{"id":3740,"date":"2020-02-18T15:22:01","date_gmt":"2020-02-18T14:22:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/?post_type=vitalstoff_journal&#038;p=3740"},"modified":"2020-09-23T08:56:24","modified_gmt":"2020-09-23T06:56:24","slug":"palmitoylethanolamid-pea","status":"publish","type":"vitalstoff_journal","link":"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/naehrstoffe-von-a-z\/glossar-p\/palmitoylethanolamid-pea\/","title":{"rendered":"Palmitoylethanolamid (PEA)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine neue Therapie bei chronischen Schmerzen<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.naturepower.de\/vitalstoff-journal\/fakten-widerreden\/gifte-und-parasiten-im-koerper\/gift-im-mund-risiken-und-nebenwirkungen-von-zahnmaterialien\/\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chronischen Schmerz zu behandeln ist immer noch ein Problem. Viele \nPatienten erfahren nicht die gew\u00fcnschten Effekte mit den bekannten \nSchmerzmitteln und zudem erschweren die Nebenwirkungen den Gebrauch. Die\n Medizin ist darum seit Jahren st\u00e4ndig auf der Suche nach einer L\u00f6sung \nzur Behandlung von neuropathischen und chronischen Schmerzen ohne \nNebenwirkungen. 2008 gab es einen Durchbruch auf dem Gebiet der \nSchmerzbek\u00e4mpfung: In Italien wurde mit Palmitoylethanolamid (PEA) ein \nneuer Wirkstoff zugelassen, der auch im menschlichen K\u00f6rper \nselbsthergestellt wird und seit kurzem als Nahrungserg\u00e4nzung erh\u00e4ltlich \nist.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Palmitoylethanolamid (PEA) ist frei verf\u00fcgbar als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA wurde in mehr als 300 wissenschaftlichen Publikationen beschrieben.<br> \u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA wurde erstmals beschrieben im Jahre 1957.<br> \u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA wurde weltweit von mehr als einer Million Menschen eingenommen.<br> \u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA kann problemlos in Kombination mit anderen Arzneimitteln verwendet werden.<br> \u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA ist eine nat\u00fcrliche und k\u00f6rpereigene Substanz.<br> \u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA wird in unserem K\u00f6rper produziert und stellt das Gleichgewicht wieder her.<br> \u2022&nbsp;&nbsp; &nbsp;PEA kommt in Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern, Sojabohnen und Erdn\u00fcssen vor.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hat eine stark schmerzlindernde Wirkung bei verschiedenen schweren\n Schmerzsyndromen, von Herniaschmerzen (Bauchdeckendurchbruch) bis hin \nzu Fu\u00dfschmerzen bei Diabetes. PEA aktiviert das eigene Immunsystem gegen\n den Schmerz, was au\u00dfergew\u00f6hnlich ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es folgt eine kurze Darstellung \u00fcber diesen ungew\u00f6hnlichen Wirkstoff.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist PEA und wie wirkt es im K\u00f6rper?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon vor mehr als einem halben Jahrhundert hat man festgestellt, \ndass ein Extrakt aus Eigelb eine entz\u00fcndungshemmende Wirkung hat. Einige\n Jahre sp\u00e4ter stellte man fest, dass diese Eigenschaft auf die Substanz \nPalmitoylethanolamid (abgek\u00fcrzt PEA genannt) zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Im Jahr\n 1957 wurde die Struktur dieser Verbindung herausgefunden und es wurde \nentdeckt, dass die Substanz auch in weiteren Nahrungsmitteln vorkommt: \nPEA findet man in zumeist kleinen Mengen vor allem in Eiern, Erdn\u00fcssen, \nSoja, Fleisch, Fisch und Innereien wie Leber, Herz und Nieren.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palmitoylethanolamid (N-(2-Hydroxyethyl)-Hexadecanamid oder \nPalmidrol, abgek\u00fcrzt PEA) ist ein Fetts\u00e4ureamid, das nat\u00fcrlicherweise im\n K\u00f6rper von Mensch, vielen Wirbeltieren und Wirbellosen, aber auch in \nPflanzen vorkommt. Die Kohlenstoffatome im PEA-Molek\u00fcl sind in einer \neinfachen linearen Kette angeordnet, ein Hinweis darauf, dass PEA \nfettl\u00f6slich ist.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere K\u00f6rperzellen bilden PEA als Antwort auf einen sch\u00e4dlichen \nReiz. Dieser sch\u00e4dliche Reiz kann viele Ursachen haben: Gewebe- oder \nZellsch\u00e4digungen durch Sauerstoffmangel (Isch\u00e4mie), durch von au\u00dfen \nkommende sch\u00e4dliche Stoffe oder durch Traumata (Gewebsverletzungen z.&nbsp;B.\n bei einem Unfall). Sogar Pflanzenzellen bilden in Trockenperioden \nzus\u00e4tzlich PEA, um sich vor Trockensch\u00e4den zu sch\u00fctzen. In all diesen \nF\u00e4llen spielt PEA die Rolle eines sch\u00fctzenden und reparierenden \nMolek\u00fcls, das das Selbstheilungsverm\u00f6gen des K\u00f6rpers deutlich \nunterst\u00fctzt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der vermutlich wichtigste Wirkungsmechanismus von PEA in der Zelle \nbesteht in der Einschaltung eines sogenannten Kernrezeptors \n(PPAR-Rezeptor), einem Gen im Zellkern, das f\u00fcr die Regelung von \nEntz\u00fcndungen verantwortlich ist. PEA durchquert dabei wie ein \nSteroidhormon die Zellmembran, und bindet sich in der Zelle an ein \nl\u00f6sliches Protein. Anschlie\u00dfend gelangt der PEA-Proteinkomplex in den \nZellkern und initiiert die DNA-Transkription \u00fcber den Kernrezeptor PPAR.\n Bei dieser genomischen Wirkung kommt es zu einer zeitlichen \nVerz\u00f6gerung, weil die von der DNA abgerufene Information erst nach der \nNeubildung von Proteinen und durch Aktivierung anderer Gene wirksam \nwird. Bei einem \u00dcberma\u00df an Entz\u00fcndungsprozessen wirkt PEA \u00fcber den \nbeschriebenen Mechanismus. Das hat zur Folge, dass sch\u00e4dliche \nKonzentrationen von Entz\u00fcndungsmolek\u00fclen, wie etwa TNF-alpha und \nInterleukine, verringert werden oder diesen entgegengesteuert wird. Es \ngibt jedoch auch nicht genomische, schnellere Effekte von PEA \u00fcber \nMembran lokalisierte Rezeptoren wie TRPV1, Natriumkan\u00e4le und \nGRP-Rezeptoren. Auch diese unterst\u00fctzen jeweils die nat\u00fcrliche Gesundung\n in den Zellen und im Gewebe.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Palmitoylethanolamid hat im K\u00f6rper drei Hauptfunktionen:<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Zellschutz<\/li><li>Entz\u00fcndungshemmung<\/li><li>Schmerzstillung. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palmitoylethanolamid\n ist in vielen K\u00f6rperzellen und Geweben vorhanden. Es ist essentiell f\u00fcr\n den Schutz von Zellen und Geweben vor sch\u00e4dlichen Reizen, die durch \nSauerstoffmangel, mechanische Sch\u00e4digung oder eine inflammatorische \nSch\u00e4digung (darunter chronische Low-grade-Entz\u00fcndungen) entstehen \nk\u00f6nnen.Dar\u00fcber hinaus ist Palmitoylethanolamid eine \nentz\u00fcndungshemmende Verbindung, die ihre Wirksamkeit unter anderem bei \nGrippe und Erk\u00e4ltung bewiesen hat. Schlie\u00dflich ist Palmitoylethanolamid \nein besonders guter Schmerzstiller, besonders bei chronischen \nSchmerzbeschwerden. Zus\u00e4tzlich zur schmerzstillenden Wirkung wurde \nk\u00fcrzlich bewiesen, dass Palmitoylethanolamid prinzipiell auch \nAngstgef\u00fchle und depressive Stimmungen abmildern kann und zudem in \nTiermodellen antiepileptisch wirksam ist. Unl\u00e4ngst stellte sich heraus, \ndass Palmitoylethanolamid auch die F\u00e4higkeit immunologisch aktiver \nZellen verst\u00e4rkt, Bakterien zu zerst\u00f6ren.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann kann PEA eingesetzt werden?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da es sich bei PEA um eine nat\u00fcrliche, das Gleichgewicht herstellende\n Substanz bei chronischen Entz\u00fcndungen und chronischen Schmerzen \nhandelt, ist es bei einer Vielzahl an Erkrankungen einsetzbar, zum \nBeispiel bei allen Formen der \u201eLow Grade Inflammation\u201c, also \nFibromyalgie, Arthrose, chronischen Entz\u00fcndungen (wie \nBeckenschmerzsyndrom, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), rheumatischen \nErkrankungen, allen chronischen Schmerzsyndromen wie \nLeistenbruchschmerzen, diabetischen neuropatischen Schmerzen, Morbus \nSudeck, Amputationsschmerzen und desgleichen. Chronische Entz\u00fcndungen \nund chronische Schmerzen sind oftmals miteinander gepaart und PEA bringt\n dies wieder ins Gleichgewicht.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00f6chste Zeit f\u00fcr einen Durchbruch mit neuem Schmerzmittel: PEA<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist inzwischen h\u00f6chste Zeit f\u00fcr einen Durchbruch auf dem Markt f\u00fcr\n Schmerzmittel. So hat beispielsweise der Rheumatologe Vonkeman von \nMedischen Zentrum Twente\/Niederlande in einer Abhandlung gezeigt, dass \nallein in den Niederlanden &nbsp;j\u00e4hrlich 5.100 Menschen durch herk\u00f6mmliche \nSchmerzmittel Magenblutungen bekommen und mehr als 500 Menschen daran \nsterben.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit&nbsp;PEA ist endlich ein Schmerzmittel der neuen Generation auf dem \nMarkt und die soweit beobachteten Nebenwirkungen sind minimal. Auch alte\n Menschen k\u00f6nnen dieses Mittel ohne Probleme einnehmen; Nebenwirkungen \noder problematischen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bestehen\n nicht.&nbsp;PEA kann also auch zusammen mit anderen Arzneimitteln \neingenommen werden, die vom Arzt verschrieben wurden.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">PEA: Von einer Nobelpreistr\u00e4gerin inspiriert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der k\u00f6rpereigene Stoff Palmitoylethanolamid (PEA) wurde ungef\u00e4hr vor \n20 Jahren erstmals als Mittel gegen neuropathische und chronische \nSchmerzen benannt. Das geschah durch die italienische Nobelpreistr\u00e4gerin\n Professorin Rita Levi-Montalcini (Turin, Italien). Zu PEA sind \ninzwischen von Biologen, Physiologen und \u00c4rzten viele hundert \nwissenschaftliche Studien durchgef\u00fchrt worden.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inzwischen sind mehrere tausend Patienten mit sehr starken Schmerzen \nmit diesem Mittel behandelt worden \u2013 sehr oft mit guten bis \nbeeindruckenden Resultaten. So scheint PEA unter anderem schmerzlindernd\n zu wirken bei ernsthaften R\u00fccken- und Herniaschmerzen, \nG\u00fcrtelrose-Schmerz, Schmerz beim Abklemmen von Nerven, wie beim \nKarpaltunnelsyndrom, bei Diabetes&nbsp;oder chronischen Kieferschmerzen um \nnur einige schwerbehandelbare Schmerzsorten zu nennen. Der Wirkstoff \nl\u00e4sst sich ohne Probleme einnehmen, auch zusammen mit&nbsp;&nbsp;anderen \nSchmerzmitteln falls n\u00f6tig, da keine negativen Effekte auf die Wirkung \nder anderen Mittel festgestellt wurden.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirkungsmechanismus entdeckt von Nobelpreistr\u00e4gerin Professor Levi-Montalcini<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die schmerzstillende und entz\u00fcndungshemmende Wirkung von \nPalmitoylethanolamid war Jahrzehnte lang bekannt (von 1957-1992), ohne \ndass irgendjemand diese Wirkung genau verstand.Daher ging \ndas Interesse an dieser besonderen Verbindung irgendwann in den \n80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts verloren. Aber die Arbeit der \nitalienischen Nobelpreistr\u00e4gerin Rita Levi-Montalcini f\u00fchrte in den \n90er-Jahren zu einer Ver\u00e4nderung.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie wies nach, dass Palmitoylethanolamid die \u00fcberaktiven \nEntz\u00fcndungszellen (Mastzellen) bei vielen Krankheitsbildern zur Ruhe \nbringen kann. Sie war der Motor, der in der damaligen Zeit daf\u00fcr sorgte,\n dass Palmitoylethanolamid bei \u00c4rzten und Wissenschaftlern wieder die \nn\u00f6tige Aufmerksamkeit erfuhr. Dies f\u00fchrte zu einer Reihe klinischer \nStudien, die den Wert und die Unbedenklichkeit von Palmitoylethanolamid \nbei einer Vielzahl von Erkrankungen mit Schmerzerscheinungen deutlich \nmachten. Inzwischen haben ihre Nachfolger viele neue Informationen \nzusammengetragen, die zeigen, wie wichtig die Wirkung von \nPalmitoylethanolamid bei der Regulation \u00fcberaktiver Entz\u00fcndungszellen \nund Nervenzellen bei Schmerz ist.Die meisten Publikationen \nund Berichte der klinischen Studien zu dieser sehr interessanten \nVerbindung sind in der Zeit von Professor Levi-Montalcini und ihrer \nForschungsgruppe in italienischer Sprache erschienen, so dass die \nVerbindung im Rest der Welt noch relativ unbekannt geblieben ist. Zum \nGl\u00fcck hat sich dies in letzter Zeit ge\u00e4ndert und es wurden viel mehr \nenglischsprachige Artikel publiziert.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirkung und Anwendungsgebiete von Palmitoylethanolamid<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palmitoylethanolamid kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen \nsinnvoll eingesetzt werden, die mit Schmerzen oder Entz\u00fcndungen \neinhergehen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema \nwurden 2012 und 2013 in zwei Monografien \u00fcber Palmitoylethanolamid \nbehandelt. Insgesamt wurden seit 1972 Dutzende klinischer Studien \npubliziert, mit denen bei Tausenden Patienten die Wirksamkeit und \nUnbedenklichkeit von Palmitoylethanolamid u. a. bei chronischen \nSchmerzst\u00f6rungen (aber auch bei akuteren Zust\u00e4nden wie z.&nbsp;B. Grippe oder\n Erk\u00e4ltung) nachgewiesen wurde. Es handelt sich um eine bedeutsame neue,\n von Nebenwirkungen freie Behandlungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr Schmerzen und um \neinen gro\u00dfen Durchbruch auf dem Gebiet der Bek\u00e4mpfung chronischer \nSchmerzen.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palmitoylethanolamid ist eine Verbindung, die im Lauf der Evolution \nvor Hunderten Millionen Jahren zuerst von Hohltieren, bestimmten im Meer\n lebenden Wirbellosen, gebildet wurde. Sogar Einzeller wie Hefezellen \nproduzieren Palmitoylethanolamid. Die zell- und gewebesch\u00fctzende Wirkung\n von Palmitoylethanolamid wurde darauf in der Evolution von vielen \nLebewesen \u00fcbernommen, und das erkl\u00e4rt auch das Fehlen von Nebenwirkungen\n und die besonders breite Anwendbarkeit. Die pr\u00e4ventiven und \ntherapeutischen Wirkungen von Palmitoylethanolamid sind vor allem auf \nseine biologische Aktivit\u00e4t zur\u00fcckzuf\u00fchren. Palmitoylethanolamid \nnormalisiert n\u00e4mlich aus dem Gleichgewicht gebrachte biologische \nProzesse wie z.&nbsp;B. chronische Entz\u00fcndungen oder durch Traumata oder \nSauerstoffmangel bedingte Sch\u00e4digungen. Dies geschieht unter anderem \n\u00fcber die Einwirkung auf einen bestimmten Kernrezeptor, der als \nPPAR-Rezeptor bezeichnet wird.Dieser Kernrezeptor stellt das\n Gleichgewicht in den gest\u00f6rten Zellen wieder her, wodurch diese keine \n\u00fcberm\u00e4\u00dfigen Entz\u00fcndungsfaktoren und schmerzf\u00f6rdernden Substanzen mehr \nproduzieren. Die Aktivierung dieses Kernrezeptors spielt daher bei der \nSchmerzstillung eine wichtige Rolle.Palmitoylethanolamid \nkann in vielen Zellen gebildet werden und auf diese Weise bei \nchronischen Schmerzbeschwerden wirksam sein. Es ist n\u00e4mlich Bestandteil \neines nat\u00fcrlichen k\u00f6rpereigenen Anti-Schmerz-Systems.Bei \njedem chronischen Schmerzsyndrom werden bestimmte Zellen, die bei \nEntz\u00fcndungen eine Rolle spielen, \u00fcberm\u00e4\u00dfig aktiviert, so die Mastzellen \nund die Gliazellen. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass diese von den \nNeuronen abzugrenzenden Zellen im Nervengewebe chronische Schmerzen \naufrechterhalten. Daher ist es sehr wichtig, diese aktivierten \ninflammatorischen Zellen in ihrer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Aktivit\u00e4t zu bremsen. Und \ngenau das macht Palmitoylethanolamid. Es bringt diese Zellen wieder zur \nRuhe, wodurch sich chronische Schmerzsysteme im K\u00f6rper erheblich \nverringern.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Palmitoylethanolamid hat eine entz\u00fcndungshemmende, zellsch\u00fctzende und\n schmerzstillende Wirkung. Dar\u00fcber hinaus wirkt es auch antikarzinogen, \nneuroprotektiv und neuroregenerativ. Es bringt gest\u00f6rte K\u00f6rperprozesse \nwieder ins Gleichgewicht. Dadurch l\u00e4sst sich Palmitoylethanolamid bei \nvielen Krankheitsbildern einsetzen.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eigenschaften von PEA<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Schmerzmittel PEA&nbsp;mit dem Wirkstoff Palmitoylethanolamid (PEA) \nweist eine Anzahl wichtiger und interessanter Eigenschaften und Aspekte \nauf:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Getestet wurde PEA an mehreren tausenden Patienten mit \nSchmerzen und Entz\u00fcndungen; die schmerzlindernde und entz\u00fcndungshemmende\n Wirkung des Mittels konnte dadurch nachgewiesen werden.<\/li><li>Untersucht\n wurde PEA auch durch Biologen und Pharmakologen in \u00fcber 100 Studien: \nNoch nie wurde ein medizinisches Di\u00e4tpr\u00e4parat so ausf\u00fchrlich erforscht.<\/li><li>Effektivit\u00e4t\n und Vertr\u00e4glichkeit getestet bei Harniaschmerzen, diabetischen \nneuropathischen Schmerzen, chronischen Kieferschmerzen, \nKarpaltunnelsyndrom, Trigeminusneuralgie und Ekzemen.<\/li><li>Einfach einzunehmen, als schnell l\u00f6sliches Pulver unter der Zunge zu Beginn der Behandlung und danach in der Form von Kapseln.<\/li><li>Ohne Probleme einzunehmen neben anderen Arznei- und Schmerzmitteln.<\/li><li>Gute Schmerzlinderung, manchmal sogar besser als durch bekannte Schmerzmittel.<\/li><li>Die soweit bekannten Nebenwirkungen sind minimal.<\/li><li>Effektiv und patientenfreundlich auch bei alten und sehr alten Patienten.<\/li><li>Und\n schlie\u00dflich: PEA ist ein k\u00f6rpereigener Stoff, den wir selbst in unseren\n Zellen herstellen, wo er als nat\u00fcrliches Schmerzmittel und \nentz\u00fcndungshemmend wirkt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Indikation f\u00fcr PEA<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Indikation ist neuropathischer Schmerz und die Kategorie, in der \ndas Mittel gegeben wird, ist die der Stoffwechselst\u00f6rung. Der K\u00f6rper \nstellt bei Schmerzen und Entz\u00fcndungen zu wenig dieses Stoffes her und da\n der Stoff Palmitoylethanolamid nicht zureichend vorhanden ist, spricht \nman von einer Stoffwechselst\u00f6rung auf dem Gebiet der Synthese dieses \nk\u00f6rpereigenen schmerzlindernden Stoffes. Da die Produktion von PEA durch\n die k\u00f6rpereigenen Zellen nicht weiter erh\u00f6ht werden kann, ist das \nZuf\u00fcgen von exogenem Palmitoylethanomlamid eine deutliche Form von \nSubstitutionstherapie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Therapie bei chronischen Schmerzen Chronischen Schmerz zu behandeln ist immer noch ein Problem. Viele Patienten erfahren nicht die gew\u00fcnschten Effekte mit den bekannten Schmerzmitteln und zudem erschweren die Nebenwirkungen den Gebrauch. Die Medizin ist darum seit Jahren st\u00e4ndig auf der Suche nach einer L\u00f6sung zur Behandlung von neuropathischen und chronischen Schmerzen ohne Nebenwirkungen. 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