedikamente. Unsere Bibliotheken quellen bereits \u00fcber mit  Informationen, die wir gar nicht effizient verwerten k\u00f6nnen. Den  Patienten w\u00fcrde es weitaus mehr n\u00fctzen, wenn wir lernen w\u00fcrden, das  verf\u00fcgbare Instrumentarium an Medikamenten optimal einzusetzen, anstatt  fortw\u00e4hrend nach m\u00f6glichst spektakul\u00e4ren \u201ewissenschaftlichen  Durchbr\u00fcchen\u201c zu streben. Wir sollten die Zeit und das Geld, die f\u00fcr die  Einf\u00fchrung neuer Arzneimittel aufgebracht werden, lieber in eine  gr\u00fcndliche und kritische Erforschung aller bestehenden Medikamente  investieren. Es ist einfach absurd, dass unsere \u00c4rzte eine gro\u00dfe Anzahl  von Medikamenten immer weiter verordnen d\u00fcrfen, ohne eine wirkliche  Vorstellung von den eigentlichen Auswirkungen und Folgen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Medikamente reduzieren<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sollten \u00fcber einen einfachen, jedoch wirkungsvollen Anreiz \nverf\u00fcgen, der uns die Kooperation der Arzneimittelhersteller sichert: \nalle Medikamente, die weder einen vern\u00fcnftigen Wirkungsgrad noch \nausreichende Vertr\u00e4glichkeit bieten, werden schlicht und einfach aus dem\n Verkehr gezogen. Vor bereits geraumer Zeit hat die \nWeltgesundheitsorganisation eine Liste von 200 unverzichtbaren \nArzneimitteln aufgestellt. Meiner Ansicht nach ist es unm\u00f6glich, dass \nunsere \u00c4rzte eine Wahl aus \u00fcber 30.000 verf\u00fcgbaren pharmazeutischen \nErzeugnissen treffen m\u00fcssen. Je gr\u00f6sser die Anzahl der verf\u00fcgbaren \nPharmazeutika ist, desto gr\u00f6sser muss doch das Risiko von \nVerwechslungen, Pannen und Missbrauch sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zugang zu Informationen \u00fcber bestehende Arzneimittel sollte sich \nsehr einfach gestalten. Mit den heute verf\u00fcgbaren Computer- und \nInformationstechnologien k\u00f6nnen Beh\u00f6rden in unterschiedlichen L\u00e4ndern \neinen entsprechenden Austausch pflegen, Ergebnisse vergleichen, und sich\n rasch \u00fcber den Wert von Arzneimitteln verst\u00e4ndigen. Schlie\u00dflich sind \ndie wichtigsten Arzneimittelhersteller weltumspannende Unternehmen, so \ndass Patienten in Paris, Frankreich, dieselben Verordnungen aus der \nSprechstunde nach Hause tragen wie in Paris, Texas.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere gegenw\u00e4rtigen Systeme gestatten keinen internationalen \nInformationsfluss. Es ist doch nicht hinzunehmen, dass \u00c4rzte in einem \nLand nichts erfahren, wenn \u00c4rzte in einem anderen Land Probleme mit \neinem h\u00e4ufig verordneten Medikament beobachtet haben. Alle \u00c4rzte sollten\n \u00fcber Computer verf\u00fcgen, mit denen sie \u00fcber ein internationales \nInformationsnetzwerk kommunizieren und sich informieren k\u00f6nnen. Ein Arzt\n sollte im Augenblick der Verordnung alles \u00fcber m\u00f6gliche Komplikationen \nund Nebenwirkungen abrufen k\u00f6nnen. (Es w\u00e4re in der Tat nicht schwierig, \nComputersysteme so zu programmieren, dass \u00c4rzte vor spezifischen \nKontraindikationen oder m\u00f6glichen Wechselwirkungen gewarnt werden \nk\u00f6nnen. Der Arzt w\u00fcrde den Namen des Patienten eingeben sowie die \nDiagnose und das beabsichtigte therapeutische Vorgehen und bek\u00e4me eine \nsofortige Bewertung der Erfolgschancen.)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich sollten Medikamente gegen\u00fcber dem Placebo-Effekt \nuntersucht werden. Arzneimittel, die keine signifikanten Wirkungen \ngegen\u00fcber Placebos zeigen, sollten sofort aus dem Verkehr gezogen \nwerden, ebenso wie Mittel, die mehr Nebenwirkungen verursachen als ihre \njeweiligen Konkurrenzpr\u00e4parate, rigoros vom Markt verschwinden sollten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Hilfe der Computertechnologie w\u00e4re es ein leichtes, verschiedene  Medikamente in denselben Kategorien zu vergleichen. Schlie\u00dflich gibt es  keine praktischen Gr\u00fcnde, die f\u00fcr das \u00fcppige Angebot vieler  verschiedener Medikamente gegen Magengeschw\u00fcre oder die Vielzahl der  verf\u00fcgbaren Beta-Blocker sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unabh\u00e4ngige Gutachter Voraussetzung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Voraussetzung f\u00fcr ein solches System ben\u00f6tigen wir ein wirklich \nunabh\u00e4ngiges Gremium von internationalen Sachverst\u00e4ndigen und Pr\u00fcfern. \nDiese Personen m\u00fcssen v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von der Pharmaindustrie und der \n\u00c4rzteschaft agieren. Dieses Gremium sollte mit unabh\u00e4ngigen \nStatistikern, klinischen Pharmakologen, Klinikern,&nbsp;\u00bbprofessionellen \nSkeptikern\u00ab&nbsp;und Ikonoklasten (Bildst\u00fcrmern) besetzt sein, die am besten \nst\u00e4ndig in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden ausgewechselt werden. Personen mit \nVerbindungen zu Arzneimittelunternehmen sollten nicht als \nSachverst\u00e4ndige arbeiten d\u00fcrfen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Experten sollten f\u00fcr ihre Arbeit gut bezahlt, jedoch beim \nleisesten Verdacht von Fehlverhalten sofort gefeuert werden. Dieses \nGremium w\u00fcrde den sogenannten&nbsp;\u00bbunverzichtbaren\u00ab&nbsp;Medikamenten, wie jene \nauf der WHO-Liste, eine Art von internationaler Super-Lizenz erteilen. \nTierversuche jeglicher Art w\u00e4ren aus wissenschaftlichen und \nmedizinischen Gr\u00fcnden, wie auch aus moralischen und ethischen Gr\u00fcnden \nstrikt zu verbieten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir brauchen wirklich keine Hunderte von Antibiotika, \nAnti-Baby-Pillen oder Hunderte von Eisenpr\u00e4paraten. Was wir brauchen, \nsind ganz einfach die jeweils besten Medikamente. Ein wesentlicher Teil \nder Arbeit des Gremiums besteht in der Absch\u00e4tzung des \nRisiko-Nutzenverh\u00e4ltnisses von Medikamenten bei der Behandlung \nspezifischer St\u00f6rungen. Die \u00dcberpr\u00fcfung und Bewertung von Arzneimitteln \nsollte ein kontinuierlicher, fortlaufender Prozess sein.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir brauchen keine Medikamente f\u00fcr Grippeerkrankungen, die Blutkrebs \nverursachen k\u00f6nnen, oder Mittel f\u00fcr arthritische Schmerzen, die \ngleichzeitig auch Magengeschw\u00fcre ausl\u00f6sen. Wenn die Risiken bestimmter \nBehandlungen ausreichend untersucht worden sind, sollten auch Patienten \ndar\u00fcber aufgekl\u00e4rt werden. Es ist unverst\u00e4ndlich, dass Arzneimittel, f\u00fcr\n die es bereits effektivere Alternativen gibt, in vielen L\u00e4ndern immer \nnoch die entsprechenden Zulassungsgenehmigungen erhalten. Veraltete, \n\u00fcberholte Medikamente sollten sofort aus den Listen der verschreibbaren \nPr\u00e4parate gestrichen werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem die besten Medikamente feststehen und die Super-Lizenzen \nvergeben worden sind, w\u00e4re es den Pharmaherstellern gestattet, die \nbesten Versionen herzustellen und zu vertreiben, unter der \nVoraussetzung, dass die Herstellungsverfahren strengen Kriterien \ngen\u00fcgen. In F\u00e4llen von \u00fcberm\u00e4\u00dfig gro\u00dfer Konkurrenz k\u00f6nnte man \nAusschreibungsverfahren f\u00fcr die Lizenzen einrichten. \nArzneimittelherstellern mit Super-Lizenzen w\u00e4re es untersagt, aktive \nKontakte zur \u00c4rzteschaft zu kn\u00fcpfen. Die Heerscharen von Vertretern \nk\u00f6nnten entlassen, die Marketingabteilungen geschlossen und jegliche \nWerbung eingestellt werden. Zuwiderhandlungen w\u00fcrden mit dem Entzug der \nLizenzen geahndet werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Begeisterung der Pharmahersteller f\u00fcr die Entwicklung neuer  Medikamente k\u00f6nnte man in Zukunft dadurch aufrechterhalten, dass Firmen,  deren patentierte Pr\u00e4parate in die Super-Lizenzliste aufgenommen  werden, einen Anspruch auf Lizenzeink\u00fcnfte erhalten. So w\u00fcrde sich die  Pharmaindustrie wenigstens wieder ehrlich durchbringen, anstatt als  unmoralische und unethische Goldgrube herzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Chirurgische Praxis \u00fcberpr\u00fcfen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chsten Schritt sollten wir alle nicht-medikament\u00f6sen Verfahren \neiner kritischen Bewertung unterziehen. Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt sind\n die meisten chirurgischen Verfahren meilenweit davon entfernt. Die \nKriterien f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Operationen haben oft mehr mit \nVorurteilen, Laune und Aberglauben als mit echter Wissenschaft zu tun. \nDurch eine kritische Bewertung der chirurgischen Praxis m\u00fcsste sich die \nZahl derer, die ihre Eingriffe auch \u00fcberleben, drastisch erh\u00f6hen lassen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnten viel von einem internationalen Regelwerk profitieren, das\n die Ver\u00f6ffentlichung von detaillierten Richtlinien \u00fcber empfohlene \nTherapien f\u00fcr spezifische Zust\u00e4nde vorschreibt. Diese Richtlinien \nsollten ver\u00f6ffentlicht und einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich \ngemacht werden, so dass sie den Patienten ebenfalls zur Verf\u00fcgung \nstehen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Medizin gibt es keinen Platz f\u00fcr Geheimniskr\u00e4merei. Die \neinzigen Personen, die hiervon profitieren, sind jene \u00c4rzte, die ihre \nInkompetenz dahinter verbergen. Jeder Patient hat das Recht auf volle \nAufkl\u00e4rung \u00fcber die Risiken und Nutzen, die mit den heutigen \nBehandlungsverfahren einhergehen. Jeder Patient sollte genau \u00fcber die \nFolgen einer bestimmten Behandlung oder auch deren Unterlassung \ninformiert werden. Der Patient darf nicht von der Entscheidungsfindung \nausgeschlossen werden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Klima der Offenheit ist ebenfalls wichtig in unserer heutigen \nZeit, in der die Grenzen des finanziell M\u00f6glichen sich weltweit immer \ndeutlicher abzeichnen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte in jedem Land dieser Erde \nm\u00fchelos das gesamte Bruttosozialprodukt in Herztransplantationen \ninvestiert werden, aber wer wollte so mit unseren begrenzten Ressourcen \nhaushalten? Wir m\u00fcssen w\u00e4hlen und Priorit\u00e4ten setzen, und auch hier \nsollten die oft so passiven Patienten mitdenken und mitentscheiden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da es der \u00c4rzteschaft offensichtlich nicht gelingen will, die \nUnabh\u00e4ngigkeit und die Integrit\u00e4t ihres Berufsstandes zu wahren, muss \ndiese Unabh\u00e4ngigkeit und Integrit\u00e4t eben von au\u00dfen hereingetragen \nwerden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Arzt sollte vor folgende Wahl gestellt werden: entweder im \nDienste der Patienten zu stehen und f\u00fcr seine \u00e4rztliche Kunst von den \nPatienten (oder deren Vertretern wie Versicherungsgesellschaften oder \n\u00f6ffentlichen Einrichtungen) bezahlt zu werden, oder in den Dienst der \nPharmaindustrie zu treten. Jeder Arzt, der sich f\u00fcr den ersten Weg \nentscheidet, sollte wissen, dass er seine Lizenz auf Lebenszeit \nverliert, wenn er auch nur mehr als eine kostenlose Brosch\u00fcre von einem \nPharmavertreter annimmt. \u00c4rzte, die bei Arzneimittelherstellern in Brot \nund Lohn stehen, d\u00fcrfen ohne gr\u00fcndliche Umschulung nicht in die \nmedizinische Praxis zur\u00fcckkehren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medizinische Fachzeitschriften, die ohne satte Werbeetats der \nPharmahersteller nicht lebensf\u00e4hig sind, sollten \u00fcber Nacht geschlossen \nwerden. Organisationen, die mit der Vertretung oder Ausbildung von \n\u00c4rzten befasst sind, sollten keinerlei Zuwendungen oder Unterst\u00fctzung \nvon der pharmazeutischen Industrie erhalten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Finanzielle oder andere Zuwendungen von Arzneimittelherstellern an \n\u00c4rzte, entsprechende Organisationen oder medizinische Fachzeitschriften \nsollten mit dem Entzug von Super-Lizenzen oder Herstellungslizenzen \ngeahndet werden. \u00c4rzte m\u00fcssen unmissverst\u00e4ndlich angewiesen werden, \nstets f\u00fcr die beste verf\u00fcgbare Behandlung ihrer Patienten zu sorgen. Bei\n der Verordnung oder Durchf\u00fchrung von Behandlungsverfahren, die nicht \nals ausreichend sicher und effektiv gelten, droht der Verlust der \nZulassung. \u00c4rztliche Verordnungen sollten sich auf ein begrenztes, \n\u00fcberschaubares medikament\u00f6ses Instrumentarium st\u00fctzen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In gleicher Weise sollten Chirurgen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung nicht \nanerkannter Methoden und Techniken bei spezifischen St\u00f6rungen oder \nSymptomen mit dem Verlust ihrer Zulassung haften, wenn Patienten \nsterben, Beeintr\u00e4chtigungen oder Sch\u00e4den erleiden oder berechtigten \nGrund zur Klage haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4rzte oder Chirurgen, die neue Techniken oder Medikamente einsetzen \nwollen, sollten dies nur dann tun d\u00fcrfen, wenn die anerkannten Mittel \nund Verfahren erfolglos angewandt worden sind. Dabei ist die volle \nMitarbeit und das Einverst\u00e4ndnis des Patienten in jedem Fall die \nVoraussetzung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als letzte Kontrollinstanz, um jene inkompetenten oder nachl\u00e4ssigen  Vertreter des \u00c4rzteberufes auszusieben, sollten vergleichende Kontrollen  unter gleichgestellten Kollegen eingef\u00fchrt werden. \u00c4rzte oder Chirurgen  mit \u00fcberdurchschnittlichen Morbidit\u00e4ts- oder Sterblichkeitsraten  sollten vor\u00fcbergehend aus der praktischen Arbeit ausscheiden und sich  Schulungsma\u00dfnahmen unterziehen, um nach erneuter Pr\u00fcfung wieder ihre  praktische Arbeit aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Weiterbildung endet mit der Zulassung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle \u00c4rzte und Chirurgen sollten an j\u00e4hrlichen Kursen zur \nAuffrischung wichtiger Kenntnisse teilnehmen. Einer der absurdesten \nAspekte des gegenw\u00e4rtigen Systems ist die Tatsache, dass der Prozess des\n Lernens, der Aneignung von Wissen, bei der Mehrzahl der \u00c4rzte in den \nmeisten L\u00e4ndern dieser Erde mit der Erlangung ihrer Zulassung ein \nabruptes Ende nimmt. Der durchschnittliche praktische Arzt bezieht den \nGro\u00dfteil seiner Informationen von Arzneimittelherstellern und verbringt \nweniger als vier Stunden im Jahr mit Weiterbildungskursen. \u00c4rzte sollten\n eigentlich j\u00e4hrlich auf die Aktualit\u00e4t ihres Wissensstandes \u00fcberpr\u00fcft \nwerden. Schlie\u00dflich werden Piloten ebenfalls in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \n\u00fcberpr\u00fcft und jedes im Stra\u00dfenverkehr zugelassene Auto muss eine \nentsprechende T\u00dcV-Plakette tragen. Warum erwarten wir nicht von unseren \nChirurgen, dass sie etwas f\u00fcr die Aktualisierung ihrer Kenntnisse tun \nund dar\u00fcber einen Nachweis erbringen m\u00fcssen? \u00c4ltere \u00c4rzte, deren \nWissensstand und Kenntnisse schon weit&nbsp;\u00bb\u00fcber dem Verfallsdatum\u00ab&nbsp;sind, \nsollten keine Zulassung mehr erhalten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man muss sich die ungeheure Machtposition der \u00c4rzteschaft \nvergegenw\u00e4rtigen. Es gibt wohl kaum eine andere Gruppe in unserer \nGesellschaft, die so unermessliche Sch\u00e4den anrichten kann. Mit der \nApprobation erlangt der Arzt praktisch die Zulassung f\u00fcr das ganze \nLeben, aber Hand aufs Herz, wer von uns w\u00fcrde freiwillig in ein Flugzeug\n steigen, dessen Pilot vor f\u00fcnfzig Jahren seinen Flugschein erworben und\n seitdem nichts f\u00fcr die Weiterschulung getan hat?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Arzt sollte sich einige sehr ernste Fragen stellen. Ist diese \nUntersuchung wirklich erforderlich? Welche Auswirkungen wird sie auf \nmeine Behandlung des Patienten haben? Ist der therapeutische Nutzen \neiner Behandlung mit den damit verbundenen Risiken zu vertreten? Sollte \nich eingreifen, oder ist es besser, vorerst nichts zu tun? Welche sind \ndie wichtigsten Priorit\u00e4ten und Risiken des jeweiligen Falls? Was w\u00fcrde \nich tun (oder veranlassen), wenn es sich um einen geliebten Menschen \nhandeln w\u00fcrde?\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4rzte m\u00fcssen zur Rechenschaft gezogen werden und Patienten eine  angemessene Entsch\u00e4digung erhalten k\u00f6nnen, wenn es zu Kunstfehlern,  iatrogenen Sch\u00e4den oder sonstigen verschuldeten Beeintr\u00e4chtigungen  gekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Problematische Entsch\u00e4digung bei \u00bbKunstfehlern\u00ab<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser gegenw\u00e4rtiges Entsch\u00e4digungssystem hat weitaus mehr mit einer \nLotterie als mit einer gerechten Rechtsprechung zu tun. Die einzigen, \ndie immer gewinnen, sind die Anw\u00e4lte. Hat ein Patient durch die Einnahme\n eines verordneten Medikaments einen Schaden erlitten, kann er Klage \nerheben &#8211; aber gegen wen? Versucht der Gesch\u00e4digte den \nArzneimittelhersteller zu verklagen, werden seine Rechtsberater sicher \nauf die geringen Erfolgschancen hinweisen, denn die gegenw\u00e4rtigen \nSpielregeln laufen auf eine massive Beg\u00fcnstigung der Pharmahersteller \nhinaus.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um eine Klage erfolgreich gegen einen Arzneimittelhersteller \ndurchzubringen, muss der gesch\u00e4digte Patient nachweisen, dass das \neingenommene Medikament in irgendeiner Weise mangelhaft oder bedenklich \nist, und dass der erlittene Schaden auf eben diesen Mangel des \nMedikamentes zur\u00fcckzuf\u00fchren ist (und nicht auf ein anderes Medikament \noder gar auf bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel). Ferner muss der \nKl\u00e4ger belegen, dass die Einnahme des Medikamentes nach den Vorschriften\n des Herstellers erfolgte, unter Ber\u00fccksichtigung etwaiger besonderer \nWarnungen und Hinweise, und dass die Wirkungen von allen m\u00f6glichen \nSt\u00f6rfaktoren wie Kaffee, Alkohol oder bestimmten Nahrungsmitteln \nausgeschlossen werden k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger muss dann noch beweisen, dass die Herstellerfirma wusste \noder h\u00e4tte wissen m\u00fcssen, dass das betreffende Mittel die spezifischen \nSch\u00e4den verursacht oder verursachen k\u00f6nnte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arzneimittelfirma wird wahrscheinlich zun\u00e4chst versuchen, die \nSch\u00e4den des Kl\u00e4gers grunds\u00e4tzlich in Frage zu stellen. Als n\u00e4chstes kann\n der Hersteller argumentieren, dass man nach dem Stand der Wissenschaft \nzum Zeitpunkt der Entwicklung des Medikaments nicht auf den behaupteten \nMangel h\u00e4tte schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Der Kl\u00e4ger wird dann h\u00e4ufig als ein \nungl\u00fccklicher Einzelfall dargestellt. Es gibt fast in jedem Fall \nAnhaltspunkte f\u00fcr die Argumentation, die betreffenden Sch\u00e4den k\u00f6nnten \ndurch eine Vielzahl anderer Faktoren und Einfl\u00fcsse verursacht worden \nsein. (F\u00fchren die Anw\u00e4lte des Kl\u00e4gers die Ergebnisse von Tierversuchen \nan, um ihren Standpunkt zu untermauern, werden die Angeklagten mit \nSicherheit geltend machen, dass die Ergebnisse von Tierversuchen nicht \nohne weiteres auf den Menschen \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen und von daher \nnicht aussagekr\u00e4ftig sind. Dies entbehrt nat\u00fcrlich nicht einer feinen \nIronie.)\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem wird sich der Arzneimittelhersteller Zeit lassen und seine \nAnw\u00e4lte dazu anhalten, den Fall so weit wie m\u00f6glich in die L\u00e4nge zu \nziehen. Solche Prozesse haben schon bis zu zwanzig Jahre lang gedauert. \nDie Konzerne und ihre Anw\u00e4lte wissen, dass ein Kl\u00e4ger durch diese \nVerz\u00f6gerungstaktik oft dazu gebracht werden kann, ein Verfahren \neinstellen zu lassen oder sich mit einer kleinen Entsch\u00e4digung zu \nbegn\u00fcgen (derartige Vereinbarungen enthalten f\u00fcr gew\u00f6hnlich \njene&nbsp;\u00bbbewahren Sie Stillschweigen\u00ab- und&nbsp;\u00bbwir \u00fcbernehmen keine \nHaftung\u00ab-Klauseln). Je l\u00e4nger ein solcher Prozess dauert, umso l\u00e4nger \nwird auch die Rechnung des Anwalts &#8211; auf diese Weise k\u00f6nnen auch \nGewinner zu Verlierern werden, wenn man die gesamten Kosten in Betracht \nzieht. Im Durchschnitt dauert es ganze vier Jahre, bis \u00fcber eine Klage \nauf Schadensersatz wegen fahrl\u00e4ssigen Handelns eines Arztes entschieden \nwird. So ist es kaum mehr verwunderlich, dass kaum ein Pharmakonzern \neinen Prozess verliert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Patient versucht, die Regierung oder die Beh\u00f6rde wegen  Fahrl\u00e4ssigkeit zu verklagen, die das jeweilige Medikament zugelassen  hat, so hat er es noch viel schwerer. B\u00fcrokratie und Schulmedizin treten  ihm als geballte Macht entgegen. Wieder werden die Kosten astronomische  H\u00f6hen erreichen, da die Regierung und ihre Vertreter jeden erdenklichen  Preis zahlen werden, um den Beweis f\u00fcr ihre Unschuld erbringen zu  k\u00f6nnen. Sowohl den Regierungen als auch den Pharmakonzernen ist nur  allzu bewusst, dass ein verlorener Fall ein Pr\u00e4zedenzfall mit f\u00fcr sie  kostspieligen Folgen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nur der Arzt kann verklagt werden<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verklagt werden kann also nur der Arzt. Doch selbst hier bewegt sich \nder Kl\u00e4ger auf unsicherem Terrain. Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrzahl von \npraktizierenden \u00c4rzten zahlt regelm\u00e4\u00dfig ihre Versicherungsbeitr\u00e4ge, um \nsich gegen dieses Risiko abzusichern. Selbst ein gew\u00f6hnlicher \npraktischer Arzt oder ein Facharzt am Krankenhaus genie\u00dfen so vollen \nRechtsschutz. Die alarmierendste Tatsache ist jedoch folgende: Die \nPatienten k\u00f6nnen zwar erwarten, dass \u00c4rzte Zugang zu objektiven \nmedizinischen Informationen \u00fcber Medikamente haben und diese \nInformationen auch nutzen, wenn sie ein Rezept ausstellen. Dem Gesetz \nnach kann einem Arzt jedoch anscheinend nicht der Prozess gemacht \nwerden, wenn er nachweisen kann, dass er ein Medikament gem\u00e4\u00df den \nAnweisungen des Herstellers verschrieben hat. Das Gesetz sieht in einem \nArzt folglich nicht mehr als den verl\u00e4ngerten Arm oder effektiv einen \nAngestellten des Pharmakonzerns, dessen Produkte er verschreibt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist doch absurd: Die Mehrheit der \u00c4rzte praktiziert auf eine \nbestimmte Art und Weise, und selbst wenn ihr Vorgehen wissenschaftlich \nin keinster Weise vertretbar ist, so wird es doch rechtlich akzeptiert. \nSo haben die meisten \u00c4rzte auf der ganzen Welt viele Jahre lang \nhemmungslos Unmengen von Beruhigungsmitteln und Schlaftabletten \nverschrieben. Vom rechtlichen Standpunkt aus betrachtet hatte es \n\u00fcberhaupt keinen Sinn, einen Arzt wegen des Verschreibens zu vieler \nMedikamente zu verklagen, da er ja&nbsp;\u00bbdas Richtige\u00ab&nbsp;tat. Es w\u00e4re \nwahrscheinlich durchaus erfolgversprechender, einen Arzt zu verklagen, \ndass er zu wenige Beruhigungsmittel verschrieb. In dem Fall k\u00f6nnte der \nArzt n\u00e4mlich nicht zu seiner Verteidigung vorbringen, dass er sich \nschlie\u00dflich an eine medizinische&nbsp;\u00bbStandard\u00ab-Vorgehensweise gehalten \nhabe.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einigen L\u00e4ndern gibt es bereits Entsch\u00e4digungsregelungen, die \nPatienten zu Gute kommen sollen, die durch \u00e4rztliche Hand leiden \nmussten. Andere L\u00e4nder widersetzen sich der Einf\u00fchrung solcher \nRegelungen mit bewundernswerter Standhaftigkeit. In Gro\u00dfbritannien z. B.\n wurden mittlerweile drei verschiedene Gesetzesvorschl\u00e4ge eingereicht, \num rechtlich gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, dass gesch\u00e4digte Patienten eine \nEntsch\u00e4digung erhalten. Alle drei Gesetzesvorschl\u00e4ge wurden von der \nRegierung abgelehnt. Ungerecht ist dies vor allem aus dem Grund, dass \nPersonen zu Schaden kommen k\u00f6nnen, weil bei Entscheidungen \u00fcber die \nZulassung von Medikamenten und Impfstoffen eher ganze Bev\u00f6lkerungen als \nIndividuen in Betracht gezogen werden. Wenn ein Arzt beschlossen hat, \ndie Gesellschaft vor den Einzelnen zu stellen und ein Patient zum Wohle \nder Gesellschaft gelitten hat, so wird er dennoch um sein Recht k\u00e4mpfen \nm\u00fcssen und mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit scheitern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es steht nun einmal fest, dass medizinische Behandlungen manchmal \nfehlschlagen. Genau deshalb haben Patienten auch ein Anrecht auf \nEntsch\u00e4digung, wenn sie leiden mussten. Patienten besuchen einen Arzt, \ndamit es ihnen hinterher besser geht. Geht es ihnen dagegen schlechter, \nso haben sie allen Grund, sich zu beschweren. Jedes einzuf\u00fchrende \nEntsch\u00e4digungssystem muss der Mitwirkung von Anw\u00e4lten einen Riegel \nvorschieben, um eine gerechte L\u00f6sung darstellen zu k\u00f6nnen. Finanziert \nwerden k\u00f6nnte ein solches System leicht dadurch, dass man \u00c4rzten und \nPharmakonzernen eine besondere Steuer auferlegt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt \u00fcbrigens noch ein letztes Argument daf\u00fcr, ein angemessenes \nEntsch\u00e4digungssystem f\u00fcr alle Patienten einzuf\u00fchren. Zurzeit behaupten \nviele \u00c4rzte, dass sie ihre Patienten lieber zu h\u00e4ufig untersuchen \nund&nbsp;\u00bb\u00fcberbehandeln\u00ab, als eine Klage wegen unterlassenen Untersuchungen \nund mangelnder&nbsp;\u00bbtherapeutischer Sorgfalt\u00ab&nbsp;zu riskieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man die Mitwirkung von Anw\u00e4lten bei Rechtsstreitigkeiten wegen  entsprechender Entsch\u00e4digungen unterbinden k\u00f6nnte, f\u00e4nden \u00c4rzte  vielleicht den Mut, ihrem Beruf auf bewusstere und vern\u00fcnftigere Art und  Weise nachzugehen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Ausbildung muss verbessert werden<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die medizinische Ausbildung muss weltweit verbessert werden. \nTausenden von \u00c4rzten steht es heutzutage frei, von einem Land in das \nandere zu reisen und nahezu uneingeschr\u00e4nkt dort zu arbeiten, wo sie \ngerne praktizieren m\u00f6chten. Wenn Patienten hinreichend gesch\u00fctzt werden \nsollen, muss jedes Land das Ausbildungsniveau an seinen medizinischen \nFakult\u00e4ten kontrollieren. Zur Zeit deuten viele Zeichen darauf hin, dass\n sich an medizinischen Fakult\u00e4ten viele Verbesserungsans\u00e4tze anbieten &#8211; \ndiese reichen von den Zulassungskriterien f\u00fcr Studenten bis hin zu den \nUnterrichtsmethoden. Zu oft macht es den Anschein, als sei ein Teil des \nan diesen Fakult\u00e4ten t\u00e4tigen Personals mehr an seinen Praxen, der \neigenen esoterischen Forschungsarbeit und den stattlichen Finanzhilfen \nder Pharmakonzerne interessiert als daran, neue \u00c4rzte auszubilden. \nEinige scheinen nur deshalb an den Hunderten von medizinischen \nFakult\u00e4ten dieser Welt zu arbeiten, weil sie zu inkompetent sind, um \nsich auch&nbsp;\u00bbdrau\u00dfen\u00ab&nbsp;durchzusetzen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer medizinischen Fakult\u00e4t wurde neulich ein Drittel der \nLehrst\u00fchle ohne jede Stellenausschreibung besetzt &#8211; entscheidend f\u00fcr die\n Wahl der Kandidaten war einzig und allein ihr Leumund. An einer anderen\n Fakult\u00e4t war ein Computerprogramm f\u00fcr die Auswahl von Bewerbern f\u00fcr ein\n Vorstellungsgespr\u00e4ch absichtlich so manipuliert worden, dass Studenten,\n die einer ethnischen Minderheit angeh\u00f6rten, benachteiligt wurden. Es \nist kaum verwunderlich, dass die Art und Weise, in der \u00c4rzte ihre \nPatienten behandeln, oftmals deutlich von Vorurteilen gepr\u00e4gt ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Studenten einmal ausgew\u00e4hlt wurden, so wird ihnen in zu vielen \nF\u00e4llen das Wissen einfach blindlings eingeh\u00e4mmert. Entsprechend erwartet\n man von ihnen ein mechanisches&nbsp;\u00bbHerunterleiern\u00ab&nbsp;des Stoffes, statt \nihnen beizubringen, wie man wirklich lernt oder wie man Informationen \nhinterfragt. Dies muss zwangsl\u00e4ufig zu einer Trag\u00f6die f\u00fchren, da \ninnerhalb von ein paar Jahren nach Abschluss seiner Ausbildung das \nWissen eines neuen Arztes \u00fcberholt sein wird. Wie soll er aber in der \nLage sein, die Informationen zu analysieren, die er sammeln muss, um auf\n dem laufenden zu bleiben? Es ist nicht weiter verwunderlich, dass \u00c4rzte\n blind die Medikamente verschreiben, die ihnen von den Vertretern der \nPharmakonzerne empfohlen werden, und es versetzt einen ebenso wenig in \nErstaunen, dass kaum ein Arzt nach Studienabschluss jemals einen von \nunabh\u00e4ngiger Stelle organisierten Fortbildungskurs besucht.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten \u00c4rzte wissen nicht, wie sie neue Informationen bewerten \noder sie sich aneignen sollen, daher versuchen sie es auch erst gar \nnicht, sondern lassen sich von den Pharmakonzernen erz\u00e4hlen, was sie zu \ntun und zu lassen haben.&nbsp;\u00bbSkepsis\u00ab&nbsp;sollte f\u00fcr alle Medizinstudenten \nPflichtfach werden. Ein Zyniker k\u00f6nnte vielleicht argumentieren, dass \ndie Pharmakonzerne einen gro\u00dfen Einfluss auf die medizinischen \nFakult\u00e4ten haben (immerhin werden viele Abteilungen von Fakult\u00e4ten ganz \noder teilweise von Pharmakonzernen finanziert), und dass diese meist \nwenig \u00fcberzeugenden Ausbildungsmethoden bewusst geplant sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem ist es dringend notwendig, die medizinische Ausbildung  dahingehend neu zu organisieren, dass Studenten besser auf die Arbeit  als niedergelassene \u00c4rzte vorbereitet werden. Zur Zeit finden 90 % aller  Kontakte von Arzt und Patient au\u00dferhalb der Krankenh\u00e4user statt,  dennoch wird der gr\u00f6\u00dfte Teil des in das Gesundheitswesen investierten  Geldes in Krankenh\u00e4usern ausgegeben, wo man den Studenten oft einredet,  die Krankenhausmedizin sei der medizinischen Praxis niedergelassener  \u00c4rzte \u00fcberlegen. Dadurch wird auf ungesunde Art und Weise die Krankheit  als solche betont, statt den Menschen in den Vordergrund zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Nimbus des Arztes<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als die \u00c4rzte noch nicht auf starke Medikamente zur\u00fcckgreifen \nkonnten, verlie\u00dfen sie sich sehr auf den geheimnisvollen Nimbus, der sie\n als Arzt umgab. Das Mystische und die Zauberei, die man lange mit der \nAus\u00fcbung der Medizin in Verbindung brachte, waren ein wichtiger Teil des\n Heilverfahrens.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Arzt war ganz klar, dass die von ihm verschriebenen Pillen und \nTr\u00e4nke nur sehr wenig eigene Wirkungskraft besa\u00dfen. Er musste seine \nPatienten daher davon \u00fcberzeugen, dass er genau wusste, was er tat und \nfest daran glaubte, mit seinen Heilmethoden Erfolg zu haben. Der Arzt \nwusste, dass es vielen seiner Patienten tats\u00e4chlich besser gehen w\u00fcrde, \nwenn sie nur an eine Besserung ihres Zustandes glaubten &#8211; selbst wenn er\n ihnen ein einfaches, v\u00f6llig wirkungsloses Gebr\u00e4u verabreichte.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Verschreiben einer Medizin war ein wichtiges Ritual, denn auf \ndiese Weise konnte der Patient einen Teil des Arztes mit sich nehmen. \nDabei kam es darauf an, dem Patienten glauben zu machen, dass die Arznei\n ihm helfen w\u00fcrde. Der Medizinmann vergangener Zeiten hatte etwas \nFurchterregendes an sich, und mit den \u00c4rzten und Chirurgen des \nViktorianischen Zeitalters war es nicht anders. Alles, was sie sagten, \nnahmen ihre Patienten auf wie eine Offenbarung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute stehen den \u00c4rzten jedoch starke und potentiell t\u00f6dliche \nMedikamente und Behandlungsmethoden zur Verf\u00fcgung. Der mystische Nimbus \nvon fr\u00fcher ist nun gef\u00e4hrlich. Die modernen Medikamente k\u00f6nnen Leben \nretten, sie sind jedoch von so starker Wirkung, dass sie &#8211; wie es ja \ntats\u00e4chlich oft geschieht &#8211; auch erhebliche Probleme verursachen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Arzneimittel noch wenig wirksam und harmlos waren, spielte es \nkeine Rolle, wenn \u00c4rzte sie beliebig an alle Patienten verteilten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedoch auch heute, wo Medikamente eine so gro\u00dfe Wirkung haben, dass \nsie mit Bedacht und nur wenn unbedingt erforderlich eingenommen werden \nsollten, leben die alten Br\u00e4uche fort und werden von der Pharmaindustrie\n bewusst aufrechterhalten. Gemeinhin enden vier von f\u00fcnf Arztbesuchen \nmit der Aush\u00e4ndigung eines Rezeptes (obwohl viel weniger Patienten \nerwarten, ein Rezept ausgestellt zu bekommen und die meisten von ihnen \ndie Praxis wahrscheinlich lieber ohne verlassen h\u00e4tten).\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann davon ausgehen, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt sechs von\n zehn Menschen ein Medikament einnehmen. Kein Wunder, dass die Zahl der \niatrogenen (durch \u00e4rztliche Einwirkung entstandenen) Krankheiten \nexplosionsartig in die H\u00f6he geschnellt ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um all das zu \u00e4ndern, m\u00fcssen wir die \u00c4rzte&nbsp;\u00bbhumanisieren\u00ab&nbsp;&#8211; das  hei\u00dft, wir m\u00fcssen ihnen etwas von ihrer Macht und ihrer Autorit\u00e4t  nehmen. Sogar selbstbewusste und starke Charaktere, die sich  normalerweise vor keiner Auseinandersetzung scheuen, tun sich schwer  damit, \u00c4rzten zu widersprechen oder ihr Handeln anzuzweifeln. Das liegt  daran, dass sie immer dazu angehalten wurden, Mitglieder der \u00c4rzteschaft  als etwas Besonderes anzusehen. Man tritt \u00c4rzten eher mit Ehrfurcht als  mit Respekt gegen\u00fcber, und das ist eine furchtbar ungesunde Haltung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Autorit\u00e4tssymbole abschaffen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Interesse der Gesundheit sollten \u00c4rzte gezwungen werden, auf all \ndie Autorit\u00e4tssymbole zu verzichten, derer sie sich gegenw\u00e4rtig erfreuen\n &#8211; auf den wei\u00dfen Kittel, den dicken Schreibtisch vor ihrem Stuhl und \nvielleicht sogar auf den Doktortitel.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man sollte auch Krankenschwestern und andere Berufst\u00e4tige im \nGesundheitswesen dazu ermutigen, weniger unterw\u00fcrfig und statt dessen \nkritischer zu sein. Es ist verbl\u00fcffend, wie oft gut ausgebildete \nKrankenschwestern absurde und gef\u00e4hrliche Anweisungen von unerfahrenen, \nunwissenden \u00c4rzten akzeptieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuallererst m\u00fcssen wir jedoch die \u00c4rzte von der Pharmaindustrie \ntrennen. Wie ich schon vor fast zwanzig Jahren geschrieben habe, ist es \nnicht leicht nachvollziehbar, wie sich eine Gruppe von Personen, die all\n ihre Informationen und Anweisungen von einer bestimmten \nIndustriebranche erh\u00e4lt, als unabh\u00e4ngiger, eigener Berufsstand \nbezeichnen kann. Heute gibt die Mehrzahl der \u00c4rzte zu, dass sie nie \nWeiterbildungskurse besuchen. Die sp\u00e4rlichen Informationen, die sie \u00fcber\n neue Behandlungsmethoden erhalten, stammen also von den Konzernen, die \nneue Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr ihre Produkte suchen. Wir m\u00fcssen die \u00c4rzte \ndazu ermutigen, die von den gro\u00dfen Pharmakonzernen ins Feld gef\u00fchrten \nBehauptungen kritischer zu betrachten. Die Pharmaindustrie hat sich und \nihre F\u00e4higkeiten viel zu sehr verherrlicht, sie hat Erwartungen geweckt,\n die nur schwer erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, und sie hat die \u00c4rzte dazu \nangeregt, Risiken und Nutzen einer Behandlung nicht mehr gegeneinander \nabzuw\u00e4gen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den \u00c4rzten wurde eingetrichtert, zu verschreiben, zu verschreiben, \nund zu verschreiben. Sie m\u00fcssen lernen, es auch einmal ohne Medikamente \nzu versuchen oder sich auch an nicht-pharmakologische Alternativen \nheranzuwagen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Patienten brauchen neuen Mut, um selbst Verantwortung zu \n\u00fcbernehmen. Wir m\u00fcssen sie dazu anhalten, eine kritischere Haltung \n\u00c4rzten gegen\u00fcber einzunehmen, mehr Anspr\u00fcche zu stellen, mehr zu \nhinterfragen und selbstbewusster aufzutreten. Es ist erwiesen, dass \nselbstbewusstere Patienten l\u00e4nger leben &#8211; vielleicht liegt es einfach \ndaran, dass sie nicht so leicht von inkompetenter Hand umzubringen sind.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen die Patienten dazu bringen, wieder Eigenverantwortung f\u00fcr \nihre Gesundheit zu \u00fcbernehmen und zu lernen, \u00c4rzte als Techniker zu \nbetrachten: Man kann sich hilfesuchend an sie wenden, sollte ihnen \njedoch ebenso kritisch gegen\u00fcberstehen wie heute dem KFZ-Mechaniker.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Patienten muss bewusst werden, dass kein Medikament v\u00f6llig \nharmlos ist und dass sie die Risiken und Vorteile einer Behandlung gut \ngegeneinander abw\u00e4gen sollten, bevor sie dieser Behandlung zustimmen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dieser Artikel wurde von Dr. med. Vernon Colemans neuer Abhandlung <em>\u00bbWhy Doctors Do More Harm Than God\u00ab<\/em> (<em>\u00bbWarum \u00c4rzte mehr schaden als n\u00fctzen\u00ab<\/em>) entnommen, die von <em>European Medical Journal<\/em> ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Forschung, Information und Lehre, weitgehend von Pharma- oder Ger\u00e4te-Industrie finanziert, f\u00fcgt ein Berufsstand, dessen Funktion\u00e4re die Selbstachtung verloren haben, dem Volk unermesslichen Schaden zu. Von Dr. med. Vernon Coleman Wieder einmal analysiert der kritische Mediziner die trostlose Gegenwart des allt\u00e4glichen Medizingeschehens in Praxis, Klinik und Universit\u00e4t. 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