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Samambaia (Goldtüpfelfarn oder Polypodium leucotomos)

UV-Schutz


Samambaia: Natürlicher und wissenschaflich belegter UV-Schutz

In den Sommerferien sind sowohl Erwachsene als auch Kinderverstärkt der Sonne ausgesetzt. Es besteht ein erhöhtes Risiko für UV-Schäden: Sonnenbrand, Lichtalterung und Hautkrebs. Da zu einem gesünderen Lebensstil auch das Ausüben von Sport und Spazierengehen im Freien gehört, ist dieses Risiko nicht nur auf Familien oder die Sommerferien begrenzt.

Für jeden, der sich für natürliche Gesundheit von innen interessiert, könnte Samambaia eine interessante Option sein, um sich gegen UV-Schäden zu schützen. 

Was ist Samambaia?

Samambaia ist ein Farn mit einem kriechenden Wurzelstock (Rhizom) aus den tropischen Regionen Südamerikas. Er ist eine Farngattung aus der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae). Es gibt etwa 75 Pflanzenarten dieser Gattung, von denen seit Jahrhunderten viele für medizinische Anwendungen genutzt werden. So verwenden die Ureinwohner am Amazonas die Pflanze (Rhizom, sowie die Blätter) gegen bösartige Tumore, rheumatoide Arthritis und Psoriasis. Andere Anwendungsgebiete sind Fieber, Keuchhusten, Nierenprobleme, Husten, Problemeder Bauchspeicheldrüse, Magengeschwüre, Nierenprobleme, Durchfall und Schmerzen in Gelenken und Sehnen. Im gesamten Amazonasgebiet wird Samambaia allgemein als Tonikum zur Entgiftung des Körpers und zur Unterstützung des Immunsystems angesehen.1

Der botanische Name ist Polypodium leucotomos oder Polypodium aureum. Er leitet sich von poly ab, was „viel“ bedeutet, und podus, was „Fuß“ bedeutet, für die vielen fußähnlichen Teile des Wurzelstocks. Der gebräuchliche Name in Brasilien ist Samambaia.1Wegen der Sori (Gruppe von Sporenbehältern), die „Goldtüfpel“ an der Blattunterseite der Farne, kennen wir die Pflanze im deutschen Sprachbereich als Goldtüpfelfarn.

Sekundäre Pflanzenstoffe der Samambaia schützen gegen UV-Schäden

Viele sekundäre Pflanzenstoffe oder Phytochemikalien sind mit Lichtschutzeigenschaften (photoprotektive Eigenschaften) ausgestattet, d. h. mit der Fähigkeit, die schädlichen Wirkungen einer übermäßigen Exposition gegenüber ultraviolettem (UV) Licht zu verhindern. Diese Effekte umfassen Lichtalterung und Hautkrebs sowie Immunsuppression. Der Lichtschutz wird durch zwei Hauptwirkungen erreicht: UV-Absorption oder Reflexion / Streuung; und Gewebereparatur nach Exposition. Die Sekundären Pflanzenstoffe der Samambaia haben antioxidative und lichtschützende Eigenschaften und zeigen eine starke Anti-Aging-Wirkung.2,3

Samambaia und UV-Schutz

Samambaia hat einen hohen Gehalt an Flavonoiden, Alkaloiden und Fettsäuren und ist besonders interessant als UV-Schutzmittel. UV-Strahlung erzeugt Photoalterung und potentiell – bei andauernder Einwirkung – Photokarzinogenese durch die Erzeugung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), DNA-Schäden, Immunsuppression, Entzündung, abnormalem Umbau der extrazellularen Matrix (ECM)i und Angiogeneseii. Mit seinem hohen Phenolgehalt hat Samambaia starke antioxidative Eigenschaften, durch die es die Erzeugung und Freisetzung von ROS durch UV-Licht hemmt.4,5

i Die extrazelluläre Matrix ist ein dreidimensionales Netzwerk von extrazellulären Makromolekülen wie Kollagen, Enzymen und Glykoproteinen, die die umgebenden Zellen strukturell und biochemisch unterstützen.

ii Angiogenese: das Wachstum von Blutgefäßen, durch Sprossungs- oder Spaltungsvorgänge aus bereits vorgebildeten Blutgefäßen.

Die Wirkstoffe von Samambaia und deren Eigenschaften

Die chemische Zusammensetzung von Samambaia umfasst phenolische Verbindungen wie p-Cumar-, Ferula-, Kaffee-, Vanillin- und Chlorogensäure. Dies sind kräftige ROS-Hemmer, die nach systemischer Absorption eine signifikante antioxidative, entzündungshemmende und lichtschützende Aktivität aufweisen.6

In einer spanischen Studie wurden die folgenden Eigenschaften von Samambaia festgestellt:7

  • Vorbeugung von UV- und ROS-induzierten DNA-Schäden, indem es die Transkriptionsfaktoren Aktivator Protein (AP)-1 und Nukleärer Faktor kappa B (NF-kB)iii hemmt und natürliche antioxidative Enzymsysteme schützt. 
  • Auf zellulärer Ebene: Verringerung der zellulären Apoptose und UV-vermittelten Nekrose und Hemmung der abnormalen Remodellierung der ECM.
  • Entzündungsreduzierung
  • Verhinderung der Immunsuppression
  • Aktivierung der TumorsuppressorHemmung der UV-induzierten Cyclooxygenase-2 (COX-2) -Enzymexpressioniv 
  • Verringerung der durch UV-Strahlung induzierten Zellproliferation. 
  • Verhinderung häufiger mitochondrialer DNA-Schäden, die durch UV-Av hervorgerufen werden, und Matrix Metalloproteinase (MMP)-1-Expressionvi, die durch sichtbares Licht und Infrarotstrahlung hervorgerufen wird. 

iii Transkriptionsfaktor: Ein Protein, das an der Regulation der Genexpression beteiligt ist. Es sorgt dafür, dass eine genetische Eigenschaft exprimiert oder gehemmt wird. AP-1 und NF-kB sind wichtig für Gene, die an Entzündungen, embryonaler Entwicklung, Lymphdifferenzierung, Onkogenese und Apoptose (natürlicherZellentod) beteiligt sind.

iv COX-2: Enzyme mit einer zentralen Funktion in der Regulation des Entzündungsgeschehens.

UV-A: Man unterscheidet drei Wellenlängen innerhalb des UV-Bereichs, UV-A, UV-B und UV-C. UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als UV-B-Strahlen und spielen eine größere Rolle bei vorzeitiger Hautalterung, einschließlich Faltenbildung (Lichtalterung). Mit UV-B wird die kurzwellige UV-Strahlung bezeichnet, die Bräunung oder Sonnenbrand verursacht.

vi Matrix Metalloproteinase-1: Enzym, das am Abbau der extrazellulären Matrix beteiligt ist. MMP-1 zerlegt die interstitiellen Kollagene der Typen I, II und III.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass diese zellulären und molekularen Effekte sich in der langfristigen Hemmung der Karzinogenese und der Photoalterung widerspiegeln. 

Samambaia: Spürbarer Effekt innerhalb von 2 Stunden

Samambaia wirkt schnell. Amerikanische Forscher stellten fest, dass Samambaia „innerhalb von 2 Stunden nach der Verabreichung eine objektive messbare unterdrückende Wirkung auf das UV-B-induzierte Erythemvii hat. Die Ergebnisse legen nahe, dass [Samambaia] möglicherweise als Zusatztherapie zur Verringerung der negativen photobiologischen Wirkungen von UV-B eingesetzt werden kann.“8

vii Erythem: Entzündliche Rötung der Haut.

Wichtiger Hinweis

Man sollte bei starkem Sonnenschein immer Vernunft walten lassen. Obwohl es wissenschaftlich belegt ist, dass Samambaia vor UV-Schäden schützt, ist es jedoch nicht so, dass die Verwendung von Samambaia eine Gewöhnung an das Sonnenbad, schützende Kleidung, Sonnencreme oder andere Schutzmaßnahmen überflüssig macht.

Referenzen

  1. Taylor, L. The Healing Power of Rainforest Herbs: A Guide to Understanding and Using Herbal Medicinals. Square One Publishers 2005, ISBN: 978-0757001444  
  2. Gonzalez S, Yolanda Gilaberte Y,Philips N, Juarranz A. Fernblock, a Nutriceutical with Photoprotective Properties and Potential Preventive Agent for Skin Photoaging and Photoinduced Skin Cancers. Int J Mol Sci. 2011, 12.8466-8475; doi:10.3390/ijms12128466
  3. Zamarrón A, Lorrio S, González S, Juarranz A. Fernblock Prevents Dermal Cell Damage Induced by Visible and Infrared A Radiation. Int J Mol Sci. 2018, 19, 2250; doi:10.3390/ijms19082250.
  4. García F, Pivel JP, Guerrero A, Brieva A, et al. Phenolic components and antioxidant activity of Fernblock, an aqueous extract of the aerial parts of the fern Polypodium leucotomos. Methods Find. Exp. Clin. Pharmacol. 2006, 28, 157–160.
  5. Gombau L, Garcia F, Lahoz A, Fabre M, et al. Polypodium leucotomos extract, Antioxidant activity and disposition. Toxicol in Vitro.2006, 20, 464–471.
  6. Choudhry SZ, Bhatia N, Ceilley R, et al. Role of Oral Polypodium Leucotomos Extract in Dermatologic Diseases: A Review of the Literature. J Drugs Dermatol. 2014; 13 (2):148-153.
  7. Parrado C, Mascaraque M, Gilaberte Y, Juarranz A, Gonzalez S. Fernblock (Polypodium leucotomos Extract): Molecular Mechanisms and Pleiotropic Effects in Light-Related Skin Conditions, Photoaging and Skin Cancers, a Review. Int J Mol Sci.2016, 17, 1026; doi:10.3390/ijms17071026
  8. Kohli I, Shafi R, Isedeh P, Griffith JL. The impact of oral Polypodium leucotomos extract on ultraviolet B response: a human clinical study. J Am Acad Dermatol. 2017 July; 77 (1): 33–41.e1. doi:10.1016/j.jaad.2017.01.044.