{"id":3815,"date":"2020-02-19T10:14:26","date_gmt":"2020-02-19T09:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=3815"},"modified":"2020-04-06T10:28:57","modified_gmt":"2020-04-06T08:28:57","slug":"das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/","title":{"rendered":"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Gesundheit gibt es nur als Zustand, in dem der Mensch vergisst, dass er gesund ist<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Artikel von Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus D\u00f6rner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann unendlich viel f\u00fcr seine Gesundheit tun. Das hat aber nicht \nviel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Ma\u00dfe man sich\n als gesund empfindet \u2013 und Letzteres z\u00e4hlt.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff \u201eGesundheit\u201c entzieht sich \u2013 wenn man einmal von der \nplatten Floskel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Zustand \nvollst\u00e4ndigen Wohlbefindens absieht \u2013 weitgehend einer Definition. Schon\n die Frage nach ihr kann sie beeintr\u00e4chtigen oder zerst\u00f6ren, wie dies \nf\u00fcr \u00e4hnlich sensible Gebilde wie Vertrauen, Liebe, Gnade, aber auch zum \nBeispiel f\u00fcr den Schlaf oder die S\u00e4ttigung gilt. Man kann unendlich viel\n f\u00fcr seine Gesundheit tun; das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts\n damit zu tun, ob und in welchem Ma\u00df man sich als gesund empfindet \u2013 und\n Letzteres z\u00e4hlt. So kann das Paradox zustande kommen: Je mehr ich f\u00fcr \nmeine Gesundheit tue, desto weniger gesund f\u00fchle ich mich. In diesem \nSinne ist Gesundheit eben nicht machbar, nicht herstellbar, stellt sich \nvielmehr selbst her. Gesundheit gibt es nur als Zustand, in dem der \nMensch vergisst, dass er gesund ist. Nach Hans-Georg Gadamer ist dies \nder Zustand \u201eselbstvergessenen &#8230; Weggegebenseins\u201c an den Anderen oder \n\u201edas Andere\u201c der privaten, beruflichen und gesellschaftlichen \nLebensvollz\u00fcge.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor diesem Hintergrund kommt man um die ebenso logische wie \nbedr\u00fcckende Feststellung nicht herum, dass wir seit etwa 200 Jahren mit \nzunehmender Wut kategorial falsch mit Gesundheit umgehen \u2013 mit \nkatastrophalen Folgen f\u00fcr die Entwicklung der Gesundheit als Mittel der \nVitalit\u00e4t. Denn seit wir uns mit der S\u00e4kularisierung, der Aufkl\u00e4rung und\n der Moderne vom metaphysischen Ballast aller Transzendenz befreien (von\n der Aristokratie und der Kirche bis zu Gott und der Natur), alles \nandere nur noch als Aneignungsobjekt wahrnehmen k\u00f6nnen, haben wir zwar \nallen Anlass, uns \u00fcber den grandiosen Zugewinn an Freiheit, \nVerf\u00fcgbarkeit und Reichtum dieser Eroberungsfeldz\u00fcge zu freuen, in denen\n der Mensch sich zunehmend an die Stelle der Natur, des Schicksals oder \nGottes stellt, gewinnen aber offenbar erst allm\u00e4hlich ein Gesp\u00fcr f\u00fcr die\n Nebenwirkungen dieses Fortschrittsprozesses, wozu wir so etwas wie eine\n \u201ezweite Aufkl\u00e4rung\u201c (Hubert Markl) br\u00e4uchten.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses gilt nicht zuletzt f\u00fcr die Gesundheit. Denn auch wenn der Sieg\n \u00fcber eine Krankheit oder ein Pr\u00e4ventionsprogramm objektiv und messbar \ndie Gesundheit f\u00f6rdert, kann dennoch eine Gesundheitsverschlechterung \ndabei herauskommen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>wenn eine hypochondrische \u00dcberaufmerksamkeit auf das Selbst das Ergebnis ist; <\/li><li>wenn\n wir Gesundheit f\u00fcr einen Stoff halten, den man nicht als Gabe zu \nempfangen hat, sondern sich aneignen und immer mehr davon haben wollen \nkann; <\/li><li>wenn wir denken, wir k\u00f6nnten Gesundheit rational planen, herstellen, machen; <\/li><li>wenn wir Gesundheit aus einem Mittel zum Leben zu einem Lebenszweck erheben und sie so missbrauchen; <\/li><li>wenn\n wir sie zum h\u00f6chsten gesellschaftlichen Wert verkl\u00e4ren, wodurch sie, \ndie eigentlich auf Verborgenheit angewiesen ist, vollends verhindert \nwird; <\/li><li>und wenn wir uns somit die leidensfreie \nGesundheitsgesellschaft zum Ziel setzen, in der jeder B\u00fcrger das \nGesundheitssystem mit der Erwartung verkn\u00fcpft, ihm gegen\u00fcber ein \neinklagbares Recht auf Gesundheit zu haben. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \nGesundheitsgesellschaft treibt der Gesellschaft mit der Gesundheit die \nVitalit\u00e4t aus \u2013 und so lange wird es im Vergleich mit anderen \nGesellschaften Wettbewerbsf\u00e4higkeit weder in Lebenslust noch in \nVerantwortungsbereitschaft, noch in wissenschaftlichen oder \nindustriellen Spitzenleistungen geben; und nur in Kombination dieser \ndrei Merkmale w\u00e4re eine Gesellschaft vital und in diesem Sinne auch \ngesund.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr diese These werden im Folgenden einige Belege beziehungsweise  Hinweise auf Einflussfaktoren genannt, die eine F\u00fclle bisher eher  vernachl\u00e4ssigter Forschungsthemen zumindest andeuten:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schmerztherapeutische Verfahren<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit zunehmender Wirksamkeit schmerztherapeutischer Verfahren wird die\n Zahl der Schmerzkranken nicht etwa kleiner, sondern gr\u00f6\u00dfer,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>weil\n gerade die Therapieerfolge die Erwartung und den Rechtsanspruch auf \nHerstellbarkeit von Schmerzfreiheit oder Leidensfreiheit ausl\u00f6sen, <\/li><li>weshalb\n Schmerzen schon bei immer geringerer Intensit\u00e4t als unertr\u00e4glich erlebt\n werden und nicht mehr als gesunde, normale Befindlichkeitsst\u00f6rung; <\/li><li>damit\n wird normale Schmerzempfindung immer weniger als positiv wichtiges \nSignal f\u00fcr Gefahren oder auch nur Widerst\u00e4nde im Rahmen einer gesunden \nund damit vitalen Lebensf\u00fchrung gewertet, sondern nach der ideologischen\n \u201eEthik des Heilens\u201c als Krankhaftes und damit von anderen chemisch oder\n psychisch Wegzumachendes aus dem eigenen Kompetenzbereich ausgegrenzt. <\/li><li>W\u00e4hrend\n bisher stets der eigene Umgang mit St\u00f6rung, Schmerz oder Leiden die \nQuelle jeglicher kreativer Leistung war, droht jetzt die Verwechslung \nder nur noch selbstbezogenen, unendlich steigerungsf\u00e4higen Gesundheit \nmit der unendlich steigerungsf\u00e4higen Schmerz- und Leidensfreiheit. <\/li><li>All\n dies wird noch in dem Ma\u00df verst\u00e4rkt, wie die Diagnostik und Therapie \ndes Schmerzes eigenst\u00e4ndig institutionalisiert werden und daraus \nEigeninteressen erwachsen. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Bereich des Krankhaften wird immer weiter aufgebl\u00e4ht<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf \u00e4hnliche Weise und mit vergleichbaren katastrophalen Folgen wird  der Bereich des Gesunden auch bei Befindlichkeitsst\u00f6rungen immer mehr  verkleinert und damit seiner motivierenden Stacheln beraubt. Der Bereich  des Krankhaften wird immer weiter aufgebl\u00e4ht. Daf\u00fcr nur wenige  Beispiele: Umgang mit Schlafst\u00f6rungen, Essst\u00f6rungen, Angst,  Aufmerksamkeitsst\u00f6rungen bei Kindern, aber auch unerw\u00fcnschte  Kinderlosigkeit oder Sch\u00f6nheitsm\u00e4ngel.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Antibiotikum schon bei leichter Grippe<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese gef\u00e4hrlichen, weil devitalisierenden Verschiebungen vom  Gesunden zum Kranken werden zudem durch etwas beg\u00fcnstigt, was man als  Top-down-Prinzip des Gesundheits- und Sozialsystems in Praxis und  Wissenschaft bezeichnen kann: Eine wissenschaftliche oder industrielle  Innovation bei der schweren Auspr\u00e4gung einer Erkrankung ist h\u00f6chst  segensreich; sie wird aber auch des gr\u00f6\u00dferen Marktes wegen bei  geringerer Intensit\u00e4t derselben Krankheit angewandt, obwohl dies  eigentlich nicht indiziert w\u00e4re (so zum Beispiel das Antibiotikum bei  leichter Grippe). Wenn sie die Wahl haben, beginnen \u00c4rzte gern ihre  Interventionen der gr\u00f6\u00dferen und schnelleren Erfolgswahrscheinlichkeit  wegen bei \u201eleichteren F\u00e4llen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Gruppe der noch nicht Kranken<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahl der an einem Patienten vorgenommenen Untersuchungen  entscheidet \u00fcber die Wahrscheinlichkeit, ob er zum Schluss eine Diagnose  haben wird, also ob er zu den Gesunden oder zu den Kranken zu rechnen  ist. In diesem Bereich er\u00f6ffnen die fahrl\u00e4ssigerweise immer noch nicht  gesetzlich geregelten, pr\u00e4diktiven Gentests eine neue Dimension: Sie  bescheren uns eine neue Bev\u00f6lkerungsgruppe, n\u00e4mlich die der \u201enoch nicht  Kranken\u201c, die das selbstvergessene Weggegebensein vitaler Gesundheit  kaum noch leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die unsichtbaren Behinderten und die Angst vor Behinderung<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits dem 19. Jahrhundert verdankt eine andere, freilich ebenfalls  heute noch wirksame Strategie der Leidensvermeidung ihre Entstehung: Um  n\u00e4mlich die Familien der damals erstmals wichtig werdenden  Vollbesch\u00e4ftigung zuf\u00fchren zu k\u00f6nnen, mussten sie von der Sorge f\u00fcr ihre  Pflegebed\u00fcrftigen und Behinderten befreit werden. So entstanden  fl\u00e4chendeckende Netze sozialer Institutionen f\u00fcr geistig Behinderte,  K\u00f6rperbehinderte, psychisch Kranke. So unsichtbar gemacht, geh\u00f6rten die  Behinderten und die Verantwortung f\u00fcr sie nicht mehr zur als gesund  empfundenen, normalen Lebenswelt. Stattdessen konnte sich \u2013 mangels  Erfahrung \u2013 die Angst vor dem Behinderten erst richtig entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Alten und die Altersverwirrten<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich steht es mit den Alten und Altersverwirrten. Zwar haben diese\n sich dank des medizinischen Fortschritts erst im Laufe des 20. \nJahrhunderts zu einer nennenswerten Bev\u00f6lkerungsgruppe vervielfacht, \nmanche sagen epidemisch inflationiert. Der Pflegebedarf hat sich im \nLaufe dieses Jahrhunderts verhundertfacht. Noch wichtiger d\u00fcrfte aber \nsein, dass man um 1900 noch aus dem Krankenhaus zum Sterben nach Hause \nging, wohingegen man heute in der Regel im Krankenhaus oder im Heim \nstirbt. Da man zudem heute nicht mehr in jedem Lebensalter gleich \nwahrscheinlich, sondern fast nur noch im Alter stirbt, gilt auch hier:\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sterben und Tod sind institutionell unsichtbar geworden, geh\u00f6ren  nicht mehr zur als normal und gesund erlebten Lebenswelt. Dadurch konnte  mangels sinnlich anschaulicher Erfahrung die Angst vor dem Sterben und  dem Tod inflation\u00e4r und irreal zunehmen \u2013 mit allen fatalen Folgen f\u00fcr  die Vitalit\u00e4t, wie etwa der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe oder die  mangelhafte F\u00e4higkeit der B\u00fcrger, ihr Leben von ihrem Tod her zu  begreifen und den jeweiligen Augenblick als kostbar kreativ zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Chronische Krankheiten<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die devitalisierenden Nebenwirkungen des medizinischen Fortschritts  bei der therapeutischen Beherrschbarkeit vieler Akuterkrankungen  bestehen darin, dass viele von denen, die fr\u00fcher daran gestorben w\u00e4ren,  heute weiterleben, jedoch in der mengenm\u00e4\u00dfig neuen menschlichen  Daseinsform des chronisch Krankseins: heute schon 40 Prozent der  \u00e4rztlichen Klientel, die 75 Prozent der Kosten ausmachen \u2013 Tendenz  steigend, sodass chronisch Kranke bald den \u00e4rztlichen Normalfall  darstellen werden. Aber die Medizin st\u00fclpt immer noch zu sehr ihr  gewohntes Akutkranken-Schema den chronisch Kranken in Behandlung, Lehre  und Forschung \u00fcber, wie zuletzt mit den zus\u00e4tzlich stigmatisierenden  Disease-Management-Programmen (DMP) noch einmal unter Beweis gestellt.  Die Etablierung einer eigenst\u00e4ndigen Chronisch-Kranken-Medizin d\u00fcrfte  eine der wichtigsten Forderungen f\u00fcr ein zukunftsf\u00e4higes  Gesundheitswesen sein. Hier geht es nicht so sehr um die Bek\u00e4mpfung von  Krankheiten, sondern um die biografische Begleitung von beeintr\u00e4chtigten  Menschen, weshalb \u00c4rzte auch weniger ein Disease-Management-Programm  brauchen, sondern vielmehr bezahlte Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wenn Gesundheit zur Dienstleistung und damit zur Ware wird<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All die beschriebenen Trends, die subjektiv Gesundheit f\u00f6rdern \nwollen, in Wirklichkeit aber der Gesellschaft die Vitalit\u00e4t austreiben, \nwirken sich zus\u00e4tzlich umso destruktiver aus, je mehr sie der \nVermarktung und dem Wettbewerb \u00fcberlassen werden. Diese Prinzipien sind \nin der \u00fcbrigen Wirtschaft segensreich, im Sozialbereich und damit im \nGesundheitswesen jedoch (vielleicht von Teilbereichen abgesehen) \nt\u00f6dlich.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wenn Gesundheit zur Dienstleistung und damit zur Ware wird, <\/li><li>wenn jede medizinische Einrichtung zu Gewinnmaximierung durch Leistungsexpansion verurteilt ist,<\/li><li>wenn Wettbewerb zwar kurzfristig Kosten senken kann, was jedoch durch Mengenausweitung mehr als kompensiert wird <\/li><li>dann muss man sich nicht wundern,<\/li><li>dass schlie\u00dflich k\u00fcnstlich Bed\u00fcrfnisse erfunden werden, die man als Wunscherf\u00fcllung f\u00fcr den Kunden zu befriedigen verspricht, <\/li><li>dass auch sachlich nicht notwendige Spezialisierungen entstehen, <\/li><li>dass noch unreife Produkte und Verfahren auf den Markt geworfen werden und <\/li><li>dass\n die Tendenz vorhanden ist, gute Kunden lebenslang zu halten und zu \n\u201emelken\u201c, schlechte Kunden aber an die Konkurrenz weiterzureichen. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig  wird verzweifelt versucht, die der unsichtbaren Hand des Marktes  verdankte Kostenexplosion durch exzessive b\u00fcrokratische Fremdkontrollen  einzud\u00e4mmen, zum Beispiel durch Qualit\u00e4tsmanagement, Leitlinien,  Fallpauschalen, DMP. Auf diese Zw\u00e4nge versuchen \u00c4rzte etwa durch  defensivmedizinische Absicherung oder durch Verschiebung ihrer  Verantwortung auf den Patienten unter Berufung auf sein  Selbstbestimmungsrecht und seine Kundenw\u00fcnsche zu reagieren. Wenn der  aktuelle \u00c4rztemangel strukturell insofern neu ist, als sich die  Medizinstudenten nach dem Examen beruflich anderweitig orientieren, mag  das auch mit Arbeitszeit und Geld zusammenh\u00e4ngen; entscheidender ist  jedoch die Doppelzange aus Markt und B\u00fcrokratie, die die Lust und die  Verantwortlichkeit der \u00e4rztlichen T\u00e4tigkeit abw\u00fcrgt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der &#8222;Markt&#8220; ist kostentreibend<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kostentreibende \u00dcbermacht des Marktes selbst \u00fcber den Gesetzgeber\n macht das alle einschl\u00e4gigen Gesetze dominierende Prinzip \u201eambulant vor\n station\u00e4r\u201c zur Lachnummer; denn w\u00e4hrend ambulante Hilfsangebote mit \nNachteilen bestraft werden, locken die gr\u00f6\u00dferen Profite und \nWettbewerbsvorteile im station\u00e4r-institutionellen Bereich, der sich \nzus\u00e4tzlich rechtfertigt durch die ausgrenzende Entlastung der \nGesellschaft von allem Negativen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Krankenhaus: Auch noch die j\u00fcngsten \nSpezialisierungen (Psychosomatik, Geriatrie) sind \u00fcberwiegend in Form \nstation\u00e4rer Systeme erfolgt, obwohl ambulante Liaison- und \nKonsiliardienste f\u00fcr alle Beteiligten ges\u00fcnder w\u00e4ren. <\/li><li>Heime: \nObwohl es f\u00fcr alle Heimaufnahme-Indikationen erprobte ambulante \nAlternativen gibt, sind jetzt schon mit steigender Tendenz mehr als eine\n Million Bundesb\u00fcrger Heimbewohner, den Gesetzen der Massenhaltung \nunterworfen. Mehr als 95 Prozent der Sozialhilfeleistungen flie\u00dfen in \nden station\u00e4ren Bereich. <\/li><li>Rehabilitation: Deutschland hat etwa \nso viele Betten in psychosomatischen Rehabilitations- und Kurkliniken \nwie der Rest der Welt, der unser Jammern \u00fcber Geldknappheit nicht \nversteht, solange wir uns diesen \u2013 von Bismarck zur sozialen Befriedung \ngef\u00f6rderten \u2013 Zauberberg-Sumpfbl\u00fcten-Zopf noch leisten. Dieser \ngarantiert mehr Schaden als Nutzen, statt die Rehabilitation konsequent \ndorthin zu \u201eambulantisieren\u201c, wo die Menschen leben. Aber wo die \nunsichtbare Hand des Marktes regiert, darf niemand so recht steuern, \nma\u00dft sich daher auch niemand die Autorit\u00e4t der Verantwortung an, egal \nwie katastrophal das Ergebnis f\u00fcr die Gesundheit ist.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gesetzliche Betreuung: Davon leben einige Berufsgruppen<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Rechtsanw\u00e4lte, Psychologen, P\u00e4dagogen und Sozialarbeiter von der  gesetzlichen Betreuung (vormals Vormundschaft) leben k\u00f6nnen, hat sich  in wenigen Jahren die Zahl der Betreuten auf etwa eine Million mehr als  verdoppelt. Der neue und dynamische Berufsverband will nat\u00fcrlich weiter  expandieren, h\u00e4lt daher sechs Millionen Bundesb\u00fcrger f\u00fcr  betreuungsbed\u00fcrftig. Deshalb kann es nicht verwundern, dass man von der  vornehmsten gesetzlichen Aufgabe der Betreuer, n\u00e4mlich Betreuungen  \u00fcberfl\u00fcssig zu machen, fast nichts sp\u00fcrt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wettbewerb zwingt zur Erschlie\u00dfung neuer M\u00e4rkte. Das Ziel muss \ndie Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich\n m\u00f6glichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch als auch psychisch \nf\u00fcr von Experten therapeutisch, rehabilitativ und pr\u00e4ventiv \nmanipulierungsbed\u00fcrftig halten, um \u201egesund leben\u201c zu k\u00f6nnen. Das gelingt\n im Bereich der k\u00f6rperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich \nder psychischen St\u00f6rungen aber noch besser, zumal es keinen Mangel an \nTheorien gibt, nach denen fast alle Menschen nicht gesund sind. \nFragw\u00fcrdig ist die analoge \u00dcbertragung des Krankheitsbegriffs vom \nK\u00f6rperlichen auf das Psychische.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das Sinnesorgan Angst, zust\u00e4ndig f\u00fcr \ndie Signalisierung noch unklarer Bedrohungen, ist zwar unangenehm, \njedoch vital notwendig und daher kerngesund; nur am falschen Umgang mit \nAngst (zum Beispiel Abwehr, Verdr\u00e4ngung) kann man erkranken. In den \n70er- und 80er-Jahren jedoch hat man die Angst als Marktnische erkannt \nund etliche neue, selbstst\u00e4ndige Krankheitseinheiten konstruiert \u2013 mit \nvielen wunderbaren Heilungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die daf\u00fcr dankbaren \nPatienten. <\/li><li>Seit den 90er-Jahren ist die Depression weltweit \nals unzureichend vermarktet erkannt. Eine Art Rasterfahndung nach \nunentdeckten Depressiven, wovon immer einige Menschen real profitieren, \ndie meisten jedoch durch zus\u00e4tzliche Etikettierung in ihrer Vitalit\u00e4t \nSchaden nehmen, hat zum Beispiel in den USA dazu gef\u00fchrt, dass sich von \n1987 bis 1997 die Zahl der wegen Depression Behandelten von 1,7 auf 6,3 \nMillionen fast vervierfacht hat; entscheidend daf\u00fcr war die suggestive \nAufkl\u00e4rungskampagne und aggressive Werbung f\u00fcr Antidepressiva. <\/li><li>Inzwischen\n hat die Psychotrauma-Therapie den imperialistischen Anspruch, m\u00f6glichst\n alle Krisen durch Traumatisierung (fr\u00fcheres Gewalterlebnis, Missbrauch,\n Misshandlung) zu erkl\u00e4ren und zu therapieren. Auch hiervon k\u00f6nnen \nwenige profitieren, w\u00e4hrend die Allgemeinheit durch potenziell \nlebensl\u00e4ngliche punktuelle Aufmerksamkeitsfixierung gesch\u00e4digt wird; \nselbstvergessenes Weggegebensein ist jetzt sehr erschwert. Bei jeder \nKatastrophe sind heute Opfer wie Helfer den \u00f6ffentlichkeitswirksamen \noder verstehensw\u00fctigen Psychoattacken fast zwangsweise, weil wehrlos \nausgesetzt. Nach dem Erfurter Amoklauf blieb einer Sch\u00fclerin die \n\u00c4u\u00dferung vorbehalten, das Schrecklichste seien eigentlich die \nPsychologen gewesen, die das Alleinsein mit sich selbst und\/oder mit \nFreunden\/Angeh\u00f6rigen mit den raffiniertesten Tricks zu verhindern \nversucht h\u00e4tten. Dies \u00f6ffentlich zu sagen bedeutet heute Mut, \nZivilcourage. <\/li><li>Ein Selbstversuch, den jeder wiederholen kann: \nIch habe zwei Jahre lang aus zwei \u00fcberregionalen Zeitungen alle Berichte\n \u00fcber Forschungen zur H\u00e4ufigkeit psychischer St\u00f6rungen (zum Beispiel \nAngst, Depression, Essst\u00f6rung, S\u00fcchte, Schlaflosigkeit, Traumata) \ngesammelt: Die Addition der Zahlen ergab, dass jeder Bundesb\u00fcrger \nmehrfach behandlungsbed\u00fcrftig ist. Die meist von bekannten Professoren \nstammenden Berichte versuchten in der Regel, dem Leser zun\u00e4chst ein \nErschrecken \u00fcber den hohen Prozentsatz der jeweiligen Einzelst\u00f6rungen zu\n suggerieren, um ihn dann wieder zu entlasten, weil es heute dagegen die\n zauberhaftesten Heilmethoden g\u00e4be, fast immer in der Kombination von \nPsychopharmaka und Psychotherapie; denn hier verspricht die Kooperation \nder Konkurrenten den gr\u00f6\u00dften Gewinn.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der k\u00fcnftig expansivste Markt d\u00fcrfte der der Pr\u00e4vention sein<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der k\u00fcnftig expansivste Markt d\u00fcrfte der der Pr\u00e4vention sein \u2013 von  den Experten der gesunden Ern\u00e4hrung \u00fcber das Jogging bis zu den Fitness-  und Wellness-Zentren, Agenturen, die das Leben der Menschen mit  wechselnden Schwerpunkten begleiten und mit deren Hilfe sie ihre  Gesundheit infinitesimal optimieren, in \u201eGesundheits-Bewusste\u201c umerzogen  werden sollen. Das Leben wird prozessualisiert als Vitalisierung ohne  Ende, wobei nur eins zu vermeiden ist: dass ein Mensch sich zu einem  bestimmten Zeitpunkt wirklich f\u00fcr vital h\u00e4lt. Dabei ist auch dieses  Angebot, wieder von segensreichen Ausnahmen abgesehen, bestenfalls  folgenlos, da von au\u00dfen kommende Mittel ohne Sozialisierungsarbeit, also  ohne die anstrengende integrierende \u00dcbersetzung in die biografische  Alltags-Lebenswelt, dem Leben \u00e4u\u00dferlich bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Gesundheitssystem ist eher wie eine Vitalit\u00e4tsvernichtungsmaschine<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Beispiele f\u00fchren zu der Annahme, dass das Gesundheitssystem  insgesamt eher wie eine Vitalit\u00e4tsvernichtungsmaschine wirkt \u2013 und dies  marktbedingt mit expansiver Tendenz, sind doch heute schon 4,2 Millionen  Menschen im Gesundheitssystem besch\u00e4ftigt und damit, ohne es zu wollen,  an der Steigerung dieser Wirkung interessiert. Es d\u00fcrfte sich zumindest  lohnen, die Stimmigkeit der vorstehenden zw\u00f6lf Belegkomplexe und  insbesondere ihrer Wechselbeziehungen durch Forschungsprojekte zu  \u00fcberpr\u00fcfen, auch wenn ihnen jetzt schon viele wissenschaftliche  Expertisen zugrunde liegen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Abschlie\u00dfend wenigstens eine Schlussfolgerung: <\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Weg zu einer vitalen Gesellschaft m\u00fcsste \u201egesund leben\u201c heute\n nicht mehr nur \u2013 wie fr\u00fcher \u2013 die einseitige Entlastung von Lasten \nbedeuten, sondern vielmehr die st\u00e4ndige Ausbalancierung des \nmenschengem\u00e4\u00dfen Gleichgewichts zwischen Entlastung und Belastung im \nSinne des Spannungszustandes zwischen Selbstgenuss und selbstvergessenem\n Weggegebensein an Anderes. Entlastung ist eben nicht zu maximieren, \nsondern nun zu optimieren \u2013 physisch wie sozial-moralisch. Das hei\u00dft \nkonkret, dass wir uns k\u00fcnftig zwar weiterhin \u00fcber Schritte der \nEntlastung freuen d\u00fcrfen, aber auch f\u00fcr Schritte der Wiederbelastung zu \nsorgen haben. Es scheint so, als st\u00fcnden die Medizin und das \nGesundheitswesen nunmehr vor dem Paradigmenwechsel, der in der Physik \nvor 100 Jahren erfolgte, als man zu der Erkenntnis kam, dass Newtons \nPhysik zwar nicht falsch sei, jedoch nur unter vereinfachten \nSonderbedingungen gelte, wohingegen in der Sichtweise der Quantenphysik \nsich die Wirklichkeit als wesentlich umfangreicher, mehrdimensionaler \nund komplexer darstellt. Oder um es in einem Bild auszudr\u00fccken: Damit \nein Schiff oder ein Fesselballon optimal freie Fahrt machen kann, muss \nauch der Ballast stimmen; gerade im Interesse der Befreiung von der \nNatur ist die Verankerung in der Natur von Bedeutung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der durch Entlastungshilfen der Medizin, der Technik und \nIndustrie eingeschr\u00e4nkte k\u00f6rperliche Bewegungsraum zur Muskelatrophie \nmit den Folgesch\u00e4den der Zivilisationskrankheiten (vom Diabetes bis zu \nden Herz-Kreislauf-Erkrankungen) f\u00fchrt, muss man die Grenzen, innerhalb \nderer man sich von der Last k\u00f6rperlicher T\u00e4tigkeit nicht entlasten \nl\u00e4sst, verteidigen oder wieder hinausschieben. Allm\u00e4hlich scheint das \nProblembewusstsein daf\u00fcr wieder zu wachsen: An einem Bahnhof kann man \nzum Beispiel beobachten, wie fast alle Menschen mit nur noch fahrbaren \nK\u00f6fferchen die Rolltreppe hinaufstehen, aber zehn Prozent benutzen die \nnormale Treppe. Fragt man diese nach ihrem Motiv, so lautet die \nh\u00e4ufigste Antwort: \u201eIch bin doch nicht bl\u00f6d, ich lasse mich doch nicht \nnoch von meinen letzten Selbstbewegungsm\u00f6glichkeiten enteignen.\u201c\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verteidigung oder Hinausschiebung der Grenzen der eigenen \nVerf\u00fcgbarkeit und damit der Freiheit gegen\u00fcber helfend-entlastenden \nZugriffen betrifft aber auch einen Grundbestand von Schmerzen und Leiden\n (als Voraussetzung personaler Reifung) sowie der Angst und anderer \nGemeinsinne. \u00dcberhaupt hat jeder sich sein Recht auf Krisen, \nGrenzsituationen und andere Lasten wie Behinderung, Krankheit, Altern, \nSterben und Tod als ihm zugeh\u00f6rig zu sichern, soll das Leben wirklich \nerfahren, soll Gesundheit Vitalit\u00e4t sein und sollen Widrigkeiten \nbiografisch genutzt werden. Das gilt auch f\u00fcr Katastrophenopfer. Hier \nmeint Bert Hellinger mit Recht: \u201eWer ein wirklich schweres Schicksal \nhat, ist in der Regel stark genug, es zu tragen.\u201c Therapeuten, die \nohnehin nur die zweitbeste Ersatzl\u00f6sung bieten k\u00f6nnen, haben sich auf \ndie Ausnahmen von der Regel zu beschr\u00e4nken.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dtsch Arztebl 2002; 99: A 2462\u20132466 [Heft 38]<\/strong> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheit gibt es nur als Zustand, in dem der Mensch vergisst, dass er gesund ist Ein Artikel von Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus D\u00f6rner Man kann unendlich viel f\u00fcr seine Gesundheit tun. Das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Ma\u00dfe man sich als gesund empfindet [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":3813,"menu_order":4,"template":"","class_list":["post-3815","vitalstoff_journal","type-vitalstoff_journal","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle - Vitalstoff-Journal<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Wir geben die Verantwortung f\u00fcr unsere Gesundheit zunehmend an den Medizinbetrieb und die Pharmaindustrie ab. Es ist an Zeit, offen und laut \u00fcber Alternativen zu sprechen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle - Vitalstoff-Journal\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wir geben die Verantwortung f\u00fcr unsere Gesundheit zunehmend an den Medizinbetrieb und die Pharmaindustrie ab. Es ist an Zeit, offen und laut \u00fcber Alternativen zu sprechen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Vitalstoff-Journal\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2020-04-06T08:28:57+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"16\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/medizinbetrieb\\\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/medizinbetrieb\\\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\\\/\",\"name\":\"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle - Vitalstoff-Journal\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2020-02-19T09:14:26+00:00\",\"dateModified\":\"2020-04-06T08:28:57+00:00\",\"description\":\"Wir geben die Verantwortung f\u00fcr unsere Gesundheit zunehmend an den Medizinbetrieb und die Pharmaindustrie ab. Es ist an Zeit, offen und laut \u00fcber Alternativen zu sprechen.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/medizinbetrieb\\\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/medizinbetrieb\\\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/medizinbetrieb\\\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Fakten\\\/Widerreden\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Medizinbetrieb\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/fakten-widerreden\\\/medizinbetrieb\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/\",\"name\":\"Vitalstoff-Journal\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.naturepower.de\\\/vitalstoff-journal\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle - Vitalstoff-Journal","description":"Wir geben die Verantwortung f\u00fcr unsere Gesundheit zunehmend an den Medizinbetrieb und die Pharmaindustrie ab. Es ist an Zeit, offen und laut \u00fcber Alternativen zu sprechen.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle - Vitalstoff-Journal","og_description":"Wir geben die Verantwortung f\u00fcr unsere Gesundheit zunehmend an den Medizinbetrieb und die Pharmaindustrie ab. Es ist an Zeit, offen und laut \u00fcber Alternativen zu sprechen.","og_url":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/","og_site_name":"Vitalstoff-Journal","article_modified_time":"2020-04-06T08:28:57+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"16\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/","url":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/","name":"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle - Vitalstoff-Journal","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/#website"},"datePublished":"2020-02-19T09:14:26+00:00","dateModified":"2020-04-06T08:28:57+00:00","description":"Wir geben die Verantwortung f\u00fcr unsere Gesundheit zunehmend an den Medizinbetrieb und die Pharmaindustrie ab. Es ist an Zeit, offen und laut \u00fcber Alternativen zu sprechen.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/das-gesundheitssystem-in-der-fortschrittsfalle\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Fakten\/Widerreden","item":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Medizinbetrieb","item":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/medizinbetrieb\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Das Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/#website","url":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/","name":"Vitalstoff-Journal","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/types\/vitalstoff_journal"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3815\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3816,"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3815\/revisions\/3816"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/vitalstoff_journal\/3813"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}