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Nährstoffe fürs Gedächtnis

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Für Haut, Haare und Nägel

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Nährstoffe für das Herz-Kreislauf-System

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Nährstoffe für das Nervensystem

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Für Nieren und Blase

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Nährstoffe für die tägliche Grundversorgung

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Neuropathie-Präparate (Mittel zur Behandlung der peripheren Nerven) und Vitalstoffe


Wechselwirkungen von Medikamenten und Mikronährstoffen und was man unbedingt darüber wissen sollte!

Viele Menschen nehmen Medikamente und viele Menschen nehmen Nahrungsergänzungsmittel, aber viele Menschen, die Medikamente nehmen wissen gar nicht, dass sie besser auch Nahrungsergänzungsmittel nehmen sollten. Und Einige, derer die Medikamente nehmen, sollten bestimmte Nahrungs- ergänzungsmittel besser nicht nehmen. Viele Medikamente und viele Krankheiten verbrauchen in großer Quantität spezifische Mikronährstoffe. Das führt dazu, dass sich mit der Zeit zu dem eigentlichen Leiden noch ein eigentlich vermeidbarer Kollateralschaden entsteht, der die Gesundheit zusätzlich beeinträchtigt.

Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass und welche Interaktionen zwischen Medikamenten und Mikronährstoffen bestehen. Die durch einen Mangel an Mikronährstoffen auftretenden Symptome können erkannt werden und geben einen ersten Hinweis, welche Vitalstoffe man zum Ausgleich einnehmen sollte. Wir haben auf unseren Seiten zu den besonders häufig verschrieben Arzneimitteln die Interaktionen zu Vitalstoffen (Mikronährstoffen) zusammen gestellt. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie diese Liste für sich studieren.

Wir möchten Ihnen aber einen sehr dringenden Rat mit auf den Weg geben: Verwenden Sie diese Informationen nicht, um Ihre Medikation eigenhändig zu verändern. Nutzen Sie die Informationen, um mit dem Arzt oder Therapeuten Ihres Vertrauens Ihre besondere Situation zu besprechen. Wir geben Ihnen unten einen Literaturhinweis zu einem Buch von Uwe Gröber. Ihr Arzt wird Ihnen dankbar sein, wenn Sie ihn auf dieses Buch hinweisen.


Was sind Mittel bei Neuropathie?

Diese Mittel werden auch bezeichnet als:

  • Mittel bei Nervenschäden
  • Neuropathiemittel
  • Neuropathiepräparate
  • neurotrope Arzneimittel 

Nervenschäden können entweder durch Verletzungen entstehen oder durch die Einwirkung von Stoffen, die giftig für das Nervengewebe sind. Die Nerven werden dadurch in ihrer Funktion behindert, manchmal sogar komplett zerstört. Während man verletzungsbedingte Nervenschäden noch kaum behandeln kann, vermag man vergiftungsbedingte Nervenschäden heute schon in einem gewissen Rahmen positiv zu beeinflussen. Zunächst einmal muss bei Vergiftungen in erster Linie eine Behandlung des Auslösers erfolgen, um Schäden vorzubeugen und ein Fortschreiten der Beschwerden zu verhindern. Zu den auslösenden Faktoren gehören:

  • Diabetes mellitus vom Typ 1 und Diabetes mellitus vom Typ 2
  • Alkoholabhängigkeit
  • Mangel an Vitaminen
  • Vergiftungen mit Arzneimitteln und anderen Stoffen

Im Rahmen der Grunderkrankung Diabetes werden zusätzlich Mittel gegen Nervenschäden angewendet, die speziell die Nervenfunktion verbessern. Ein Vertreter ist die alpha-Liponsäure. Allerdings ist ihre Wirkung umstritten und in den Nationalen Versorgungs-Leitlinien vom November 2011 wird ihr Einsatz zur Behandlung einer schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie nicht empfohlen.

Zur Behandlung von Nervenschäden bei Vitaminmangel werden vor allem Vitamin-B-Präparate eingesetzt. Zu diesen Wirkstoffen gehören beispielsweise Vitamin B1, Vitamin B6 und Vitamin B12.

Nervenschäden in Form einer Reizung oder sogar Nervenentzündungen entstehen durch übermäßigen Druck, beispielsweise bei Bandscheibenvorfall und Muskelverspannungen. Hier kommt neben den oben genannten Vitaminpräparaten auch die Wirkstoffkombination Uridin + Cytidin zum Einsatz.


Wirkweisen der Mittel bei Nervenschäden

Mittel gegen Nervenschäden weisen sehr unterschiedliche Wirkmechanismen auf:

  • Alpha-Liponsäure (Thioctsäure) ist eine bei höheren Lebewesen normalerweise im Körper vorkommende und im Energiestoffwechsel der Zellen biologisch aktive Substanz. Früher wurde alpha-Liponsäure zu den Vitaminen gerechnet. Heute zählt sie nicht mehr dazu, da Mangelerscheinungen unbekannt sind. Untersuchungen deuten auf eine günstige Wirkung bei Patienten mit Diabetes mellitus hin. So nehmen beispielsweise die häufig sehr quälenden nervlichen Missempfindungen durch die Behandlung ab. Allerdings ist ihre Wirkung gegen nervenbedingte Schmerzen umstritten und in den Nationalen Versorgungs-Leitlinien vom November 2011 wird ihr Einsatz dagegen nicht empfohlen.
  • Alpha-Liponsäure ist Bestandteil dreier Enzyme, die an lebenswichtigen Schlüsselstellen beim Abbau von Zucker eingreifen. So fördert alpha-Liponsäure den Zuckerstoffwechsel, die Energiegewinnung und die Selbstheilungskraft der Nervenzellen. Das macht sich besonders positiv an den reizempfindenden Nervenzellen außerhalb des Gehirns bemerkbar. Außerdem kann alpha-Liponsäure nervenschädliche Radikale abfangen. Damit ergänzt alpha-Liponsäure die Wirkung anderer Radikalfänger wie Vitamin E und Vitamin C.
  • Die "Nervenvitamine" Vitamin B1, Vitamin B6 und Vitamin B12 sind grundlegend an der Erregungsleitung und dem Eiweißstoffwechsel, das heißt dem Wachstum der Nervenfasern beteiligt. Sie aktivieren die Erneuerung geschädigter Nerven und ihrer Funktion.
  • Die Reparatur von Geweben besteht in einer verstärkten Zellteilung und -vermehrung, zu der auch die Erbsubstanz verdoppelt werden muss. Zwei Bausteine der Erbsubstanz DNA, werden von der Wirkstoffkombination Uridin + Cytidin geliefert. Sie stellt also Materialien, die für die Erneuerung der Nervenfasern von entscheidender Bedeutung sind.

Alpha-Liponsäure und Nahrungsbestandteile

Beeinträchtigung der Resorption und oralen Bioverfügbarkeit von Alpha-Liponsäure.

Zur Vermeidung eines Wirksamkeitsverlustes sollte Alpha-Liponsäure (z.B. 600 mg/d, p.o.) nüchtern, mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden.


Alpha-Liponsäure und orale Antidiabetika

Alpha-Liponsäure kann die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika (z.B. Glibenclamid) verstärken.

In der Anfangsphase einer Alpha-Liponsäuretherapie (oral und/oder parenteral) sollte bei Typ-2-Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika behandelt werden, eine engmaschige Kontrolle erfolgen, um Unterzuckerungserscheinungen zu vermeiden.


Literaturhinweise

Diese Tabelle stammt aus dem Buch von Uwe Gröber mit dem Titel „ Interaktionen, Arzneimittel und Mikronährstoffe“, ISDN 978-3-8047-2375-7, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart. Für eine Vertiefung der Informationen empfehlen wir den Kauf des Buches.

Der Text ist zum Teil verändert, bzw. ergänzt mit weiteren, uns vorliegenden Informationen.


Wichtiger Hinweis und Warnung

Sollten Sie bei der Durchsicht dieser Aufstellungen Beschreibungen finden, die auf ihre Situation passen, konsultieren Sie bitte ihren Hausarzt. Verändern Sie bitte nicht eigenständig ihre Medikation, die Folgen könnten dramatisch sein. Sprechen Sie die Supplementierung mit Mikronährstoffen mit ihrem Arzt / Therapeuten ab.